Mittwoch, 10. Oktober 2018

Buch: Sehnsucht nach uns von Isabel Shtar

Dear Books.


Wie mein Schreiben dieser Blogposts mal wieder super zu meinem Lese-Verhalten passt, aber auch gleichzeitig so gar nicht und!? Wie habe ich das jetzt eigentlich wieder hinbekommen? xD

Genre: Gay-Romance, Drama
Umfang: 458 Seiten (Taschenbuch Ausgabe)
Sprache (gelesen in): Deutsch
Erstausgabe: 17.03.2014 Verlag: Cursed Verlag
Kurzbeschreibung: Was bedeutet Freiheit – und ist sie für jeden Menschen gleich? Für Landmaus Bruno sind Großstadt und Studium das Abenteuer seines Lebens. Weit weg von seinem behüteten Dorfleben ist er von vielen neuen Eindrücken manchmal reichlich überfordert. Alles scheint plötzlich möglich – vor allem für eine schwule Jungfer. Doch als dann Gideon auf den Plan tritt, wird Brunos Welt vollkommen auf den Kopf gestellt, denn Gideons Vorstellungen von Freiheit sind so ganz anders als Brunos...

Gesamteindruck: So schön, wie ich bei diesem Buch mal wieder gemerkt habe, wie sehr ich Gay Romance einfach liebe. Es ist und bleibt so und ach, ich bin so froh, dieses Buch endlich gelesen zu haben und hatte so Spaß dabei! Zusätzlich wurde ich auch noch mindestens einmal wirklich sehr positiv überrascht und hach, ich mag hier gerade mal wieder am liebsten die ganze Zeit mit ganz vielen Herzen werfen.
Auch noch erwähnenswert wäre, dass ich auf dieses Buch gekommen bin, weil ich 'Froschprinz' gelesen habe, ebenfalls von Isabel Shtar. Ich weiß jetzt gerade nicht genau, welches Buch zuerst rauskam, aber rein zeitlich betrachtet würde 'Sehnsucht nach uns' vor 'Froschprinz' spielen. Die Charakter in diesem Buch hier jetzt kommen auch in 'Froschprinz' vor und andersrum, mehr oder weniger. Dadurch bin ich überhaupt auf das Buch gekommen. Ich liebe solche Verknüpfungen, auch wenn es in diesem Fall keine besonderen Auswirkungen auf die jeweiligen Geschichten hat. Ich mag es einfach, dass mehrere Geschichten in dem gleichen Universum spielen.

Story: Wie die Kurzbeschreibung ja bereits erwähnt, sind die Hauptcharaktere im Uni-Alter, was ich selber als Student super cool finde. Schon allein weil es eben nicht dieses typische High School Zeugs ist, was bei 'Froschprinz' zum Beispiel ja schon der Fall ist. High School hat auch definitiv einen besonderen Reiz, aber dieses Uni/College-Alter verdient definitiv mehr Aufmerksamkeit!
Diese Zeit im Leben ist so eine Schwelle zwischen dem Schulchaos, der 1. Findungsphase sozusagen und dem „richtigen“ Erwachsenen- und Arbeitsleben. Es ist eine Zeit mit viel Ausprobieren, viel Neuem und den ersten, festeren Grundsteinen des eigenen Lebens. Ich finde, dass 'Sehnsucht nach uns' dieses Gefühl wirklich sehr gut einfängt, ohne zu sehr zu über oder zu untertreiben.
Die Geschichte hat so so viele unendlich coole Entwicklungen und ich war echt jedes Mal wieder positiv überrascht. Mit einer guten Geschichte, die mir sehr gefällt, hatte ich so oder so gerechnet, aber die allerhöchsten Erwartungen oder so hatte ich nun auch nicht. Umso cooler ist es, da dann wiederholt überrascht zu werden.
Ich will jetzt auch gar nicht zu viel verraten. Auf jeden Fall wird die Story an keinem Punkt langweilig. Immer, wenn ich dachte, dass nicht sonderlich viel passiert, kam wieder irgendwas total überraschendes. Einiges davon war natürlich auch irgendwo vorhersehbar, aber trotzdem jedes Mal wieder eine interessante Storyentwicklung.
Neben nicht gerade wenig Drama gibt es aber auch einiges an Fluff, soviel kann ich ja schon sagen, ohne dass es allzu sehr spoilernd ist.
Was auch wieder sehr toll ist, ist der Humor. Da bin ich auch immer sehr glücklich, wenn der passt und ich daran Spaß haben kann, was bei diesem Buch definitiv der Fall ist und viel vom Charme des Schreibstils ausmacht.
Was mir beim Lesen auch noch aufgefallen ist: Manchmal quatschen die Charaktere echt eine ganze Menge und das auch am Stück und ahhh, irgendwie gibt mir das sehr viel positive Feels in Bezug auf mein eigenes Geschreibsel, weil ich das auch des öfteren mal mache und mich immer frage, ob das eigentlich so okay ist oder ob ich übertreibe. Da es hier in dem Buch auch so war, fasse ich das einfach mal als gutes Zeichen auf, dass man es schon machen kann.
Dann nochmal etwas Wichtiges: Neben allem anderen wird es zwischenzeitlich auch wirklich sehr dramatisch und psychische Probleme spielen eine große Rolle in der Geschichte. Dem sollte man sich bewusst sein, denn eine luftig lockere Lovestory ist 'Sehnsucht nach uns' in dem Sinne eher nicht.
Und eines will ich auch unbedingt erwähnen, weil es mich so unfassbar glücklich gemacht hat. Ich fasse es jetzt mal schlicht in einem Wort zusammen und lasse es dann mal so stehen, ohne genauer zu benennen, was für eine Rolle es in der Geschichte spielt: Polyamorie. Es ist kein Hauptthema oder so in der Geschichte, aber ich finde es sehr schön, dass es überhaupt Thema ist und wie damit umgegangen wird.
Das ist thematisch ein toller Übergang zu den Charakteren.

Charaktere (leichte Spoiler!): Es ist so toll, wie unterschiedlich die Ansichten der zwei Hauptcharaktere sind und wie ähnlich sie sich doch gleichzeitig in vielerlei Hinsicht wieder sind. Sie passen einfach so unfassbar gut zusammen. Da, wo sie unterschiedlich drauf sind, ergänzen sie sich und das, was sie gemeinsam haben, verbindet sie. Sex ist da bei den beiden das, woran es sich am besten zeigt.
Mal abgesehen von dieser coolen Beziehungsdynamik haben Bruno und Gideon auch jeder für sich einen tollen und interessanten Charakter und ich liebe liebe liebe es, dass sie sich selbst ganz anders wahrnehmen, als sie von anderen wahrgenommen werden und wie das im Laufe der Geschichte deutlich wird und sich bei den Beiden vor allem auch wieder durch und aneinander zeigt.
Insgesamt mag ich es bei der Story sehr, wie bei Gideon und seinem besten Freund mit deren Ruf umgegangen wird und mir gefällt in der Hinsicht auch wirklich sehr Brunos charakterliche Entwicklung, die so ganz unaufgeregt und quasi nebenbei passiert und doch so ausschlaggebend ist. <3
Sowieso liebe ich es, wie allen voran Bruno mit bestimmten Themen und Problemen umgeht und ach ach, dieses Buch macht einfach in vielerlei Punkten so vieles richtig!
Die Nebencharaktere sind da natürlich keine Ausnahme. Sie sind sehr individuell und ich mag es, wie unterschiedlich Brunos Eltern und dann dazu noch seine Oma sind und wie sie doch letztendlich irgendwie alle eine Familie sind. Ach ja, diese Familiendynamik ist auch einfach so Liebe, weil sie eben nicht diesem klassischen Model entspricht und trotz aller Schwierigkeiten funktioniert.
Es ist auch die ganze Zeit über deutlich, wie menschlich all die Charaktere sind und dass sie Fehler machen und dass sie das nicht gleich zu 'dem Bösen' schlechthin macht. Das hat mir auch wirklich sehr gut gefallen.

Fazit: Wer gerne Gay-Romance liest, eine schöne Mischung aus ernsthaftem Drama, einiges an Fluff und viel Hoffnung mag, ist mit diesem Buch auf jeden Fall gut bedient. Die Dynamiken zwischen den Hauptcharakteren und auch in Brunos Familie sind wirklich toll und ich wurde ein paar Mal sehr positiv von den Story-Entwicklungen überrascht, wodurch die Geschichte immer interessant blieb. Von mir eine ganz klare Empfehlung.

Freitag, 5. Oktober 2018

10.9.18

Dear not being so sweet to me right now Universe.

(Note: This post was me trying to motivate myself in the middle of the night because I felt like I needed it. ;D)

I should start with all the things that you are nice about to me, dear universe. Those things are actually a lot and yes, it’s sometimes, times like now, so so hard for me to really see those things and maybe I’m doing it wrong, but believe me, I really really do appreciate them, all of them, every single one, even the smallest.
It’s a matter of perspective, I know that all too well. You don’t realize what you’ve got until it’s gone – such a true sentence. Taking things for granted is so much easier than actually deeply appreciating them. I’m sorry for the times when I didn’t and couldn’t appreciate what I had, the times when I didn’t see, when I didn’t feel it. I’m so sorry.
And I’m sorry about now and all the things right now in this very moment that I’m too blind to see. I mean, I can think about them, I am thinking about them right now, but I really am taking them for granted. But nothing is for granted, nothing ever is.
It’s always such a hard lesson to learn and I don’t really understand why it has to be learned over and over again. It should be one of those things that you get after you learned it once. But I guess just always living in fear of losing things and people, of failure wouldn’t and couldn’t be the answer either.
What would be the answer? How could I truely appreciate all that I’ve got? By just being grateful? I am so so so grateful. I really am, even if I do take too many things for granted. I know I’m lucky in that sense. I’m lucky in so many ways. How could I not be thankful about that? Just because I often don’t think about all that I’ve got, regardless of what I don’t, doesn’t mean that I’m not endlessly thankful for every single little piece of goodness in my life.
Maybe I should work harder, be harder on myself. That could be the answer, the way to be truely grateful and appreciative of what I’ve got. Sounds logical at least. But what exactly would that do me if it just slowly killed me on the inside? Nothing much. Being lucky with stuff just to make myself unlucky with different stuff sounds like one of the most wrong things ever. I should keep my luck safe and build up on it and not destroy it just because it gives me a little headstart on things.
Living a happy life would be the answer than, right? I’ve always tried my hardest at that. This year, this year was supposed to be the year I tried even harder, got even farther, went even deeper, made it even closer to my dreams coming true. I am trying so so hard! Every single day. I know it does not seem like it over the last few days, it surely didn’t feel like it the last few days. But I still tried and fought and I still try and fight.
This year… it’s a mess. But you know what, universe? It’s my mess. For a lot I’m responsible myself and I can fix a lot myself, I’m sure of it. It takes determination, patience, luck (of course) and a whole bunch of hard work. I’m up for that. And yes, maybe it will take forever to see evidence of what I’m doing, maybe I can only do really tiny steps at a time, but at least I’m doing something and I’m actually moving and not standing still.
It’s the hardest thing to realize for myself most of the time. I want results and proof and appreciation for what I’m doing. I want to feel valid and productive and like a responsible adult, at least sometimes. The way to get there is really rough, escpecially right now.
I know that it’s stupid to basically write this text because of my a bit broken laptop, but oh well, it is what it is. That piece of tec means a whole lot to me and it’s done such a good job over the last years. It’s always been there for me. It made me waste a lot of time, but I’m sure that the last few days showed how I can waste even more time without that thing.
My laptop makes me feel like I’m capable of some productivity. Without it I’m kinda just trash. And yes, it’s called a trash can and not a trash can’t, but without my laptop baby I really am a trash can’t. My life exists online or rather the online world functions like a portal that helps me express myself, get myself out there, figure out who I am, what I want, how I may get there.
The hobbys I’m most passionate about are way more practical online than anywhere else. The online world is the world where I belong and I can’t ever concentrate on the offline world without my online world.
It’s sounds so weird and pretentious and maybe it is, it might as well be. It’s also fact though. For me right now it is fact. It might not be a good thing or even a really bad thing, but I believe that it’s the thing that I need right now. It’s the thing that I need to be able to move on from it some day. That won’t happen by force though, it will only happen by will and right now I’m not there yet, I’m not willing to be there yet. I’m getting there, I know it, but it’s not time yet.
It’s not time yet for a lot of things. That’s okay, that’s totally okay. It will be time someday, maybe even sonner than I think right now. It will be time. Time for things to be better, for me to be stronger, for you, lovely universe, to be nicer to be again. Time for all the things I dream of. Believing in it feels like the first step to get there.
Of course these are just the words, the thoughts of a still slightly coffee drunk me at half past one at night, these tend to be the best words, the best thoughts though. Sure, all of this might as well be lies, but it’s lies that I want to believe in right now and so I will.
I just refuse to give up. I don’t care if I need to tell myself lies to not give up. I don’t even care if all the fighting and believing will still mean nothing in the end. I want to fight and believe anyway. At least that’s doing something and I’d rather do something than just give up and let the nothingness swallow me.
So yeah, that’s what I wanted to tell you, universe. You can try to bring me down all you want (please don’t, it’s really exhausting!), I’m never ever gonna back down, no matter how much I might want to. There will always be a way. There will always be a tomorrow. There will always be another chance, another good thing. I will get there – to the time and place when everything is better again, when things fall into place again and my life will feel complete and I will feel capable of anything again.
I actually feel a little bit like that right now, just by writing these words and choosing to believe in them. What great powers already lie in such a simple thing as some words of hope.

Running into walls again

Dear Sweet Heart.

(Note: I don't know when I wrote this, but it's been some time ago. It's still true though.)

Life is not a race. You don't have to be the fastest, the strongest, the prettiest, the best at whatever you feel like you should or want to be the best at. You don't have to. No one has to. And yet we feel like we do.
It's always easy to call out society, but at the end of the day society is what it comes down to. Society is what we have to fit into. If that wasn't the case, all we'd need would be what our body requires, even though that also can't be the answer.
So in a way we really do need society. And it's not actually society that's wrong or at fault with anything. It's us. We are this society. We shaped it and we still shape it every day, every second. It might not seem like we make any impact, but if a lot of people make a few little things each day different than what society tells us is the right thing, things really can change and the right thing can become something different.

No one can to that on their own though. I know a lot of people that feel similiar about things that don't seem right in our society and that gives me hope. Oh, I'm always such a hopeful person. If I can't do anything else, I will at least hope. I never really give up hope and I think that's a really really good thing.
But hope... hope on it's own doesn't get you anywhere either. Hope can keep you going, yes. But hope can't actually take the steps for you. Hope can't really do anything. Hope is just there, silently supporting you. You're doing a great job, hope. The rest is up to me.

And I know, I know in my heart of hearts that I am capable of it – of the things that I want to achieve for myself. I am capable! I might be a mess and lazy and my energy and concentration always die so so fast, but I can do it. I can do anything, if I just really put my mind to it. I know that I can.
What's stopping me then? What's the problem? I'm asking myself this over and over again and there are answers and they are true answers and I try my hardest to fight all of those answers to get where I wanna be. And I always knew that it would not be easy. The important things never are.

But even knowing all these things and fighting so hard, I feel like it's not enough and I should do more, because I can do more, if I just... if I just...!
I don't know. If I just had the energy. If I just had the concentration. If I just had the time. If I was just brave enough. If I just fucking did what I have to do to get where I want to be!
It's never ''just'' though. It really never ever is.

It always seems so easy, even when I know it's not or at least not for me. Easy... School was easy for me. Giving up would be easy, I suppose. Not even just giving up, but giving in to what seems to me like the easy way. The easy way... Yeah, the way where I stop fighting for what I really want and what I think would be the right thing for me. Giving in to what society wants from me.
To put it into precise words: Go and make money. Get a job that you can work at the whole day, so that when you're done for the day and you go home, the day is almost over already. Do that every single day. Great life, isn't it?

It sounds so easy to me. I'm almost jealous of all the people, who can do it. No, not jeealous, I envy them. I envy them for being able to give in. For being able to exchange work and time for money and nothing else.
On the other hand I really don't envy them for the time they spend senselessly working to only get some money to buy some things to work more and buy more and so on and so on. I really don't envy them for wasting so much time of their life – cause that's what it always always feels like to me.
All the times that I had worked a regular job thing, it felt so senseless, so pointless, so wasteful. Not to say that there aren't things that need to get done, that need someone to do them. There are so many of those things. And I also get that you have to do, to work something. Do things and get things for doing them – it's a simple and logical system, nothing wrong with this basic idea.

But I don't... I just don't feel like I should work my life away. Where's the good in that? Just being part of the system? Being able to afford things? Being able to live a basic life?
It's not like I don't wanna work. Oh, I do wanna work. I wanna work on myself. I wanna work on experiencing the world. I wanna work on living, really living. I wanna work on my writing, on all my lovely projects. I wanna work on translating written works. I really want to work. I really do. And yeah, some money would be nice too. It really would.

So why can't I? Why can't I go out there and do what I need and want to do? What's stopping me? Looks a lot like I'm stopping myself. I might not be the only one to blame, but yeah, a lot of it is on me and I know that. It's weighting me down even further. I myself am the wall I keep running into.
It's societies fault in a lot of ways and probably the fault of a lot of things I've been told by others and also the fault of school being kinda easy for me. My low energy thing is to blame and so is my social anxiety, my fast dying concentration, my hard to catch motivation and the strong pull of the idea to just give in to everything that seems so much easier than keeping up the fight.

To be honest: Most of the time it doesn't feel like fighting. It feels like I'm being lazy, because I give everything so much time. I feel like I should rush myself more. I feel like I should pressure myself. Stupid, because at the same time I know so so well that more pressure would just make me crumble. I have to take things at my own speed. I can't force myself, even if I should and I will, if there is no other way.
That's the one things that keeps me from going into a wild panic: So far I've always done what needs to be done at the right time. I'm not completely incapable of everything. There's things I can do. I might do them late, but I do them. That gives me some hope, maybe even some confidence in myself and my timing.

So maybe I'm not really running into my own wall. Maybe, just maybe my hands are pressing against the wall and push it further and further back every single second and the wall moves bit by bit, a movement so little that I don't and can't notice it, but when the time is right, I will feel it and it will make a difference, the difference. Maybe...
Can I trust in that? Or is this just senseless hoping when I should actually force myself for real, even if I might crush myself in the process? What risk is the right one to take? What's more promising and what's more likely to end up in total failure?
I don't know. I guess, it seems pretty equal to me and I absolutely don't wanna crush myself. Time might not be on my side, but I am definitely on my side. So, what would I do without myself anyway, if I got crushed? What would that be worth for?

Call it waiting, call it being stupid and lazy, call this whole text that I've just written make believe – maybe it is all those things. I choose to believe though. I choose hope and faith in myself. I choose not crushing myself, but giving myself the time that I seem to need.
It will all turn out alright. I got this. It's fine. Everything will fall into place eventually. Such cliché words to say, but I really do believe in the truth that I find within them.

Samstag, 11. August 2018

Anime: Baccano!

Dear Anime.


Wie lange ich diesen Anime schon schauen wollte! Und jetzt habe ich es endlich getan und es ist alles, was ich wollte und noch so viel mehr!

Genre: Action, Adventure
Länge: 16 Episoden je 25 Minuten
~ 16 Episoden, 400 Minuten
Jahr: 2007-2008
Kurzbeschreibung: During the early 1930s in Chicago, the transcontinental train, Flying Pussyfoot, is starting its legendary journey that will leave a trail of blood all over the country. At the same time in New York, the ambitious scientist Szilard and his unwilling aide Ennis are looking for missing bottles of the immortality elixir. In addition, a war between the mafia groups is getting worse. On board the Advena Avis, in 1711, alchemists are about to learn the price of immortality.

Gesamteindruck: Ach ach, gaaaaaanz viel Liebe an diesen Anime! Ich war so am Lächeln bei den letzten Folgen und ach. <3 Mich erinnert der Anime auf so viele Weisen an Durarara, was keine Überraschung ist, da es vom gleichen Creator kommt, aber ja, ich liebe einfach die Stimmung in diesen beiden Anime und es ist so wundervoll, dass ich mit Baccano wieder in diese Stimmung eintauchen konnte und jetzt auch noch Durarara beziehungsweise Izaya Feels habe. :D

Story: Ich will alles an diesem Anime, einfach nur herzen. Und ich herze auch den Aspekt, den ich jetzt erwähnen werde, aber ich kann auch verstehen, dass es manchen deswegen eher nicht gefällt – die Erzählweise ist etwas sehr durcheinander und es wird sehr viel in verschiedenen Zeiten und zwischen einzelnen Handlungssträngen hin und her gesprungen, wie es ja auch bei Durarara der Fall ist. (Ja, ich weiß, Baccano kam vor Durarara, aber meine Schau-Reihenfolge ist halt andersrum.)
Dieses Rumgespringe kann ziemlich verwirrend sein, vor allem wenn man zwischendurch länger nicht weiterschaut, was auch ich getan habe, aber da ich den Anime total mag und mir dementsprechend auch vieles sehr gut merken konnte, habe ich eigentlich recht schnell wieder reingefunden und auch nicht die Motivation weiter zu schauen verloren.
Überhaupt war die ganze Zeit über so viel Spannung und ich war so neugierig auf all die Charaktere, dass ich diese Motivation an sich gar nicht verlieren konnte, auch wenn ich zwischendurch nicht weitergeschaut habe. Die Motivation an sich war immer da, weil ich so gespannt war.
Und ahhh, ich wurde wirklich nicht das kleinste Bisschen enttäuscht! Die Charaktere, ihre Geschichten, die große ganze Geschichte, die sich mit der Zeit entfaltet, und wie das alles zusammenhängt und nach und nach aufgeklärt wird, ist so gut und so zufriedenstellend und ah. <3
Ein paar Dinge bleiben zwar offen, aber das ist auch zum Teil der Geschichte selbst geschuldet und ich mag es sehr, wie mit dieser Offenheit am Ende umgegangen wird, allgemein wie die Geschichte am Anfang und am Ende eingerahmt wird. Es ist so perfekt! Ich kann es nicht anders beschreiben.
Von der Spannung hatte ich ja schon erzählt und auch die Action kommt absolut nicht zu kurz und hat mir sehr gut gefallen. Ich mag es einfach, wie over the top es teilweise ist, was man ja von Anime gewohnt ist.
Was ich auch sehr cool an Baccano und Durarara finde, ist wie das Fantastische in das Reale eingearbeitet wird. Bei Durarara ist es besonders zu Anfang noch mehr eher unterschwellig, aber Baccano geht definitiv in die gleiche Richtung und ich wusste absolut nicht, dass Unsterbliche Teil der Geschichte sind, was nicht wirklich ein Spoiler ist, deshalb erwähne ich es. In der Kurzbeschreibung steht ja auch drin, dass Unsterblichkeit mit der Hauptpunkt der Geschichte ist und es dreht sich sehr vieles darum. Letztendlich ist es das, was alles verbindet und was einen die ganze Zeit über so schön rätseln lässt.
Und ach, Unsterblichkeit ist so ein tolles Thema, zu dem ich auch selber eine gewisse Idee habe und ah, in der Hinsicht hat der Anime so sehr meine Erwartungen übertroffen.

Charaktere: So verdammt interessant! Alle! Und ich meine wirklich alle. Okay, es gibt ein paar wirklich sehr nebencharakterliche Charaktere, die kaum Bedeutung haben, aber alle anderen, die auch eine größere Rolle in der Geschichte spielen, wirken so unendlich interessant und so verschieden und so besonders und einzigartig, was ja auch bei Durarara ein Ding ist.
Ich mag auch wirklich dieses ganze Gang- und Mafia-Ding, das hat einfach einen gewissen Reiz und der Anime bekommt es auch wirklich gut hin, die Grenzen zwischen Gut oder Schlecht oder was eigentlich genau Gut und Schlecht ist, verwischen zu lassen, was ich immer sehr cool finde.
Mehr zu einzelnen Charakteren zu schreiben, würde wahrscheinlich ziemlich ausarten, da es so viele gibt und sie alle so interessant sind, aber ich nenne zumindest mal ein paar meiner liebsten Charaktere: Firo, ''Rail Tracer'', Czeslaw, Huey, Chane, Graham.

Fazit: Ein wirklich wirklich guter Anime mit viel Spannung, Action, Unsterblichen, sehr interessanten Charakteren und dieser gewissen Stimmung, die ich schon bei Durarara sehr mochte. Es gibt verschiedene Handlungsstränge und viele Zeitsprünge, was ich persönlich total cool finde, aber auch ziemlich verwirrend sein kann.
Von mir definitiv eine klare Schau-Empfehlung! Wer Action mag und auch Durarara mochte, wird auch diesen Anime mögen.

Freitag, 27. Juli 2018

TV Show: Voltron - Legendary Defender S5 & S6

Dear TV Shows.


Eigentlich müsste ich jetzt nachschauen, was überhaupt nochmal in den zwei Staffeln passiert ist und eigentlich wird mein Kommentar wahrscheinlich sehr ähnlich wie das zu den anderen Staffeln ausfallen, aber was soll's.

Genre: Animation, Action, Adventure
Länge: 11 Episoden je 23 Minuten (Staffel 1)
+ 13 Episoden je 23 Minuten (Staffel 2)
+ 7 Episoden je 23 Minuten (Staffel 3)
+ 6 Episoden je 23 Minuten (Staffel 4)
+ 6 Episoden je 23 Minuten (Staffel 5)
+ 7 Episoden je 23 Minuten (Staffel 6)
+ Staffel 7 im August!
~ 50 Episoden, 1150 Minuten
Jahr: 2016-
Kurzbeschreibung: Five teenagers become the last line of defense for the galaxy in an intergalactic battle against the evil alien force led by King Zarkon.

Gesamteindruck: Da es inzwischen so viele Staffeln sind,
verschwimmt die Handlung der einzelnen Staffeln sehr miteinander. Zumindest für mich. Und es ist auch tatsächlich so, dass ursprünglich die Episoden nicht in so viele Staffeln geteilt werden sollten, es also theoretisch weniger Staffeln sind, weshalb die Staffeln auch recht wenige Episoden haben.
Aber auch so zieht sich die fortgeführte Handlung ja durch alle Staffeln und insgesamt ist es eine ganze Geschichte, von daher ist es wohl nicht weiter verwunderlich, dass bei mir alles miteinander verschwimmt, was die einzelnen Staffeln betrifft.

Story (nicht ganz spoilerfrei!): Ich habe nochmal ein bisschen kleine Beschreibungen zu den einzelnen Folgen von Staffel 5 und 6 nachgelesen und ich denke, ich weiß jetzt in etwa wieder, was in welcher Staffel passierte.
Demnach wäre Staffel 5 die Staffel mit viel Lotor und ♥ Für mich war auch von Anfang an klar, wie das in etwa in Staffel 6 ausgehen würde, auch wenn ein Teil von mir eine doofe Hoffnung hatte, die gar keinen Sinn macht, weil sie Lotors ganzen Charakter zerstört und unsinnig gemacht hätte. Ach ja, Lotor verdient auf jeden Fall auch einiges an Text in meiner Charakter-Kategorie.
Insgesamt dreht sich in der 5. und 6. Staffel recht viel um Lotor. Zu sagen, dass er der Hauptkonflikt der Story ist, wäre nicht so ganz richtig, auch wenn es das ist, was definitiv im Hintergrund passiert und der Konflikt mehr als einmal auch sehr direkt im Vordergrund steht.
Das führt auch dazu, dass die Haupthandlung an sich sehr viel von und durch Lotor geleitet wird, was ziemlich... interessant ist, wenn man bedenkt, was für eine Rolle Lotor vorher in der Geschichte gespielt hat und wie sehr sich das im Verlauf der Geschichte ändert, vor allem was diese beiden Staffeln betrifft.
Ansonsten ist es zum Teil sehr viel ruhiger, als in den anderen Staffeln und der ganze Konflikt der Geschichte verschiebt sich etwas, zumindest für eine Weile und der Konflikt nimmt definitiv eine andere Richtung an, was mir sehr sehr gut gefallen hat. Ich fand ja auch Zarkons Background-Story wirklich interessant, weil ich solche Hintergründe, gerade bei den 'bösen' Charakteren, wirklich wichtig finde.
Lotor ist da als 'böser' Charakter wirklich ein sehr sehr interessanter Fall, aber ja, mehr dazu unter Charaktere.
Das wirklich Schöne, vor allem an der sechsten Staffel, ist, dass Keith wieder etwas mehr vorkommt und fast ein bisschen zurückkommt, wenn man es so sehen möchte und ich möchte das. Insgesamt wird noch einiges mehr über Keiths Background aufgeklärt, was mir auch alles sehr gut gefallen hat und interessant war.
Shiro nimmt, vor allem auch in der sechsten Staffel, eine ganz besondere Rolle ein. Irgendwie wussten viele darüber schon vorher Bescheid? Und vielleicht habe ich da auch in den anderen Staffeln vorher einfach irgendwie was verpasst, auf jeden Fall war es dadurch keine wirkliche Überraschung für mich, was ich ein bisschen schade finde. (Der Grund, warum ich immer ranschreibe, dass Spoiler oder spoiler-ähnliches in diesen Kommentaren enthalten sein könnte.)
Nichtsdestotrotz ist es eine interessante Entwicklung und bringt sehr viel Drama in die Geschichte, was mir sehr gut gefallen hat. Ohnehin habe ich das Gefühl, dass das Haupt-Drama im Laufe der Staffeln immer persönlicher für die Charaktere geworden ist und das mag ich sehr.
Auch was die Alien-Rassen betrifft, gibt es neue, interessante
Entwicklungen, die mir sehr gefallen und dem ganzen Universum der Geschichte immer noch mehr und mehr Tiefe geben. Insgesamt wird irgendwie mit jeder Staffel und jeder Entwicklung in dieser Hinsicht der Geschichte mehr Tiefe verliehen, ohne dass es die Geschichte in irgendeiner Form überladen wirken lässt.
Ich glaube, ich mag insgesamt das Erzähltempo bei Voltron sehr. Die Geschichte kommt mir nie überladen vor und auch die Nebengeschichten zu den einzelnen Charakteren oder anderen Alien-Rassen sind nie überfordernd, sondern werden nebenbei erzählt, aber bekommen trotzdem ihre ganz eigene Wichtigkeit und Gewichtung. Auch was die Hauptstory betrifft, wird nie zu viel auf einmal erzählt und es gibt auflockernde Episoden zwischendurch, die zwar schon Filler-Charakter haben, aber niemals langweilig sind. Das macht die Serie insgesamt sehr angenehm zu schauen.

Charaktere (auch ein bisschen spoilerig): In diesen zwei Staffeln machen Lotor, Keith und Shiro einiges an Charakterentwicklung durch, was ich sehr cool finde.
Wie bereits erwähnt, hat Lotor für mich Lieblingscharakter-Status und ich finde es so toll, wie komplex er ist, ohne zu komplex zu sein. Ich würde schon sagen, dass er recht durchschaubar ist als Charakter, aber er bewahrt sich auch die ganze Zeit über etwas Mysteriöse und ich habe ihm sein 'gutes Getue' nie so ganz abgenommen beziehungsweise hat es sich für mich einfach falsch angefühlt aka in nicht zu ihm passend.
Nichtsdestotrotz sind seine eigentlichen Motive gar nicht unbedingt schlecht und das finde ich mit am allerfaszinierendsten an ihm und ich denke, dass er in der Hinsicht ein wirklich gut gemachter Charakter der Sorte 'Ich tue alles für mein Ziel und das, woran ich glaube!' ist und ach. ♥ Klar hat er sehr fanatische und wahnsinnige Züge, aber das macht ihn in meinen Augen nur noch besser.
So, genug über Lotor. Keith hat ja tatsächlich auch Fave-Status bei mir, wobei sich das wohl auch über Lance und Shiro sagen lassen könnte, aber Keith ist von den drei der Charakter, für den ich am meisten fühle und ich mag es so so sehr, wie er sich im Laufe der Geschichte entwickelt hat und in der sechsten Staffel spielt so viel Verzweiflung mit in seinen Charakter hinein und ich denke, dass er damit wirklich sehr stark umgeht und insgesamt sehr stark ist. Ich mag es, wie er seinen eigenen Weg geht, auch wenn es wiederum etwas traurig ist, dass er diesen scheinbar wirklich alleine geht.
Was Shiro betrifft, kann ich nicht zu viel sagen, ohne zu viel von der Story der sechsten Staffel zu verraten, aber... da läuft definitiv was nicht richtig bei ihm und was das genau ist, wird in der sechsten Staffel am Ende auch aufgelöst. Und ohhhh, es gibt ja schon Infos über die 7. Staffel und ich denke mal, das zählt nicht unbedingt als Spoiler, also sage ich das einfach mal ganz direkt: He gay. Jap, that's a thing.
Ich bin wirklich sehr gespannt, wie das genau mit Shiro noch
weitergeht, weil ich sehr das Gefühl habe, dass da noch viel Ungeklärtes ist und natürlich bin ich auch wegen diesem Leak der 7. Staffel (oder kam das im Trailer vor? I don't know.). Ingesamt bin ich neugierig, auch mehr über sein persönliches Leben zu lernen. Das Gleiche gilt für Lance, der ja bisher abgesehen von seinem coolen Charakter und der Tatsache, dass er Heimweh hat, nicht viel Background besitzt, was ich sehr schade finde.
Aber da es in der 7. Staffel zurück auf die Erde geht (auch nicht wirklich ein Spoiler?), habe ich da große Hoffnung, auch über seine Hintergründe noch mehr zu erfahren.

Fazit: Wieder zwei sehr gute Staffeln mit viel, aber nicht zu viel und nicht zu schnell erzählter Story. Lotor, Keith und Shiro machen einiges an Entwicklungen durch und vor allem bei Keith werden noch mehr Hintergründe zu seinem Charakter offenbart. Auch Lotor bekommt noch mehr Hintergrund und seine Motive werden klarer. Shiro nimmt eine sehr dramatische Rolle ein.
Die Geschichte schreitet voran und die Charaktere entwickeln sich weiter, so wie es sein sollte. Sowohl Geschichte als auch Charaktere sind und bleiben interessant und auch die Zwischenfolgen sind nie langweilig.
Ich bin gespannt, auf die nächste Staffel und wie es da mit allem weitergehen wird.

Dienstag, 24. Juli 2018

Buch: Obsidian von Jennifer L. Armentrout

Dear Books.



Uff... Dieses Buch... Ich habe eigentlich echt nur schlechtes zu sagen, also falls ihr das Buch beziehungsweise die Reihe mögt, solltet ihr dieses Kommentar vielleicht eher nicht lesen oder ihr lest es trotzdem, um herauszufinden, warum ich es nicht mochte.

Genre: Young Adult, Fantasy, Romance, Science Fiction
Umfang: 358 Seiten (Taschenbuch Ausgabe)
Sprache (gelesen in): Englisch
Erstausgabe: November 2011 Verlag: Entangled Teen
Kurzbeschreibung: Starting over sucks.
When we moved to West Virginia right before my senior year, I’d pretty much resigned myself to thick accents, dodgy internet access, and a whole lot of boring… until I spotted my hot neighbor, with his looming height and eerie green eyes. Things were looking up.
And then he opened his mouth.
Daemon is infuriating. Arrogant. Stab-worthy. We do not get along. At all. But when a stranger attacks me and Daemon literally freezes time with a wave of his hand, well, something… unexpected happens.
The hot alien living next door marks me.
You heard me. Alien. Turns out Daemon and his sister have a galaxy of enemies wanting to steal their abilities, and Daemon’s touch has me lit up like the Vegas Strip. The only way I’m getting out of this alive is by sticking close to Daemon until my alien mojo fades.
If I don’t kill him first, that is.

Gesamteindruck: Ich sage es mal so... Dieses Buch ist sehr langweilig. Anders kann ich es einfach nicht beschreiben. Und ja, ich sage das als ehemals sehr extremer Twilight-Fan. Meiner Meinung nach ist Twilight um Welten besser und ich würde jederzeit lieber wieder eins der Twilight-Bücher in die Hand nehmen, als jemals wieder Obsidian zu lesen.
Ich will das Buch jetzt auch nicht extrem runtermachen, obwohl ich das jetzt wahrscheinlich bereits getan habe, aber ich werde im Weiteren erklären, was genau mein Problem mit diesem Buch ist.

Mein Background zu dem Buch: Eine neue Kategorie in meinen Kommentaren? Vielleicht. Es ist irgendwie oftmals schon sehr wichtig, vor welchem Hintergrund ich bestimmte Bücher gelesen habe beziehungsweise überhaupt auf die Idee gekommen bin, die Bücher zu lesen. Auch hier könnte es wichtig sein.
Ich hatte nämlich schon Erwartungen an das Buch, was an sich natürlich völlig normal ist, da man sich ja immer etwas gewisses verspricht anhand von Kurzbeschreibungen, dem Cover, Berichten von Freunden und so weiter und so fort. Irgendwoher kommt ja das Interesse und der Wunsch, bestimmte Bücher zu lesen.
In diesem Fall war es bei mir so, dass ich zunächst einmal die deutschen Cover wunderschön fand und daher schon Interesse an den Büchern hatte, als sie rauskamen. Aber es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich jetzt diesen ersten Band gelesen habe und dann natürlich auch nicht auf Deutsch, sondern auf Englisch. Mit dem Gedanken, mir vielleicht auch irgendwann die Bücher auf Deutsch zu holen, weil die Cover eben so schön sind. (Das englische Cover gefällt mir nicht.)
Na ja, inzwischen würde ich sagen, dass es wohl so seine Gründe hatte, dass ich die Buchreihe nicht früher angerührt habe. Meinem Bauchgefühl kann ich da meist sehr gut vertrauen.
Nun war es aber so, dass ich von einer Internet-Freundin gehört hatte, dass sie die Werke der Autorin sehr mag und eben auch diese Reihe von ihr. Darüber hinaus schien die Reihe und die Autorin einfach allgemein ziemlich beliebt zu sein und da ich ja, wie bereits erwähnt, auch ein großer Twilight-Fan war, dachte ich, dass ich ja mal wieder etwas in diese Richtung lesen könnte.
Außerdem hatte ich den dritten Band der Reihe für sehr wenig Geld gefunden gehabt und damit hatte ich dann genug Anreize, um mir auch den ersten Band mal zu holen und anzufangen, die Reihe zu lesen.

Story: Also bisher ist die Story in diesem ersten Band wirklich sehr sehr dünn, obwohl es doch schon gute Ansatzpunkte geben würde, aber der Fokus liegt einfach überhaupt nicht auf dem, was ich als die ''eigentliche Story'' bezeichnen würde, sondern, und vielleicht hätte ich damit rechnen sollen, auf der Liebesgeschichte.
An sich ist es natürlich überhaupt kein Problem, den Fokus auf die Liebesgeschichte zu legen und die Kurzbeschreibung und das Buch selber versprechen da auch gar nichts anderes. Vielleicht konnte ich mich in der Hinsicht auch einfach nicht vollkommen darauf einlassen, gut möglich. Allerdings mag ich Liebesgeschichten eigentlich und habe absolut kein Problem damit, solche Geschichten zu lesen und sehr zu mögen, ganz im Gegenteil. Mag sein, dass Gay Romance mir noch sehr viel besser gefällt, aber es gibt auch einige hetero Lovestorys, die ich echt sehr mag. Twilight habe ich ja nun schon mehrfach als Beispiel genannt.
So ganz direkt kann mein Problem also nicht bei dem Fokus auf die Liebesgeschichte oder auch nur der Liebesgeschichte an sich liegen, was es aber trotzdem irgendwie tut. Mein Problem lässt sich wohl am ehesten auf den Erzählrhythmus des Buches zurückführen, denn ich finde, dass ewig lange absolut gar nichts in dem Buch passiert und selbst die Dinge, die passieren, beschränken sich auf vielleicht zwei, drei Ereignisse. Alles weitere kommt mir einfach furchtbar nichtig vor.
Irgendwo liegt das sicherlich daran, dass es eine Highschool Lovestory ist und wahrscheinlich bin ich das einfach ein bisschen müde, wobei ich Highschool Lovestorys auch durchaus genießen und sehr cool und gut finden kann. Ich würde hier nicht pauschal sagen, dass es der Highschool Apsekt ist, der mich stört, er spielt aber schon mit rein. Es ist wie geschrieben der langsame Rhythmus, in dem Dinge passieren, wenn denn überhaupt etwas passiert.
Und ich sage als eine Person, die selber Geschichten schreibt und super gerne alles in die Länge zieht, vor allem, was Beziehungskram angeht. Ich lege 1000% Wert auf Charakterentwicklung und werfe in meinen Geschichten nur so mit Gefühlen und Gedanken meiner Charaktere um mich. Ich würde auch selber sagen, dass ich durchaus ein Problem mit meinem Erzählrhythmus habe und da vielleicht mal was tun sollte, es aber irgendwo auch als Teil meines Stils ansehe.
Vielleicht ist es bei diesem Buch genau das: Ich mag den Stil einfach nicht oder die Art wie dieser Stil hier zur Geltung kommt, denn wie geschrieben liebe ich selber Gedanken- und Gefühls- und Beziehungskrams, nicht nur beim Schreiben meiner eigenen Geschichten, sondern auch in anderen Geschichten. Ich beschwere mich sogar sehr oft, wenn mir das irgendwie zu kurz kommt, was sehr sehr oft der Fall ist, da ich bei diesem Zeug einfach gerne eine Überdosis habe, was oftmals eher nicht der Fall ist. Es ist einfach eine Geschmackssache, würde ich sagen.
Wie geschrieben, vielleicht konnte ich mich bei diesem Buch einfach nicht darauf einlassen, denn ich will gar nicht sagen, dass es irgendwie schlecht geschrieben ist oder so. Mich hat es gelangweilt, ja, aber ich würde nicht sagen, dass das an dem Schreibstil lag. Wenn dann definitiv eher an dem Erzählstil, da es mir einfach vorkam, als würde sich alles ewig lang und vor allem sinnlos in die Länge ziehen, während absolut nichts passierte.
Klar kamen die Hauptcharaktere sich irgendwie näher und ich mag es tatsächlich, dass ihre Beziehung sich langsam entwickelt und da nichts von heute auf morgen passiert. Aber ich glaube, dass eine solch langsame Entwicklung irgendwie durch etwas anderes ausgeglichen werden muss. Es muss trotzdem etwas passieren und zwar nicht nur belangloser Kram. Der Fokus kann ruhig auf der sich ziehenden Beziehungsentwicklung liegen, aber es muss eben gerade in so einem Fall auch noch etwas drumherum geben. Und meinem Empfinden nach war das hier absolut nicht der Fall.
Auch kam mir die Action und Spannung viel viel zu kurz. Es gibt ein paar Szenen, besonders gegen Ende, die wirklich actionreich und interessant sind. Sowieso hat mich das ganze Alienzeug interessiert und ich wollte mehr darüber wissen, aber irgendwie hat auch das recht schnell seinen Reiz verloren und hm.
Keine Ahnung, ob da meine Erwartungen wirklich viel viel zu hoch waren, aber ich habe jetzt auch kein absolutes Meisterwerk erwartet, sondern bin mit dem oben beschriebenen Hintergrund an das Buch herangegangen und dachte mir eben einfach, dass es doch spaßig sein könnte, mal wieder was in Richtung Twilight-Lovestory zu lesen, da ich es bei Twilight wirklich sehr mochte.
Aber uff, ne, Obsidian hat mich einfach komplett enttäuscht in der Hinsicht. Die paar aufregenderen Szenen waren gut und der Rest war an sich okay, aber ich habe mich mehr gelangweilt als unterhalten gefühlt und das sollte bei Geschichten einfach nicht so sein.

Charaktere: Auch die Charaktere spielen eine sehr große Rolle, was meine Enttäuschung über dieses Buch betrifft.
Die Protagonistin empfinde ich an sich nicht direkt als einen schlechten Charakter, wobei sie definitiv sehr klischeehaft ist, was absolut nichts schlechtes sein muss und es in ihrem Fall auch nicht ist, würde ich behaupten. Sie ist ein bisschen schlagfertiger als andere Charaktere, die in die gleiche Richtung gehen, und ich würde auch sagen, dass sie ein bisschen weniger unsicher ist, als andere Charaktere ihrer Kategorie.
Nichtsdestotrotz ist sie auch nicht groß besonders und das, was an ihr vielleicht irgendwie besondere Züge hat, wird ziemlich selten erwähnt und auch nicht wirklich weiter vertieft. Mehr so nach dem Motto ''Es ist irgendwie Teil von ihr, aber joa, mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen'', was ich wirklich schade finde.
Zu Daemon muss ich sagen, dass er leider oder vielleicht eher im Glück in die Kategorie Charakter fällt, die ich einfach sehr mag. Ich habe eine Schwäche für dieses ''Bad Boy''-Ding, wobei es auch defintiv sehr sehr nervig sein kann und es mir nicht immer gefällt und ich muss sagen, auch wenn sich bei Daemon, klischeehaft wie bei jedem ''Bad Boy'', mehr unter der Oberfläche verbirgt, hat er nicht viel mehr Charakter zu bieten, außer dass er das Image eines ''Bad Boys'' hat und eben mehr dahintersteckt. Aber dieses 'Mehr' dahinter ist einfach nur, dass er seine Schwester schützen möchte und sich nicht mit einem Menschen einlassen will und das war's.
Ich würde nicht gleich sagen, dass es schlechte Charaktere sind, aber so wie die Geschichte mir zu dünn und langsam ist, sind mir die Charaktere zu oberflächlich und klar hat das auch wieder mit meinen viel zu hohen Ansprüchen an am besten endlos viel Gefühls- und Gedankenkram und all sowas zu tun, aber ich bin mir diesen Ansprüchen ja bewusst und ich glaube schon, dass ich da unterscheiden kann, wann ich etwas wirklich als oberflächlich empfinde und wann die Geschichte einfach nicht mehr zulässt oder da ganz bewusst nicht zu viel offengelegt wird.
Da die Geschichte hier aber ja sowieso schon so ein langsames Tempo hat, wäre da eigentlich viel Platz für das Innere der Charaktere gewesen und es wurde irgendwie trotzdem nicht genutzt.
Das Gleiche gilt auch für die Nebencharaktere, die auch alle mehr oder weniger einfach nur ihre Rolle ausfüllen und sonst nichts weiter zu sein scheinen.
Wie geschrieben sind es vielleicht trotz allem einfach meine Ansprüche oder vielleicht auch sogar die Tatsache, dass es eben nur das erste Buch ist und in den anderen Bücher bei Vielem noch mehr in die Tiefe gegangen wird, was ja auch nur Sinn macht, aber uff, ich finde dieses erste Buch einfach nicht wirklich interessant genug. Ich sehe keinen wirklichen Reiz in der Geschichte oder den Charakteren.
Gewisse Ansätze sind da, aber das war's dann auch schon wieder.

Fazit: Ich fand Obsidian langweilig. Eine Geschichte ist abgesehen von ein paar Szenen so gut wie gar nicht vorhanden. Die Charaktere haben mich auch nicht wirklich mitgenommen oder besonders interessiert. Vom Erzähltempo her geht mir alles viel viel zu langsam, obwohl ich an sich langsame Liebesgeschichten sogar schön finde und genießen kann, aber hier hat es mich vor allem gelangweilt, weil auch sonst nicht viel drumherum los war.
Was Action, Spannung und die ganze Alien-Sache angeht, gibt es auch nicht viel zu sagen. Ein paar Szenen sind ganz spannend und auch actionreich, vor allem gegen Ende, aber mich hat es weder besonders gut unterhalten noch mir sonst irgendetwas gegeben und genau das würde ich insgesamt über das Buch sagen.

Dienstag, 10. Juli 2018

TV Show: You Me Her

Dear TV Shows.


Diese Serie war 100000% das, was ich brauchte! Also zu dem Zeitpunkt, als ich sie angefangen habe, dann als noch die dritte Staffel hinzukam und sowieso hätte ich diese Serie immer gebraucht!

Genre: Comedy, Drama, Romance
Länge:
10 Episoden je 28 Minuten (Staffel 1)
+ 10 Episoden je 28 Minuten (Staffel 2)
+ 10 Episoden je 28 Minuten (Staffel 3)
(+ Staffel 4!?!?)
~ 30 Episoden, 840 Minuten
Jahr: 2016-
Kurzbeschreibung: Um ihr Sexleben aufzupeppen, engagieren die Eheleute Jack und Emma ein Callgirl. Doch als plötzlich Gefühle aufkommen, nehmen die Dinge eine unerwartete Wendung.

Gesamteindruck/Vorgequatsche: Ich weiß gar nicht, wie unendlich lange ich diese Serie schon auf meiner Netflix-Liste hatte und wann genau es war, dass ich die Serie auf Netflix zufällig gesehen hatte und mir dachte, dass es interessant klingt. Auf jeden Fall ist das wirklich eine ganze Weile her und ahhh! Diese Serie!
Es ist wirklich ziemlich lange her, dass ich eine Serie so sehr gesuchtet habe, wie diese. Und dann war ich auch noch 70-80% der Fahrt auf einer recht heftigen Achterbahnfahrt der Gefühle. Die Serie hat mich wirklich sehr mitgerissen und ich möchte sie am liebsten einfach nur ganz viel herzen.
Aber egal, wie sehr mensch etwas liebt, da gibt es auch immer ein bisschen was zu kritisieren und so und ah, ich freue mich so, meine Gefühle und Gedanken zu dieser Serie teilen zu können.

Story&Thematik: Zunächst einmal klingt die Kurzbeschreibung ja irgendwie vor allem reißerisch, vor allem der erste Satz. Der zweite bringt dann sozusagen den Twist mit in die Geschichte. Ich finde auch wirklich, dass die Kurzbeschreibung es eigentlich recht gut trifft, ohne zu viel zu verraten und sie sorgt auch für Spannung, da mensch sich fragt, wer Gefühle entwickelt und wie dann damit umgegangen wird.
Aber natürlich lässt die Kurzbeschreibung auch so einiges weg und auch wenn mein erster Gedanke, als ich über die Serie gestolpert bin und das Titelbild mit den drei Hauptcharakteren zusammen im Bett gesehen habe, auch gleich in die Richtung „Polyamorie! \o/“ ging, war ich doch sehr ängstlich, dass die Serie am Ende absolut nichts mit diesem Thema zu tun haben würde oder nicht gut damit umgehen würde und alles in Richtung Betrügen und Geheimnisse und Lügen und Missverständnisse gehen würde und das hätte das ganze Potential, was ich in dieser Kurzbeschreibung und der Idee gesehen habe, zerstört und mich auch irgendwie verletzt.
Es gibt so so so unendlich wenige Geschichte, die sich mit dem Thema Polyamorie beschäftigen oder wo es überhaupt vorkommt und etwas mehr behandelt wird. So spontan würde mir nur eine andere Geschichte einfallen und da ist es eher eine Vermutung und ein Wunsch von mir, dass es darauf hinausläuft. Ansonsten ist mir das Thema in Geschichten eigentlich bisher gar nicht begegnet, außer in einer meiner eigenen Geschichten, aber das ist ja was anderes.
Auf jeden Fall ist es sehr unterrepräsentiert, was ich wirklich schade finde. Ich wollte also bei dieser Serie nicht zu sehr darauf hoffen, dass es das ist, was ich mir davon wünsche, weil ich das als nicht so wahrscheinlich empfand.
Aber woah, wenn ihr alles vorherige in diesem Blogpost gelesen habt, wisst ihr ja bereits, wie sehr ich die Serie liebe und wie rundum positiv ich überrascht wurde! Ich bin noch immer so geflasht darüber, dass es diese Serie wirklich gut und ach. <3
Und ja, natürlich ist nicht alles perfekt. Vieles hat Klischee-Charakter, wie ich finde, was an sich meiner Meinung nach nichts schlimmes ist, da mensch wunderbar mit Klischees spielen kann und sie auch in gewisser Weise 'perfektionieren' kann. Ich mag Klischees an sich, aber sie können eben auch sehr schnell nerven.
Aber trotz der aufkommenden und teilweise nervenden Klischees denke ich, dass die Serie wirklich gut mit vielem umgeht, vor allem was die ganzen Probleme betrifft, denen sich die Hauptcharaktere stellen müssen. Viel davon sind natürlich Beziehungsprobleme, aber es ist auch einiges an persönlichen Problemen dabei und insgesamt ist es gut gemacht, wie das alles in Zusammenhang zueinander steht und sich gegenseitig beeinflusst.
Natürlich steht die Beziehung beziehungsweise die Beziehungen im Vordergrund, wie zu erwarten bei einer Romance-Serie und ja, zwischendurch wiederholt sich irgendwie so einiges und die Dreichen-Beziehung dreht sich doch ein bisschen viel im Kreis, obwohl eigentlich auch neue Probleme aufkommen und thematisiert werden.
Dass der Fokus öfters mal auf Sex gelenkt wird, könnte auch als problematisch gesehen werden und ist es in Bezug auf die Beziehung auch teilweise, aber aus meiner Sicht geht die Serie auch damit sehr gut um, macht es direkt zum Thema und lässt die Charaktere darüber reden. Allgemein wird sehr viel beredet in der Serie und zwar auf eine wirklich wirklich gute Weise, wie ich finde. Die Dialoge und insgesamt was die Gespräche beinhalten und nach sich ziehen, kommt mir meistens sehr schlüssig vor und alles wird angesprochen und gut besprochen. Das fand ich wirklich erfrischend.
Dadurch kam auch das Gefühl auf, dass die Charaktere sich wirklich weiterentwickeln. Obwohl sich die Dreichen-Beziehung teilweise sehr im Kreis dreht, werden Probleme aufgelöst und Konflikte klären sich auf, es wird miteinander geredet und so weiter. Das im Kreis drehen kommt eher dadurch zu Stande, dass quasi jeder von den Drei einmal mit seinen Problemen an der Reihe ist und auch wenn sie alle unterschiedlich reagieren, sind da ähnliche Muster und nya, das war ein bisschen nervig, aber trotzdem noch nachvollziehbar und es passte auch gut zu den Charakteren und ihren persönlichen Problemen.
Alles in allem ist die Story also keinesfalls perfekt, aber ich feiere es schon alleine sehr, dass es um ein Dreichen geht und finde das trotz einiger Klischees und dementsprechenden Kritikpunkten wirklich gut mit vielem umgegangen wird und entsprechende Vorurteile beziehungsweise Unsicherheiten der Charaktere wirklich aufgearbeitet werden.

Charaktere: Hm, ich glaube, die Charaktere sind bei dieser Serie wirklich der schwierige Punkt, was ganz lustig ist, da es meinem Empfinden nach doch oftmals eher andersrum ist und die Story eher ein bisschen zu wünschen übrig lässt, während die Charaktere einen mit Liebe erfüllen.
Obwohl, wie bereits erwähnt, vieles in der Serie unter den Charakteren besprochen und aufgearbeitet wird, sind die Charakter teilweise doch etwas sehr eigen und das nicht unbedingt auf eine positive Art.
Abgesehen von Izzy, die ja als neue Komponente zu den Eheleuten hinzukommt, habe ich doch sehr das Gefühl, dass die Charaktere ihre Probleme sind. Bei den Nebencharakteren trifft das auch teilweise zu. Was ich damit meine: Abgesehen von ihren Problemen haben Jack und Emma an sich nicht besonders viel Charakter. Die Beziehung zwischen den Beiden ist wirklich süß und ich muss auch sagen, dass ich dieses Konzept von ''Eigentlich ist alles gut zwischen uns'' zu ''Okay, scheinbar stimmt eine ganze Menge nicht'' doch ziemlich cool finde.
Natürlich ist dieses Konzept auch recht klischeehaft, aber Klischees an sich sind irgendwo eben auch cool, finde ich. Man muss nur wissen, wie man mit ihnen umzugehen hat und meiner Meinung nach macht die Serie da sonst echt vieles richtig.
Aber hm, Emma und Jack sind vielleicht als Charaktere auch einfach nicht so mein Ding. Sowieso gefällt mir Emmas Schauspielerin, denke ich, nicht besonders gut und das an sich macht schon immer vieles kaputt, auch wenn das natürlich mit dem Charakter an sich eher weniger zu tun hat und einfach nur eine persönliche Vorliebe beziehungsweise Abneigung ist.
Izzy hingegen und auch alle Nebencharaktere gefallen mir wirklich wirklich gut und vor allem bei Izzys bester Freundin finde ich auch ihre charakterliche Entwicklung echt cool. Emmas beste Freundin und auch deren Mann gefallen mir auch gut.
Vielleicht sollen Emma und Jack in der Hinsicht auch wirklich dieses klassische Vorstadt-Pärchen sein, woraus sie dann ja ausbrechen und sich mit ganz anderen Problemen als nur ihrem erfolglosen Versuch ein Kind zu bekommen rumschlagen müssen und sich ganz neu entdecken müssen. Ja, ich denke so war die Idee, wobei ich mir dann irgendwie noch etwas mehr Einblicke in ihre Gefühlswelten gewünscht hätte. Da gibt es zwar einige Szenen zwischen Emma und ihrer besten Freundin sowie Jack und seinem Bruder, aber das sind dann eben auch immer Dialoge mit anderen Charakteren und hm.
Aber gut, ich bin ja eh immer so gefühlsfixiert, ist vielleicht bloß mein persönliches Ding.
An sich habe ich auf jeden Fall alle Charaktere recht schnell sehr lieb gewonnen und wollte vor allem, dass das Dreichen glücklich miteinander wird.

Fazit: Eine interessante, sich manchmal mit ihrer Dramatik etwas im Kreis drehende Serie, in der es doch tatsächlich um Polyamorie geht, was sogar ziemlich gut dargestellt ist, da die Charaktere wirklich miteinander reden und Probleme sowie Klischees und Vorurteile aufgearbeitet und thematisiert werden.
Die persönlichen Probleme der Charaktere wiederholen sich allerdings in gewisser Weise doch etwas viel, was ein bisschen nervig werden kann. Nichtsdestotrotz hatte ich sehr viel Spaß an dem Gefühlschaos, das die Serie mit sich gebracht hat und in das ich mich sehr schnell hineingezogen gefühlt habe.
Mir hat das Mitfiebern bei der Serie, der Geschichte der Charaktere sehr sehr viel Spaß gemacht und ich habe diese Serie wirklich schnell durchgesuchtet.
Wer also mal Lust auf eine etwas andere Liebesgeschichte mit nicht nur zwei, sondern gleich drei Personen hat, kann sich die Serie definitiv mal antun. Wie geschrieben, finde ich, dass die Thematik wirklich recht gut aufgefasst und von den Charakteren aufgearbeitet wird.