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Dienstag, 11. Juni 2019

TV Show: Shadowhunters

Dear TV Shows.


Eine kleine Vorwarnung, dass dieser Post wahrscheinlich sehr nostalgisch sein wird und ich viel zu viele Vergleiche zu der Buchreihe machen werde.

Genre: Fantasy, Action, Drama
Länge:
13 Episoden je 42 Minuten (Staffel 1)
+ 20 Episoden je 42 Minuten (Staffel 2)
+ 22 Episoden je 42 Minuten (Staffel 3)
~ 55 Folgen, 2310 Minuten
Jahr: 2016 bis 2019
Kurzbeschreibung: After her mother disappears, Clary must venture into the dark world of demon hunting, and embrace her new role among the Shadowhunters.

Gesamteindruck: Dass die Shadowhunter-Reihe überhaupt eine Netflix-Serie bekommen hat, finde ich noch immer so unglaublich und ich feiere es noch immer so so sehr! Wer meinen Blog hier vielleicht schon etwas länger verfolgt, weiß dass ich auch zu vielen Büchern aus der Schattenjäger-Welt Kommentare geschrieben habe und die ganze Welt schon sehr sehr lange kenne und nach wie vor sehr sehr liebe. Ich habe das Alles damals fast zeitgleich oder sehr kurz nach Twilight kennengelernt, habe Fanfiktions in dem Fandom geschrieben, war Teil eines RPG-Forums dazu (habe Simon geschrieben ;D) und in dem Forum haben wir damals auch über unsere Vorstellungen geschrieben, welche Schauspieler welche Charaktere spielen sollen.
Dann gab es ja damals auch mal eine Film-Verfilmung, die allerdings floppte. (Obwohl ich da den Jace-Schauspieler sooo viel besser und passender finde, aber oh well.)
Und dann halt diese Netflix-Serie, bei der sich ja irgendwie viele, die die Bücher kennen, streiten: Die einen finden die Serie sogar besser als die Bücher und die anderen finden die Bücher besser und kritisieren die Serie eher. Ich gehöre eher zur letzten Kategorie, aber es ist halt auch immer so, dass Buch und Serie sehr verschiedene Medien sind und deshalb auch sehr getrennt voneinander betrachtet werden sollten, was ich auch immer versuche, aber da ich eben gerade an dieser Buchreihe und dieser Welt sehr hänge, kann ich natürlich auch nicht das ganze Zeug daraus ignorieren. Immerhin basiert die Serie ja auch nach wie vor darauf, eine Verbindung ist also so oder so da.
Jetzt aber mal konkret zur Serie: Doch echt ziemlich gut gemacht, muss ich sagen. Besonders Magnus ist so so gut getroffen. Ach. ♥

Story (& Vergleich zu den Büchern): Ich bin mir jetzt gerade unsicher, inwieweit ich wirklich konkret was zur Story schreiben soll, vor allem weil ich ja auch diese so oder so nicht getrennt davon sehen kann, dass ich sie an sich ja bereits aus den Büchern kenne. Es ist auf jeden Fall alles sehr cool dargestellt und ich glaube auch, dass die Handlungsgeschwindigkeit ähnlich ist, wie in den Büchern – also dass quasi ständig was passiert und immer was Neues passiert und viel Action ist mit zwischendurch mal ruhigeren oder auch nachdenklicheren oder romantischen Momenten, das aber eher das ist, was nebenbei passiert.
Wobei die Serie jetzt schon auch viel Zeit mit den Beziehungen der Charaktere zueinander verbringt, sobald sich diese im Laufe der Geschichte zu entwickeln beginnen. (Was in den Büchern ab Band 4 auch passiert.) Das Drama bei den Genres oben bezieht sich auch am ehesten auf diese Beziehungen und gewisse Familienumstände sowie einige charakterliche Hintergründe, sodass das alles auch mit im Vordergrund der Serie steht. Meiner Meinung nach ist das in der Serie etwas weniger gut ausbalanciert als in den ersten drei Bänden der Buchreihe, was mich persönlich aber nicht besonders stört, auch wenn gerade dieses Actionreiche plus seltene besondere ruhige Momente das waren, was ich an den Büchern sehr liebe.
Was mich am allermeisten stört, ist wie modern vieles gemacht wurde, obwohl es in den Büchern ein sehr großes Ding ist, dass die Schattenjäger eben nicht sehr viel mit Technik am Hut haben und sich damit so gut wie gar nicht auskennen. An sich ändert es jetzt nicht so viel und ist nur mehr oder weniger ein kleines Detail, aber ich finde, dass es sehr viel von dem Feeling und der Lebensdarstellung der Schattenjäger verändert und finde das irgendwie schade. Ich konnte aber beim Schauen der Serie trotzdem ziemlich gut darüber hinausschauen. Wie geschrieben, an sich ist es eher eine Kleinigkeit.
Ansonsten wurden einige Sachen am Plot verändert und es sterben sogar teilweise Charaktere, die in den Büchern nicht sterben, Raphael zum Beispiel ist in der Serie ein paar Jahre älter. Ein paar dieser Plotänderungen finde ich ziemlich unsinnig und eher unvorteilhaft für die Serie und die Geschichte und es gibt unter anderem auch eine gewisse Sache, die in den Büchern für sehr viel Spannung sorgt, in der Serie aber quasi für die Zuschauenden direkt aufgelöst wird, was mich ärgert, aber gut, Leute, die die Bücher nicht kennen, wissen eben schlicht nicht wie viel es dort ausmacht.
Jetzt auch mal was Gutes: Dadurch, dass die ersten drei Bücher sich sehr viel mehr rein auf Clarys Sicht konzentrieren, hat die Serie da natürlich einiges mehr an Freiheiten und kann viele Sachen in dem Sinne ausführlicher und flexibler einbinden und zeigen. (Was die Bücher spätestens ab dem 4. der Chroniken der Unterwelt/The Mortal Instruments Reihe aber auch tun.)
Allgemein hat sich die Serie halt viele Sachen auf eine etwas andere, ausgeprägtere Weise erlaubt oder auch Themen oder Beziehungen eingebaut, die es so in den Büchern nicht gibt und dort auch nicht wirklich geben kann. In dem Sinne ist die Serie wie eine Art Alternatives Universum und diese Sichtweise mag ich auch am meisten. (Auch wenn die Bücher für mich immer das „wahre“ Canon sein werden, schon allein weil sie zuerst da waren.)
Was mich auch noch genervt hat, ist wie die Serie sich manchmal in irgendwelchen unsinnigen Handlungen verstrickt. Da gab es so ein paar Folgen, die mich ziemlich aufgeregt haben, weil da eine in sich geschlossene Logik gefehlt hat oder auch die Charaktere einfach nicht so gehandelt hätten. Aber na ja.
Ich will eigentlich auch nicht, dass das hier jetzt negativer klingt, als die Serie eigentlich ist. An und für sich finde ich die Serie sehr gut. Ich mag alle Darstellungen der Charaktere und mit Abstrichen an die modernen Elemente mag ich auch die Umsetzung der Welt in der Serie sehr. Spannend ist es auch auf jeden Fall ziemlich durchgehend, würde ich sagen. Und ach, ich liebe das Alles so sehr und die Serie ist ohne Zweifel gut gemacht, also wie könnte ich sie nicht mögen!? Trotz allem, was ich mir vielleicht irgendwie anders gewünscht hätte. Letztendlich spielt das alles ohnehin nicht mehr so wirklich eine Rolle, eben weil die Serie gut ist.

Charaktere: Ich fange mal auch hier mit dem Negativen an, wobei ich hier sogar sehr viel Gutes zu sagen habe.
Die größten Abzüge gibt es für mich bei Jace. Die Art, wie er in der Serie dargestellt wird, ist einfach nicht das, was ich mir erhofft habe, wie ich mir Jace vorstelle, wie er in den Büchern ist. Dort ist er um einiges sarkastischer und auch sehr sehr viel verschlossener und zurückhaltender gegenüber Clary für eine sehr viel längere Zeit. Klar ist gerade dieser letzte Punkt viel dem geschuldet, dass es eben eine Serie ist, die zwar auch drei Staffeln besitzt, aber eben ja trotzdem niemals 1 zu 1 das wird abbilden können, was in den sechs Büchern passiert, was ja auch nie der Anspruch dieser Serie hier war und auch nicht sein kann. Darum geht es mir auch gar nicht. Ich finde nur, dass es hätte besser gemacht werden können. Auch Jace's Schauspieler sagt mir nicht so unbedingt für die Rolle zu und trägt dazu bei, dass mir Jace in dieser Serie einfach nicht gefallen hat, obwohl er in den Büchern mit einer meiner absoluten Lieblingscharaktere ist.
Nun spricht es tatsächlich wieder sehr für die Serie, dass ich darüber hinweg schauen kann, dass mir Jace nicht so gefällt. (Wobei ich ihn in den Szenen, wo er besonders verzweifelt ist, schon ganz gut finde, aber sonst insgesamt eben eher nicht.)
Mir gefällt in der Serie zum Beispiel Clary etwas besser als in den Büchern. In den Büchern, vor allem den ersten drei, kam sie mir doch immer recht viel so vor, als würde sie einfach ihre Nase in alles hineinstecken wollen, was irgendwo auch verständlich ist in Hinblick auf ihre Situation, aber mich hat ihre Art zu Anfang immer eher genervt und ich bin auch später nie so ganz warm mit ihr geworden, was aber auch okay ist. Mich stört sie jetzt nicht so sehr, dass sie die Bücher für mich kaputt macht oder so, absolut nicht. Aber ja, in der Serie fand ich sie um einiges angenehmer und irgendwie von Anfang an mehr badass, was natürlich auch als negativer Punkt angemerkt werden könnte, weil es eben nicht so ganz ihrem Buchchara entspricht, aber auch da wird sie später immer mehr badass und ja, ihre Darstellung in der Serie hat mir einfach viel besser gefallen und ich mag auch ihre Schauspielerin.
Isabelle, die auch in den Büchern sehr liebe, hat mir ebenfalls echt sehr gut in der Serie gefallen und mit Simon und Magnus zusammen finde ich sie am allerbesten als Charakter umgesetzt. Simon und besonders auch Magnus sind so unfassbar gut getroffen, da hätte ich mir echt nichts besseres erträumen können. Die Charaktere haben sie so verdammt gut hinbekommen, dass ich da 0 zu meckern habe. Ich mag es auch sehr, was sie bei Isabelle [Spoiler!] und in dem Sinne auch irgendwie bei der späteren Beziehung zwischen Isabelle und Simon [Spoiler Ende!] noch hinzugefügt haben. Das hat ihrem Charakter nochmal irgendwie eine neue Facette gegeben, was mir gut gefallen hat.
Ich erwähne an dieser Stelle auch mal ganz unverblümt und ohne es als Spoiler zu kennzeichnen: Danke für die asexuelle Repräsentation durch Raphael! :D Allgemein ist Cassandra Clare, die Autorin der Bücher, ja sehr unterstützend, was die queere Community betrifft und das macht mich jedes Mal wieder so unendlich happy. Wer meine Beiträge zu The Dark Artifices gelesen hat, wird das auch bereits wissen.
In dem Sinne ein Fun Fact: Ich glaube, Alec und Magnus waren tatsächlich das erste schwule Paar, das mir in den Medien begegnet ist und definitiv das erste fiktionale schwule Paar, mit dem ich mich sehr viel beschäftigt und das ich sehr sehr liebgewonnen habe. Noch vor Anime und dem ganzen Shipping und allem, was dann so damit kam. Es kann gut sein, dass ich vorher schon mal in Serien so nebenbei mitbekommen habe, dass es da schwule oder auch lesbische Paare, schwule und lesbische und bisexuelle Charaktere gibt, aber das waren dann Serien, die ich nie so richtig geschaut habe und dementsprechend war ich da dann nie so invested wie es dann bei Alec und Magnus der Fall war.
Zu Magnus habe ich ja bereits geschrieben, dass ich ihn sehr sehr gut in der Serie getroffen finde und da gibt es auch nicht viel mehr zu zu schreiben. Sie haben ihn einfach perfekt hinbekommen. Es gibt eine Folge, wo er, meiner Meinung nach, sehr out of character handelt, wobei es sich auch irgendwie erklären lässt und so, aber nya, mich hat diese Folge schon ziemlich aufgeregt und ich fand das Drama da ziemlich sinnlos, aber gut.
Jetzt mal zu Alec: Mein absoluter Fave in den Büchern, vor allem zusammen mit Magnus, logischerweise. Ich mag ihn in der Serie, auch wenn sie ihn mal wieder (war auch in dem Film so) nicht so darstellen, wie er eigentlich ist, vor allem am Anfang der Geschichte. Ich würde ihn fast als schüchtern bezeichnen und definitiv abweisend und verschlossen und sehr protective, was seine Geschwister betrifft. Er ist in den Büchern am Anfang ein sehr angespannter Charakter, der mit seiner Identität zu kämpfen hat und ja, das wird an sich in der Serie schon dargestellt, aber irgendwie wird auch hier wieder sehr der Fokus darauf gelegt, was für ein starker Schattenjäger er ist und ich finde es irgendwie so schade, dass das immer so in den Mittelpunkt gestellt wird und vieles andere, was seinen Charakter außerdem ausmacht, einfach so vergessen wird.
Aber gut, vielleicht nehme ich ihn auch einfach auf eine sehr bestimmte Weise wahr, weil ich ihn so mag und mich ihm irgendwie verbunden fühle und deshalb wünsche ich mir natürlich, dass er so dargestellt wird, wie ich ihn sehe. Und klar, auch in der Serie ist er mehr als nur der starke Schattenjäger und so. Er ist ja auch einfühlsam und kümmert sich viel und er ist genauso mutig wie in den Büchern und ach, ich will echt nicht zu viel über seine Darstellung meckern. Das da immer einiges weggelassen wird, was mir persönlich sehr wichtig ist, ist nämlich eben genau das: mir persönlich sehr wichtig.
Was mich auch noch ein bisschen in Hinblick auf Magnus und Alec gestört hat, ist dass sie ein bisschen was an der Beziehung der beiden geändert haben beziehungsweise andere Problematiken aufgemacht haben als in den Büchern. [Spoiler!] Dort dreht sich zum Beispiel von Alecs Seite aus recht viel um Eifersucht und die Sache, dass Magnus unsterblich ist, wovon ersteres in der Serie irgendwie in wenigen Sätzen abgehandelt und abgeharkt wird und einfach nicht Teil ihrer Beziehungsprobleme ist. Und ja, Eifersucht ist das Klischee-Thema schlechthin, gerade bei schwulen Paaren (vor allem oft in BL-Anime). Aber es hat eben auch wieder viel von Alecs Chara ausgemacht und seine Unsicherheiten und so gezeigt und auch diese ganze Sache, dass Magnus eben schon sehr sehr lange lebt und all das. [Spoiler Ende!] Na ja, ich kann mich damit trösten, dass es ja immer noch die Bücher gibt und die Serie ist eben einfach ein Alternatives Universum zu den Geschehnissen in den Büchern. Von daher ist es jetzt nicht allzu dramatisch.
Ah, jetzt hätte ich fast Jonathan vergessen! Ich weiß auch genau warum, weil meine Meinung zu seiner Serienversion echt durchwachsen ist und sich eher ins Negative neigt. Einige Sachen und vor allem Details haben mir echt sehr sehr gut gefallen und viel zu seinem Charakter hinzugefügt, dass so in den Büchern zwar auch sehr deutlich wurde, sich in der Serie aber einfach nochmal auf eine andere Art gezeigt hat und teilweise sogar irgendwie intensiver gewirkt hat. Allerdings gibt es auch einiges, dass mir irgendwie eher nicht so gut gefallen hat und hm, es ist echt schwer zu beschreiben.
Dazu sollte ich erstmal erwähnen, dass ich Jonathan in den Büchern, der sich zu Anfang und auch später selber Sebastian nennt, sehr als Bösewicht liebe und dementsprechend da auch ziemlich kritisch bin, was die Serienversion angeht. Sie haben ihn schon teilweise echt gut hinbekommen und ich kann auch gar nicht genau sagen, was mir da fehlt, aber... Hm. Wahrscheinlich liegt es vor allem daran, dass der ganze Part mit ihm jetzt in der dritten Staffel doch sehr schnell abgehandelt wurde und dadurch sicherlich einiges verloren ging. Ich habe die Bücher jetzt auch nicht mehr so frisch und genau im Kopf, dass ich exakt sagen könnte, was mir fehlt, aber mir fehlt was.
Vielleicht hätte ich mir auch einfach mehr Interaktion zwischen Jace und Jonathan gewünscht? Ich denke, das spielt auf jeden Fall auch mit rein und es fehlt halt der ganze Part mit den dunklen Schattenjägern und so, dafür haben sie ja quasi eine Verwandlung mit hineingebracht, ohne es jetzt mal zu sehr zu spoilern.
Ja... Auf jeden Fall schwer zu sagen, was genau ich von seiner Serienversion halte. Hätte deutlich besser sein können [Spoiler!] und sein Ende ist halt irgendwie ziemlich seltsam. Da merkt man sehr, dass sie die Serie eben einfach beenden mussten. [Spoiler Ende!]

Fazit: Alles in allem ist es eine echt gute Serie, die mindestens ein gutes Alternatives Universum zu den Schattenjäger-Büchern darstellt. Mich hat es sehr glücklich gemacht, diese erste Geschichte der Schattenjäger als Serie zu sehen und ich hatte viel Spaß dabei, die Serie zu schauen. Manche Änderungen haben mich mehr aufgeregt als andere. Manche Folgen machen von der Logik her recht wenig Sinn. Die meisten Charaktere sind sehr gut getroffen und es war sehr cool, sie in Action zu sehen. Ich würde die Serie allen empfehlen, die Fantasie mögen und falls ihr die Bücher kennt, solltet ihr genug Abstand davon nehmen können, um die Serie als Serie zu betrachten und eben nicht als direkte Verfilmung der Bücher.


Dienstag, 4. Juni 2019

Buch: The Steel Remains von Richard Morgan

Dear Books.


Inzwischen habe ich schon das zweite Buch der Reihe angefangen. :D

Genre: Fantasy
Umfang: 391 Seiten (Taschenbuch Ausgabe)
Sprache (gelesen in): Englisch
Erstausgabe: 09.07.2009 Verlag: Gollancz
Kurzbeschreibung: A dark lord will rise. Such is the prophecy that dogs Ringil Eskiath—Gil, for short—a washed-up mercenary and onetime war hero whose cynicism is surpassed only by the speed of his sword. Gil is estranged from his aristocratic family, but when his mother enlists his help in freeing a cousin sold into slavery, Gil sets out to track her down. But it soon becomes apparent that more is at stake than the fate of one young woman. Grim sorceries are awakening in the land. Some speak in whispers of the return of the Aldrain, a race of widely feared, cruel yet beautiful demons. Now Gil and two old comrades are all that stand in the way of a prophecy whose fulfillment will drown an entire world in blood. But with heroes like these, the cure is likely to be worse than the disease.

Gesamteindruck: Hey, the main character is gay! \o/ Und ja, das ist der Grund, warum ich das Buch gelesen habe beziehungsweise ist es der Grund dafür, dass ich auf diese Buchreihe gekommen bin. Über Goodreads hatte ich nach Gay/Queer-Fantasybüchern geschaut. Eigentlich war dabei mein Ziel gewesen, mal nicht immer nur schwule Lovestories zu lesen, sondern eben auch mal andere queere Geschichten, aber da ich bisher eher reine Gay Romance, also größtenteils ohne irgendwelche Fantasy- oder sonst großartig andere Elemente. Deswegen habe ich hier mal eine Ausnahme gemacht und ich bereue es definitiv nicht! (Side Note: Der Hauptcharakter ist nicht der einzige queere Charakter.)

Story & alles drum und dran: Ich muss an dieser Stelle echt sagen, dass ich viel zu sehr an englischsprachige Jugendromane gewöhnt bin und eher weniger Geschichten auf Englisch gelesen habe, die mehr für ein erwachseneres Publikum gedacht sind. Ich mag Jugendromane einfach sehr, aber es war jetzt auch keine bewusste Entscheidung von mir nur Jugendromane auf Englisch zu lesen.
Auf jeden Fall hat das dazu geführt, dass ich bei diesem Buch hier sehr deutlich gemerkt habe, dass das Englisch und auch der Schreibstil und das Vokabular etwas schwerer beziehungsweise anspruchsvoller sind und ein deutlich langsameres Lesetempo habe und bei manchen Sachen auch unsicher bin, ob ich die so richtig mitbekommen habe. Aber gut, dass ist jetzt keine Kritik an dem Buch, der Geschichte, nicht einmal dem Schreibstil oder ähnliches. Einfach nur eine kleine Anmerkung meinerseits.
Ansonsten hatte ich wirklich nicht viele Erwartungen, was die Charaktere, die Geschichte und alles drum und dran betrifft, außer eben ein Fantasybuch mit queeren Charakteren zu lesen und das habe ich bekommen. Erst während des Lesens habe ich dann die verschiedenen Elemente der Reihe kennengelernt.
Ich glaube, ich wusste, dass es nicht um Helden im klassischen Sinne geht, sondern eher um Anti-Helden, das hatte ich auch vorher gelesen gehabt, soweit ich weiß und war auch mit ein Grund, warum ich interessiert und neugierig war. In der Hinsicht bekommt die Geschichte auch echt 10/10, alles sehr anti-heldig.
In die Welt, die Geschichte und die Charaktere musste ich mich natürlich erstmal etwas hineinfinden, was ja normal ist, gerade wenn das Ganze etwas anspruchsvoller ist. Als Lesende wird eins da auch eher weniger an die Hand genommen. Die Charaktere kennen natürlich ihre Welt und ihre Leben und dementsprechend sind alle Infos eher untergestreut und springen einem nicht direkt ins Gesicht.
Da gib es dann hin und wieder einige Ausnahmen, da im Laufe der Geschichte ja auch neue Sachen eingeführt werden und manche Sachen dann doch etwas mehr Erklärung bedürfen. Aber auch diese Stellen sind dann so gut in alles andere eingearbeitet, dass es einem wirklich nicht auffällt und einfach nur dazu beträgt, alles besser zu verstehen und die Welt mehr kennenzulernen, ohne dass es langweilig oder zu viel Info auf einmal wäre.
Die Balance zwischen ruhigeren, eher nachdenklichen Abschnitten und actionreichen Momenten gefällt mir sehr gut. Vor allem die Beschreibungen der Gefühle und Gedanken der Charaktere finde ich echt toll, da ich dafür ja sowieso eine besondere Vorliebe habe und da immer sehr drauf achte. Hier macht es die Charaktere deutlich greifbarer, ohne diese gewisse Unvorhersehbarkeit wegzunehmen.
Ich wusste auch echt zu keinem Zeitpunkt, was nun genau als nächstes passiert und wie genau sich alles entwickeln würde, was ich immer sehr cool finde, da es die Spannung aufrecht erhält und ich würde auch behaupten, dass die Geschichte einiges an Überraschungen bereithält.
Die Fantasy bis SciFi (Völker aus anderen Dimensionen) Elemente haben mir echt alle sehr sehr gut gefallen und waren in gewisser Weise auch mal was ganz anderes, als das, was es sonst oft zu lesen gibt. Gerade in diesem ersten Buch der Reihe spielt der Mythos über ein bestimmtes Volk eine große Rolle. Ich möchte da aber wirklich nichts spoilern, aber es ist sehr spannend und interessant.
Auch Gottheiten nehmen einen sehr wichtigen Platz in der Geschichte ein.

Charaktere: Ich würde schon sagen, dass der Fokus mehr auf der Geschichte und der Welt liegt als auf den Charakteren, die Geschichte aber gleichzeitig sehr durch die Charaktere vorangebracht und die Welt aus ihrem Blickwinkel gesehen wird. Ich schätze mal, das heißt, dass die Balance auch hier sehr gut getroffen ist.
Die drei Hauptcharaktere sind sehr unterschiedlich, kommen aus unterschiedlichen Hintergründen und bringen damit jeder für sich sehr unterschiedliche Aspekte der Fantasywelt mit sich. Das, was sie alle gemeinsam haben, ist das Anti-Heldenhafte, das auch wieder jeder für sich auf eine eigene Weise mitbringt.
Ringil zum Beispiel kommt aus gutem Haus, ist der jüngere Sohn einer wohlhabenden Familie und hat schon sehr früh die Brutalität und Ungerechtigkeit, die in der Großstadt, in der er aufgwachsen ist, herrscht, kennengelernt und durch den Krieg gegen die Echsen (Lizards, keine Ahnung, wie es in Deutsche übersetzt wurde) hat er nur noch mehr davon erlebt. Dass er schwul ist, findet dabei immer wieder auf die ein oder andere Weise Erwähnung und es ist sehr deutlich, dass es von der breiten Masse nicht akzeptiert wird, worauf er immer ziemlich direkt und schlagfertig reagiert.
Ich will hier jetzt aber nicht zu genau auf die einzelnen Lebensgeschichten der Charaktere eingehen, da ich es gut gemacht fand, wie die Lesenden das im Verlauf der Geschichte mitbekommen und ich mich hier auch nicht zu sehr in irgendwelchen Übersetzungsversuchen von bestimmten Begrifflichkeiten verstricken möchte.
Es sei nur so viel gesagt, um auch den anderen zwei Hauptcharakteren etwas vorstellen: Egar gehört einem Steppen-Volk an und hat auch mit im Krieg gegen die Echsen gekämpft. Letzteres gilt auch für Archeth, die dem Volk der Kiriath angehört, welches vor langer Zeit aus einer anderen Dimension kam und sie zurückließ, als sie zurückgingen. Im ersten Buch gibt es dazu und zu ihr insgesamt nicht ganz so viele Informationen. Erwähnenswert wäre noch, dass sie auf Frauen steht. Es gibt also zwei queere Hauptcharaktere. Bei ihr wird es deutlich weniger erwähnt als bei Ringil. Dass sie zum Teil eine Kiriath ist, spielt da eine sehr viel präsentere Rolle.
Sethlaw wäre auch noch wichtig zu nennen, aber das würde zu viel spoilern, also lasse ich das mal weg. Neben Ringil ist er für mich der interessanteste Charakter, wegen allem, was er so mit sich bringt. Um zu erfahren, was das ist, müsst ihr allerdings das Buch lesen.
Ein paar andere Charaktere übernehmen zwischendurch auch mal die Rolle, eine bestimmte Handlung oder ein bestimmtes Geschehen näher zu beleuchten, was einfach einige Hintergründe deutlicher werden lässt und der Geschichte noch mehr Tiefe gibt.

Fazit: Inzwischen habe ich das zweite Buch angefangen, weil mir tatsächlich gerade die Erwachsenheit und die Düsterkeit sowieso sehr zusagt und ich auch die Charaktere allesamt interessant finde. Die Geschichte ist sehr detailreich erzählt und bringt einem Stück für Stück die Welt, in der die Charaktere leben, näher. Die Handlung braucht etwas, um sich zu entfalten, was aber durch die interessante Welt perfekt ausbalanciert wird und mich persönlich wenig gestört hat.
Gerade dass zwei der Hauptcharaktere queer sind und das sich das Ganze schon auch irgendwo mit Game of Thrones vergleichen lässt, gefällt mir wirklich sehr gut.
Nur das Lesen auf Englisch, da es schon etwas anspruchsvoller geschrieben ist, war teilweise anstrengend, aber hey, so lerne ich und habe Spaß in einem.

Dienstag, 12. März 2019

Buch: The Novice + The High Lord von Trudi Canavan

Dear Books.


Huch, da habe ich scheinbar so schnell gelesen, dass ich völlig vergessen habe, über die zwei Bücher was zu schreiben. D:

Genre: Fantasy, Magic
Umfang: 577 Seiten + 642 Seiten (Taschenbuch Ausgaben)
Sprache (gelesen in): Englisch
Erstausgabe: 01.07.2004 (zuerst veröffentlicht 2002) Verlag: Orbit
Kurzbeschreibung:
The Novice: "Even if a magician's powers surface of their own accord, he will soon be dead if he does not gain the knowledge of how to control them." Alone among all the novices in the Magicians' Guild, only Sonea comes from lowly beginnings. Yet she has won powerful allies—including Lord Dannyl, newly promoted to Guild Ambassador. But Dannyl must now depart for the Elyne court, leaving Sonea at the mercy of the lies and malicious rumors her enemies are busy spreading ... until the High Lord Akkarin steps in. The price of Akkarin's support is dear, however, because Sonea, in turn, must protect his mysteries and a secret that could lead a young novice mage deep into the darkness. Meanwhile, Dannyl's first order to resume High Lord Akkarin's long abandoned research into ancient magical knowledge is setting him on an extraordinary journey fraught with unanticipated peril as he moves ever-closer to a future both wondrous ... and terrible.
*
The High Lord: In the city of Imardin, where those who wield magic wield power, a young street-girl, adopted by the Magician's Guild, finds herself at the centre of a terrible plot that may destroy the entire world...
Sonea has learned much at the magicians' guild and the other novices now treat her with a grudging respect. But she cannot forget what she witnessed in the High Lord's underground room - or his warning that the realm's ancient enemy is growing in power once more. As Sonea learns more, she begins to doubt her guildmaster's word. Could the truth really be as terrifying as Akkarin claims, or is he trying to trick her into assisting in some unspeakably dark scheme?

Gesamteindruck: Ich glaube, dass ich diese zwei Bücher Ende 2018 beziehungsweise Anfang 2019 so schnell durchgelesen habe, dass ich sogar vergessen habe, Blogposts zu ihnen zu schreibt, sagt schon sehr sehr viel. Abgesehen von ein paar besonderen Ausnahmen hatte ich es wirklich lange nicht mehr, dass ich Bücher so schnell durchgesuchtet habe. Ich wollte echt nicht aufhören mit dem Lesen und habe mich einfach tagsüber hingesetzt und Kapitel um Kapitel gelesen, was ich so lange nicht mehr hatte und ach ♥.

Story: Mal schauen, was ich noch so zusammenbekommen kann. Gut, dass die zwei Bücher bei mir eh gedanklich irgendwie in eins übergangen sind. Von der Story her knüpfen jedes Buch in der Reihe ja auch immer nahtlos an das vorherige an, also von daher ist das eher weniger ein Problem. Ich bin mir aber nicht mehr so sicher, was meine ganzen Eindrücke beim Lesen betrifft.
Auch in diesen beiden Bänden ist das Tempo der Handlung nicht allzu schnell, außer vielleicht beim letzten Buch, da dort mehrere große Ereignisse dichter aufeinanderfolgen. In diesen beiden Büchern mag ich diesen Erzählstil sogar noch mehr als im ersten. Für mich hat es eine besondere Spannung mit sich gebracht und vor allem auch den Alltag der Charaktere ziemlich gut gezeigt, ohne langweilig zu werden.
Ich mochte es auch echt sehr, wie dadurch die Welt aufgebaut und in diesen zwei weiteren Bänden ausgeweitet wurde, vor allem auch was Akkarins Hintergrundgeschichte betrifft und Dannyls Reise, wobei ich gerne zu seiner persönlichen Reise noch etwas mehr Details gehabt hätte. Ich habe mich echt sehr gefreut, dass seine Sexualität thematisiert wird und ich mochte auch den eher zurückhaltenden Ansatz, weil dadurch zwar schon deutlich wurde, wie belastend es für ihn und in dieser Welt war und ist, und wie viel besser es ihm später geht und ich mag es, dass der Fokus auf dieser Entwicklung liegt. Ich hätte trotzdem gerne noch mehr zu der Liebesbeziehung gelesen.
Ich bin mir auch nicht ganz sicher, was ich von einer gewissen anderen Liebesbeziehung halte. Einerseits hat sie mir schon gefallen, aber irgendwie... Ich weiß nicht, ob es mir irgendwie zu voraussehbar war und deshalb da irgendwie kein Reiz für mich vorhanden war oder ob mich da irgendwas anderes stört.
Mal abgesehen davon, dass es nicht das einzige Liebesding von Sonea ist, was ich wiederum recht cool finde. Im Sinne von: Nur weil die zwei Charaktere sich irgendwie nahe sind und mindestens einer romantische Gefühle hat, kommen sie auch auf jeden Fall irgendwann zusammen und bleiben dann zusammen und bekommen ein Happy End. Das ist ja so ein typisches Ding und ich finde es angenehm, dass es ihr nicht der Fall ist.
Was Akkarins Rolle in der Geschichte betrifft... Ganz zu Anfang, eigentlich nur im allerersten Buch, war er einfach nur das Mysterium. Aber eben genau wegen dieser Rolle war mir auch ziemlich schnell klar, dass mehr dahintersteckt und ich war mir auch sehr sicher, dass die entstehende Meinung der Charaktere über ihn und seine Handlungen eben nicht so sind, wie sie zu sein scheinen. Das war für mich ziemlich offensichtlich.
Es hat mir trotzdem gefallen, wie das alles aufgeklärt wurde und was eben dahintersteckt und wie sich das alles im Hinblick auf die ganze Geschichte entwickelt hat. In der Hinsicht gefällt mir auch die Beziehung zwischen Akkarin und Sonea und dessen Entwicklung sehr, nur eben nicht so sehr die Entwicklung gegen Ende, aber gut.
Cery nimmt erst später wieder eine größere Rolle in der Geschichte ein, was auch sehr interessant war. Einen Charakter im ersten Buch sehr viel zu lesen und dann eine ganze Zeit lang gar nicht mehr, war auch etwas, dass mich an dieser Reihe etwas überrascht hat, tatsächlich auch größtenteils positiv. Mich hat Cery und seine Geschichte sehr interessiert und ich fand es etwas schade, dass länger nichts zu ihm kam, umso mehr habe ich mich aber gefreut, als wieder etwas zu ihm kam und auch bei ihm haben mir die Entwicklungen wirklich gut gefallen.
Seine Liebesgeschichte ist übrigens die, bei der ich wirklich sehr zufrieden bin und die mir auch insgesamt gefallen hat. Tja, Nebencharakter-Liebe und so.
Was die ganze Sache mit dem Krieg und das Ende angeht... Hm, hätte ich mir irgendwie auch etwas anders gewünscht. Über die Gegner und deren Land und Lebenssituation hätte ich gerne insgesamt noch mehr erfahren. Da sind irgendwie nur vereinzelte Bruchstücke, viele nicht einmal aus deren eigener Perspektive und es hat mich sehr neugierig gemacht, ohne diese Neugierde in diesen Büchern zu befriedigen.
Und das Ende... Ja... Ich sag's mal so: Es hätte nicht so ausgehen müssen, wirklich nicht. Ich kann natürlich schon nachvollziehen, warum es so geendet hat und es ist nicht direkt ein schlechtes Ende, würde ich sagen, aber eben auch kein ideales. Ich hätte mir von der Geschichte einfach was anderes erhofft.
Alles in allem mag ich die Story der Buchreihe insgesamt und diesen beiden Büchern oder auch jedem der drei Bücher für sich echt gerne. Der langsame, trotzdem immer spannende Erzählstil hat mir sehr gut gefallen und auch die Entwicklungen der einzelnen Charaktere und ihrer Beziehungen sind sehr interessant zu lesen gewesen.

Charaktere: Dannyl und Tayend sind definitiv meine Faves, neben Akkarin, den mag ich schon auch sehr gerne, weil er einfach alles ist, was ich mir von einem guten Charakter wünsche. Auch Cery und eine gewisse Nebencharakterin, die mit ihm zu tun hat, finde ich echt interessant.
Besonders bei Dannyl hat es mir gefreut, dass er doch eine recht große Rolle eingenommen hat und seinen eigenen Handlungsstrang hatte. Gerade in Anbetracht des Themas um seine Sexualität hat mich das echt sehr gefreut.
Auch Rothen habe ich ziemlich sehr schnell sehr lieb gewonnen. Er hat einfach eine sehr angenehme Art.
Sonea ist wieder mal so eine Charakterin, bei der ich irgendwie ziemlich unschlüssig bin. Einerseits mag ich sie schon ziemlich. Sie ist ein cooler, weiblicher Charakter, eigentlich immer ziemlich vernünftig und durchdacht und ihre Motive und Gedanken sind immer sehr klar. Ihre Gefühlen kommen genauso direkt durch, ohne irgendwie übertrieben zu wirken. Trotzdem habe ich, wie bereits erwähnt, irgendwie keinen richtigen Draht zu ihr gefunden. Ich weiß auch nicht, was da manchmal mein Problem ist. Also ich habe Vermutungen, aber die tun hier jetzt eher nicht zur Sache. Es ist einfach nur ein bisschen nervig.
Ich mag Sonea an sich, aber jetzt nicht auf eine irgendwie besonders starke Weise oder so. Sie ist ein cooler Charakter, aber ich mag viele der anderen Charaktere lieber und finde sie interessanter.
Vor allem bin ich auch mit dem Ende der Reihe, gerade was sie betrifft, unzufrieden, weil es so... Ich weiß nicht, ich finde es irgendwie klischeehaft und es nervt mich, wie voraussehbar es ist.
Aber gut, ich denke auch, dass das Meckern auf hohem Niveau ist und ich vor allem darüber verärgert bin, dass ich sie nicht einfach mehr mag. Na ja.
Dann wäre da noch Regin. [Spoiler!] Von dem hätte ich irgendwie noch etwas mehr erwartet? Also, ich dachte halt, dass er noch irgendwie eine größere Rolle spielen würde und noch wichtiger wäre und dann war es nur so ein kleines Ding und ich war so ? Na ja, kann sein, dass er einfach später nochmal eine Rolle spielt, also in der anderen Reihe oder so, das könnte ich mir sehr gut vorstellen. Meine eigenen Story-Telling Sinne haben mir auf jeden Fall das starke Gefühl gegeben, dass er mehr ist beziehungsweise mehr sein wird als nur der Mobber. [Spoiler Ende]
Oh und Lorlen hat ja auch noch eine größere Rolle gespielt. Ich bin gerade überrascht, an was für Namen ich mich alles erinnere, obwohl mein Namensgedächtnis so furchtbar schlecht ist. Da haben die Charaktere wohl doch viel Eindruck hinterlassen. Lorlen tut mir eigentlich vor allem leid... Ich mag ihn definitiv auch, aber jetzt nicht irgendwie besonders stark.
Dorrien fand ich tatsächlich auch sehr interessant. Er war mir ziemlich sympathisch und ich mochte ihn mit Sonea und diese Kombi aus Rothen als Vaterfigur von Sonea und Dorrien als dessen Sohn und ach, das fand ich irgendwie sehr süß und insgesamt einfach, wie Dorrien und Sonea miteinander interagiert haben und [Spoiler!] dass es eben tatsächlich nicht furchtbar schlimm war, dass nichts weiter aus den beiden geworden ist. Ihre Beziehung war so ein schönes 'Da ist definitiv irgendwie was da und es könnte noch sehr viel mehr sein', aus dem dann aber nie tatsächlich mehr geworden ist und wie bereits geschrieben finde ich, dass das mal eine angenehme Abwechslung zu vielen anderen Geschichten ist. [Spoiler Ende]
Insgesamt hat die Reihe auf jeden Fall sehr viele zu mögende Charaktere, von denen auch die meisten ihren Teil abbekommen und alle sich gut in die Geschichte einfügen. Mir kam keiner der Charaktere irgendwie direkt langweilig vor, auch wenn ich die meisten in ihrer Rolle schon sehr durchschaubar fand. Es war jetzt nicht so, dass ich von Anfang an wusste, was passiert oder wie sich Charaktere entwickeln oder so. Gerade bei Dannyl war ich immer sehr gespannt dabei und auch bei zum Beispiel Akkarin war ich neugierig, in welcher Weise meine Vermutungen sich bestätigen würden.
Es hat mir definitiv Spaß gemacht, all diese Charaktere bei ihrer Geschichte zu begleiten, sonst hätte ich den zweiten und dritten Band der Reihe ja auch nicht so verschlungen.

Fazit: Ich bin so froh, endlich diese Reihe gelesen zu haben! Ich hätte das echt schon viel früher tun sollen, aber gut, besser spät als nie. Ich hatte echt sehr viel Spaß und habe Band zwei und drei der Reihe sehr gierig verschlungen. Das eher langsame Erzähltempo gefällt mir sehr gut und ich finde es auch tatsächlich spannend, auch was den Verlauf der Geschichte betrifft.
Besonders Dannyls und Akkarins Rolle in der Geschichte fand ich sehr interessant und auch Sonea mag ich als Charakter sehr, wenn auch nicht so sehr, wie ich gerne würde. So ganz habe ich da keinen Zugang zu ihr gefunden. Mit Liebesbeziehungen und auch Freundschaften wird wirklich sehr angenehm in der Geschichte umgegangen.
Von dem Fantasy-Kram, also der Magie in diesem Fall, habe ich jetzt in diesem Review nicht allzu viel erwähnt, aber auch das ist gut gemacht und spannend gehalten. Auf jeden Fall eine Empfehlung für Fans von Fantasy mit Magiefokus.

Freitag, 8. März 2019

Buch: Queen of Air and Darkness von Cassandra Clare

Dear Books.


Ein weiteres Buch aus der Shadowhunters-Welt! ^-^ Und durchgelesenes Buch Nr. 2 von 2019 für mich.

In Zusammenhang mit:
  • 3. Band von The Dark Artifices (Deutsch: Die Dunklen Mächte) - 1. Lady Midnight, 2. Lord of Shadows
  • Verbindung zu The Mortal Instruments (Deutsch: Die Chroniken der Unterwelt)

Genre: Fantasy
Umfang: 880 Seiten (Taschenbuch Ausgabe)
Sprache (gelesen in): Englisch
Erstausgabe: 04.12.2018 Verlag: Margaret K. McElderry Books
Kurzbeschreibung: Innocent blood has been spilled on the steps of the Council Hall, the sacred stronghold of the Shadowhunters. In the wake of the tragic death of Livia Blackthorn, the Clave teeters on the brink of civil war. One fragment of the Blackthorn family flees to Los Angeles, seeking to discover the source of the disease that is destroying the race of warlocks. Meanwhile, Julian and Emma take desperate measures to put their forbidden love aside and undertake a perilous mission to Faerie to retrieve the Black Volume of the Dead. What they find in the Courts is a secret that may tear the Shadow World asunder and open a dark path into a future they could never have imagined. Caught in a race against time, Emma and Julian must save the world of Shadowhunters before the deadly power of the parabatai curse destroys them and everyone they love.

Gesamteindruck: Die Shadowhunters-Welt von Cassandra Clare ist jetzt schon so lange ein Teil von meinem Leben und auf dieses Buch, das dritte der The Dark Artifices Reihe, habe ich mich mal wieder ganz besonders gefreut, weil ich mit dieser Reihe in Mark einen neuen, absoluten Lieblingscharakter gefunden habe und ♥ Auch so ist es immer wieder wunderschön, von den Charakteren zu lesen, die bereits aus anderen Reihen gekannt sind und in dieser Reihe des öfteren vorkommen, da eben alle Reihen letztendlich doch relativ eng miteinander verbunden und verknüpft sind.
Ich bin schon ziemlich traurig, dass ich dieses Buch jetzt schon wieder durch habe, bin aber auch stolz auf mein Lesetempo, da dieses Buch ja nicht gerade wenig Seiten hat und ich freue mich SEHR auf die nächste Buchreihe, in der mein anderer Liebling aus der Shadowhunters-Welt, Alec, zusammen mit Magnus Hauptcharakter sein wird! :D
Story: Ich würde bei dieser Reihe zwei Elemente als Hauptplot nennen – zum Emma und Julians verbotene Liebe und zum anderen, zumindest in diesem Buch, die radikale Fraktion (Cohort) des Schattenjägerrats. (Wundervoll, wie ich mir über die ganzen Namen im Deutschen unsicher bin, da ich das Buch ja auf Englisch gelesen habe und nur die englischen Begriffe kenne. xD) Allerdings spiele in diese zwei Elemente noch EINE MENGE andere mit hinein, weshalb ich auch sehr zögere, es wirklich so extrem runter zu brechen.
Annabel zum Beispiel spielt ja auch, gerade im zweiten Band, eine sehr große Rolle. Dann wären da noch die Faeries (ich werde jetzt einfach mal die englischen Begriffe benutzen), die in allen drei Bänden sehr viel vorkommen und sehr wichtig für den Plot sind, auch hier im Dritten. Die Blackthorns als Familie sind auch eindeutig mit ein Hauptbestandteil des Plots.
So ähnlich durcheinander wie ich das jetzt hier beschrieben habe, ist es auch tatsächlich, was ich aber nicht unbedingt als etwas rein Schlechtes sehen würde. Ich mag es sogar ziemlich gerne, dass es so viele einzelne Handlungsstränge gibt und von jedem einzelnen Charakter, der eine größere Rolle spielt, mehr oder weniger die Hintergrundmotive und dessen Rolle in der Geschichte deutlich werden. Ich mag Geschichten mit sehr vielen Charakteren und auch das Element der Großfamilie finde ich sehr cool.
Letztes ist auch wirklich gut umgesetzt, gleichzeitig dramatisch und lustig, viele einzelne Verflechtungen der Familienmitglieder untereinander, geteilte und einzelne Schicksale, die verschiedensten Probleme und auch die unterschiedlichsten Charakterzüge und es verläuft definitiv nicht immer alles harmonisch, doch dieses Zusammenhaltsgefühl ist auf jeden Fall vorhanden und schön mitzuverfolgen.
Chaotisch ist es natürlich aufgrund dieser vielen Elemente, unterschiedlichen Charaktere und dem häufigen Sicht- beziehungsweise Handlungsstrang-Wechsel dennoch, was teilweise schon etwas nervig sein kann und auch wenn jeder Charakter quasi sein Stück vom Kuchen der Geschichte abbekommt, hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle vielleicht doch noch etwas mehr gewünscht.
An sich ist es aber eigentlich alles gut ausgeglichen. Schließlich sind Emma und Julian auch die Hauptcharaktere, dementsprechend macht es natürlich nur Sinn, dass der Fokus trotz allem auf ihnen liegt. Ich weiß jetzt nicht, was genau eigentlich der Grund ist, aber ich persönlich habe irgendwie keinen wirklichen Zugang zu den beiden Charakteren gefunden. Ich mag an sich die Dramatik und die Intensität ihrer Liebe und ihrer Geschichte und auch als Charaktere finde ich sie interessant. Ich würde sogar sagen, dass ich gerade Julian eigentlich mehr mögen müsste, rein von seinem Charakter her. Bei Emma war ich irgendwie ein wenig enttäuscht, auch wenn ich nicht genau sagen kann, wieso.
Dieser dritte Band hat an dem Ganzen bei mir auch nicht wirklich was geändert, obwohl dafür eigentlich schon Gelegenheit gegeben war. Na ja. Ich schätze, dass es einfach damit zusammenhängt, dass ich schon seit längerem immer eher zu den Nebencharakteren tendiere und mich queeren Charakteren wie Mark und Alec einfach verbundener fühle.
Die ganze Faeries Sache in dieser Reihe und vor allem auch noch einmal besonders in diesem Band hingegen hat mir SO GUT gefallen! Daran hatte ich echt sehr sehr viel Spaß und ich fand es sehr cool, mehr Einblick in diesen Aspekt der Downworlder und der Schattenjäger-Welt zu gewinnen. Elfen fand ich schon immer sehr faszinierend und besonders in letzter Zeit ist da meine Begeisterung noch einmal gestiegen. Dementsprechend hat es mir halt noch mehr gefallen.
Meine Liebe für Mark, der ein Halbelf ist, und besonders auch Kieran haben dem Ganzen nochmal die Krone aufgesetzt. Dann noch Cristina dazu und es wurde perfekt! [Spoiler!] Ich war ja echt am Anfang nicht sicher, ob ich es mir nicht nur einbilde und einfach zu sehr wünsche, dass aus den Drei etwas wird. Zum Glück lag ich falsch und mein Gefühl war richtig! Ahhh, ich bin so unendlich glücklich darüber! Ich liebe die Drei und ihre Beziehung so sehr! ♥ [Spoiler Ende!]
Auch Kit und Ty sind zwei Charaktere, die mir sehr ans Herz gewachsen sind und über die ich unbedingt noch mehr lesen will, womit wir auch schon dabei wären, dass [Mild Spoiler] doch einiges offen bleibt am Ende. Von der Haupthandlung klärt sich zwar alles auf, aber gerade zum Beispiel Kit und Ty betreffend und auch das, was sie zusammen beziehungsweise was Ty getan hat, bleibt im Raum stehen und deutet sehr daraufhin, dass dazu nochmal was kommen wird.
Mal ganz abgesehen davon, dass die gesamte Schattenjäger-Welt am Ende ja komplett neu gestaltet wird und irgendwo auch die Sache mit dem Cohort eben nicht 100% geklärt ist. Da gibt es schon noch so einiges, was erzählt werden könnte, müsste und wahrscheinlich auch wird. [Mild Spoiler Ende]
Das Element des Cohorts fand ich sehr heftig und tiefgreifend. Die Reihe wird hier doch sehr politisch und nimmt sich genau den Themen an, die uns auch in der Realität begegnen und zurzeit leider wieder sehr präsent sind. Dieser Teil der Story hat mich emotional echt mitgenommen. Immer wenn es um den Cohort ging, saß ich mit zusammengezogenen Augenbrauen, angespannt und wütend da und musste immer wieder mit dem Kopf schütteln, die Zähne aufeinander beißen, tief durchatmen und so weiter. Dieses sehr reale Problem ist echt gut eingebaut und so verdammt relevant, dass es der ganzen Geschichte eine schon ziemlich erschreckende Realität gibt, obwohl die Fantasy-Elemente ja schon sehr überwiegen, Urban Fantasy hin oder her, die menschliche Welt wird ja doch eher selten direkt miteinbezogen.

Charaktere: Nochmal ganz ganz viel Liebe an Mark, Cristina und Keiran! Ja, das muss ich extra nochmal ganz besonders doll betonen, weil aus Gründen. ;D Die Drei haben mich einfach so glücklich gemacht und ach. ♥
Dass ich nicht so richtig einen Zugang zu Emma finden konnte, was ich sehr schade finde, habe ich ja auch schon erwähnt. Vielleicht ist es mit ein Problem der Tatsache, dass eben sehr viele unterschiedliche Charaktere und Sichten mit Teil der Geschichte sind und obwohl der Fokus auf Emma und Julian liegt, die Beiden eben seltener ganz für sich glänzen, sondern immer eher im Zusammenhang miteinander oder ihrer Familie. Kann sein, dass ich da mal wieder viel zu anspruchsvoll bin, wobei es bei den drei oben genannten ja absolut kein Problem war. Allerdings kann ich die Drei auch tatsächlich eher für sich sehen. Seltsam. Na ja.
Julian hatte ich ja auch schon erwähnt und ja, eine ähnliche Sache wie mit Emma. Zeitweise finde ich seine Sturheit auch nervig, auch wenn es Sinn macht und eben Teil seines Charakters und seiner Story ist und so. Genau wie bei Emma weiß ich auch hier nicht so richtig, was genau mein Problem mit seinem Charakter ist.
Wen ich auch noch sehr ins Herz geschlossen habe, sind Ty und Kit. Die zwei sind einfach sehr goldig und auch der Hauptgrund, warum ich sehr auf noch weitere Bücher der Reihe hoffe beziehungsweise davon ausgehe, [Mild Spoiler] weil eben Dinge offen bleiben und einfach nicht auf eine befriedigende Weise enden. [Mild Spoiler Ende] Ich mag ihre jeweiligen Charakterhintergründe echt sehr gerne und auch ihre Freundschaft ist sehr süß.
Dru kommt ziemlich wenig vor und ich habe das Gefühl, sie nicht wirklich richtig kennengelernt zu haben, was ja nur logisch ist bei so vielen Charakteren, aber besonders in diesem Buch hat sie nochmal tolle Momente und ich glaube, wenn sie etwas älter ist und noch öfter vorkommt, werde ich sie auch sehr mögen.
So und jetzt höre ich mal auf, hier Charaktere aufzuzählen, sonst wird dieser Post noch mehrere Seiten lang. xD
Ich find's sehr schön, dass die Charaktere aus The Mortal Instruments, also der allerersten Geschichte im Schattenjäger-Universum, recht viel vorkommen und mit Teil der Story sind, ohne zu sehr in den Mittelpunkt gestellt zu werden. Es ist ein sehr angenehmes Gefühl von 'Sie helfen den Portas', nur dass die Lesenden eben auch schon ihre Hintergrundgeschichten und ihre Rolle in der Welt kennen, vorausgesetzt die Buchreihe wurde auch gelesen. Es ist sehr cool, auf diese Weise noch weiter mitverfolgen zu können, wie ihr Leben weitergeht. :D
Insgesamt sind die Charaktere alle ziemlich cool und es gibt eigentlich von den hauptsächlich vorkommenden Charakteren niemanden, den ich nicht leiden kann. Klar, die ganze Leute vom Cohort und so, die Antagonisten eben, sind jetzt nicht gerade sehr likable, auch nicht auf die Weise, wie das zum Beispiel bei Sebastian bei mir der Fall war, aber gut, solche Charaktere kann eins ja nicht immer erwarten.
Besonders die Existenz der queeren Charaktere macht mich in dieser Reihe ganz besonders glücklich. ♥

Fazit: Die vielen verschiedenen Elemente, die auch in diesem letzten Band nochmal teilweise ganz neu aufgemacht werden, bringen zwar ein bisschen was an Chaos rein, verbinden sich aber letztendlich auch alle einigermaßen. Das Gleiche gilt für die ganzen Charaktere und deren Beziehungen, die einen genauso in Atem halten wie die Geschichte an sich. Ganz viel Liebe an die queeren Charaktere und wie mit den einzelnen Themen umgegangen wird!
Obwohl das Buch mit 880 Seiten wirklich dick ist und auch einiges an Handlungssträngen zu Ende und zusammengeführt wird, bleibt doch am Ende auf jeden Fall mehr als genug für weitere Bände der Reihe übrig, weshalb ich sehr gespannt bin, was da eventuell noch kommen wird.
Ich hatte sehr viel Spaß an diesem Buch und finde es immer wieder sehr cool, in die Schattenjäger-Welt einzutauchen und freue mich darauf, das auch zukünftig wieder tun zu können, sei es nun mit weiteren Bänden zu dieser Reihe oder den anderen aus diesem Universum, von denen ja schon welche angekündigt sind.

Dienstag, 30. Oktober 2018

Buch: The Magicians Guild von Trudi Canavan

Dear Books.


Dieses Buch beziehungsweise diese Buchreihe, The Black Magician Trilogie, gehört zu der Kategorie von Büchern, die ich bereits vor langer Zeit unbedingt lesen wollte. Jahre lang hatte ich diese Buchreihe im Kopf und als ich meinen Bücherplan für 2018 entworfen habe, um endlich wieder mehr zu lesen, habe ich dieses erste Buch der Reihe aufgeschrieben und nun habe ich es auch wirklich endlich gelesen! :D

Genre: Fantasy, Young Adult
Umfang: 465 Seiten (Taschenbuch Ausgabe)
Sprache (gelesen in): Englisch
Erstausgabe: 24.10.2001 Verlag: Voyager
Kurzbeschreibung: Every year, the magicians of Imardin gather together to purge the city streets of vagrants and miscreants. As masters of the disciplines of magic, they know that no ordinary lowlife can oppose them. But their protective shield is not as impenetrable as they think. Sonea, a young vagrant slum dweller, outraged by the arrogance and high-handedness of the magicians, throws a stone at their protective shield, putting all her rage behind it. She is stunned when her puny rock manages to break through the magic shield and knocks a magician unconscious. Running for her life, Sonea seeks refuge in the underground tunnels that course through the city, for the Guild s worst fear has been realized. An untrained magician is loose, and she must be found before her nascent, uncontrolled powers destroys herself and the city of Imardin.

Gesamteindruck: Bisher bin ich der ganzen Geschichte gegenüber recht neutral und sehr neugierig eingestellt. Und ja, die kleine Background-Story zu dieser Buchreihe habe ich ja bereits als Einleitung zu diesem Post erzählt. Ich habe dieses erste Buch der Reihe tatsächlich ziemlich schnell durchgelesen, worüber ich sehr froh bin und was auch sehr für das Buch spricht. Auch der Rest der Reihe und allgemein des Universums, in dem die Geschichte spielt, interessiert mich sehr.
Insgesamt ist es ja eine doch sehr bekannte Buchreihe und ich bin sehr froh, sie jetzt auch zu lesen.

Story: Die Story ist der Grund, warum ich dem Ganzen bisher eher neutral eingestellt bin. Neugierig bin ich definitiv und das war ich auch beim Lesen durchgehend. Für alle anderen tiefer gehenden Gefühle hat es bei mir lange gedauert. Aber gut, ich bin da vielleicht auch oftmals sehr überanspruchsvoll.
Das Gute ist – ich bin mal wieder ohne jegliche Erwartungen an die Geschichte rangegangen und ich habe nach wie vor keine Erwartungen und nicht wirklich irgendwelche Theorien beziehungsweise auch nur Ideen, was weiterhin passieren könnte. Auch während des Lesens war das nicht anders. Ich mag das sehr. Zum Teil ist das irgendwo meine Einstellung, aber es funktioniert immer bei manchen Geschichten besser als bei anderen.
Natürlich sind manche Dinge trotzdem vorhersehbar oder es wird im Verlauf der Story einfach deutlich, dass einige Ereignisse unausweichlich sind, aber das ist ja nochmal ein anderer Punkt, der mich aber auch in keiner Weise stört. Sowas macht eine Geschichte sogar eher zu einer guten Geschichte. Unerwartetes ist immer cool, aber es muss ja auch klar sein, dass die Geschichte irgendwo hingeht und all sowas.
Meine neutrale Einstellung kommt vor allem daher, dass sich der Großteil des ersten Buchs für mich wie ein sehr langer Prolog angefühlt hat und ich lange darauf gewartet habe, dass dieser erste Abschnitt endet, was erst ziemlich spät passiert. In dem Sinne zieht sich die Story ziemlich und es dauert, bis wirklich etwas passiert, dass die Story voranbringt und die Charaktere herausfordert, den allgemeinen Zustand ändert.
Ich würde nicht sagen, dass das grundsätzlich schlecht ist. Es kann nervig und anstrengend sein, aber ich finde hier macht es sehr viel von der Spannung aus und schaffte es sehr gut, meine Neugierde aufrecht zu erhalten und noch zu steigern. Und ich finde es sehr interessant und gut gelöst, wie dem Leser dadurch die Welt sehr langsam nähergebracht wurde. Am meisten lernt man erst gegen Ende, aber die Happen vorher bereiten einen schon darauf vor, wodurch die Informationen später weniger überladen wirken.
Sowieso kommt mir in dieser Geschichte bisher nichts überladen vor und ich denke auch nicht, dass es an Tiefe fehlt, die konnte sich bloß teilweise noch nicht richtig zeigen. Aber es ist defintiv einiges vorhanden und ich mag es, das die Geschichte sich damit wirklich Zeit lässt, ohne allzu langatmig oder gar sinnlos zu wirken.
Dadurch hat man wirklich viel Zeit, die Charaktere besser kennenzulernen. Wie schon geschrieben fehlt mir da zwar auch noch einiges, aber ich bin sicher, dass es da ist und sich in den weiteren Büchern mehr davon zeigen wird.
Die Geschichte fängt mit diesem ersten Buch wirklich gerade erst an und auch das tut sie eher gegen Ende des ersten Buches.

Charaktere: Lustigerweise habe ich vor allem den Magiern sehr lange sehr misstraut, was wahrscheinlich auch so gedacht war, da es Sonea ja genauso geht. Mir ist das erst beim Schreiben dieses Blogposts so richtig klar geworden.
Ich bin echt gespannt, wie sehr ich mich da bereits bei manchen Charakteren von Soneas Sichtweise habe beeinflussen lassen. Ingesamt bin ich super gespannt darauf, wie es weitergeht. Da sich das ganze erste Buch eher so einleitend anfühlt, ist es irgendwie schwer, schon genaueres zu sagen.
Ich mag die meisten Charaktere, so viel ist klar und selbst die, die ich nicht mag, machen mich sehr neugierig in Hinblick darauf, wie tief sie sind und was für eine Rolle sie noch weiterhin spielen werden. Das Gefühl, das da einfach noch eine Menge fehlt und darauf wartet, erzählt zu werden, ist das, was am stärksten vorherrscht.
Sonea und Cery sind die Charaktere, die man am besten kennen lernt. Rothen würde ich auch dazuzählen, aber er ist einer der Charaktere, wo ich das Gefühl habe, das mehr hinter allem steckt, das ich nach dem ersten Buch einfach noch nicht wissen kann. Ähnlich geht es mir mit Dannyl und auch mit Faren, mit Akkarin sowieso.
Die Charaktere denken tatsächlich auch recht viel nach, was mir sehr gut gefällt und auch zu dem langsameren Storytelling-Stil passt. Dementsprechend sind auch die Handlungen der Charaktere meist nachvollziehbar, zumindest die deren Gedanken und Gefühle dem Leser verraten werden. Die anderen bleiben natürlich sehr bewusst im Dunkeln.
Ich bin definitiv angefixt, gerade in Bezug auf die Charaktere und werde mir wohl sehr bald den nächsten Teil der Reihe kaufen.

Fazit: Mir erscheint dieses gesamte erste Buch der Black Magicians Reihe wie eine lange Einleitung in die Geschichte, was Gutes und Schlechtes hat. Mich lässt es mit einem eher neutralen Gefühl und sehr sehr viel Neugierde zurück. Spannung ist definitiv vorhanden, auch wenn sich eben alles etwas zieht. Mir gefällt dieser Erzähl-Rhythmus ziemlich gut. Vielleicht weil es dem ganzen einen realistischen Touch gibt.
Am meisten bin ich aber bloß neugierig auf alles Weitere. Das ist das vorherrschende Gefühl, mit dem mich dieses erste Buch der Reihe zurückgelassen hat.