Posts mit dem Label Action werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Action werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 14. Mai 2019

TV Show: The Umbrella Academy

Dear TV Shows.

Wie ich gar nicht wusste, dass ich schon bei der letzten Folge war und sie dann einfach geschaut habe. xD


Genre: Superhelden, Action, Adventure, Comedy
Länge: 10 Episoden je 60 Minuten (Staffel 1)
+ !?
Jahr: 2019 –
Kurzbeschreibung: A disbanded group of superheroes reunites after their adoptive father, who trained them to save the world, dies.

Allgemeines & Story: Ich glaube, ich liebe so ziemlich alles an dieser Serie? Die Superhelden in dieser Serie sind einfach genau die Art von Superhelden, die mir am allermeisten gefallen. Sie haben so einen richtigen schönen Anti-Helden Charme und sind einfach Superhelden mit Hintergrundgeschichten, mit Fehlern, Problemen und ach, ich liebe es!
Der Humor der Serie gefällt mir auch echt sehr gut, genauso wie die ganze Stimmung und das Feeling. Trifft auch genau das, was ich mag. Gerade diese Abgedrehtheit feiere ich einfach sehr.
Was die tatsächliche Story, die tatsächliche Handlung betrifft, verfolgt schon alles einen klaren roten Faden. Dazu gibt es dann noch eine Menge Rückblicke und es wird auch recht häufig zwischen den Charakteren hin und her gewechselt, was bei so vielen Charakteren ja auch nur Sinn macht. Ich mag Geschichten mit vielen Charakteren sowieso sehr gerne, also eindeutig ein Pluspunkt. Vor allem da hier auch jeder Charakter genug Raum für die jeweilige persönliche Geschichte und die Involvierung beziehungsweise Rolle in der Geschichte bekommt, zumindest meinem Empfinden nach.
Die Haupthandlung, also die Welt zu retten, dauert ein bisschen um in Gang zu kommen, was ich aber völlig okay finde. Die Charaktere müssen ja auch erstmal eingeführt und aufgebaut werden und so und da bei diesen Charakteren im Besonderen alles ein bisschen überall und nirgendwo ist, geht es quasi gar nicht anders. Ich mag dieses Chaos ebenfalls, weil es einfach so gut passt.
Und nein, nur weil sich das mit der Haupthandlung etwas zieht, ist es dadurch nicht gleich langweilig oder unspannend, im Gegenteil. Es gibt definitiv genug Action und die Charaktere sind auch so auf jeden Fall interessant genug und es ist alles einfach cool gemacht.
An sich ist die Haupthandlung gewissermaßen sehr durchschaubar. Ich bin mir bei sowas immer nicht sicher, ob das nur ich bin, weil ich selber eben Geschichte schreibe, aber ja, manche Entwicklungen waren schon recht offensichtlich. Bei anderem war ich dann aber doch wieder etwas überrascht, es ist also eigentlich ziemlich ausgeglichen. Auch bei den Sachen, über die eins so während des Schauens grübelt und rätselt, sind manche Sachen weniger überraschend, während andere aber doch eher unerwartet kamen.
Alles in allem ist es gut ausbalanciert und macht viel Spaß zu schauen.

Charaktere: Wie bereits erwähnt, gefallen sie mir alle ziemlich gut, da sie wirklich gut ausgearbeitet sind, alle ihren Part und ihre Backgroundstory haben und sich alle gut in die Story einfügen. Sie sind alle auf ihre Weise interessant und werden auch im Laufe der Geschichte vielschichtiger, als sie im ersten Moment wirken mögen.
Dass ich besonders ihre Fehler und Eigenheiten sehr liebe, habe ich ja auch bereits geschrieben. Gerade diese Charakterlichkeiten spielen auch mal mehr mal weniger große Rollen in der Geschichte, was auch sehr gut gemacht ist und sich gut in alles einfügt.
Gerade auch, dass die Superhelden-Charaktere eben auch, ich nenne es mal 'kriminelle Tendenzen' haben oder eben schlicht kriminell sind und dadurch auch die ganze Sache mit dem Gut und Böse Sein nicht mehr so ganz funktioniert, finde ich sehr cool. So habe ich das eigentlich am liebsten.
Dadurch geht es auch in der Geschichte am ehesten um die Familie, also die Geschwister der Umbrella Academy und wie sie quasi alle wieder zueinander finden und irgendwie mit ihren Konflikten, untereinander und mit sich selbst, klarkommen müssen.
Als Lieblingscharakter würde ich Klaus und Vanya nennen, Klaus sogar noch ein bisschen mehr. Oh, wobei Five mag ich auch recht gerne tatsächlich. Aber Klaus ist schon mein Lieblingschara, was wahrscheinlich auch niemanden, der mich etwas besser und eben auch die Serie kennt, überraschen wird. xD
Die Charaktere machen auch einiges an Entwicklungen durch, was mir auch sehr zusagt und eben auch mit der Story verknüpft ist, wie es sein sollte.

Fazit: Einfach durch und durch eine tolle Serie! Würde ich jedem empfehlen, der eher unkonventionelle Helden, die mehr in Richtung Anit-Helden gehen, mag. Die Charaktere sind sehr toll, haben alle interessante Hintergründe und durch eben diese Charaktere und auch den Humor macht auch die Story selbst super viel Spaß, wobei ich fast schon die Rückblenden interessanter finde. So oder so fügt sich alles sehr gut zusammen und ich freue mich schon, wenn da mal irgendwann noch mehr kommen sollte.

Freitag, 19. April 2019

TV Show: Voltron - Legendary Defender S7 & S8

Dear TV Shows.


Fühlt sich inzwischen zwar irgendwie nicht mehr so sinnvoll an, hierzu noch ein Kommentar zu schreiben, aber allein schon der Vollständigkeit halber, will ich es doch tun und ich denke, da gibt es auch definitiv genug zu sagen.
(Huch und ich habe gerade realisiert, dass ich S7 nie kommentiert habe. Ach ja. xD)

Genre: Animation, Action, Adventure
Länge: 11 Episoden je 23 Minuten (Staffel 1)
+ 13 Episoden je 23 Minuten (Staffel 2)
+ 7 Episoden je 23 Minuten (Staffel 3)
+ 6 Episoden je 23 Minuten (Staffel 4)
+ 6 Episoden je 23 Minuten (Staffel 5)
+ 7 Episoden je 23 Minuten (Staffel 6)
+ 13 Episoden je 23 Minuten (Staffel 7)
+ 13 Episoden je 23 Minuten (Staffel 8)
~ 76 Episoden, 1748 Minuten
Jahr: 2016 bis 2018
Kurzbeschreibung: Five teenagers become the last line of defense for the galaxy in an intergalactic battle against the evil alien force led by King Zarkon.

Story: Okay, ich habe kurz in meinen Screenshots gekramt und festgestellt, dass die siebte und die achte Staffel in meinem Kopf irgendwie sehr ineinander übergehen. Ich habe die siebte Staffel entweder kurz vor oder sogar erst während die achte rauskam geschaut. Ich bin mir gerade nicht mehr sicher, aber irgendwie so war das. Die achte Staffel habe ich dann lange gar nicht geschaut, dann ein bisschen geschaut, eine lange Pause gemacht und mich mehr oder weniger gezwungen, den Rest zu schauen. Also kein Wunder, wenn da in meinem Kopf alles durcheinander ist. :'D
Ich weiß auch ehrlich nicht mehr, selbst nach dem Anschauen meiner Screenshots, was so in der siebten Staffel passiert ist und auch vieles aus der achten habe ich inzwischen vergessen, weil ich gedanklich vor allem mit der Story der Serie doch ziemlich abgeschlossen habe und es ist einfach nicht sehr viel hängen geblieben.
Also Staffel 7... Da ist schon eine Menge passiert. Zu Shiro kam
eine Art Rückblick und auch eine Erinnerung von Keith. Und dann war da auf jeden Fall noch [Spoiler!] die Reise zurück zur Erde und die Ereignisse auf der Erde, die während der Reise des Voltron-Teams passiert sind, also bevor das Team vor Ort war. [Spoiler Ende!] Ich weiß, dass da noch was anderes war und die Staffel von der Story her schon auch irgendein Ziel verfolgt hat, aber es will mir gerade einfach nicht einfallen. Na ja.
In Staffel 8 ging es dann sehr viel um Honerva, was den Kreis der Antagonisten-Familie, sprich Zarkon und Lotor, schließt, was meiner Meinung nach die Storyline in der Serie ist, die noch am meisten Substanz hat, am besten gemacht und insgesamt eine ziemlich runde Sache ist. Das war das Gute an der achten Staffel, aber es war auch so ziemlich das einzig Gute.
Die Charaktere von der Erde, die in der siebten Staffel neu dazugekommen sind, haben zwar auch ein bisschen was an Story und Charakterisierung bekommen, aber die einfach so zum Ende noch mit reinzuwerfen? Hat mich nicht so überzeugt. Ich verstehe zwar irgendwo den Sinn und den Gedanken dahinter, aber es ist einfach nicht gut gemacht.
Dann wäre da noch diese eine gewisse Beziehung und ARGH! [Spoiler!] Ich bin so genervt davon, dass Allura und Lance zusammengekommen sind, SO GENERVT! Die Chemie zwischen den Beiden ist einfach 0 vorhanden! Dass Lance zu Anfang total einen Crush auf sie hatte, woraus dann Freundschaft geworden ist und er sie halt bewundert, dagegen ist absolut nichts einzuwenden. Aber meine Güte, diese Liebesbeziehung, die dann in der achten Staffel den Beiden aufgedrückt wird, ist so furchtbar unüberzeugend und einfach nur erzwungen!
Und boah, im Vergleich zu den Allura und Lance Szenen die Keith und Lance Szenen zu haben, beweist das einfach so sehr! Keith und Lance sind inzwischen so vertraut miteinander und gehen s liebevoll miteinander um und bei ihnen passt die Chemie so 1000% mal besser und AHHHH! Ja, das regt mich immer noch auf, auch wenn ich die Story von Voltron inzwischen so ziemlich wieder vergessen habe.
Das ist übrigens kein 'Scheiß hetero Beziehungen! Gay Stuff ist so viel besser!'-Ding, absolut nicht. Klar irgendwo spielt es mit rein, gebe ich ohne weiteres zu. Doch es gibt genug hetero Beziehungen, die ich wirklich mag und zum Beispiel beim Anime Boku no Hero Academia mag ich auch die (teilweise canon-ish) hetero Ships ziemlich gerne. Allura und Lance passt einfach nicht und sowieso hätte die Serie auch echt keine Lovestory gebraucht, kein bisschen. Es ist einfach nur unnötig. [Spoiler Ende!]
Ansonsten... müsste ich auf jeden Fall noch was zu dem Ende schreiben. Mein Hirn weigert sich gerade ein bisschen, sich ordentlich zu erinnern. XD Nein, nach der Pause, die ich jetzt gerade gemacht habe, ist meine Erinnerung nicht wundersamerweise besser geworden.
[Spoiler!] Da war das Ding mit den alternativen Zeitlinien (falls das in der Serie auch so genannt wurde) und... Es ist grundsätzlich ein cooles Ding, aber es ist auch sehr sehr faul und tatsächlich irgendwo sogar eine Rechtfertigung für alles, was eventuell schlecht gelaufen ist in der Serie, weil „in einer anderen Zeitlinien ist es sehr viel besser gelaufen! :D“.
Ich mag diesen Headcanon und es ist ja auch Fakt, aber das sollte trotzdem nicht als Ausrede dafür benutzt werden, um das, was die Serie eben schlecht gemacht hat, zu entschuldigen. Es entschuldigt nämlich gar nichts und ist, wie schon geschrieben, einfach nur eine faule und sehr schwache Lösung.
Von der Sache mit Shiro will ich gar nicht erst anfangen... >________< Na ja, gut, jetzt wo ich es erwähnt habe, kann ich dazu auch etwas sagen. Es ist einfach super billig und super scheiße. Shiro verdient SO viel besseres. Lotor auch und Keith und Lance und Allura und einfach alle. Aber die Gays verdienen besseres! Vor allem dieses ganze große Ankündigen, dass Shiro schwul ist und so weiter und dann diese Mini-Szene mit dem Typ, mit dem er zu der Zeit wohl zusammen war, wovon aber in der Szene NICHTS zu erkennen ist und dann diese Hochzeit ganz am Ende der allerletzten Folge, ERNSTHAFT!?
Wenn ihr Gays/Queers nicht richtig in eure verdammten Geschichten einbauen wollt, dann lasst es verdammt nochmal! Tut nicht so einen Blödsinn! Das ist einfach nur enttäuschend und verdammt frustrierend! [Spoiler Ende!]
Ja, ähm, also... It's a mess. Die siebte und achte Staffel haben natürlich trotzdem ihr Gutes. Wie geschrieben gefällt mir die Weiterführung der Antagonisten-Familie echt ziemlich gut, da eben niemand von ihnen diesem grundlos böse Klischee entspricht und sie als Charaktere wirklich gut ausgearbeitet sind.
Der Rest ist definitiv ein großes Mess. Die Story wurde nicht gut beendet. Das Ende ist okay und die Serie selbst ist okay, aber na ja, viel mehr eben auch nicht. Es ist sehr viel Potential da, aber vieles davon wird einfach im Laufe der Story mehr oder weniger zerstört. :/

Charaktere: Hatte ich schon erwähnt, dass ich Keith liebe? Also hier nochmal: Ich liebe Keith! Und Lotor, ich liebe auch Lotor sehr. Lance habe ich auch echt ins Herz geschlossen und Shiro mag ich auch ziemlich. Es ist nur... uff, Keith hat zwar seine Storyline und Shiro in dem Sinne ja auch, Lotor sowieso, aber argh, es hätte noch so viel mehr Zeit und Story und Entwicklung in die Charaktere gehen können und das ist so schade!
Ich habe die Charaktere halt wirklich alle gerne. Auch die neuen Charaktere von der Erde gefallen mir an sich und haben definitiv Potential. Es wird halt nur leider niemals ausgeschöpft werden und meh.
Das meiste andere habe ich ja schon erwähnt in dem Abschnitt zur Story, von daher habe ich jetzt hier nicht mehr so wirklich viel zu sagen. Und aufgeregt habe ich mich ja auch schon genug.
Es sind auch tatsächlich die Charaktere, wegen denen ich die Serie überhaupt zu Ende geschaut habe. Die Charaktere, wissen wollen wie es ausgeht und im weiteren Sinne auch das Fandom beziehungsweise die Leute, die mir immer so wundervolles Fanart in die Twitter-Timeline meines Zweitaccounts posten. :D
Eigentlich ist diese Serie damit ein perfekter Kandidat für unzählige Fanfiktion-Ideen von mir (und anderen), nur irgendwie habe ich nicht wirklich welche. Ich glaube mein Schreibhirn ist inzwischen oder zumindest momentan sehr auf komplett eigene Schreibwelten programmiert. Aber es gibt ja viele andere leidenschaftliche Menschen, die Fanart und Fanfiktion zu den Charakteren und der Welt erstellen und das ist ja immer noch das Schönste, das aus Serien und Geschichten insgesamt entstehen kann.

Fazit: Voltron – Legendary Defender ist keine schlechte Serie, aber es ist auch nicht wirklich eine Gute. Es hätte eine Gute sein können und ich schätze, wenn es einfach mal so geschaut werden wird, ist es definitiv okay. Es hätte halt so viel besser sein können und das ärgert mich sehr und ich bin ja nicht einmal irgendwie tief in dem Fandom drin gewesen oder habe es extrem gehypt. Es hat trotzdem in so vielerlei Hinsicht besseres verdient und nya.
Wenn ihr die ganzen Flaws ignorieren könnt, schaut die Serie gerne. Wie geschrieben, sie ist nicht schlecht, nur eben auch nicht wirklich gut aufgrund von nicht ausgeschöpftem Potential und sehr fragwürdigen Plotentscheidungen.

Freitag, 12. Oktober 2018

TV Show: Prison Break (Staffel 1 bis 4)

Dear TV Shows.

Eine Serie, von der ich wirklich nicht gedacht hätte, dass ich sie so bald und dann auch noch gleich so viel auf einmal schaue. Tja, mein kaputter alter Laptop und die ewig währende, erfolglose Reparatur hat es möglich gemacht.

Genre: Action, Crime, Drama
Länge:  
22 Episoden je 44 Minuten (Staffel 1)
+ 22 Episoden je 44 Minuten (Staffel 2)
+ 13 Episoden je 44 Minuten (Staffel 3)
+ 24 Episoden je 44 Minuten (Staffel 4)
(noch nicht gesehen: Staffel 5)
Jahr: 2005 - 2017
Kurzbeschreibung: Due to a political conspiracy, an innocent man is sent to death row and his only hope is his brother, who makes it his mission to deliberately get himself sent to the same prison in order to break the both of them out, from the inside.

Gesamteindruck: Die genaue Situation, wegen der ich die Serie in dem Sinne überhaupt erst angefangen und auch gleich so viel geschaut habe, habe ich ja gleich am Anfang des Posts schon beschrieben. Den Großteil der Serie habe ich nicht in der allerbesten Stimmung geguckt und ich hatte in der Zeit diese Serie ausgewählt, weil sie mich schon interessiert hat, viele Folgen hat und ich etwas schauen wollte, worauf ich mich nicht zu sehr konzentrieren muss und was mich nicht noch mehr nicht vorhandene Energie kostet.
Das beeinflusst meine Sicht auf diese Serie natürlich sehr. Deshalb
vorweg: Für diese lustlose Stimmung, in der ich meistens war, wenn ich die Serie geschaut habe, war sie wirklich perfekt und ich in dem Sinne echt sehr froh, diese Serie als willkommene Ablenkung gehabt zu haben.
Ich habe mit dieser Serie auch sehr oft dieses Ding getan, dass ich sie genutzt habe, um mich zu etwas aufzuraffen, zum Beispiel aufräumen und Geschirr spülen. Mir hilft es sehr, zur Ablenkung dabei etwas zu schauen, vieles geht mir dann leichter von der Hand.

Story: So, genug von den Umständen und nun zur eigentlichen Serie und deren Handlung. Ich versuche natürlich, so wenig wie möglich zu spoilern, aber bei ein paar Kleinigkeiten werde ich nicht drumherum kommen, sie zu erwähnen.
Der Plot in der ersten Staffel, der auch in der Kurzbeschreibung beschrieben wird, hat mir von den vier Staffeln am allerbesten gefallen. Die Ziele der Charaktere waren hier am klarsten, die Spannung fand ich am mitreißendsten und alles schien auch gut durchdacht, von den Entscheidungen der Charaktere bis hin zu den verschiedensten Wendungen in der Story. Vielleicht mag ich es schlicht deshalb am meisten, weil es der Anfang der Geschichte ist und irgendwo der Kern der Geschichte, wenn man es so sagen kann, auch wenn da später natürlich noch eine Menge mehr Hintergründe dazukommen.
Die zweite Staffel hatte für mich den wenigsten Reiz. Ich kann mich gerade nicht einmal wirklich daran erinnern, was da genau alles passierte. Aber ich glaube, dass es einfach daran liegt, dass ich dieses „Auf der Flucht“-Ding nicht so sehr mag. Und ich finde irgendwie, das in der zweiten Staffel viele Handlungsstränge und -ansätze ein bisschen sehr auseinandergefallen sind und sich im nichts verlaufen haben. Wobei es durchaus sein kann, dass ich da einfach zu kritisch bin und zu viel Wert auf solchen Kram lege. Bei Serien verlaufen sich bestimmte Ansätze von Ideen irgendwie oftmals recht schnell, was ich wirklich schade finde.
Die dritte Staffel hat mir wieder besser gefallen, was wahrscheinlich daran liegt, dass es wieder Prison-Content gibt und damit ist es so ein bisschen „Back to the roots“ von Staffel 1. Ich glaube, ich mag den richtigen Prison-Content am meisten, weil das eben das ist, was die Serie einem verspricht und was man dementsprechend erwartet. Und ich mag dieses „Die Charaktere sind auf einem engen Raum und müssen irgendwie miteinander klarkommen und sind auch voneinander abhängig“-Ding. Das hat irgendwie sehr was, vor allem was Beziehungsdynamiken und auch Charakterentwicklung betrifft.
Die vierte Staffel schlägt dann wieder eine ganz neue Richtung ein, die bereits in der dritten und auch der zweiten schon stark angedeutet und dann immer weiter ausgebaut wurde. Dass mehr hinter dem Ganzen steckt, wurde ja bereits im Ansatz in der ersten Staffel sehr deutlich. In der vierten Staffel steht dieses Mehr, das große Ganze nun endgültig im Vordergrund und hm... In der ersten Staffel fand ich diese Hintergründe wirklich spannend und war sehr neugierig darauf und ich denke, ich mag es, wie sich all das über die Staffel hinweg mehr und mehr aufgeklärt hat und immer mehr ans Licht kam.
Trotzdem finde ich auch, dass diese gesamte, seit Staffel 1 stattfindende Hetzjagd irgendwann doch sehr ermüdend wird und viel an Spannung einbüßt. Klar gibt es immer mal wieder neue Entwicklungen, aber gerade dieses „Können wir der Person nun vertrauen? Eher nicht, aber wir haben keine Wahl. Oh, sie hat uns wie alle anderen zuvor hintergangen!“ ist nach einer Weile etwas sehr bescheuert, auch wenn es trotz allem noch recht glaubwürdig rüberkommt, was schon eine Leistung ist.
Auch hier bin ich aber der Meinung, dass sich durch diese vielen, sich wiederholenden Elemente alles sehr verläuft und vieles nicht mehr die heftige Tragweite hat, die es sonst vielleicht haben könnte. Mich hat das Schicksal der Charaktere dennoch genug interessiert, um zumindest noch teilweise mitzufiebern.
Allzu intensive Gefühle haben diese vier Staffel nicht in mir ausgelöst. Die erste Staffel war da echt am einprägsamsten und meiner Meinung nach am besten. Danach hat sich einfach vieles verlaufen. Einiges davon hat sich zum Glück auch wieder gefunden und so manche Entwicklungen haben wirklich wieder viel Spannung zurückgeholt, aber vieles hat mich dann doch nicht so sehr gepackt.

Charaktere: Auch hier lobe ich mir wieder sehr die erste Staffel, in der meiner Meinung nach die Charaktere einfach am allerbesten ausgearbeitet sind und wirklich sehr gute Grundsteine für späteres gelegt werden. Dass sich auch hiervon einiges wieder ziemlich verläuft oder sogar einfach in gewissem Sinne abgeschnitten wird, ist wiederum schade und fällt der manchmal doch etwas übertriebenen Dramatik der Serie zum Opfer, die später dann aber doch etwas sehr nachlässt, was auch wiederum doof ist. Da wäre mir Entweder Oder lieber.
Aber gut, Entweder Oder kennen die Charaktere irgendwie auch nicht so richtig. Insbesondere in Anbetracht des gesamten Verlaufs die vier Staffel hinweg ändert sich da doch sehr oft so einiges, was ich einerseits gut und andererseits auch etwas... hm... unglaubwürdig vielleicht finde. Einige Charaktere sind da dann aber auch wieder im Kontrast dazu sehr gleichbleibend in ihren Ansichten und Motiven, wodurch ihre Handlungen, wenn auch des öfteren vorhersehbar, wiederum sehr gut nachzuvollziehen sind.
Insgesamt balanciert sich das dadurch wieder ein bisschen aus und die Charaktere, die es nicht so ganz schaffen Entweder Oder zu sein, sind wahrscheinlich auch dazu gedacht, dieses „Gut oder Böse“ noch mehr aufzubrechen, was ich an sich sehr schön finde. Allerdings ist es auch schwierig, da die Serie trotzdem versucht einen klaren Gegner der Protagonisten zu schaffen. Das widerspricht sich irgendwo und ich finde, das ist schon spürbar.
Irgendwo mag ich diesen Widerstreit aber auch gleichzeitig, weil es dem Ganzen schon etwas Tiefe verleiht und gewisse Charaktere wirklich sehr interessant macht.
Als Lieblingscharakter müsste ich wahrscheinlich Gretchen nennen, gerade weil sie eine der Bösen ist. ;D Michael mag ich natürlich auch sehr, was ich gerade daran merke, dass ich mir wünsche, er hätte noch mehr gelitten. xD Wobei ich so das Gefühl habe, dass er das nach dem Ende der 4. Staffel auch auf jeden Fall tut.
Kalt gelassen haben mich die anderen Charaktere auch definitiv nicht. Mit Sara habe ich auch sehr mitgefühlt und sie gefällt mir als Charakter. Ich mag es, wie die Interaktion zwischen Michael und ihr eher etwas zurückhaltender sind, ist irgendwie eine sehr erfrischende Beziehungsdarstellung im Vergleich zu vielen anderen Serien. Könnte auch mit damit zusammenhängen, dass es eben nicht hauptsächlich um diese Beziehung geht, auch wenn sie auf vieles großen Einfluss hat.
Ich muss aber auch zugeben, dass das Schicksal einiger Charaktere mich eher weniger interessiert hat.

Fazit: Zum nebenbei Schauen und vor allem als Ablenkung und low-energy Beschäftigung war die Serie einfach genau das, was ich brauchte. Wirklich gut gefallen hat mir nur die erste Staffel, weil sie meiner Meinung nach am besten durchdacht ist. Vieles hat sich dann leider etwas im Nichts verlaufen und ich finde, dass die Spannung mit der Zeit sehr nachgelassen hat. Trotzdem waren das Mitfiebern noch stark genug und einige der Story-Entwicklungen interessant genug, um weiterzuschauen. An Action, Drama und Verschwörungskram lässt die Serie definitiv nichts zu wünschen übrig und wer darauf Lust hat, wird nicht enttäuscht werden.

Samstag, 11. August 2018

Anime: Baccano!

Dear Anime.


Wie lange ich diesen Anime schon schauen wollte! Und jetzt habe ich es endlich getan und es ist alles, was ich wollte und noch so viel mehr!

Genre: Action, Adventure
Länge: 16 Episoden je 25 Minuten
~ 16 Episoden, 400 Minuten
Jahr: 2007-2008
Kurzbeschreibung: During the early 1930s in Chicago, the transcontinental train, Flying Pussyfoot, is starting its legendary journey that will leave a trail of blood all over the country. At the same time in New York, the ambitious scientist Szilard and his unwilling aide Ennis are looking for missing bottles of the immortality elixir. In addition, a war between the mafia groups is getting worse. On board the Advena Avis, in 1711, alchemists are about to learn the price of immortality.

Gesamteindruck: Ach ach, gaaaaaanz viel Liebe an diesen Anime! Ich war so am Lächeln bei den letzten Folgen und ach. <3 Mich erinnert der Anime auf so viele Weisen an Durarara, was keine Überraschung ist, da es vom gleichen Creator kommt, aber ja, ich liebe einfach die Stimmung in diesen beiden Anime und es ist so wundervoll, dass ich mit Baccano wieder in diese Stimmung eintauchen konnte und jetzt auch noch Durarara beziehungsweise Izaya Feels habe. :D

Story: Ich will alles an diesem Anime, einfach nur herzen. Und ich herze auch den Aspekt, den ich jetzt erwähnen werde, aber ich kann auch verstehen, dass es manchen deswegen eher nicht gefällt – die Erzählweise ist etwas sehr durcheinander und es wird sehr viel in verschiedenen Zeiten und zwischen einzelnen Handlungssträngen hin und her gesprungen, wie es ja auch bei Durarara der Fall ist. (Ja, ich weiß, Baccano kam vor Durarara, aber meine Schau-Reihenfolge ist halt andersrum.)
Dieses Rumgespringe kann ziemlich verwirrend sein, vor allem wenn man zwischendurch länger nicht weiterschaut, was auch ich getan habe, aber da ich den Anime total mag und mir dementsprechend auch vieles sehr gut merken konnte, habe ich eigentlich recht schnell wieder reingefunden und auch nicht die Motivation weiter zu schauen verloren.
Überhaupt war die ganze Zeit über so viel Spannung und ich war so neugierig auf all die Charaktere, dass ich diese Motivation an sich gar nicht verlieren konnte, auch wenn ich zwischendurch nicht weitergeschaut habe. Die Motivation an sich war immer da, weil ich so gespannt war.
Und ahhh, ich wurde wirklich nicht das kleinste Bisschen enttäuscht! Die Charaktere, ihre Geschichten, die große ganze Geschichte, die sich mit der Zeit entfaltet, und wie das alles zusammenhängt und nach und nach aufgeklärt wird, ist so gut und so zufriedenstellend und ah. <3
Ein paar Dinge bleiben zwar offen, aber das ist auch zum Teil der Geschichte selbst geschuldet und ich mag es sehr, wie mit dieser Offenheit am Ende umgegangen wird, allgemein wie die Geschichte am Anfang und am Ende eingerahmt wird. Es ist so perfekt! Ich kann es nicht anders beschreiben.
Von der Spannung hatte ich ja schon erzählt und auch die Action kommt absolut nicht zu kurz und hat mir sehr gut gefallen. Ich mag es einfach, wie over the top es teilweise ist, was man ja von Anime gewohnt ist.
Was ich auch sehr cool an Baccano und Durarara finde, ist wie das Fantastische in das Reale eingearbeitet wird. Bei Durarara ist es besonders zu Anfang noch mehr eher unterschwellig, aber Baccano geht definitiv in die gleiche Richtung und ich wusste absolut nicht, dass Unsterbliche Teil der Geschichte sind, was nicht wirklich ein Spoiler ist, deshalb erwähne ich es. In der Kurzbeschreibung steht ja auch drin, dass Unsterblichkeit mit der Hauptpunkt der Geschichte ist und es dreht sich sehr vieles darum. Letztendlich ist es das, was alles verbindet und was einen die ganze Zeit über so schön rätseln lässt.
Und ach, Unsterblichkeit ist so ein tolles Thema, zu dem ich auch selber eine gewisse Idee habe und ah, in der Hinsicht hat der Anime so sehr meine Erwartungen übertroffen.

Charaktere: So verdammt interessant! Alle! Und ich meine wirklich alle. Okay, es gibt ein paar wirklich sehr nebencharakterliche Charaktere, die kaum Bedeutung haben, aber alle anderen, die auch eine größere Rolle in der Geschichte spielen, wirken so unendlich interessant und so verschieden und so besonders und einzigartig, was ja auch bei Durarara ein Ding ist.
Ich mag auch wirklich dieses ganze Gang- und Mafia-Ding, das hat einfach einen gewissen Reiz und der Anime bekommt es auch wirklich gut hin, die Grenzen zwischen Gut oder Schlecht oder was eigentlich genau Gut und Schlecht ist, verwischen zu lassen, was ich immer sehr cool finde.
Mehr zu einzelnen Charakteren zu schreiben, würde wahrscheinlich ziemlich ausarten, da es so viele gibt und sie alle so interessant sind, aber ich nenne zumindest mal ein paar meiner liebsten Charaktere: Firo, ''Rail Tracer'', Czeslaw, Huey, Chane, Graham.

Fazit: Ein wirklich wirklich guter Anime mit viel Spannung, Action, Unsterblichen, sehr interessanten Charakteren und dieser gewissen Stimmung, die ich schon bei Durarara sehr mochte. Es gibt verschiedene Handlungsstränge und viele Zeitsprünge, was ich persönlich total cool finde, aber auch ziemlich verwirrend sein kann.
Von mir definitiv eine klare Schau-Empfehlung! Wer Action mag und auch Durarara mochte, wird auch diesen Anime mögen.

Samstag, 6. Januar 2018

Anime: My Hero Academia (Staffel 1 & 2)

Dear Anime.


Ich glaube... My Hero Academia ist tatsächlich mein Anime 2017, wobei es gut sein kann, dass ich jetzt irgendeinen anderen vergessen habe. Aber bei My Hero Academia kommt mir jetzt zumindest in den Kopf, das es einer der Anime 2017 für mich war.

Genre: Action, Comedy, Superhelden
Länge: 13 Episoden je 24 Minuten (Staffel 1)
+ 25 Episoden je 24 Minuten (Staffel 2)
+ Staffel 3 demnächst
noch nicht gesehen
+ 2 OVAs
Jahr: 2016 –
Kurzbeschreibung: The appearance of "quirks," newly discovered super powers, has been steadily increasing over the years, with 80 percent of humanity possessing various abilities from manipulation of elements to shapeshifting. This leaves the remainder of the world completely powerless, and Izuku Midoriya is one such individual.
Since he was a child, the ambitious middle schooler has wanted nothing more than to be a hero. Izuku's unfair fate leaves him admiring heroes and taking notes on them whenever he can. But it seems that his persistence has borne some fruit: Izuku meets the number one hero and his personal idol, All Might. All Might's quirk is a unique ability that can be inherited, and he has chosen Izuku to be his successor!
Enduring many months of grueling training, Izuku enrolls in UA High, a prestigious high school famous for its excellent hero training program, and this year's freshmen look especially promising. With his bizarre but talented classmates and the looming threat of a villainous organization, Izuku will soon learn what it really means to be a hero.

Gesamteindruck: Superhelden! \o/ Wait, hatte ich My Hero Academia nicht fast direkt nach One Punch Man angefangen? Hm... Also zumindest habe ich beide Anime dieses Jahr geschaut und Superhelde sind ja sowieso gerade sehr inn und ich muss sagen, dass ich mich mehr und mehr in diesen ganzen Superheldenkram verliebe. Es geht immerhin um besondere Menschen mit besonderen Fähigkeiten und das ist eigentlich immer ein ziemlicher guter Storyansatz.

Story: Die Kurzbeschreibung, die ich rausgesucht habe, tut da einen sehr guten Job, den Anfang der Story des Anime zu erklären, wobei man argumentieren könnte, dass es ein bisschen spoilert. Nichtsdestotrotz gibt es eine sehr gute Beschreibung von den ersten Folgen ab, die, logischerweise, als Einführung dienen und die Basis für die eigentliche Geschichte schaffen.
Wie schon mehrfach erwähnt, handelt es sich um eine Geschichte
über Superhelden, genauer gesagt: Jugendliche Schüler an einer renommierten Schule, die Superhelden werden wollen. In der Welt, in der die Story spielt, hat so gut wie jeder inzwischen gewisse Superkräfte entwickelt, schlicht durch die Evolution. Leute ohne Superkräfte sind die Seltenheit, was an sich schon mal ein sehr cooler Ansatz ist, da es das ganze Phänomen von Superkräften beziehungsweise Superhelden umdreht. Damit wird ziemlich viel in der Geschichte gespielt, zumindest zu Anfang.
Denn nicht jeder hat besonders starke oder nützliche Superkräfte, sodass nicht jeder dazu qualifiziert ist, durch seine Superkräfte ein Superheld zu sein, was ohnehin bei Weitem nicht alles ist, was einen Superhelden ausmacht. Darin findet sich dann quasi das zweite Hintergrundthema des Anime.

Diese beiden Elemente an sich gefallen mir schon sehr gut und nun kombinieren wir das noch mit dem Hauptcharakter: Izuku ist ein wirklich cooler Charakter. Klar hat er in einigen Aspekten typische Hauptcharakter-Eigenschaften, aber ich finde, dass er es auf eine sehr gute Weise verkörpert und über die Zeit habe ich ihn wirklich lieb gewonnen. Dazu unter 'Charaktere' dann gleich noch mehr.
Für jetzt sei einfach gesagt: Izuku und seine Art, seine Faszination für Superhelden und seine eigene Lage als jemand, der ohne Superkräfte geboren wurde, fügt sich toll in die Geschichte ein. An sich ist es jetzt kein revolutionärer Storyansatz, aber ich mag es und finde es gut umgesetzt.
Das Gleiche gilt auch für den Rest der Geschichte. Es ist mehr oder weniger eine High School Geschichte, aber der ganze Superhelden und Superkräfte Aspekt steht sehr im Vordergrund, sodass es eigentlich zu keiner Zeit langweilig wird. Um Langeweile zu verhindern, tun dann die anderen Charaktere ihren Rest. Diese setzen sich zusammen aus anderen Schülern, also ebenfalls anstrebenden Superhelden, ihren Lehrern, die tatsächliche Superhelden sind, einige andere Superhelden und natürlich, wie sollte es anders sein, gibt es noch die Schurken.
Letztere sind bisher noch recht mysteriös irgendwie? Vielleicht bin ich aber auch nur chronische Wünscherin von tiefgründigen Schurken oder hätte gerne einfach coolere Schurken. Aber gut, an sich erfüllen sie ihren Zweck und sorgen dafür, dass so ein bisschen daran gekratzt wird, inwieweit gut wirklich gut und böse tatsächlich böse ist, wozu ich mir in der nächsten Staffel auf jeden Fall noch etwas mehr wünschen würde, was sich in der zweiten Staffel auch ein wenig ankündigt.
An sich haben aber auch die Schurken was Interessantes an sich, besonders der 'Hauptbösewicht', den ich jetzt einfach mal so betitele. Ansonsten gefallen mir ein, zwei bestimmten Schülern eher weniger, aber darüber hinaus finde ich alle Charaktere richtig gut und sie scheinen auch alle recht durchdachte und nicht nur eindimensional und klischeehaft zu sein. Auch dazu gleich unter 'Charaktere' mehr.
Izukus Kindheitsfreund, der im Anime meist entweder mit seinem Nachnamen Bakugo oder Izukus Spitznamen für ihn, Kacchan, vorkommt, muss ich aber noch einmal erwähnen, da er eine große Rolle in der Geschichte spielt und auch recht oft vorkommt, vor allem auch in Izukus Erinnerung. Es werden auch ein paar Hintergründe über ihn erzählt, aber... Während ich den Anime selber geschaut habe, gehörte er eher zu den Charakteren, die ich nicht so mochte. Ich wünsche mir bei ihm einfach noch eine ganze Menge mehr. Vielleicht bin ich aber auch da wieder zu anspruchsvoll.
Eine andere Sache noch zur Story an sich: Es ist ein Action-Anime
und darauf liegt auch das Hauptaugenmerk. Der Rest der Geschichte beschäftigt sich hauptsächlich mit dieser Frage, was alles einen Superhelden wirklich ausmacht und in der Hinsicht geht es auch recht viel um Selbstfindung. Izuku befindet sich da ja in einer besonderen Position, was das Ganze spannend macht. Auch die anderen Schüler sehen sich mit dieser Frage konfrontiert und müssen quasi ihre Antwort darauf finden.
Da mir die Großzahl der Charaktere sehr sympathisch ist und ich die Idee des Storyansatzes sehr mag und auch inzwischen die ganze Superheldenthematik wirklich toll finde, hat mir der Anime echt gut gefallen.

Charaktere: Wie schon geschrieben ist mir Izuku als Hauptcharakter eigentlich gleich sympathisch gewesen. Dadurch, dass sich bei ihm kein Quirk zeigte, zu der Zeit, in der es normalerweise passiert, wird er von vielen ziemlich fertig gemacht. Das hindert ihn aber nicht daran, Superhelden weiter zu verehren und vor allem zu beobachten und zu dokumentieren und letztendlich hält es ihn auch nicht davon ab, zu hoffen, selber nochmal in irgendeiner Weise ein Superheld sein oder werden zu können. Genau dazu bekommt er dann ja auch überraschenderweise die Gelegenheit. Er ist ein Charakter, der einen sehr starken Heldeninstinkt hat. Ich nenne das jetzt einfach mal so. Bei ihm hat das zwar, wie so oft, auch etwas stark aufopferndes, was ich sonst nicht besonders mag, aber bei Izuku wirkt es so natürlich zu ihm dazugehörig, dass ich mich gar nicht richtig darüber beschweren kann und auch nicht will.
Es ist sehr schön mitzuverfolgen, wie Izukus Leben sich durch seine verdiente Superkraft verändert und wie er dadurch tatsächlich aufblüht und mehr und mehr zu demjenigen wird, der er schon immer sein wollte. Er lebt seinen Traum. Natürlich gibt es da auch Momente, wo er am zweifeln und kämpfen mit sich selbst ist, denn auch wenn sein Traum wahr werden mag, ist nicht alles daran perfekt. Ebenso wird er mit den Problemen seiner Freunde konfrontiert.
Auch die habe ich mit der Zeit mehr und mehr ins Herz geschlossen. Bei dem Anime mag ich auch die weiblichen Charaktere eigentlich alle ganz gerne. Diese kleine Andeutung einer Lovestory finde ich etwas blöd, aber bisher ist das eine einseitige Sache, von daher ist es noch okay. Davon abgesehen sind Izukus Freunde gute Charaktere, die zumindest mir nicht auf die Nerven gingen und mich sogar noch dann und wann überraschen konnten. Zum Teil kommen natürlich Klischees vor, aber ich finde, es wird gut mit ihnen umgegangen und sie werden sogar dann und wann auf eine schöne Weise gebrochen, was zwar eher ein kleines Detail ist, aber ich mag sowas und schätze es immer sehr, da es zeigt, dass sich wirklich Gedanken über die Charaktere gemacht wurden.
Wie schon geschrieben fehlt mir genau das bei Bakugo und den Schurken noch ein wenig. Es ist nicht so, dass sie komplett flach wirken. Da ist schon irgendetwas da und es wird auch in Ansätzen ausgeführt, aber mehr dann auch wieder nicht. Ich denke aber, dass genau an diesen Stellen ein Teil der Spannung festgemacht und aufgebaut werden soll. Mal schauen, wie sich das noch weiter entwickelt.
Mein Lieblingscharakter ist übriges Todoroki, weil wegen aus
Gründen. Ich mag seine Backgroundstory, weil ich sie von allen bisher am interessantesten finde und sie genau dieses Herzzerreißende, Dramatische hat, wovon ich einfach nie genug bekommen kann. Auch sein Verhalten, sein Charakter an sich haben es mir einfach angetan.
Was das Shippen angeht, hat My Hero Academia auch ein bisschen was zu bieten und ich mag Izuku und Bakugo als Ship echt gerne, weil sie so schön gegensätzlich sind und ach, ich liebe es einfach, wenn vermeidlich starke Charaktere wie Bakugo dann Gefühle zeigen und ♥ Aber auch Izuku und Todoroki gefallen mir als Ship, da sie in der tatsächlichen Geschichte eine besondere Verbindung zueinander entwickeln und ♥

Fazit: Wer Fan von Superhelden ist und gleichzeitig Spaß an einer Geschichte über Jugendliche hat, die lernen, was es genau heißt ein Superheld zu sein, der ist bei diesem Anime richtig. Ich würde auch sagen, dass Leute, die bisher nicht so viel mit Superhelden anfangen konnten, hier ihren Spaß haben könnten, da die Frage 'Was macht einen Superhelden eigentlich aus?' mit Thema ist. Auch sind die Charaktere nicht allzu klischeehaft und haben ihre liebenswürdigen Eigenarten sowie Hintergrundgeschichten, die auch zum Teil genauer im Anime dargestellt werden.
Die Schurken und einer der Hauptnebencharaktere haben meiner Meinung nach noch nicht genug Background, aber ich denke mal, dass das in einer dritten Staffel noch kommen wird. Ansonsten ist die Action und Spannung definitiv gegeben und die Frage nach den Anforderungen, denen sich ein Superheld stellen muss, wird auf verschiedene Weisen gestellt und mehr oder weniger auch immer wieder in unterschiedlichen Formen beantwortet.
Die Kombination aus dem Ansatz der Story und eben dieser Frage macht die Geschichte interessant und, nicht nur für Fans von Action, auf jeden Fall sehenswert.