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Freitag, 12. April 2019

Anime: Mo Dao Zu Shi

Dear Anime.


Ahhh, was für ein guter Anime! So wunderschöne Animation und ♥♥♥

Genre: Supernatural, Historical, Shounen-Ai, Mystery, Action, Adventure
Länge: 15 Episoden je 24 Minuten (Staffel 1)
+ Staffel 2: voraussichtlich Juli 2019
Jahr: 2018
Kurzbeschreibung: As the grandmaster who founded the Demonic Sect, Wei Wuxian roamed the world in his wanton ways, hated by millions for the chaos he created. In the end, he was backstabbed by his dearest shidi and killed by powerful clans that combined to overpower him. He incarnates into the body of a lunatic who was abandoned by his clan and is later, unwillingly, taken away by a famous cultivator among the clans—Lan Wangji, his archenemy. This marks the start of a thrilling yet hilarious journey of attacking monsters, solving mysteries, and raising children. From the mutual flirtation along the way, Wei Wuxian slowly realizes that Lan Wangji, a seemingly haughty and indifferent poker-face, holds more feelings for Wei Wuxian than he is letting on.

Gesamteindruck: Es ist canonly gay und uff, es ist nervig, dass es immer noch ein Ding ist, dass ich mir nicht sicher sein kann, ob es wirklich canonly gay ist, wenn ich nur sehr sporadisch von einer Show höre und das alles über meinen Zweitaccount auf Twitter, wo ich vor allem Anime-related Zeug teile. Da ich ja selbst sehr gerne shippe, folge ich natürlich auch vielen, die das auch tun und ja, manchmal blicke ich da halt nicht ganz durch, ob etwas jetzt wirklich gay ist oder eben nur sehr gay geshippt wird. Aber hey, hier in diesem Fall ist es canon und ja, ich war mir da bis eben nicht sicher, aber jetzt bin ich es und \o/
Oh und außerdem basiert die Serie auf einem chinesischen Webcomic und der Anime ist im Original auch auf Chinesisch, was erstmal ein bisschen eine Umstellung beim Untertitel lesen für mich war, weil ich die Sprachrhythmik von Japanisch sehr gewohnt bin und bei Chinesisch eben nicht.

Story&Stuff: Ich muss sagen, dass ich schon sehr lange ziemlich verwirrt war, aber vor allem, weil ich mir selbst nicht vertraue und dann immer alles in Frage stelle, obwohl ich es eigentlich richtig verstanden hatte und ja, ich verwirre mich sehr oft selbst. Aber dadurch, dass ich mich nur selbst verwirrt habe, ist es definitiv nicht die Schuld vom Anime.
Ich schätze, es liegt einfach mit daran, dass nicht viele Geschichten quasi im „Jetzt“ anfangen und dann zurückgehen und, in diesem Fall, den gesamten Anime hindurch alles erzählen, was in der Vergangenheit passiert ist und zum „Jetzt“ geführt hat. Und soweit ich es verstanden habe, ist die Geschichte, die zum „Jetzt“ geführt hat, noch nicht einmal ganz erzählt? Zumindest fehlt da ein entscheidender Teil, der zwar am Anfang erwähnt, aber eben nicht direkt gezeigt oder erzählt wird.
Dieses nicht direkte Zeigen kommt tatsächlich relativ oft vor bei diesem Anime, wodurch die Geschichte auch wieder auf mich anders wirkt als viele andere. Es hat wahrscheinlich auch noch zu meiner Verwirrung beigetragen, aber tatsächlich finde ich es sehr angenehm, wenn es mal anders gemacht wird.
Allgemein ist der Rhythmus der Geschichte anders, als ich es erwartet hätte, was eigentlich immer etwas sehr Gutes ist, weil es oftmals auch heißt, dass ich nicht erahnen kann, was als nächstes passiert und das finde ich immer ganz besonders voll, weil es Dinge viel interessanter und spannender macht.
Lustigerweise wird zwar dadurch, was am Anfang, also im „Jetzt“ erzählt wird, eine beziehungsweise vielleicht sogar die entscheidende Entwicklung bereits verraten, was eigentlich diese Spannung wieder kaputt machen könnte, aber ich fand es dadurch nur noch interessanter, herauszufinden, was genau passiert ist und wie es genau dazu gekommen ist und da holt die Geschichte auch echt ziemlich weit aus, was ich super cool finde, wohl auch weil ich selber immer so an meine Geschichten herangehe und einfach solche weit gesponnen Geschichten wegen ihrer Vielschichtigkeit und dem ganzen Hintergrundstuff sehr liebe.
Was ich am allermeisten an diesem Anime betonen sollte: die Animation, der ganze Art-Stil ist SO VERDAMMT GUT! Es ist so meisterhaft, ich hätte am liebsten jede Sekunde gescreenshottet, was aber nicht möglich war, weil es die Gesamtheit aller Bilder ist, wodurch die Animation dermaßen gut ist.
Und die wundervolle Musik! Die Musik ist so schön! Wenn ihr den Anime nicht aus anderen, auch sehr offensichtlichen Gründen schauen wollt, es lohnt sich alleine für die Animation, den Art-Stil und die Musik tausend Mal!
Ich könnte jetzt natürlich noch den Aspekt mit reinnehmen, dass es canonly gay ist, aber ehrlich gesagt ist es zumindest in dieser ersten Staffel nicht extrem deutlich und ich hätte so oder so geshippt. Klar ist das alles nochmal viel mehr wert, wenn es eben canon ist, aber der Hauptfokus liegt halt nicht darauf, dass es gay ist. Es wird eine Geschichte erzählt und dass der Hauptcharakter und der eine andere Charakter irgendwie aneinander interessiert sind, ist zwar erkennbar und es spielt auch in gewisser Weise eine Rolle, aber es ist eben einfach Teil der Geschichte und es ist kein Romance-Anime.
Es geht vor allem um die übernatürlichen und historischen Elemente der Geschichte, die auch SO GUT gemacht sind! Ich bin so verliebt in diese Geschichte! Alles daran! Ja, ich höre jetzt auf zu schreien (und fange in spätestens drei Sätzen wieder an).

Charaktere: (Sidenote: Es ist eine kleine Ewigkeit später und ich habe keine Ahnung mehr, was ich hier schon alles geschrieben habe und was nicht. :'D) Genau wie der Rest des Anime sind auch die Charaktere absolut liebenswert und die, die es nicht unbedingt sind, sind immerhin gut durchdacht und dargestellt.
Ich gestehe, dass ich ziemlich durcheinander gekommen bin mit
den 'Hofnamen' (ist das das deutsche Wort dafür?) und den sonst zwischendurch benutzen Namen. Ich komme sowieso sehr schnell mit Namen durcheinander und dann auch noch chinesische Namen aka Namen in einer Sprache, mit der ich nicht so viel zu tun habe, und zusätzlich noch verschiedene benutzt werden, hat mein Gehirn mehr oder weniger kapituliert. Ich entschuldige mich also, falls ich hier irgendwas falsch benutzen oder irgendjemanden falsch benennen sollte.
Zumindest was den Protagonisten betrifft, kann ich Protagonist schreiben. :D Ne, ich wage mich auch mal an seinen Namen heran. Wei Wuxian ist echt ein sehr interessanter Charakter und ich mag alles an ihm. Er hat eine sehr sorglose Natur, macht gerne Witze und ist insgesamt ein fröhlicher Charakter. Doch hinter diesen eher äußerlichen Charaktereigenschaften steckt noch eine ganze Menge mehr und ich mag seine Art zu denken wirklich sehr.
Lan Wangji, besonders in Kombination mit Wei Wuxian, finde ich auch als Charakter sehr spannend und er hat immer ein gutes Timing. Die Beiden zusammen sind immer wieder sehr amüsant und auch sonst sehr goldig.
Bei Jiang Cheng hat es etwas gebraucht, bis ich mit Charakter warm geworden bin, aber da sein Schicksal im Laufe des Anime eine große Rolle spielt, habe ihn auch ziemlich ins Herz geschlossen.
So, da ich ja nicht auf alle möglichen Charas eingehen kann und möchte, belasse ich es mal dabei. Auch wenn ich mir sehr sicher bin, gerade einige Leute zu vergessen beziehungsweise habe ich das Ganze inzwischen auch einfach nicht mehr frisch genug im Kopf, aber was ich noch im Kopf habe und gerade hervorkramen konnte, lässt mich alles sehr lächeln und ich freue mich unheimlich auf die zweite Staffel! Und den Roman und eventuell sogar auch den Comic dazu (Manhua, wie ich gerade gelernt habe) würde ich mir auch gerne mal anschauen. Mal sehen. :D


Fazit: Die Animation ist SO GUT! Die Charaktere sind SO GUT! Die Geschichte ist SO GUT! Alles ist SO GUT! Und die Spoiler, über die gerade unfreiwillig gestolpert bin, als ich die Namen nachgeschaut habe, versprechen auch sehr viel Gutes, wobei ich mir nicht sicher bin, inwieweit der Anime (chinesische Bezeichnung wäre Donghua) dem folgt, was wohl im Roman und dem Comic vorkommt, gerade was so die Beziehungen der Charaktere betrifft. Da gibt es ja einige Beispiele, wo sehr viel der sehr gayen Sachen quasi rausgefiltert wurden, was ich sehr schade finde und gerade auch hier sehr sehr schade finden würde.
Aber gut, ich will ja nicht schwarzmalen, gibt ja auch so schöne Beispiele wie Yuri on Ice. Seit Yuri on Ice ist alles möglich, was Charaktere, die sich tatsächlich als schwul herausstellen, betrifft. ;D
Ähm, ja, jetzt bin ich etwas von dem eigentlichen Fazit abgekommen, also: Schaut euch diesen Anime (Donghua!) an! Es lohnt sich schon allein wegen der Animation so sehr.

Dienstag, 26. Februar 2019

Anime: Dakaretai Otoko 1-i ni Odosarete Imasu.

Dear Anime.


So ein guter Boys Love Anime! ♥

Genre: Shounen Ai bis Yaoi, Comedy, Drama, Romance
Länge: 13 Episoden je 23 Minuten (Staffel 1)
Jahr: 2018
Kurzbeschreibung: Saijou Takato's five year reign as the "Most Huggable No. 1" has been snatched. Stealing his thunder is the newbie actor with a three-year debut, Azumaya! Toward the stuffy hostile Takato, Azumaya's sincere sparkling smile starts to become effective. Even as Takato sets his alert level on MAX, Azumaya catches Takato in his shameful drunken state and uses it to blackmail him! In exchange for Azumaya's silence, Azumaya states, "Please let me hold you...?! Embrace me, who was the Most Huggable No.1?" What the heck is he saying?! This series also includes a large quantity of other high suspense erotic stories.

Gesamteindruck: Ich hab's ja oben schon verraten. ;D Und ich hatte es echt nicht erwartet! Zeigt mal wieder so schön, wie gut es sein kann, mit keinen oder niedrigen Erwartungen an eine Geschichte heranzugehen. Ich find's immer wieder spannend, wie sehr sowas meine Freude an einer Geschichte beeinflussen kann. In diesem Fall war dieser Einfluss sehr sehr positiv. :D

Story: Nicht gerade wenig hat meine positive Überraschung bei diesem Anime damit zu tun, dass Shounen Ai als Genre angegeben war und eben nicht Yaoi, obwohl es ganz eindeutig mehr in Richtung Yaoi geht. Shounen Ai sind nämlich häufig auch nur eher angedeutete Elemente und der Fokus solcher Anime liegt dann oft nicht auf der Beziehung, das wird nur hin und wieder mal eingestreut oder es gibt vielleicht einen Kuss, manchmal geht es dann auch schon fast eher in Richtung Queerbaiting, aber na ja, das Fass will ich jetzt mal gerade nicht unbedingt aufmachen.
Auf jeden Fall geht es bei diesem Anime hier tatsächlich um die Beziehung und zwar tatsächlich bis ganz zum Ende nur um eine einzige Beziehung, was ich bei Boys Love Stories jetzt auch spontan mal als etwas eher selteneres ansehen würde, zumindest wenn es sich um einen Anime mit dieser Anzahl von Folgen handelt.
Light Spoiler Ein anderes Paar wird noch ganz am Ende im Ansatz eingeführt. Light Spoiler Ende
Wie in der Kurzbeschreibung bereits erwähnt wird, sind die zwei Hauptcharaktere Stars und zwar Schauspiel-Stars. Dieses Setting finde ich wirklich sehr sehr interessant und wirklich gut umgesetzt! Es ist toll in die Story und die Charaktere eingearbeitet und spielt auch tatsächlich die meiste Zeit über eine sehr wichtige Rolle. Heißt also: Auch wenn die Beziehung eindeutig im Vordergrund steht, nimmt das Schauspielen und auch das Star sein ebenso seinen Raum ein, was ich sehr gut finde.
Auch die Art, wie die Charaktere aufgebaut sind und nach und nach den Zuschauenden nähergebracht werden, finde ich sehr gut gemacht und gerade die Charakter- und Beziehungsentwicklung ist toll mitzubeobachten. ♥
Am Anfang war ich ein bisschen irritiert von der Art, wie die Schatten, besonders auf den Charakteren, dargestellt sind, aber über alles andere habe ich das mit der Zeit vergessen und mich auch dran gewöhnt.
Wie die Handlung voranschreitet und die Probleme sich mit der Zeit wandeln, finde ich auch gut gehandhabt, gerade auch was typische Plot-Tropes betrifft, die ich oftmals schon ziemlich nervig finde und wo ich mir oft zumindest eine etwas andere Umsetzung wünsche. Dakaretai geht mit diesen Tropes, meiner Meinung nach, echt gut um. Sie sind zwar trotzdem vorhanden, aber mir persönlich kamen sie wenig nervig vor, sondern eher tatsächlich relevant für die Charaktere, deren Beziehung und auch das Setting der Story.

Charaktere (Mild Spoilers!): Ich gebe mal gleich direkt zu – ich liebe den Hauptcharakter sehr! :D Takato ist einfach Liebe. ♥ Ich mag seine mies gelaunte, genervte Art und auch das genaue Gegenteil davon. Ich mag seine schwarzen Haare und ach, einfach die Art, wie er sich verhält und ach. Eben ein Charakter genau nach meinem Geschmack. ;D
Dabei habe ich sonst eigentlich gar nicht unbedingt so starke Gefühle für den Uke? Würde ich jetzt mal behaupten, so beim drüber nachdenken bin ich mir da doch wieder eher unsicher, weil ich auch nicht sagen würde, dass ich die Seme-Charaktere oftmals mehr mag als die Uke-Charaktere. So ganz stimmt das also gar nicht. Aber gut, Takatos Charakterkonzept ist einfach etwas, was mir sehr gut gefällt – dieses mies Gelaunte, schon fast Kalte und Berechnende und im Kontrast dazu dann doch das weiche Herz, aufgrund dessen der Charakter schwach wird und ach, ich mag das. :'D
Azumaya ist dagegen eigentlich eher ein Charaktermodel, was ich nicht so mag und zeitweise als sehr nervig empfinden kann. In diesem Fall war das aber wenn höchstens sehr schwach. Die eher nervigen Verhaltensweisen und so waren zwar da, waren mir aber nicht zu aufdringlich, sondern noch im Rahmen. Und ich mag seine... ich nenne es mal 'wütende' Art. Wie angespannt und schon fast aggressiv er werden kann. Das hat irgendwie was. ;D Vor allem in Kombination damit, dass er sonst ein sanfter Charakter ist.
Was auch beide definitiv haben, ist Tiefe und ahhh, es ist so schön, dass endlich mal wieder in einem längeren Anime erleben zu können! (Wow, jetzt habe ich gerade ein sehr starkes Bedürfnis danach, Sekaiichi Hatsukoi mal wieder zu schauen. xD) Also die Charaktere wirken auf jeden Fall kein bisschen flach, was sehr schön ist. Selbst der eine Charakter, der eher gegen Ende eingeführt wird, hat Tiefe, obwohl er nicht viele Szenen hat (Spoiler!) und erst sehr spät überhaupt eröffnet wird, dass auch bei ihm die Beziehung zu einem anderen Mann ein Ding ist. (Spoiler Ende!)
Es gibt dann da noch ein paar Nebencharaktere, die ich teilweise schon eher als nervig empfunden habe. In einer Folge sogar sehr extrem. (Strandfolge... Ach ja...) Ansonsten ist zumindest der eine ziemlich gut in die Story eingearbeitet und ich finde ihn auch irgendwo interessant. Der andere Nebencharakter kommt mir eher allerdings ein bisschen sehr sinnlos und höchstens hier und dort mal ein klein wenig plotserving vor. Kann aber gut sein, dass er im Manga vielleicht eine größere Rolle spielt oder aber, dass er und eventuell auch der andere benannte, auch noch ein Paar bilden könnten oder einer von ihnen beiden oder beide irgendwie auch noch Teil eines Paares werden. (Also im Manga oder dann eben in einer eventuellen zweiten Staffel.)

Fazit: Ein wirklich toller Boys Love Anime, den ich nur jedem empfehlen kann, der sowas mag. Die Charaktere, vor allem der Hauptcharakter, sind toll und das Setting in der Welt der Schauspieler ebenso. Die bekannten Plot-Tropes sind meines Empfinden nach nicht nervig, sondern sogar sehr gut und sinnvoll umgesetzt. Ich würde sogar soweit gehen, zu sagen, dass es auch innerhalb des Plots und der Art wie die Charaktere reagieren und sich verhalten, nochmal einiges an schönen Überraschungen gibt. Ich hatte sehr viel Spaß beim Schauen und habe mich sehr gefreut, endlich mal wieder diesen wirklich guten und auch erwachseneren Boys Love Anime zu schauen.


Freitag, 18. Januar 2019

Anime: Wotaku ni Koi wa Muzukashii (Wotakoi)

Dear Anime.


Wotakoi ist hier die sehr viel eher benutzte, abgekürzte Form, des doch sehr langen Titels, der übersetzt ins Deutsche nichts anderes heißt als „Liebe ist schwer für Otaku“. Daraus lässt sich ja bereits ableiten, worum es in etwa geht und ich finde es sehr cool, sowas mal zur Haupthandlung in einem Anime zu machen.

Genre: Slice of Life, Comedy, Romance
Länge: 11 Episoden je 22 Minuten (Staffel 1)
Jahr: 2018
Kurzbeschreibung: After discovering that they work at the same company, a gaming crazed otaku and a fujoshi reunite for the first time since middle school. After some post-work drinking sessions they begin dating, but will it be a perfect relationship for the two of them?

Gesamteindruck: Nicht nur die Thematik, also das Otaku sein, ist toll an diesem Anime, sondern auch alles andere! Also die Charaktere, wie sie und ihr Otaku sein dargestellt wird, auch wie unterschiedlich Otakus untereinander sind, was es quasi für verschiedene Arten geben kann und insgesamt die gute Darstellung und Thematisierung von Otakus an sich. All das macht der Anime wirklich sehr sehr gut, was natürlich nicht heißt, dass er nicht auch ein paar Mängel hat, aber insgesamt ist Wotakoi ein sehr guter Anime.

Story (Mild Spoilers): Tatsächlich ist genau die Story der Knackpunkt. Es ist nicht so, dass die Story an sich schlecht wäre, aber... na ja. Vielleicht ist das so ein Slice of Life Ding, aber ich glaube, da gibt es auch viele Anime in die Richtung, die das sehr viel besser machen. Auf jeden Fall kommt die Story nicht wirklich voran, was ich sehr schade finde.
Die einzelnen Episoden handeln quasi immer von einzelnen Ereignissen im Leben der Otakus, was an sich auch völlig okay ist und im gewissen Sinne auch ziemlich realistisch, auch sind diese einzelnen Folgen und Ereignisse eigentlich immer total schön und angenehm zu schauen, aber ich hätte mir hier und da doch mehr einen roten Faden gewünscht, der ja auch in der Liebesgeschichte angelegt ist. Nur ist das Rot dieses Fadens irgendwie halt sehr blass und nicht besonders dick, was heißen soll, dass einfach kaum etwas zwischen dem Hauptliebespaar passiert.

Irgendwo kann ich verstehen, dass es halt mit Teil von ihrer Art von Beziehung ist und auch auf Charakterzüge zurückzuführen ist, aber uff, es zieht sich trotzdem arg. Vor allem da es sich auch um erwachsene Charaktere handelt, die (soweit ich mich gerade erinnere) beide schon in Beziehungen vorher gewesen sind, könnte man schon einiges mehr an Interaktion speziell zwischen den beiden Charakteren erwarten, sodass es eben nicht die meiste Zeit auf einer freundschaftlichen Ebene ist, obwohl sie einander längst daten.
Nicht falsch verstehen, ich mag ja Slow Burn und es muss ja auch nicht immer gleich zur Sache gehen, das entspricht den Charakteren auch nicht, aber nach den 11 Folgen sollte schon mal ein bisschen mehr passiert sein! Das ist immer so super frustrierend in Romance Anime... Wohl mit einer der Gründe, warum ich Boys Love oft sehr viel lieber mag. Da passiert zumindest auch mal was zwischen den Charakteren.
Ansonsten gefällt mir die Dynamik aller Charaktere sehr sehr gut. Vor allem auch das dritte Pärchen, das gegen Ende eingeführt wird. Aber auch die anderen Beiden, also das Hauptpärchen und ihre zwei Arbeitskollegen, gefallen mir echt sehr gut zusammen. Ich mag es, wie die Charaktere zwar schon an gewisse Klischees angelehnt sind, aber trotzdem nicht wie eine Verkörperung dieser Klischees wirken, sondern noch dazu ihre Eigenarten haben und dadurch komplett individuell wirken.
Auch sind sie alle charakterlich interessant, nicht nur was ihren Charakter selbst betrifft, sondern auch wie dieser sich zeigt und mit anderem zusammenwirkt. Gerade auch den Austausch zwischen den Charakteren und ihrem jeweiligen 'Nerdgebiet' finde ich sehr sehr cool und zeigt so eine richtige schöne Art, die Otaku oder allgemein Nerd sein mit sich bringt – dass man untereinander oft neugierig ist, einander gespannt zuhört und verstehen kann, wie jemand leidenschaftlich über sein Hobby spricht.
In der Hinsicht, auch gerade dass die Vier eben durch die Arbeit viel miteinander zu tun haben, finde ich, dass der Begriff Otaku in ein sehr viel positiveres Licht gerückt wird. Ich studiere Japanologie und habe darüber und auch so mitbekommen, dass die Bezeichnung Otaku eigentlich eher oft, gerade von Japanern, aus eine Art Schimpfwort benutzt wird und insgesamt sehr negativ angesehen wird, quasi ein bisschen das Äquivalent zu Weeb. Ich habe den Begriff sehr lange nur positiv gesehen, weil das in Deutschland eben anders wahrgenommen wird, ist zumindest mein Empfinden, und für mich war es eben ein positiver Begriff und ich habe ihn positiv benutzt, da ich fand, dass er mein Anime&Manga-Nerdsein am besten beschrieben hat. (Wie ihr seht ist die Beschreibung sonst sehr lang und da fehlt ja noch sowas wie Cosplay, die Musik u. ä.)
Was auch sehr sehr cool finde, ist dass es um erwachsene Figuren und deren Leben geht, was auch noch einmal zeigt, dass eben nicht nur Teenager Otakus sind/sein können, sondern auch gewöhnliche Erwachsene, die ganz normal ihrem Job nachgeben und eben einfach bestimmte Hobbys und Interessen haben. Das ist auch eine sehr gute Message.
In dem Sinne fühle ich mich dem Ganzen natürlich auch persönlich verbunden. Schon allein dadurch, dass es um Otakus geht und auch des öfteren um das Fan sein von Boys Love, und eben auch, weil ich doch bereits als erwachsen gelte, obwohl ich mich selber eher nicht so fühle. So oder so ist es dadurch ein Anime, der einfach auch die Lebensrealität von vielen in der Szene anspricht und das ist einfach sehr cool.

Charaktere: Einiges habe ich ja bereits erwähnt. Dass sie alle Nerds beziehungsweise Otakus sind, ist ja sowieso klar, wobei sie eben nicht das sind, was man sich klischeehaft darunter vorstellen mag und ich kann es nur wieder und wieder erwähnen: Es ist so erfrischend! Auch was für andere Seiten die Charaktere zusätzlich zu ihrem Nerd-Sein haben, wie unterschiedlich sie sind, was für unterschiedliche Dinge sie mögen.
Darüber hinaus mag ich die Charaktere an und für sich auch total. Mit allem, was sie sind. Wobei auch gerade dazu beiträgt, dass sie eben so unterschiedlich sind, doch nichtsdestotrotz große Gemeinsamkeiten haben, die sie verbinden und wodurch sie sich einfach auf dieser Interessenebene sehr vertraut sind und sich darüber besser kennenlernen können.

Mit dem Klischee, dass Nerds ja keine Beziehungen führen (können), wird dann auch noch gleich sehr schön aufgeräumt, fällt mir gerade auf. Die Beziehungen selbst und die Dynamiken in diesen finde ich auch sehr sehr cool.
Ich könnte jetzt auch noch die einzelnen Charaktere genauer beschreiben, aber ich glaube, ihr Reiz wird am deutlichsten, wenn man sich den Anime anschaut und selber mitbekommt, wie die Charaktere so drauf sind, reagieren, handeln und so weiter. Mir hat das auf jeden Fall sehr gut gefallen und ich mag die Charaktere alle echt gerne.
Außer vielleicht den kleinen Bruder von Hirotaka, dem männlichen Hauptcharakter. Der ist mir ein bisschen zu sehr... ein teuer, naiver unschuldiger Hund, falls das Sinn macht. Aber gut, der Anime dreht sich ja doch größtenteils um die anderen vier Charaktere. Wobei tatsächlich der Charakter, der mich am meisten interessiert, am wenigsten vorkommt und zwar [!Spoiler!] das Mädchen, das für einen Jungen gehalten wird. Von ihr würde ich gerne sehr viel mehr sehen und ja, es ist schon süß, dass besagter jüngerer Bruder nicht bemerkt, dass sie ein Mädchen ist. (Wobei er das vielleicht schon tut und es ihm einfach völlig egal ist? Auch möglich!) Also hm, entweder kommt eventuell eine weiter Staffel oder ich muss irgendwann mal den Manga lesen. ;D [!Spoiler Ende!]

Fazit: Es ist schade, dass der Anime mehr Slice of Life als Romance ist, aber umso mehr gefällt es mir, dass es um erwachsene, arbeitende Otakus geht, was einfach eine sehr ansprechende Handlung für Anime-Fans ist. Dazu sind die Charaktere echt toll und eben keine wandelnden Klischees, sind alle auf unterschiedliche Art Nerds und eben auch mehr als Nerds – Arbeitende, Verliebte, Freunde, Interessenteilende und so weiter. Ein wirklich angenehm zu schauender Anime, bei dem ich sehr viel Spaß hatte.

Dienstag, 23. Oktober 2018

Anime: Free! Dive to the future

Dear Anime.

Ich weiß noch genau, als ich die ersten Anzeichen sah, dass es noch eine dritte Free! Staffel werden gibt und ahhhhhhhhhhhh!

Post zu Staffel 1 & 2

Genre: Comedy, Drama, Slice of Life, Sports
Länge: 12 Episoden je 23 Minuten (Staffel 3)
+ 13 Episoden je 24 Minuten (Staffel 2)
+ 12 Episoden je 24 Minuten (Staffel 1)
+ 4 Filme:

  • High☆Speed!: Free! Starting Days
  • Free! Timeless Medley 1: The Bond
Noch nicht gesehen (Zeitpunkt des Posts)
  • Free! Timeless Medley 2: The Promise
  • Free! Take your marks
Jahr: 2018
Kurzbeschreibung: In the new series, Haruka, who is attending college in Tokyo, meets Asahi again and reawakens his memories from his middle school years, including those of Ikuya. Makoto is working toward a new dream while he is in Tokyo together with Haruka. Rin has an unexpected meeting in Sydney. As they await their new futures, will they see a new fight ahead? Or will they instead confront the past they left behind?
(Quelle)

Gesamteindruck: Ach Free! ♥ Leider kein nur herzendes Ach. Hm... Ich würde nicht sagen, dass mir die neue Staffel nicht gefallen hat, aber für mich steht ganz klar fest, dass die ersten beiden SO viel besser sind. Und das hat viel mit dem zutun, was Free! für mich ausgemacht hat und was die dritte Staffel irgendwie nicht mehr so ganz beziehungsweise nur sehr wenig hat.
Nichtsdestotrotz bin ich unendlich froh, dass Free! überhaupt eine dritte Staffel bekommen hat und da ja sogar 2020 noch mehr kommen wird! Ahhhhhh!
Ich liebe diese Staffel schon alleine, weil es eben Free! ist und Free! ist nunmal mein allerliebster Lieblingsanime, daran führt nichts vorbei und ich denke nicht, dass sich das nochmal irgendwann ändern wird. Das heißt aber ja nicht, dass ich nicht trotzdem eine differenzierte Meinung zu dem Anime haben kann, sogar irgendwie im Gegenteil. Gerade weil ich Free! so sehr mag, sehe ich natürlich auch die Fehler, gerade die, die meiner Meinung nach in der dritten Staffel gemacht wurden.
Trotzdem habe ich die dritte Staffel auch genossen und hatte Spaß dabei, sie zu schauen. Einfach weil Free! ♥


Story: Wo fange ich nur am besten an? Vielleicht zunächst einmal damit, dass ich tatsächlich keinerlei wirkliche Erwartungen an die dritte Staffel hatte. So oder so wollte ich mich lieber überraschen lassen und Erwartungen machen meist einfach nur sehr viel kaputt. Aber es spielt auch sehr stark mit rein, dass ich laaange nicht realisieren konnte, dass es tatsächlich eine dritte Staffel gibt und ach. ♥ Es hat sich auch während dem Schauen und fühlt sich immer noch sehr surreal an. Immerhin ist die zweite Staffel vier Jahre her!
Mal abgesehen davon, dass es dann auch noch die Filme gab, von denen ich zwei noch immer nicht gesehen habe. Finde es immer sehr anstrengend, wenn irgendwie noch andere Elemente neben dem eigentlichen Anime hinzukommen. :'D

Aber gut, jetzt mal richtig zur Story: Wie geschrieben hatte ich ja keine Erwartungen und ich habe auch nicht erwartet, dass es wie die ersten zwei Staffeln wird. Ich würde schon sagen, dass es noch etwas von dem hat, was die ersten zwei Staffeln haben, aber es hat auch sehr viel anderes und zwar in erster Linie einen Haufen andere Charaktere.
Ikuya, der in der dritten Staffel eine große Rolle spielt, wird ja in dem ersten Film, der rausgekommen ist, in die Geschichte eingeführt, zusammen mit z.B. auch Asahi, der in der Kurzbeschreibung erwähnt wird, die ich für den Post rausgesucht habe. (Hieran sieht man ein bisschen, was ich damit meine, dass ich es anstrengend finde, wenn Filme zu dem Anime selbst hinzukommen.) Auch ein sehr wichtiger neuer Charakter ist Hiyori. Ansonsten kommen auch Charaktere öfter vor, die in den ersten zwei Staffeln eher weniger vorkamen.
Wie genau Free! das alles in 12 Folgen schafft mit den ganzen Charakteren? Das weiß ich auch nicht und das ist mein erstes Problem mit der 3. Staffel. Ich mag die neuen Charaktere, vor allem auch die, die noch ganz am Ende der Staffel hinzukommen. Aber es sind so verdammt viele! Ahhhhh! Dieses Mal kein Ausdruck unbeschreiblicher Freude, sondern eher ein bisschen Verzweiflung.

Ich verstehe, warum neue Charaktere eingeführt werden, nämlich für die Story. Es muss neue Handlung her. In Staffel 1 und 2 wurden in erster Linie Rins und Harus Probleme thematisiert, was für mich die zwei Staffeln immer sehr schön zusammenfasst. Natürlich gibt es da noch sehr viel mehr als nur Rin und Haru, aber es ist schon alles um die Beiden herum aufgebaut – Harus Probleme und Rins Probleme, Harus Team und Rins Team und die Verbindung, die die beiden zueinander haben. Darum geht es in den ersten beiden Staffeln und ich liebe Rin und Haru einfach so sehr und ihre Charakterdynamik und wie ihre Probleme in den zwei Staffeln behandelt werden.
In der dritten Staffel wird alles durch die semi- und komplett neuen Charaktere komplizierter und unübersichtlicher. Es ist nicht mehr so schön kompakt wie zuvor. Natürlich ist da trotzdem irgendwie eine Struktur – Ikuya und Hiyori, Haru und Makoto und Asahi und Kisumi, Rei und Nagisa und das Iwatobi Team, Sousuke und das Samezuka Team und sogar noch mehr. xD
Ich denke, alleine diese Aufzählung verdeutlicht schon, dass es inzwischen etwas viele Charaktere sind und die alle in dem 12 Folgen Anime unterzubringen... Sie schaffen es ja tatsächlich und ich verstehe es nicht ganz, denn mit meinem zweiten Problem macht das Ganze noch viel weniger Sinn.
Problem Nr. 2 ist nämlich das, was tatsächlich passiert und wie es hinausgezögert wird. Am Anfang geht es sehr viel um Ikuya, der anstelle von Rin und Haru der Charakter mit dem Problem in dieser Staffel ist. Ich habe da ein bisschen was mitbekommen, von wegen dass Ikuya Haru zu ähnlich ist und... Ich erinnere mich nicht mal mehr an die genaue Argumentation, auch wenn ich ihr zum Teil zugestimmt habe.
Ich mag Ikuya und ich werde zu den Charakteren ja auch nochmal extra was schreiben. Es geht auch nicht um ihn direkt als Charakter gerade, sondern um das, was von und mit ihm in der dritten Staffel thematisiert wird. Ikuya und Hiyori ist nochmal so eine Sache für sich. Bleiben wir erstmal bei Haru und Ikuya. Ja, es ist übertrieben, wie das Ganze aufgebaut ist und es wird vor allem durch Hiyori noch sehr aufgebauscht, was ich wirklich unnötig fand und wodurch ich Hiyori auch zu dem Zeitpunkt in der Story nicht wirklich leiden konnte. Auch dazu gleich mehr.


Neben diesem etwas übertriebenem Ikuya-Drama gab es gefühlt vor allem sehr viel Gequatsche der einzelnen Charaktere untereinander. Harus Freundesgruppe sitzt öfters mal zusammen, beim Iwatobi-Team wird fast nur über Haru und Makoto geredet oder über sonst irgendetwas, das Gleiche in etwa beim Samezuka-Team und auch bei Rin in Australien wird sehr viel mehr geredet als getan.
Irgendwie bringen das viele Charaktere nun einmal mit sich, das eben die Verbindungen der einzelnen Grüppchen durch übereinander reden hergestellt wird, aber hmpf. Hätte man besser lösen können, finde ich.
Jetzt bin ich gerade am Überlegen, was die Story denn sonst noch zu bieten hatte... Ja, es gab einige Wettschwimmen und das große Turnier am Ende, aber was war da denn sonst noch? Habe fast das Gefühl, dass ich ein bisschen was verdrängt habe, weil die Story entweder etwas übertrieben und nervig oder fast kaum vorhanden beziehungsweise durch all die Charaktere überfüllt war.
Hm, auf jeden Fall ist da noch die Sache mit Haru und Rins Schwimmkarriere, mit ihren Coaches und all das. Tatsächlich ist das fast eher etwas, das nebenbei läuft und nur in den letzten Folgen mehr thematisiert wird, was ich irgendwie schade finde. Insgesamt habe ich RinHaru Momente sehr vermisst in dieser dritten Staffel. Es gibt so etwa vier oder so, was in Hinblick darauf, dass die ersten beiden Staffeln die Beziehung der beiden in den Mittelpunkt gestellt haben, wirklich schade ist.
Wie geschrieben verstehe ich es von einem erzählerischen Standpunkt aus. Rin und Harus Geschichte wurde ja quasi bereits erzählt, die Konflikte zwischen den Beiden geklärt. Da noch irgendetwas rauszuquetschen, wäre jetzt auch sehr unsinnig gewesen. Und ich kann auch gerade am Ende der Staffel erkennen, in welche Richtung die Verbindung der Beiden gehen wird beziehungsweise insgesamt was da in Zukunft kommt.
Auf mich wirkt diese dritte Staffel sehr viel wie ein Übergang, der etwas sehr chaotisch ist und irgendwie mehr möchte als 12 Folgen tatsächlich leisten können und dadurch insgesamt sehr wenig leistet. Es gibt wundervolle Szenen und Momente und viele der neuen Charaktere mag ich echt sehr und bin sehr gespannt auf sie!
Vor allem das Ende hat für mich nochmal ein bisschen was rausgerissen, weil das Feeling da mich SEHR an Kuroko no Basuke erinnert hat und ♥ Ich denke, dass es 2020 weiter in diese Richtung gehen wird und wenn dann so eine gute Balance gefunden wird, wie das bei Kuroko no Basuke der Fall ist, wird es wundervoll werden! Am Ende gibt es da auch einen gewissen Satz, der mich sehr angefixt hat und wegen dem ich super aufgeregt bin, was 2020 betrifft! :D Das könnte noch alles sehr sehr gut werden!


Charaktere: Ich fange mal mit Ikuya an, der wirklich ein sehr süßer Charakter ist. Auch im Film mochte ich ihn schon sehr. (Wenn ich an sich vom Film kaum noch was weiß, weil ich irgendwie allgemein uninteressiert an dem Film war. xD) Und ja, er ist ein recht melodramatischer Charakter und irgendwie meiner Meinung nach eine Mischung aus Rin und Haru, was eigentlich eine sehr coole Mischung ist.
Was seine Probleme angeht und seine Beziehung mit Haru... Es ist aufgebauscht, aber eben vor allem durch Hiyori. Ikuya ist eben auch jemand, der viel mit sich selbst ausmacht und eher nicht so über seine Gefühle spricht. Hiyori ist bei diesem ganzen Drama sehr viel eher das Problem und derjenige, der aus allem eine große Sache macht.
Hiyori ist... ein ziemlich unsympathischer Charakter, zumindest kam er mir zunächst sehr stark so vor und ich weiß immer noch nicht, ob ich ihn jetzt mag oder nicht. Es wird ein bisschen was zu Ikuyas und seinem Hintergrund gezeigt, wie sie sich kennengelernt haben und was sie füreinander bedeuten und der Part ist echt niedlich. Nur Hiyoris Art ist... Es ist schon verständlich, so ist das nicht. Aber was er tut, ist einfach der falsche Weg und alles andere als hilfreich. Er ist sehr bestimmt, vor allem was Ikuya betrifft und tritt sehr besserwisserisch und irgendwo sogar bevormundend auf, was einfach nicht richtig ist.
Na ja, schaut es euch einfach selber an. Ich bin sehr froh, wie Haru, Makoto und Asahi darauf reagiert haben.
Aber genug davon. Es gibt nämlich etwas, was mich wirklich sehr gefreut hat: Dass Haru mehr Gefühle zeigt. Ich liebe seinen Charakter wirklich sehr dafür, wie schwer es ihm fällt, seine Gefühle auszudrücken, weil ich mich genau deshalb so sehr mit ihm identifizieren kann. Aber ich mag es auch sehr, wie er jetzt in der dritten Staffel etwas offener ist und sehr viel deutlicher wird, was er wann empfindet und wie ihn etwas mitnimmt und beschäftigt. Es zeigt so schön seine Charakterentwicklung. ♥ Er sagt nämlich auch, was er fühlt und schaut nicht einfach nur weg. Dementsprechend geht er auch mit Problemen und der Geschichte mit Ikuya ganz anders um.
Die dritte Staffel bekommt es in der Hinsicht ebenfalls sehr gut hin, zu zeigen, dass er da zwar bei einigem inzwischen offener ist und gut damit umgehen kann, zeigt aber gegen Ende auch nochmal, dass er manches noch immer nicht in Worte fassen kann und es ihm schwer fällt, sich mitzuteilen, wenn dabei ist, etwas zu verarbeiten.
Insgesamt würde ich sagen, dass er inzwischen einfach weiß, wie wichtig ihm seine Freunde sind und er ihnen und vor allem in diesem Fall Ikuya genau das zeigen will und sich da auch nicht zurückhält. Bei anderen Dingen aber, die mehr direkt mit ihm selbst und auch seiner Zukunft zu tun haben, ist das aber nochmal eine andere Geschichte. Ich finde es sehr schön, wie da differenziert wird und ach, einfach sehr gut gemacht. :D
Ahhhh, da gibt es auch so eine schöne MakoHaru-Szene, an die ich gerade denken muss. Ach ja.
Sousuke kommt übrigens eindeutig zu wenig vor! Aber auch da verspricht die Zukunft ja so einiges. ;D
Ansonsten... von vielen Charakteren gibt es einfach zu wenig zu sehen, um allzu viel über sie zu sagen. Auf mich wirken sie auf jeden Fall alle recht interessant, aber viele sind eindeutig als Charaktere am Rand konzipiert und einfach mehr oder weniger da, um da zu sein, wobei ich mir auch vorstellen kann, dass da vielleicht nochmal mehr kommen könnte, je nach dem wie die ganzen Charaktere eben gehandhabt werden.
Das Besondere sind die anderen starken Schwimmer, die am Ende noch in die Geschichte eingeführt werden und die mich SO verdammt neugierig machen! Vor allem auch in Hinblick auf diesen einen Satz und ahhhhhhh!


Fazit: Schwierig... Ich liebe Free! und allein deshalb mag ich auch diese dritte Staffel und bin einfach sehr froh, dass es sie gibt und ich meine Schwimm-Boys wiedersehen konnte. Aber die dritte Staffel hat eindeutig einiges an Schwächen – zu viele Charaktere, etwas sehr unsinniges Drama und keine wirklich feste Struktur. Vor allem mit den vielen Charakteren wirkt alles etwas überladen. Meinem Empfinden nach scheint diese Staffel eher eine Art Übergang zu dem zu sein, was dann 2020 kommen wird, quasi eine Vorbereitung auf die Zukunft, was ja auch vom Titel her Sinn macht. Es gibt einiges an sehr schönen Momenten und das Ende der Staffel macht sehr neugierig.
Wer Free! wirklich sehr mag und all die Charaktere mal wiedersehen möchte und sich nicht an den Schwächen stört, der sollte sich auch diese dritte Staffel anschauen, da ich echt das Gefühl habe, dass da in Zukunft noch echt einiges auf uns zukommt. Aber Staffel 1 und 2 sind in vielerlei Hinsicht sehr viel besser, das sollte man im Hinterkopf behalten und dementsprechend nicht zu viel erwarten und vielleicht versuchen, sich einfach auf das einzulassen, was eben da ist. Allein fürs Ende der Staffel lohnt sich das schon durchaus.


Dienstag, 16. Oktober 2018

Anime: Ao Haru Ride

Dear Anime.

Als jemand, der nur hin und wieder die Motivation aufbringt, (non-gay) Romance zu schauen, kann ich diesen Anime dennoch in jeglicher Hinsicht empfehlen! An dieser Stelle auch ein besonderes Dankeschön an meine beste Freundin, die die Geschichte sehr gerne mag und absolut recht damit hatte, dass ich sie auch mögen würde. :D

Genre: Comedy, Drama, Romance, School, Shoujo, Slice of Life
Länge: 12 Episoden je 23 Minuten
+ 2 OVA je 21 Minuten (Prologe + 13. Episode)
~ 14 Episoden, 318 Minuten
Jahr: 2014
Kurzbeschreibung: Futaba Yoshioka used to be an attractive and popular middle-schooler—well liked by the opposite sex, but ostracized by the girls. Nevertheless, she was able to brush all that off, because the only opinion that truly mattered to her was that of Kou Tanaka[…].
Now in high school, Futaba is not your typical adolescent girl. Determined to become a class favorite this time, she avoids all unwanted attention and, instead of acting cute and feminine, only stands out through her tomboyish behavior and disheveled look. But still, her world is soon turned upside down when the only boy she ever liked unexpectedly comes into her life once again—except he goes by the name of Kou Mabuchi now, and it is not his name alone that has gone through a sea change.

Gesamteindruck: Habe ich ja oben als Einleitung zu diesem Blogpost bereits ein bisschen beschrieben. Es ist definitiv ein sehr sehr guter Romance-Anime, auf so vielen Ebenen! Das ändert aber nichts daran, dass ich erwähnen sollte, dass ich mir ewig damit Zeit gelassen habe, die OVAs zu schauen, also damit auch die letzte Folge. Zuerst wusste ich nicht einmal, dass da noch eine Folge existiert, weil sie ja nicht bei den anderen 12 Folgen mit dabei war, sondern eben extra als OVA steht.
Immerhin das Anschauen der zwei OVAs ist bei mir noch ganz frisch, also ähm, ja. So ganz konkret erinnere ich mich an die 12 Folgen also nicht mehr, aber wie immer sehe ich das auch ein bisschen als Begünstigung dafür, dass ich wirklich das im Blogpost erwähne, was hängen geblieben ist.

Story: Manche würden vielleicht behaupten, dass es sich zieht und jein. Ich glaube, bei Romance ist das sowieso schwierig zu sagen, wann genau „etwas passiert“, da die Handlung eben auf einer ganz anderen Ebene stattfindet als zum Beispiel bei Action, logischerweise. Romance konzentriert sich sehr viel auf Gefühle, Gedanken und Stimmung und genau das macht Ao Haru Ride auf eine Weise richtig, wie ich das echt noch nicht oft erlebt habe.
Normalerweise bin ich selbst bei Romance-Anime, die ich wirklich gut finde, ein bisschen genervt davon, wie das Ganze aufgebaut ist und dass es oftmals so ein Hin und Her gibt oder Missverständnisse entstehen oder alles wird ständig aufgeschoben und so weiter und so fort. Die „eigentliche Handlung“ wird einfach immer weiter aufgeschoben und es passiert in dem Sinne nichts und das nervt. Bei Romance-Anime ist es sogar noch oftmals so, dass selbst wenn dann endlich etwas passiert, nicht wirklich was passiert und das ist einfach frustrierend.
Ob dieses Konzept an sich bei Ao Haru Ride existiert, da lässt sich sicher drüber streiten, aber selbst wenn, ist es dennoch so gut gemacht und ausbalanciert, dass ich es nicht als störend oder frustrierend empfunden habe. (Außer vielleicht bei der 13. Folge. Die war... na ja.)
Nichtsdestotrotz besteht der Anime natürlich größtenteils aus Schulalltag, Unternehmungen mit Freunden und dieser ganze Kram. So ist das eben bei Slice of Life Anime, deren Charaktere auf die gleiche Schule gehen. Trotzdem hatte ich bei dem Anime nicht das Gefühl, dass sich allzu viel unsinnig wiederholt oder ähnliches.
Ich mag es sehr, wie die Freundschaften der Protagonistin aufgebaut sind und wie die Mädchen miteinander umgehen. Auch wenn die eine Freundin zeitweise etwas sehr nervig ist, sind sie doch alle sehr süß miteinander und es hat mir unfassbar gut gefallen, wie sie Konflikte lösen und wie Probleme eben nicht, wie so oft, zu einem großen Drama aufgebauscht werden, weil irgendwer aus irgendwelchen Gründen nicht erzählt, was eigentlich Sache ist. Das fand ich sehr erfrischend und sollte definitiv öfters so gehandhabt werden.
Was den Romance-Part an sich betrifft, gibt es von mir ganz ganz viele Herzchen! Es ist einfach so gut gemacht! Und es trifft mein Herz dazu auch noch genau an dem richtigen Punkt. Ich würde sagen, dass es eine sehr unaufgeregte Liebesgeschichte ist, die nicht durch die allerheftigsten, überdramatisierten Momente glänzt, sondern eben durch eine gewisse Ruhe und eine ganz bestimmte Harmonie zwischen den Beiden.
Ich liebe liebe liebe es, wie sich die Beziehung von Futaba und Kou entwickelt! Gerade weil es so langsam passiert und trotzdem so deutlich ist, wie sie sich näher kommen und immer vertrauter miteinander werden. ♥
Was dann natürlich ziemlich nervig ist, sind die Hürden, die sich den Beiden ganz selbstverständlich in den Weg stellen. Richtig anstrengend und zum Augen verdrehen bringend wird es, wenn die Hürden einem einfach unsinnig erscheinen und super klischeehaft sind. Davon hat Ao Haru Ride aber tatsächlich gar nicht so viel zu bieten. Das Einzige, was wirklich nervig ist, ist die eine Freundin von Futaba, die ich auch als Charakter am allerwenigsten in dem Anime leiden kann. Ansonsten ist die „eine große Hürde“ tatsächlich das Näherkommen von Futaba und Kou, beziehungsweise das, was Kou eben verändert hat, worauf ich jetzt natürlich nicht weiter eingehe.
Ich erwähne es nur, um betonen zu können, wie sehr ich es mag, wie Futaba damit umgeht und auf der einen Seite zwar nicht locker lässt, Kou aber auch jede Menge Zeit lässt. Klar ist sie auch teilweise verunsichert und verwirrt und all das, aber die Dynamik der Beiden ist einfach wunderschön.

Charaktere: Jetzt habe ich bereits im Zuge der Story schon so viel zu den Charakteren geschrieben, dass ich gar nicht mehr weiß, was hier genau hin soll. :'D
Was ich noch nicht erwähnt habe, ist Futaba als Charakter. Ganz viel Liebe an sie! Im Gegensatz zu sehr vielen anderen weiblichen Charaktere ist sie wirklich sehr angenehm und kein bisschen nervig. Ihre Reaktionen, Gedanken und Gefühle kamen mir an keiner Stelle irgendwie übertrieben vor und wie bereits beschrieben geht sie mit Kou wirklich sehr geduldig um, was ich so unendlich schön finde.
Fehlerfrei ist sie natürlich nicht, was ich auch sehr wichtig finde aufzuzeigen und was sehr gut dargestellt ist in diesem Anime. Besonders zu Anfang hat sie sehr damit zu kämpfen, wie sie von anderen wahrgenommen wird und versucht, jemand zu sein, der sie nicht ist, um nicht wieder in der gleichen Situation zu landen, in der sie in der Mittelstufe war. Ich liebe es, wie sie sich anhand dessen als Charakter weiterentwickelt und sich selbst zu akzeptieren lernt. Auch eine sehr schöne Message. ♥
Kou gefällt mir auch sehr sehr gut als Charakter. Er hat zwar etwas mysteriös-geheimnisvolles, aber ohne dass es übertrieben wirkt oder er dadurch etwas unmenschliches bekommt. Er ist sehr zurückhaltend und isoliert sich und es wird deutlich, dass er mit vielem nicht gut klarkommt. Ich will da jetzt natürlich nicht spoilern, deswegen bleibe ich da wage.
Natürlich ist es ein bisschen klischeehaft von wegen „dramatische Vergangenheit“ und so, aber ich finde, es ist wirklich sehr gut dargestellt und der Fokus liegt eben darauf, wie vor allem Futaba damit umgeht und wie es den Umgang der Beiden miteinander beeinflusst, was es vor allem mit Kou macht.
[Spoiler!] An dieser Stelle ist auch noch wichtig, dass im Anime nicht sehr viel zwischen Futaba und Kou passiert, wenn man das so sagen kann. Natürlich passiert schon etwas und es gibt wirklich sehr sehr schöne Momente. Aber auf der direkteren, romantischen Ebene gibt es nicht sonderlich viel, was für mich sogar genau das ist, was den Anime und diese Liebesgeschichte ausmacht. [Spoiler Ende!]
Das Zusammensein und Näherkommen der Beiden hat etwas wirklich sehr angenehmes und fast mehr freundschaftliches. Zumindest ist sehr deutlich, dass sie zunächst eine Freundschaft aufbauen und es eben absolut nicht nur darum geht zusammenzukommen und dass sie aufeinander stehen. Diese Elemente sind natürlich auch vorhanden und sind bei vielem auch der Auslöser und stehen dann und wann im Mittelpunkt, aber ich finde es sehr schön, dass Futaba Kou eigentlich vor allem näher kennenlernen und für ihn da sein möchte. Als Grundlage für eine Lovestory gefällt mir das sehr gut.

Fazit: Wer mal eine Lovestory sehen möchte, die sich wirklich auf die Gefühle und das Näherkommen der Charaktere konzentriert und nicht aus allem gleich ein riesig großes Drama macht, sondern im Großen und Ganzen den Fokus auf die Entwicklung von Vertrauen der Charaktere zueinander legt, ist bei Ao Haru Ride definitiv an der richtigen Adresse! Neben dem typischen Slice of Life und High School Zeug gibt es viele, süße Momente zwischen Futaba und Kou, die alle sehr angenehm ruhig sind und auch meist etwas amüsantes haben. Der Anime geht mit sehr vielen Story-Elementen, die in anderen Geschichten oft aufgebauscht werden, richtig gut um und stellt die Entwicklung der Charaktere und ihre Beziehungen zueinander in den Vordergrund, was sehr schön gemacht und angenehm mitzuverfolgen ist.

Samstag, 11. August 2018

Anime: Baccano!

Dear Anime.


Wie lange ich diesen Anime schon schauen wollte! Und jetzt habe ich es endlich getan und es ist alles, was ich wollte und noch so viel mehr!

Genre: Action, Adventure
Länge: 16 Episoden je 25 Minuten
~ 16 Episoden, 400 Minuten
Jahr: 2007-2008
Kurzbeschreibung: During the early 1930s in Chicago, the transcontinental train, Flying Pussyfoot, is starting its legendary journey that will leave a trail of blood all over the country. At the same time in New York, the ambitious scientist Szilard and his unwilling aide Ennis are looking for missing bottles of the immortality elixir. In addition, a war between the mafia groups is getting worse. On board the Advena Avis, in 1711, alchemists are about to learn the price of immortality.

Gesamteindruck: Ach ach, gaaaaaanz viel Liebe an diesen Anime! Ich war so am Lächeln bei den letzten Folgen und ach. <3 Mich erinnert der Anime auf so viele Weisen an Durarara, was keine Überraschung ist, da es vom gleichen Creator kommt, aber ja, ich liebe einfach die Stimmung in diesen beiden Anime und es ist so wundervoll, dass ich mit Baccano wieder in diese Stimmung eintauchen konnte und jetzt auch noch Durarara beziehungsweise Izaya Feels habe. :D

Story: Ich will alles an diesem Anime, einfach nur herzen. Und ich herze auch den Aspekt, den ich jetzt erwähnen werde, aber ich kann auch verstehen, dass es manchen deswegen eher nicht gefällt – die Erzählweise ist etwas sehr durcheinander und es wird sehr viel in verschiedenen Zeiten und zwischen einzelnen Handlungssträngen hin und her gesprungen, wie es ja auch bei Durarara der Fall ist. (Ja, ich weiß, Baccano kam vor Durarara, aber meine Schau-Reihenfolge ist halt andersrum.)
Dieses Rumgespringe kann ziemlich verwirrend sein, vor allem wenn man zwischendurch länger nicht weiterschaut, was auch ich getan habe, aber da ich den Anime total mag und mir dementsprechend auch vieles sehr gut merken konnte, habe ich eigentlich recht schnell wieder reingefunden und auch nicht die Motivation weiter zu schauen verloren.
Überhaupt war die ganze Zeit über so viel Spannung und ich war so neugierig auf all die Charaktere, dass ich diese Motivation an sich gar nicht verlieren konnte, auch wenn ich zwischendurch nicht weitergeschaut habe. Die Motivation an sich war immer da, weil ich so gespannt war.
Und ahhh, ich wurde wirklich nicht das kleinste Bisschen enttäuscht! Die Charaktere, ihre Geschichten, die große ganze Geschichte, die sich mit der Zeit entfaltet, und wie das alles zusammenhängt und nach und nach aufgeklärt wird, ist so gut und so zufriedenstellend und ah. <3
Ein paar Dinge bleiben zwar offen, aber das ist auch zum Teil der Geschichte selbst geschuldet und ich mag es sehr, wie mit dieser Offenheit am Ende umgegangen wird, allgemein wie die Geschichte am Anfang und am Ende eingerahmt wird. Es ist so perfekt! Ich kann es nicht anders beschreiben.
Von der Spannung hatte ich ja schon erzählt und auch die Action kommt absolut nicht zu kurz und hat mir sehr gut gefallen. Ich mag es einfach, wie over the top es teilweise ist, was man ja von Anime gewohnt ist.
Was ich auch sehr cool an Baccano und Durarara finde, ist wie das Fantastische in das Reale eingearbeitet wird. Bei Durarara ist es besonders zu Anfang noch mehr eher unterschwellig, aber Baccano geht definitiv in die gleiche Richtung und ich wusste absolut nicht, dass Unsterbliche Teil der Geschichte sind, was nicht wirklich ein Spoiler ist, deshalb erwähne ich es. In der Kurzbeschreibung steht ja auch drin, dass Unsterblichkeit mit der Hauptpunkt der Geschichte ist und es dreht sich sehr vieles darum. Letztendlich ist es das, was alles verbindet und was einen die ganze Zeit über so schön rätseln lässt.
Und ach, Unsterblichkeit ist so ein tolles Thema, zu dem ich auch selber eine gewisse Idee habe und ah, in der Hinsicht hat der Anime so sehr meine Erwartungen übertroffen.

Charaktere: So verdammt interessant! Alle! Und ich meine wirklich alle. Okay, es gibt ein paar wirklich sehr nebencharakterliche Charaktere, die kaum Bedeutung haben, aber alle anderen, die auch eine größere Rolle in der Geschichte spielen, wirken so unendlich interessant und so verschieden und so besonders und einzigartig, was ja auch bei Durarara ein Ding ist.
Ich mag auch wirklich dieses ganze Gang- und Mafia-Ding, das hat einfach einen gewissen Reiz und der Anime bekommt es auch wirklich gut hin, die Grenzen zwischen Gut oder Schlecht oder was eigentlich genau Gut und Schlecht ist, verwischen zu lassen, was ich immer sehr cool finde.
Mehr zu einzelnen Charakteren zu schreiben, würde wahrscheinlich ziemlich ausarten, da es so viele gibt und sie alle so interessant sind, aber ich nenne zumindest mal ein paar meiner liebsten Charaktere: Firo, ''Rail Tracer'', Czeslaw, Huey, Chane, Graham.

Fazit: Ein wirklich wirklich guter Anime mit viel Spannung, Action, Unsterblichen, sehr interessanten Charakteren und dieser gewissen Stimmung, die ich schon bei Durarara sehr mochte. Es gibt verschiedene Handlungsstränge und viele Zeitsprünge, was ich persönlich total cool finde, aber auch ziemlich verwirrend sein kann.
Von mir definitiv eine klare Schau-Empfehlung! Wer Action mag und auch Durarara mochte, wird auch diesen Anime mögen.