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Dienstag, 26. Februar 2019

Anime: Dakaretai Otoko 1-i ni Odosarete Imasu.

Dear Anime.


So ein guter Boys Love Anime! ♥

Genre: Shounen Ai bis Yaoi, Comedy, Drama, Romance
Länge: 13 Episoden je 23 Minuten (Staffel 1)
Jahr: 2018
Kurzbeschreibung: Saijou Takato's five year reign as the "Most Huggable No. 1" has been snatched. Stealing his thunder is the newbie actor with a three-year debut, Azumaya! Toward the stuffy hostile Takato, Azumaya's sincere sparkling smile starts to become effective. Even as Takato sets his alert level on MAX, Azumaya catches Takato in his shameful drunken state and uses it to blackmail him! In exchange for Azumaya's silence, Azumaya states, "Please let me hold you...?! Embrace me, who was the Most Huggable No.1?" What the heck is he saying?! This series also includes a large quantity of other high suspense erotic stories.

Gesamteindruck: Ich hab's ja oben schon verraten. ;D Und ich hatte es echt nicht erwartet! Zeigt mal wieder so schön, wie gut es sein kann, mit keinen oder niedrigen Erwartungen an eine Geschichte heranzugehen. Ich find's immer wieder spannend, wie sehr sowas meine Freude an einer Geschichte beeinflussen kann. In diesem Fall war dieser Einfluss sehr sehr positiv. :D

Story: Nicht gerade wenig hat meine positive Überraschung bei diesem Anime damit zu tun, dass Shounen Ai als Genre angegeben war und eben nicht Yaoi, obwohl es ganz eindeutig mehr in Richtung Yaoi geht. Shounen Ai sind nämlich häufig auch nur eher angedeutete Elemente und der Fokus solcher Anime liegt dann oft nicht auf der Beziehung, das wird nur hin und wieder mal eingestreut oder es gibt vielleicht einen Kuss, manchmal geht es dann auch schon fast eher in Richtung Queerbaiting, aber na ja, das Fass will ich jetzt mal gerade nicht unbedingt aufmachen.
Auf jeden Fall geht es bei diesem Anime hier tatsächlich um die Beziehung und zwar tatsächlich bis ganz zum Ende nur um eine einzige Beziehung, was ich bei Boys Love Stories jetzt auch spontan mal als etwas eher selteneres ansehen würde, zumindest wenn es sich um einen Anime mit dieser Anzahl von Folgen handelt.
Light Spoiler Ein anderes Paar wird noch ganz am Ende im Ansatz eingeführt. Light Spoiler Ende
Wie in der Kurzbeschreibung bereits erwähnt wird, sind die zwei Hauptcharaktere Stars und zwar Schauspiel-Stars. Dieses Setting finde ich wirklich sehr sehr interessant und wirklich gut umgesetzt! Es ist toll in die Story und die Charaktere eingearbeitet und spielt auch tatsächlich die meiste Zeit über eine sehr wichtige Rolle. Heißt also: Auch wenn die Beziehung eindeutig im Vordergrund steht, nimmt das Schauspielen und auch das Star sein ebenso seinen Raum ein, was ich sehr gut finde.
Auch die Art, wie die Charaktere aufgebaut sind und nach und nach den Zuschauenden nähergebracht werden, finde ich sehr gut gemacht und gerade die Charakter- und Beziehungsentwicklung ist toll mitzubeobachten. ♥
Am Anfang war ich ein bisschen irritiert von der Art, wie die Schatten, besonders auf den Charakteren, dargestellt sind, aber über alles andere habe ich das mit der Zeit vergessen und mich auch dran gewöhnt.
Wie die Handlung voranschreitet und die Probleme sich mit der Zeit wandeln, finde ich auch gut gehandhabt, gerade auch was typische Plot-Tropes betrifft, die ich oftmals schon ziemlich nervig finde und wo ich mir oft zumindest eine etwas andere Umsetzung wünsche. Dakaretai geht mit diesen Tropes, meiner Meinung nach, echt gut um. Sie sind zwar trotzdem vorhanden, aber mir persönlich kamen sie wenig nervig vor, sondern eher tatsächlich relevant für die Charaktere, deren Beziehung und auch das Setting der Story.

Charaktere (Mild Spoilers!): Ich gebe mal gleich direkt zu – ich liebe den Hauptcharakter sehr! :D Takato ist einfach Liebe. ♥ Ich mag seine mies gelaunte, genervte Art und auch das genaue Gegenteil davon. Ich mag seine schwarzen Haare und ach, einfach die Art, wie er sich verhält und ach. Eben ein Charakter genau nach meinem Geschmack. ;D
Dabei habe ich sonst eigentlich gar nicht unbedingt so starke Gefühle für den Uke? Würde ich jetzt mal behaupten, so beim drüber nachdenken bin ich mir da doch wieder eher unsicher, weil ich auch nicht sagen würde, dass ich die Seme-Charaktere oftmals mehr mag als die Uke-Charaktere. So ganz stimmt das also gar nicht. Aber gut, Takatos Charakterkonzept ist einfach etwas, was mir sehr gut gefällt – dieses mies Gelaunte, schon fast Kalte und Berechnende und im Kontrast dazu dann doch das weiche Herz, aufgrund dessen der Charakter schwach wird und ach, ich mag das. :'D
Azumaya ist dagegen eigentlich eher ein Charaktermodel, was ich nicht so mag und zeitweise als sehr nervig empfinden kann. In diesem Fall war das aber wenn höchstens sehr schwach. Die eher nervigen Verhaltensweisen und so waren zwar da, waren mir aber nicht zu aufdringlich, sondern noch im Rahmen. Und ich mag seine... ich nenne es mal 'wütende' Art. Wie angespannt und schon fast aggressiv er werden kann. Das hat irgendwie was. ;D Vor allem in Kombination damit, dass er sonst ein sanfter Charakter ist.
Was auch beide definitiv haben, ist Tiefe und ahhh, es ist so schön, dass endlich mal wieder in einem längeren Anime erleben zu können! (Wow, jetzt habe ich gerade ein sehr starkes Bedürfnis danach, Sekaiichi Hatsukoi mal wieder zu schauen. xD) Also die Charaktere wirken auf jeden Fall kein bisschen flach, was sehr schön ist. Selbst der eine Charakter, der eher gegen Ende eingeführt wird, hat Tiefe, obwohl er nicht viele Szenen hat (Spoiler!) und erst sehr spät überhaupt eröffnet wird, dass auch bei ihm die Beziehung zu einem anderen Mann ein Ding ist. (Spoiler Ende!)
Es gibt dann da noch ein paar Nebencharaktere, die ich teilweise schon eher als nervig empfunden habe. In einer Folge sogar sehr extrem. (Strandfolge... Ach ja...) Ansonsten ist zumindest der eine ziemlich gut in die Story eingearbeitet und ich finde ihn auch irgendwo interessant. Der andere Nebencharakter kommt mir eher allerdings ein bisschen sehr sinnlos und höchstens hier und dort mal ein klein wenig plotserving vor. Kann aber gut sein, dass er im Manga vielleicht eine größere Rolle spielt oder aber, dass er und eventuell auch der andere benannte, auch noch ein Paar bilden könnten oder einer von ihnen beiden oder beide irgendwie auch noch Teil eines Paares werden. (Also im Manga oder dann eben in einer eventuellen zweiten Staffel.)

Fazit: Ein wirklich toller Boys Love Anime, den ich nur jedem empfehlen kann, der sowas mag. Die Charaktere, vor allem der Hauptcharakter, sind toll und das Setting in der Welt der Schauspieler ebenso. Die bekannten Plot-Tropes sind meines Empfinden nach nicht nervig, sondern sogar sehr gut und sinnvoll umgesetzt. Ich würde sogar soweit gehen, zu sagen, dass es auch innerhalb des Plots und der Art wie die Charaktere reagieren und sich verhalten, nochmal einiges an schönen Überraschungen gibt. Ich hatte sehr viel Spaß beim Schauen und habe mich sehr gefreut, endlich mal wieder diesen wirklich guten und auch erwachseneren Boys Love Anime zu schauen.


Freitag, 18. Januar 2019

Anime: Wotaku ni Koi wa Muzukashii (Wotakoi)

Dear Anime.


Wotakoi ist hier die sehr viel eher benutzte, abgekürzte Form, des doch sehr langen Titels, der übersetzt ins Deutsche nichts anderes heißt als „Liebe ist schwer für Otaku“. Daraus lässt sich ja bereits ableiten, worum es in etwa geht und ich finde es sehr cool, sowas mal zur Haupthandlung in einem Anime zu machen.

Genre: Slice of Life, Comedy, Romance
Länge: 11 Episoden je 22 Minuten (Staffel 1)
Jahr: 2018
Kurzbeschreibung: After discovering that they work at the same company, a gaming crazed otaku and a fujoshi reunite for the first time since middle school. After some post-work drinking sessions they begin dating, but will it be a perfect relationship for the two of them?

Gesamteindruck: Nicht nur die Thematik, also das Otaku sein, ist toll an diesem Anime, sondern auch alles andere! Also die Charaktere, wie sie und ihr Otaku sein dargestellt wird, auch wie unterschiedlich Otakus untereinander sind, was es quasi für verschiedene Arten geben kann und insgesamt die gute Darstellung und Thematisierung von Otakus an sich. All das macht der Anime wirklich sehr sehr gut, was natürlich nicht heißt, dass er nicht auch ein paar Mängel hat, aber insgesamt ist Wotakoi ein sehr guter Anime.

Story (Mild Spoilers): Tatsächlich ist genau die Story der Knackpunkt. Es ist nicht so, dass die Story an sich schlecht wäre, aber... na ja. Vielleicht ist das so ein Slice of Life Ding, aber ich glaube, da gibt es auch viele Anime in die Richtung, die das sehr viel besser machen. Auf jeden Fall kommt die Story nicht wirklich voran, was ich sehr schade finde.
Die einzelnen Episoden handeln quasi immer von einzelnen Ereignissen im Leben der Otakus, was an sich auch völlig okay ist und im gewissen Sinne auch ziemlich realistisch, auch sind diese einzelnen Folgen und Ereignisse eigentlich immer total schön und angenehm zu schauen, aber ich hätte mir hier und da doch mehr einen roten Faden gewünscht, der ja auch in der Liebesgeschichte angelegt ist. Nur ist das Rot dieses Fadens irgendwie halt sehr blass und nicht besonders dick, was heißen soll, dass einfach kaum etwas zwischen dem Hauptliebespaar passiert.

Irgendwo kann ich verstehen, dass es halt mit Teil von ihrer Art von Beziehung ist und auch auf Charakterzüge zurückzuführen ist, aber uff, es zieht sich trotzdem arg. Vor allem da es sich auch um erwachsene Charaktere handelt, die (soweit ich mich gerade erinnere) beide schon in Beziehungen vorher gewesen sind, könnte man schon einiges mehr an Interaktion speziell zwischen den beiden Charakteren erwarten, sodass es eben nicht die meiste Zeit auf einer freundschaftlichen Ebene ist, obwohl sie einander längst daten.
Nicht falsch verstehen, ich mag ja Slow Burn und es muss ja auch nicht immer gleich zur Sache gehen, das entspricht den Charakteren auch nicht, aber nach den 11 Folgen sollte schon mal ein bisschen mehr passiert sein! Das ist immer so super frustrierend in Romance Anime... Wohl mit einer der Gründe, warum ich Boys Love oft sehr viel lieber mag. Da passiert zumindest auch mal was zwischen den Charakteren.
Ansonsten gefällt mir die Dynamik aller Charaktere sehr sehr gut. Vor allem auch das dritte Pärchen, das gegen Ende eingeführt wird. Aber auch die anderen Beiden, also das Hauptpärchen und ihre zwei Arbeitskollegen, gefallen mir echt sehr gut zusammen. Ich mag es, wie die Charaktere zwar schon an gewisse Klischees angelehnt sind, aber trotzdem nicht wie eine Verkörperung dieser Klischees wirken, sondern noch dazu ihre Eigenarten haben und dadurch komplett individuell wirken.
Auch sind sie alle charakterlich interessant, nicht nur was ihren Charakter selbst betrifft, sondern auch wie dieser sich zeigt und mit anderem zusammenwirkt. Gerade auch den Austausch zwischen den Charakteren und ihrem jeweiligen 'Nerdgebiet' finde ich sehr sehr cool und zeigt so eine richtige schöne Art, die Otaku oder allgemein Nerd sein mit sich bringt – dass man untereinander oft neugierig ist, einander gespannt zuhört und verstehen kann, wie jemand leidenschaftlich über sein Hobby spricht.
In der Hinsicht, auch gerade dass die Vier eben durch die Arbeit viel miteinander zu tun haben, finde ich, dass der Begriff Otaku in ein sehr viel positiveres Licht gerückt wird. Ich studiere Japanologie und habe darüber und auch so mitbekommen, dass die Bezeichnung Otaku eigentlich eher oft, gerade von Japanern, aus eine Art Schimpfwort benutzt wird und insgesamt sehr negativ angesehen wird, quasi ein bisschen das Äquivalent zu Weeb. Ich habe den Begriff sehr lange nur positiv gesehen, weil das in Deutschland eben anders wahrgenommen wird, ist zumindest mein Empfinden, und für mich war es eben ein positiver Begriff und ich habe ihn positiv benutzt, da ich fand, dass er mein Anime&Manga-Nerdsein am besten beschrieben hat. (Wie ihr seht ist die Beschreibung sonst sehr lang und da fehlt ja noch sowas wie Cosplay, die Musik u. ä.)
Was auch sehr sehr cool finde, ist dass es um erwachsene Figuren und deren Leben geht, was auch noch einmal zeigt, dass eben nicht nur Teenager Otakus sind/sein können, sondern auch gewöhnliche Erwachsene, die ganz normal ihrem Job nachgeben und eben einfach bestimmte Hobbys und Interessen haben. Das ist auch eine sehr gute Message.
In dem Sinne fühle ich mich dem Ganzen natürlich auch persönlich verbunden. Schon allein dadurch, dass es um Otakus geht und auch des öfteren um das Fan sein von Boys Love, und eben auch, weil ich doch bereits als erwachsen gelte, obwohl ich mich selber eher nicht so fühle. So oder so ist es dadurch ein Anime, der einfach auch die Lebensrealität von vielen in der Szene anspricht und das ist einfach sehr cool.

Charaktere: Einiges habe ich ja bereits erwähnt. Dass sie alle Nerds beziehungsweise Otakus sind, ist ja sowieso klar, wobei sie eben nicht das sind, was man sich klischeehaft darunter vorstellen mag und ich kann es nur wieder und wieder erwähnen: Es ist so erfrischend! Auch was für andere Seiten die Charaktere zusätzlich zu ihrem Nerd-Sein haben, wie unterschiedlich sie sind, was für unterschiedliche Dinge sie mögen.
Darüber hinaus mag ich die Charaktere an und für sich auch total. Mit allem, was sie sind. Wobei auch gerade dazu beiträgt, dass sie eben so unterschiedlich sind, doch nichtsdestotrotz große Gemeinsamkeiten haben, die sie verbinden und wodurch sie sich einfach auf dieser Interessenebene sehr vertraut sind und sich darüber besser kennenlernen können.

Mit dem Klischee, dass Nerds ja keine Beziehungen führen (können), wird dann auch noch gleich sehr schön aufgeräumt, fällt mir gerade auf. Die Beziehungen selbst und die Dynamiken in diesen finde ich auch sehr sehr cool.
Ich könnte jetzt auch noch die einzelnen Charaktere genauer beschreiben, aber ich glaube, ihr Reiz wird am deutlichsten, wenn man sich den Anime anschaut und selber mitbekommt, wie die Charaktere so drauf sind, reagieren, handeln und so weiter. Mir hat das auf jeden Fall sehr gut gefallen und ich mag die Charaktere alle echt gerne.
Außer vielleicht den kleinen Bruder von Hirotaka, dem männlichen Hauptcharakter. Der ist mir ein bisschen zu sehr... ein teuer, naiver unschuldiger Hund, falls das Sinn macht. Aber gut, der Anime dreht sich ja doch größtenteils um die anderen vier Charaktere. Wobei tatsächlich der Charakter, der mich am meisten interessiert, am wenigsten vorkommt und zwar [!Spoiler!] das Mädchen, das für einen Jungen gehalten wird. Von ihr würde ich gerne sehr viel mehr sehen und ja, es ist schon süß, dass besagter jüngerer Bruder nicht bemerkt, dass sie ein Mädchen ist. (Wobei er das vielleicht schon tut und es ihm einfach völlig egal ist? Auch möglich!) Also hm, entweder kommt eventuell eine weiter Staffel oder ich muss irgendwann mal den Manga lesen. ;D [!Spoiler Ende!]

Fazit: Es ist schade, dass der Anime mehr Slice of Life als Romance ist, aber umso mehr gefällt es mir, dass es um erwachsene, arbeitende Otakus geht, was einfach eine sehr ansprechende Handlung für Anime-Fans ist. Dazu sind die Charaktere echt toll und eben keine wandelnden Klischees, sind alle auf unterschiedliche Art Nerds und eben auch mehr als Nerds – Arbeitende, Verliebte, Freunde, Interessenteilende und so weiter. Ein wirklich angenehm zu schauender Anime, bei dem ich sehr viel Spaß hatte.

Dienstag, 16. Oktober 2018

Anime: Ao Haru Ride

Dear Anime.

Als jemand, der nur hin und wieder die Motivation aufbringt, (non-gay) Romance zu schauen, kann ich diesen Anime dennoch in jeglicher Hinsicht empfehlen! An dieser Stelle auch ein besonderes Dankeschön an meine beste Freundin, die die Geschichte sehr gerne mag und absolut recht damit hatte, dass ich sie auch mögen würde. :D

Genre: Comedy, Drama, Romance, School, Shoujo, Slice of Life
Länge: 12 Episoden je 23 Minuten
+ 2 OVA je 21 Minuten (Prologe + 13. Episode)
~ 14 Episoden, 318 Minuten
Jahr: 2014
Kurzbeschreibung: Futaba Yoshioka used to be an attractive and popular middle-schooler—well liked by the opposite sex, but ostracized by the girls. Nevertheless, she was able to brush all that off, because the only opinion that truly mattered to her was that of Kou Tanaka[…].
Now in high school, Futaba is not your typical adolescent girl. Determined to become a class favorite this time, she avoids all unwanted attention and, instead of acting cute and feminine, only stands out through her tomboyish behavior and disheveled look. But still, her world is soon turned upside down when the only boy she ever liked unexpectedly comes into her life once again—except he goes by the name of Kou Mabuchi now, and it is not his name alone that has gone through a sea change.

Gesamteindruck: Habe ich ja oben als Einleitung zu diesem Blogpost bereits ein bisschen beschrieben. Es ist definitiv ein sehr sehr guter Romance-Anime, auf so vielen Ebenen! Das ändert aber nichts daran, dass ich erwähnen sollte, dass ich mir ewig damit Zeit gelassen habe, die OVAs zu schauen, also damit auch die letzte Folge. Zuerst wusste ich nicht einmal, dass da noch eine Folge existiert, weil sie ja nicht bei den anderen 12 Folgen mit dabei war, sondern eben extra als OVA steht.
Immerhin das Anschauen der zwei OVAs ist bei mir noch ganz frisch, also ähm, ja. So ganz konkret erinnere ich mich an die 12 Folgen also nicht mehr, aber wie immer sehe ich das auch ein bisschen als Begünstigung dafür, dass ich wirklich das im Blogpost erwähne, was hängen geblieben ist.

Story: Manche würden vielleicht behaupten, dass es sich zieht und jein. Ich glaube, bei Romance ist das sowieso schwierig zu sagen, wann genau „etwas passiert“, da die Handlung eben auf einer ganz anderen Ebene stattfindet als zum Beispiel bei Action, logischerweise. Romance konzentriert sich sehr viel auf Gefühle, Gedanken und Stimmung und genau das macht Ao Haru Ride auf eine Weise richtig, wie ich das echt noch nicht oft erlebt habe.
Normalerweise bin ich selbst bei Romance-Anime, die ich wirklich gut finde, ein bisschen genervt davon, wie das Ganze aufgebaut ist und dass es oftmals so ein Hin und Her gibt oder Missverständnisse entstehen oder alles wird ständig aufgeschoben und so weiter und so fort. Die „eigentliche Handlung“ wird einfach immer weiter aufgeschoben und es passiert in dem Sinne nichts und das nervt. Bei Romance-Anime ist es sogar noch oftmals so, dass selbst wenn dann endlich etwas passiert, nicht wirklich was passiert und das ist einfach frustrierend.
Ob dieses Konzept an sich bei Ao Haru Ride existiert, da lässt sich sicher drüber streiten, aber selbst wenn, ist es dennoch so gut gemacht und ausbalanciert, dass ich es nicht als störend oder frustrierend empfunden habe. (Außer vielleicht bei der 13. Folge. Die war... na ja.)
Nichtsdestotrotz besteht der Anime natürlich größtenteils aus Schulalltag, Unternehmungen mit Freunden und dieser ganze Kram. So ist das eben bei Slice of Life Anime, deren Charaktere auf die gleiche Schule gehen. Trotzdem hatte ich bei dem Anime nicht das Gefühl, dass sich allzu viel unsinnig wiederholt oder ähnliches.
Ich mag es sehr, wie die Freundschaften der Protagonistin aufgebaut sind und wie die Mädchen miteinander umgehen. Auch wenn die eine Freundin zeitweise etwas sehr nervig ist, sind sie doch alle sehr süß miteinander und es hat mir unfassbar gut gefallen, wie sie Konflikte lösen und wie Probleme eben nicht, wie so oft, zu einem großen Drama aufgebauscht werden, weil irgendwer aus irgendwelchen Gründen nicht erzählt, was eigentlich Sache ist. Das fand ich sehr erfrischend und sollte definitiv öfters so gehandhabt werden.
Was den Romance-Part an sich betrifft, gibt es von mir ganz ganz viele Herzchen! Es ist einfach so gut gemacht! Und es trifft mein Herz dazu auch noch genau an dem richtigen Punkt. Ich würde sagen, dass es eine sehr unaufgeregte Liebesgeschichte ist, die nicht durch die allerheftigsten, überdramatisierten Momente glänzt, sondern eben durch eine gewisse Ruhe und eine ganz bestimmte Harmonie zwischen den Beiden.
Ich liebe liebe liebe es, wie sich die Beziehung von Futaba und Kou entwickelt! Gerade weil es so langsam passiert und trotzdem so deutlich ist, wie sie sich näher kommen und immer vertrauter miteinander werden. ♥
Was dann natürlich ziemlich nervig ist, sind die Hürden, die sich den Beiden ganz selbstverständlich in den Weg stellen. Richtig anstrengend und zum Augen verdrehen bringend wird es, wenn die Hürden einem einfach unsinnig erscheinen und super klischeehaft sind. Davon hat Ao Haru Ride aber tatsächlich gar nicht so viel zu bieten. Das Einzige, was wirklich nervig ist, ist die eine Freundin von Futaba, die ich auch als Charakter am allerwenigsten in dem Anime leiden kann. Ansonsten ist die „eine große Hürde“ tatsächlich das Näherkommen von Futaba und Kou, beziehungsweise das, was Kou eben verändert hat, worauf ich jetzt natürlich nicht weiter eingehe.
Ich erwähne es nur, um betonen zu können, wie sehr ich es mag, wie Futaba damit umgeht und auf der einen Seite zwar nicht locker lässt, Kou aber auch jede Menge Zeit lässt. Klar ist sie auch teilweise verunsichert und verwirrt und all das, aber die Dynamik der Beiden ist einfach wunderschön.

Charaktere: Jetzt habe ich bereits im Zuge der Story schon so viel zu den Charakteren geschrieben, dass ich gar nicht mehr weiß, was hier genau hin soll. :'D
Was ich noch nicht erwähnt habe, ist Futaba als Charakter. Ganz viel Liebe an sie! Im Gegensatz zu sehr vielen anderen weiblichen Charaktere ist sie wirklich sehr angenehm und kein bisschen nervig. Ihre Reaktionen, Gedanken und Gefühle kamen mir an keiner Stelle irgendwie übertrieben vor und wie bereits beschrieben geht sie mit Kou wirklich sehr geduldig um, was ich so unendlich schön finde.
Fehlerfrei ist sie natürlich nicht, was ich auch sehr wichtig finde aufzuzeigen und was sehr gut dargestellt ist in diesem Anime. Besonders zu Anfang hat sie sehr damit zu kämpfen, wie sie von anderen wahrgenommen wird und versucht, jemand zu sein, der sie nicht ist, um nicht wieder in der gleichen Situation zu landen, in der sie in der Mittelstufe war. Ich liebe es, wie sie sich anhand dessen als Charakter weiterentwickelt und sich selbst zu akzeptieren lernt. Auch eine sehr schöne Message. ♥
Kou gefällt mir auch sehr sehr gut als Charakter. Er hat zwar etwas mysteriös-geheimnisvolles, aber ohne dass es übertrieben wirkt oder er dadurch etwas unmenschliches bekommt. Er ist sehr zurückhaltend und isoliert sich und es wird deutlich, dass er mit vielem nicht gut klarkommt. Ich will da jetzt natürlich nicht spoilern, deswegen bleibe ich da wage.
Natürlich ist es ein bisschen klischeehaft von wegen „dramatische Vergangenheit“ und so, aber ich finde, es ist wirklich sehr gut dargestellt und der Fokus liegt eben darauf, wie vor allem Futaba damit umgeht und wie es den Umgang der Beiden miteinander beeinflusst, was es vor allem mit Kou macht.
[Spoiler!] An dieser Stelle ist auch noch wichtig, dass im Anime nicht sehr viel zwischen Futaba und Kou passiert, wenn man das so sagen kann. Natürlich passiert schon etwas und es gibt wirklich sehr sehr schöne Momente. Aber auf der direkteren, romantischen Ebene gibt es nicht sonderlich viel, was für mich sogar genau das ist, was den Anime und diese Liebesgeschichte ausmacht. [Spoiler Ende!]
Das Zusammensein und Näherkommen der Beiden hat etwas wirklich sehr angenehmes und fast mehr freundschaftliches. Zumindest ist sehr deutlich, dass sie zunächst eine Freundschaft aufbauen und es eben absolut nicht nur darum geht zusammenzukommen und dass sie aufeinander stehen. Diese Elemente sind natürlich auch vorhanden und sind bei vielem auch der Auslöser und stehen dann und wann im Mittelpunkt, aber ich finde es sehr schön, dass Futaba Kou eigentlich vor allem näher kennenlernen und für ihn da sein möchte. Als Grundlage für eine Lovestory gefällt mir das sehr gut.

Fazit: Wer mal eine Lovestory sehen möchte, die sich wirklich auf die Gefühle und das Näherkommen der Charaktere konzentriert und nicht aus allem gleich ein riesig großes Drama macht, sondern im Großen und Ganzen den Fokus auf die Entwicklung von Vertrauen der Charaktere zueinander legt, ist bei Ao Haru Ride definitiv an der richtigen Adresse! Neben dem typischen Slice of Life und High School Zeug gibt es viele, süße Momente zwischen Futaba und Kou, die alle sehr angenehm ruhig sind und auch meist etwas amüsantes haben. Der Anime geht mit sehr vielen Story-Elementen, die in anderen Geschichten oft aufgebauscht werden, richtig gut um und stellt die Entwicklung der Charaktere und ihre Beziehungen zueinander in den Vordergrund, was sehr schön gemacht und angenehm mitzuverfolgen ist.

Dienstag, 10. Juli 2018

TV Show: You Me Her

Dear TV Shows.


Diese Serie war 100000% das, was ich brauchte! Also zu dem Zeitpunkt, als ich sie angefangen habe, dann als noch die dritte Staffel hinzukam und sowieso hätte ich diese Serie immer gebraucht!

Genre: Comedy, Drama, Romance
Länge:
10 Episoden je 28 Minuten (Staffel 1)
+ 10 Episoden je 28 Minuten (Staffel 2)
+ 10 Episoden je 28 Minuten (Staffel 3)
(+ Staffel 4!?!?)
~ 30 Episoden, 840 Minuten
Jahr: 2016-
Kurzbeschreibung: Um ihr Sexleben aufzupeppen, engagieren die Eheleute Jack und Emma ein Callgirl. Doch als plötzlich Gefühle aufkommen, nehmen die Dinge eine unerwartete Wendung.

Gesamteindruck/Vorgequatsche: Ich weiß gar nicht, wie unendlich lange ich diese Serie schon auf meiner Netflix-Liste hatte und wann genau es war, dass ich die Serie auf Netflix zufällig gesehen hatte und mir dachte, dass es interessant klingt. Auf jeden Fall ist das wirklich eine ganze Weile her und ahhh! Diese Serie!
Es ist wirklich ziemlich lange her, dass ich eine Serie so sehr gesuchtet habe, wie diese. Und dann war ich auch noch 70-80% der Fahrt auf einer recht heftigen Achterbahnfahrt der Gefühle. Die Serie hat mich wirklich sehr mitgerissen und ich möchte sie am liebsten einfach nur ganz viel herzen.
Aber egal, wie sehr mensch etwas liebt, da gibt es auch immer ein bisschen was zu kritisieren und so und ah, ich freue mich so, meine Gefühle und Gedanken zu dieser Serie teilen zu können.

Story&Thematik: Zunächst einmal klingt die Kurzbeschreibung ja irgendwie vor allem reißerisch, vor allem der erste Satz. Der zweite bringt dann sozusagen den Twist mit in die Geschichte. Ich finde auch wirklich, dass die Kurzbeschreibung es eigentlich recht gut trifft, ohne zu viel zu verraten und sie sorgt auch für Spannung, da mensch sich fragt, wer Gefühle entwickelt und wie dann damit umgegangen wird.
Aber natürlich lässt die Kurzbeschreibung auch so einiges weg und auch wenn mein erster Gedanke, als ich über die Serie gestolpert bin und das Titelbild mit den drei Hauptcharakteren zusammen im Bett gesehen habe, auch gleich in die Richtung „Polyamorie! \o/“ ging, war ich doch sehr ängstlich, dass die Serie am Ende absolut nichts mit diesem Thema zu tun haben würde oder nicht gut damit umgehen würde und alles in Richtung Betrügen und Geheimnisse und Lügen und Missverständnisse gehen würde und das hätte das ganze Potential, was ich in dieser Kurzbeschreibung und der Idee gesehen habe, zerstört und mich auch irgendwie verletzt.
Es gibt so so so unendlich wenige Geschichte, die sich mit dem Thema Polyamorie beschäftigen oder wo es überhaupt vorkommt und etwas mehr behandelt wird. So spontan würde mir nur eine andere Geschichte einfallen und da ist es eher eine Vermutung und ein Wunsch von mir, dass es darauf hinausläuft. Ansonsten ist mir das Thema in Geschichten eigentlich bisher gar nicht begegnet, außer in einer meiner eigenen Geschichten, aber das ist ja was anderes.
Auf jeden Fall ist es sehr unterrepräsentiert, was ich wirklich schade finde. Ich wollte also bei dieser Serie nicht zu sehr darauf hoffen, dass es das ist, was ich mir davon wünsche, weil ich das als nicht so wahrscheinlich empfand.
Aber woah, wenn ihr alles vorherige in diesem Blogpost gelesen habt, wisst ihr ja bereits, wie sehr ich die Serie liebe und wie rundum positiv ich überrascht wurde! Ich bin noch immer so geflasht darüber, dass es diese Serie wirklich gut und ach. <3
Und ja, natürlich ist nicht alles perfekt. Vieles hat Klischee-Charakter, wie ich finde, was an sich meiner Meinung nach nichts schlimmes ist, da mensch wunderbar mit Klischees spielen kann und sie auch in gewisser Weise 'perfektionieren' kann. Ich mag Klischees an sich, aber sie können eben auch sehr schnell nerven.
Aber trotz der aufkommenden und teilweise nervenden Klischees denke ich, dass die Serie wirklich gut mit vielem umgeht, vor allem was die ganzen Probleme betrifft, denen sich die Hauptcharaktere stellen müssen. Viel davon sind natürlich Beziehungsprobleme, aber es ist auch einiges an persönlichen Problemen dabei und insgesamt ist es gut gemacht, wie das alles in Zusammenhang zueinander steht und sich gegenseitig beeinflusst.
Natürlich steht die Beziehung beziehungsweise die Beziehungen im Vordergrund, wie zu erwarten bei einer Romance-Serie und ja, zwischendurch wiederholt sich irgendwie so einiges und die Dreichen-Beziehung dreht sich doch ein bisschen viel im Kreis, obwohl eigentlich auch neue Probleme aufkommen und thematisiert werden.
Dass der Fokus öfters mal auf Sex gelenkt wird, könnte auch als problematisch gesehen werden und ist es in Bezug auf die Beziehung auch teilweise, aber aus meiner Sicht geht die Serie auch damit sehr gut um, macht es direkt zum Thema und lässt die Charaktere darüber reden. Allgemein wird sehr viel beredet in der Serie und zwar auf eine wirklich wirklich gute Weise, wie ich finde. Die Dialoge und insgesamt was die Gespräche beinhalten und nach sich ziehen, kommt mir meistens sehr schlüssig vor und alles wird angesprochen und gut besprochen. Das fand ich wirklich erfrischend.
Dadurch kam auch das Gefühl auf, dass die Charaktere sich wirklich weiterentwickeln. Obwohl sich die Dreichen-Beziehung teilweise sehr im Kreis dreht, werden Probleme aufgelöst und Konflikte klären sich auf, es wird miteinander geredet und so weiter. Das im Kreis drehen kommt eher dadurch zu Stande, dass quasi jeder von den Drei einmal mit seinen Problemen an der Reihe ist und auch wenn sie alle unterschiedlich reagieren, sind da ähnliche Muster und nya, das war ein bisschen nervig, aber trotzdem noch nachvollziehbar und es passte auch gut zu den Charakteren und ihren persönlichen Problemen.
Alles in allem ist die Story also keinesfalls perfekt, aber ich feiere es schon alleine sehr, dass es um ein Dreichen geht und finde das trotz einiger Klischees und dementsprechenden Kritikpunkten wirklich gut mit vielem umgegangen wird und entsprechende Vorurteile beziehungsweise Unsicherheiten der Charaktere wirklich aufgearbeitet werden.

Charaktere: Hm, ich glaube, die Charaktere sind bei dieser Serie wirklich der schwierige Punkt, was ganz lustig ist, da es meinem Empfinden nach doch oftmals eher andersrum ist und die Story eher ein bisschen zu wünschen übrig lässt, während die Charaktere einen mit Liebe erfüllen.
Obwohl, wie bereits erwähnt, vieles in der Serie unter den Charakteren besprochen und aufgearbeitet wird, sind die Charakter teilweise doch etwas sehr eigen und das nicht unbedingt auf eine positive Art.
Abgesehen von Izzy, die ja als neue Komponente zu den Eheleuten hinzukommt, habe ich doch sehr das Gefühl, dass die Charaktere ihre Probleme sind. Bei den Nebencharakteren trifft das auch teilweise zu. Was ich damit meine: Abgesehen von ihren Problemen haben Jack und Emma an sich nicht besonders viel Charakter. Die Beziehung zwischen den Beiden ist wirklich süß und ich muss auch sagen, dass ich dieses Konzept von ''Eigentlich ist alles gut zwischen uns'' zu ''Okay, scheinbar stimmt eine ganze Menge nicht'' doch ziemlich cool finde.
Natürlich ist dieses Konzept auch recht klischeehaft, aber Klischees an sich sind irgendwo eben auch cool, finde ich. Man muss nur wissen, wie man mit ihnen umzugehen hat und meiner Meinung nach macht die Serie da sonst echt vieles richtig.
Aber hm, Emma und Jack sind vielleicht als Charaktere auch einfach nicht so mein Ding. Sowieso gefällt mir Emmas Schauspielerin, denke ich, nicht besonders gut und das an sich macht schon immer vieles kaputt, auch wenn das natürlich mit dem Charakter an sich eher weniger zu tun hat und einfach nur eine persönliche Vorliebe beziehungsweise Abneigung ist.
Izzy hingegen und auch alle Nebencharaktere gefallen mir wirklich wirklich gut und vor allem bei Izzys bester Freundin finde ich auch ihre charakterliche Entwicklung echt cool. Emmas beste Freundin und auch deren Mann gefallen mir auch gut.
Vielleicht sollen Emma und Jack in der Hinsicht auch wirklich dieses klassische Vorstadt-Pärchen sein, woraus sie dann ja ausbrechen und sich mit ganz anderen Problemen als nur ihrem erfolglosen Versuch ein Kind zu bekommen rumschlagen müssen und sich ganz neu entdecken müssen. Ja, ich denke so war die Idee, wobei ich mir dann irgendwie noch etwas mehr Einblicke in ihre Gefühlswelten gewünscht hätte. Da gibt es zwar einige Szenen zwischen Emma und ihrer besten Freundin sowie Jack und seinem Bruder, aber das sind dann eben auch immer Dialoge mit anderen Charakteren und hm.
Aber gut, ich bin ja eh immer so gefühlsfixiert, ist vielleicht bloß mein persönliches Ding.
An sich habe ich auf jeden Fall alle Charaktere recht schnell sehr lieb gewonnen und wollte vor allem, dass das Dreichen glücklich miteinander wird.

Fazit: Eine interessante, sich manchmal mit ihrer Dramatik etwas im Kreis drehende Serie, in der es doch tatsächlich um Polyamorie geht, was sogar ziemlich gut dargestellt ist, da die Charaktere wirklich miteinander reden und Probleme sowie Klischees und Vorurteile aufgearbeitet und thematisiert werden.
Die persönlichen Probleme der Charaktere wiederholen sich allerdings in gewisser Weise doch etwas viel, was ein bisschen nervig werden kann. Nichtsdestotrotz hatte ich sehr viel Spaß an dem Gefühlschaos, das die Serie mit sich gebracht hat und in das ich mich sehr schnell hineingezogen gefühlt habe.
Mir hat das Mitfiebern bei der Serie, der Geschichte der Charaktere sehr sehr viel Spaß gemacht und ich habe diese Serie wirklich schnell durchgesuchtet.
Wer also mal Lust auf eine etwas andere Liebesgeschichte mit nicht nur zwei, sondern gleich drei Personen hat, kann sich die Serie definitiv mal antun. Wie geschrieben, finde ich, dass die Thematik wirklich recht gut aufgefasst und von den Charakteren aufgearbeitet wird.