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Dienstag, 11. Juni 2019

TV Show: Shadowhunters

Dear TV Shows.


Eine kleine Vorwarnung, dass dieser Post wahrscheinlich sehr nostalgisch sein wird und ich viel zu viele Vergleiche zu der Buchreihe machen werde.

Genre: Fantasy, Action, Drama
Länge:
13 Episoden je 42 Minuten (Staffel 1)
+ 20 Episoden je 42 Minuten (Staffel 2)
+ 22 Episoden je 42 Minuten (Staffel 3)
~ 55 Folgen, 2310 Minuten
Jahr: 2016 bis 2019
Kurzbeschreibung: After her mother disappears, Clary must venture into the dark world of demon hunting, and embrace her new role among the Shadowhunters.

Gesamteindruck: Dass die Shadowhunter-Reihe überhaupt eine Netflix-Serie bekommen hat, finde ich noch immer so unglaublich und ich feiere es noch immer so so sehr! Wer meinen Blog hier vielleicht schon etwas länger verfolgt, weiß dass ich auch zu vielen Büchern aus der Schattenjäger-Welt Kommentare geschrieben habe und die ganze Welt schon sehr sehr lange kenne und nach wie vor sehr sehr liebe. Ich habe das Alles damals fast zeitgleich oder sehr kurz nach Twilight kennengelernt, habe Fanfiktions in dem Fandom geschrieben, war Teil eines RPG-Forums dazu (habe Simon geschrieben ;D) und in dem Forum haben wir damals auch über unsere Vorstellungen geschrieben, welche Schauspieler welche Charaktere spielen sollen.
Dann gab es ja damals auch mal eine Film-Verfilmung, die allerdings floppte. (Obwohl ich da den Jace-Schauspieler sooo viel besser und passender finde, aber oh well.)
Und dann halt diese Netflix-Serie, bei der sich ja irgendwie viele, die die Bücher kennen, streiten: Die einen finden die Serie sogar besser als die Bücher und die anderen finden die Bücher besser und kritisieren die Serie eher. Ich gehöre eher zur letzten Kategorie, aber es ist halt auch immer so, dass Buch und Serie sehr verschiedene Medien sind und deshalb auch sehr getrennt voneinander betrachtet werden sollten, was ich auch immer versuche, aber da ich eben gerade an dieser Buchreihe und dieser Welt sehr hänge, kann ich natürlich auch nicht das ganze Zeug daraus ignorieren. Immerhin basiert die Serie ja auch nach wie vor darauf, eine Verbindung ist also so oder so da.
Jetzt aber mal konkret zur Serie: Doch echt ziemlich gut gemacht, muss ich sagen. Besonders Magnus ist so so gut getroffen. Ach. ♥

Story (& Vergleich zu den Büchern): Ich bin mir jetzt gerade unsicher, inwieweit ich wirklich konkret was zur Story schreiben soll, vor allem weil ich ja auch diese so oder so nicht getrennt davon sehen kann, dass ich sie an sich ja bereits aus den Büchern kenne. Es ist auf jeden Fall alles sehr cool dargestellt und ich glaube auch, dass die Handlungsgeschwindigkeit ähnlich ist, wie in den Büchern – also dass quasi ständig was passiert und immer was Neues passiert und viel Action ist mit zwischendurch mal ruhigeren oder auch nachdenklicheren oder romantischen Momenten, das aber eher das ist, was nebenbei passiert.
Wobei die Serie jetzt schon auch viel Zeit mit den Beziehungen der Charaktere zueinander verbringt, sobald sich diese im Laufe der Geschichte zu entwickeln beginnen. (Was in den Büchern ab Band 4 auch passiert.) Das Drama bei den Genres oben bezieht sich auch am ehesten auf diese Beziehungen und gewisse Familienumstände sowie einige charakterliche Hintergründe, sodass das alles auch mit im Vordergrund der Serie steht. Meiner Meinung nach ist das in der Serie etwas weniger gut ausbalanciert als in den ersten drei Bänden der Buchreihe, was mich persönlich aber nicht besonders stört, auch wenn gerade dieses Actionreiche plus seltene besondere ruhige Momente das waren, was ich an den Büchern sehr liebe.
Was mich am allermeisten stört, ist wie modern vieles gemacht wurde, obwohl es in den Büchern ein sehr großes Ding ist, dass die Schattenjäger eben nicht sehr viel mit Technik am Hut haben und sich damit so gut wie gar nicht auskennen. An sich ändert es jetzt nicht so viel und ist nur mehr oder weniger ein kleines Detail, aber ich finde, dass es sehr viel von dem Feeling und der Lebensdarstellung der Schattenjäger verändert und finde das irgendwie schade. Ich konnte aber beim Schauen der Serie trotzdem ziemlich gut darüber hinausschauen. Wie geschrieben, an sich ist es eher eine Kleinigkeit.
Ansonsten wurden einige Sachen am Plot verändert und es sterben sogar teilweise Charaktere, die in den Büchern nicht sterben, Raphael zum Beispiel ist in der Serie ein paar Jahre älter. Ein paar dieser Plotänderungen finde ich ziemlich unsinnig und eher unvorteilhaft für die Serie und die Geschichte und es gibt unter anderem auch eine gewisse Sache, die in den Büchern für sehr viel Spannung sorgt, in der Serie aber quasi für die Zuschauenden direkt aufgelöst wird, was mich ärgert, aber gut, Leute, die die Bücher nicht kennen, wissen eben schlicht nicht wie viel es dort ausmacht.
Jetzt auch mal was Gutes: Dadurch, dass die ersten drei Bücher sich sehr viel mehr rein auf Clarys Sicht konzentrieren, hat die Serie da natürlich einiges mehr an Freiheiten und kann viele Sachen in dem Sinne ausführlicher und flexibler einbinden und zeigen. (Was die Bücher spätestens ab dem 4. der Chroniken der Unterwelt/The Mortal Instruments Reihe aber auch tun.)
Allgemein hat sich die Serie halt viele Sachen auf eine etwas andere, ausgeprägtere Weise erlaubt oder auch Themen oder Beziehungen eingebaut, die es so in den Büchern nicht gibt und dort auch nicht wirklich geben kann. In dem Sinne ist die Serie wie eine Art Alternatives Universum und diese Sichtweise mag ich auch am meisten. (Auch wenn die Bücher für mich immer das „wahre“ Canon sein werden, schon allein weil sie zuerst da waren.)
Was mich auch noch genervt hat, ist wie die Serie sich manchmal in irgendwelchen unsinnigen Handlungen verstrickt. Da gab es so ein paar Folgen, die mich ziemlich aufgeregt haben, weil da eine in sich geschlossene Logik gefehlt hat oder auch die Charaktere einfach nicht so gehandelt hätten. Aber na ja.
Ich will eigentlich auch nicht, dass das hier jetzt negativer klingt, als die Serie eigentlich ist. An und für sich finde ich die Serie sehr gut. Ich mag alle Darstellungen der Charaktere und mit Abstrichen an die modernen Elemente mag ich auch die Umsetzung der Welt in der Serie sehr. Spannend ist es auch auf jeden Fall ziemlich durchgehend, würde ich sagen. Und ach, ich liebe das Alles so sehr und die Serie ist ohne Zweifel gut gemacht, also wie könnte ich sie nicht mögen!? Trotz allem, was ich mir vielleicht irgendwie anders gewünscht hätte. Letztendlich spielt das alles ohnehin nicht mehr so wirklich eine Rolle, eben weil die Serie gut ist.

Charaktere: Ich fange mal auch hier mit dem Negativen an, wobei ich hier sogar sehr viel Gutes zu sagen habe.
Die größten Abzüge gibt es für mich bei Jace. Die Art, wie er in der Serie dargestellt wird, ist einfach nicht das, was ich mir erhofft habe, wie ich mir Jace vorstelle, wie er in den Büchern ist. Dort ist er um einiges sarkastischer und auch sehr sehr viel verschlossener und zurückhaltender gegenüber Clary für eine sehr viel längere Zeit. Klar ist gerade dieser letzte Punkt viel dem geschuldet, dass es eben eine Serie ist, die zwar auch drei Staffeln besitzt, aber eben ja trotzdem niemals 1 zu 1 das wird abbilden können, was in den sechs Büchern passiert, was ja auch nie der Anspruch dieser Serie hier war und auch nicht sein kann. Darum geht es mir auch gar nicht. Ich finde nur, dass es hätte besser gemacht werden können. Auch Jace's Schauspieler sagt mir nicht so unbedingt für die Rolle zu und trägt dazu bei, dass mir Jace in dieser Serie einfach nicht gefallen hat, obwohl er in den Büchern mit einer meiner absoluten Lieblingscharaktere ist.
Nun spricht es tatsächlich wieder sehr für die Serie, dass ich darüber hinweg schauen kann, dass mir Jace nicht so gefällt. (Wobei ich ihn in den Szenen, wo er besonders verzweifelt ist, schon ganz gut finde, aber sonst insgesamt eben eher nicht.)
Mir gefällt in der Serie zum Beispiel Clary etwas besser als in den Büchern. In den Büchern, vor allem den ersten drei, kam sie mir doch immer recht viel so vor, als würde sie einfach ihre Nase in alles hineinstecken wollen, was irgendwo auch verständlich ist in Hinblick auf ihre Situation, aber mich hat ihre Art zu Anfang immer eher genervt und ich bin auch später nie so ganz warm mit ihr geworden, was aber auch okay ist. Mich stört sie jetzt nicht so sehr, dass sie die Bücher für mich kaputt macht oder so, absolut nicht. Aber ja, in der Serie fand ich sie um einiges angenehmer und irgendwie von Anfang an mehr badass, was natürlich auch als negativer Punkt angemerkt werden könnte, weil es eben nicht so ganz ihrem Buchchara entspricht, aber auch da wird sie später immer mehr badass und ja, ihre Darstellung in der Serie hat mir einfach viel besser gefallen und ich mag auch ihre Schauspielerin.
Isabelle, die auch in den Büchern sehr liebe, hat mir ebenfalls echt sehr gut in der Serie gefallen und mit Simon und Magnus zusammen finde ich sie am allerbesten als Charakter umgesetzt. Simon und besonders auch Magnus sind so unfassbar gut getroffen, da hätte ich mir echt nichts besseres erträumen können. Die Charaktere haben sie so verdammt gut hinbekommen, dass ich da 0 zu meckern habe. Ich mag es auch sehr, was sie bei Isabelle [Spoiler!] und in dem Sinne auch irgendwie bei der späteren Beziehung zwischen Isabelle und Simon [Spoiler Ende!] noch hinzugefügt haben. Das hat ihrem Charakter nochmal irgendwie eine neue Facette gegeben, was mir gut gefallen hat.
Ich erwähne an dieser Stelle auch mal ganz unverblümt und ohne es als Spoiler zu kennzeichnen: Danke für die asexuelle Repräsentation durch Raphael! :D Allgemein ist Cassandra Clare, die Autorin der Bücher, ja sehr unterstützend, was die queere Community betrifft und das macht mich jedes Mal wieder so unendlich happy. Wer meine Beiträge zu The Dark Artifices gelesen hat, wird das auch bereits wissen.
In dem Sinne ein Fun Fact: Ich glaube, Alec und Magnus waren tatsächlich das erste schwule Paar, das mir in den Medien begegnet ist und definitiv das erste fiktionale schwule Paar, mit dem ich mich sehr viel beschäftigt und das ich sehr sehr liebgewonnen habe. Noch vor Anime und dem ganzen Shipping und allem, was dann so damit kam. Es kann gut sein, dass ich vorher schon mal in Serien so nebenbei mitbekommen habe, dass es da schwule oder auch lesbische Paare, schwule und lesbische und bisexuelle Charaktere gibt, aber das waren dann Serien, die ich nie so richtig geschaut habe und dementsprechend war ich da dann nie so invested wie es dann bei Alec und Magnus der Fall war.
Zu Magnus habe ich ja bereits geschrieben, dass ich ihn sehr sehr gut in der Serie getroffen finde und da gibt es auch nicht viel mehr zu zu schreiben. Sie haben ihn einfach perfekt hinbekommen. Es gibt eine Folge, wo er, meiner Meinung nach, sehr out of character handelt, wobei es sich auch irgendwie erklären lässt und so, aber nya, mich hat diese Folge schon ziemlich aufgeregt und ich fand das Drama da ziemlich sinnlos, aber gut.
Jetzt mal zu Alec: Mein absoluter Fave in den Büchern, vor allem zusammen mit Magnus, logischerweise. Ich mag ihn in der Serie, auch wenn sie ihn mal wieder (war auch in dem Film so) nicht so darstellen, wie er eigentlich ist, vor allem am Anfang der Geschichte. Ich würde ihn fast als schüchtern bezeichnen und definitiv abweisend und verschlossen und sehr protective, was seine Geschwister betrifft. Er ist in den Büchern am Anfang ein sehr angespannter Charakter, der mit seiner Identität zu kämpfen hat und ja, das wird an sich in der Serie schon dargestellt, aber irgendwie wird auch hier wieder sehr der Fokus darauf gelegt, was für ein starker Schattenjäger er ist und ich finde es irgendwie so schade, dass das immer so in den Mittelpunkt gestellt wird und vieles andere, was seinen Charakter außerdem ausmacht, einfach so vergessen wird.
Aber gut, vielleicht nehme ich ihn auch einfach auf eine sehr bestimmte Weise wahr, weil ich ihn so mag und mich ihm irgendwie verbunden fühle und deshalb wünsche ich mir natürlich, dass er so dargestellt wird, wie ich ihn sehe. Und klar, auch in der Serie ist er mehr als nur der starke Schattenjäger und so. Er ist ja auch einfühlsam und kümmert sich viel und er ist genauso mutig wie in den Büchern und ach, ich will echt nicht zu viel über seine Darstellung meckern. Das da immer einiges weggelassen wird, was mir persönlich sehr wichtig ist, ist nämlich eben genau das: mir persönlich sehr wichtig.
Was mich auch noch ein bisschen in Hinblick auf Magnus und Alec gestört hat, ist dass sie ein bisschen was an der Beziehung der beiden geändert haben beziehungsweise andere Problematiken aufgemacht haben als in den Büchern. [Spoiler!] Dort dreht sich zum Beispiel von Alecs Seite aus recht viel um Eifersucht und die Sache, dass Magnus unsterblich ist, wovon ersteres in der Serie irgendwie in wenigen Sätzen abgehandelt und abgeharkt wird und einfach nicht Teil ihrer Beziehungsprobleme ist. Und ja, Eifersucht ist das Klischee-Thema schlechthin, gerade bei schwulen Paaren (vor allem oft in BL-Anime). Aber es hat eben auch wieder viel von Alecs Chara ausgemacht und seine Unsicherheiten und so gezeigt und auch diese ganze Sache, dass Magnus eben schon sehr sehr lange lebt und all das. [Spoiler Ende!] Na ja, ich kann mich damit trösten, dass es ja immer noch die Bücher gibt und die Serie ist eben einfach ein Alternatives Universum zu den Geschehnissen in den Büchern. Von daher ist es jetzt nicht allzu dramatisch.
Ah, jetzt hätte ich fast Jonathan vergessen! Ich weiß auch genau warum, weil meine Meinung zu seiner Serienversion echt durchwachsen ist und sich eher ins Negative neigt. Einige Sachen und vor allem Details haben mir echt sehr sehr gut gefallen und viel zu seinem Charakter hinzugefügt, dass so in den Büchern zwar auch sehr deutlich wurde, sich in der Serie aber einfach nochmal auf eine andere Art gezeigt hat und teilweise sogar irgendwie intensiver gewirkt hat. Allerdings gibt es auch einiges, dass mir irgendwie eher nicht so gut gefallen hat und hm, es ist echt schwer zu beschreiben.
Dazu sollte ich erstmal erwähnen, dass ich Jonathan in den Büchern, der sich zu Anfang und auch später selber Sebastian nennt, sehr als Bösewicht liebe und dementsprechend da auch ziemlich kritisch bin, was die Serienversion angeht. Sie haben ihn schon teilweise echt gut hinbekommen und ich kann auch gar nicht genau sagen, was mir da fehlt, aber... Hm. Wahrscheinlich liegt es vor allem daran, dass der ganze Part mit ihm jetzt in der dritten Staffel doch sehr schnell abgehandelt wurde und dadurch sicherlich einiges verloren ging. Ich habe die Bücher jetzt auch nicht mehr so frisch und genau im Kopf, dass ich exakt sagen könnte, was mir fehlt, aber mir fehlt was.
Vielleicht hätte ich mir auch einfach mehr Interaktion zwischen Jace und Jonathan gewünscht? Ich denke, das spielt auf jeden Fall auch mit rein und es fehlt halt der ganze Part mit den dunklen Schattenjägern und so, dafür haben sie ja quasi eine Verwandlung mit hineingebracht, ohne es jetzt mal zu sehr zu spoilern.
Ja... Auf jeden Fall schwer zu sagen, was genau ich von seiner Serienversion halte. Hätte deutlich besser sein können [Spoiler!] und sein Ende ist halt irgendwie ziemlich seltsam. Da merkt man sehr, dass sie die Serie eben einfach beenden mussten. [Spoiler Ende!]

Fazit: Alles in allem ist es eine echt gute Serie, die mindestens ein gutes Alternatives Universum zu den Schattenjäger-Büchern darstellt. Mich hat es sehr glücklich gemacht, diese erste Geschichte der Schattenjäger als Serie zu sehen und ich hatte viel Spaß dabei, die Serie zu schauen. Manche Änderungen haben mich mehr aufgeregt als andere. Manche Folgen machen von der Logik her recht wenig Sinn. Die meisten Charaktere sind sehr gut getroffen und es war sehr cool, sie in Action zu sehen. Ich würde die Serie allen empfehlen, die Fantasie mögen und falls ihr die Bücher kennt, solltet ihr genug Abstand davon nehmen können, um die Serie als Serie zu betrachten und eben nicht als direkte Verfilmung der Bücher.


Dienstag, 14. Mai 2019

TV Show: The Umbrella Academy

Dear TV Shows.

Wie ich gar nicht wusste, dass ich schon bei der letzten Folge war und sie dann einfach geschaut habe. xD


Genre: Superhelden, Action, Adventure, Comedy
Länge: 10 Episoden je 60 Minuten (Staffel 1)
+ !?
Jahr: 2019 –
Kurzbeschreibung: A disbanded group of superheroes reunites after their adoptive father, who trained them to save the world, dies.

Allgemeines & Story: Ich glaube, ich liebe so ziemlich alles an dieser Serie? Die Superhelden in dieser Serie sind einfach genau die Art von Superhelden, die mir am allermeisten gefallen. Sie haben so einen richtigen schönen Anti-Helden Charme und sind einfach Superhelden mit Hintergrundgeschichten, mit Fehlern, Problemen und ach, ich liebe es!
Der Humor der Serie gefällt mir auch echt sehr gut, genauso wie die ganze Stimmung und das Feeling. Trifft auch genau das, was ich mag. Gerade diese Abgedrehtheit feiere ich einfach sehr.
Was die tatsächliche Story, die tatsächliche Handlung betrifft, verfolgt schon alles einen klaren roten Faden. Dazu gibt es dann noch eine Menge Rückblicke und es wird auch recht häufig zwischen den Charakteren hin und her gewechselt, was bei so vielen Charakteren ja auch nur Sinn macht. Ich mag Geschichten mit vielen Charakteren sowieso sehr gerne, also eindeutig ein Pluspunkt. Vor allem da hier auch jeder Charakter genug Raum für die jeweilige persönliche Geschichte und die Involvierung beziehungsweise Rolle in der Geschichte bekommt, zumindest meinem Empfinden nach.
Die Haupthandlung, also die Welt zu retten, dauert ein bisschen um in Gang zu kommen, was ich aber völlig okay finde. Die Charaktere müssen ja auch erstmal eingeführt und aufgebaut werden und so und da bei diesen Charakteren im Besonderen alles ein bisschen überall und nirgendwo ist, geht es quasi gar nicht anders. Ich mag dieses Chaos ebenfalls, weil es einfach so gut passt.
Und nein, nur weil sich das mit der Haupthandlung etwas zieht, ist es dadurch nicht gleich langweilig oder unspannend, im Gegenteil. Es gibt definitiv genug Action und die Charaktere sind auch so auf jeden Fall interessant genug und es ist alles einfach cool gemacht.
An sich ist die Haupthandlung gewissermaßen sehr durchschaubar. Ich bin mir bei sowas immer nicht sicher, ob das nur ich bin, weil ich selber eben Geschichte schreibe, aber ja, manche Entwicklungen waren schon recht offensichtlich. Bei anderem war ich dann aber doch wieder etwas überrascht, es ist also eigentlich ziemlich ausgeglichen. Auch bei den Sachen, über die eins so während des Schauens grübelt und rätselt, sind manche Sachen weniger überraschend, während andere aber doch eher unerwartet kamen.
Alles in allem ist es gut ausbalanciert und macht viel Spaß zu schauen.

Charaktere: Wie bereits erwähnt, gefallen sie mir alle ziemlich gut, da sie wirklich gut ausgearbeitet sind, alle ihren Part und ihre Backgroundstory haben und sich alle gut in die Story einfügen. Sie sind alle auf ihre Weise interessant und werden auch im Laufe der Geschichte vielschichtiger, als sie im ersten Moment wirken mögen.
Dass ich besonders ihre Fehler und Eigenheiten sehr liebe, habe ich ja auch bereits geschrieben. Gerade diese Charakterlichkeiten spielen auch mal mehr mal weniger große Rollen in der Geschichte, was auch sehr gut gemacht ist und sich gut in alles einfügt.
Gerade auch, dass die Superhelden-Charaktere eben auch, ich nenne es mal 'kriminelle Tendenzen' haben oder eben schlicht kriminell sind und dadurch auch die ganze Sache mit dem Gut und Böse Sein nicht mehr so ganz funktioniert, finde ich sehr cool. So habe ich das eigentlich am liebsten.
Dadurch geht es auch in der Geschichte am ehesten um die Familie, also die Geschwister der Umbrella Academy und wie sie quasi alle wieder zueinander finden und irgendwie mit ihren Konflikten, untereinander und mit sich selbst, klarkommen müssen.
Als Lieblingscharakter würde ich Klaus und Vanya nennen, Klaus sogar noch ein bisschen mehr. Oh, wobei Five mag ich auch recht gerne tatsächlich. Aber Klaus ist schon mein Lieblingschara, was wahrscheinlich auch niemanden, der mich etwas besser und eben auch die Serie kennt, überraschen wird. xD
Die Charaktere machen auch einiges an Entwicklungen durch, was mir auch sehr zusagt und eben auch mit der Story verknüpft ist, wie es sein sollte.

Fazit: Einfach durch und durch eine tolle Serie! Würde ich jedem empfehlen, der eher unkonventionelle Helden, die mehr in Richtung Anit-Helden gehen, mag. Die Charaktere sind sehr toll, haben alle interessante Hintergründe und durch eben diese Charaktere und auch den Humor macht auch die Story selbst super viel Spaß, wobei ich fast schon die Rückblenden interessanter finde. So oder so fügt sich alles sehr gut zusammen und ich freue mich schon, wenn da mal irgendwann noch mehr kommen sollte.

Freitag, 19. April 2019

TV Show: Voltron - Legendary Defender S7 & S8

Dear TV Shows.


Fühlt sich inzwischen zwar irgendwie nicht mehr so sinnvoll an, hierzu noch ein Kommentar zu schreiben, aber allein schon der Vollständigkeit halber, will ich es doch tun und ich denke, da gibt es auch definitiv genug zu sagen.
(Huch und ich habe gerade realisiert, dass ich S7 nie kommentiert habe. Ach ja. xD)

Genre: Animation, Action, Adventure
Länge: 11 Episoden je 23 Minuten (Staffel 1)
+ 13 Episoden je 23 Minuten (Staffel 2)
+ 7 Episoden je 23 Minuten (Staffel 3)
+ 6 Episoden je 23 Minuten (Staffel 4)
+ 6 Episoden je 23 Minuten (Staffel 5)
+ 7 Episoden je 23 Minuten (Staffel 6)
+ 13 Episoden je 23 Minuten (Staffel 7)
+ 13 Episoden je 23 Minuten (Staffel 8)
~ 76 Episoden, 1748 Minuten
Jahr: 2016 bis 2018
Kurzbeschreibung: Five teenagers become the last line of defense for the galaxy in an intergalactic battle against the evil alien force led by King Zarkon.

Story: Okay, ich habe kurz in meinen Screenshots gekramt und festgestellt, dass die siebte und die achte Staffel in meinem Kopf irgendwie sehr ineinander übergehen. Ich habe die siebte Staffel entweder kurz vor oder sogar erst während die achte rauskam geschaut. Ich bin mir gerade nicht mehr sicher, aber irgendwie so war das. Die achte Staffel habe ich dann lange gar nicht geschaut, dann ein bisschen geschaut, eine lange Pause gemacht und mich mehr oder weniger gezwungen, den Rest zu schauen. Also kein Wunder, wenn da in meinem Kopf alles durcheinander ist. :'D
Ich weiß auch ehrlich nicht mehr, selbst nach dem Anschauen meiner Screenshots, was so in der siebten Staffel passiert ist und auch vieles aus der achten habe ich inzwischen vergessen, weil ich gedanklich vor allem mit der Story der Serie doch ziemlich abgeschlossen habe und es ist einfach nicht sehr viel hängen geblieben.
Also Staffel 7... Da ist schon eine Menge passiert. Zu Shiro kam
eine Art Rückblick und auch eine Erinnerung von Keith. Und dann war da auf jeden Fall noch [Spoiler!] die Reise zurück zur Erde und die Ereignisse auf der Erde, die während der Reise des Voltron-Teams passiert sind, also bevor das Team vor Ort war. [Spoiler Ende!] Ich weiß, dass da noch was anderes war und die Staffel von der Story her schon auch irgendein Ziel verfolgt hat, aber es will mir gerade einfach nicht einfallen. Na ja.
In Staffel 8 ging es dann sehr viel um Honerva, was den Kreis der Antagonisten-Familie, sprich Zarkon und Lotor, schließt, was meiner Meinung nach die Storyline in der Serie ist, die noch am meisten Substanz hat, am besten gemacht und insgesamt eine ziemlich runde Sache ist. Das war das Gute an der achten Staffel, aber es war auch so ziemlich das einzig Gute.
Die Charaktere von der Erde, die in der siebten Staffel neu dazugekommen sind, haben zwar auch ein bisschen was an Story und Charakterisierung bekommen, aber die einfach so zum Ende noch mit reinzuwerfen? Hat mich nicht so überzeugt. Ich verstehe zwar irgendwo den Sinn und den Gedanken dahinter, aber es ist einfach nicht gut gemacht.
Dann wäre da noch diese eine gewisse Beziehung und ARGH! [Spoiler!] Ich bin so genervt davon, dass Allura und Lance zusammengekommen sind, SO GENERVT! Die Chemie zwischen den Beiden ist einfach 0 vorhanden! Dass Lance zu Anfang total einen Crush auf sie hatte, woraus dann Freundschaft geworden ist und er sie halt bewundert, dagegen ist absolut nichts einzuwenden. Aber meine Güte, diese Liebesbeziehung, die dann in der achten Staffel den Beiden aufgedrückt wird, ist so furchtbar unüberzeugend und einfach nur erzwungen!
Und boah, im Vergleich zu den Allura und Lance Szenen die Keith und Lance Szenen zu haben, beweist das einfach so sehr! Keith und Lance sind inzwischen so vertraut miteinander und gehen s liebevoll miteinander um und bei ihnen passt die Chemie so 1000% mal besser und AHHHH! Ja, das regt mich immer noch auf, auch wenn ich die Story von Voltron inzwischen so ziemlich wieder vergessen habe.
Das ist übrigens kein 'Scheiß hetero Beziehungen! Gay Stuff ist so viel besser!'-Ding, absolut nicht. Klar irgendwo spielt es mit rein, gebe ich ohne weiteres zu. Doch es gibt genug hetero Beziehungen, die ich wirklich mag und zum Beispiel beim Anime Boku no Hero Academia mag ich auch die (teilweise canon-ish) hetero Ships ziemlich gerne. Allura und Lance passt einfach nicht und sowieso hätte die Serie auch echt keine Lovestory gebraucht, kein bisschen. Es ist einfach nur unnötig. [Spoiler Ende!]
Ansonsten... müsste ich auf jeden Fall noch was zu dem Ende schreiben. Mein Hirn weigert sich gerade ein bisschen, sich ordentlich zu erinnern. XD Nein, nach der Pause, die ich jetzt gerade gemacht habe, ist meine Erinnerung nicht wundersamerweise besser geworden.
[Spoiler!] Da war das Ding mit den alternativen Zeitlinien (falls das in der Serie auch so genannt wurde) und... Es ist grundsätzlich ein cooles Ding, aber es ist auch sehr sehr faul und tatsächlich irgendwo sogar eine Rechtfertigung für alles, was eventuell schlecht gelaufen ist in der Serie, weil „in einer anderen Zeitlinien ist es sehr viel besser gelaufen! :D“.
Ich mag diesen Headcanon und es ist ja auch Fakt, aber das sollte trotzdem nicht als Ausrede dafür benutzt werden, um das, was die Serie eben schlecht gemacht hat, zu entschuldigen. Es entschuldigt nämlich gar nichts und ist, wie schon geschrieben, einfach nur eine faule und sehr schwache Lösung.
Von der Sache mit Shiro will ich gar nicht erst anfangen... >________< Na ja, gut, jetzt wo ich es erwähnt habe, kann ich dazu auch etwas sagen. Es ist einfach super billig und super scheiße. Shiro verdient SO viel besseres. Lotor auch und Keith und Lance und Allura und einfach alle. Aber die Gays verdienen besseres! Vor allem dieses ganze große Ankündigen, dass Shiro schwul ist und so weiter und dann diese Mini-Szene mit dem Typ, mit dem er zu der Zeit wohl zusammen war, wovon aber in der Szene NICHTS zu erkennen ist und dann diese Hochzeit ganz am Ende der allerletzten Folge, ERNSTHAFT!?
Wenn ihr Gays/Queers nicht richtig in eure verdammten Geschichten einbauen wollt, dann lasst es verdammt nochmal! Tut nicht so einen Blödsinn! Das ist einfach nur enttäuschend und verdammt frustrierend! [Spoiler Ende!]
Ja, ähm, also... It's a mess. Die siebte und achte Staffel haben natürlich trotzdem ihr Gutes. Wie geschrieben gefällt mir die Weiterführung der Antagonisten-Familie echt ziemlich gut, da eben niemand von ihnen diesem grundlos böse Klischee entspricht und sie als Charaktere wirklich gut ausgearbeitet sind.
Der Rest ist definitiv ein großes Mess. Die Story wurde nicht gut beendet. Das Ende ist okay und die Serie selbst ist okay, aber na ja, viel mehr eben auch nicht. Es ist sehr viel Potential da, aber vieles davon wird einfach im Laufe der Story mehr oder weniger zerstört. :/

Charaktere: Hatte ich schon erwähnt, dass ich Keith liebe? Also hier nochmal: Ich liebe Keith! Und Lotor, ich liebe auch Lotor sehr. Lance habe ich auch echt ins Herz geschlossen und Shiro mag ich auch ziemlich. Es ist nur... uff, Keith hat zwar seine Storyline und Shiro in dem Sinne ja auch, Lotor sowieso, aber argh, es hätte noch so viel mehr Zeit und Story und Entwicklung in die Charaktere gehen können und das ist so schade!
Ich habe die Charaktere halt wirklich alle gerne. Auch die neuen Charaktere von der Erde gefallen mir an sich und haben definitiv Potential. Es wird halt nur leider niemals ausgeschöpft werden und meh.
Das meiste andere habe ich ja schon erwähnt in dem Abschnitt zur Story, von daher habe ich jetzt hier nicht mehr so wirklich viel zu sagen. Und aufgeregt habe ich mich ja auch schon genug.
Es sind auch tatsächlich die Charaktere, wegen denen ich die Serie überhaupt zu Ende geschaut habe. Die Charaktere, wissen wollen wie es ausgeht und im weiteren Sinne auch das Fandom beziehungsweise die Leute, die mir immer so wundervolles Fanart in die Twitter-Timeline meines Zweitaccounts posten. :D
Eigentlich ist diese Serie damit ein perfekter Kandidat für unzählige Fanfiktion-Ideen von mir (und anderen), nur irgendwie habe ich nicht wirklich welche. Ich glaube mein Schreibhirn ist inzwischen oder zumindest momentan sehr auf komplett eigene Schreibwelten programmiert. Aber es gibt ja viele andere leidenschaftliche Menschen, die Fanart und Fanfiktion zu den Charakteren und der Welt erstellen und das ist ja immer noch das Schönste, das aus Serien und Geschichten insgesamt entstehen kann.

Fazit: Voltron – Legendary Defender ist keine schlechte Serie, aber es ist auch nicht wirklich eine Gute. Es hätte eine Gute sein können und ich schätze, wenn es einfach mal so geschaut werden wird, ist es definitiv okay. Es hätte halt so viel besser sein können und das ärgert mich sehr und ich bin ja nicht einmal irgendwie tief in dem Fandom drin gewesen oder habe es extrem gehypt. Es hat trotzdem in so vielerlei Hinsicht besseres verdient und nya.
Wenn ihr die ganzen Flaws ignorieren könnt, schaut die Serie gerne. Wie geschrieben, sie ist nicht schlecht, nur eben auch nicht wirklich gut aufgrund von nicht ausgeschöpftem Potential und sehr fragwürdigen Plotentscheidungen.

Freitag, 11. Januar 2019

TV Show: The Haunting of Hill House

Dear TV Show.


Wie viel Zeit schon wieder seit Halloween vergangen ist. O.O Also es sind wirklich schon Monate und gefühlt kommt es mir irgendwie noch länger vor und!? Was ist Zeit?! :o

Genre: Drama, Horror, Mystery
Länge: 10 Episoden je 50 Minuten (Staffel 1)
Jahr: 2018- (!?)
Kurzbeschreibung: Flashing between past and present, a fractured family confronts haunting memories of their old home and the terrifying events that drove them from it.

Gesamteindruck: Schon mal vorweg muss ich sagen, dass diese Serie eine ganz klare Empfehlung von mir ist. Für alle, die mal wirklich Lust auf guten Psycho-Horror haben, ist die Serie definitiv etwas und hat dabei sogar noch so viel mehr zu bieten, als nur diesen Horror-Aspekt. The Haunting of Hill House hat den Hype meiner Meinung nach absolut verdient und mir vor Halloween einige tolle Stunden beschert. Ich konnte die Serie gar nicht schnell genug durchschauen und wollte sie mir gleichzeitig auch aufheben und ach, so gut einfach.

Story: Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei dem Horror in dieser Serie vor allem um Psycho-Horror. Natürlich sind auch viele Elemente enthalten, die ich eher als 'klassisch' beschreiben wurde. Schon allein ein altes Haus, in dem es spukt, ist definitiv nichts neues, sondern wird sehr oft und sehr viel in Horror- und Gruselgeschichten zum Thema der Geschichte gemacht. Aber es geht ja doch eher selten darum, etwas komplett Neues zu erschaffen, was The Haunting of Hill House auch gar nicht tut oder tun will, zumindest meinem Empfinden nach.
Was diese Serie aber sehr sehr gut tut und sie auch zu einer solch guten Serie macht, ist die Art, wie alles umgesetzt wird. Die typischen Klischees fühlen sich nicht leichtfertig benutzt an, sondern haben Tiefe, deuten meist auf etwas Größeres hin, finden Wiederholung und Erklärung. Auch sind die typischen Gruselmomente zwar definitiv vorhanden, befinden sich aber in einer wirklich guten Balance zum Rest der Geschichte.
Neben dem Horror-Aspekt gibt es hier nämlich auch noch den Familien- und Drama-Aspekt der Geschichte, der genauso gut gemacht, ausgeführt und mit dem Horror-Aspekt ausbalanciert ist. In der Hinsicht sind auch die Charaktere wunderbar ausgearbeitet, haben zwar klischeehafte Züge, fühlen sich aber nicht direkt nach kompletten Verkörperungen ihrer Klischees an, was ja gerade bei Horror doch ziemlich oft zu finden ist.
Insgesamt fühlt sich die Story sehr abgerundet an, verliert nicht an Spannung und lässt einen vor allem auch die Charaktere alle gut kennenlernen. Dazu gibt es dann noch ein paar interessante Plottwists und ein Ende, das... dazu werde ich vor dem Fazit noch einmal extra was sagen, da es Spoiler enthält.

Charaktere: Für mich sind die Charaktere ja sowieso das Herzstück einer jeden Geschichte, weshalb ich immer so besonderen Wert auf sie lege und immer diesen extra Unterpunkt hier zu den Charakteren habe.
Bei dieser Serie sind die Charaktere wirklich toll gemacht, haben alle ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Probleme, ihre eigene Art mit dem Passierten und dem, was noch passiert, umzugehen und ich fand es sehr cool, sie auf diesem Weg kennenzulernen, also sowohl ihre gegenwärtigen als auch ihre vergangenen Versionen, wie es dazu kam, wie es heute ist und was in der Zwischenzeit noch passiert ist und all das. Das hat die Serie echt sehr gut hinbekommen.
Auch werden dabei ganz unterschiedliche Lebensmöglichkeiten oder Lebensweisen beleuchtet, sodass es einem auch nicht langweilig oder repetitive vorkommt. Alles und alle in dieser Serie haben ihren Platz und ich habe es sehr genossen, wie sich das alles mit der Zeit offenbart hat.
Durch die zwei Zeitstränge, also einmal die Rückblicke und das Jetzt, hat es sich auch deutlich weniger nach der 'klassischen' Horrorgeschichte angefühlt, sondern wirklich nach etwas mit Substanz und durchdachten Charakteren.
In gewissem Sinne zeigt die Geschichte ja, was nach den Ereignissen in Hill House passiert ist, wie unterschiedlich die einzelnen Leben der Familie verlaufen sind und wie diese Ereignisse sie nicht loslassen. Allein schon dieser Ansatz ist eine coole Erzählweise, durch die die Charaktere in einer spannenden Position sind.

Zum Ende (!Spoiler!): Also ich habe da ja so meine Theorie, die ich auch jedem erzählen muss, wenn ich über die Serie rede. Deshalb darf diese Theorie hier ja auch nicht fehlen.
Am Ende, als sie in den roten Raum gehen und dort drin sind, wird ihnen ja eine Art Illusion ihres 'Wunschlebens' gezeigt, woraus sich aber ja alle wieder befreien können.
Ganz am Ende sehen wir dann nochmal, wie ihre Leben weiter verlaufen sind und wie glücklich sie jetzt sind und ja, wie sie quasi ihr 'Wunschleben' leben. Zum Beispiel ist die Frau des eigentlich sterilisierten Bruders schwanger (gut, es gibt auch andere Möglichkeiten, wodurch sie schwanger geworden sein könnte) und der andere Bruder feiert, dass er seit (ich glaube, es waren 2) Jahren clean ist. Beides wurde den jeweiligen Charakteren auch in der Illusion gezeigt.
Ich denke, ihr wisst, worauf ich hinaus will: Was, wenn sie es eigentlich niemals aus diesem Raum heraus geschafft haben?
Nur eine Theorie, die sicherlich auch einiges an Gegenargumenten hat. Ich sage ja auch nicht, dass es auf jeden Fall die versteckte Wahrheit ist, nur dass mir eben der Gedanke kam.
Vor allem ist es für Horrorgeschichten auch sehr unüblich, ein solch glückliches Happy End zu haben, ohne dass es noch einen gewissen Twist gibt.

Fazit: Diese Serie ist einfach von vorne bis hinten toll! Vor allem Psycho-Horror Fans werden ihren Spaß haben, aber ich finde auch, dass sie genauso etwas für alle anderen ist, die vielleicht sonst eher weniger mit Horror am Hut haben. Neben dem eigentlichen Horror des Hill Houses geht es vor allem über die Familie, wie unterschiedlich die einzelnen Charaktere mit den Ereignissen und der Situation umgehen und da die Charaktere gut ausgearbeitet sind und die Geschichten zwischen Rückblenden und dem Jetzt wechselt, bleibt es durchgehend spannend und die ganze Geschichte fühlt sich schön abgerundet an.

Mittwoch, 5. Dezember 2018

TV Show: 13 Reasons Why S2

Dear TV Shows.



Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich die zweite Staffel von 13 Reasons Why irgendwann nochmal zu Ende gucken würde, aber ich habe es getan, also mal schauen, was genau ich dazu zu sagen habe.

Genre: Drama, High School, Tragedy
Länge: 13 Episoden je 60 Minuten (Staffel 1)
+ 13 Episoden je 60 Minuten (Staffel 2)
+ demnächst Staffel 3
Jahr: 2017-
Kurzbeschreibung: Follows teenager Clay Jensen, in his quest to uncover the story behind his classmate and crush, Hannah, and her decision to end her life.

Gesamteindruck: Ich hatte eine lange Pause zwischen dem ersten Teil der zweiten Staffel und den restlichen Folgen gemacht, weil ich irgendwie doch sehr das Interesse verloren hatte. Es war aber nicht wirklich eine bewusste Entscheidung. Es kamen einfach andere Serien und all sowas, ich wollte einfach was anderes gucken.
Ich würde nicht direkt sagen, dass diese Stimmung von mir unbedingt gegen diese zweite Staffel der Serie spricht, aber es spricht eher gegen als für sie.

Story: Ich würde nicht sagen, dass ich diese zweite Staffel nicht mochte, aber so vollkommen überzeugt bin ich auch nicht. Im Gegensatz zur ersten Staffel hat die zweite bei Weitem kein so klares Konzept, keine so klare Storyline, wobei dazu auch gesagt werden muss, dass durch die Geschichte an sich die erste Staffel eine sehr feste Struktur hat. Das ganze Konzept mit den Tapes gibt der ganzen Geschichte eine Form wie sie klarer nicht sein könnte.
Da nach den 13 Seiten der Tapes diese Geschichte nach der ersten Staffel erzählt ist, kann die zweite Staffel dieses feste Konzept natürlich nicht aufrecht erhalten, was auch gar nicht der Anspruch an die zweite Staffel sein sollte, aber es ist eben etwas, das sie stark von der ersten Staffel unterschiedet und dem Ganzen eine andere Stimmung gibt.
An sich finde ich es sehr sehr cool, was ich auch bei der ersten Staffel schon erwähnt hatte, dass die Serie die Sicht der anderen Charaktere zeigt. Die Tapes erzählen aus Hannahs Sicht und dementsprechend wird die Geschichte irgendwo von ihr erzählt und bestimmt, aber die Serie fokussiert sich sehr stark darauf, was mit allen anderen Charakteren ist und lässt Hannahs Tapes einzig und allein ihre Sicht zeigen, während der ganze Rest sich um die Charaktere dreht, die auf Hannahs Tapes vorkommen.
Ich finde es sehr interessant zu sehen, wie alle mit Hannahs Suizid umgehen, was das alles nach sich zieht und wie es die Charaktere beeinflusst und verändert. Die zweite Staffel führt das eigentlich nur fort, begleitet die Charaktere und ihr Leben weit über die Tapes hinaus, zeigt noch mehr Konflikte sowie Konfliktpotential und eben alles, was die Charaktere so durchmachen, womit sie zu kämpfen haben.
Clay hat dabei definitiv das Gefühl, noch immer Hannahs Kampf zu kämpfen und versucht verzweifelt, Dinge besser zu machen, Hannahs Suizid und die Tapes nicht „umsonst“ gewesen sein zu lassen. Dabei will er natürlich auch am besten allen anderen helfen, soweit es geht. Er setzt sich ganz schön unter Druck.
Und auch alle anderen Charaktere stehen sehr unter Druck, noch immer und gefühlt scheinbar für immer. Denn selbst wenn etwas besser zu werden scheint oder doch gut gewesen zu sein scheint, stellt es sich am Ende meist doch als das Gegenteil von Gut oder Besser heraus, was die ganze Geschichte sehr schmerzhaft macht.
Es wird definitiv kein bisschen an schwierigen Themen gespart und auch nicht an expliziten Szenen zu diesen Themen, was teilweise echt sehr heftig ist. Ich mag es tatsächlich, wie schonungslos die Serie da ist. Klar mag es hier und dort überspitzt und überdramatisiert wirken, aber ich denke, wir wissen alle, dass das Leben manchmal ganz genauso ist oder sich zumindest ganz genauso anfühlt – brutal.
Ich finde, das zeigt die Serie auf eine sehr heftige und ziemlich gut gelungene Weise. Gerade auch, was diese Ausweglosigkeit betrifft, dieses Versuchen und Versuchen und Versuchen und dennoch funktioniert es nicht. Dieser Wunsch, einen Unterschied machen zu wollen, etwas ändern zu wollen und die Hilflosigkeit, wenn es einfach unmöglich erscheint.
Die zweite Staffel fokussiert sich da noch sehr viel mehr auf all die anderen Charaktere neben Hannah, die ja sowieso in dem Sinne nie ein wirklich aktiver Charakter war, in der zweiten Staffel noch sehr viel weniger, wobei auch hier ein bisschen was über sie dabei ist. Doch der Fokus liegt eindeutig auf allen anderen und den Problemen, mit denen sie wegen und durch, aber auch abseits von Hannah zu kämpfen haben.
Mir hat das alles eigentlich echt sehr gut gefallen, aber scheinbar nicht so ganz gut genug. Gut genug, um es doch durchzuschauen und neugierig zu sein, wie es mit den Charakteren weitergeht, aber nicht gut genug, um mit allzu viel Begeisterung bei der Sache zu sein.

Charaktere: Von denen lebt die Geschichte eindeutig, tut sie ja sowieso immer. Aber gerade in dieser zweiten Staffel finde ich die Charaktere sogar nochmal entscheidender. Die erste wurde halt auch noch sehr viel von dem Konzept mit den Tapes getragen und vorangebracht. Jetzt konzentriert es sich wirklich voll und ganz auf die Charaktere.
Ich muss auch sagen, dass ich die Charaktere eigentlich alle irgendwo mag. Tony mag ich wohl am meisten, danach wird es schwierig. Ich würde nicht sagen, dass die anderen Charaktere irgendwie schlecht sind oder mich nicht interessieren, aber wirklich viel Emotionen habe ich da in Bezug auf niemanden.
Nichtsdestotrotz haben mich die einzelnen Geschichten schon sehr mitgenommen und ich habe mit den Charakteren mitgefühlt. Da leistet die Serie schon sehr gute Arbeit.
Natürlich könnte man auch sagen, dass vieles gestreckt wird und die zweite Staffel etwas unsinnig ist, da das Konzept der ersten Staffel ein sehr rundes Ding ist und nicht unbedingt noch mehr braucht. Aber ich finde schon, dass die Charaktere die Geschichte auch durchaus in dieser zweiten Staffel tragen können.

Fazit: Wer nach der ersten Staffel noch Lust auf mehr zu den ganzen Charakteren hat, für den ist diese zweite Staffel durchaus sehenswert. Die Geschichten der einzelnen Charaktere sorgen schon für genug Neugierde. Der Umgang mit traumatisierenden Themen ist ähnlich heftig wie in der ersten Staffel, was ich persönlich gut finde, da es die Extreme von dem, was passiert, sehr gut aufzeigt. Ich denke, wer an der ersten Staffel Gefallen gefunden hat, wird auch durchaus die zweite mögen.

Freitag, 12. Oktober 2018

TV Show: Prison Break (Staffel 1 bis 4)

Dear TV Shows.

Eine Serie, von der ich wirklich nicht gedacht hätte, dass ich sie so bald und dann auch noch gleich so viel auf einmal schaue. Tja, mein kaputter alter Laptop und die ewig währende, erfolglose Reparatur hat es möglich gemacht.

Genre: Action, Crime, Drama
Länge:  
22 Episoden je 44 Minuten (Staffel 1)
+ 22 Episoden je 44 Minuten (Staffel 2)
+ 13 Episoden je 44 Minuten (Staffel 3)
+ 24 Episoden je 44 Minuten (Staffel 4)
(noch nicht gesehen: Staffel 5)
Jahr: 2005 - 2017
Kurzbeschreibung: Due to a political conspiracy, an innocent man is sent to death row and his only hope is his brother, who makes it his mission to deliberately get himself sent to the same prison in order to break the both of them out, from the inside.

Gesamteindruck: Die genaue Situation, wegen der ich die Serie in dem Sinne überhaupt erst angefangen und auch gleich so viel geschaut habe, habe ich ja gleich am Anfang des Posts schon beschrieben. Den Großteil der Serie habe ich nicht in der allerbesten Stimmung geguckt und ich hatte in der Zeit diese Serie ausgewählt, weil sie mich schon interessiert hat, viele Folgen hat und ich etwas schauen wollte, worauf ich mich nicht zu sehr konzentrieren muss und was mich nicht noch mehr nicht vorhandene Energie kostet.
Das beeinflusst meine Sicht auf diese Serie natürlich sehr. Deshalb
vorweg: Für diese lustlose Stimmung, in der ich meistens war, wenn ich die Serie geschaut habe, war sie wirklich perfekt und ich in dem Sinne echt sehr froh, diese Serie als willkommene Ablenkung gehabt zu haben.
Ich habe mit dieser Serie auch sehr oft dieses Ding getan, dass ich sie genutzt habe, um mich zu etwas aufzuraffen, zum Beispiel aufräumen und Geschirr spülen. Mir hilft es sehr, zur Ablenkung dabei etwas zu schauen, vieles geht mir dann leichter von der Hand.

Story: So, genug von den Umständen und nun zur eigentlichen Serie und deren Handlung. Ich versuche natürlich, so wenig wie möglich zu spoilern, aber bei ein paar Kleinigkeiten werde ich nicht drumherum kommen, sie zu erwähnen.
Der Plot in der ersten Staffel, der auch in der Kurzbeschreibung beschrieben wird, hat mir von den vier Staffeln am allerbesten gefallen. Die Ziele der Charaktere waren hier am klarsten, die Spannung fand ich am mitreißendsten und alles schien auch gut durchdacht, von den Entscheidungen der Charaktere bis hin zu den verschiedensten Wendungen in der Story. Vielleicht mag ich es schlicht deshalb am meisten, weil es der Anfang der Geschichte ist und irgendwo der Kern der Geschichte, wenn man es so sagen kann, auch wenn da später natürlich noch eine Menge mehr Hintergründe dazukommen.
Die zweite Staffel hatte für mich den wenigsten Reiz. Ich kann mich gerade nicht einmal wirklich daran erinnern, was da genau alles passierte. Aber ich glaube, dass es einfach daran liegt, dass ich dieses „Auf der Flucht“-Ding nicht so sehr mag. Und ich finde irgendwie, das in der zweiten Staffel viele Handlungsstränge und -ansätze ein bisschen sehr auseinandergefallen sind und sich im nichts verlaufen haben. Wobei es durchaus sein kann, dass ich da einfach zu kritisch bin und zu viel Wert auf solchen Kram lege. Bei Serien verlaufen sich bestimmte Ansätze von Ideen irgendwie oftmals recht schnell, was ich wirklich schade finde.
Die dritte Staffel hat mir wieder besser gefallen, was wahrscheinlich daran liegt, dass es wieder Prison-Content gibt und damit ist es so ein bisschen „Back to the roots“ von Staffel 1. Ich glaube, ich mag den richtigen Prison-Content am meisten, weil das eben das ist, was die Serie einem verspricht und was man dementsprechend erwartet. Und ich mag dieses „Die Charaktere sind auf einem engen Raum und müssen irgendwie miteinander klarkommen und sind auch voneinander abhängig“-Ding. Das hat irgendwie sehr was, vor allem was Beziehungsdynamiken und auch Charakterentwicklung betrifft.
Die vierte Staffel schlägt dann wieder eine ganz neue Richtung ein, die bereits in der dritten und auch der zweiten schon stark angedeutet und dann immer weiter ausgebaut wurde. Dass mehr hinter dem Ganzen steckt, wurde ja bereits im Ansatz in der ersten Staffel sehr deutlich. In der vierten Staffel steht dieses Mehr, das große Ganze nun endgültig im Vordergrund und hm... In der ersten Staffel fand ich diese Hintergründe wirklich spannend und war sehr neugierig darauf und ich denke, ich mag es, wie sich all das über die Staffel hinweg mehr und mehr aufgeklärt hat und immer mehr ans Licht kam.
Trotzdem finde ich auch, dass diese gesamte, seit Staffel 1 stattfindende Hetzjagd irgendwann doch sehr ermüdend wird und viel an Spannung einbüßt. Klar gibt es immer mal wieder neue Entwicklungen, aber gerade dieses „Können wir der Person nun vertrauen? Eher nicht, aber wir haben keine Wahl. Oh, sie hat uns wie alle anderen zuvor hintergangen!“ ist nach einer Weile etwas sehr bescheuert, auch wenn es trotz allem noch recht glaubwürdig rüberkommt, was schon eine Leistung ist.
Auch hier bin ich aber der Meinung, dass sich durch diese vielen, sich wiederholenden Elemente alles sehr verläuft und vieles nicht mehr die heftige Tragweite hat, die es sonst vielleicht haben könnte. Mich hat das Schicksal der Charaktere dennoch genug interessiert, um zumindest noch teilweise mitzufiebern.
Allzu intensive Gefühle haben diese vier Staffel nicht in mir ausgelöst. Die erste Staffel war da echt am einprägsamsten und meiner Meinung nach am besten. Danach hat sich einfach vieles verlaufen. Einiges davon hat sich zum Glück auch wieder gefunden und so manche Entwicklungen haben wirklich wieder viel Spannung zurückgeholt, aber vieles hat mich dann doch nicht so sehr gepackt.

Charaktere: Auch hier lobe ich mir wieder sehr die erste Staffel, in der meiner Meinung nach die Charaktere einfach am allerbesten ausgearbeitet sind und wirklich sehr gute Grundsteine für späteres gelegt werden. Dass sich auch hiervon einiges wieder ziemlich verläuft oder sogar einfach in gewissem Sinne abgeschnitten wird, ist wiederum schade und fällt der manchmal doch etwas übertriebenen Dramatik der Serie zum Opfer, die später dann aber doch etwas sehr nachlässt, was auch wiederum doof ist. Da wäre mir Entweder Oder lieber.
Aber gut, Entweder Oder kennen die Charaktere irgendwie auch nicht so richtig. Insbesondere in Anbetracht des gesamten Verlaufs die vier Staffel hinweg ändert sich da doch sehr oft so einiges, was ich einerseits gut und andererseits auch etwas... hm... unglaubwürdig vielleicht finde. Einige Charaktere sind da dann aber auch wieder im Kontrast dazu sehr gleichbleibend in ihren Ansichten und Motiven, wodurch ihre Handlungen, wenn auch des öfteren vorhersehbar, wiederum sehr gut nachzuvollziehen sind.
Insgesamt balanciert sich das dadurch wieder ein bisschen aus und die Charaktere, die es nicht so ganz schaffen Entweder Oder zu sein, sind wahrscheinlich auch dazu gedacht, dieses „Gut oder Böse“ noch mehr aufzubrechen, was ich an sich sehr schön finde. Allerdings ist es auch schwierig, da die Serie trotzdem versucht einen klaren Gegner der Protagonisten zu schaffen. Das widerspricht sich irgendwo und ich finde, das ist schon spürbar.
Irgendwo mag ich diesen Widerstreit aber auch gleichzeitig, weil es dem Ganzen schon etwas Tiefe verleiht und gewisse Charaktere wirklich sehr interessant macht.
Als Lieblingscharakter müsste ich wahrscheinlich Gretchen nennen, gerade weil sie eine der Bösen ist. ;D Michael mag ich natürlich auch sehr, was ich gerade daran merke, dass ich mir wünsche, er hätte noch mehr gelitten. xD Wobei ich so das Gefühl habe, dass er das nach dem Ende der 4. Staffel auch auf jeden Fall tut.
Kalt gelassen haben mich die anderen Charaktere auch definitiv nicht. Mit Sara habe ich auch sehr mitgefühlt und sie gefällt mir als Charakter. Ich mag es, wie die Interaktion zwischen Michael und ihr eher etwas zurückhaltender sind, ist irgendwie eine sehr erfrischende Beziehungsdarstellung im Vergleich zu vielen anderen Serien. Könnte auch mit damit zusammenhängen, dass es eben nicht hauptsächlich um diese Beziehung geht, auch wenn sie auf vieles großen Einfluss hat.
Ich muss aber auch zugeben, dass das Schicksal einiger Charaktere mich eher weniger interessiert hat.

Fazit: Zum nebenbei Schauen und vor allem als Ablenkung und low-energy Beschäftigung war die Serie einfach genau das, was ich brauchte. Wirklich gut gefallen hat mir nur die erste Staffel, weil sie meiner Meinung nach am besten durchdacht ist. Vieles hat sich dann leider etwas im Nichts verlaufen und ich finde, dass die Spannung mit der Zeit sehr nachgelassen hat. Trotzdem waren das Mitfiebern noch stark genug und einige der Story-Entwicklungen interessant genug, um weiterzuschauen. An Action, Drama und Verschwörungskram lässt die Serie definitiv nichts zu wünschen übrig und wer darauf Lust hat, wird nicht enttäuscht werden.