Donnerstag, 2. April 2015

Anime: Hybrid Child

Dear Anime.


Feels. Ganz, ganz viele Feels bei diesem Anime ;__;

Kurzbeschreibung:
Ein Hybrid Child ist eine Art Maschine in Menschenform, die wachsen kann, wenn ihr Besitzer ihr genügend Liebe und Zuneigung gibt. Sie sind halb Mensch und halb Roboter und tendieren dazu, starke Gefühle für ihre Besitzer zu entwickeln.
Der junge Kotaro erkennt die Bedeutung von Verantwortung als die Lebensspanne seines Hybrid Childs zu Ende geht, der Schwertkämpfer Seya lernt mit Hilfe seines Hybrid Childs Yuzu wieder zu lieben und die letzte Geschichte handelt von Kuroda, wessen verlorene Liebe ihn dazu inspirierte, die Hybrid Childs zu entwickeln.
(Quelle: http://proxer.me/info/9087#top ~ leicht abgeändert)

Animation bzw. Zeichenstil:
Schöne, klare Linien, ''modern'' und ja, ich beschreibe sonst keine Animationen. Ich beschreibe das nur, wenn es da etwas besonderes gibt, dass ich erwähnen möchte. In diesem Fall bezieht sich das aber eher auf den Zeichenstil, den von Shungiku Nakamura, den ich bereits aus Junjou Romantica und Sekaiichi Hatsukoi kenne. Beides ebenfalls tolle Animes,
Bei Hybrid Child handelt es sich leider nur um ein OVA, dafür ein Vierteiliges. Aber der Zeichenstil bzw. die Animation ist die Selbe, natürlich, dass ich ja wohl auch das Markenzeichen, der Wiedererkennungswert einer Zeichnerin.
Ich mag den Zeichenstil auf jeden Fall, weil er etwas eigenes hat. Vieles, besonders die Charaktere sehen sich zwar oftmals ziemlich ähnlich, aber wenn man sich davon nicht allzu sehr stören lässt, kann man damit gut leben.

Charaktere & Beziehungskonstellationen:
Dass der Zeichenstil bei der gleichen Zeichnerin gleich ist, ist logisch. Allerdings würde ich auch behaupten, dass es bei den Charakteren und Beziehungskonstellationen bei Shungiku Nakamura auch immer sehr große Ähnlichkeiten gibt.
Zum Beispiel eher mürrische, ältere Charaktere, oftmals auch schwarzhaarig. Und die dazugehörigen jüngeren, naiven Charaktere, oftmals braunhaarig. Die, die die Animes bzw. Mangas kennen, werden wissen, was ich meine.
Na ja, die ''Wiederverwertung'' von Charakteren, sprich die Nutzung der gleichen charakterlichen Struktur, kann man als Streitpunkt und als schlecht und unkreativ ansehen. Aber ich finde, obwohl sich manche Charaktere von Shungiku Nakamura echt eigentlich schon zu sehr ähneln, kann man sie doch ganz gut als eigenständige Charaktere sehen. Also denke ich, dass das schon in Ordnung ist.

Story:
Anders als Junjou Romantica und Sekaiichi Hatsukoi spielt Hybrid Child nicht in der heutigen Zeit und hat auch nichts mit Verlegen oder Autoren zu tun. Die Geschichten, die in Hybrid Child erzählt werden, ereignen sich zu der Zeit, in der in Japan noch Klans existierten. (Keine Ahnung, wann das zeitlich genau war. o.o)
Die einzelnen Liebesgeschichten sind wundervoll erzählt. Manche Stellen sind auch witzig, aber ich habe bei allen vier Folgen, bei der dritten etwas weniger, dafür bei der vierten sehr viel, geweint. Also seid vorsichtig, an alle, die nah am Wasser gebaut sind. ;)
Bei Hybrid Child stehen wirklich die Liebesgeschichten im Vordergrund, wobei Sex natürlich ein Teil davon ist, wird aber in Hybrid Child kaum angeschnitten. Also auch für die, die mit Yaoi nicht so viel anfangen können, aber nichts gegen Shounen-Ai haben, etwas.
Auf das historische Zeugs mit den Klans wird nur in der dritten und vierten Folge eingegangen.
Reichen vier Folgen? Hm, ich hätte sehr gerne noch mehr gesehen. Aber ehrlich gesagt hätte es wahrscheinlich unnötig hinausgezögert gewirkt, wenn die einzelnen Geschichten noch viel mehr Zeit bekommen hätten. Es war okay so wie es ist. Wobei ich nichts dazu sagen kann, wie das im Vergleich zum Manga ist, darüber weiß ich nichts.
Alles in allem sind es wundervolle, kleine Geschichten.

Tiefere Bedeutung:
Ich finde die Idee von Hybrid Childs unglaublich toll. Eine Puppe (bzw. ein Roboter), die heranwächst wie ein Mensch, bloß dass seine Nahrung aus Liebe besteht. Liebe von seinem Besitzer, wodurch sie zu einem Spiegelbild seines Besitzers und dessen Gefühle wird.
Die Idee ist so fantastisch und so fantastisch umgesetzt. <3
Wie die Entwicklung und auch die Entstehung der Hybrid Childs in den einzelnen Geschichten auf ganz unterschiedliche Weise gezeigt wird, ist toll. Vor allem auch, dass die Besitzer und der Erfinder der Hybrid Childs immer am Ende auch etwas über sich selbst lernen, gefällt mir. Damit schließt sich der Kreis, der hinter der Idee steht.
Denn dadurch, dass man jemanden liebt und zurück geliebt wird, lernt man in erster Linie etwas über sich selbst, über die Stärke seiner eigenen Liebe, seiner eigenen Gefühle und wie sehr diese jemand anderen beeinflussen können.
Ja, eigentlich geht in Hybrid Child um die Stärke von Liebe. Denn das ist es, wodurch die Puppen wachsen – Liebe. Das ist es, wodurch die Besitzer und der Erfinder der Hybrid Childs etwas sehr wichtiges über sich selbst lernen – Liebe.

Fazit:
Boys Love auf höchstem Niveau, wie man es von Shungiku Nakamura gewohnt ist. Die Idee ist fantastisch, die Umsetzung eben so. Die Charaktere erinnern zwar an andere Charaktere der Zeichnerin, aber ich finde, das ist schon okay.

Es sind herzzerreißende, kleine Geschichten, die mich auf jeden Fall sehr berührt und zu Tränen gerührt haben. Ich werde mir Hybrid Child wahrscheinlich irgendwann noch einmal anschauen und vielleicht sogar eine Fanfiktion schreiben, die in der jetzigen Zeit spielt, weil die Idee mit den Hybrid Childs einfach wundervoll ist. <3

(Entschuldigt die Spoiler bei den Bildern.^^)
Aus dem ersten OVA.
Ebenfalls 1. OVA, gleiche Charaktere.
Zweites OVA.
Zweites OVA, gleiche Charaktere.
Drittes&Viertes OVA.
Drittes&Viertes OVA.
Viertes OVA.


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