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Dienstag, 5. März 2019

2.3.19

Der richtige Weg

Den gibt es nicht – den einen richtigen Weg. Es hat ihn nie gegeben und es wird ihn nie geben. Ganz egal, wie verzweifelt ich und andere, die Gesellschaft, wer auch immer danach suchen mag. Es gibt ihn schlicht nicht.
Und das ist gut so.
Wie verzweifelt allein schon die Suche nach diesem einen richtigen Weg macht, zeigt bereits, dass ein solcher Weg niemals existiert hat und niemals existieren wird. Ja, vielleicht kann eins nah genug an diesen einen richtigen Weg herankommen. Das könnte eine Alternative dazu sein, die wirkliche Perfektion dieses einen richtigen Weges erreichen zu wollen. Doch auch diese Alternative hat all das Falsche, was die Vorstellung dieses einen richtigen Weges mit sich bringt.

Wenn es einen absolut richtigen Weg gäbe, würde das alle anderen Wege zu falschen Wegen machen. Dieser eine richtige Weg würde auf ein Podest gehoben werden und die alleinige Macht besitzen. Dieser eine richtige Weg würde jeden so sehr unter Druck setzen, diesem Weg zu folgen oder eben so nah ran zu kommen, wie nur irgendmöglich – ob das Ziel nun der tatsächliche eine richtige Weg ist oder etwas, das dem am nächsten kommt, macht da also keinerlei Unterschied.
Die Probleme des Ausschließens, des Abwertens, des Verabsolutierens sind ganz genau die Gleichen. Mal ganz abgesehen von der Definitionsproblematik.

Was ist denn „richtig“? Kann etwas nur richtig sein, wenn etwas anderes falsch ist? Wie zwei Seiten ein und derselben Münze? Also ist es schwarzweiß. Und es gibt Graustufen. Viele viele Graustufen, weil manches mehr richtig oder eben mehr falsch ist als anderes.
Schön und gut, rein vom Konzept her macht es schon Sinn. Es beantwortet aber nicht die Frage nach der Definition. Und nehmen die Graustufen der Absolutheit nicht ihre Allmacht? Wenn es Dinge gibt, die weniger oder mehr richtig und weniger oder mehr falsch sind als andere, dann ist „richtig“ nichts Absolutes mehr und „falsch“ nicht mehr das, was allem „Richtigen“ gegenübersteht.
Die Grenzen verwischen und vermischen sich. Dinge können teilweise richtig und teilweise falsch sein. Das Ding selbst kann richtig sein, aber die Motivation falsch oder andersherum. Aus Sicht der einen Person kann etwas richtig und aus der Sicht einer anderen Person gleichzeitig falsch sein.

Richtig ist also nichts Absolutes. Es ist eine Definitions-, Blickwinkel- und Situationssache. Etwas, das einer Person vollkommen richtig erscheint, kann für eine andere Person vollkommen falsch sein. Ein allgemeingültiges Richtig gibt es nicht.
Also... was bleibt? Kann „richtig“ trotzdem etwas sein, an dem eins sich orientieren kann? Nur welches „Richtig“? Wenn richtig immer etwas anderes ist, wo ist da die Orientierung? Wo sind da die Richtlinien? Wo ist da das angestrebte Ideal? Wie geht „richtig“?

Letztendlich muss das wohl jede Person für sich selbst herausfinden. Jede Person hat eine eigene Vorstellung von „richtig“ und dementsprechend ein eigenes „Richtig“. Vielleicht ist es für diese Person ein absolutes Richtig. Vielleicht ist diese Person auch offen, ihr Richtig zu ändern, zu hinterfragen, in einem neuen Licht zu betrachten. Vielleicht kann diese Person auch beides gleichzeitig, quasi ihr Richtig verbiegen, ohne es jedoch zu brechen oder neu zu formen.
„Richtig“ muss nichts Festes sein. „Richtig“ muss gar nichts und gar nichts muss „richtig“ sein.

*

Ich weiß all das. Theoretisch weiß ich all das. Und ich denke, ich bin auch okay darin, das Ganze umzusetzen. Gedanklich kann ich es gar nicht mehr anders sehen. Natürlich ist für jede Person etwas anderes Richtig. Jede Person und jedes Leben ist anders, natürlich. Wie sollte es auch sonst sein!?
Und trotzdem... trotzdem ist dieses Denken an die Richtigkeit, den richtigen Weg noch da. Es geht trotzdem nicht weg. Als wäre es irgendwie trotz meines eigentlich komplett anderen Mindsets in mich eingebrannt. Als wäre es eine Narbe auf meiner Haut, die noch immer erkennbar ist und mich daran hindert, dieses Denken vollkommen zu vergessen und abzulegen. Als... wäre ich trotz allem Teil von diesem Denken.

Genau das ist das Problem. Ich bin Teil von diesem Denken, ob ich will oder nicht, wie sehr ich mich auch dagegen wehre und mich davon loslöse. Ich werde immer Teil davon sein und alle werden immer irgendwie versuchen, ihr Richtig zu finden und sich mit anderen vergleichen und eine Absolutheit, eine Regelhaftigkeit, eine Norm, ein Muster zu finden, um sagen zu können: „Sieht du, das hier ist der richtige Weg!“
Das Bedürfnis danach und die dadurch erschaffene Illusion sind oftmals so viel stärker als die Wirklichkeit.

Selbst der eigene richtige Weg ist ja nicht mehr als eine aus dem Bedürfnis danach erwachsene Illusion. Klar kann sich etwas richtig anfühlen und einem richtig vorkommen und sogar richtig für einen selbst sein. Klar kann eins daraus lernen und versuchen, danach zu leben und dieses Richtig weiter ausbauen, immer mehr und mehr herausfinden, was dieses Richtig ausmacht und warum es für einen das richtige Richtig ist. Klar ist das daraus Entstehende der richtige Weg für diese Person.
Ein richtiger Weg, der nur deshalb existiert, weil die Person versucht herauszufinden, was für sie Richtig ist, während „richtig“ ein solch individuelles, vorstellungs- und gefühlsbasierendes Konzept ist.

Es gibt Richtig nicht und den richtigen Weg gibt es erst recht nicht.
Deshalb ist es ja so kompliziert, für sich selbst herauszufinden, was denn nun für einen selbst richtig ist. Es gibt schließlich auch keinen richtigen Weg zum eigenen richtigen Richtig. Und da Richtig nichts Festes sein muss, kann es sich ja auch jederzeit ändern. Was gestern oder auch nur vor ein paar Minuten richtig erschien, kann schon gleich darauf ganz anders wahrgenommen werden.

Also... kann ich tatsächlich nur mein Bestes versuchen. Wie immer. Wie wir alle. Wir können alle nur unser ganz persönliches Bestes versuchen – sei es ein gesellschaftliches oder ein selbst auferlegtes Ideal oder eines, das sich ständig wandelt. Sei es mal mehr und mal weniger absolut für einen selbst. Sei es mal eindeutiger und mal weniger eindeutig. Sei es mal leichter umzusetzen und mal schwerer.
Sei es, was auch immer es sein mag.

Ich glaube, ich kann zumindest eines sagen: Ich weiß nicht, was es für mich ist, was mein Richtig und mein richtiger Weg ist. Ich würde sogar soweit gehen, zu sagen, dass es das für mich eventuell gar nicht gibt. Es gibt meine Vorstellung davon, doch wie es in der Realität tatsächlich wäre...
Da scheint so ein großer Graben zwischen dem zu sein, was ich mir wünsche und erhoffe und dem, was die Wirklichkeit mir bieten kann und zurückgibt, dass ich irgendwie gar nicht wissen kann, wie etwas in der Realität wäre, bis es eben passiert. Das wiederum klingt sehr logisch und offensichtlich.

Kopftechnisch ist es aber irgendwie sehr schwierig, das Beides miteinander zu vereinen. Ich darf die Vorstellung, den Wunsch, das Erhoffte nicht zu stark werden lassen und gleichzeitig darf ich auch der Realität nicht zu viel Macht geben, mich nicht zu sehr von ihr einschüchtern lassen.
Letztendlich ist und bleibt es ja eine Möglichkeit, dass meine Vorstellungen Realität werden, meine Wünsche tatsächlich erfüllt und meine Hoffnungen wahr werden.

Sollte ich deshalb alles auf diese Möglichkeit setzen? Nein. Das auch nicht. Ich sollte sie aber auch nicht vergessen. Sie existiert und manchmal wird sie real. Meistens nicht, aber manchmal.
Ich wünschte, die Hoffnung auf diese Möglichkeit wäre für mich genug. Ich wünschte, ich wäre selbstbewusster, was mein formloses, sich ständig änderndes und doch sehr entschiedenes Richtig betrifft. Ich wünschte, es wäre leichter, meinen richtigen Weg zu finden und ihn auch zu gehen und nicht ständig zu fürchten, dass er doch irgendwie falsch ist, obwohl mein Richtig ja nur aus meiner eigenen Vorstellung geboren ist.

Schön, wie ich mich mal wieder im Kreis drehe, nicht? Schlauer fühle ich mich jetzt auf jeden Fall nicht, was aber auch nicht so wirklich mein Ziel war. Manchmal muss ich Dinge einfach ein bisschen durchkauen, um... keine Ahung, um zu sehen, wie sehr ich mich im Kreis drehe vielleicht.
Es tut gut, Dinge einfach mal in Worte zu fassen. Es tut gut, zu versuchen, herauszufinden, was eigentlich genau das Problem ist.
Meines ist: Wie soll ich etwas richtig machen, wenn mein Richtig genauso stimmungsschwankend bei manchen Themen ist wie ich selber?
Antwort: Tja. Vielleicht muss ich mich einfach davon verabschieden, es richtig machen zu können. Vielleicht geht es mehr darum, es einfach zu machen und weniger darum, es richtig zu machen. Immerhin lernt eins aus Fehlern, nicht? Ich will lernen, auch wenn ich Angst habe, weil ich Angst habe.

Genau daraus ist das Ganze ja überhaupt erst geboren: Ich will mich nicht von meiner Angst beherrschen lassen.
Ich kann Dinge noch so sehr „falsch“ machen in den Augen anderer, wenn sie für mich richtig sind, sich richtig anfühlen, in dem Moment Teil meines richtigen Weges sind, warum sollte ich dann mehr auf das „Falsch“ anderer hören als auf mein eigenes „Richtig“?
Denn letztendlich, egal was genau mein Richtig eigentlich ist, ist es immerhin meins.

Freitag, 5. Oktober 2018

10.9.18

Dear not being so sweet to me right now Universe.

(Note: This post was me trying to motivate myself in the middle of the night because I felt like I needed it. ;D)

I should start with all the things that you are nice about to me, dear universe. Those things are actually a lot and yes, it’s sometimes, times like now, so so hard for me to really see those things and maybe I’m doing it wrong, but believe me, I really really do appreciate them, all of them, every single one, even the smallest.
It’s a matter of perspective, I know that all too well. You don’t realize what you’ve got until it’s gone – such a true sentence. Taking things for granted is so much easier than actually deeply appreciating them. I’m sorry for the times when I didn’t and couldn’t appreciate what I had, the times when I didn’t see, when I didn’t feel it. I’m so sorry.
And I’m sorry about now and all the things right now in this very moment that I’m too blind to see. I mean, I can think about them, I am thinking about them right now, but I really am taking them for granted. But nothing is for granted, nothing ever is.
It’s always such a hard lesson to learn and I don’t really understand why it has to be learned over and over again. It should be one of those things that you get after you learned it once. But I guess just always living in fear of losing things and people, of failure wouldn’t and couldn’t be the answer either.
What would be the answer? How could I truely appreciate all that I’ve got? By just being grateful? I am so so so grateful. I really am, even if I do take too many things for granted. I know I’m lucky in that sense. I’m lucky in so many ways. How could I not be thankful about that? Just because I often don’t think about all that I’ve got, regardless of what I don’t, doesn’t mean that I’m not endlessly thankful for every single little piece of goodness in my life.
Maybe I should work harder, be harder on myself. That could be the answer, the way to be truely grateful and appreciative of what I’ve got. Sounds logical at least. But what exactly would that do me if it just slowly killed me on the inside? Nothing much. Being lucky with stuff just to make myself unlucky with different stuff sounds like one of the most wrong things ever. I should keep my luck safe and build up on it and not destroy it just because it gives me a little headstart on things.
Living a happy life would be the answer than, right? I’ve always tried my hardest at that. This year, this year was supposed to be the year I tried even harder, got even farther, went even deeper, made it even closer to my dreams coming true. I am trying so so hard! Every single day. I know it does not seem like it over the last few days, it surely didn’t feel like it the last few days. But I still tried and fought and I still try and fight.
This year… it’s a mess. But you know what, universe? It’s my mess. For a lot I’m responsible myself and I can fix a lot myself, I’m sure of it. It takes determination, patience, luck (of course) and a whole bunch of hard work. I’m up for that. And yes, maybe it will take forever to see evidence of what I’m doing, maybe I can only do really tiny steps at a time, but at least I’m doing something and I’m actually moving and not standing still.
It’s the hardest thing to realize for myself most of the time. I want results and proof and appreciation for what I’m doing. I want to feel valid and productive and like a responsible adult, at least sometimes. The way to get there is really rough, escpecially right now.
I know that it’s stupid to basically write this text because of my a bit broken laptop, but oh well, it is what it is. That piece of tec means a whole lot to me and it’s done such a good job over the last years. It’s always been there for me. It made me waste a lot of time, but I’m sure that the last few days showed how I can waste even more time without that thing.
My laptop makes me feel like I’m capable of some productivity. Without it I’m kinda just trash. And yes, it’s called a trash can and not a trash can’t, but without my laptop baby I really am a trash can’t. My life exists online or rather the online world functions like a portal that helps me express myself, get myself out there, figure out who I am, what I want, how I may get there.
The hobbys I’m most passionate about are way more practical online than anywhere else. The online world is the world where I belong and I can’t ever concentrate on the offline world without my online world.
It’s sounds so weird and pretentious and maybe it is, it might as well be. It’s also fact though. For me right now it is fact. It might not be a good thing or even a really bad thing, but I believe that it’s the thing that I need right now. It’s the thing that I need to be able to move on from it some day. That won’t happen by force though, it will only happen by will and right now I’m not there yet, I’m not willing to be there yet. I’m getting there, I know it, but it’s not time yet.
It’s not time yet for a lot of things. That’s okay, that’s totally okay. It will be time someday, maybe even sonner than I think right now. It will be time. Time for things to be better, for me to be stronger, for you, lovely universe, to be nicer to be again. Time for all the things I dream of. Believing in it feels like the first step to get there.
Of course these are just the words, the thoughts of a still slightly coffee drunk me at half past one at night, these tend to be the best words, the best thoughts though. Sure, all of this might as well be lies, but it’s lies that I want to believe in right now and so I will.
I just refuse to give up. I don’t care if I need to tell myself lies to not give up. I don’t even care if all the fighting and believing will still mean nothing in the end. I want to fight and believe anyway. At least that’s doing something and I’d rather do something than just give up and let the nothingness swallow me.
So yeah, that’s what I wanted to tell you, universe. You can try to bring me down all you want (please don’t, it’s really exhausting!), I’m never ever gonna back down, no matter how much I might want to. There will always be a way. There will always be a tomorrow. There will always be another chance, another good thing. I will get there – to the time and place when everything is better again, when things fall into place again and my life will feel complete and I will feel capable of anything again.
I actually feel a little bit like that right now, just by writing these words and choosing to believe in them. What great powers already lie in such a simple thing as some words of hope.

Running into walls again

Dear Sweet Heart.

(Note: I don't know when I wrote this, but it's been some time ago. It's still true though.)

Life is not a race. You don't have to be the fastest, the strongest, the prettiest, the best at whatever you feel like you should or want to be the best at. You don't have to. No one has to. And yet we feel like we do.
It's always easy to call out society, but at the end of the day society is what it comes down to. Society is what we have to fit into. If that wasn't the case, all we'd need would be what our body requires, even though that also can't be the answer.
So in a way we really do need society. And it's not actually society that's wrong or at fault with anything. It's us. We are this society. We shaped it and we still shape it every day, every second. It might not seem like we make any impact, but if a lot of people make a few little things each day different than what society tells us is the right thing, things really can change and the right thing can become something different.

No one can to that on their own though. I know a lot of people that feel similiar about things that don't seem right in our society and that gives me hope. Oh, I'm always such a hopeful person. If I can't do anything else, I will at least hope. I never really give up hope and I think that's a really really good thing.
But hope... hope on it's own doesn't get you anywhere either. Hope can keep you going, yes. But hope can't actually take the steps for you. Hope can't really do anything. Hope is just there, silently supporting you. You're doing a great job, hope. The rest is up to me.

And I know, I know in my heart of hearts that I am capable of it – of the things that I want to achieve for myself. I am capable! I might be a mess and lazy and my energy and concentration always die so so fast, but I can do it. I can do anything, if I just really put my mind to it. I know that I can.
What's stopping me then? What's the problem? I'm asking myself this over and over again and there are answers and they are true answers and I try my hardest to fight all of those answers to get where I wanna be. And I always knew that it would not be easy. The important things never are.

But even knowing all these things and fighting so hard, I feel like it's not enough and I should do more, because I can do more, if I just... if I just...!
I don't know. If I just had the energy. If I just had the concentration. If I just had the time. If I was just brave enough. If I just fucking did what I have to do to get where I want to be!
It's never ''just'' though. It really never ever is.

It always seems so easy, even when I know it's not or at least not for me. Easy... School was easy for me. Giving up would be easy, I suppose. Not even just giving up, but giving in to what seems to me like the easy way. The easy way... Yeah, the way where I stop fighting for what I really want and what I think would be the right thing for me. Giving in to what society wants from me.
To put it into precise words: Go and make money. Get a job that you can work at the whole day, so that when you're done for the day and you go home, the day is almost over already. Do that every single day. Great life, isn't it?

It sounds so easy to me. I'm almost jealous of all the people, who can do it. No, not jeealous, I envy them. I envy them for being able to give in. For being able to exchange work and time for money and nothing else.
On the other hand I really don't envy them for the time they spend senselessly working to only get some money to buy some things to work more and buy more and so on and so on. I really don't envy them for wasting so much time of their life – cause that's what it always always feels like to me.
All the times that I had worked a regular job thing, it felt so senseless, so pointless, so wasteful. Not to say that there aren't things that need to get done, that need someone to do them. There are so many of those things. And I also get that you have to do, to work something. Do things and get things for doing them – it's a simple and logical system, nothing wrong with this basic idea.

But I don't... I just don't feel like I should work my life away. Where's the good in that? Just being part of the system? Being able to afford things? Being able to live a basic life?
It's not like I don't wanna work. Oh, I do wanna work. I wanna work on myself. I wanna work on experiencing the world. I wanna work on living, really living. I wanna work on my writing, on all my lovely projects. I wanna work on translating written works. I really want to work. I really do. And yeah, some money would be nice too. It really would.

So why can't I? Why can't I go out there and do what I need and want to do? What's stopping me? Looks a lot like I'm stopping myself. I might not be the only one to blame, but yeah, a lot of it is on me and I know that. It's weighting me down even further. I myself am the wall I keep running into.
It's societies fault in a lot of ways and probably the fault of a lot of things I've been told by others and also the fault of school being kinda easy for me. My low energy thing is to blame and so is my social anxiety, my fast dying concentration, my hard to catch motivation and the strong pull of the idea to just give in to everything that seems so much easier than keeping up the fight.

To be honest: Most of the time it doesn't feel like fighting. It feels like I'm being lazy, because I give everything so much time. I feel like I should rush myself more. I feel like I should pressure myself. Stupid, because at the same time I know so so well that more pressure would just make me crumble. I have to take things at my own speed. I can't force myself, even if I should and I will, if there is no other way.
That's the one things that keeps me from going into a wild panic: So far I've always done what needs to be done at the right time. I'm not completely incapable of everything. There's things I can do. I might do them late, but I do them. That gives me some hope, maybe even some confidence in myself and my timing.

So maybe I'm not really running into my own wall. Maybe, just maybe my hands are pressing against the wall and push it further and further back every single second and the wall moves bit by bit, a movement so little that I don't and can't notice it, but when the time is right, I will feel it and it will make a difference, the difference. Maybe...
Can I trust in that? Or is this just senseless hoping when I should actually force myself for real, even if I might crush myself in the process? What risk is the right one to take? What's more promising and what's more likely to end up in total failure?
I don't know. I guess, it seems pretty equal to me and I absolutely don't wanna crush myself. Time might not be on my side, but I am definitely on my side. So, what would I do without myself anyway, if I got crushed? What would that be worth for?

Call it waiting, call it being stupid and lazy, call this whole text that I've just written make believe – maybe it is all those things. I choose to believe though. I choose hope and faith in myself. I choose not crushing myself, but giving myself the time that I seem to need.
It will all turn out alright. I got this. It's fine. Everything will fall into place eventually. Such cliché words to say, but I really do believe in the truth that I find within them.

Dienstag, 5. Dezember 2017

Schreibprojekt: Herzschlag


Ich habe so viele Feels für dieses Schreibprojekt! So unfassbar viele! Ahhh! Und es ist so unfassbar toll, dass ich die Idee zu diesem Projekt schon vor einer ganzen Weile hatte und nach all der Zeit die Idee endlich richtig ausarbeiten kann und ach. ♥

Was ist das für ein Projekt?: Entstehungsgeschichte + Genre
Ein Herzensprojekt, definitiv! Haha, jap, das Wortspiel ist beabsichtigt. Aber ne, eigentlich sind so gut wie all meine Geschichten, die Eigenen sowie die Fanfiktions, Herzensprojekte, da das Schreiben mir eine Herzensangelegenheit ist. Aber ''Herzschlag'' hat da doch nochmal einen besonderen Status, so wie jedes Projekt wieder für sich einen besonderen Status hat.
''Herzschlag'' hat in dieser Hinsicht den Status meines ersten, eigenen Boys Love Projekts inne. Und mit erstes meine ich auch wirklich erstes. Noch bevor ich angefangen habe, Boys Love Fanfiktions zu schreiben, habe ich mich mit ''Herzschlag'' ein bisschen an dem Genre ausprobiert. Das ist bereits ein paar Jahre her und damals hieß die Geschichte noch ''Zerbrochen und verschlossen''.
Vor noch gar nicht allzu langer Zeit habe ich mir den Anfang dieser Geschichte dann wieder vorgenommen, um alles besser auszuarbeiten und das daraus zu machen, was die Idee verdient. Denn seit der Idee damals und meinem Ausprobieren hat sich ja einiges verändert, was mein Schreiben sowie Plotting und Charaktererstellung und -entwicklung betrifft. Das merke ich auch immer wieder sehr deutlich, wenn ich weiter an der Überarbeitung arbeite und auf die damals geschriebenen Szenen zurückblickte.
Das ist teilweise etwas peinlich, aber gut, es hat ja zu der Zeit eh keiner gelesen, und teilweise ist es auch sehr cool, weil es zeigt, dass sich mein Schreiben weiterentwickelt hat, worauf ich sehr stolz bin. Das Coolste daran ist aber zu sehen, wie gut ich die damals erdachten Szenen heute schreiben kann und wie sehr sie tatsächlich so werden, wie sie in meinem Kopf sind. Dafür ist diese ''Wiederbelebung'' der Geschichte, die ich damals angefangen hatte, wirklich ein sehr schönes Beispiel.
Dass es eine Boys Love Geschichte ist, habe ich bereits ziemlich offensichtlich gemacht. Darüber hinaus ist es wohl auch, was in Boys Love auch schon enthalten ist, eine Liebesgeschichte, wobei es definitiv keine klassische Kitsch-Liebesgeschichte ist, denn das andere prägende Genre ist Drama beziehungsweise, wie auf fanfiktion.de ausgewählt, Schmerz/Trost. Abgesehen von ''Sie haben irgendwie Gefühle füreinander'' sind da nämlich eine ganze Menge an psychischen Problemen, mit denen die Charaktere zu kämpfen haben. Darunter fällt Trauer durch den Verlust einer geliebten Person, Selbstverletzung, depressive bis hin zu Selbstmordgedanken und wohl auch sowas wie Suchtverhalten und definitiv Graubereiche, was sowas wie sexuelle Gewalt betrifft im Sinne von ''aufgezwungenem Sex/Berührungen''.
Die Geschichte ist also nicht unbedingt eine leichtes Liebesgeschichte, sondern sogar alles andere als das. Ah und noch wichtig zu nennen, wäre vielleicht auch der große Altersunterschied zwischen den zwei Hauptcharakteren.

Kurzbeschreibung: Auf einer Geschäftsreise treffen der 35-jährige Kian und der 19-jährige Joash aufeinander. Ein Jahr später hat Kian dieses Ereignis ziemlich erfolgreich verdrängt, da stellt Joash sich als fester Freund seiner Ziehtochter Alex vor. Ein Wiedersehen, das großes Chaos nach sich ziehen wird.

Charaktere: Wie es schon in der Kurzbeschreibung steht, sind die zwei Hauptcharaktere dieser Geschichte Kian und Joash. Kian ist ein meist sehr mies gelaunter Mann mittleren Alters, der die Liebe seines Lebens verloren hat und nun seinerseits sein Leben als beendet betrachtet. Joash auf der anderen Seite ist ein sehr direkter, junger Mann, der kein Geheimnis aus dem macht, was er will. Allerdings muss er Stück für Stück feststellen, dass er vielleicht gar nicht so genau weiß, was er will.
Ich habe beide Charaktere wirklich unheimlich gerne und bin so froh, mich näher mit ihrer Geschichte zu beschäftigen. Jedes Mal, wenn ich es tue, fühlt es sich an, als würde ich mich noch ein bisschen mehr in die Geschichte und diese zwei Charaktere verlieben.
Als Nebencharaktere fungieren Alex, die Tochter von Kians großer Liebe, um die er sich kümmern muss, und Alex' Bandkollegen, darunter ihr bester Freund Zane. Mit Alex als Charakter habe ich noch so meine Probleme, die sich hoffentlich im weiteren Verlauf auflösen werden. Vielleicht muss ich sie auch einfach als den Charaktere akzeptieren, der sie ist. Zane hingegen gefällt mir wirklich gut als Charakter, weil er einfach ein Arsch ist und es etwas sehr lustiges hat, so jemanden zu schreiben.


Gut zu wissen + Zukünftiges: Neben der Tatsache, dass ''Herzschlag'' die überarbeitete Version meines alleresteren Boys Love Geschreibsels ist, hat die Geschichte auch noch den Status meines ersten, veröffentlichten Werkes inne. Allerdings nicht als Buch oder auch nur als eBook, sondern auf fanfiktion.de, wo ich mir extra einen zweiten Account für meine eigenen Geschichten gemacht habe.
Und uff, ich habe mich sooooo lange davor gedrückt, eine ganz eigene Geschichte von mir online zu stellen. Hier auf dem Blog gab bzw. gibt es immer noch einiges an Kurzgeschichten zu lesen, die ich im Rahmen der 52/52-Challenge geschrieben habe. Aber... Kurzgeschichten sind eher nicht so mein Ding und ich habe sehr viel Liebe für meine ganz eigenen Schreibprojekte.
Genau wegen dieser großen Liebe für diese Schreibprojekte bin ich da sehr kritisch mit mir selber. Ich habe immer das Gefühl, es der Idee und den Charakteren schuldig zu sein, das bestmöglichste aus ihnen herauszuholen, was sich sehr weit weg von meiner sonstigen ''Einfach schreiben''-Einstellung befindet, die ich bei meinen Fanfiktions an den Tag lege. Am liebsten würde ich meine Schreibprojekte endlos oft überarbeiten, weil sie immer noch besser sein könnten.
Aber genau deshalb wollte ich mich endlich mal dazu überwinden, ein eigenes Projekt hochzuladen, um ein bisschen gegen diesen ''Ich muss es aber noch soooo viel besser machen!''-Zwang anzukämpfen. Letztendlich kann es sowieso nur dadurch besser werden, dass man einfach schreibt und ''Herzschlag'' ist ja ohnehin schon eine Überarbeitung. Außerdem wollte ich unbedingt endlich mal ein eigenes Schreibprojekt hochladen und mit der Welt teilen.
Dementsprechend am Herzen liegt es mir auch, Feedback zu der Geschichte zu bekommen oder einfach zu wissen, dass Leute sie lesen. Würde mich sehr freuen, wenn ihr mal reinschaut, da ich bereits einige der Kapitel von ''Herzschlag'' hochgeladen habe und das auch weiterhin fortführen werde, auch wenn da momentan wegen dem NaNo und meinem Dezemberprojekt eine Durststrecke herrscht. Es wird aber auf jeden Fall noch einiges mehr an Kapiteln geben, da die Geschichte wirklich noch viel bereithält.

=> Link zu der Geschichte: Herzschlag auf fanfiktion.de

Dienstag, 21. November 2017

Schreibprojekt: Die vergessenen Könige


Ich werde wahrscheinlich niemals über die Entstehungsgeschichte der Idee für dieses Schreibprojekt hinweg kommen... Ich frage mich noch immer, wie zum Teufel das passieren konnte, auch wenn ich es eigentlich ganz genau weiß. Die Sache ist nämlich die: Bevor ''Die vergessenen Könige'' in der jetzigen Form existierte, wollte ich bloß einen One Shot schreiben, weil ich mal wieder unbedingt Fantasy schreiben wollte und einfach öfters mal One Shots schreiben wollte. Ich hatte Lust auf One Shots. Problem – ich kann keine One Shots schreiben.
Also ich kann theoretisch schon. Ich habe bereits ein paar One Shots geschrieben, aber... selbst die sind meist sehr schnell zu Two oder mehr Shots geworden, haben also noch weitere One Shots als Fortsetzungen bekommen oder der ursprüngliche One Shot wurde gleich in mehrere Teile aufgespalten, da ich nicht alles, was ich schreiben wollte, in ein One Shot Format packen konnte und deshalb gleich für mich gesagt habe, dass es eben eine kleinere Geschichte mit ein paar Kapiteln wird.
Der OS, der zum Ursprung von ''Die vergessenen Könige'' wurde allerdings...

Entstehungsgeschichte:
Ich wollte wirklich nur einen Fantasy-OS schreiben und nachdem ich angefangen hatte und sich langsam aber sicher ein ungefähres Bild in meinem Kopf entwickelte, machte ich den großen Fehler, nach ein bisschen Inspiration zu graben, denn dem OS fehlte es an irgendetwas.
Das ist ein Gefühl, dass ich oft bei OS/Kurzgeschichten habe. Und zwar fehlt mir der Hintergrund und die lange und intensive Auseinandersetzung mit den Charakteren, die ich bei großen Schreibprojekten stets habe und sehr liebe. Bei OS habe ich eigentlich immer das Gefühl, selber viel zu wenig über diese Welt, diese Personen, über die ich da schreibe, zu wissen und das blockiert mich unheimlich.
Hier war das also nicht anders und ich suchte nach irgendetwas, das mir vielleicht helfen könnte. Ich wollte nicht direkt einen Hintergrund für die Geschichte oder die Charaktere finden, sondern viel eher den Konflikt der kleinen Geschichte, eine Art Aufhänger, eine tiefere Bedeutung – nach sowas habe ich gesucht. Ja, ich habe quasi nach dem gesucht, was für mich normalerweise der Ursprung für ein größeres Projekt ist und mir von selbst zugeflogen kommt. Zu dem Zeitpunkt war ich mir dem aber kein bisschen bewusst.
Ich wollte einfach nur irgendetwas, das mir bei diesem OS helfen würde, sodass er sich für mich echter und besser anfühlen würde. Und ich fand dieses Etwas. Oh, ich fand es und alles explodierte.
Innerhalb weniger Minuten passierte so viel in meinem Kopf und diese ganze Welt, in der der OS spielte und die Charaktere, die mir durch diese kleine Inspiration in den Kopf kamen und ganz natürlich Teil der Geschichte wurden, entstanden und alles fügte sich so wunderbar zusammen. Da war sie geboren – die Idee für ein Schreibprojekt, obwohl ich doch nur einen OS hatte schreiben wollen.

Was ist das für ein Projekt? (Nicht so ganz Spoiler-frei)
Wie schon geschrieben handelt es sich um eine Fantasy-Geschichte. Sie spielt in einer ganz eigenen Welt, in der es einiges an Fantasy-Wesen gibt, von denen vier sich mit Menschen vermischt haben. Die Menschen bzw. Mischmenschen, da inzwischen so gut wie alle Menschen in irgendeiner Weise in ihrem Familienstammbaum noch ein anderes Wesen vorzuweisen haben, sind die vorherrschenden Wesen dieser Welt, während die anderen Wesen meist entweder zurückgezogen für sich leben, mehr oder weniger unterdrückt werden und eher nur vereinzelt mit unter den Menschen leben. Einige der Wesen gelten sogar nur noch als Mythos oder Legende, darunter die Elfen und die Mondwandler.
In dieser riesigen Welt mit diesen vielen unterschiedlichen Wesen ist es ein scheinbar gewöhnlicher Dorfjunge, der die Hauptrolle spielt. Allerdings ist er tatsächlich alles andere als gewöhnlich, Überraschung Überraschung. Er ist ein Prinz, ein Nachkomme von einem der vergessenen Könige, die im Kampf gegen die Schatten alle fielen und dafür sorgten, dass es seitdem nur noch einen König gibt, der über alle fünf Königreiche herrscht.
Nachdem er davon erfährt, lernt er zwei weitere Prinzen kennen. Bei dem Ersten handelt es sich um den jüngeren Bruder des Königs. Der andere ist ein Elf, auch wenn Elfen offiziell als Mythos gelten und tatsächlich fast komplett ausgelöscht wurden durch den Kampf gegen die Schatten.
Die Handlung der Geschichte wird sich um diese drei Charaktere drehen. Der zentrale Konflikt findet sich darin, dass der Hauptcharakter seine Fähigkeit zur Kontrolle seiner Lebensessenz zurückerlangen will, denn sie wurde ihm mit zwei Jahren von seinem sterbenden Vater, einem der vergessenen Könige, versiegelt.
Wie immer wird es auch wieder sehr sehr viel zwischenmenschliches geben und, wie könnte es anders sein, passiert dies natürlich vor allem zwischen den drei Prinzen. Es sind 12 Jahre vergangen, seit sie sich kennengelernt haben. Sieben Jahre davon haben sie zusammen verbracht und sind sich alle drei sehr nah gekommen, sind richtig zusammengewachsen. Als Freunde und auch als Geliebte. Die letzten fünf Jahre hat der Hauptcharakter allerdings von den anderen zwei Prinzen getrennt verbracht gehabt, da der erste Versuch, das Siegel auf seiner Fähigkeit zu brechen, gescheitert ist.
Ich wollte schon immer mal eine Geschichte mit entweder einer offenen oder eben einer Dreierbeziehung schreiben und in diesem Fall hat sich das einfach ganz von selbst ergeben, obwohl es nicht einmal Teil der Grundidee war. Beim Schreiben des OS, der jetzt inzwischen in überarbeiteter Form das dritte Kapitel der Geschichte ist, war mir aber recht schnell klar, welche Rolle genau die zwei anderen Prinzen spielen wollen und ach, ich liebe es so sehr, wie die Drei miteinander sind und ♥

Kurzbeschreibung: Jenik lebt ein gewöhnliches Leben in einem gewöhnlichen Dorf, das aufgrund eines Vorfalls vor 12 Jahren recht arm dran ist, aber die Leute haben sich damit arrangiert. Auch Jenik hat sich mit seinem Leben arrangiert, mehr oder weniger. Vielleicht eher weniger.
Denn als, genau wie vor 12 Jahren, die Schatten, die eigentlich als ausgelöscht und besiegt gelten, das Dorf ein zweites Mal angreifen, wird Jenik klar, dass er nicht länger davonlaufen kann und auch gar nicht will.
Er muss sich seinem Schicksal als Sohn eines der fünf vergessenen Könige stellen. Und ebenso muss er sich Prinz Miro, dem jüngeren Bruder des jetzigen alleinigen Königs, und Prinz Lorian, einer dieser Elfen, die eigentlich als Mythos gelten, stellen. Er muss sein eigenes Schicksal als Prinz annehmen und alles daran setzen, seine versiegelte Fähigkeit zur Kontrolle von Lebensessenz zu befreien.

(erstellt mit Bebinator)

Charaktere: Jenik, der Hauptcharakter, und auch die zwei anderen Prinzen, Miro und Lorian, sind meine Babys! Okay, das sind sowieso alle meine Charaktere, aber die Drei!!! Die sind noch einmal auf eine ganz besondere Weise meine Babys. Die Geschichte hat jetzt zwar inzwischen schon über 30k an Wörtern, steht aber dennoch erst ziemlich am Anfang, was bei meinen Geschichten völlig normal ist, und ich liebe die Drei bereits jetzt SO SEHR!
Schon beim Steckbrief erstellen und als ich die Idee zu ihrer Liebesbeziehung zu dritt hatte bzw ihre Beziehung einfach eine Liebesbeziehung zu dritt war und ist, war ich einfach so glücklich über diese drei Charaktere.
Sie sind alle so unterschiedlich und ergänzen sich so toll und haben auch einzeln untereinander ganz besondere Verbindungen und ach, ich kann die drei gar nicht genug herzen.
Im Übrigen wollte ich auch schon immer mal über Prinzen schreiben bzw einfach eine Geschichte mit Königen, Prinzen und so weiter, weil mich das total reizt und jetzt habe ich das mit den Drei auch und \o/
Ich hoffe wirklich, dass eventuelle Leser der Geschichte meine Liebe zu den Drei teilen werden.

Zukünftiges:
Wie der letzte Satz eben es schon vermuten lassen könnte – Ja, ich habe vor, die Geschichte tatsächlich zu veröffentlichen und zwar, genauso wie Herzschlag, auf meinem fanfiktion.de Profil unter Lost Realist. Diesen Monat wird das, denke ich, noch nicht passieren, da ich ja noch mitten im NaNo stecke, denn ja, ''Die vergessenen Könige'' ist nach der verrückten Entstehung zu meinem NaNo Projekt für diesen November geworden.
Wenn der Monat dann vorbei ist, werde ich mal schauen, wie viel Überarbeitung noch nötig ist, sodass ich mich auch zufrieden genug mit allem fühle, um es hochzuladen und andere Leute lesen zu lassen.
Aber ich habe auf jeden Fall fest vor, es hochzuladen! 

Freitag, 10. November 2017

Es ist NaNo-November 2017!


Für alle, die nicht wissen, was dieses ''NaNo'', oder vollstäniger ''NaNoWriMo'' ist: Dabei handelt es sich um eine Aktion, bei der einen ganzen Monat lang geschrieben und sich gegenseitig dazu motiviert wird. Ziel sind, zumindest im November, 50k Wörter zu schaffen. Dazu gibt es noch das Camp im April und Juli (wenn ich da die richtige Information in meinem Kopf habe), bei dem das Ziel selbst gesetzt werden kann.

Was der NaNo für mir bedeutet
Ich mache seit dem Juli 2014 bei jedem NaNo mit, sowohl im November, als auch bei den beiden Camp-Monaten. Bisher habe ich immer ''gewonnen'', also die 50k bzw. mein selbst auferlegtes Ziel erreicht. Was aber sehr viel wichtiger ist: Ich bin dadurch bei so einigen Schreibprojekten sehr viel weitergekommen und konnte mich mal einen Monat nur auf eine einzige Geschichte konzentriert, wodurch ich tief in die Welt der Geschichte eintauchen und mich intensiv mit den Charakteren beschäftigen konnte, was einfach ein wundervolles Gefühl ist.
Das Tolle am NaNo ist dieses motivierende Element und die ganze Schreibstimmung, die durch den NaNo immer unweigerlich in der Twitter-TL meines Hauptaccounts herrscht. Ich lebe dafür!
Ich lebe sowieso fürs Schreiben. Dementsprechend erklärt sich eigentlich schon von selbst, warum ich den NaNo so mag, mal abgesehen davon, dass ich auch ohne den NaNo inzwischen wirklich jeden Tag schreibe und sehr stolz darauf bin, mir das angewöhnt zu haben und mir immer die Zeit dafür zu nehmen.
Der NaNo stellt allerdings noch einmal eine ganz besondere Form der Herausforderung dar, was viel schreiben in kurzer Zeit betrifft und auch das mag ich sehr am NaNo. Es wird gemeinsam ein Ziel gesetzt und einen ganzen Monat lang dazu motiviert, dieses Ziel auch zu erreichen oder zumindest etwas zu erreichen.

Wortziel und das eigentliche Ziel
Wie wichtig das Wortziel auch als Maßstab sein mag, eigentlich geht es darum, gemeinsam zu schreiben und die Liebe zum Schreiben auszudrücken und zu feiern. Es geht darum, dass wir schreiben. Nicht was und wie viel, sondern bloß dass. Es geht darum, voranzukommen, sich in der Geschichte und den Charakteren zu verlieren. Es geht viel darum, den inneren Editor auszuschalten und einfach zu schreiben, sich vom dem Flow mitreißen zu lassen.
Der NaNo symbolisiert für mich schreiben um des Schreibens Willen und ich finde, es gibt nichts schöneres.

Projekt dieses Monats
Auch wenn dieses Projekt eindeutig einen ganz eigenen Blogpost verdient und auch bekommen wird, will ich es hier kurz erwähnen.
Zunächst das Wichtigste: Dieses Projekt wurde quasi aus dem Nichts geboren. Eigentlich wollte ich an meinem Monster-Projekt, das momentan den Titel ''Die ungeschriebene Geschichte'' trägt, schreiben, habe mich dann aber doch umentschieden, da ich mich diesem Monster noch nicht so ganz gewachsen fühle und es definitiv zu viel Hintergründe wären, für deren Vorbereitung ich nicht mehr die Zeit hatte.
Gut, ähm, wäre dieses andere Projekt nicht plötzlich aufgetaucht, hätte ich mich meinem Monster-Projekt gestellt. Also, nochmal Glück gehabt?
Ich weiß ja nicht so recht, denn dieses neue Schreibprojekt, ähm... Es ist ziemlich crazy.
Zurzeit heißt es ''Die vergessenen Könige'' (Hashtag auf Twitter zuerst #DvK, jetzt #VergessKönige) und bevor es dazu wurde, was es jetzt ist, war es ein unschuldiger OS, der aus dem Nichts und einem Zitat entstand. Und nein, das ist eigentlich nicht normal bei meinen Schreibideen und ich hatte beim Schreiben dieses OS auch nicht vor, eine Idee für eine größere Geschichte zu finden oder etwas in der Art. Tatsächlich wollte ich bloß einen OS schreiben. Nichts weiter. Und Fantasy. Ich wollte Fantasy.
Tja, Fantasy habe ich jetzt auf jeden Fall und drei wundertolle Charaktere, die mich sicherlich noch sehr in den Wahnsinn treiben werden, und dazu gibt es gleich eine ganze Fantasywelt mit eigenen Rassen und oh, nicht zu vergessen die ganzen Backgroundstorys!

Bisherige Projekte und was aus ihnen wurde
Da es beim NaNo ums schlichte Schreiben, also eben nicht ums Editieren geht (es sei denn man entscheidet sich bewusst dafür und ändert die ''Regeln'' dafür etwas ab), entstehen durch den NaNo vor allem erste Entwürfe. Mindestens eine Geschichte (''Das Spiel des Lebens''), an die ich jetzt gerade denke, war für mich ein solches NaNo-Projekt. Ich habe sie erst während des NaNos geplottet und die Welt aufgebaut und dann habe ich sie auch noch tatsächlich während des NaNos fertig geschrieben. Das war damals direkt nach dem Abi und ich hatte wirklich nichts anderes zu tun während der Zeit und habe Tag und Nacht nur geschrieben. Das Ergebnis waren über 100k.
Und seitdem habe ich dieses Schreibprojekt nicht mehr angefasst. Es war damals übrigens auch mein erstes NaNo-Projekt, soweit ich weiß. Vielleicht war es auch das zweite oder dritte. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher. Auf jeden Fall ist damit bisher erstmal nichts weiter passiert.

Ein anderes Projekt (''Dunkel zu Licht, Licht zu Dunkel'') war tatsächlich eine von Grund auf Überarbeitung eines vorherigen Schreibprojekts. Ich bin mir gerade nicht mehr sicher, aber ich glaube, es waren nur ein paar Kapitel, die bereits vorhanden waren und die ich überarbeitet habe. Danach habe ich die Geschichte dann weitergeschrieben und, wenn meine Erinnerung stimmt, ebenfalls während des NaNo-Monats beendet. Auch mit dem Projekt ist seitdem nichts weiter passiert.

Lustig ist auch das eine Projekt (''Do you believe in magic?''), an dem ich insgesamt bestimmt während drei NaNos gearbeitet habe. Ein Projekt, das ich übrigens nochmal einmal komplett umschreiben werde. Ach. :'D An dem Projekt habe ich aber auch so außerhalb des NaNos gearbeitet. Momentan fehlt schon seit einer Weile noch das Ende vor dem Ende, weil ich irgendwie nicht mehr dazu kam, diese letzte Szene vor dem Epilog zu schreiben und ja, jetzt inzwischen soll eh nochmal alles überarbeitet werden, ach. XD

Bei zwei anderen Projekten (''Das Schicksal brachte uns hierher'' und ''Herzschlag'') handelt es sich um Schreibprojekte, an denen ich zwischendurch mal arbeite. Eins davon ist sogar mein bisher einziges, eigenes, veröffentlichtes Schreibprojekt. Ihr könnt es auf meinem Fanfiktion.de Profil für Eigenes lesen, also unter ''Lost Realist''. Es handelt sich um ''Herzschlag'', was eine Überarbeitung meiner allerersten Boys Love Geschichte ist, die ich damals noch vor allen Fanfiktions angefangen hatte.
''Die vergessenen Könige'' plane ich übrigens auch dort hochzuladen, wenn der NaNo um ist und ich einigermaßen zufrieden mit dem Geschreibsel und der Story an sich bin.

Happy Writing!
Der Wort Count, der bisher etwa erreicht sein sollte, müsste nun bei über 15k liegen und ich hänge ein klein wenig hinterher, habe aber auch recht spezielle Abend- bzw. schon eher Nachtschreibzeiten und bisher habe ich noch jeden NaNo gemeistert. Ich hoffe mal nicht, dass das diesen Monat groß anders sein wird. Wie es so weiterhin mit dem Schreiben des Schreibprojekts ''Die vergessenen Könige'' läuft, werdet ihr wahrscheinlich in einem Status-Update erfahren können sowie immer recht aktuell auf Twitter.
Ich wünsche allen, die mitmachen, und insgesamt einfach allen, die gerne schreiben: Happy Writing!

Dienstag, 10. Oktober 2017

Was sein könnte (Deutsche Version von What could be)

Nicht ''was wäre'' sondern ''was sein könnte'' ist ein Gedanke, der mich manchmal überwältigt mit allem, was nach dieser simplen Frage kommt. Ich sehe so viel, wenn ich mich schlicht frage: „Was könnte sein?“
Da ist Potential. Da ist so viel Potential in allem. Da ist so viel Potential in mir. Und ich meine das nicht auf eine arrogante Weise. Es ist etwas, das ich fühle und etwas, an das ich wahrhaftig glaube. Ja, ich glaube wahrhaftig an mich selbst, tief in mir tue ich das. Er ist nur zu oft viel zu vernebelt, dieser Glaube. Es ist so leicht, ihn zu bedecken, ihn von mir abzuschirmen. Aber er ist immer da. Tief in mir ist er immer da. Und dieser Glaube ist es, der mich weitermachen lässt, der mich festhalten lässt, der mich hoffen und träumen lässt, der mich Chancen ergreifen lässt, der mich davon abhält, aufzugeben.
Ein bisschen treibt er mich immer in den Wahnsinn, dieser Glaube. Wie mit so vielem, was mich betrifft, ist es ein zweischneidiges Schwert. Die Möglichkeiten sind... verrückt. Und sie sind endlos. Eine Millionen Wege wie mein Leben sich entwickeln könnte. Eine Millionen Wege, die ich gehen könnte. Eine Millionen Wege, auf denen ich verloren gehen kann. Und oh, ich bin so verloren!
Ich weiß in etwa, was ich will, was ich tun möchte, was mich glücklich machen kann, was ich brauche. Das ist gut. Es macht Dinge nicht automatisch einfacher, aber es gibt mir eine gewisse Richtung, einen gewissen Sinn, wenn ich mich frage „Wo lang?“. Aber das spielt nicht wirklich eine Rolle, wenn ich all diese Möglichkeiten sehe.
Die Möglichkeiten sind nicht immer über meine Träume, darüber wohin ich gehen möchte. Sie sind alles – all die Straßen, die ich hätte gehen können und es nicht tat; all die abzweigenden Gassen, die waren oder hätten sein können und sogar jene, die niemals waren und jene, die ich nicht sah und noch immer nicht sehen kann; alle davon. Auch die Zukunft, natürlich die Zukunft.
Die Vergangenheit ist schon geschrieben, in Stein gemeißelt, nichts dass in der Hinsicht getan werden kann. Die Zukunft andererseits ist eine leere Seite und du könntest alles auf sie schreiben. Alles. Und das ist der Punkt, die Antwort auf die Frage „Was könnte sein?“ – Alles.
Dieser einfache Fakt haut mich manchmal um. Vor allem wenn ich mich in meinem eigenen Leben, in meiner eigenen Haut wieder gefangen fühlte. Wenn mich diese Erkenntnis erfasst, ist es wie Aufwachen, als könnte ich endlich klar sehen. Nichts macht mich länger blind. Ich kann alles sehen. Und es ist unglaublich toll. Es sprengt meinen Verstand. Es ist... na ja, alles. Einfach nur all das sehen und fühlen zu können, lässt mich bereits auf eine Weise lebendig fühlen wie nichts anderes es kann. Aber da hört es noch nicht auf.
Wenn ich alles sehe und fühle, kann ich auch daran glauben – daran, dass ich all das tun kann. Ja, ich kann alles tun. Was auch immer ich tun möchte, ich kann es tun! Ich könnte, ich könnte es tun. Zu sagen ''ich kann'' geht ein bisschen zu weit. ''Ich kann'' ist nochmal eine ganz andere Sache. Aber ich könnte, ich kann alles sehen und fühlen und ich könnte alles davon tun. Oh, ich könnte! Von all diesen endlosen Möglichkeiten, diesen zahllosen Wegen könnte jeder tatsächlich sein. Nichts ist unmöglich. Klar, manche Dinge sind ein bisschen wahrscheinlicher als andere, aber du kannst nie wissen, wo du enden magst, was passieren mag.
Angsteinflößend, ich weiß. Aber wenn ich davon überwältigt bin, was alles sein könnte, habe ich keine Angst. Ich habe dann vor nichts Angst. Und das mag das unglaublichste sein, was sein könnte – mich frei von Angst zu fühlen, es auf gewisse Weise sogar zu sein. Weil ich es nicht bin. Ich bin nicht frei von Angst. Manchmal überwinde ich meine Ängste und ich bin so stolz auf mich, wenn ich das schaffe, aber sie sind immer da und immer laut, all meine schreienden, schmerzenden und erschwerenden Ängste.
Nur für einige, seltene Momente sind die Möglichkeiten stärker, heller und schreien mit so viel mehr Leidenschaft, erzählen Geschichten über wundervolle Was könnte seins. Ich lebe für sie, für die Was könnte seins. Ich lebe dafür, über sie zu träumen und sie zu realisieren, die besten von ihnen; diejenigen, die mein Herz mit feuriger Aufregung und reiner Freude höher schlagen lassen. Ich lebe für dieses Potential, an das ich glaube; von dem ich weiß, dass es da ist, weil es in jedem ist.
Das Schwierige ist, es hervorzubringen und festzuhalten. Ich möchte, so stark ich kann, daran festhalten. Auch wenn es gar nicht zerbrechen kann und... ich nicht wirklich denke, dass ich dieses Potential je tatsächlich erreichen kann. Ich kann es nur versuchen und versuchen und versuchen und vielleicht komme ich ihm langsam näher. So wie ich langsam meinen Weg durch dieses Leben finden mag.
Es ist vergraben, mein Potential, jedes Potential. Es ist niemals leicht zu erreichen, niemals auf der Oberfläche, niemals stabil, niemals genau da, immer weit weit weg am Horizont. Und manchmal ist es zu nebelig oder dunkel, um zu sehen oder manchmal mag man in die falsche Richtung schauen. Manche werden es ihr ganzes Leben lang nicht finden. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich es sehen kann.
Dieses Verschwommene am Horizont... Es könnte alles sein. Es könnte nichts sein, nur ein Trick. Es könnte... Ich könnte... Es könnte alles dumm sein und ich arbeite auf ein Nichts zu. Wer weiß? Ich auf jeden Fall nicht. Aber wie ich schon sagte, ich glaube daran. Und ich fühle es. Das Gefühl kann so stark sein, dass es sogar meine größten Ängste überwältigt. Und ich bin mir sicher, dass es mir geholfen hat, einige meiner wichtigsten Entscheidungen zu treffen. Es hat mich über Klippen getragen, über die niemals eine Brücke hätte gebaut werden können, auf jeden Fall nicht ohne seine Hilfe. Ich weiß nicht, wie ich diese Dinge sonst gemeistert hätte.
Also muss da etwas Wahrheit in meinem Glauben sein, in diesem Gefühl, in diesem Potential. Auch wenn alles, was es tatsächlich tut, ist, mir Kraft und dieses bisschen Mut, das den entscheidenden Unterschied macht, zu geben. Manchmal ist das alles, was es braucht.
In dieser Hinsicht ist es eins der besten Dinge überhaupt, aber da ist auch diese andere Seite. Die Seite, die einen unter Druck setzt. Die Seite, die einen fühlen lässt, als würde man auseinander- und aufgerissen werden. Die Seite, die einem ins Ohr flüstert: „Du wirst deinem Potential niemals gerecht werden.“ Die Seite der Zweifel, die automatisch mit all dem guten Zeug kommt.
Weil dort, wo Potential ist, ist immer auch eine hohe Chance für großes Versagen. Egal wie sehr ich an mein vielleicht existentes Potential glaube, ich komme an dieser Chance des Versagens nicht vorbei. Ich kann es nicht ignorieren. Falls das Potential real ist, ist das Versagen es auch. Sie gehen Hand in Hand.
Eigentlich... versage ich so oder so. Ich kann mein wahres Potential niemals erreichen, richtig? Also werde ich immer versagen, egal was sein wird. Der Druck zu sein, was ich sein könnte, ist der größte Druck, den ich kenne. Der gesellschaftliche Druck ist schrecklich und ich hasse es, aber der Druck des Potentials ist noch größer. Es wird mich am Ende zerbrechen, weil ich eines sicher weiß: Ich kann niemals alles sein, was ich sein könnte. Ein Leben ist dafür nicht genug. Nicht einmal alle Zeit der Welt wäre genug.
Deshalb heißt es Potential. Es ist etwas, das sein könnte und nicht etwas, das ist oder jemals sein wird. Auf gewisse Weise ist es alles, was niemals sein wird. Es ist nur das Potential von dem, was sein könnte. Es ist da, aber es ist nicht da. Es ist gerade so außer Reichweite, du kannst es gerade so fühlen, es als Verschwommenes am Horizont sehen. Weil es kein Ziel ist und niemals eines sein kann. Ein Ziel kann erreicht werden. Potential hingegen ist nicht konkret, ist kein bestimmtes Etwas.
Potential ist ein Ideal; das Beste, was man sein kann; das meiste, was man aus sich selbst machen kann. Das, was es mit einem Ziel gemeinsam hat, ist, dass man darauf hinarbeiten kann. Es kann das sein, was uns voranbringt, besser zu sein, als wir es gestern waren. Es ist wahnsinnig und der Druck davon mag eine vernichtende Kraft haben, aber es ist und wird immer an uns selbst liegen, das Beste daraus, das Beste aus uns selbst zu machen.

What could be

Not ''what if'' but ''what could be'' is a thought that sometimes overwhelms me with everything that comes after this simple question. I see so much, when I just ask myself: ''What could be?''
There is potential. There is so much potential in everything. There is so much potential in me. And I don't mean that in an arrogant way. It's something I feel and something I truly believe in. Yes, I truly believe in myself, deep down I do. It's just often way too clouded, this belief. It's so easy to cover it up, to shield it from me. But it's always there. Deep down it's always there. And it's what keeps me going, what keeps me holding on, what keeps me hoping and dreaming, what keeps me taking chances, what keeps me from giving up.
It kinda always is driving me insane. With almost everything about me, it's a double-edged sword. The possibilities are... crazy. And they are endless. A million ways my life could turn out to be. A million ways which I can walk down. A million ways on which I can get lost. And oh, I'm so lost!
I kinda know what I want, what I wanna do, what can make me happy, what I need. That's a good thing. It doesn't necessarily make things easier, but it at least gives me a general direction, a general sense of where to go. But that doesn't really matter when I see all those possibilities.
They are not always about my dreams, about where I wanna go. They are everything – all the roads I could have gone down and didn't, all the branching paths that were or could have been and even the ones that never were and the once I could and still can't see, all of them. The future too, of course the future.
The past is already written, set in stone, nothing that can be done about that. The future on the other hand is a blank page and you can literally write anything onto it. Anything. And that's the point, the answer to the question ''What could be?'' - Anything.
This simple fact blows me away sometimes. Especially if I felt trapped in my own life, my own skin again. When it hits me, it's like waking up, like I can finally see clear. Nothing is blinding me anymore. I can see everything. And it's amazing. It's mindblowing. It's... well, everything. Just being able to see and feel all of that, already brings me to life like nothing else can. But it doesn't end there.
When I see and feel everything, I can also believe – believe that I can do all of it. Yes, I can do anything. Whatever I want, I can do it! I could, I could do it. Saying ''I can'' goes a little bit far. ''I can'' is a whole different thing. But I could, I can see and feel everything and I could do all of it. Oh, I could! It could all be, any of this endless possibilities, of this countless ways. Nothing is impossible. Sure, some things are a bit more likely than others, but you can never know where you might end up, what might happen.
Frightening, I know. But when I feel overwhelmed by everything that could be, I am not afraid. I'm not scared of anything then. That might be what's the most amazing to be – feeling, in a way actually being, fearless. Because I am not. I am not fearless. Sometimes I overcome my fears and I'm so proud when I manage to do that, but they are always there and always loud, all my screaming, painful and hindering fears.
Only for some rare moments the possibilities are stronger, brighter and screaming with way more passion, telling tales about lovely what could bes. I live for them, for the what could bes. I live for dreaming about them and for somehow realizing the best of them, the ones that make my heart jump in fiery excitement and pure joy. I live for this potential that I believe in, that I know is there, because it's in everyone.
The hard thing is to bring it out and hold onto it. I wanna hold onto it as hard as I can. Though it can't break either and... I don't think I'll ever actually reach it. I can only try and try and try and maybe I'll slowly get closer to it. Just like I might slowly find my way through this life.
It's burried, my potential, everyone and everythings potential. It's never easy to reach, never on the surface, never steady, never right there, always far far away on the horizon. And sometimes it's too cloudy or dark to see or sometimes one might be looking in the wrong direction. One might not find it their whole life. I'm not even sure if I can see it.
This blur on the horizon... It could be anything. It could be nothing, just a trick. It could... I could... It might all be stupid and I'm working towards nothing. Who knows? I surely don't. But like I said, I believe. And I feel it. The feeling can be so strong that it even crushes my worst fears. And I'm sure that it helped me make some of my most important decisions and it carried me over cliffs where no bridge could have ever been built, not without it's help at least. I don't know how I managed these things otherwise.
So there has to be some truth in my belief, in this feeling, in this potential. Even if all it actually does is giving me strength and this little bit of courage that makes the deciding difference. Sometimes that's all it takes.
In that regard it's one of the best things ever, but there is this other side. The side that pressures you. The side that feels like tearing you apart, ripping you open. The side that whispers in your ear: ''You are never gonna live up to your potential.'' The side of doubt that automatically comes with all the good stuff.
Because where there is potential, there also is a high chance of great failure. No matter how much I believe in my maybe existing potential, I can't get around this chance of failure. I can't ignore it. If the potential is real, so is the failure. They go hand in hand.
Actually... I fail either way. I can never reach my true potential, right? So I'll always fail, no matter what. The pressure to be what I could be, is the greatest pressure I know. Societies pressure is terrible and I hate it, but the pressure of potential is even greater. It will break me in the end, because I know one thing for sure: I can never be all that I could be. One life isn't enough for that. Not even all the time in the world would be enough.
That's why it's called potential. It's something that could be and not something that is or ever will be. In a way it's all that never will be. It's only the potential of what could be. It's there, but it isn't. It's just out of reach, you're just able to feel it, to see it as a blur on the horizon. Because it isn't a goal and it can never be one. A goal can be reached. Potential on the other hand isn't concrete, isn't a certain something.
Potential is an ideal, the best one can be, the most one can make of oneself. The thing that it has in common with a goal is that it can be worked towards to. It can be what drives us to be better than we were yesterday. It's inside all of us and its pressure might have a crushing power, but it is and always will be up to ourselves to make the best out of it, to make the best out of ourselves.

Samstag, 16. September 2017

Art des Fallens (Deutsche Version von The Art of Falling)

Ich bin ein paar Mal gefallen und irgendwie habe ich diese Zeiten durchgestanden; habe es irgendwie geschafft, wieder aufzustehen. Nicht vollkommen. Ich kann nicht mehr ''straight'' stehen. (Aus mehreren Gründen, nicht nur wegen dem Fallen, aber das ist ein komplett anderes Thema.)
Ich kann nicht mehr gerade stehen, weil jedes Mal, wenn ich gefallen bin und einen dieser Kämpfe gekämpft habe – die schlimmer sind als die normalen, täglichen Kämpfe – jedes Mal wurde ich ein bisschen mehr verbogen, ein bisschen mehr gebrochen.
Mit der Zeit, durch liebevolle Menschen und meine Leidenschaft fürs Schreiben, wurde ich von ein paar der Konsequenzen dieser Biegungen und Brechungen geheilt. Ich bin nicht extrem gebogen oder extrem gebrochen. Ich bin nur... nicht ganz richtig und nicht ganz komplett. Da sind Teile von mir, die fehlen und Teile, die verunstaltet sind.
Aber ich bin okay. Nicht so okay wie manche anderen Menschen es sein mögen, aber auch nicht so geschädigt wie es manche andere Menschen sind. Mir geht es okay. Mir könnte es besser gehen, aber es könnte immer besser gehen. Mir könnte es auch sehr viel schlimmer gehen. Also ist es in Ordnung. Denke ich. Nein, es ist tatsächlich in Ordnung.
Aber manchmal fühlt sich das wie eine Lüge an. Ist es wirklich in Ordnung? Bin ich wirklich okay? Okay genug, und was heißt das überhaupt? Was ist genug? Bin ich genug? Kann ich genug sein, auch mit diesen verlorenen und verunstalteten Teilen von mir? Bedeutet ein bisschen nicht ganz richtig und nicht ganz komplett zu sein, dass ich niemals in irgendeiner Hinsicht genug sein kann, weil da immer etwas sein wird, dass ich nicht habe und niemals haben kann!?

Wenn ich diesen Gedanken erreiche; wenn ich endgültig aufhöre, ihn zu unterdrücken; wenn ich all meine Ängste und Dämonen und einfach alles, das mich heimsucht, reinlasse – falle ich erneut.
Und ich werde mich erinnern. Ich werde mich an jedes Mal, jeden vorherigen Fall erinnern. Ich werde mich erinnern, wie es sich anfühlte. Ich werde mich erinnern, was passiert ist. Ich werde mich erinnern, was für Gedanken ich zu der Zeit hatte. Ich werde mich erinnern, an all den Schmerz und die Traurigkeit und die Verzweiflung und vor allem: die Leere und Bedeutungslosigkeit.
Weil das das schlimmste daran ist. Du magst denken, dass der Schmerz dich tötet und ja, es kann sehr sehr schlimm sein und es kann den Wunsch hervorrufen, das Gefühl zu stoppen und nur noch Leere zu fühlen. So schlimm kann es werden.
Aber sobald du die Leere tatsächlich erreichst und sich plötzlich alles nur noch bedeutungslos anfühlt, fängst du an, eben nach diesen Schmerz zu verlangen, den du Sekunden zuvor noch verwünscht hast. Alles ist besser als nichts zu fühlen. Alles ist besser als sich leer zu fühlen. Deshalb konsumieren wir so viel, was auch immer es sein mag. Immer immer immer versuchen wir die Leere in uns zu füllen. Wir haben so so große Angst vor der Leere.
Zumindest mir geht das so. Das ist, wie es sich für mich anfühlt. Ich habe das erlebt. Ich habe nichts gefühlt, nur leer und bedeutungslos und als... wäre ich nichts. Als würde ich nichts bedeuten, für niemanden. Und dementsprechend höre ich auf irgendetwas für irgendjemanden und irgendetwas zu fühlen. Es ist eben... wenn ich nichts bedeute, warum sollte irgendetwas mir etwas bedeuten? Wenn niemand einen Grund sieht, warum ich hier bin, wie sollte ich einen sehen können? Und warum sollte ich mich bemühen, Gründe zu (er)finden? Das wären nur Lügen, nicht? Ja, all diese süßen Lügen, die ich mir selbst erzähle, um weiterzuleben.

Ich brauche Gründe. Wir alle brauchen Gründe. Wir brauchen Erklärungen. Wir brauchen Hoffnung und etwas, woran wir festhalten können. Wir brauchen Anerkennung und Akzeptanz. Wir brauchen Liebe. Wir brauchen jemanden und etwas. Wir brauchen einander. Wir brauchen etwas, dass es stoppt, sodass wir nicht noch weiter fallen. Wir brauchen eine Hand, die uns hilft wieder aufzustehen. Oder vielleicht sogar jemanden, der uns auffängt, wenn wir fallen.
Wir brauchen Gesellschaft. Gute Gesellschaft. Einen guten Freund. Jemand, dem wir nah sein können. Jemand, der uns kennt. Jemand, der leben leichter macht. Jemand, der da ist.
Ich bin so froh, jemanden zu haben. Nicht nur jemanden, sondern ein wirklich guter Jemand. Ein Jemand, der momentan sowas wie mein einziger Freund sein mag. Vielleicht bilde ich mir bloß Dinge ein, wie ich das schon immer getan habe. Wahrscheinlich ist es nichts. Es kann nicht sein, wie es schon die anderen Male gewesen ist, richtig? Das kann nicht passieren. Ich will nicht, dass das passiert. Ich will das wirklich nicht. Und vielleicht passiert es nicht und all meine Ängste sind einfach nur dumm. Vielleicht. Hoffentlich.
Aber auch, wenn es nicht passiert, das ändert nichts daran, wie ich mich jetzt gerade fühle. Woher auch immer dieses Gefühl wirklich kommt, auch wenn es nur in mir ist, es ist trotzdem da und es ist trotzdem real. Ich falle.
Auf gewisse Weise ist das normal, denke ich. Jeder fällt hin und wieder. Niemand ist so glücklich wie er zu sein scheint. Das Leben ist einfach nicht so. Auch Menschen, die unglaubliches Glück haben, straucheln. So ist das Leben und die menschliche Natur. Nichts wird daran je etwas ändern.

Wenn dieses Gefühl des Fallens allerdings zu stark wird... Ich denke nicht einmal, dass ich schon mal zu hart gefallen bin und ich mag niemals zu hart fallen. Ich bin nur ein bisschen verbogen und gebrochen, nicht zu sehr. Ich bin nicht zu sehr beschädigt, nur ein bisschen. Was nochmal eine komplette, eigenständige Quelle für Unsicherheiten und all den Scheiß ist. Ein anderes Thema.
Dennoch, ich weiß, dass es schlimm sein kann. Es mag nur die Spitze des Eisbergs der Schlechtheit sein, aber es ist nach wie vor der Eisberg der Schlechtheit, also ja. Und die Sache mit diesem Eisberg ist, dass es sich immer endgültig anfühlt. Das ist wahrscheinlich der Punkt, an dem das Selbstmord-Zeug einsetzt. Es fühlt sich an wie das Ende, als würdest du nur noch endlos fallen.
Selbst wenn du weißt, dass es besser wird, was es letztendlich auch wirklich wird, du kannst das nicht sehen und definitiv nicht fühlen. Da ist nichts und du bist nichts. Da kann nicht irgendetwas sein. Wie kann da nach nichts etwas sein? Wie könnte es bitte möglich sein, etwas aus nichts zu machen? Das macht einfach keinen Sinn. Nein. Nein, dieses Nichts macht sehr viel mehr Sinn. Alles andere ist nur eine Lüge, irgendein Trick, nach dem andere Menschen leben. Aber du kannst nicht, nicht mehr. Du hast die Wahrheit gesehen und jetzt ist es zu spät.
Das ist Fallen. Du fällst und fällst und fällst einfach und alles verliert seine Bedeutung und nichts wird je wieder irgendeine Bedeutung haben, weil es weg ist, es ist verloren und kann niemals wieder gefunden werden.

Tja, und jetzt? Rate mal. – Dein Fall kann enden. Du kannst tatsächlich den Boden erreichen oder dich an etwas in dem Nichts festhalten. Es mag erscheinen, als wäre da Nichts, aber da ist auf jeden Fall immer etwas.
Das ist... Ich glaube einfach daran. Wie sonst könntest du erklären, zu Etwas zurückzukehren, nachdem du durch Nichts gefallen bist? Ja, vielleicht ist alles bloß Lügen und Tricks und Illusionen, die wir uns selbst vorspielen. Wer weiß? Vielleicht ist das Nichts wirklich die Wahrheit.
Aber ich weigere mich schlicht, es auf diese Weise zu sehen. Ich muss daran glauben, dass da immer etwas ist. Wie klein es auch sein mag, es ist da und aus diesem Etwas kann mehr und mehr und mehr wachsen. Stelle dir einfach einen Samen vor. Ein Samen ist klein, so so klein. Und aus solch kleinen Samen kann ein Baum erwachsen. Aus nur einem kleinen Samen kann ein ganzer Baum wachsen und aus diesem Baum werden wieder Samen hervorkommen, aus denen noch mehr Bäume wachsen können und ehe man sich versieht, wird daraus ein ganzer Wald. Ein ganzer Wald erwachsen aus einem kleinen Samen.
Wenn ein Samen das kann, stelle dir vor, was ein kleiner Mensch tun kann – eine kleine Idee, ein kleines Gefühl, ein kleines Wort, ein kleines Was auch immer. Und dann denke an dieses Nichts und wie das alles sein könnte, was es gibt – einfach nichts. Wie kann da nichts sein, wenn du da bist? Was auch immer du über dich selbst denken magst, du bist da. Du bist hier. Du bist etwas.

Und für jemanden bist du jemand. Für jemanden könntest du der Jemand sein. Für jemanden könntest du alles sein. Und was du tust könnte etwas sein, könnte alles für jemanden sein. Ich bin sicher, dass es so ist. Ich bin sicher, dass das über mich selbst gesagt werden kann, ohne arrogant klingen zu wollen.
Es ist bloß... dieser kleine Samen, er weiß nicht, was er tut. Er weiß nicht, wie besonders er ist, so besonders, dass er einen ganzen Wald erschaffen kann. Und er weiß nicht, dass er diesen ganzen Wald schon erschaffen hat. Er weiß es nicht. Er ist nur ein Samen. Nur ein kleiner kleiner Samen, auch wenn er einen ganzen Wald erschaffen hat.
Auch du hast einen ganzen Wald erschaffen. Ich auch. Ich mag nichts davon wissen, aber ich habe es getan. Und es muss nicht einmal ein großer Wald oder sowas sein. Aber es ist etwas. Wir sind alle etwas für jemanden, weil alles, was wir tun und sagen und sind, andere beeinflusst. Die kleinsten Dinge können alles für jemanden, für etwas verändern. Wir wissen das nur meistens nicht. Wir können es meistens nicht wissen. Wie sollten wir? Wir kennen die Fremden nicht, deren Leben wir verändert haben könnten, einfach weil wir sie anlächelten. Wir kennen die zufällige Person nicht, die sich an etwas, das wir gesagt haben, erinnert oder etwas gesehen hat, das wir getan haben und sie inspiriert, ihren Freunden erzählt oder darauf basierend entscheidet, etwas zu tun.
Wir wissen nicht einmal, was unsere Freunde oder unsere Familie anderen Menschen erzählen mögen und was diese Menschen tun könnten wegen diesen Worten über uns. Wir werden das niemals wissen. Aber es ist so. Menschen reden, das weiß sicherlich jeder. Und Menschen sehen und denken auch, ja, das tun sie tatsächlich, und sie sind wortwörtlich von allem beeinflusst. Ich weiß, das ich es bin. Ich mag nicht wirklich wissen, was was beeinflusst; mag nur fühlen und realisiere die Konsequenzen, die Effekte, nicht aber die Affekte. Aber es kam von irgendwo, irgendetwas, irgendjemand.
Weil es nicht von Nichts kommen kann, richtig? Da muss immer etwas sein.

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Wenn man auf diese Weise denkt, wird das Nichts zur Lüge. Wie kann da nichts sein, wenn da immer etwas sein muss? Etwas kann nicht aus Nichts entstehen. Also ist da immer Etwas. Das macht Sinn, nicht? Das Nichts kann dann keinen Sinn mehr machen.
Du magst dich wie Nichts fühlen und dieses Gefühl ist sehr sehr real. Aber das Nichts ist es nicht. Es ist eine Kreation, eine Kreation deines Verstandes. Es hat die Kontrolle über dich übernommen und es will dich glauben lassen, dass es real ist. Es will, dass du nur das Nichts siehst. Es will, dass du alles andere vergisst. Und manchmal hat es Erfolg. Manchmal saugt es alles auf und du fängst an zu fallen und es scheint, als würde es niemals enden, weil das Nichts alles nahm.
Aber genau das ist es, was es dich glauben lassen will. Es ist wie ein Dämon, der wartet, bis du den Schmerz und die Verzweiflung und alles andere im Leben so müde bist und dann schlägt es zu, wenn du am schwächsten bist. Du kannst dich nicht verteidigen, du mag es nicht einmal wollen und dann zieht es dich runter und du fällst fällst fällst.
Letztendlich wirst du etwas finden, du wirst verstehen, dass das Nichts wie ein Schatten ist, der alles verschleiert, alles dunkel und hohl und leer erscheinen lässt, während gleich unter dieser Lage der Dunkelheit noch alles da ist. Nichts ist weg. Das Nichts hat nicht eine Sache genommen. Es hat es dich nur glauben lassen und du hast es geglaubt, weil es dich hat fühlen lassen, als wäre nichts übrig. Tja, es war überhaupt nichts je weg oder verloren.
Wenn du das erkennst, hörst du auf zu fallen, du kannst dich festhalten, an was auch immer du gefunden haben magst hinter der Lage der Dunkelheit. Da ist etwas, da wird immer etwas sein. Das verspreche ich. Ich verspreche das mir selbst.
Die Welt und das Leben mögen auf so viele Weisen dunkel und furchterregend und unfair sein, aber ich glaube an dieses Etwas, auch wenn es einer Armee des Nichts gegenübersteht. Ich werde trotzdem daran glauben und ich werde siegen. Ich werde dieses Nichts mich nicht aufsaugen lassen. Nein, das werde ich nicht.