Posts mit dem Label Mystery werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Mystery werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 12. April 2019

Anime: Mo Dao Zu Shi

Dear Anime.


Ahhh, was für ein guter Anime! So wunderschöne Animation und ♥♥♥

Genre: Supernatural, Historical, Shounen-Ai, Mystery, Action, Adventure
Länge: 15 Episoden je 24 Minuten (Staffel 1)
+ Staffel 2: voraussichtlich Juli 2019
Jahr: 2018
Kurzbeschreibung: As the grandmaster who founded the Demonic Sect, Wei Wuxian roamed the world in his wanton ways, hated by millions for the chaos he created. In the end, he was backstabbed by his dearest shidi and killed by powerful clans that combined to overpower him. He incarnates into the body of a lunatic who was abandoned by his clan and is later, unwillingly, taken away by a famous cultivator among the clans—Lan Wangji, his archenemy. This marks the start of a thrilling yet hilarious journey of attacking monsters, solving mysteries, and raising children. From the mutual flirtation along the way, Wei Wuxian slowly realizes that Lan Wangji, a seemingly haughty and indifferent poker-face, holds more feelings for Wei Wuxian than he is letting on.

Gesamteindruck: Es ist canonly gay und uff, es ist nervig, dass es immer noch ein Ding ist, dass ich mir nicht sicher sein kann, ob es wirklich canonly gay ist, wenn ich nur sehr sporadisch von einer Show höre und das alles über meinen Zweitaccount auf Twitter, wo ich vor allem Anime-related Zeug teile. Da ich ja selbst sehr gerne shippe, folge ich natürlich auch vielen, die das auch tun und ja, manchmal blicke ich da halt nicht ganz durch, ob etwas jetzt wirklich gay ist oder eben nur sehr gay geshippt wird. Aber hey, hier in diesem Fall ist es canon und ja, ich war mir da bis eben nicht sicher, aber jetzt bin ich es und \o/
Oh und außerdem basiert die Serie auf einem chinesischen Webcomic und der Anime ist im Original auch auf Chinesisch, was erstmal ein bisschen eine Umstellung beim Untertitel lesen für mich war, weil ich die Sprachrhythmik von Japanisch sehr gewohnt bin und bei Chinesisch eben nicht.

Story&Stuff: Ich muss sagen, dass ich schon sehr lange ziemlich verwirrt war, aber vor allem, weil ich mir selbst nicht vertraue und dann immer alles in Frage stelle, obwohl ich es eigentlich richtig verstanden hatte und ja, ich verwirre mich sehr oft selbst. Aber dadurch, dass ich mich nur selbst verwirrt habe, ist es definitiv nicht die Schuld vom Anime.
Ich schätze, es liegt einfach mit daran, dass nicht viele Geschichten quasi im „Jetzt“ anfangen und dann zurückgehen und, in diesem Fall, den gesamten Anime hindurch alles erzählen, was in der Vergangenheit passiert ist und zum „Jetzt“ geführt hat. Und soweit ich es verstanden habe, ist die Geschichte, die zum „Jetzt“ geführt hat, noch nicht einmal ganz erzählt? Zumindest fehlt da ein entscheidender Teil, der zwar am Anfang erwähnt, aber eben nicht direkt gezeigt oder erzählt wird.
Dieses nicht direkte Zeigen kommt tatsächlich relativ oft vor bei diesem Anime, wodurch die Geschichte auch wieder auf mich anders wirkt als viele andere. Es hat wahrscheinlich auch noch zu meiner Verwirrung beigetragen, aber tatsächlich finde ich es sehr angenehm, wenn es mal anders gemacht wird.
Allgemein ist der Rhythmus der Geschichte anders, als ich es erwartet hätte, was eigentlich immer etwas sehr Gutes ist, weil es oftmals auch heißt, dass ich nicht erahnen kann, was als nächstes passiert und das finde ich immer ganz besonders voll, weil es Dinge viel interessanter und spannender macht.
Lustigerweise wird zwar dadurch, was am Anfang, also im „Jetzt“ erzählt wird, eine beziehungsweise vielleicht sogar die entscheidende Entwicklung bereits verraten, was eigentlich diese Spannung wieder kaputt machen könnte, aber ich fand es dadurch nur noch interessanter, herauszufinden, was genau passiert ist und wie es genau dazu gekommen ist und da holt die Geschichte auch echt ziemlich weit aus, was ich super cool finde, wohl auch weil ich selber immer so an meine Geschichten herangehe und einfach solche weit gesponnen Geschichten wegen ihrer Vielschichtigkeit und dem ganzen Hintergrundstuff sehr liebe.
Was ich am allermeisten an diesem Anime betonen sollte: die Animation, der ganze Art-Stil ist SO VERDAMMT GUT! Es ist so meisterhaft, ich hätte am liebsten jede Sekunde gescreenshottet, was aber nicht möglich war, weil es die Gesamtheit aller Bilder ist, wodurch die Animation dermaßen gut ist.
Und die wundervolle Musik! Die Musik ist so schön! Wenn ihr den Anime nicht aus anderen, auch sehr offensichtlichen Gründen schauen wollt, es lohnt sich alleine für die Animation, den Art-Stil und die Musik tausend Mal!
Ich könnte jetzt natürlich noch den Aspekt mit reinnehmen, dass es canonly gay ist, aber ehrlich gesagt ist es zumindest in dieser ersten Staffel nicht extrem deutlich und ich hätte so oder so geshippt. Klar ist das alles nochmal viel mehr wert, wenn es eben canon ist, aber der Hauptfokus liegt halt nicht darauf, dass es gay ist. Es wird eine Geschichte erzählt und dass der Hauptcharakter und der eine andere Charakter irgendwie aneinander interessiert sind, ist zwar erkennbar und es spielt auch in gewisser Weise eine Rolle, aber es ist eben einfach Teil der Geschichte und es ist kein Romance-Anime.
Es geht vor allem um die übernatürlichen und historischen Elemente der Geschichte, die auch SO GUT gemacht sind! Ich bin so verliebt in diese Geschichte! Alles daran! Ja, ich höre jetzt auf zu schreien (und fange in spätestens drei Sätzen wieder an).

Charaktere: (Sidenote: Es ist eine kleine Ewigkeit später und ich habe keine Ahnung mehr, was ich hier schon alles geschrieben habe und was nicht. :'D) Genau wie der Rest des Anime sind auch die Charaktere absolut liebenswert und die, die es nicht unbedingt sind, sind immerhin gut durchdacht und dargestellt.
Ich gestehe, dass ich ziemlich durcheinander gekommen bin mit
den 'Hofnamen' (ist das das deutsche Wort dafür?) und den sonst zwischendurch benutzen Namen. Ich komme sowieso sehr schnell mit Namen durcheinander und dann auch noch chinesische Namen aka Namen in einer Sprache, mit der ich nicht so viel zu tun habe, und zusätzlich noch verschiedene benutzt werden, hat mein Gehirn mehr oder weniger kapituliert. Ich entschuldige mich also, falls ich hier irgendwas falsch benutzen oder irgendjemanden falsch benennen sollte.
Zumindest was den Protagonisten betrifft, kann ich Protagonist schreiben. :D Ne, ich wage mich auch mal an seinen Namen heran. Wei Wuxian ist echt ein sehr interessanter Charakter und ich mag alles an ihm. Er hat eine sehr sorglose Natur, macht gerne Witze und ist insgesamt ein fröhlicher Charakter. Doch hinter diesen eher äußerlichen Charaktereigenschaften steckt noch eine ganze Menge mehr und ich mag seine Art zu denken wirklich sehr.
Lan Wangji, besonders in Kombination mit Wei Wuxian, finde ich auch als Charakter sehr spannend und er hat immer ein gutes Timing. Die Beiden zusammen sind immer wieder sehr amüsant und auch sonst sehr goldig.
Bei Jiang Cheng hat es etwas gebraucht, bis ich mit Charakter warm geworden bin, aber da sein Schicksal im Laufe des Anime eine große Rolle spielt, habe ihn auch ziemlich ins Herz geschlossen.
So, da ich ja nicht auf alle möglichen Charas eingehen kann und möchte, belasse ich es mal dabei. Auch wenn ich mir sehr sicher bin, gerade einige Leute zu vergessen beziehungsweise habe ich das Ganze inzwischen auch einfach nicht mehr frisch genug im Kopf, aber was ich noch im Kopf habe und gerade hervorkramen konnte, lässt mich alles sehr lächeln und ich freue mich unheimlich auf die zweite Staffel! Und den Roman und eventuell sogar auch den Comic dazu (Manhua, wie ich gerade gelernt habe) würde ich mir auch gerne mal anschauen. Mal sehen. :D


Fazit: Die Animation ist SO GUT! Die Charaktere sind SO GUT! Die Geschichte ist SO GUT! Alles ist SO GUT! Und die Spoiler, über die gerade unfreiwillig gestolpert bin, als ich die Namen nachgeschaut habe, versprechen auch sehr viel Gutes, wobei ich mir nicht sicher bin, inwieweit der Anime (chinesische Bezeichnung wäre Donghua) dem folgt, was wohl im Roman und dem Comic vorkommt, gerade was so die Beziehungen der Charaktere betrifft. Da gibt es ja einige Beispiele, wo sehr viel der sehr gayen Sachen quasi rausgefiltert wurden, was ich sehr schade finde und gerade auch hier sehr sehr schade finden würde.
Aber gut, ich will ja nicht schwarzmalen, gibt ja auch so schöne Beispiele wie Yuri on Ice. Seit Yuri on Ice ist alles möglich, was Charaktere, die sich tatsächlich als schwul herausstellen, betrifft. ;D
Ähm, ja, jetzt bin ich etwas von dem eigentlichen Fazit abgekommen, also: Schaut euch diesen Anime (Donghua!) an! Es lohnt sich schon allein wegen der Animation so sehr.

Freitag, 11. Januar 2019

TV Show: The Haunting of Hill House

Dear TV Show.


Wie viel Zeit schon wieder seit Halloween vergangen ist. O.O Also es sind wirklich schon Monate und gefühlt kommt es mir irgendwie noch länger vor und!? Was ist Zeit?! :o

Genre: Drama, Horror, Mystery
Länge: 10 Episoden je 50 Minuten (Staffel 1)
Jahr: 2018- (!?)
Kurzbeschreibung: Flashing between past and present, a fractured family confronts haunting memories of their old home and the terrifying events that drove them from it.

Gesamteindruck: Schon mal vorweg muss ich sagen, dass diese Serie eine ganz klare Empfehlung von mir ist. Für alle, die mal wirklich Lust auf guten Psycho-Horror haben, ist die Serie definitiv etwas und hat dabei sogar noch so viel mehr zu bieten, als nur diesen Horror-Aspekt. The Haunting of Hill House hat den Hype meiner Meinung nach absolut verdient und mir vor Halloween einige tolle Stunden beschert. Ich konnte die Serie gar nicht schnell genug durchschauen und wollte sie mir gleichzeitig auch aufheben und ach, so gut einfach.

Story: Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei dem Horror in dieser Serie vor allem um Psycho-Horror. Natürlich sind auch viele Elemente enthalten, die ich eher als 'klassisch' beschreiben wurde. Schon allein ein altes Haus, in dem es spukt, ist definitiv nichts neues, sondern wird sehr oft und sehr viel in Horror- und Gruselgeschichten zum Thema der Geschichte gemacht. Aber es geht ja doch eher selten darum, etwas komplett Neues zu erschaffen, was The Haunting of Hill House auch gar nicht tut oder tun will, zumindest meinem Empfinden nach.
Was diese Serie aber sehr sehr gut tut und sie auch zu einer solch guten Serie macht, ist die Art, wie alles umgesetzt wird. Die typischen Klischees fühlen sich nicht leichtfertig benutzt an, sondern haben Tiefe, deuten meist auf etwas Größeres hin, finden Wiederholung und Erklärung. Auch sind die typischen Gruselmomente zwar definitiv vorhanden, befinden sich aber in einer wirklich guten Balance zum Rest der Geschichte.
Neben dem Horror-Aspekt gibt es hier nämlich auch noch den Familien- und Drama-Aspekt der Geschichte, der genauso gut gemacht, ausgeführt und mit dem Horror-Aspekt ausbalanciert ist. In der Hinsicht sind auch die Charaktere wunderbar ausgearbeitet, haben zwar klischeehafte Züge, fühlen sich aber nicht direkt nach kompletten Verkörperungen ihrer Klischees an, was ja gerade bei Horror doch ziemlich oft zu finden ist.
Insgesamt fühlt sich die Story sehr abgerundet an, verliert nicht an Spannung und lässt einen vor allem auch die Charaktere alle gut kennenlernen. Dazu gibt es dann noch ein paar interessante Plottwists und ein Ende, das... dazu werde ich vor dem Fazit noch einmal extra was sagen, da es Spoiler enthält.

Charaktere: Für mich sind die Charaktere ja sowieso das Herzstück einer jeden Geschichte, weshalb ich immer so besonderen Wert auf sie lege und immer diesen extra Unterpunkt hier zu den Charakteren habe.
Bei dieser Serie sind die Charaktere wirklich toll gemacht, haben alle ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Probleme, ihre eigene Art mit dem Passierten und dem, was noch passiert, umzugehen und ich fand es sehr cool, sie auf diesem Weg kennenzulernen, also sowohl ihre gegenwärtigen als auch ihre vergangenen Versionen, wie es dazu kam, wie es heute ist und was in der Zwischenzeit noch passiert ist und all das. Das hat die Serie echt sehr gut hinbekommen.
Auch werden dabei ganz unterschiedliche Lebensmöglichkeiten oder Lebensweisen beleuchtet, sodass es einem auch nicht langweilig oder repetitive vorkommt. Alles und alle in dieser Serie haben ihren Platz und ich habe es sehr genossen, wie sich das alles mit der Zeit offenbart hat.
Durch die zwei Zeitstränge, also einmal die Rückblicke und das Jetzt, hat es sich auch deutlich weniger nach der 'klassischen' Horrorgeschichte angefühlt, sondern wirklich nach etwas mit Substanz und durchdachten Charakteren.
In gewissem Sinne zeigt die Geschichte ja, was nach den Ereignissen in Hill House passiert ist, wie unterschiedlich die einzelnen Leben der Familie verlaufen sind und wie diese Ereignisse sie nicht loslassen. Allein schon dieser Ansatz ist eine coole Erzählweise, durch die die Charaktere in einer spannenden Position sind.

Zum Ende (!Spoiler!): Also ich habe da ja so meine Theorie, die ich auch jedem erzählen muss, wenn ich über die Serie rede. Deshalb darf diese Theorie hier ja auch nicht fehlen.
Am Ende, als sie in den roten Raum gehen und dort drin sind, wird ihnen ja eine Art Illusion ihres 'Wunschlebens' gezeigt, woraus sich aber ja alle wieder befreien können.
Ganz am Ende sehen wir dann nochmal, wie ihre Leben weiter verlaufen sind und wie glücklich sie jetzt sind und ja, wie sie quasi ihr 'Wunschleben' leben. Zum Beispiel ist die Frau des eigentlich sterilisierten Bruders schwanger (gut, es gibt auch andere Möglichkeiten, wodurch sie schwanger geworden sein könnte) und der andere Bruder feiert, dass er seit (ich glaube, es waren 2) Jahren clean ist. Beides wurde den jeweiligen Charakteren auch in der Illusion gezeigt.
Ich denke, ihr wisst, worauf ich hinaus will: Was, wenn sie es eigentlich niemals aus diesem Raum heraus geschafft haben?
Nur eine Theorie, die sicherlich auch einiges an Gegenargumenten hat. Ich sage ja auch nicht, dass es auf jeden Fall die versteckte Wahrheit ist, nur dass mir eben der Gedanke kam.
Vor allem ist es für Horrorgeschichten auch sehr unüblich, ein solch glückliches Happy End zu haben, ohne dass es noch einen gewissen Twist gibt.

Fazit: Diese Serie ist einfach von vorne bis hinten toll! Vor allem Psycho-Horror Fans werden ihren Spaß haben, aber ich finde auch, dass sie genauso etwas für alle anderen ist, die vielleicht sonst eher weniger mit Horror am Hut haben. Neben dem eigentlichen Horror des Hill Houses geht es vor allem über die Familie, wie unterschiedlich die einzelnen Charaktere mit den Ereignissen und der Situation umgehen und da die Charaktere gut ausgearbeitet sind und die Geschichten zwischen Rückblenden und dem Jetzt wechselt, bleibt es durchgehend spannend und die ganze Geschichte fühlt sich schön abgerundet an.