Donnerstag, 27. November 2014

Everything Else: NaNoWriMo 2014

Dear Everything Else.


Warum habe ich darüber bis jetzt keinen Blogpost geschrieben? Der Monat ist ja praktisch schon vorbei! o.O Da sieht man mal, zu wie wenig man kommt, wenn man bei sowas mitmacht ;D

Der NaNo erklärt nämlich auch mit, warum ich nicht wirklich zu Blogposts gekommen bin und stolz bin auf die, die ich in diesem Monat geschrieben habe.

Was ist das?
NaNoWriMo oder einfach nur NaNo ist die Abkürzung für National Novel Writing Month. Und der National Novel Writing Month ist der November. (Ne, hätte ich jetzt nicht gedacht xD) Wie der Name schon sagt, geht es darum, in einem Monat einen Roman zu schreiben. Dabei geht es um die Wortanzahl. Beim NaNo ist das festgeschrieben, bei 50000 Worten zählt man als Winner. Neben dem Schreiben an sich kann man sich über die Seite viel Motivation und auch Hilfe holen.

Kommt euch bekannt vor?
Jap, ich hab beim Camp NaNoWriMo mitgemacht. Und mit über 90.000 Worten gewonnen :D Das war im Juli und man konnte sich die Wortgrenze selber setzen :)

Was dieses Mal anders ist:
Ich hab jemanden, der meine Kapitel beta liest und kommentiert. Das heißt, dass ich das Geschriebene nicht einfach weglege, wenn der Monat vorbei ist. So habe ich es bei dem Projekt fürs Camp getan. Das will ich später überarbeiten. Klar werde ich auch das jetzige Projekt noch mehrmals überarbeiten. Aber es ist schon ein großer Unterschied, wenn die Kapitel nochmal von jemand anderem gelesen werden.

Buchprojekt:
Das Ganze nennt sich (bisher) ''Dunkel zu Licht, Licht zu Dunkel''.
Kurzbeschreibung: Ben hat kaum je etwas anderes, als das Waisenhaus und die Schule gesehen, bis er von einer Frau adoptiert wird und fortan mit ihr und ihrer Tochter zusammenlebt. Dass mit ihm etwas nicht stimmen kann, hat er schon immer gewusst, aber auch mit der Frau und ihrer Tochter und der ganzen Stadt stimmt etwas nicht. Ehe er sich versieht, findet er sich mitten unter fremden Wesen wieder und gerät in einen Krieg hinein und droht dabei, sich selbst zu verlieren.

Wie es bisher läuft:
Ich liege bei etwas über 30.000 Worte. Wenn man bedenkt, dass ich am Ende des Monats bei 50.000 sein sollte, kann man nachrechnen, dass ich etwas weit hinten liege und das wird wohl auch so bleiben. Es sei denn, in den nächsten Tagen passiert noch irgendein Wunder oder sowas.
Es ist auch nicht mein Ziel, zu gewinnen. Es geht einfach darum, konzentriert an einem Projekt zu arbeiten. Ich bereue es etwas, dass ich mich nicht für was anderes entschieden habe, aber na ja. Diese Story hat auch etwas, sonst hätte ich mich nicht für sie entschieden und auch nicht schon so viel geschrieben und mir den ganzen Plot ausgedacht.
An sich von den Charakteren und der Story her, läuft es einigermaßen. Eine Nebencharakterin ist nicht so, wie ich sie haben will, dafür machen sich zwei andere prächtig und mit wieder einem anderen bin ich auch sehr zufrieden. Was die weibliche Hauptperson betrifft, bin ich mir nicht ganz sicher, ob sie so rüberkommt, wie ich es gerne hätte, aber der männliche Protagonist gefällt mir soweit gut. Und die Story kommt auf jeden Fall voran.

Ich frage mich, ob ich, wenn der Monat vorbei ist, noch viel an dem Projekt schreiben werde... Na, mein Beta-Leser wird mich ansonsten wohl dazu nötigen, bis das Projekt fertig gestellt ist ;D

Montag, 24. November 2014

Film: Mockingjay I

Dear Movies.


Ich war im Kino! Am 19. - das ist noch gar nicht soo lange her.
Wie der Titel schon sagt, habe ich Mockingjay gesehen.

Kurzbeschreibung:
Katniss Everdeen hat die Arena dank der Rebellen überlebt. Sie haben die junge Kämpferin gerettet und verstecken sie im Distrikt 13. Allerdings ist Peeta ist noch immer in den Fängen des Kapitols und braucht dringend Hilfe. Doch Katniss ist für die Gesellschaft nun endgültig zur Symbolfigur des Widerstands gegen das Kapitol geworden. Als sich das Volk dann erhebt, muss sie sich entscheiden, ob sie an der Seite der Rebellen kämpft.
(Quelle: trailerseite.de)

Ah, endlich mal eine Kurzbeschreibung, die mir wirklich sehr gut gefällt :D Sie spoilert nicht und alles wichtige ist drin, besser hätte ich es selber nicht machen können.

Ähnlich zufrieden bin ich mit dem Film. Okay, ein kleines bisschen weniger zufrieden.

Aber das liegt vor allem an dem Vergleich zwischen Buch und Film und da wird es am Film immer etwas zu meckern geben. Einfach schon aus dem Grund, dass man nie ganz buchgenau sein kann und jeder Leser eine andere Vorstellung hat.

Spannung und Stimmung:
Ich glaube, diese zwei Elemente sind das Einzige, was ich losgelöst vom Buch betrachten kann. Ich könnte auch alle anderen Elemente losgelöst vom Buch betrachten, aber ich will hier ja vor allem meine Gedanken loswerden und die drehen sich bei Buchverfilmungen, wo ich die Bücher kenne, eben größtenteils um den Vergleich zwischen Buch und Film. (Was ziemlich seltsam ist, wenn man bedenkt, dass ich Vergleiche eigentlich nicht mag...)
Also Spannung ist definitiv da. Okay, ich kann diesen Aspekt doch nicht losgelöst vom Buch sehen... Ich wusste halt schon, was als nächstes passiert... Nya...
Okay, dann eben zur Stimmung – die ist deutlich düsterer, als in den ersten beiden Filmen, wo sie ja auch schon nicht sonderlich rosig ist. Um den Grund jetzt zu erläutern, müsste ich spoilern. Aber ich sage es mal so: was Katniss durchgemacht hat, geht nicht spurlos an ihr vorbei.
Außerdem ist die Atmosphäre in Distrikt 13 eine ganz andere. Insgesamt ist der Film schon rein von der Story ganz anders, als die ersten zwei. Es gibt dieses Mal keine Spiele. Es geht direkt um die Rebellion, um Krieg und das fühlt man beim Sehen des Films.

Thematik:
Habe noch etwas gefunden, zu dem ich unabhängig vom Buch etwas schreiben kann :D
Die Thematik ist schon echt nicht ohne. Ein System der Unterdrückung, Rebellion, Krieg. Und Leute, die eigentlich völlig unschuldig sind bzw. es mal waren, mittendrin.
Es ist in jedem Fall ein sehr interessantes Thema und es ist auch etwas, dass in unserer Welt immer noch Thema ist. Menschen werden nach wie vor unterdrückt und dieses System, wie es in Panem ist, lässt sich sogar mit unserem Jetzigen vergleichen. Ja, Hunger Games wäre schon auch sehr spannendes Material für Schulunterricht, eine Abhandlung oder ähnliches.
Sehr spannende Themen, spannend verpackt.

Vergleich zwischen Film und Buch:

Bevor ich hier platze, weil ich unbedingt darüber schreiben will, komme ich lieber gleich zum Punkt ;D

So, da ich das Buch kenne und total in dem ganzen Hype mit drin bin und mich von sowas auch echt mitziehen lasse, war ich richtig gespannt auf den Film und sehr aufgeregt. Ich liebe das, wenn ich mein Herz so schnell und laut pochen spüre, wenn der Film dann endlich losgeht.
Dieses Gefühl ist bei Mockingjay I so ziemlich die ganze Zeit geblieben. Hinzu kamen dann das ein oder andere Mal noch Tränen. Gefühlstechnisch war ich voll dabei.
Deshalb ist das, was ich hier schreibe, ganz und gar nicht objektiv. (Ist es sowieso nie^^) Dadurch, dass es das erste Mal war, dass ich den Film gesehen habe, bin ich im Grunde einfach nur total geflasht und dürfte gar nicht darüber schreiben, weil es nur ein einzige Wirrwarr aus Gefühlen und Gedanken ist.
Aber na ja, irgendwie muss ich das Ganze ja entwirren ;D

Schade, dass ich niemanden habe, mit dem ich den Film nochmal im Kino schauen kann...
Das ist eigentlich bei Buchverfilmungen eine Tradition von mir. (Vorausgesetzt meine Mutter bezahlt einen der Kinobesuche, weil sie mitkommt xD)

Was sie gut gemacht haben:
Alles! Nein, Spaß xD Es gibt natürlich immer was auszusetzen, aber dazu gleich mehr.
Die Schauspieler – Sie passen einfach alle. Und ich habe die Bücher vor der Verfilmung gelesen. Ich finde sie alle echt passend und sie können die Rollen wunderbar rüberbringen. In diesem Teil liegt das besondere Augenmerk da auf Katniss, Peeta und Finnick und die Schauspieler haben das da echt klasse hinbekommen.
Buchnah – Ist es. In vielerlei Hinsicht ist es sehr buchnah und als jemand, der die Bücher kennt, ist das immer sehr schön. Man findet die Szenen wieder, kann sich in etwa denken, was als nächstes passiert usw.
Über das Buch hinausgehend – Auch das finde ich wundervoll. Das ist die Chance, die sich in einer Buchverfilmung verbirgt. Wenn es so ist, wie bei Hunger Games, wo die Bücher aus Katniss' Sicht geschrieben sind, kann man im Film wunderbar Szene einfügen, die über Katniss' Erlebnisse hinausgehen. Gerade bei Hunger Games ist es sehr interessant. Im Film sieht man auch mal Präsident Snow oder Plutarch oder die anderen Distrikte. Es können noch ganz andere Aspekte und Reaktionen aufgezeigt werden. Es ist auch schön, dass gewisse Dinge oder Personen in den Filmen ''gerettet'' werden können. Wer den Film gesehen hat und das Buch kennt, wird verstehen, was ich meine ;D

Was sie nicht so gut gemacht haben:
Ähm... Ich weiß, da war was...
Ah, okay, ich müsste Spoilern, um das zu schreiben...
Zu schwach – [SPOILER ANFANG] Die Gefahr, die in gewisser Weise von Distrikt 13 ausgeht, ist nicht richtig rübergekommen, finde ich. Die Präsidentin war zu nett. Im Buch ist sie nicht so. Da fehlt mir dieses Gefühl, dass 13 auch nicht unbedingt ''die Guten'' sind, dass es in dem Sinne keine Guten gibt. Es kommt ansatzweise durch, aber nicht so richtig. Unter anderem auch, weil die ganze Sache mit dem Prep Team weggelassen wurde. [SPOILER ENDE]
Änderung – [SPOILER ANFANG] Es geht hier um eine explizite Szene. Und zwar die Szene, wo 13 angegriffen wird und alle in den Bunker müssen. Im Buch wird beschreiben, dass die Bewohner von 13 ruhig sind und geordnet gehen und keine Panik herrscht und auch, dass im Bunker kaum etwas von den Erschütterungen zu spüren ist und es keine Risse oder ähnliches gibt. Im Film sind die Menschen als es zum Bunker geht, total panisch und im Bunker spüren sie die Erschütterungen und Risse an der Decke entstehen. [SPOILER ENDE]
Ich habe das Gefühl, etwas vergessen zu haben, aber es kann nichts ganz so wichtiges gewesen sein. Denn, was mich etwas stört, sind wirklich Kleinigkeiten. Sie fallen auf, aber es sind Kleinigkeiten.

Ich glaube, das war's schon o.o
Na, soll auch reichen ;D

Fazit:
Ein toller Film! Okay, um das wirklich bei klarem Verstand sagen zu können, sollte ich ihn mir erst nochmal ansehen xD Er hat mich wirklich ziemlich geflasht.
Der Film ist auch nicht ohne, vom psychischen her, würde ich sagen. Und dieses ganze Kriegsthema... Aber ich finde das sehr interessant und es ist eben etwas, was man auch sehr gut auf die Realität anwenden kann.
Ich denke, das ist schon Grund genug, sich den Film anzusehen. Also, tut es! :D
Und schaut vorher die anderen Beiden, wenn ihr sie nicht kennt.
Und lest die Bücher vorher, wenn ihr das noch nicht getan habt!
;D




Finnick! :D


Mittwoch, 12. November 2014

12.11.2014

Dear Sweet Heart.

Den einen Moment lächelst du, lächelst aus vollster Überzeugung und im nächsten weinst du, weinst aus tiefstem Schmerz, tiefster Traurigkeit, tiefster Verzweiflung.

Was ist das eigentlich? Glücklich Sein?
Ist man schon glücklich, wenn man sich einfach nur gut fühlt? Ist man glücklich, wenn man nicht unglücklich ist? Ist man glücklich, wenn es keinen Grund gibt, unglücklich zu sein?

Ich denke, man ist glücklich, wenn man im Moment glücklich ist. Der Moment zählt. Wenn der Moment dich glücklich macht, bist du in diesem Moment glücklich.
Aber ist das wirklich glücklich sein? Ist das nicht zu einfach? Oder ist es am Ende so einfach?

Ich kann nicht aufhören, mir die Frage zu stellen, ob ich wirklich glücklich bin, wenn ich glücklich bin oder ob ich mir nur einrede, es zu sein.

Doch wenn ich glücklich bin, fühlt es sich nicht falsch oder aufgezwungen an, also bin ich es dann doch, oder?
Nur weil da tief in einem drin immer ein Gefühl von Unglücklich Sein ist, heißt das doch nicht, dass man nicht im selben Moment glücklich sein kann, oder?

Eigentlich sollte man sich diese Fragen nicht stellen. Man sollte das Glücklich Sein akzeptieren und es genießen, unglücklich ist man oft genug. Glücklich Sein brauch man nicht zu hinterfragen. Wozu auch? Das nimmt dem Gefühl seine ganze Magie.

Und doch lässt mich die Frage einfach nicht los.
Vielleicht weil ich doch eigentlich nicht glücklich bin?

Doch wer ist das schon – vollkommen und wunschlos und unvergänglich für immer glücklich? Vielleicht kann man dieses Glück finden und ein unzerstörbares Glücklich Sein Gefühl entsteht. Aber selbst wenn nicht – Glücklich Sein ist momentabhängig. Es ist wie Freude bloß stärker. Und freuen tut man sich auch über Momente. Glücklich Sein ist Freude und Zufriedenheit zugleich und Zufrieden Sein kann man einfach nicht immer.

Also bin ich glücklich, wenn ich glücklich bin.
Egal, wie unglücklich ich im gleichen Moment auch sein könnte, in dem Moment bin ich glücklich, weil ich glücklich bin.

Man sollte nicht immer nach mehr verlangen, nur weil mehr irgendwie besser wirkt. Die Momente zählen. Denn viele Momente ergeben irgendwann Tage, Wochen, in denen man glücklich ist. Aus Kleinem erwächst Großes, so ist es bei vielem und so wird es immer sein.

Wie lange man glücklich ist, hat demnach keine Bedeutung. Glücklich Sein misst man nicht, man ist es. Also: Seid glücklich, wenn ihr glücklich seid und nichts anderes.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Everything Else: Lost in London

Dear Everything Else. 




Samstag, Sonntag und Montag war ich mit meiner Mutter und meiner jüngeren Schwester in London.

Tja, und viel mehr weiß ich jetzt auch nicht zu schreiben ;D
Und ich hatte so tolle Ideen >.< Deshalb sollte man sich Ideen immer aufschreiben, wenn man sie hat!
Na ja, ich versuchte mal so irgendwas zusammenzubasteln, will euch dieses Erlebnis nämlich nicht vorenthalten.

Es war mein zweites Mal in London. Ende der 9. Klasse war ich schon mal von der Schule aus da.

Unterkunft:
Ich fange mal damit an.
Wir hatten ein richtig, richtig, richtig, richtig tolles Hostel!
Hier mal der Link, weil's mir einfach so gut gefallen hat und ich das jedem weiterempfehlen würde und jederzeit wieder dort buchen würde: http://www.safestay.co.uk/de
Es ist sauer und modern, noch ganz neu. Das sieht man auch einfach. Das Frühstück ist auch echt okay. Und nachdem ich jetzt ein paar der Bilder auf der Internetseite gesehen hab: Denen könnt ihr wirklich glauben, ehrlich!

Dann wär's auch schon wieder soweit, dass ich nicht mehr weiß, worüber ich in diesem Post schreiben soll ;D

Es ist auch einfach so, dass mir die Zeit in London total unwirklich erscheint, als wäre es gar nicht passiert. Aber es ist passiert. Einen der Beweise trage ich gerade und die anderen Beweise liegen in meinem Zimmer und im Zimmer meiner Schwester und unten in der Küche.

Was auf jeden Fall richtig cool an London ist, ist das U-Bahn fahren. Das fand ich bei meinem ersten London-Besuch schon mega und in Berlin auch und beim zweiten Mal in London war's wieder so. Ich meine, man fährt unter der Erde! Was könnte es cooleres geben?

U-Bahn fahren ist dann auch das, was wir am meisten gemacht haben, zumindest gefühlt.
Eigentlich sind wir nur zum Shoppen nach London gekommen. Was meine Mutter und meine Schwester angeht, finde ich das etwas schade. Die Zwei hätten noch mehr von den Sehenswürdigkeiten mitbekommen sollen. Für mich war es der zweite Besuch. Ich hatte die Sehenswürdigkeiten schon beim ersten Mal.
Wir waren nur beim Tower of London und haben die Tower Bridge aus einiger Entfernung gesehen und fotografiert. Beim Tower of London hat gerade dieses Jahr eine Gedenkfeier zum Beginn des ersten Weltkriegs vor 100 Jahren stattgefunden. (Falls sich jemand genauer darüber informieren möchte: http://poppies.hrp.org.uk/ )
Ansonsten waren wir noch in der Oxford Street und den anderen Shopping-Straßen dort unterwegs und haben ordentlich eingekauft. Auch im Covent Garden waren wir.

Die Sprache:
Ich liebe, liebe, liebe, liebe, liebe Englisch!
Unglaublich, dass es früher wirklich mal das Fach war, in dem ich am schlechtesten war o.O
Ich habe schon einige englische Bücher gelesen und mir dieses Mal auch in England ein Buch auf Englisch gekauft, einfach weil es sich anbietet und ich es demnach irgendwie tun musste.
Klar ist das etwas irritierend, wenn man nach England kommt und plötzlich alles auf Englisch ist und man alles auf Englisch sagen muss. Besonders meine Mutter hatte damit ein bisschen Probleme. Sie hat immer wieder einfach auf Deutsch gesprochen, ohne es richtig zu bemerken. Es gibt auch immer irgendwelche Begriffe, die man nicht weiß und die einem nicht sofort einfallen. Aber gerade dieses Überlegen und die Spontanität, die man dabei in sich selbst erkennt, machen es so schön in ein anderssprachiges Land zu reisen. (Vorausgesetzt man kann die Sprache auch etwas.) So lernt man auch einfach am Besten – in dem man direkt mit der Sprache umgehen muss und immer und immer wieder damit konfrontiert wird, ihr gar nicht entgehen kann.
Natürlich habe auch ich einiges nicht richtig oder nicht gleich verstanden. Muttersprachler reden einfach auch viel schneller und da kommt man manchmal nicht mit. Das ist auch so, wenn man die Sprache recht gut beherrscht.
Aber hey, ganz so bescheuert kam ich mir beim Englisch Sprechen gar nicht vor und mir wurde sogar gesagt, dass ich sehr gutes Englisch spreche :D

Großstadt:
Ich hab ja irgendwie was gegen viele Menschen an einem Ort, aber ich liebe Großstädte. Ja, das ist widersprüchlich. Ist wohl so eine Art Hassliebe.
Wenn viele Menschen an einem Ort sind, ist es einfach immer so wuselig und man kommt irgendwie dann einfach nicht zur Ruhe. Auf der anderen Seite hat gerade dieses Chaos irgendwie etwas sehr beruhigendes. Da sind so viele Menschen, die so viel zu erledigen, so viele Pläne, so viele Gedanken und Gefühle, so viele Geschichten haben. Ich finde das faszinierend und inspirierend. Jeder dieser Menschen hat etwas anderes erlebt und wird noch ganz unterschiedliche Dinge erleben und all diese Menschen, all diese Leben berühren sich in diesem Moment, in dem sie nebeneinander über die Straße laufen.
Großstädte sind einfach so unglaublich vielfältig. Es gibt alle möglichen Läden, alle möglichen Restaurants, alle möglichen Menschen, alle möglichen Geschichten. Es gibt so viel. Ich mag den Gedanken von all diesen Möglichkeiten, all diesem Leben.
Großstädte schlafen auch nie. Klar schließen irgendwann die Läden, aber dann verschiebt sich das Leben eben in die Restaurants und Bars. Und irgendeinen Supermarkt, der ganz lange geöffnet hat, gibt es immer. Es ist nie Nacht, nie Schlafenszeit. Und ich bin einfach total der Nachtmensch.
Ich mag zwar auch die Ruhe, die hier nachts in Bremen Nord herrscht, aber noch ein kleines bisschen mehr mag ich den Gedanken, dass, wenn ich einer Großstadt leben würde, da immer noch ganz viele andere Menschen sind, die nachts genauso lange wach sind, wie ich.
Außerdem ist es in einer Großstadt weitaus wahrscheinlicher gleichgesinnte Leute zu treffen und kennenzulernen.
Und es ist immer etwas los. Immer. Du könntest immer etwas unternehmen. Das will ich gar nicht, aber allein, dass die Möglichkeit besteht, ist einfach schön.

Zum Titel:
Ja, warum hab ich's ''Lost in London'' genannt? Vielleicht hätte ich das besser ganz am Anfang erklären sollen, aber na ja, egal ;D
Der Titel ist dadurch zu Stande gekommen, dass meine Mutter, meine Schwester und ich einen ziemlich miesen Orientierungssinn haben. Bei meiner Mutter ist er wohl noch am besten und bei mir geht’s auch. Aber na ja, Großstadt und so und dann sind wir auch noch abends angekommen und es gibt dann immer so vieles, was einen verwirrt.
Wir sind auf jeden Fall ziemlich viel umhergeirrt. Aber am Ende haben wir immer zu unserem Ziel gefunden!

Ach man, während des Schreibens fällt mir die ganze Zeit noch ein Thema ein und dann vergesse ich es wieder xD

Auf jeden Fall hatte ich eine Menge Spaß in London. Schon allein dieses Großstadtgefühl *-* Und das U-Bahn fahren *-* Und das Hostel *-*

Also, wenn ich's irgendwie hinbekomme, will ich nochmal hin.

Hinflug *-*
Covent Garden :)
Tower Bridge
(Typisches London Wetter ;D)



Anime: Kyou Kara Maou!

Dear Anime.



Womit soll ich anfangen?

Also eigentlich hat mir der Anime nicht so gut gefallen. Am Anfang fast überhaupt nicht, zum Ende hin ist es um einiges besser geworden. Aber die meiste Zeit über war das nicht so mein Fall.

Kurzbeschreibung:
Shibuya Yuri war eigentlich ein ganz normaler High-School-Schüler - bis zu dem Tag, als er, um einen Schulkollegen vor Schlägern zu schützen, unabsichtlich eine Toilette hinuntergespült wird. Er landet dabei aber nicht im Abwasserkanal sondern im Dämonenreich, in welchem er prompt, aufgrund seiner schwarzen Haare und seinen tiefschwarzen Augen, zum "Maou" (Dämonenkönig) ernannt wird. Von nun an herrscht Yuri als König über das menschenhassende Volk der "Mazoku". Doch da Yuri selbst ein Mensch ist und ein reines Herz hat, versucht er - ganz anders als seine Maou-Vorgänger - ein guter Dämonenkönig zu werden und Probleme ohne Gewalt zu lösen. Doch wird es ihm mit dieser Taktik auch gelingen, den anstehenden Krieg im Dämonenreich zu verhindern? Und was vielleicht noch viel wichtiger ist: Wird Yuri den Mazoku ewigen Frieden mit den Menschen bringen?

Das klingt an sich ganz interessant und ich habe es mir auch recht cool vorgestellt. Wahrscheinlich hatte ich in dem Punkt zu viele Erwartungen.
Im Grunde ist es auch sehr interessant und cool, der Hintergedanke alleine schon und die Umsetzung eigentlich auch.

Animation:
Ich setzte das jetzt mal hier als ersten Punkt, weil es der Punkt ist, der mich eigentlich am meisten abgeschreckt hat. Ich schaue eher Animes mit den neusten Animationen, wo die Farben und Linie alle sehr klar sind und so. Falls jemand versteht, was ich meine ;D
Kyou Kara Maou ist jetzt schon ein bisschen älter und das sieht man halt ein bisschen. Es ist nicht die Art von Animation, die ich wirklich gerne mag. Aber es stört jetzt auch nicht so sehr. Man kann damit leben und wenn ich nicht was an den Augen habe oder es daher kommt, dass ich den Anime zum Schluss doch mochte, verändert sich die Animation zum Schluss auch wieder.

Story:
Die Hauptgeschichte zieht sich ziemlich. Das Ganze erinnert mich etwas an die erste Staffel von D. Gray-man. Es gibt halt immer wieder irgendwelche Aufträge und Ereignisse, die dann zu Abenteuern oder gewissen Aufgaben führen, die es zu bewältigen gilt. Davon bin ich persönlich nicht so sehr der Fan.
Wobei ich schon sagen muss, dass diese kleinen Geschichte eigentlich sehr schön sind und alle schön ausgearbeitet sind und eine Bedeutung haben. Manche, das sind dann auch die, die mir besser gefallen haben, zeigen auch Personen, die später in der Story nochmal auftauchen und somit wichtiger sind.
Die einzelnen Elemente der Hauptstory werden immer nur Stück für Stück herausgerückt, sodass man immer gespannt auf sie wartet.
Das wirklich Coole an der ganzen Geschichte ist, dass man Ende bestimmte Dinge einen Sinn ergeben, die vorher irgendwie seltsam und unlogisch waren. Sowas liebe ich ja. Vor allem, wenn man nicht mehr damit rechnet und es eigentlich schon in seinem Blog-Post als Kritik-Punkt angeben will ;D Somit ist es jetzt zu einem sehr positivem Punkt geworden.
Überhaupt ist das Ende das Beste an der ganzen Geschichte, würde ich behaupten. Es hätte noch etwas epischer sein können an einigen Stelle, aber an sich ist es sehr cool. Ich würde nicht direkt sagen, dass es sich dafür gelohnt hat, das vorherige alles zu sehen, aber es führt zumindest dazu, dass die Zeit, die ich mit dem Anime verbracht habe, nicht ganz verschwendet ist.

Die Charaktere:
Man schließt sie nach einer Weile schon sehr ins Herz. Das hab ich besonders am Ende gemerkt. (Es gibt noch eine dritte Staffel, also müsste das, was ich gesehen habe, die erste und zweite sein.)
Der Hauptcharakter Yuri ist ein typischer Normalo-Charakter, wie es auch aus der Beschreibung schon herauszulesen ist. Bei Katekyo Hitman Reborn ist das mit Tsuna ja genauso. Yuri hat natürlich ziemlich starke magische Kräfte. Ansonsten ist er ziemlich naiv, aber immer fest entschlossen. Diese Entschlossenheit und sein Sinn für Gerechtigkeit machen ihn zu einem liebenswürdigen Charakter.
Die anderen Hauptcharaktere sind die Kinder der letzten Dämonenkönigin. Hinzu kommt noch Günter. Später kommen noch Yuris bester Freund und eine andere Person hinzu.
Konrad, Gwendal und Wolfram sind jeder für sich sehr interessante und tolle Charaktere. Konrad kommt die Rolle des unerschrockenen Soldaten zu, der aber auch mal verletzlich sein kann. Zu Yuri hat er eine sehr enge Bindung. Gwendal übernimmt den Part des immer zu mies gelaunten. Er ist die meiste Zeit am Arbeiten und hat eine geheime Vorliebe für niedliche Kuscheltiere, die er selbst macht. Wolfram ist das jüngste Kind der Königin und wir aus Versehen zu Yuris Verliebtem. Er ist ziemlich selbstverliebt und engstirnig, entwickelt gegenüber Yuri aber Gefühle und lässt sich dadurch positiv durch Yuris Art verändern.
Günter ist ein ziemlich lustiger Charakter. Er unterrichtet Yuri über die Geschichte der anderen Welt, von der er Dämonenkönig geworden ist. Dabei ist er immer ziemlich besessen von Yuri. Er tritt ziemlich weiblich auf, ist aber ein sehr guter Schwertkämpfer.
Yuris bestem Freund, Murata fällt später eine sehr wichtige Rolle zu, was ihn dann mit einem Mal und besonders auch zum Schluss nochmal sehr interessant macht.
Auch die anderen Nebencharaktere haben ihre Geschichten und einiges, was sie interessant macht.
Was die Charaktere betrifft, wirft Kyou Kara Maou zwar mit Klischees um sich, aber auf eine doch ganz sympathische Weise.

Tieferer Sinn:
Im Grunde geht es um den Unterschied zwischen zwei Völkern, den Dämonen und den Menschen. Einen wirklichen Unterschied gibt es da aber gar nicht wirklich. Yuri hat sozusagen die Aufgabe Dämonen und Menschen zusammenzuführen und die immer wieder ausbrechenden Kriege zu unterbinden.
In dem Sinne geht es also darum, dass alle gleich sind, das Gleiche fürchten, das Gleiche wollen.
Ein bisschen geht es auch um Gerechtigkeit, da Yuri und besonders sein Dämonenkönig-Ich ziemlich besessen davon ist. Jeder, der unrecht tut, wird und muss dafür bestraft werden. Dabei geht es Yuri selbst um eine friedliche Lösung, sein Dämonenkönig-Ich greift auch zu Gewalt, die aber ''im Sinne der Gerechtigkeit'' also angebracht ist (Wobei das natürlich Ansichtssache ist.)

Shounen-Ai:
Schwule! :D
Das war mit einer der Gründe, warum ich den Anime überhaupt angefangen habe ;D
Bei meiner Beschreibung der Charakter ist ja schon deutlich geworden, dass sich da Beziehungen entwickeln und die auf jeden Fall alle nicht so ganz hetero sind bzw. sich so verhalten.
Aber alle Fans muss ich enttäuschen. Es gibt nicht einmal einen Kuss. Nicht einmal zwischen Yuri und Wolfram und die sind immerhin verlobt! Wenn auch aus Versehen. (Die Geschichte war auch einer der Gründe, warum ich den Anime angefangen habe.)
Na ja, der Anime begnügt sich, was das Shounen-Ai Genre angeht mit Andeutungen. Bei Wolfram sind es ziemlich deutliche Andeutungen. Auch die anderen haben ihre Szenen, aber bei einem Anime ohne Shounen-Ai Genre Bezeichnung hätte es solche Szenen genauso geben können. Wer außer Wolfram noch wirklich Shounen-Ai mäßig wirkt, ist Günter. Aber der ist einfach nur sehr feminin und vergöttert Yuri, mehr auch nicht.
Da hätte ich mir wirklich mehr gewünscht, zumindest zwischen Yuri und Wolfram.

Shipping:
Tja, wenn's schon Shounen-Ai ist^^ Das ist ja dann schon eine Aufforderung ;D
Natürlich shippt man Yuri und Wolfram, aber ich bin auch so Ships wie Konrad und Yuri nicht abgeneigt. Eins meiner liebsten Shipping-Pärchen ist Günter & Gwendal. Die Zwei zusammen, das hat einfach irgendwas. Konrad shippe ich auch mit Yozak, der sein bester Freund ist und zusammen mit ihm kämpft.
Also shippen kann man schon sehr gut.

Fazit:
Würde ich nur die Hauptstory, das Ende und die Charaktere sehen, wäre der Anime echt sehr klasse. Aber na ja, da spielen ja auch noch ein paar andere Dinge rein. Wie geschrieben, diese ganzen kleinen Geschichten sind nicht so wirklich mein Ding. Wären es nur die ''Guten'' gewesen, hätte ich damit leben können, dann wäre es sogar sehr cool gewesen. Aber so, wie es ist, ist es an einigen Stellen schon etwas unerträglich. Ich hab mehrmals überlegt abzubrechen und es hat auch wirklich lange gedauert, bis ich den Anime endlich durch hatte.

Ich würde den Anime nicht wirklich empfehlen, weil er zu denen gehört, die mir weniger gut gefallen haben. Aber ich bereue es, nachdem ich das Ende gesehen habe, auch nicht, ihn geschaut zu haben. Ich würde also sagen, es ist eher was für Zwischendurch, ein Zeitvertreib, kein Muss.

Ich hab vergessen, zu erwähnen, was für süße Tierchen es bei Kyou Kara Maou gibt *-*
Kein Fanart! Das passiert wirklich im Anime ;D
Yuris Dämonenkönig-Ich und sein ''gewöhnliches'' Ich

So und nicht anders hätte der Anime enden müssen!
:D



Mittwoch, 22. Oktober 2014

Challenge 52/52: Wo alle Fragen und alle Antworten liegen

Ich habe es geschafft, mal wieder eine Kurzgeschichte für die Challenge fertig zu stellen. Dies ist die Achte.

Kurze Info vorweg: Bei dieser Kurzgeschichte handelt es sich um eine Fanfiktion. Die Charaktere gehören mir nicht und die Art, wie ich sie darstelle, basiert auf dem Originalwerk. Ohne Vorwissen könnte die Kurzgeschichte etwas verwirrend sein, aber ich denke, man kann sie trotzdem genießen.
(Kommentar zu dem Anime, der mir diese Kurzgeschichte beschert hat: Free! Iwatobi Swim Club)

Wort: Wasser
Wörter: 922


Wo alle Fragen und alle Antworten liegen

Es leckte an meinen Füßen, umspielte meine Beine, rauschte mir in den Ohren. Ich formte meine Hände zu einer Schale und schöpfte etwas hinein, betrachtete es gedankenverloren und doch gedankenklar.

Ich war verloren in der Klarheit meiner Gedanken und klar in der Verlorenheit.

Ein kleines Lächeln umspielte meine Lippen.

Wie das Wasser. Es war, wie das Wasser.
Man konnte versinken oder an der Oberfläche treiben. Und wenn man dicht unter der Wasseroberfläche schwamm, konnte man beides – an der Oberfläche treiben und gleichzeitig war man versunken. Das Wasser war auch genauso eine eigene Welt wie meine Gedankenwelt.

Langsam ließ ich es mir durch die Finger gleiten, öffnete den Spalt zwischen meinen Händen und die Spalten zwischen meinen Fingern, bis nur noch einzelne Wassertropfen von meiner Haut perlten.

Bedächtig hob ich den Kopf und blickte hinaus auf das Meer, das vor mir lag. Immer wieder und wieder wurden die Wellen ans Ufer gespült, leckten an dem Strand, umspülten den unteren Teil meines Körpers.

Ein ums andere Mal war ich froh, immer meine Badehose unter meinen Klamotten zu tragen. Das war eine Angewohnheit, die ich mir mehr zufällig angeeignet hatte und nie wieder ablegen wollte.

Tief atmete ich ein und aus und blickte gen Horizont.

Was genau tat ich hier eigentlich?

Natürlich, ich bewunderte die Schönheit des Wassers und das hätte ich noch ewig, bis an mein Lebensende tun können. Es wurde nie langweilig und es war ganz sicher keine verschwendete Zeit.

Und doch war das Wasser nicht der Grund, warum ich hier saß. Es wäre schön, wenn es so wäre. Das wäre schön und einfach. Ich würde einfach nur hier sitzen und das Wasser betrachten, nichts anderes. Wie gerne würde ich das tun.

Viel eher saß ich aber wohl hier, damit das Wasser mich abholte, mich mitnahm und verschluckte und befreite. Mir alles nahm, was ich nicht wollte. Mir alles nahm, was mich daran hinderte, jetzt und hier bloß die Schönheit des Wassers zu betrachten.

Mir entwich ein tonloses Seufzen und ich schöpfte wieder eine handvoll Wasser, blickte hinein und sah alles und gleichzeitig nichts.

Da waren sie: all die Fragen, die ich mir stellte und auf die ich keine Antwort hatte und all die Antworten, nach denen ich nicht gefragt hatte. Keine Frage passte zu einer Antwort und keine Antwort passte zu einer Frage. Keins dieser Puzzelteile wollte sich ineinander fügen.

Suchte ich bloß in dem falschen Wasser?

Rasch schöpfte ich eine neue handvoll, blickte hinein und sah das Selbe, wie zuvor.

Es war nicht das Wasser, was ich sah. Ich sah mich darin, meine Gedanken, meine Wünsche und Träume, meine Ängste und Sorgen, alles, alles von mir. Es war alles da, in dem Wasser, in diesem Spiegel.

Ich konnte meine eigenen, blauen Augen sehen und fragte mich, wie sie so ruhig und gleichzeitig so stürmisch sein konnten.

Könnte ich nicht immer die ruhige See sein?

Sturm. Rin war der Sturm.
Er war der Sturm, der über alles hinwegfegte und bloß Verwüstung und Chaos hinterließ. Unbedacht, ungestüm riss er alles an sich und ließ nichts als Traurigkeit, Verzweiflung, Verwirrung und Sehnsucht zurück, widerstreitige Gefühle, die nicht zusammenzupassen schienen und doch beide gleichermaßen da waren. Wie die Fragen und die Antworten.

Erneut ließ ich das Wasser durch meine Finger fließen und vergrub das Gesicht in ihnen, atmete das Meerwasser ein, fühlte es, lebte es.

Was war Makoto? War er die ruhige See?

Vielleicht. Vielleicht war er meine ruhige See.
Das war ein schöner Gedanke. Ein sehr schöner Gedanke.
Ich brauchte eine ruhige See.
Nach dem Sturm brauchte ich eine ruhige See.

Ich brauchte auch den Sturm.
Oder?

Was war schon eine ruhige See ohne einen wütenden Sturm zuvor?

Ich senkte meine Hände und presste die Lippen aufeinander. Am Horizont leuchtete golden die Sonne und ließ das Wasser golden schimmern. Die ganze Umgebung war in dieses goldene Licht getaucht. Es war wunderschön. Fast so wunderschön wie das Wasser.

Für einen Moment spielte ich mit dem Gedanken mich einfach von dem auffordernd an mir ziehendem Wasser mitreißen zu lassen. Ich würde rausschwimmen, ganz weit rausschwimmen. So weit, bis ich alles hinter mir gelassen hatte. So weit, bis weder die Fragen noch die Antworten mehr existierten. So weit, bis ich vergaß, was Sturm und ruhige See bedeuteten.
So weit, bis ich Rin und Makoto nicht mehr kannte.

Erschrocken stand ich auf.

Ich konnte nicht weglaufen. Ich konnte davor nicht weglaufen. Ich konnte nicht vor Rin weglaufen. Einem Sturm konnte man nicht entfliehen.
Ich konnte nicht davonschwimmen. Wie sehr ich es auch wollte. Wie schön es auch wäre.
Das war nur ein Traum, eine Vorstellung, aber keine Option.

Eine ganze Weile stand ich noch da und blickte auf das Meer, das sich stetig in Bewegung befindende Wasser. Hin und wieder umspülte es meine Füße. Ich spürte und roch es. Ich wusste, wie es war, wenn man es lebte.

Doch daran dachte ich nicht. Daran dachte ich kein bisschen. Das waren unbedeutende Hintergrundgedanken.

Ich dachte an Rin und an Makoto und an mich selbst.
Und ich wollte das Wasser sein, denn das Wasser wusste immer, was zu tun war. Es schlängelte sich drum herum, überschwemmte, durchnässte und das ohne zu zögern. Es brauchte keine Fragen und keine Antworten. Es war einfach.

Warum konnten wir Menschen das nicht auch? Einfach sein?

Irgendwann – irgendwann würden wir das vielleicht können. Irgendwann würde ich das vielleicht können. Einfach nur sein. Irgendwann, wenn die Fragen sich beantworten ließen und die Fragen der Antworten keine Bedeutung mehr hatten.
Das war mein Lebensziel. Irgendwann zu sein. Ganz und vollkommen zu sein, wie das Wasser.

Dienstag, 21. Oktober 2014

Film: Maze Runner

Dear Movies.


Argh, jetzt sind echt schon wieder so viele Tage vergangen, seit ich den Film gesehen habe >.<
Ich bin eine miese Bloggerin >_< Na, zum Glück hänge ich mich daran nicht auf ;D
Und ja, das waren eindeutig zu viele Smileys für meinen Block.

Es ärgert mich aber gerade wirklich, weil ich meine Gedanken eigentlich am liebsten ganz frishc aufschreibe. Warum zum Teufel habe ich das nicht getan!?
Na ja, jetzt ist es zu spät. Also, besser jetzt als nie.

Kurzbeschreibung:
Eine Lichtung, ein Wald und ein Betonwall, der das ganze Areal versiegelt - das ist die neue Welt von Thomas. Wie andere Jugendliche auch, die seit Jahren hier festsitzen, weiß auch er nicht, wie er hierher kam, warum er hier gefangen gehalten wird. Einen Ausweg scheint nur ein riesiges Labyrinth hinter dem Wall zu bieten. Alle Versuche von Läufern, die diesen Irrgarten täglich erforschen, scheiterten. Doch Thomas wird zum Hoffnungsträger, als er sich den tödlichen Kreaturen, die nachts das Labyrinth durchstreifen, stellt.

Als Erstes sollte ich schreiben, dass der Film nicht ganz den Büchern entspricht.
Vielleicht bin ich in dem Fall etwas verwöhnt durch Twilight und Hunger Games, wo wirklich die Bücher sehr zu spüren sind.
Bei Maze Runner spürt man mehr die Leute hinter dem Film, als die Verbindung zu den Büchern. So ungefähr würde ich es beschreiben.

Die Schauspieler:
Passen alle sehr gut. Viel mehr brauche ich dazu eigentlich nicht mehr zu schreiben.
Was Aussehen, Charakter und Verhalten angeht haben alle Schauspieler ziemlich genau das getroffen, was die Bücher vorgeben. Oder, falls ich mich an einigen Stellen irren sollte, war es so, dass es mich nicht gestört hat und der Schauspieler die jeweilige Buchfigur trotzdem (aus meiner Sicht) wunderbar rübergebracht hat.
Bei Buchfiguren ist das mit den Schauspielern immer so eine Sache, weil jeder sich die anders vorstellt. Aber ich denke, bei Maze Runner wurde das Ganze gut gelöst und es wurden tolle Schauspieler, die auch nicht so ganz unbekannt sind, gefunden, die auf die Figuren passen.

Eigentlich mache ich das ja sonst nicht, aber in diesem Fall lege ich mal den Schwerpunkt auf die Unterscheidung zum Buch.

In dem Punkt, was die Buchnähe angeht, bin ich tatsächlich etwas enttäuscht vom Film. Ich hatte da irgendwie, wie bereits beschreiben aufgrund von Twilight und Hunger Games, irgendwie ziemliche Erwartungen.
Übersetzt heißt das, dass Dinge geändert wurden. Eigentlich sind es nur Kleinigkeiten. Von der Haupthandlung her folgt der Film den Büchern, aber ich finde diese Kleinigkeiten schon irgendwie wichtig. Im Nachhinein betrachtet eher weniger, aber wenn man die Bücher gelesen hat, denkt man sich eben, dass jetzt die und die Szene kommt und dann läuft sie ganz anders ab und irgendwie hat das Ganze dann so, wie es im Film ist, eine ganz andere Bedeutung, als wie es im Buch ist.
Ich weiß gerade auch nicht, warum es mir jetzt bei Maze Runner so krass auffällt, denn bei den Twilight Filmen und den Hunger Games Filmen gibt es auch Dinge, die nicht so sind, wie in den Büchern.
Es kann nicht daran liegen, dass ich das Buch erst vor Kurzem gelesen habe, denn das habe ich bei Twilight und Hunger Games auch immer getan.
Vielleicht hat es damit zu tun, dass der Trailer mich erst auf die Bücher gebracht hat?

Na, in jedem Fall war ich eben etwas enttäuscht.

Das ändert aber absolut nichts daran, dass der Film toll ist. In Sachen Spannung steht er dem Buch in nichts nach, legt sogar noch eins drauf, würde ich zu behaupten wagen.
Auch die Charaktere kommen alle super rüber. (Würde empfehlen meinen vorherigen Post zu lesen.)

Ja, viel mehr kann ich dazu jetzt nicht schreiben, weil ich gedanklich einfach ständig mit den Büchern vergleiche und mich die Veränderung, auch jetzt noch im Nachhinein, schon sehr extrem ärgern und ich das gerne so wie in den Büchern gehabt hätte.
Aber gut, man kann nicht alles haben.

Fazit:
Ein Film, den es sich definitiv anzusehen lohnt. Spannung. Aktion. Und die Story, die dahintersteckt, ist auch cool.
Allerdings sollte man den Film strikt vom Buch trennen. (Sollte man sowieso immer, aber hier noch einmal verschärft.) Sobald ich das mal irgendwann hinbekommen habe und den Film dann nochmal geschaut habe, werde ich ihn wohl auch mehr genießen können und nicht ständig denken, was alles ''falsch'' ist.
Ansonsten gilt das Gleiche, wie für das Buch. Lest euch sonst mein Kommentar dazu durch, um zu schauen, ob Maze Runner was für euch ist.

PS: Ich würde jetzt gerade gerne all die Veränderungen aufzählen. Aber ich reiße mich jetzt mal zusammen.
Link zum Post über das Buch: Dear Books ~ Maze Runner (von James Dashner)

Dylan O'brien ist im Übrigen ein Schauspieler, den ich ziemlich gerne mag ^-^
(spielt in Maze Runner Thomas, die Hauptrolle)