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Samstag, 18. Mai 2019

Ich habe jetzt Patreon!?

Dear Everything Else.



~💙~ Mein Patreon Account: Lost Realist ~💙~

Eventuell hätte ich diesen Blogpost schon viel früher schreiben sollen, aber okay, das hätte ich mir dann auch mal früher überlegen sollen und irgendwie hatte ich dafür scheinbar nicht so wirklich den Kopf. Aber besser spät als nie.

Was ist Patreon eigentlich?
Ganz grob zusammengefasst ist das Prinzip von Patreon, dass Creator exklusiven Content auf der Seite hochladen können und Leute dafür bezahlen können, diesen exklusiven Content zu sehen. Die Menge, Größe, Form dieses Contents variiert dann je nachdem wie viel die Leute dem Creator zahlen. Da gibt es dann Abstufungen, die jeder Creator selbst festlegen kann.
So wie ich es bisher erlebt habe, nutzen die allermeisten Creator es als Möglichkeit, um von Leuten, die ihren Content mögen, unterstützt werden zu können. Das Geld, was da also bezahlt wird, sind sowas wie Spenden, für die es aber eben auch exklusiven Content zurückgibt.
Das ist es auch, was ich daran sehr mag. Klar sind es meist, zumindest in meinem Fall, eher Kleinigkeiten, die ich exklusiv für ein paar Euro über Patreon anbiete, aber für mich ist das eine Art, Unterstützung bekommen zu können und gleichzeitig ganz direkt den Personen, die mir diese Unterstützung geben, etwas zurückzugeben. Also der Gedanke ist dabei für mich eher, dass die Leute mich wohl so oder so unterstützen würden, ich ihnen aber auch noch was dafür zurückgeben kann, dass über meinen üblichen Content hinausgeht beziehungsweise Sneak Peaks auf noch nicht veröffentlichten Content.

Warum habe ich mir einen Patreon Account gemacht?
Also erstmal, um zu alten Traditionen zurückzukehren: Warum nicht? Das meist die Frage, die ich mir direkt nach solchen Fragen stelle. Und klar gibt es oftmals, auch in diesem Fall, viele Gründe, es nicht zu tun oder warum es für ein Schreibling vielleicht nicht das Beste und Sinnvollste ist, warum es für Kreative vielleicht nicht das Beste und Sinnvollste ist. Geld ist ja sowieso immer so ein Ding.
Aber die Frage ist hier ja gerade nicht „Warum hätte ich mir keinen Patreon Account machen sollen?“.

Es gibt mehr oder weniger zwei konkrete Gründe, warum ich mir das Ganze ziemlich spontan eingerichtet habe und Nr. 1 ist auch die Erklärung, warum es eine spontane Entscheidung war: Die Richtlinien von Patreon haben sich ja am 7. Mai geändert, sodass das System nun wohl auch für alle, die sich nach dem 7. Mai angemeldet haben, anders ist und es gab auf Twitter viele Leute, die meinten „Hey, hier, wenn ihr mal darüber nachgedacht habt, euch einen Patreon Account zu machen, tut das vor der Änderung!“ und ja, da bin ich einfach mal auf den Zug aufgesprungen.
Ich hatte schon länger darüber nachgedacht, mir sowas wie Ko-Fi oder eben Patreon zuzulegen, hatte mich aber bisher nicht so recht getraut, mich damit näher zu beschäftigen, weil mir solch 'ernste' Dinge immer irgendwie etwas Angst machen und ich zu viel Respekt davor habe und na ja, ich hab's einfach aufgeschoben, so wie alles andere auch immer.
Deshalb war diese Deadline kreiert durch die Änderungen eine sehr gute Chance, um meine Unsicherheiten, was sowas angeht, einfach mal zu überfallen und mich selbst damit auszutricksen, in dem ich es einfach tue, ohne noch unsinnig lange über alles nachzudenken.

Der zweite Grund ist, dass ich meinen Blick auf mein Geschreibsel damit ein bisschen verändern möchte und zwar in die Richtung, dass es gut genug ist, um dafür Geld verlangen zu können.
Mich stört es extrem, dass es da irgendwie diesen komischen Unterschied zwischen Zeichnenden und Schreibenden gibt. Gerade am Beispiel Fanart und Fanfiction (wobei Fanfiction technically auch Fanart ist, ist ja auch Kunst) wird mir das immer sehr deutlich, denn Fanart ist sehr weit verbreitet akzeptiert und es ist sehr üblich, dass Fanart auch verkauft wird. Auf Fanfiction hingegen wird doch sehr oft irgendwie eher mit einem herabwürdigenden Blick geschaut, was absolut ungerechtfertigt ist.
Da ich selber zeitweise sehr sehr viel Fanfiction geschrieben habe und damit quasi mein ganzes Schreiben so richtig begonnen hat, nehme ich das Ganze natürlich aufgrund von diesem Hintergrund mit dem Vergleich zu Fanart auf eine extremere Weise wahr. Es kommt mir einfach immer so vor, als würde Fanart so viel mehr geschätzt und gewürdigt werden als Fanfiction und egal, ob das nun nur meine persönliche Wahrnehmung ist oder nicht, es sollte nicht so sein.
Aber gut, mal weg von aus Fanliebe kreiertem Content, das ist eh nochmal ein ganzes Thema für sich. Ich wollte es hier nur mit erwähnen, weil es eben in meine Wahrnehmung von meinem Geschreibsel sehr stark mit hineinspielt.
Mir geht es einfach darum, zu realisieren, dass ich meine eigenen Geschichten und all die Arbeit und Leidenschaft, die ich in sie und das ganze Drumherum stecke, sehr wohl so sehr wertschätzen darf, dass ich dafür auch etwas verlangen darf oder mir zumindest Unterstützung wünschen darf. Klar bin ich schon überglücklich, wenn Leute mein Geschreibsel einfach nur lesen, ohne auch nur ein einziges Wörtchen dazu zu sagen oder zu kommentieren, weil das Lesen selbst ja das eigentliche Ziel ist und es mir immer in erster Linie darum geht und immer gehen wird, meine Geschichten mit der Welt zu teilen, egal auf welchem Weg genau ich das nun tue und was ich dafür bekomme oder nicht bekomme.
All das ändert aber ja nichts daran, dass ein bisschen Geld nicht auch nett wäre. Immerhin ist es immer noch, seit der Grundschule, mein Traum eines Tages richtig Bücher raus zu bringen, entweder durch Selfpublishing, wozu ich momentan eher tendiere, oder eben durch einen Verlag. Sowas wie Patreon ist da für mich ein Schritt in diese Richtung, quasi ein kleines Annähern und Anfreunden mit dem Gedanken, dass ich irgendwann mal soweit bin und mich traue, diesen Traum zu verwirklichen.

Was bekommt ihr auf Patreon Exklusives von mir?
Ich habe mich erstmal für drei Abstufungen entschieden, wie auch auf dem Bild am Ende dieses Posts erkennbar ist.
Es dreht und konzentriert sich alles ziemlich auf mein Geschreibsel, was ich ja auch bereits erwähnt hatte. Ebenfalls sind es eher alles Kleinigkeiten, da für mich das eigentliche Schreiben nach wie vor im Vordergrund steht und alles auf meinem Patreon als Bonus und als Präsentation oder auch als Hervorheben von bestimmten Sätzen und Aspekten meines Schreibens sehe.
Die Abschnitte, die ab ''Blassblaues Herz'', also 1$ im Monat, einsehbar sind, sind für mich eine gute Möglichkeit, Sätze, auf die ich besonders stolz bin oder die mir sonst irgendwie sehr gut gefallen, hervorzuheben und darauf aufmerksam zu machen, da doch manches im Lesefluss mal schnell untergehen mag. Bei diesen Abschnitten handelt es sich so gut wie immer um Unveröffentlichtes, das entweder später noch hochgeladen wird oder zu Projekten gehört, die ich (noch) nicht online geteilt habe.
Die bearbeiteten Bilder, die es unter anderem ab ''Halbes hellblaues Herz'' gibt, also 3$ im Monat, folgen einem ähnlichen Prinzip des Hervorhebens und bringen eine visuelle Seite mit rein. Da Visuelles oftmals ansprechender ist, kommt es mir immer sehr so vor, als wäre Geschriebenes grundsätzlich gegenüber Illustrationen und Zeichnungen im Nachteil, wie ja auch schon oben mit dem Vergleich von Fanart und Fanfiction erwähnt wurde. Achso und Bilder zu bearbeiten, macht auch einfach Spaß. Ich werde kostenlose Stockfotos aus entsprechenden Online-Bibliotheken verwenden und mein Allerbestes geben, immer einen Link zur Quelle des Originalbildes einzufügen.
Ansonsten konzentriert sich vieles auf Mitbestimmung bei dem, was ich so kreiere. Also Abstimmungen dazu, woraus ich Sätze posten soll zum Beispiel oder auch ob ich einen 'philosophisch-poetischen' Blogpost, eine Kurzgeschichte oder ein Gedicht in dem Monat schreiben soll und zu vielem Thema (''Hellblaues Herz'', 5$).
Genauer steht das Ganze dann auch noch einmal auf meiner Patreon-Seite und in dem Bild hier drunter ist auch nochmal alles aufgelistet. Ansonsten könnt ihr auch gerne hier in den Kommentaren oder über CuriousCat fragen. Bei Letzterem bekomme ich es auf jeden Fall mit und antworte auch zeitnah.


Ich bin immer noch ziemlich unsicher, was diese ganze Sache angeht und glaube nicht so wirklich daran, dass sich irgendwann mal irgendjemand genug für mein Geschreibsel interessieren wird, um mich dafür mit ein bisschen Geld unterstützen zu wollen. Es ist ja immer noch eine Sache etwas für ein fertiges Buch zu zahlen und eine ganz andere Sache ein Schreibling im ganzen Prozess und allgemein fürs Schreiben an sich zu unterstützen, aber na ja.
Immerhin kann ich sagen, dass ich es mal mit Patreon versucht habe und das ist ja auch etwas. 

Dienstag, 1. Januar 2019

Rückblick auf 2018, Ausblick auf 2019

Dear Life.

Uff, was war das nur für ein Jahr, dieses 2018!? Und das Uff ist dabei gar nicht nur negativ gemeint, im Gegenteil. Es bezieht sich vor allem darauf, dass 2018 so viel passiert ist und es sich dieses Mal wirklich nach einem sehr langen Jahr für mich angefühlt hat.
Ich habe gerade nochmal meinen Post zum Ende von 2017 und Start von 2018 durchgelesen und jetzt weiß ich auch wieder, was 2017 eigentlich so genau los war. Das war ja auch eine ziemliche Achterbahnfahrt.
Mit Achterbahnfahrt oder auch Chaos würde ich 2018 auch definitiv beschreiben, wenn auch aus komplett anderen Gründen als 2017, wobei der Ansatz „Viel Tolles!“ und „Weniger Tolles...“ auch auf 2018 zutrifft, aber ich schätze, so ist eben einfach das Leben.
Ein bisschen möchte ich in diesem Post auch auf meinen Ausblick 2018 in dem Jahresend-Post von 2017 eingehen, da ich es interessant finde, zu sehen, was ich mir denn eigentlich von 2018 vorgestellt hatte und wie und warum es dann tatsächlich geworden ist. Natürlich wird es hier dann auch wieder einen Ausblick auf 2019 geben.

Die Youtuber Live Shows! ♥: Die drei Live Shows von Youtubern, auf denen ich 2018 war, sind auf jeden Fall mein absolutes Highlight von dem Jahr und ich bin so unendlich glücklich, alle drei Gelegenheiten wahrgenommen zu haben, neue Leute kennengelernt zu haben und auch mal in andere Städte gereist zu sein.
Im Februar war ich bei Markipliers „You're welcome“ Live Show, die er zusammen mit seinen Freunden gemacht hat und bei der vieles aus Impro-Theater bestand. Es war echt sehr lustig und von allen drei Shows die, die mir am allerbesten gefallen hat. Dazu war es auch die Show, bei der für mich fast sofort feststand, dass ich da unbedingt hin will, da Markiplier mein absoluter Lieblingsyoutuber ist. Das Ganze drumherum zu dieser Live Show war allerdings weniger schön. Eigentlich wäre ich mit meiner besten Freundin zu der Show gegangen, aber da sie kurz zuvor operiert worden war, konnte sie leider nicht mitkommen. Ich habe dann zwar auch in der Schlange zwei Mädchen kennengelernt, mit denen ich, da freie Platzwahl herrschte, auch zusammensaß und wir haben auch Nummern getauscht, seitdem aber keinen Kontakt mehr gehabt.
Komplett anders sah es im Juni aus, als ich nach Berlin gefahren bin, um „Interactive Introverts“ von Dan und Phil zu sehen. Hier hatte ich zwar auch vorher eine Freundin gefragt, ob sie mitkommen würde, doch sie hatte keine Zeit. Da ich aber die Gelegenheit auf jeden Fall nutzen wollte, bin ich eben alleine hingefahren. Bis kurz vor der Show war ich dann auch alleine und habe all die Grüppchen um mich herum beneidet. Also hatte ich die Idee, mal auf Twitter unter den Hashtag der Show zu schauen oder eventuell zu twittern, ob nicht auch noch andere alleine wären. Aber so einen Tweet gab es zum Glück schon und wenig später, nachdem ich ewig verwirrt umher geirrt und die Person nicht gefunden hatte, saß ich dann bei jemandem mit auf der Decke und es kamen noch zwei weitere dazu. Wir haben uns gleich richtig gut verstanden und sind auch immer noch zusammen in einer Twitter-Gruppe und werden uns Ende Januar wahrscheinlich in Frankfurt wiedertreffen. Ich bin echt sehr glücklich, die Drei kennengelernt zu haben und noch immer Kontakt mit ihnen zu haben! Die Show war auch toll. Wir saßen zwar alle sehr verstreut, aber eine der vier saß nach der Pause dann neben mir, weil der Platz unbesetzt war. Mit ihr bin ich auch noch am Tag danach durch Berlin gelaufen und wir hatten viel Spaß.
Sie ist auch der Grund, warum es drei und nicht wie am Ende von 2017 angenommen nur zwei Shows geworden sind. Als Jacksepticeye angekündigt hat, auch auf Tour mit seiner Live Show zu gehen, war ich schon interessiert, auch da hin zu gehen, war mir aber noch sehr unsicher. Tja, wenig später nach Berlin hat mich Sarah, mit der ich ja auch in Berlin noch rumgelaufen war, gefragt, ob ich nicht Lust hätte, auch zu Jacks Show zu gehen und damit war es für mich dann eigentlich auch schon entschieden. Warum aus zwei Shows nicht drei machen? Das Geld hatte ich dank Nebenjob im Sommer zum Glück und ich hätte zwar nicht unbedingt gleich eine VIP-Karte gebraucht, aber gut, habe ich das halt auch mal gemacht. Es war echt toll in Köln und ach, ich finde es einfach sehr cool, 2018 Teil von so vielen Events meiner Lieblingsyoutuber gewesen zu sein. ♥
Dadurch und auch durch die Gruppe mit den Vier, die ich in Berlin kennengelernt habe, fühle mich mehr involviert in dem ganzen Youtube-Fandom als je zuvor. Sonst bin ich ja eher eine bloß schauenende, stille Person, was Youtube betrifft, twittere bzw. teile hier und da mal den ein oder anderen Charity-Livestream und twittere bzw. teile über Instagram auch mal kleinere Ausschnitte von sowas, aber beteilige mich da sonst nicht wirklich. Wobei ich Ende 2017 auch damit angefangen habe, kleinere Summen bei den Charity-Livestreams zu spenden, damit habe ich 2018 auch weitergemacht und habe das auch 2019 vor.
Außerhalb von dem eben aufgezählten und wenn ich dann und wann mal irgendwas besonderes unbedingt jemandem erzählen muss, rede ich aber auch recht wenig über alles, was so mit Youtube zu tun hat, da viele damit auch nicht ganz so viel anfangen können oder zumindest nicht mit den Leuten, die ich so schaue. In der Twitter-Gruppe reden wir zwar hauptsächlich über Dan und Phil, weil wir uns dadurch ja kennengelernt haben, aber mit Sarah war ich ja auch bei Jacks Show und allgemein kennen die drei sehr viel eher die Youtuber, die ich so schaue und Sarah und Sarah (jap xD) haben mir auch beide ein paar Youtuber empfohlen, wovon ich ein paar auch abonniert habe und aktiv schaue.
Was meine Youtube- bzw. Youtuber-Liebe angeht, könnte 2018 also kein besseres Jahr gewesen sein! Dazu dann noch drei neue Leute kennengelernt, überraschend zu drei anstatt nur zwei Shows gegangen und zwei Mal in Köln sowie einmal in Berlin gewesen! :D

Outing-Dinge...: So... Nun zu etwas, das absolut nicht geplant war, aber scheinbar nur darauf gewartet hat, so richtig hervorzubrechen und wie es hervorgebrochen ist! :o Ich bin selber immer noch teilweise geschockt davon und definitiv überrascht und vielleicht auch ein bisschen verärgert über mich selbst. Irgendwo bin ich aber auch sehr stolz und glücklich.
Ich will jetzt nicht das ganze Thema wieder allzu groß aufrollen, da ich dazu auch bereits eigene Blogposts geschrieben habe, aber um es nochmal zusammen zu fassen: Es gab einen sehr entscheidenden Moment, der alles weitere angestoßen hat, in dem mir klar wurde, dass ich mich outen will und in gewisser Weise muss, für mich und irgendwo auch für alle anderen wie mich. Das soll nicht heißen, dass ich automatisch irgendeine Art von Verpflichtung oder sowas hätte und sowieso ist ein Outing kein Muss. Es heißt, dass ich für mich festgestellt habe, dass es mir wichtig ist, mich zu outen und klarzustellen, wer ich bin und wer ich eben nicht bin.
Ich bin ohnehin ein sehr offener und ehrlicher Mensch und es hat sich jedes Mal, gerade auch im Jahr davor, seltsam und falsch und störend angefühlt, in bestimmten Situationen damit konfrontiert zu werden, dass eben nicht klar ist, wer ich bin. Natürlich könnte mir das egal sein und manchmal ist es das auch. Es war mir sehr lange sehr egal, weil es mein Ding ist und in dem Sinne niemanden etwas angeht.
Doch ich denke, ich habe dieses Jahr einfach erkannt, dass es in unserer Gesellschaft eben so ist, dass die meisten Leute denken, es würde sie etwas angehen und deshalb stellen sie ihre Fragen, haben ihre Mutmaßungen und Erwartungen. All das tun diese Leute natürlich auch noch, wenn ich ihnen sage, wie es wirklich aussieht, aber immerhin kann ich mir auf diese Weise ein bisschen was zurückholen und ihre Vorstellung und Sichtweise irgendwo beeinflussen, wodurch ich ihr Bild von mir sowie vielleicht auch ihr Bild von der Welt verändern kann.
Auch das ist aber gar nicht mein Ziel, wenn ich mich oute bzw. bestimmte Dinge über mich klarstelle. In erster Linie, und das ist mir am wichtigsten daran, hat es ein sehr befreiendes Gefühl. Immer, wenn ich das Gefühl hatte, nicht einfach so darüber sprechen zu können, habe ich mich gefühlt, als würde ich einen Teil von mir verstecken. Und ja, es mag kein super wichtiger Teil oder so von mir sein, aber es ist ein Teil von mir und damit möchte ich offen umgehen.
Es ist so eine Erleichterung zu sagen „Ich mag auch weibliche Personen!“ oder auch „Mir gefällt dieses auf eine Person konzentrierte Beziehungskonzept nicht so!“ oder „Ich sehe mich nicht nur als Frau.“. All das, und noch ein paar mehr, sind Dinge, die ich über mich selbst gelernt habe und die mir ein gutes Gefühl geben. Mir persönlich war und ist es sehr wichtig, diese Dinge bewusst wahrzunehmen, zu erkennen, mich damit auseinander zu setzen. Ich finde das spannend, interessant, aufschlussreich und einfach schön.
Es stört mich sehr, wie viel Negativität immer rund um dieses Thema herrscht und einige Sichtweisen machen mich echt wütend, was ich dieses Jahr auch noch mal härter realisieren und damit umzugehen lernen musste. Sowieso setze ich mich mit all dem jetzt auf einer anderen Ebene auseinander. In vielerlei Hinsicht fühle ich mich befreit, erleichtert und auch selbstbewusster, gleichzeitig ist da aber jetzt eine andere Last, etwas anderes anstrengendes, vielleicht sogar anstrengenderes.
Eines steht auf jeden Fall fest: Ich bereue keins meiner Outings von 2018. Einige liefen sehr viel besser als andere. Besonders das erste hat mich sehr aufgewühlt, aber letztendlich war das wohl nötig, damit ich verstehe, was genau mir dieser Teil meines Ichs eigentlich bedeutet und wie ich damit umgehen will. In dem Sinne bin ich eigentlich sogar vor allem über dieses erste Outing froh, da es mir den nötigen Anstoß für alles weitere gegeben hat. Dass ich mich zunächst vor allem von Trotz habe leiten lassen, war nicht das Beste und Sinnvollste und dadurch fühlt sich manches ziemlich cringy an und ich komme mir in manchen Punkten sehr albern vor, aber na ja. Daran kann ich auch nur versuchen zu wachsen.

Fandom-Fieber!: Ich muss das unbedingt aufschreiben, da ich es sonst vergesse – 2018 war das Jahr, in dem „Detroit: Become Human“ rauskam. Und ja, auch wenn ich da inzwischen kaum noch involviert bin, hatte ich doch sehr Spaß an dem Hype, steckte sehr tief in der Geschichte drin und ich liebe liebe liebe Connor und seinen Motion Capture Schauspieler Byran Dechart!
Schon als ich das Let's Play zu dem Spiel bei Jacksepticeye und Gronkh geschaut habe, hatte ich sehr Spaß an der ganzen Geschichte, den sehr schönen Visuals, dem entscheidungsbasierenden Gameplay und auch sonst allem drum und dran. Vieles an dem Spiel ist nicht perfekt, schon klar. Aber als ich so mittendrin im Hype war, war es echt sehr cool.
Das Ganze wurde dann noch dadurch verstärkt, dass Byran Dechart einen Twitch Account hat und dort auch selber das Spiel gespielt, mit Hintergrundinfos versorgt und insgesamt einfach ein toller Mensch ist! :D Irgendwann bin ich dann leider mit den Streams nicht mehr ganz hinterher gekommen und war vielleicht auch etwas übersättigt von dem Spiel. Nichtsdestotrotz hat es mir sehr viel Freude bereitet und ich habe mir auch etwas Fan-Merch zugelegt und ach, Connor wird immer einer meiner Lieblingscharas sein sowie Byran Dechart immer jemand sein wird, den ich sehr sympathisch finde.
Dann gibt es da noch ein Fandom, das etwas weniger angenehm ist... Das Voltron-Fandom. Ich habe mich nie als Teil dieses Fandoms gesehen, aber ich bin es doch irgendwo, denn ich teile doch recht viel Fanart davon und ich freue mich auch immer sehr über dieses Fanart. Ich mag Voltron, die Charaktere, die Geschichte. Und ich denke, ich hätte mich noch sehr viel mehr in das ganze Fandom vertiefen können, theoretisch. Aber ich habe es nicht getan, teilweise bewusst und teilweise unbewusst. Insgesamt bin ich sowieso nicht der Typ Mensch, der sich allzu sehr in Fandoms einbringt, sondern immer eher am Rand rumsteht und kleinere Dinge tut. Fanfiktions sind da bei mir das Höchste der Gefühle und selbst die schreibe ich ja in erster Linie für mich.
Ich habe mich also doch sehr, vielleicht zu sehr, davon beeinflussen lassen, wie viel negativer Scheiß teilweise in dem Voltron-Fandom passiert (ist) und auch wenn ich davon nie direkt was mitbekommen habe, ist die Stimmung eben trotzdem durch Leute, die sich darüber aufgeregt oder deshalb traurig waren, bei mir angekommen und hat einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen, obwohl ich eigentlich immer dafür plädiere, dass das Negative bloß immer lauter ist, als der Rest, obwohl dieser 'Rest' wahrscheinlich sehr viel größer und vor allem auch stärker ist als das Negative. Ich dachte immer, dass ich mich ganz gut von sowas distanzieren könnte, aber scheinbar stimmt das doch nicht.
Ich finde es wirklich schade, dass ich nicht noch so viel mehr Freude an Voltron und dem Fandom haben konnte. Die achte und letzte Staffel habe ich zwar noch vor mir und ich werde auch weiterhin Fanart davon teilen und mir eventuell auch kaufen, aber diese Negativität geht mir eben doch nicht so ganz aus dem Kopf. Na ja.
Eine weitere große, leider auch etwas enttäuschende Sache dieses Jahr war die sehr überraschende, dritte Staffel von meinem Lieblingsanime Free!. Enttäuschend deshalb, weil diese Staffel sehr zu Wünschen übrig lässt im Vergleich zu den anderen zwei. Vieles wirkt irgendwie aufgebauscht und überdramatisiert. Auch werden viel zu viele neue Charaktere eingeführt, wodurch gerade RinHaru Szenen oder auch Szenen mit Makoto oder Sousuke ziemlich gelitten haben, in dem sie einfach zu kurz und zu wenig vorhanden waren.
Allerdings mag ich einige der neuen Charaktere wirklich sehr und ich bin unheimlich gespannt, was die Richtung betrifft, in die diese Staffel deutet, denn 2020, wenn die olympischen Spiele in Japan sein werden, wird es weitergehen und gerade was das Ende dieser dritten Staffel angeht, verspricht es sehr interessant zu werden in der vierten Staffel. (Hoffentlich wird es nicht stattdessen nur ein weiterer Film, da habe ich von den bisherigen immer noch nicht alle gesehen!)

Uni-Kampf bis -Krampf: Ich denke, es ist weniger schlimm, als es mir manchmal gedanklich vorkommt, aber so oder so ging es dieses Jahr sehr schleppend mit der Uni voran. Von Kursen, die das eine Semester gar nicht angeboten wurden, über das wiederholte Aufschieben von Klausuren bis zu Ernüchterung und Umdenken in Bezug auf einen Praktikumsplatz war alles dabei.
Natürlich war auch nicht alles schlecht, da ich nach diesem Semester beziehungsweise den Semesterferien mit Japanologie fertig sein sollte, aber gerade was das Französisch-Übersetzungsseminar betrifft, kommt es mir vor, als gäbe es immer nur Rückschläge, was echt nervig ist und dafür sorgt, dass ich gar nicht wirklich vorankommen kann.
Doch wenn ich es mal sehr simple betrachte: Wenn ich mit Japanologie fertig bin, gibt es nur noch das Französisch-Übersetzungsseminar sowie insgesamt drei Hausarbeiten (+ Veranstaltungen), das Praktikum und dann die Bachlor-Arbeit, was nun wirklich nicht mehr allzu viel ist.
Trotzdem fühlt es sich mit Französisch definitiv mehr nach einem Krampf als einen Kampf an. In meinem achten Uni-Semester werde ich diesen Krampf hoffentlich beenden beziehungsweise den Kampf endlich durchstehen und gewinnen können, denn da werde ich mich dann ausschließlich auf Französisch konzentrieren, um das endlich endlich hinter mich zu bringen!

Nebenjob: Da gab es tatsächlich dieses Jahr Fortschritte! Und zwar bin ich auf die Plattform 'Jobmensa' gestoßen. Hierbei handelt es sich um eine Art Leihfirma für Studenten, was ich wirklich sehr praktisch finde. Es gibt immer mal wieder Jobangebote, die sich meist nur auf die Arbeit für ein paar Tage beziehen, was ich als Student sehr angenehm finde, gerade auch was das nach Hause fahren zu meinen Eltern betrifft. Die Flexibilität ist da echt klasse.
Allerdings ist es eben nichts gesichertes, dadurch dass meist nur einzelne Tage angeboten werden. Ich hatte über etwa zwei Monate hinweg bei H&M gearbeitet und fand das eigentlich sehr cool. Am Ende war ich sogar tatsächlich traurig, in der einen Filiale nicht mehr zu arbeiten, da ich mich doch sehr daran gewöhnt hatte und die Arbeit irgendwo wirklich mochte.
Vielleicht sollte ich mich 2019 einfach mal bei H&M als Aushilfe bewerben. Wäre vielleicht keine schlechte Idee.
So oder so habe ich aber 2018 zumindest ein bisschen gearbeitet, ein bisschen Geld verdient und mir damit dann auch die Youtuber Liveshows und die damit verbundenen Reisen leisten können, worüber ich sehr glücklich bin und mich irgendwie auch etwas erwachsener und fähiger fühle. Hoffentlich kann ich das 2019 noch etwas weiter ausbauen.

Was wird 2019 mit sich bringen!?
Eines, was mir sehr viel Angst, aber inzwischen wohl auch etwas Vorfreude (!?) bereitet, ist, dass ich spätestens im September 2019 aus dem Studentenwohnheim ausziehen muss und mir dementsprechend nun eine neue Bleibe werde suchen müssen. Nachdem die WG-Gründung kurz nachdem sie überhaupt Thema wurde, gleich wieder ins Wasser fiel, aufgrund zu hoher Ansprüche der anderen Beteiligten, ist mein momentaner Stand: Am liebsten was ganz eigenes. Auch eine kleiner WG schließe ich nicht ganz aus, ist aber momentan eher auf der „Meh“-Liste und das Gleiche gilt für nochmal Studentenwohnheim, dann das katholische, wo es auch eine WG-Situation wäre. Als Notlösung, okay. Aber ehrlich gesagt habe ich darauf noch weniger Lust.
Zurzeit habe ich vor mir einen festen Nebenjob zu suchen, um dann ein festes Einkommen zu haben. Das ist mein erstes Ziel für 2019. Sobald ich das dann habe, wird es mit der Wohnungssuche losgehen, da ich dann besser einschätzen kann, wie viel Geld mir zur Verfügung stehen wird.
Das ist quasi der große Plan und die große Veränderung 2019. Dazu kommt dann noch, dass ich mein 8. Semester einzig und allein Französisch und vielleicht noch einer anderen Q-Veranstaltung in meinem Hauptfach, damit ich da dann gleich eine Hausarbeit schreiben kann, widmen werde. Dadurch werde ich dann auch viel Zeit für den Nebenjob haben und mich damit nicht überanstrengen.
Durch das Mehr an Zeit werde ich dann vielleicht auch endlich endlich meine Buch-Veröffentlichungs- sowie Übersetzungspläne langsam aber sicher in die Tat umsetzen können. Das hatte ich eigentlich ja schon für Sommer 2018 vorgehabt, aber na ja. Manche Dinge brauchen halt Zeit und bei diesen hier wird es mich vor allem auch Überwindung und Mut kosten, was ich hoffentlich im Laufe dieses neuen Jahres werde aufbringen können.
Was ich jetzt zu 2018 ganz vergessen hatte zu erwähnen: Yoga und allgemein auf Gesundheit bezogene Dinge. 2018 habe ich Yoga für mich entdeckt und ich will disziplinierter in Hinblick darauf werden, es regelmäßig zu machen und mich da vielleicht auch mit der Zeit steigern. Mal schauen, in wieweit das was wird. Zu Gesundheit zählt für mich dann auch eine ausgewogenere Ernährung, was eventuell auch heißen wird, dass ich ganz auf vegetarisch umsteigen möchte. Wenn ich in Frankfurt bin, esse ich eh schon größtenteils vegetarisch und auch so wird mir Fleisch immer unangenehmer, was ich eigentlich als Entwicklung ganz cool finde.
Zu Gesundheit gehören aber auch so Kleinigkeiten wie 'Nicht direkt vor dem Schlafen gehen auf einen Display starren' und 'Nicht direkt nach dem Aufwachen längere Zeit auf ein Display starren'. Da will ich auf jeden Fall mehr drauf achten und mich auch insgesamt mehr bewegen, mehr neue Orte entdecken, mich zum Beispiel rund um Frankfurt noch weiter umsehen oder auch mal andere Städte anschauen. Dazu will ich mich endlich mal überwinden.
Mentale Gesundheit ist mir auch sehr wichtig und ich hoffe, dass diese anderen Gesundheitsdinge da auch einen positiven Einfluss drauf haben werden. Ansonsten würde ich, gerade meine mangelnde Energie und Konzentration betreffend, vielleicht auch mal zum Arzt gehen und ganz vielleicht mich auch mal mehr in Hinsicht auf Therapie umschauen.
Eine Sache, die mir auch noch sehr am Herz liegt, ist mehr Kontakt und auch mehr Content mit und zu queeren Menschen und Themen. 2018 hat mir einfach gezeigt, wie sehr ich mich da selbst immer noch zurückgenommen habe und darauf habe ich einfach keine Lust mehr. Ich mag all diese Dinge, finde sie spannend und sie helfen mir, mit mir selbst glücklich zu sein. Also ja, bitte mehr davon!

Jetzt habe ich zwar wahrscheinlich wieder Tausende von wichtigen Dingen vergessen, gerade auch in Hinblick auf meinen Ausblick 2018 von dem Jahresend-Post zu 2017, aber egal. Dieser Post hier ist ja auch so schon lang genug und sollte zumindest die allerwichtigsten Eckpunkte beinhalten.
Ich bin sehr gespannt auf 2019 und was es alles für mich und mein Leben so mit sich bringen wird.

Sonntag, 31. Dezember 2017

Rückblick auf 2017, Ausblick auf 2018

Dear Life.

Was für ein seltsames Jahr, dieses 2017. Mein Zeitgefühl habe ich ja schon vor einer
ganzen Weile verloren und es ist so gut wie nicht existent, aber dieses Jahr... Ich habe das Gefühl, gleichzeitig an einem gewissen Punkt in meinem Leben festzustecken, während doch so vieles passiert ist. Und das, was passiert ist, war so unterschiedlicher Natur, dass ich definitiv nicht sagen kann, das nichts passiert ist.
Besonders heftig ist dieses Mal auch das ''Ist wirklich schon ein Jahr vergangen!?'' und ''Es ist schon sooo viel Zeit vergangen'' Phänomen. Ich habe wirklich einerseits das Gefühl, als wäre unmöglich schon ein ganzes Jahr vergangen und andererseits bin ich emotional so durchgeschüttelt worden dieses Jahr, dass es mir im gleichen Moment vorkommt, als wäre dieses Jahr eine ganze Ewigkeit gewesen.

Diese Sache mit meinem Herzen: Hm, keine Ahnung, ob dieser Titel so vollständig zu dem betreffenden Thema passt, aber es beschreibt das Ganze schon recht gut.
Zunächst fing 2017 mal damit an, dass mir das Herz ziemlich gebrochen wurde und ja, ich weiß, das meiste davon war ohnehin nur in meinem Kopf und so weiter und so fort. Es ändert aber nichts an dem Schmerz, fast sogar im Gegenteil. Meine Fantasie kann so unfassbar lebendig sein, besonders bei so etwas. Ich war so... glücklich und vorfreudig und... naiv. Jap, sehr naiv und dumm. Sehr verknallt eben. Und dann war ich sehr sehr traurig. Alles hat sich... kaputt und sinnlos und durch und durch seltsam angefühlt.
Das war ein sehr krasser Gefühlswechsel vom Ende von 2016 zum Anfang 2017 und ich hatte damit mehr oder weniger bis zuletzt zu kämpfen, wobei es jetzt die letzten paar Monate vor allem deshalb wieder hochkam, weil es eben diese Zeit im letzten Jahr war, wo ich mich so unheimlich gut gefühlt habe. Unheimlich im wahrsten Sinne des Wortes.
Ich bin mir schon seit einer Weile ziemlich sicher, dass es besser gewesen ist, dass es nicht noch weiter, noch tiefer ging und noch realer in meinem Kopf und in der Wirklichkeit geworden ist. Es sollte nicht sein und das ist gut so. Trotzdem macht und wird es mich immer etwas traurig machen, weil ich so viel Hoffnung hatte und so verliebt in meine Vorstellungen war.
Ich bin und bleibe einfach hoffnungslos romantisch und ich mag das sogar an mir. Es ist nur manchmal etwas anstrengend, besonders bei sowas, denn die Realität kann halt nie so sein, wie ich es mir gerne vorstelle, wie ich es gerne hätte. Normalerweise weiß ich das auch, aber ahhh, ich habe mich einfach so sehr in meine Träumereien fallen lassen, dass ich völlig hilflos war, als diese Träume einfach zerbrochen wurden und ich absolut nichts tun konnte, um sie wieder zu reparieren.
Aber es ist okay. Es ist eine Erfahrung, die ich machen musste und es gehört zum Leben dazu, sich auch mal in etwas zu verrennen. Besonders bei Menschen und Gefühlen kann ich das ziemlich gut.
Inzwischen habe ich das Ganze überwunden und für mich ist es abgeschlossen. Ich will mich damit auch gar nicht weiter beschäftigen, es ist einfach verschwendete Energie. Es ist vorbei und diese Träume, die ich hatte... irgendwann werden sie auf irgendeine Weise Wirklichkeit werden.

Ich habe aber tatsächlich auch eine ganze Menge aus dieser Erfahrung mitgenommen und zwar nicht nur ''Verliere dich nicht gleich so schnell in Träumereien'', sondern darüber hinaus die Realisation, dass ich doch auch ziemlich auf weibliche* Menschen stehe, was an sich nichts komplett Neues für mich ist, aber es war immer eher eine theoretische Tatsache. Jetzt weiß ich, dass es wirklich der Wahrheit entspricht und ich bin mir dem Ganzen sehr viel deutlicher bewusst. Ich habe es richtig als wahrhaftigen Teil von mir akzeptiert, weil ich in der Realität damit konfrontiert war, dass ich vielleicht eine feste Freundin haben könnte und ich das wirklich sehr wollte.
Ein Teil von mir war da anscheinend noch sehr sehr unsicher. In der Hinsicht weiß ich jetzt mehr, wer ich bin und das ist toll. Es fühlt sich gut an. Es führt auch zu so blöden Situationen, in denen ich mit Heteronormativität konfrontiert bin und es mich im Nachhinein sehr stört und ich glaube, ich würde mich sogar irgendwann gerne mal richtig vor meiner Familie outen wollen. Aber diese ''Schwierigkeiten'' sind schon okay, wenn ich mich selber dafür nun besser kenne.
Das ist dann auch die andere Sache, die ich unter diesem Titel fasse: Ich habe mich selber um einiges besser kennengelernt. Mir wurden zwar auch wieder ziemlich hart meine Schwächen und Fehler vor Augen gefühlt und ich habe mich teilweise sehr komisch gefühlt, aber ich habe das Gefühl, nun tiefer in mich hineinsehen zu können und auch besser zu wissen, was ich will, woran ich arbeiten sollte und was ich ändern will und muss.

Veränderungen auf dem Blog: Ich sehe gerade, dieser Blog hat im letzten Jahr wirklich so einiges durchgemacht. Abgesehen von 2015, wo ich alleine durch die 52/52 Challenge 52 Posts hatte, ist 2017 das Jahr mit den bisher meisten Posts. Fast 70 Stück sind es geworden. Ich habe mich also wirklich ziemlich gut um den Blog gekümmert und das rückblickend zu sehen, freut mich sehr. Wenn man es durchrechnet, bedeutet das mehr als einen Post in jeder Woche und damit bin ich sehr zufrieden.
Inhaltlich habe ich angefangen Wochenrückblicke hochzuladen, was ich bis Mitte August getan habe. Ab einem gewissen Punkt hat es mir allerdings etwas zu viel Platz des Blogs eingenommen, woraufhin ich zu Status-Updates gewechselt bin, die ich auch nach wie vor mache und beibehalten möchte. Es sind kleine Updates meines Lebens, wie es der Name schon sagt und sie sind deutlich weniger erzwungen als die Wochenrückblicke es recht schnell geworden sind. Ich mag es sehr, auf diese Weise mein Leben ein bisschen zu dokumentieren, auch wenn oftmals nicht viel passiert. Mir selber gefällt es schon sehr, einfach sehen zu können, was für Serien/Anime ich wann geschaut habe, wann ich mal mehr gezockt habe und wann welches Schreibprojekt besonders präsent war und auch wie ich mich gefühlt habe.
Ansonsten habe ich auch mal wieder ein paar kleinere Schreibstücke hochgeladen, die mehr Gedankenchaos mit Fokus auf ein bestimmtes Thema sind als alles andere, aber die mir trotzdem viel bedeuten und einen Teil meines Inneren widerspiegeln.
So wie es momentan läuft, würde ich es gerne aufrecht erhalten, auch wenn ich jetzt im Dezember etwas weniger aktiv war, da ich einen Nebenjob für diesen Monat hatte. Aber selbst damit habe ich ja noch ein paar Posts hinbekommen.

50 Abonnenten auf Youtube!: Ja, ich freue mich darüber, okay! Natürlich ist es im Vergleich zu wirklich großen Youtubern ziemlich wenig und gefühlt schauen von diesen 50 Leuten in etwa nur 10 bis 20% auch tatsächlich meine Videos, aber hey, selbst das ist ja immerhin schon etwas. Genau wie beim Schreiben bin ich einfach unendlich dankbar für jede einzelne Person, die ich mit meinen Worten auf irgendeine Weise erreichen, ablenken oder was auch immer kann.
Ich mag es einfach sehr, Videos zu machen und ein bisschen was aus meinem Leben, von meinen Ansichten zu teilen und anderen ein kleines Bisschen was von mir mitzugeben. Mich macht das einfach glücklich und natürlich ist es da auch schön, etwas mehr Leute zu erreichen und das an dieser Zahl sehen zu können. Es bedeutet schon etwas, wenn auch nicht die Welt, aber eben etwas.
Lustiger Funfact: Ich habe tatsächlich zwei Mal die 50 Abonnenten erreicht. Beim ersten Mal hatte ich ein paar Tage später gleich wieder nur 49. Ein bisschen warte ich immer noch darauf, dass das wieder passiert.
Als kleines Special für diesen Meilenstein habe ich mich mal daran gemacht, ein bisschen was aus meinen alte Videos zusammenzuschneiden und damit auch einen Rückblick auf inzwischen über 100 Videos zu machen. Jap, die 100 Videos Marke habe ich dieses Jahr auch geknackt.
Ob ich insgesamt aktiver war im Vergleich zu vorherigen Jahren, kann ich gar nicht sagen. Ich habe mich auf jeden Fall ein bisschen mehr gekümmert, glaube ich? Zumindest gefühlt, aber da ich kein wirkliches Zeitgefühl habe, kann es auch gut sein, dass ich mich insgesamt schon immer recht viel um meine Videos gekümmert habe und nur zwischendurch schwierigere Phasen hatte.
In jedem Fall macht es mir noch immer sehr viel Spaß und wer weiß, vielleicht verirren sich irgendwann ja auch nochmal mehr Leute auf meinen Kanal. Bis dahin bin ich auch mit den 50 schon sehr glücklich.

Schreibwahnsinn!: Eine Art Schreibtagebuch aka eine Liste, bei der ich jeden Tag eintrage wie viele Worte ich an welcher Geschichte geschrieben habe, führe ich inzwischen schon recht lange. Das habe ich, wenn ich mich nicht irre, auch schon vor diesem Jahr gemacht, aber ich glaube, dass ich in diesem Jahr noch um einiges gewissenhafter, disziplinierter und ausdauernder geworden bin, was das Schreiben betrifft.
An den meisten Tage habe ich mindestens 1.000 Wörter geschrieben und die gehen mir jetzt inzwischen wirklich schon sehr leicht von der Hand. Zuletzt habe ich es sogar über mehrere Tage hinweg geschafft, täglich 2.000 Wörter zu schreiben und ich hatte auch mehrere Tage, an denen ich in einen richtig coolen Flow gekommen bin und 3.000 und 4.000 Wörter geschrieben habe und ♥
Das zeigt einfach so schön, wie viel ich schaffen kann und wie viel mehr ich noch schaffen könnte. Denn selbst bei den 4000 Wörtern habe ich nicht den ganzen Tag mit Schreiben zugebracht, sondern ein paar Abendstunden, wie ich es meistens tue. Wenn ich mir dann vorstelle, wie viel ich schaffen könnte, wenn ich wirklich den ganzen Tag schreiben würde (und die Energie und Konzentration dazu hätte)... Das ist einfach unfassbar toll!
Gegen Ende dieses Jahres ist mir auch noch einmal sehr sehr bewusst geworden, dass das Schreiben wirklich das ist, womit ich mein Leben verbringen will. Ich will mein Leben dieser Leidenschaft widmen, geradezu opfern. Es gibt nichts auf der ganzen Welt, womit ich meine Zeit lieber verbringen würde, als das Schreiben und verdammt, ich will alles dafür tun, um mir selber diesen Traum zu erfüllen!
Es nervt mich ziemlich, dass ich mir da teilweise selber vieeel zu sehr im Weg stehe und uff, ich wünschte, es gäbe einen Beratungsstelle für kreative Menschen, die ihr Leben ihrer Kreativität widmen wollen. Warum gibt es so etwas nicht!? Ich will sowas gründen. Ne, im Ernst. Ich will nicht nur selber meinen Traum verwirklichen, sondern auch anderen dabei helfen.
Was auch noch sehr cool war: Das Erscheinen eines Schreibprojektes, mit dem ich wirklich so gar nicht gerechnet hatte und dann war es plötzlich da und ich habe daran im November NaNoWriMo gearbeitet und O.O Das hat mich echt ziemlich umgehauen, da normalerweise Ideen bei mir doch meist eine Weile reifen, ehe ich mich ihnen widme und sie richtig ausarbeite. ''Die vergessenen Könige'' wird es vielleicht sogar bald auf Fanfiktion.de zu lesen geben, wo schon ''Herzschlag'' zu finden ist.
Auch in diesem Monat, dem Dezember, setzte ich mich mit einer sehr frischen Story-Idee auseinander und zwar einer Geschichte, die ich für meine beste Freundin Riri schreibe. Sie selber beziehungsweise ihr OC Riri spielt darin die Hauptrolle. Es ist eine Fantasy-Geschichte und so viel mehr meine eigene Geschichte als eine Fanfiktion. Ich habe sie trotzdem erstmal als Fanfiktion veröffentlicht, weil Riris Love Interest nicht ein Charakter von mir selber ist, aber eigentlich ist er schon so sehr zu meinem eigenen Charakter geworden, dass ich nur seinen Namen etwas abändern müsste und ich könnte die Geschichte als eine eigene veröffentlichen. Na ja, mal schauen, was die Zukunft noch so bringt. Mir macht das Schreiben auf jeden Fall eine Menge Spaß und es macht mich unglaublich glücklich, wie glücklich ich Riri mit der Geschichte mache.

Highlight(s)!: Spontan fällt mir da eigentlich nur eine einzige Sache ein, die mir wirklich die Welt bedeutet. Als Riri und ich uns vor einiger Zeit über Twitter kennengelernt haben, habe ich sie recht zu Anfang mal gefragt, ob sie nicht Rin für mich cosplayen würde, sodass wir zusammen Rin und Haru aus Free! cosplayen würden. Zu der Zeit hatte sie Ja gesagt und weil wir beide Free! so sehr mögen, wurde sie dann für mich zu meinem Rin und ich habe den Namen Haru inzwischen sowieso voll und ganz als meinen eigenen angenommen und bevorzuge es sogar, Haru genannt zu werden.
Jetzt ratet mal, was wir dieses Jahr gemacht haben beziehungsweise was Riri für mich gemacht hat? Genau, wir haben zusammen Rin und Haru gecosplayt und ich kann das noch immer kaum glauben! *________* Wirklich, hätten wir keine Bilder gemacht, ich würde es ernsthaft anzweifeln, weil es einfach einer meiner größten Träume war und er ist in Erfüllung gegangen! Ganz viel Liebe an meine Beste! ♥

Ziele und all sowas für 2018
So, genug von dem vergangenen Jahr, auch wenn ich da sicherlich noch ein bisschen mehr zu schreiben könnte und tausend Punkte vergessen habe. Aber dieser Blogpost ist jetzt schon viel zu lang und ein bisschen über die Zukunft gibt es auch noch zu sagen.
Letztes Jahr hatte ich ein Youtube Video dazu gemacht, dass meine guten Vorsätze mehr waren/sind als nur ''gute Vorsätze'' und ich tatsächlich vorhabe, sie umzusetzen. Ich habe mir das Video nicht nochmal ganz angeschaut und sicherlich einige dieser Vorsätze doch recht schnell wieder vernachlässigt, aber insgesamt bin ich glücklich wie es mit dem Schreiben, Youtube und diesem Blog bei mir läuft. Ich habe mir sogar einen ganz coolen Plan für meine Hobbys gemacht und ich glaube, der funktioniert auch sehr gut. Und ich bin mir sehr sicher, dass ich sowas und feste Deadlines brauche, weil es mich einfach zu Hochformen auflaufen lässt und meine Faulheit soweit wie möglich unterbindet.
Wenn ich das Alles einigermaßen aufrecht erhalten kann in 2018 ist das schon mal eine ganze Menge, aber das reicht (mir) noch nicht. Sowieso reicht es (mir) nie. Die Gesellschaft fordert ja eh immer allen möglichen Blödsinn, mit dem man sich rumschlagen muss. Aber auch selber merke ich sehr deutlich, dass ich Veränderung und Fortschritt in meinem Leben brauche. Ich fühle mich etwas festgefahren und ich mag dieses Gefühl absolut nicht.
Zu wissen, was ich will, ist eine Sache, aber wirklich die Hände danach auszustrecken... Mit meinem Studium tue ich das ja schon mehr oder weniger, aber jetzt ist es Zeit für den nächsten Schritt und holy, meiner Social Anxiety gefällt das ja eher nicht so. Doch die muss ich dafür wirklich so gut wie möglich überwinden, denn oh, ich würde es hassen, wenn ich mich davon aufhalten lasse!
Also: 2018 will ich mich um Praktikumsplätze kümmern. Am liebsten würde ich in einen großen und einen kleinen Verlag reinschauen und natürlich welche, die mich auch wirklich interessieren. Und ahhh, ich hoffe so sehr, dass ich in der Hinsicht Glück haben werde und vielleicht, ganz vielleicht damit auch schon ein bisschen meine Zukunft ebnen kann.
Ansonsten... Lesen und Zocken sind immer noch so zwei Hobbys, um die ich mich mehr kümmern will und verdammt, irgendwie werde ich das im nächsten Jahr schaffen! Es muss doch gehen, dass ich da mehr Regelmäßigkeit reinbekomme! Vor allem auch deshalb, weil Lesen fürs Schreiben wichtig ist und ich so oft Luft aufs Zocken habe und es dann doch nicht tue, weil Dummheit.
Ich bin gespannt, in wieweit das Tablet, das ich mir als Weihnachtsgeschenk geholt habe, dabei helfen wird und insgesamt, was 2018 über meine eigenen Vorstellungen hinaus für mich bereithält.
Zwei Sachen, auf die ich mich unfassbar freue, stehen da übrigens schon fest und zwar: Ich gehe auf jeweils eine Show von Markipliers ''You're Welcome''-Tour und Dan & Phils ''Interactive Introverts''-Tour! :D Damit werde ich 2018 meine zwei Lieblingsyoutuber aka Markiplier und Dan sehen und ah, das wird toll!
Oh und es wird eine neue Free! Staffel geben, darauf freue ich mich auch wirklich sehr, vor allem da ich damit so gar nicht mehr gerechnet habe, nachdem 2014 die 2. Staffel lief und eigentlich danach keine weitere Staffel angekündigt worden war.
Das sind also schon mal zwei Sachen, die 2018 zu einem tollen Jahr machen werden und da ich alles so gut wie immer super positiv sehen will, hoffe ich einfach mal, dass es auch über diese zwei Sachen hinaus ein tolles Jahr werden wird.

Dienstag, 21. März 2017

Everything Else: Mein Leseverhalten (2)

Zum ersten Teil: Mein Leseverhalten (1) - Damals, als ich eine Leseratte war

Diagnose: Lesefaul

Nachdem es ist ersten Post zu meinem Leseverhalten mehr um die Vergangenheit und die Entwicklung ging, wird sich dieser Post mehr mit dem Jetzt und Hier und der, ich nenne es jetzt mal so, nahen Vergangenheit auseinandersetzen. Da gibt es kaum noch eine zeitliche Abfolge oder zumindest finde ich es schwierig und nicht sinnvoll, eine bestimmte Reihenfolge festzulegen. Es sind mehr Dinge, die alle etwas zusammenfallen und sich miteinander vermischen

SCHREIBEN!
Die Twilight-Saga oder auch Bis(s)-Reihe habe ich ja bereits im ersten Post erwähnt, im Zusammenhang mit dem Lesen von Buchreihen. Da habe ich auch schon darüber geschrieben, dass die Buchreihe und die Filme sehr vieles bei mir bewegt haben und dass eine dieser Auswirkungen das Entdecken meiner Leidenschaft fürs Schreiben ist. 

Angefangen bei Fanfiktions kamen nach einer Weile auch immer mehr Ideen und Umsetzungen dieser zu eigenen Geschichten hinzu. An sich Geschichten geschrieben habe ich in sehr kleinem Rahmen auch schon vorher, aber nie auf einem wirklich intensiven und ernsthaften Level. Mit meinem Entdecken von Fanfiktions änderte sich das und ich begann jeden Tag zu schreiben und grub mich immer tiefer in die Welt des Schreibens hinein.
Das Schreiben nahm für mich schnell den Großteil meines Lebens und meiner Freizeit ein und auch wenn ich zu Anfang auch viel selber andere Fanfiktions las und mein Geschreibsel durch das Lesen von weiteren Büchern verbesserte, ist das Schreiben wohl der Hauptauslöser dafür, dass das Lesen für mich mehr und mehr in den Hintergrund rückte. Es war nicht so, dass ich nichts mehr lesen wollte, im Gegenteil. Aber ich fing an, das Schreiben über alles andere zu stellen und führte zu einer Verdrängung des Lesens als Freizeitbeschäftigung.

In gewisser Weise fühlte sich das Selbstschreiben von Geschichten wie die nächste Stufe nach dem Lesen an, denke ich. Es war wie eine Art Level Up. Ich konnte jetzt selber Welten erschaffen; selber das passieren lassen, das ich mir zu passieren wünschte, sozusagen – jeder der selbst Fiktion schreibt, weiß, dass das nicht unbedingt das ist, was Geschichten schreiben ist, aber gerade am Anfang war es genau das für mich, denn ich hatte schließlich mit diesem intensiven Schreiben angefangen, da ich nicht gewollt hatte, dass die Twilight-Saga bereits zu Ende war und die Geschichte von Bellas und Edwards Tochter hatte erzählen wollen.
Fernsehen und Zocken habe ich als Kind mal ähnlich miteinander verglichen. Fernsehen und Lesen erfordern nur Schauen, sind quasi eine Art von Beobachten, von Zusehen. Es wird einem eine Geschichte erzählt, dafür muss nur umgeblättert oder der Blick auf dem Bildschirm gehalten werden, mehr erfordert es nicht. Dem gegenüber gestellt sind Zocken und selber Schreiben interaktive und aktive Formen des Geschichtenerzählens und bieten in der Hinsicht sehr viel mehr Spielraum, sehr viel mehr zu Entdecken und lassen einen dadurch auch tiefer in die Geschichte eintauchen.
Das war und ist zumindest mein Empfinden und erklärt für mich sehr eindeutig, warum das Schreiben bei mir das Lesen derartig krass in der mentalen Liste meiner Prioritäten herabgestuft hat.

Comics!? Manga!
Als ich angefangen habe, Anime zu schauen, hat das auch sehr schnell einen sehr großen Teil meines Lebens eingenommen und damit das Lesen noch weiter weg getrieben. Für Manga habe ich dabei ganz am Anfang kaum interessiert und konnte mir auch nicht vorstellen, dass sich das je so wirklich ändern würde. Tja, weit gefehlt.
Je mehr Anime ich schaute umso größer wurde auch meine Neugierde auf Manga, da diese sehr oft die Handlung der Anime fortführen und eben auch oft der Ursprung der Anime selbst sind. Wie genau es dann kam, dass ich mir doch mal einen Manga genauer ansah, weiß ich nicht mehr, aber als ich es tat, gefiel es mir definitiv und das tut es auch heute noch sehr.
Besonders schön (und für den Geldbeutel und das Bücherregal im Endeffekt etwas gefährlich): ein einzelner Mangaband ist schnell durchgelesen und nicht sonderlich teuer. Mit der Anzahl ändert sich das natürlich wieder, aber an sich ist die Hemmschwelle deutlich niedriger als zum Beispiel bei einem gebundenen Buch für 20€.
An sich sorgte das Mangalesen dadurch dafür, dass ich doch zumindest etwas las. Ich hatte sogar eine Zeitlang immer einen Manga dabei in meiner Umhängetasche, um ihn zum Beispiel im Bus oder in der Bahn lesen zu können, was ich auch oft tat.
Direkt etwas ändern an dem eigentlichen Problem, das entstanden war, tat es aber nicht wirklich. Denn auch das Mangalesen war mehr etwas, das ich selten, so hin und wieder tat.


Keine Zeit zum Lesen mehr?! D:
Lesen war nicht mehr ein fester Bestandteil meines Lebens. Es war nun anderes, was meine Freizeit ausfüllte. Ausgefüllt hatte das Lesen meine Freizeit zwar sowieso nie, aber es war doch etwas gewesen, das ich mir nie hatte wegdenken können. Es hatte dazu gehört, hatte zu mir gehört und es hatte mich immerhin auch zum Schreiben geführt und ich liebte es, zu lesen, liebte all die Geschichten. Tue ich immer noch, habe ich zu keinem Zeitpunkt nicht getan.
Mir war nur anderes wichtiger geworden als das Lesen. Das klingt recht hart, aber es ist die Wahrheit.
Natürlich habe ich trotzdem noch einiges gelesen, aber gefühlt auf eine ganz andere Weise und vor allem in einem ganz anderen Tempo, denn wenn ich mich dazu entschied, etwas zu lesen, musste ich es irgendwie unter all dem anderen Zeug unterbringen, mühevoll Platz dafür schaffen. So hat es sich angefühlt. So fühlt es sich auch heute zum Teil an.
Das ist es, was mir mehr und mehr die Lust genommen hat. Nicht die Lust am Lesen selbst, sondern daran dafür Zeit aufzuwenden. Es gab einfach andere Dinge, denen ich meine Zeit widmen wollte, auch wenn ich dabei sehr oft dachte, dass ich unbedingt wieder mehr lesen muss. Vor allem auch, da ich einige Male aus meinem Muster des 'Ich habe keine Lust, Zeit zum Lesen aufzuwenden' ausbrechen konnte und dabei natürlich merkte, wie sehr ich es vermisste und wie wichtig es mir doch eigentlich war und ist.

Endlich wieder mehr lesen!
Zu einem sehr großen Teil ist es meinem Studium zu verdanken, dass ich nun daran arbeite, endlich wieder mehr zu lesen. Da ich Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften (mit Japanologie im Nebenfach) studiere, sollte das Lesen eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein und genau dazu will ich es in meinem Leben wieder machen.
Ich will nicht mehr ständig denken: 'Irgendwann lese ich das!' oder 'Irgendwann kaufe ich mir dieses Buch.' oder 'Irgendwann habe ich Zeit, mehr zu lesen!' Nicht irgendwann. Irgendwann wird nicht kommen. Irgendwann ist jetzt. Ich entscheide das. Es ist mein Leben und meine Zeit und ich sage, dass ich einen Teil davon dem Lesen widmen will!
Ganz so leicht funktioniert es natürlich nicht, aber der Wille alleine macht schon einen großen Unterschied und den hatte ich bisher nicht so stark wie er inzwischen (wieder) geworden ist. Es gibt so vieles, dass ich lesen will und wenn meine Zeitplanung das Einzige ist, was mich davon abhält, muss ich diese eben ändern, egal wie schwer das auch sein mag, da das Ablegen und Antrainieren von Gewohnheiten nicht unbedingt ganz einfach ist, aber es wird die ganze Sache wert sein, das weiß ich.

Tatsächlich funktioniert es seit Anfang des Jahres sogar ziemlich gut. Ich habe mir nämlich gedacht, dass ich das neue Jahr einfach mal als Anlass nehme, um mich der ganzen Sache anzunehmen und allgemein meine Zeitplanung mal etwas ordentlicher zu handhaben und mich strikter an meine Pläne zu halten.
Das ist ein Prozess und geht nicht von heute auf morgen und ich stolpere mehr so vor mich hin als alles andere, aber hey, ich habe mein altes 'Lesen vor dem Schlafen gehen' wieder eingeführt und ich bin sehr glücklich darüber und überhaupt wieder mehr zu lesen, denn es gibt so viele in Büchern versteckte Welten, die ich noch kennenlernen möchte und genauso wie nichts mich vom täglichen Schreiben abhalten sollte, sollte mich auch nichts vom täglichen Lesen abhalten – das ist quasi mein Ziel, auf das ich hinarbeite und das ich dann aufrecht erhalten und noch optimieren möchte.

Es klingt immer so fachlich und analytisch, wenn ich es so schreibe, dabei ist es vor allem eine Sache des Willens und der Disziplin und während ich erstes habe, mangelt es noch an zweitem und das ist es, was ich zu ändern versuche, woran ich arbeite und was einiges an Durchhaltevermögen und Kraft erfordert.
Aber ich glaube jetzt mal ganz fest daran, dass ich auf einem guten Weg bin und den auf jeden Fall weiter verfolgen werde und zwar auf meine Weise, denn alles andere würde ja auch keinen Sinn machen. Ich will für mich wieder mehr lesen und aus keinem anderen Grund. Genauso wie ich das Lesen in den Hintergrund hatte rücken lassen, denn ich wollte andere Sachen mehr.
Nun hole ich das Lesen quasi wieder zurück in die erste Liga.

In meinem Wochenrückblicken hatte ich darüber auch schon hin und wieder geschrieben und werde das auch weiterhin tun. Falls es euch also interessiert wie es bei mir in Zukunft mit dem Lesen und meinem Vorhaben läuft, könntet ihr da mal reinschauen. :)

Freitag, 14. Oktober 2016

Everything Else: Connichi 2016

Dear Everything Else.

So, eigentlich müsste ich hier jetzt mal was zu Gossip Girl schreiben, weil das auch schon ewig darauf wartet, aber egal. :'D Ich hatte ja geschrieben, dass ich wieder mehr Tagebuch-mäßiges Zeug hier haben möchte und ein kleiner Eintrag über die Connichi dieses Jahr, ist ja sowas ähnliches. ;D

Die Connichi dieses Jahr ist nach wie vor ein ziemlich emotionales Thema für mich, weil es im Vorfeld einfach so ein beschissenes Hin und Her gab und ja, ich spreche das jetzt einfach mal so aus, weil mich das echt mitgenommen hat. Und nein, da kann niemand so direkt was für und ich will auch keinen beschuldigen oder so, aber ja, gesagt sein musste das eben trotzdem mal.^^
Diese ganze Sache hat einfach einige meiner schlimmsten Ängste sehr erfolgreich zurück in mein Bewusstsein gerissen und das war alles andere als schön. Vor allem wurde es auch mit der Zeit nicht wirklich besser und ich habe die ganze Geldscheiße wirklich gehasst und mich selbst auch zum Teil.
Beim Pläne machen ist irgendwo in mir immer diese Angst, dass es nicht funktionieren wird und ich male mir Gründe aus, warum es nicht klappen könnte und mache mich selbst damit fertig. Eigentlich habe ich das ganz gut unter Kontrolle und fantasiere auch über die möglichen schönen Dinge, die passieren könnten. Aber manchmal entgleitet mir diese Kontrolle und weil hier so einiges schief gelaufen ist, konnte ich eine Zeit lang fast nur die negative Seite sehen und mich auch überhaupt nicht freuen.
Na ja, irgendwie habe ich mich da wieder rausgekämpft, nicht zuletzt durch die Hilfe lieber Leute, vor allem Riri, die mir wirklich die beste Freundin ist, die man sich nur vorstellen kann.
Nichtsdestotrotz habe ich mich einfach über so viele Dinge geärgert und mich so dumm gefühlt, dass ich diese erste Planung damals überhaupt zugelassen habe, weil ich doch wusste, dass es nur scheitern konnte. Und oh Gott, ich hasse es, so zu denken. Man kann nie wissen, was kommt und ja, natürlich hätte ich schlauer handeln können, aber zum einen ist es nicht nur meine Schuld und zum anderen zählt letztendlich das, was daraus geworden ist.

Also, genug von dem negativen Zeug, denn die Connichi dieses Jahr war wieder wirklich wirklich toll. :D
Ich hatte zwar nur Karten für zwei Tage, den Freitag und den Sonntag, und der Samstag ist eigentlich der beste Tag (Jap, da fingen die ganzen Probleme damals schon an, aber na ja^^), aber letztendlich hat das wirklich überhaupt keine Rolle gespielt.

Donnerstag & Freitag:
Schon am Donnerstag, zur wirklich fast exakt gleichen Zeit wie ich, obwohl sie woanders herkam, ist eine Freundin meiner Cousine, die auf der Connichi letztes Jahr auch zu meiner Freundin geworden ist, angereist und wir haben auch den Freitag zusammen verbracht und es war wirklich toll. :D
Ich hatte die Hoffnung echt fast schon aufgegeben, noch irgendjemanden zu finden, der mit mir den Freitag und den Samstag auf die Connichi geht und habe dann fast in letzter Minute noch meine Cousine, die letztes Jahr mit war, und ihre Freundin gefragt und ja, die Freundin hat dann zugesagt und ich bin so so froh darüber!
Sie ist eine wirklich liebe Person, mag auch Yaoi sehr gerne und wir konnten uns so gut unterhalten und zusammen lachen und hatten einfach eine Menge Spaß. :D ♥
Ich habe es sogar an dem Freitag geschafft, in einen Workshop zu gehen und zwar über das Veröffentlichen von Büchern und was dabei zu beachten ist und obwohl ich eigentlich schon alles davon wusste, da ich es mir schon mal angelesen hatte, war es sehr schön das Ganze nochmal von einer tatsächlichen Lektorin zu hören. :D
Und zur AMV Nacht waren wir dann auch noch und standen ewig lange beim Bring and Buy uuuuund Manu hat ganz viele tolle Fotos gemacht. :DD

Samstag:
Der Tag, an dem ich keine Karte hatte und bis kurz vorher auch nicht wirklich jemanden zum Treffen und Tag verbringen. Der Tag, an dem es geregnet hat und ich auf Socken durch Gras, Matsch und Pfützen gelaufen bin, weil meine Schuhe, die ich ausgezogen hatte, weil wir auf einer Decke saßen, vollgeregnet und drinnen nass waren...
Sounds like fun, right? :'D
Oh, es war auch der Tag, an dem ich 3€ Trinkgeld in einem Café gegeben habe. Was wir getrunken haben, hat jeweils 3,50€ gekostet... Well, that happend. xD
Ja, Samstag war ein wirklich ziemlich verrückter Tag und er wäre sicher noch verrückt geworden, wenn ich Chester getroffen hätte, was wir eigentlich auch vorhatten, aber – natürlich, wie sollte es anders sein auf einer Convention – nicht gebacken bekommen haben. :'D
Aber dafür war eine andere super liebe Freundin da, die erst am Vortag, glaube ich, geschrieben hatte, dass sie spontan doch kommen würde und ja, mit der habe ich mich dann getroffen und den Tag verbracht. :DD
Wir haben uns echt dumm angestellt, beim Öffnen dieser kleinen Getränkeflaschen und dabei saßen wir unter einem Regenschirm und danach unter einer Mülltüte auf einer Decke auf der Cosplaywiese und ja, es hat geregnet. Und dann ist das passiert, was ich oben schon beschrieben hatte. :'D
Oh, auch noch was, das sehr gut war: das Hotel! Das Hotel war echt ein Traum. Direkt am Bahnhof Wilhelmshöhe, der näher am Connichi Gelände ist, und ja, war echt nur ein kleines Stückchen Fußweg von da aus. Wirklich klasse. :D Und ganz sooooooo teuer war es jetzt auch nicht. Echt alles noch im Rahmen. ^-^
Ja, da sind wir nach der Eskapade mit meinen nassen Socken dann hin. Die Freundin hatte mir noch ihre Socken geliehen, da sie darunter noch eine Strumpfhose anhatte und joa, beim Hotel habe ich mir dann andere Socken angezogen und wir sind in dieses Café gegangen. ;D
Ach ja, das war ein wirklich sehr lustiger Tag. Oh, auch der Tag, an dem ich drei Latte Macchiato hatte. ;D
Am Abend – die Freundin ist wieder nach Hause gefahren – war ich dann alleine auf dem Hotelzimmer und habe ganz viel Manga gelesen und das hat auch echt Spaß gemacht. Simple but good. :D

Sonntag:
Ah, der Sonntag! Auf diesen Tag hatte ich schon sehr sehr lange gewartet, denn an dem Tag haben Riri und ich es endlich zusammen auf eine Convention geschafft! :D
Ahhhhhhhh, ich bin immer noch so glücklich, wenn ich nur daran denke. ^_____^ Das wird das echt hinbekommen haben, unfassbar! ;D Haha und ja, bei uns ist das echt unfassbar. xD
Ahhhhhhhhhhhhhh und wenn ich erst daran denke, dass sie mich komplett im Rin Cosplay überraschen wollte! Ahhhhhhhhhhh! Das wäre die Erfüllung all meiner Träume gewesen, holy! Wahrscheinlich hätte ich sie dann ernsthaft geküsst oder so. xDD Too much into character in meinem Haru Cosplay. xD
Aber auch so, ohne diese Überraschung, die ich mir echt vorher ausgemalt hatte und die Riri echt vorhatte, umzusetzen, wozu sie dann allerdings keine Zeit mehr hatte, war es ein echt wundertoller Tag!
Wir haben uns zusammen vor allem die ganze Zeichner-Stände angeschaut und da rumgestöbert und gaaaaanz viele Buttons gekauft. :D
Es ging zwar viiiiiiiiiiel zu schnell rum, weil am Sonntag ja immer schon so früh alles abgebaut wird, aber es war trotzdem sehr fantastisch. Sowieso, mit Riri Zeit zu verbringen ist immer fantastisch. ^-^

Ach ja, es war wirklich ein sehr sehr schönes Wochenende, was ich mir im Vorfeld echt kaum vorstellen konnte, da einfach nichts klappen wollte und mich das alles nur fertig gemacht hat.
Aber wow, am Ende ist dann ja wirklich noch vieles überraschend doch sehr gut gelaufen und ach, ich bin so glücklich, dass das Ganze gut ausgegangen ist und ich jetzt sogar wieder Lust habe, nächstes Jahr wieder zur Connichi zu fahren. :D
Was lernen wir daraus: Auch Dinge, die ziemlich schrecklich sind, können trotz allem sehr gut ausgehen. ;D

Hier findet ihr ganz viele Bilder, die am Freitag von der Freundin, die mit mir da war, gemacht wurden. ^-^

Ich als Izaya aus Durarara. ;D Sehr verliebt in das Cosplay. ;D

Am ersten Tag, als wir noch eine Karte kaufen mussten. ;D
Meine Female Version von Kuroko aus KnB am zweiten Tag. ^-^
Haru aus Free! am dritten Tag. :D


Schlechtes Wetter am Samstag. :'D