Freitag, 9. Februar 2018

TV Show: Dark

Dear TV Shows.


Willkommen zum Kommentar über meine Serie 2017!
Ja, eigentlich mache ich solche 'Favoriten-Behauptungen' oder sowas nicht unbedingt, aaaber hier an dieser Stelle will ich da mal nicht so sein, weil aus Gründen.

Genre: Crime, Drama, Mystery, Sci-Fi, Thriller
Länge: 10 Episoden je 60 Minuten (Staffel 1)
+ Fortsetzung folgt!(?)
Jahr: 2017 –
Kurzbeschreibung: A family saga with a supernatural twist, set in a German town, where the disappearance of two young children exposes the relationships among four families.

Gesamteindruck: Ja, das ist eine (die erste komplett?) deutsche Netflix Serie und ja, hier ist jetzt trotzdem eine englische Kurzbeschreibung und so, weil... why not. Das war es aber nicht, was ich an dieser Stelle anmerken wollte. Sondern was ganz anderes – diese Serie hat mich so sehr überrascht! Und ich habe sie so gesuchtet und *-* Ich bin so gespannt darauf, wie es weitergeht! Ahhh! Okay, geht wieder. Aber – ahhhhh! Jetzt, jetzt geht’s wirklich wieder.

Story: Ich muss ja schon sagen, dass ich ein sehr großer Fan davon bin, wie in dieser Serie die Story erzählt wird. Es findet quasi alles auf zwei (bis drei?) Ebenen statt und wenn ich das jetzt genauer erläutern würde, wäre das eigentlich ein Spoiler, also sage ich da mal jetzt nicht mehr zu, aber wer die Serie geschaut hat, wird ja wissen, was ich meine. Ich für meinen Teil finde es sehr cool und vom Timing her gut gemacht, wie die Geschichte auf diesen Ebenen erzählt und dabei immer wieder zwischen diesen Ebenen gewechselt wird, wodurch sich nach und nach alles entfaltet und anfängt, Sinn zu ergeben und sich zum großen Ganzen zusammenzufügen.
Auch wie die Serie Mystery und Spannung aufbaut und damit umgeht, hat mir sehr gut gefallen. Vieles bleibt sehr lange im Dunkeln (haha), während dennoch von Zeit und Zeit und im Laufe der Geschichte insgesamt so gut wie alle Fragen aufgeklärt werden.
Dann und wann ist zwar alles etwas verwirrend und ich habe zugegebenermaßen die Serie recht schnell durchgeschaut, sodass es nicht passieren konnte, dass ich allzu vieles vergessen konnte. Aber als Mensch, der nichts nichtsdestotrotz ziemlich vergesslich ist, hat sich mir dennoch alles sehr gut erschlossen, was im Laufe der Geschichte bisher schon aufgeklärt wurde.
Auch das Rumrätseln und Theorisieren hat mir bei dieser Serie wieder viel Spaß gemacht, da ich sowas echt gerne mag, ich aber mit ''stumpfen'' Krimi-Serien nichts anfangen kann. Dementsprechend kann man sich leicht denken, dass ich natürlich das übernatürliche Element der Serie sehr sehr mag und auch wirklich gut umgesetzt finde. Das ganze Thema, auf das es hinausläuft, ist nicht unbedingt wenig umstritten, würde ich mal behaupten, aber meiner Empfindung nach hat die Serie es sehr gut gemacht, dadurch dass sie ihre ganz eigene Erklärung/Theorie für das Phänomen findet und dieses sogar auch noch weiter in Frage stellt.
Was auch noch zu sagen wäre – ja, das ganze Mystery-Feeling ist
teilweise etwas sehr... erzwungen würde ich nicht sagen, aber es ist schon etwas übertrieben durch zum Beispiel das Wetter und ähnliche Atmosphäre schaffende Elemente beeinflusst, was einigen vielleicht etwas viel und künstlich vorkommen könnte. Mir selber gefällt es sehr gut.
Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass mich eine deutsche Serie so sehr fesseln könnte, aber oh, Dark hat das definitiv geschafft und zwar wie!

Charaktere: Neben dem tollen Mystery- und dem noch besseren übernatürlichem Element, macht Dark vor allem die Familiendynamik aus und ach, wie unfassbar ich das liebe! Mir war vorher nie so klar, wie cool ich eigentlich solche Familiengeschichten finde! Jetzt bin ich da dank dieser Serie etwas schlauer.
Also, ja, es geht um mehrere Familien, die Zusammenhänge zwischen diesen, die verschiedenen Generationen der Familien und ihr Leben in der Kleinstadt und natürlich wie das alles mit dem Crime und Mystery und Übernatürlichem der Geschichte verknüpft ist.
Zeitweise bin ich extrem durcheinander gekommen mit den ganzen Charakteren, da es wirklich viele sind, vor allem, wenn man bedenkt, dass die erste Staffel nur 10 Folgen hat. Dazu kommt dann noch, dass ich nicht besonders gut im Namen merken bin und... ja... Nicht unbedingt die besten Voraussetzungen, um diese Serie zu schauen. Aber letztendlich habe ich trotzdem alles verstanden, also würde ich mal behaupten, dass man auch ohne super gutes Gedächtnis Spaß an der Serie haben kann.
Was auch sehr zugesagt hat – wie abgefuckt die Charaktere teilweise sind. Dafür habe ich einfach ein Herz. Schließlich sind ''normale'' Charaktere einfach nur super langweilig, meistens zumindest. Da finde ich es viel spannender, wenn Charaktere ausrasten, lügen, fies sind und dadurch sogar noch irgendwie zusammenfinden oder die größten Fehler überhaupt machen, einem Irrglauben folgen, in Fallen tappen... Ach, so viel Liebe einfach für diese Serie, ihre Charaktere und ihre Art, die Geschichte zu erzählen.
Natürlich lässt sich bei den Charakteren und auch der Geschichte selber einiges an Klischee finden, aber ich denke dennoch alles so gut und interessant gemacht, dass ich mich daran nicht störe und sogar sagen würde, dass es gut passt und alles sich cool zusammenfügt.

Fazit: Wie gut mir die Serie gefallen hat, muss ich, glaube ich, nicht nochmal wiederholen. Ich tue es trotzdem: Sie ist so toll! Also zumindest fand ich sie sehr toll. Ich liebe es, wie Mystery und Spannung aufgebaut und aufrecht erhalten werden. Mir gefällt die gloomy Stimmung, auch wenn ich mir vorstellen kann, dass einige sie übertrieben und künstlich finden. Ich mag es sehr, wie abgefuckt die Charaktere sind und wie sich die ganze Story entwickelt. Auch dieser ganze Familiendrama-Part spricht mich total an.
Ich bin wirklich unfassbar gespannt, was da noch kommt und so so froh, diese Serie geschaut zu haben. Wer sich auch darauf einlassen kann, dass es trotz allem eine deutsche Serie ist, aber eben eine wirklich Gute, und alles zuvor Genannte ansprechend findet, dem sollte auch das Schauen von dieser Serie gefallen.

Freitag, 26. Januar 2018

TV Show: Stranger Things 2

Dear TV Show.

Oh, huch, das ist jetzt ja auch schon wieder eine Weile her. o.o Na ja, es ist nie zu spät. Oder so.

Genre: Drama, Fantasy, Horror
Länge: 8 Episoden je 51 Minuten (Staffel 1) ~ Mein Kommentar
+ 9 Episoden je 51 Minuten (Staffel 2)
(+ Staffel 3 demnächst)
Jahr: 2016 -
Kurzbeschreibung: When a young boy disappears, his mother, a police chief, and his friends, must confront terrifying forces in order to get him back.

Story: So, mal schauen, woran ich mich noch alles erinnern kann. Ganz so lange ist es ja nun auch wieder nicht her, je nachdem wie man es sieht. Damals, während des Schauens und auch direkt danach, gab es auf jeden Fall so einiges, was ich zu der zweiten Staffel der Serie sagen wollte.
Ich fange mal einfach hiermit an: Die zweite Staffel ist definitiv eine tolle Fortsetzung zur ersten. Auch wenn das meiste von ''dem Geheimnis'' aus der 1. Staffel, also allem was das Mysteriöse und Spannende in der ersten Staffel ausgemacht hat, in eben dieser auch
bereits aufgeklärt wird, schafft die zweite Staffel es definitiv neue Mysterien zu kreieren, Spannung aufzubauen und das Ganze auf einen Höhepunkt zu bringen und auf ziemlich epische Art aufzulösen.
Ich mag nach wie vor das ganze Setting und den Retro-Stil der Serie sehr, da es einfach wunderbar zu der ganzen Thematik passt und für diese besondere Atmosphäre sorgt.
Was die 2. Staffel am meisten von der 1. unterscheidet, ist die Dynamik, die in der zweiten Staffel sowohl was das Storytelling als auch die Beziehungen der Charaktere betrifft, ganz anders ist. Das ist nicht sofort etwas negatives und in diesem Fall denke ich, dass es der Serie sogar die Frische und die Möglichkeit, überhaupt sinnvoll fortgesetzt zu werden, gibt. Im Gegensatz zu dem doch recht starken Gruppending der Kinder in der ersten Staffel, sind hier nun alle Charaktere und Beziehungen etwas aufgespaltener, wodurch Einblicke in andere Charaktereigenschaften gegeben werden können und einzelne Beziehungen und Teile der Geschichte etwas mehr Gewicht bekommen.
Natürlich macht das die Serie insgesamt ein wenig chaotischer und unübersichtlicher, da man sich auf mehrere Handlungsstränge konzentrieren muss. Aber alle Handlungsstränge hängen irgendwie zusammen und führen auch am Ende wieder zusammen, von daher finde ich es ganz gut gelungen.
Auch die Geschichte an sich bleibt interessant und wirkt nicht aufgesetzt oder erzwungen. Alles fügt sich als sinnvolle Fortsetzung zusammen und ist spannend anzusehen.

Charaktere: Wie schon erwähnt wird hier einiges mehr an verschiedensten Einblicken in die Charaktere gewährt. Eleven macht einiges an Charakterentwicklung durch. Steve findet etwas Neues über sich heraus und bekommt quasi eine neue Stellung, eine neue Rolle in Bezug zu den anderen Charakteren. Was ich so von den neuen Charakteren aka Max und Billy halten soll... Da war ich lange die neun Folgen hindurch ziemlich gespalten. Aber an sich passen auch sie gut in die Serie und fügen sich als neue Elemente ganz gut ein.
So viel ist also auch in der zweiten Staffel natürlich um die eigentliche Story geht, genauso viel geht es auch um die Charaktere, ihre Beziehungen zueinander und die Frage, wer sie denn eigentlich genau sind und sein wollen. Besonders letzteres finde ich ziemlich toll in die ganze Geschichte eingearbeitet und gut behandelt, ohne dass es zu aufdringlich ist oder seltsam wirkt.
Es passiert auch einiges zwischen den Charakteren, das man sich schon erhofft hat und überhaupt harmonieren die Charaktere auch alle schön miteinander und ach, es macht einfach Spaß, mitzuverfolgen, wie sie die ganze Sache und ihre Leben meistern.

Fazit: Was soll ich sagen? Schaut euch die zweite Staffel definitiv an, wenn euch die erste gefallen hat. Ja, es ist etwas anders, was die ganze Dynamik der Erzählweise und die Dynamik der Charakterbeziehungen betrifft, aber das gibt die Chance, viel Neues über die einzelnen Charaktere zu lernen, während die Geschichte ähnlich spannend wie in der ersten Staffel voranschreitet.
Meiner Meinung nach ist die zweite Stranger Things Staffel auf jeden Fall gut gelungen und eine würdige Fortsetzung zur ersten.

Dienstag, 16. Januar 2018

Mein Leseuniversum (3): Bücherplan 2018

12 Bücher in 12 Monaten

Na, erinnert sich noch wer an diese kleine Post-Reihe, die ich mal gestartet hatte, in der ich darüber geschrieben habe, wie das bei mir so mit dem Lesen ist? Falls nicht, dass war im März 2017 und ich hatte damals auch nur zwei Posts dazu hochgeladen, auch wenn es eigentlich mehr werden sollten. Und ja, damals hieß es noch Leseverhalten, aber ich habe es jetzt mal in Leseuniversum geändert, weil ich das passender finde.
Soviel dazu. Ich habe mir gedacht, dass ich dieses kleine Projekt mal wiederbelebe, denn das, was ich damals damit machen wollte, will ich dieses Jahr auf einer höheren Stufe auch wirklich durchziehen. Denn wirklich mehr gelesen habe ich im letzten Jahr nicht, eher das Gegenteil.
Aber dieses Jahr wird alles anders! Oder so.

Zu Part 2: Diagnose: Lesefaul

Schritt 1: Wo genau liegt mein 'Lese-Problem'?
Ich glaube, das habe ich inzwischen schon ziemlich oft erwähnt und mich darüber aufgeregt. Auch in dem zweiten Blogpost habe ich darüber geschrieben. Es ist mehr oder weniger Faulheit gepaart mit anderen Prioritäten, vor allem dem Schreiben, und der Tatsache, dass man ja doch immer irgendwas anderes zu tun hat. Oder sich das zumindest bis zu einem gewissen Grad einredet. Weil wegen Prioritäten und Faulheit.
Also, gegen meine Prioritäten und meine Faulheit will ich, was mein Leseverhalten betrifft, 2018 mal ein bisschen arbeiten. Ersteres ist so eine Sache, weil für mich das Schreiben eben wirklich vor all meinen anderen Hobbys steht und daran wird sich auch nichts ändern, aber, und das hängt wieder mit der (Lese-)Faulheit zusammen, anstatt zu lesen, schaue ich ganz oft lieber ein Video oder eine Folge einer Serie/eines Anime. Auch wenn ich eigentlich in dem Moment gerade Lust zum Lesen habe. Und ich glaube, da liegt am ehesten das Problem.
Ich bin da auch sehr stimmungsabhängig und klar, wenn ich zu müde bin, schaue ich mir lieber noch ein Video an, als zu lesen, da ich das Lesen ja genießen will. (Ausrede! Na ja, so halb. Ist halt schon auch die Wahrheit.)


Schritt 2: Was tun?
Mein Ziel ist es eigentlich, wieder jeden Tag vor dem Schlafen gehen ein bisschen was zu lesen, weil ich das als Ritual sehr liebe und man dadurch immer beim Lesen etwas vorankommt und nicht plötzlich irgendwo hängen bleibt. Am Wochenende beziehungsweise an freien Tagen lese ich eigentlich auch mal ganz gerne morgens, einfach damit ich länger im Bett bleiben kann und zum Aufwachen kann es auch ganz cool sein.
Doch um da erstmal wieder eine Regelmäßigkeit reinzubringen... Das ist wirklich gar nicht so leicht, weil ich mir das ja nicht erst seit diesem Jahr, sondern schon seit einer ganzen Weile vornehme und irgendwie immer nur Babyschritte mache, um dann wieder komplett aus der Regelmäßigkeit zu fallen.
Ich muss also in dem Punkt erst Selbstdisziplin entwickeln, wie es scheint. Und wie könnte ich mir das antrainieren?

Schritt 3: Sich Ziele setzen und sich diese im Detail bewusst machen
Das hier ist jetzt übrigens keine Universallösung, sondern etwas, das ich für mich als Möglichkeit entdeckt habe beziehungsweise ausprobiere. Es wird sich im Laufe des Jahres zeigen, wie erfolgreich das Ganze ist.
Mir persönlich hat es schon immer geholfen, mir klar zu machen, wie ich mein eigentliches, großes Ziel denn erreichen kann und meistens, gerade wenn es einem so weit weg und unmöglich erscheint, helfen die kleinen Schritte. Ich rechne dann zum Beispiel wie viele Seiten ich an einem Tag lesen müsste, um bis zu einem bestimmten Tag mit dem Buch fertig werden zu können. Wenn ich dann weiß, wie viel Seiten ich lesen müsste, ist das Ganze sehr viel weniger abstrakt als ''Ich will mehr lesen'' oder ''Ich will dieses Buch jetzt bald fertig lesen''. Mir hilft es sehr, da konkreter zu denken.
Natürlich kann das auch kontraproduktiv sein, wenn man dann nicht diese sich selbst vorgenommene Zahl schafft oder einen einfach allgemein dieses leichte 'Zwang'-Element stört. Das kommt bei mir auch manchmal vor, aber ich glaube, ich kann da inzwischen eine ganz gute Balance zwischen Enttäuschung und 'I don't care' finden, sodass es ein 'I don't care enough to be really upset and I'll just try again later/the next day' wird und damit kann ich gut leben.


Ergebnis: 12 Bücher in 12 Monaten
Ich hatte letztens kurz was zu einer Challenge zu 18 Bücher für 2018 oder sowas in der Richtung gesehen und ja, eine Challenge ist bei sowas eigentlich immer eine ganz gute Idee, denke ich. Klar, auch da kommt wieder so eine Zwang-Geschichte mit hinzu, aber ich brauche manchmal diesen Druck, genau wie den Druck einer Deadline und deswegen ist sowas für mich nichts hinderliches, sondern eher eine Herausforderung.
Schon bevor ich irgendwas von dieser anderen Challenge gehört hatte, habe ich aber für mich selber bereits überlegt gehabt, was denn eine realistische Zahl an Büchern sein könnte, die ich eventuell in einem Jahr schaffe. Ich bin da bei 10 bis 12 Büchern gelandet, wobei Buch Nr. 11 und 12 sowas wie 'Bonusbücher' sind, wenn sich manche Bücher schneller lesen als andere und solche Umstände.
Und ja, ein Buch in einem Monat sollte selbst für mich einigermaßen zu schaffen sein, wenn ich mich wirklich mal etwas mehr bemühe. Für den Fall, dass das doch eher nicht so der Fall ist, sind 11 und 12 eben Bonusbücher, sodass 10 mein eigentliches Ziel ist und 12 quasi das angestrebte Wunschziel, auf das ich sehr stolz wäre.

Auswahl der Bücher
Das... Das war echt eine Aufgabe und ich musste die natürlich an einem einzigen Abend in Angriff nehmen, weil why not. Die ganze Realisierung dieses Bücherplans für 2018 war eher eine spontane Entscheidung. Ich hatte schon länger darüber nachgedacht, aber nicht so wirklich ernsthaft und dann dachte ich mir: ''Nö, ich ziehe das jetzt wirklich durch! So!''
Also musste ich mir überlegen, was für Bücher ich denn eigentlich mal so gerne lesen würde. Nicht, dass es davon nicht genug geben würde, aber damit wären wir wieder bei diesem Konkret Werden, was einfach wichtig ist, wenn man eine Sache wirklich in Angriff nehmen will. Also zumindest für mich.
1. Bücher, die ich schon immer mal lesen wollte: Die ersten paar Bücher waren schnell gefunden. Eben weil es viele Bücher gibt, die ich super gerne mal lesen würde und die auch zum Teil schon in meinem Bücherregal liegen, aber einfach noch komplett ungelesen und unberührt sind.
2. Horizont erweitern, mehr LGBTQ+ (und nicht nur Boys Love): Tja und dann hatte ich mir vorgenommen, meinen Horizont mal ein wenig zu erweitern, was ich an sich auch schon länger tun wollte. Denn so sehr ich Fantasy und Boys Love auch liebe und da noch gaaaaaaaaanz viel lesen möchte, andere LGBTQ+ Geschichten wären auch wirklich mal was schönes, wo ich mich mehr rantasten möchte. Das war wohl das Schwerste dieser Liste. Dank goodreads gibt es zwar wirklich genug Listen, also genug Auswahl, aber uff, bin ich wählerisch!
Oh und am besten sollte es natürlich trotzdem auch noch Fantasy sein. Ja. Und nicht nur wieder Gay Romance bitte! Und dann bitte nicht so super klassisch und oh, hier sind die Kommentare ja auch eher nicht so gut und ugh, was die eine Person dazu kritisiert hat, also das würde mich auch echt stören...
Endergebnis: Ach ja. Am Ende ist die Liste aber tatsächlich fertig geworden. Auch wenn es natürlich trotzdem vorwiegend Fantasy und Boys Love geworden ist, aber es ist auch ein Buch dabei, dass man vielleicht mit 'Girls Love' (als Gegensatz zu Boys Love) betiteln könnte. Und Fantasy-Boys Love, worauf ich sehr gespannt bin, ist auch dabei!
Ich bin ein bisschen... unsicher, was die Auswahl an sich betrifft. Sowieso habe ich, besonders als Literaturwissenschaften studierende Person immer ein wenig Angst davor, ganz hart beurteilt zu werden durch die Bücher, die ich so lese beziehungsweise lesen will. Es ist dumm, ich weiß und Gott, ich bin leidenschaftliche Verfechterin des Mottos ''Lese verdammt nochmal, was dir gefällt! Alles, was dir gefällt, hat einen Mehrwert!''. Also, ja, ich sollte mir da einfach nicht so viele Gedanken machen.
Begutachtet also ruhig meine Liste und seid euch bewusst, dass ich selber noch keins dieser Bücher gelesen habe, sie mich aber alle aus ganz unterschiedlichen Gründen ansprechen.
Gut zu wissen: Oh und eine Sache noch: Es sind nicht ganz 12 Bücher auf der Liste, zumindest nicht 12 ganz konkrete Buchtitel. Das liegt daran, dass ich mir zwei Plätze auf der Liste für 'random' Bücher freigelassen habe. Also einfach wenn mich die Lust auf was ganz anderes, das nicht auf der Liste steht, überkommt oder ich endlich mal eins der anderen, in meinem Regal verstaubenden, ungelesenen Bücher in Angriff nehmen will. Und dann sind da auch noch zwei Plätze reserviert für Fortsetzungen von den Reihen, die ich dieses Jahr anfangen werde. Auch sehr wichtig. Aber auch da wollte ich mich eben noch nicht festlegen, welche Reihe ich jetzt genau weiterlesen möchte. Das entscheidet sich dann spontan.


Mein Bücherplan 2018 ist also eins der großen Projekte für mich 2018 und ich hoffe wirklich sehr, dass ich das gut durchhalten werde und endlich endlich wieder mehr lesen kann!
Dafür muss ich jetzt übrigens erstmal mein momentanes Buch beenden, an dem ich schon viel zu lange lese. Ach ach. Aber auch da habe ich ja jetzt ganz viel Motivation und Grund, wirklich voranzukommen und es hat schon Wirkung gezeigt. Diese Woche, vielleicht sogar heute, werde ich auf jeden Fall noch damit fertig und dann fange ich mit der Liste an.
Habt auch ihr ein tolles Lese-Jahr 2018, ob ihr euch nun irgendwelche speziellen Bücher vornehmt oder nicht, genau wie beim Schreiben zählt jedes einzelne Wort. ^-^

Samstag, 6. Januar 2018

Anime: My Hero Academia (Staffel 1 & 2)

Dear Anime.


Ich glaube... My Hero Academia ist tatsächlich mein Anime 2017, wobei es gut sein kann, dass ich jetzt irgendeinen anderen vergessen habe. Aber bei My Hero Academia kommt mir jetzt zumindest in den Kopf, das es einer der Anime 2017 für mich war.

Genre: Action, Comedy, Superhelden
Länge: 13 Episoden je 24 Minuten (Staffel 1)
+ 25 Episoden je 24 Minuten (Staffel 2)
+ Staffel 3 demnächst
noch nicht gesehen
+ 2 OVAs
Jahr: 2016 –
Kurzbeschreibung: The appearance of "quirks," newly discovered super powers, has been steadily increasing over the years, with 80 percent of humanity possessing various abilities from manipulation of elements to shapeshifting. This leaves the remainder of the world completely powerless, and Izuku Midoriya is one such individual.
Since he was a child, the ambitious middle schooler has wanted nothing more than to be a hero. Izuku's unfair fate leaves him admiring heroes and taking notes on them whenever he can. But it seems that his persistence has borne some fruit: Izuku meets the number one hero and his personal idol, All Might. All Might's quirk is a unique ability that can be inherited, and he has chosen Izuku to be his successor!
Enduring many months of grueling training, Izuku enrolls in UA High, a prestigious high school famous for its excellent hero training program, and this year's freshmen look especially promising. With his bizarre but talented classmates and the looming threat of a villainous organization, Izuku will soon learn what it really means to be a hero.

Gesamteindruck: Superhelden! \o/ Wait, hatte ich My Hero Academia nicht fast direkt nach One Punch Man angefangen? Hm... Also zumindest habe ich beide Anime dieses Jahr geschaut und Superhelde sind ja sowieso gerade sehr inn und ich muss sagen, dass ich mich mehr und mehr in diesen ganzen Superheldenkram verliebe. Es geht immerhin um besondere Menschen mit besonderen Fähigkeiten und das ist eigentlich immer ein ziemlicher guter Storyansatz.

Story: Die Kurzbeschreibung, die ich rausgesucht habe, tut da einen sehr guten Job, den Anfang der Story des Anime zu erklären, wobei man argumentieren könnte, dass es ein bisschen spoilert. Nichtsdestotrotz gibt es eine sehr gute Beschreibung von den ersten Folgen ab, die, logischerweise, als Einführung dienen und die Basis für die eigentliche Geschichte schaffen.
Wie schon mehrfach erwähnt, handelt es sich um eine Geschichte
über Superhelden, genauer gesagt: Jugendliche Schüler an einer renommierten Schule, die Superhelden werden wollen. In der Welt, in der die Story spielt, hat so gut wie jeder inzwischen gewisse Superkräfte entwickelt, schlicht durch die Evolution. Leute ohne Superkräfte sind die Seltenheit, was an sich schon mal ein sehr cooler Ansatz ist, da es das ganze Phänomen von Superkräften beziehungsweise Superhelden umdreht. Damit wird ziemlich viel in der Geschichte gespielt, zumindest zu Anfang.
Denn nicht jeder hat besonders starke oder nützliche Superkräfte, sodass nicht jeder dazu qualifiziert ist, durch seine Superkräfte ein Superheld zu sein, was ohnehin bei Weitem nicht alles ist, was einen Superhelden ausmacht. Darin findet sich dann quasi das zweite Hintergrundthema des Anime.

Diese beiden Elemente an sich gefallen mir schon sehr gut und nun kombinieren wir das noch mit dem Hauptcharakter: Izuku ist ein wirklich cooler Charakter. Klar hat er in einigen Aspekten typische Hauptcharakter-Eigenschaften, aber ich finde, dass er es auf eine sehr gute Weise verkörpert und über die Zeit habe ich ihn wirklich lieb gewonnen. Dazu unter 'Charaktere' dann gleich noch mehr.
Für jetzt sei einfach gesagt: Izuku und seine Art, seine Faszination für Superhelden und seine eigene Lage als jemand, der ohne Superkräfte geboren wurde, fügt sich toll in die Geschichte ein. An sich ist es jetzt kein revolutionärer Storyansatz, aber ich mag es und finde es gut umgesetzt.
Das Gleiche gilt auch für den Rest der Geschichte. Es ist mehr oder weniger eine High School Geschichte, aber der ganze Superhelden und Superkräfte Aspekt steht sehr im Vordergrund, sodass es eigentlich zu keiner Zeit langweilig wird. Um Langeweile zu verhindern, tun dann die anderen Charaktere ihren Rest. Diese setzen sich zusammen aus anderen Schülern, also ebenfalls anstrebenden Superhelden, ihren Lehrern, die tatsächliche Superhelden sind, einige andere Superhelden und natürlich, wie sollte es anders sein, gibt es noch die Schurken.
Letztere sind bisher noch recht mysteriös irgendwie? Vielleicht bin ich aber auch nur chronische Wünscherin von tiefgründigen Schurken oder hätte gerne einfach coolere Schurken. Aber gut, an sich erfüllen sie ihren Zweck und sorgen dafür, dass so ein bisschen daran gekratzt wird, inwieweit gut wirklich gut und böse tatsächlich böse ist, wozu ich mir in der nächsten Staffel auf jeden Fall noch etwas mehr wünschen würde, was sich in der zweiten Staffel auch ein wenig ankündigt.
An sich haben aber auch die Schurken was Interessantes an sich, besonders der 'Hauptbösewicht', den ich jetzt einfach mal so betitele. Ansonsten gefallen mir ein, zwei bestimmten Schülern eher weniger, aber darüber hinaus finde ich alle Charaktere richtig gut und sie scheinen auch alle recht durchdachte und nicht nur eindimensional und klischeehaft zu sein. Auch dazu gleich unter 'Charaktere' mehr.
Izukus Kindheitsfreund, der im Anime meist entweder mit seinem Nachnamen Bakugo oder Izukus Spitznamen für ihn, Kacchan, vorkommt, muss ich aber noch einmal erwähnen, da er eine große Rolle in der Geschichte spielt und auch recht oft vorkommt, vor allem auch in Izukus Erinnerung. Es werden auch ein paar Hintergründe über ihn erzählt, aber... Während ich den Anime selber geschaut habe, gehörte er eher zu den Charakteren, die ich nicht so mochte. Ich wünsche mir bei ihm einfach noch eine ganze Menge mehr. Vielleicht bin ich aber auch da wieder zu anspruchsvoll.
Eine andere Sache noch zur Story an sich: Es ist ein Action-Anime
und darauf liegt auch das Hauptaugenmerk. Der Rest der Geschichte beschäftigt sich hauptsächlich mit dieser Frage, was alles einen Superhelden wirklich ausmacht und in der Hinsicht geht es auch recht viel um Selbstfindung. Izuku befindet sich da ja in einer besonderen Position, was das Ganze spannend macht. Auch die anderen Schüler sehen sich mit dieser Frage konfrontiert und müssen quasi ihre Antwort darauf finden.
Da mir die Großzahl der Charaktere sehr sympathisch ist und ich die Idee des Storyansatzes sehr mag und auch inzwischen die ganze Superheldenthematik wirklich toll finde, hat mir der Anime echt gut gefallen.

Charaktere: Wie schon geschrieben ist mir Izuku als Hauptcharakter eigentlich gleich sympathisch gewesen. Dadurch, dass sich bei ihm kein Quirk zeigte, zu der Zeit, in der es normalerweise passiert, wird er von vielen ziemlich fertig gemacht. Das hindert ihn aber nicht daran, Superhelden weiter zu verehren und vor allem zu beobachten und zu dokumentieren und letztendlich hält es ihn auch nicht davon ab, zu hoffen, selber nochmal in irgendeiner Weise ein Superheld sein oder werden zu können. Genau dazu bekommt er dann ja auch überraschenderweise die Gelegenheit. Er ist ein Charakter, der einen sehr starken Heldeninstinkt hat. Ich nenne das jetzt einfach mal so. Bei ihm hat das zwar, wie so oft, auch etwas stark aufopferndes, was ich sonst nicht besonders mag, aber bei Izuku wirkt es so natürlich zu ihm dazugehörig, dass ich mich gar nicht richtig darüber beschweren kann und auch nicht will.
Es ist sehr schön mitzuverfolgen, wie Izukus Leben sich durch seine verdiente Superkraft verändert und wie er dadurch tatsächlich aufblüht und mehr und mehr zu demjenigen wird, der er schon immer sein wollte. Er lebt seinen Traum. Natürlich gibt es da auch Momente, wo er am zweifeln und kämpfen mit sich selbst ist, denn auch wenn sein Traum wahr werden mag, ist nicht alles daran perfekt. Ebenso wird er mit den Problemen seiner Freunde konfrontiert.
Auch die habe ich mit der Zeit mehr und mehr ins Herz geschlossen. Bei dem Anime mag ich auch die weiblichen Charaktere eigentlich alle ganz gerne. Diese kleine Andeutung einer Lovestory finde ich etwas blöd, aber bisher ist das eine einseitige Sache, von daher ist es noch okay. Davon abgesehen sind Izukus Freunde gute Charaktere, die zumindest mir nicht auf die Nerven gingen und mich sogar noch dann und wann überraschen konnten. Zum Teil kommen natürlich Klischees vor, aber ich finde, es wird gut mit ihnen umgegangen und sie werden sogar dann und wann auf eine schöne Weise gebrochen, was zwar eher ein kleines Detail ist, aber ich mag sowas und schätze es immer sehr, da es zeigt, dass sich wirklich Gedanken über die Charaktere gemacht wurden.
Wie schon geschrieben fehlt mir genau das bei Bakugo und den Schurken noch ein wenig. Es ist nicht so, dass sie komplett flach wirken. Da ist schon irgendetwas da und es wird auch in Ansätzen ausgeführt, aber mehr dann auch wieder nicht. Ich denke aber, dass genau an diesen Stellen ein Teil der Spannung festgemacht und aufgebaut werden soll. Mal schauen, wie sich das noch weiter entwickelt.
Mein Lieblingscharakter ist übriges Todoroki, weil wegen aus
Gründen. Ich mag seine Backgroundstory, weil ich sie von allen bisher am interessantesten finde und sie genau dieses Herzzerreißende, Dramatische hat, wovon ich einfach nie genug bekommen kann. Auch sein Verhalten, sein Charakter an sich haben es mir einfach angetan.
Was das Shippen angeht, hat My Hero Academia auch ein bisschen was zu bieten und ich mag Izuku und Bakugo als Ship echt gerne, weil sie so schön gegensätzlich sind und ach, ich liebe es einfach, wenn vermeidlich starke Charaktere wie Bakugo dann Gefühle zeigen und ♥ Aber auch Izuku und Todoroki gefallen mir als Ship, da sie in der tatsächlichen Geschichte eine besondere Verbindung zueinander entwickeln und ♥

Fazit: Wer Fan von Superhelden ist und gleichzeitig Spaß an einer Geschichte über Jugendliche hat, die lernen, was es genau heißt ein Superheld zu sein, der ist bei diesem Anime richtig. Ich würde auch sagen, dass Leute, die bisher nicht so viel mit Superhelden anfangen konnten, hier ihren Spaß haben könnten, da die Frage 'Was macht einen Superhelden eigentlich aus?' mit Thema ist. Auch sind die Charaktere nicht allzu klischeehaft und haben ihre liebenswürdigen Eigenarten sowie Hintergrundgeschichten, die auch zum Teil genauer im Anime dargestellt werden.
Die Schurken und einer der Hauptnebencharaktere haben meiner Meinung nach noch nicht genug Background, aber ich denke mal, dass das in einer dritten Staffel noch kommen wird. Ansonsten ist die Action und Spannung definitiv gegeben und die Frage nach den Anforderungen, denen sich ein Superheld stellen muss, wird auf verschiedene Weisen gestellt und mehr oder weniger auch immer wieder in unterschiedlichen Formen beantwortet.
Die Kombination aus dem Ansatz der Story und eben dieser Frage macht die Geschichte interessant und, nicht nur für Fans von Action, auf jeden Fall sehenswert.

Sonntag, 31. Dezember 2017

Rückblick auf 2017, Ausblick auf 2018

Dear Life.

Was für ein seltsames Jahr, dieses 2017. Mein Zeitgefühl habe ich ja schon vor einer
ganzen Weile verloren und es ist so gut wie nicht existent, aber dieses Jahr... Ich habe das Gefühl, gleichzeitig an einem gewissen Punkt in meinem Leben festzustecken, während doch so vieles passiert ist. Und das, was passiert ist, war so unterschiedlicher Natur, dass ich definitiv nicht sagen kann, das nichts passiert ist.
Besonders heftig ist dieses Mal auch das ''Ist wirklich schon ein Jahr vergangen!?'' und ''Es ist schon sooo viel Zeit vergangen'' Phänomen. Ich habe wirklich einerseits das Gefühl, als wäre unmöglich schon ein ganzes Jahr vergangen und andererseits bin ich emotional so durchgeschüttelt worden dieses Jahr, dass es mir im gleichen Moment vorkommt, als wäre dieses Jahr eine ganze Ewigkeit gewesen.

Diese Sache mit meinem Herzen: Hm, keine Ahnung, ob dieser Titel so vollständig zu dem betreffenden Thema passt, aber es beschreibt das Ganze schon recht gut.
Zunächst fing 2017 mal damit an, dass mir das Herz ziemlich gebrochen wurde und ja, ich weiß, das meiste davon war ohnehin nur in meinem Kopf und so weiter und so fort. Es ändert aber nichts an dem Schmerz, fast sogar im Gegenteil. Meine Fantasie kann so unfassbar lebendig sein, besonders bei so etwas. Ich war so... glücklich und vorfreudig und... naiv. Jap, sehr naiv und dumm. Sehr verknallt eben. Und dann war ich sehr sehr traurig. Alles hat sich... kaputt und sinnlos und durch und durch seltsam angefühlt.
Das war ein sehr krasser Gefühlswechsel vom Ende von 2016 zum Anfang 2017 und ich hatte damit mehr oder weniger bis zuletzt zu kämpfen, wobei es jetzt die letzten paar Monate vor allem deshalb wieder hochkam, weil es eben diese Zeit im letzten Jahr war, wo ich mich so unheimlich gut gefühlt habe. Unheimlich im wahrsten Sinne des Wortes.
Ich bin mir schon seit einer Weile ziemlich sicher, dass es besser gewesen ist, dass es nicht noch weiter, noch tiefer ging und noch realer in meinem Kopf und in der Wirklichkeit geworden ist. Es sollte nicht sein und das ist gut so. Trotzdem macht und wird es mich immer etwas traurig machen, weil ich so viel Hoffnung hatte und so verliebt in meine Vorstellungen war.
Ich bin und bleibe einfach hoffnungslos romantisch und ich mag das sogar an mir. Es ist nur manchmal etwas anstrengend, besonders bei sowas, denn die Realität kann halt nie so sein, wie ich es mir gerne vorstelle, wie ich es gerne hätte. Normalerweise weiß ich das auch, aber ahhh, ich habe mich einfach so sehr in meine Träumereien fallen lassen, dass ich völlig hilflos war, als diese Träume einfach zerbrochen wurden und ich absolut nichts tun konnte, um sie wieder zu reparieren.
Aber es ist okay. Es ist eine Erfahrung, die ich machen musste und es gehört zum Leben dazu, sich auch mal in etwas zu verrennen. Besonders bei Menschen und Gefühlen kann ich das ziemlich gut.
Inzwischen habe ich das Ganze überwunden und für mich ist es abgeschlossen. Ich will mich damit auch gar nicht weiter beschäftigen, es ist einfach verschwendete Energie. Es ist vorbei und diese Träume, die ich hatte... irgendwann werden sie auf irgendeine Weise Wirklichkeit werden.

Ich habe aber tatsächlich auch eine ganze Menge aus dieser Erfahrung mitgenommen und zwar nicht nur ''Verliere dich nicht gleich so schnell in Träumereien'', sondern darüber hinaus die Realisation, dass ich doch auch ziemlich auf weibliche* Menschen stehe, was an sich nichts komplett Neues für mich ist, aber es war immer eher eine theoretische Tatsache. Jetzt weiß ich, dass es wirklich der Wahrheit entspricht und ich bin mir dem Ganzen sehr viel deutlicher bewusst. Ich habe es richtig als wahrhaftigen Teil von mir akzeptiert, weil ich in der Realität damit konfrontiert war, dass ich vielleicht eine feste Freundin haben könnte und ich das wirklich sehr wollte.
Ein Teil von mir war da anscheinend noch sehr sehr unsicher. In der Hinsicht weiß ich jetzt mehr, wer ich bin und das ist toll. Es fühlt sich gut an. Es führt auch zu so blöden Situationen, in denen ich mit Heteronormativität konfrontiert bin und es mich im Nachhinein sehr stört und ich glaube, ich würde mich sogar irgendwann gerne mal richtig vor meiner Familie outen wollen. Aber diese ''Schwierigkeiten'' sind schon okay, wenn ich mich selber dafür nun besser kenne.
Das ist dann auch die andere Sache, die ich unter diesem Titel fasse: Ich habe mich selber um einiges besser kennengelernt. Mir wurden zwar auch wieder ziemlich hart meine Schwächen und Fehler vor Augen gefühlt und ich habe mich teilweise sehr komisch gefühlt, aber ich habe das Gefühl, nun tiefer in mich hineinsehen zu können und auch besser zu wissen, was ich will, woran ich arbeiten sollte und was ich ändern will und muss.

Veränderungen auf dem Blog: Ich sehe gerade, dieser Blog hat im letzten Jahr wirklich so einiges durchgemacht. Abgesehen von 2015, wo ich alleine durch die 52/52 Challenge 52 Posts hatte, ist 2017 das Jahr mit den bisher meisten Posts. Fast 70 Stück sind es geworden. Ich habe mich also wirklich ziemlich gut um den Blog gekümmert und das rückblickend zu sehen, freut mich sehr. Wenn man es durchrechnet, bedeutet das mehr als einen Post in jeder Woche und damit bin ich sehr zufrieden.
Inhaltlich habe ich angefangen Wochenrückblicke hochzuladen, was ich bis Mitte August getan habe. Ab einem gewissen Punkt hat es mir allerdings etwas zu viel Platz des Blogs eingenommen, woraufhin ich zu Status-Updates gewechselt bin, die ich auch nach wie vor mache und beibehalten möchte. Es sind kleine Updates meines Lebens, wie es der Name schon sagt und sie sind deutlich weniger erzwungen als die Wochenrückblicke es recht schnell geworden sind. Ich mag es sehr, auf diese Weise mein Leben ein bisschen zu dokumentieren, auch wenn oftmals nicht viel passiert. Mir selber gefällt es schon sehr, einfach sehen zu können, was für Serien/Anime ich wann geschaut habe, wann ich mal mehr gezockt habe und wann welches Schreibprojekt besonders präsent war und auch wie ich mich gefühlt habe.
Ansonsten habe ich auch mal wieder ein paar kleinere Schreibstücke hochgeladen, die mehr Gedankenchaos mit Fokus auf ein bestimmtes Thema sind als alles andere, aber die mir trotzdem viel bedeuten und einen Teil meines Inneren widerspiegeln.
So wie es momentan läuft, würde ich es gerne aufrecht erhalten, auch wenn ich jetzt im Dezember etwas weniger aktiv war, da ich einen Nebenjob für diesen Monat hatte. Aber selbst damit habe ich ja noch ein paar Posts hinbekommen.

50 Abonnenten auf Youtube!: Ja, ich freue mich darüber, okay! Natürlich ist es im Vergleich zu wirklich großen Youtubern ziemlich wenig und gefühlt schauen von diesen 50 Leuten in etwa nur 10 bis 20% auch tatsächlich meine Videos, aber hey, selbst das ist ja immerhin schon etwas. Genau wie beim Schreiben bin ich einfach unendlich dankbar für jede einzelne Person, die ich mit meinen Worten auf irgendeine Weise erreichen, ablenken oder was auch immer kann.
Ich mag es einfach sehr, Videos zu machen und ein bisschen was aus meinem Leben, von meinen Ansichten zu teilen und anderen ein kleines Bisschen was von mir mitzugeben. Mich macht das einfach glücklich und natürlich ist es da auch schön, etwas mehr Leute zu erreichen und das an dieser Zahl sehen zu können. Es bedeutet schon etwas, wenn auch nicht die Welt, aber eben etwas.
Lustiger Funfact: Ich habe tatsächlich zwei Mal die 50 Abonnenten erreicht. Beim ersten Mal hatte ich ein paar Tage später gleich wieder nur 49. Ein bisschen warte ich immer noch darauf, dass das wieder passiert.
Als kleines Special für diesen Meilenstein habe ich mich mal daran gemacht, ein bisschen was aus meinen alte Videos zusammenzuschneiden und damit auch einen Rückblick auf inzwischen über 100 Videos zu machen. Jap, die 100 Videos Marke habe ich dieses Jahr auch geknackt.
Ob ich insgesamt aktiver war im Vergleich zu vorherigen Jahren, kann ich gar nicht sagen. Ich habe mich auf jeden Fall ein bisschen mehr gekümmert, glaube ich? Zumindest gefühlt, aber da ich kein wirkliches Zeitgefühl habe, kann es auch gut sein, dass ich mich insgesamt schon immer recht viel um meine Videos gekümmert habe und nur zwischendurch schwierigere Phasen hatte.
In jedem Fall macht es mir noch immer sehr viel Spaß und wer weiß, vielleicht verirren sich irgendwann ja auch nochmal mehr Leute auf meinen Kanal. Bis dahin bin ich auch mit den 50 schon sehr glücklich.

Schreibwahnsinn!: Eine Art Schreibtagebuch aka eine Liste, bei der ich jeden Tag eintrage wie viele Worte ich an welcher Geschichte geschrieben habe, führe ich inzwischen schon recht lange. Das habe ich, wenn ich mich nicht irre, auch schon vor diesem Jahr gemacht, aber ich glaube, dass ich in diesem Jahr noch um einiges gewissenhafter, disziplinierter und ausdauernder geworden bin, was das Schreiben betrifft.
An den meisten Tage habe ich mindestens 1.000 Wörter geschrieben und die gehen mir jetzt inzwischen wirklich schon sehr leicht von der Hand. Zuletzt habe ich es sogar über mehrere Tage hinweg geschafft, täglich 2.000 Wörter zu schreiben und ich hatte auch mehrere Tage, an denen ich in einen richtig coolen Flow gekommen bin und 3.000 und 4.000 Wörter geschrieben habe und ♥
Das zeigt einfach so schön, wie viel ich schaffen kann und wie viel mehr ich noch schaffen könnte. Denn selbst bei den 4000 Wörtern habe ich nicht den ganzen Tag mit Schreiben zugebracht, sondern ein paar Abendstunden, wie ich es meistens tue. Wenn ich mir dann vorstelle, wie viel ich schaffen könnte, wenn ich wirklich den ganzen Tag schreiben würde (und die Energie und Konzentration dazu hätte)... Das ist einfach unfassbar toll!
Gegen Ende dieses Jahres ist mir auch noch einmal sehr sehr bewusst geworden, dass das Schreiben wirklich das ist, womit ich mein Leben verbringen will. Ich will mein Leben dieser Leidenschaft widmen, geradezu opfern. Es gibt nichts auf der ganzen Welt, womit ich meine Zeit lieber verbringen würde, als das Schreiben und verdammt, ich will alles dafür tun, um mir selber diesen Traum zu erfüllen!
Es nervt mich ziemlich, dass ich mir da teilweise selber vieeel zu sehr im Weg stehe und uff, ich wünschte, es gäbe einen Beratungsstelle für kreative Menschen, die ihr Leben ihrer Kreativität widmen wollen. Warum gibt es so etwas nicht!? Ich will sowas gründen. Ne, im Ernst. Ich will nicht nur selber meinen Traum verwirklichen, sondern auch anderen dabei helfen.
Was auch noch sehr cool war: Das Erscheinen eines Schreibprojektes, mit dem ich wirklich so gar nicht gerechnet hatte und dann war es plötzlich da und ich habe daran im November NaNoWriMo gearbeitet und O.O Das hat mich echt ziemlich umgehauen, da normalerweise Ideen bei mir doch meist eine Weile reifen, ehe ich mich ihnen widme und sie richtig ausarbeite. ''Die vergessenen Könige'' wird es vielleicht sogar bald auf Fanfiktion.de zu lesen geben, wo schon ''Herzschlag'' zu finden ist.
Auch in diesem Monat, dem Dezember, setzte ich mich mit einer sehr frischen Story-Idee auseinander und zwar einer Geschichte, die ich für meine beste Freundin Riri schreibe. Sie selber beziehungsweise ihr OC Riri spielt darin die Hauptrolle. Es ist eine Fantasy-Geschichte und so viel mehr meine eigene Geschichte als eine Fanfiktion. Ich habe sie trotzdem erstmal als Fanfiktion veröffentlicht, weil Riris Love Interest nicht ein Charakter von mir selber ist, aber eigentlich ist er schon so sehr zu meinem eigenen Charakter geworden, dass ich nur seinen Namen etwas abändern müsste und ich könnte die Geschichte als eine eigene veröffentlichen. Na ja, mal schauen, was die Zukunft noch so bringt. Mir macht das Schreiben auf jeden Fall eine Menge Spaß und es macht mich unglaublich glücklich, wie glücklich ich Riri mit der Geschichte mache.

Highlight(s)!: Spontan fällt mir da eigentlich nur eine einzige Sache ein, die mir wirklich die Welt bedeutet. Als Riri und ich uns vor einiger Zeit über Twitter kennengelernt haben, habe ich sie recht zu Anfang mal gefragt, ob sie nicht Rin für mich cosplayen würde, sodass wir zusammen Rin und Haru aus Free! cosplayen würden. Zu der Zeit hatte sie Ja gesagt und weil wir beide Free! so sehr mögen, wurde sie dann für mich zu meinem Rin und ich habe den Namen Haru inzwischen sowieso voll und ganz als meinen eigenen angenommen und bevorzuge es sogar, Haru genannt zu werden.
Jetzt ratet mal, was wir dieses Jahr gemacht haben beziehungsweise was Riri für mich gemacht hat? Genau, wir haben zusammen Rin und Haru gecosplayt und ich kann das noch immer kaum glauben! *________* Wirklich, hätten wir keine Bilder gemacht, ich würde es ernsthaft anzweifeln, weil es einfach einer meiner größten Träume war und er ist in Erfüllung gegangen! Ganz viel Liebe an meine Beste! ♥

Ziele und all sowas für 2018
So, genug von dem vergangenen Jahr, auch wenn ich da sicherlich noch ein bisschen mehr zu schreiben könnte und tausend Punkte vergessen habe. Aber dieser Blogpost ist jetzt schon viel zu lang und ein bisschen über die Zukunft gibt es auch noch zu sagen.
Letztes Jahr hatte ich ein Youtube Video dazu gemacht, dass meine guten Vorsätze mehr waren/sind als nur ''gute Vorsätze'' und ich tatsächlich vorhabe, sie umzusetzen. Ich habe mir das Video nicht nochmal ganz angeschaut und sicherlich einige dieser Vorsätze doch recht schnell wieder vernachlässigt, aber insgesamt bin ich glücklich wie es mit dem Schreiben, Youtube und diesem Blog bei mir läuft. Ich habe mir sogar einen ganz coolen Plan für meine Hobbys gemacht und ich glaube, der funktioniert auch sehr gut. Und ich bin mir sehr sicher, dass ich sowas und feste Deadlines brauche, weil es mich einfach zu Hochformen auflaufen lässt und meine Faulheit soweit wie möglich unterbindet.
Wenn ich das Alles einigermaßen aufrecht erhalten kann in 2018 ist das schon mal eine ganze Menge, aber das reicht (mir) noch nicht. Sowieso reicht es (mir) nie. Die Gesellschaft fordert ja eh immer allen möglichen Blödsinn, mit dem man sich rumschlagen muss. Aber auch selber merke ich sehr deutlich, dass ich Veränderung und Fortschritt in meinem Leben brauche. Ich fühle mich etwas festgefahren und ich mag dieses Gefühl absolut nicht.
Zu wissen, was ich will, ist eine Sache, aber wirklich die Hände danach auszustrecken... Mit meinem Studium tue ich das ja schon mehr oder weniger, aber jetzt ist es Zeit für den nächsten Schritt und holy, meiner Social Anxiety gefällt das ja eher nicht so. Doch die muss ich dafür wirklich so gut wie möglich überwinden, denn oh, ich würde es hassen, wenn ich mich davon aufhalten lasse!
Also: 2018 will ich mich um Praktikumsplätze kümmern. Am liebsten würde ich in einen großen und einen kleinen Verlag reinschauen und natürlich welche, die mich auch wirklich interessieren. Und ahhh, ich hoffe so sehr, dass ich in der Hinsicht Glück haben werde und vielleicht, ganz vielleicht damit auch schon ein bisschen meine Zukunft ebnen kann.
Ansonsten... Lesen und Zocken sind immer noch so zwei Hobbys, um die ich mich mehr kümmern will und verdammt, irgendwie werde ich das im nächsten Jahr schaffen! Es muss doch gehen, dass ich da mehr Regelmäßigkeit reinbekomme! Vor allem auch deshalb, weil Lesen fürs Schreiben wichtig ist und ich so oft Luft aufs Zocken habe und es dann doch nicht tue, weil Dummheit.
Ich bin gespannt, in wieweit das Tablet, das ich mir als Weihnachtsgeschenk geholt habe, dabei helfen wird und insgesamt, was 2018 über meine eigenen Vorstellungen hinaus für mich bereithält.
Zwei Sachen, auf die ich mich unfassbar freue, stehen da übrigens schon fest und zwar: Ich gehe auf jeweils eine Show von Markipliers ''You're Welcome''-Tour und Dan & Phils ''Interactive Introverts''-Tour! :D Damit werde ich 2018 meine zwei Lieblingsyoutuber aka Markiplier und Dan sehen und ah, das wird toll!
Oh und es wird eine neue Free! Staffel geben, darauf freue ich mich auch wirklich sehr, vor allem da ich damit so gar nicht mehr gerechnet habe, nachdem 2014 die 2. Staffel lief und eigentlich danach keine weitere Staffel angekündigt worden war.
Das sind also schon mal zwei Sachen, die 2018 zu einem tollen Jahr machen werden und da ich alles so gut wie immer super positiv sehen will, hoffe ich einfach mal, dass es auch über diese zwei Sachen hinaus ein tolles Jahr werden wird.

Mittwoch, 27. Dezember 2017

TV Show: Voltron - Legendary Defender S4

Dear TV Shows.


Ich bin dann nochmal kurz Episodenguides nachlesen, weil ich nicht mehr weiß, was in der Staffel so passiert ist... :'D

Genre: Animation, Adventure, Sci-Fi
Länge: 11 Episoden je 23 Minuten (Staffel 1)
+ 13 Episoden je 23 Minuten (Staffel 2)
+ 7 Episoden je 23 Minuten (Staffel 3)
+ 6 Episoden je 23 Minuten (Staffel 4)
+ …?
Jahr: 2016-
Kurzbeschreibung: Four Earth teens - Keith, Lance, Hunk, Pidge and their mentor Shiro - who become the last line of defense for the galaxy in an intergalactic battle against the evil alien force led by King Zarkon.

Story (Mild Spoilers): Nein, es ist gar nicht schon wieder viel zu lange her, dass ich diese vierte Staffel von Voltron geschaut habe, überhaupt nicht. Deshalb erinnere ich mich ja auch noch so gut an alles! Nicht. Sarkasmus lässt grüßen.
Okay, ich habe mein Erinnerungsvermögen etwas wiederbelebt. Es sind eben auch nur sechs Folgen, ich denke mal, dass ich auch gerade dadurch nicht ganz so viel von dieser Staffel behalten habe. Denn schlecht ist sie definitiv nicht! Wobei sie schon... Gut, die 3. Staffel war bereits etwas anders, durch storytechnische Entwicklung bedingt und das wird in dieser 4. Staffel mit einem anderen Schwerpunkt noch etwas extremer.
Das Voltron Team hat sich ziemlich verändert. In der 3. Staffel mussten sie sich neu orientieren und in dieser 4. Staffel sind sie noch immer mitten in dieser Veränderungsphase. Keith spielt dabei dieses Mal die entscheidende Rolle, die im Großen und Ganzen darin besteht, dass er weniger in der Serie vorkommt. (Ist das jetzt ein Spoiler? Ein wenig vielleicht.^^) Dadurch ändert sich erneut die Dynamik der Gruppe, was aber tatsächlich nicht ganz so viel in den sechs Folgen thematisiert wird.
Stattdessen spielen Lotor und seine undurchsichtigen Absichten eine zunehmend wachsende Rolle, was mich sehr gefreut hat, da ich ihn als Charakter unfassbar interessant finde und das intensiviert sich in dieser Staffel und der stattfindenden Storyentwicklung noch einmal um einiges. Wenn ich mich richtig erinnere, sind in der Hinsicht vor allem die letzten zwei Folgen und auch das Ende der Staffel unheimlich spannend.
Ansonsten... passiert aber nicht sonderlich viel? Der Konflikt rund um Zarkon spitzt sich, vor allem durch Lotor, weiter zu und auch Pidge Storyline bekommt Entwicklung (Spoiler: wenn nicht sogar so etwas wie einen Abschluss?). Keiths Rolle im Team und in der Geschichte selber ändert sich und Lotors Storyline und seine Rolle in der Geschichte wird weiter ausgebaut und erreicht eine Art Höhepunkt.
Dadurch, dass es nur so wenig Folgen sind, bleibt es die meiste Zeit über ziemlich spannend, wobei es auch eine recht alberne Folge gibt, die aber auch noch ganz lustig ist. Die Story kommt etwas weiter voran, auch in Hinblick auf einzelne Storylines- und entwicklungen.

Charaktere (Mild Spoilers): Was musste mir ausgerechnet in dieser Staffel (wieder) klar werden!? Genau, das Keith mein Lieblingscharakter ist (und auch schon am Anfang war) und >.< Genau in dieser Staffel kommt er natürlich weniger vor. Irgendwie scheine ich ein Händchen für sowas zu haben und mir schon beinahe genau die Charaktere herauszupicken, die entweder sowieso eine kleinere Rolle spielen oder dann plötzlich seltenervorkommen. Ach ach. (*flüstert* Keiths neues Outfit! Ich liebe es!)
Ah und Lotor! <3 Er scheint sich in dieser Staffel doch tatsächlich in die Richtung zu entwickeln bzw. zu offenbaren, die ich mir irgendwie erhofft hatte. Allerdings... da ist noch einiges sehr ungeklärt und mysteriös an ihm und seinen Motiven, seinen Zielen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er in erster Linie auf seiner eigenen Seite steht, bevor er sich irgendetwas anderem verschreibt und ahhh! Genau das finde ich so cool an ihm. Er kommt mir bisher wie das Storyelement vor, dass zwischen diesem klassischen Gut und Böse bricht/brechen soll, denn an sich ist Gut und Böse ja schon recht klar definiert in Voltron, wobei auch hier in der dritten Staffel ja eine Backgroundgeschichte erzählt wurde, was mir auch sehr gut gefallen hatte.
Die Auflösung von Pidges Story... Ich habe da schon ziemlich mitgefühlt und ich finde Pidges Geschichte wirklich sehr süß und mag es, wie sie erzählt wurde, sowohl das, was aus der Vergangenheit erzählt wurde, als auch die eigentliche Auflösung. Nichtsdestotrotz wirkt es ein wenig in den ganzen Rest hineingeworfen? Und ich finde es zwar einerseits gut, dass sie sich alleine aufmacht und es alleine löst, aber...
Hm, ich glaube, ich hätte mir insgesamt einfach etwas mehr Interaktionen unter den Hauptcharakteren gewünscht. Die Staffel konzentriert sich irgendwo etwas zu sehr darauf, die Story und die neuen Elemente wie Lotor etwas weiter voranzutreiben, was auch gut ist, aber weil es so wenig Folgen sind, bleibt dadurch etwas zu wenig Platz für das Zwischenmenschliche.

Fazit: Insgesamt eine weitere, gute Voltron Staffel, die ziemlich spannend ist und einige Storylines vorantreibt, darunter die von Pidge und Lotor und mit letzterer auch die Hauptstoryline, die sich immer mehr einer Art Höhepunkt entgegen zu bewegen scheint (?). Durch diesen Fokus auf die Storyentwicklung kommt das Zwischenmenschliche etwas kurz, was ich sehr schade finde. Auch hat einer der Hauptcharaktere eine schon recht deutlich kleinere Rolle als noch in den vorherigen Staffeln. Doch bei nur sechs Folgen muss man das wohl als erträgliches Übel ansehen. Ich bin sehr gespannt, was die nächste Staffel mit sich bringen wird.

Freitag, 15. Dezember 2017

Die Job-Sache

Dear Life.

Ich habe gerade beschlossen, dass es mal Zeit für eine neue ''Dear''-Kategorie wird, einfach weil es gewisse Themen gibt, die zu lang sind, um sie nur nebenbei in einem Status-Update zu erwähnen. Auch in ein ''Dear Everything Else'' passen sie nicht so ganz, auch wenn ich sie sicherlich ebenfalls darunter schreiben könnte. Na ja, interessiert wahrscheinlich die meisten eher weniger, was ich mir da so bei diesen Kategorien gedacht habe, ist auch mehr für mich zur Orientierung, auch wenn ich natürlich hoffe, dass sie darüber hinaus auch für andere Sinn machen.

Jetzt aber zum eigentlichen Thema: Wie es der Titel schon verrät, geht es in diesem Blogpost um ''Die Job-Sache'', ein Begriff, den ich einfach für alles verwende, was irgendwie mit Geld verdienen zu tun hat und ich werde das auch weiterhin tun. Ich finde es einfach ziemlich passend und wie ich schon mal erwähnt hatte, wird es mich wohl eine ganze Weile begleiten, wenn nicht sogar für immer. Schließlich braucht ja jeder irgendwie sowas wie einen Job – eine Möglichkeit, Geld zu verdienen.

Jap, ich denke, das Wort ''Job'' impliziert eigentlich vor allem ''Geld verdienen''. Zumindest verwende ich es auch hier selber vorrangig in diesem Zusammenhang. Wenn ich bisher immer von ''Der Job-Sache'' geschrieben habe, meinte ich in erster Linie, eine Tätigkeit, die mir Geld einbringt. Denn tja, letztendlich geht es darum im Leben nun einmal – Geld verdienen. Geld verdienen, um es ausgeben zu können. Arbeiten, um leben zu können. Funktionieren, um überhaupt eine Daseinsberechtigung zu erfüllen. Nicht? Sehr hart betrachtet, wird man als erwachsene Person in unserer kapitalistischen Gesellschaft genau darauf runtergebrochen.

Ich will hier jetzt keine Debatte über Wirtschaft oder sonst was anfangen. Wobei, ein bisschen schon. Weil es verdammt nochmal wichtig ist und ich hasse, hasse, HASSE es, wie sehr es Leben ruiniert. Nicht nur meines. Meinem Leben geht’s noch einigermaßen gut. Was ich fühle, ist dieser gottverdammte Druck. Und ich will nicht unter diesem Druck brechen. Ich will es einfach nicht. Auch wenn ich letztendlich vielleicht einfach keine Wahl haben werde.

Ich bin doch schon darunter gebrochen, nicht? In der Sekunde, in der ich mich entschieden habe, etwas nur deshalb zu tun, weil es mir Geld bringt (und noch recht erträglich für mich ist), habe ich mich dem Druck und dem System gebeugt, habe ich nachgegeben, habe ich verloren.

Das klingt jetzt alles sehr dramatisch, aber irgendwo ist es das eben einfach. Klar, es gibt vieles, das sehr viel dramatischer ist. Hier in Deutschland herrschen keine schrecklichen Arbeitsbedingungen; wir haben Gesetze, die uns als Arbeitnehmer schützen; wir sind abgesichert und so weiter und so fort. Aber das ändert dennoch nichts an der eigentlichen Situation, an der ich mir wohl mein Leben lang die Zähne ausbeißen werde.

Um mein Problem an sich etwas genauer zu beleuchten: Es ist nicht so, dass mich das ''Geld verdienen'' an sich stört, absolut nicht. Es ist völlig legitim etwas tun zu müssen, um dafür Geld zu bekommen. Wobei ich mir auch das in einer idealen Welt (zumindest zum Teil) weg wünschen würde. Das Konzept an sich ist... nicht unbedingt ideal.
Aber mein eigentliches Problem bezieht sich nicht auf den Aspekt des Geldverdienens, sondern auf etwas viel grundlegenderes und zwar die Art wie in unserer Gesellschaft Geld verdient wird beziehungsweise werden soll. Zu einem sehr sehr großen Teil ist es einfach ein persönliches Problem für mich, aber ich bin mir sicher, dass es vielen Menschen da draußen, ähnlich geht, wie mir.
Die Sache ist die: Ich möchte kein Geld mit etwas verdienen, an dem ich keinen Gefallen finden kann. Oder, um auf eine noch simplere Ebene zu gehen: Ich möchte meine Zeit nicht verschwenden, auch nicht für Geld.

Klar, wenn ich schon dazu gezwungen bin, Zeit zu verschwenden, ist es natürlich schön und sogar sehr praktisch, dafür Geld zu bekommen. Aber ganz ehrlich? Nein! Wieso bitte!? Wieso ist das eine Realität in unserer Leistungsgesellschaft!? Es macht schlicht keinen Sinn!
Jetzt kann hier natürlich argumentiert werden, was genau denn ''Zeitverschwendung'' ist und ja, das ist eine völlig subjektive und persönliche Sache. Für mich persönlich ist alles, an dem ich keinen Gefallen finden kann, eine Art von Zeitverschwendung und dementsprechend etwas, mit dem ich meine Zeit nicht zubringen möchte.
Ich weiß nicht, ob ich da vielleicht einfach viel zu idealistisch bin, wahrscheinlich. Ja, wahrscheinlich bin ich das. Hallo, ich bin eine idealistische Person und möchte bitte soweit es irgendwie möglich ist, nach meinen Idealen leben und dafür kämpfen!

Momentan arbeite ich über die Weihnachtszeit als Weihnachtsaushilfe zur Geschenkverpackung in einer Buchhandlung und dieser Aushilfsjob ist wirklich okay. Ich kann damit ganz gut leben. Nichtsdestotrotz stresst es mich auf eine ungute, ungesunde Weise.
Was schön daran ist: Die meisten Leute sind einem wirklich sehr dankbar, dass man für sie einpackt. Wenn viel zu tun ist, vergeht sogar die Zeit recht schnell. Dann ist es wirklich sehr in Ordnung.
Was daran nicht schön ist: Uff... Es geht nicht darum, dass es mit einer gewissen Anstrengung verbunden ist. Ich bin bereit, mich für etwas anzustrengen, definitiv. Ich bin auch bereit, mich bei diesem Job ''anzustrengen''. Aber es ist sehr viel mehr ein Durchhalten als ein Anstrengen und das ist der Punkt, an dem es mir wirklich missfällt. An diesem Punkt missfällt mir jegliche Arbeit.

Ich will nicht, dass es mir bei einer Arbeit in erster Linie darum geht, durchzuhalten. Ich will mich anstrengen. Ich will mir Geld verdienen, wortwörtlich verdienen. Ich will nicht Geld dafür bekommen, etwas zu ertragen. Ich will mich nicht gefoltert von Langeweile und Unwollen durch Stunden hindurch quälen müssen.
Ich will... glücklich sein, mit dem, was ich tue. Ich will (für) etwas arbeiten, dass mir ein Gefühl von Zufriedenheit und Erfüllung gibt. Und wenn das in großem Rahmen nicht geht, dann will ich zumindest etwas arbeiten, das mehr wie eine Art Abarbeiten funktioniert, sodass ich sehen kann, was zu tun ist, es in meinem Tempo bearbeiten kann und gehe kann, wenn ich damit fertig bin.

Für mich selber macht es einfach keinen Sinn, dafür bezahlt zu werden, zu warten. Klar gibt es Jobs, die sich voll und ganz auf dieses Prinzip stützen und ich verstehe das Prinzip an sich, definitiv. Aber für mich selber, ich selber kann nach diesem Prinzip nicht arbeiten, es tötet mich einfach innerlich und bitte, ich will nicht, dass Arbeiten und Geld verdienen mich innerlich tötet.

Dieser Blogpost ist ein bisschen Gedankenwirrwarr, ich weiß. Aber ich wollte einfach mal meine Gedanken zu diesem Thema niederschreiben, da es mich so wütend macht und ich absolut nicht meine Zeit verschwenden möchte. Ich möchte glücklich sein mit dem, was mein Leben ausmacht und für mich gehört dazu ein Job, der mir etwas gibt und nicht nur Zeit nimmt, damit ich Geld bekomme.
Es ist einfach zu sagen, dass mein Traumjob darin besteht, Autor*in zu werden. Es ist einfach mir selber zu sagen: „Ja, mach doch! Probiere es!“. Es ist schwer, es zu versuchen, weil da überall lauter Hürden und Steine im Weg sind und ich mir auch noch selber ständig im Weg stehe. Es ist noch schwerer, die eigenen Ideale beizubehalten, wenn die Realität einen dazu zwingt, nachzugeben und einzulenken. Und es ist unheimlich einfach, sich zu fügen.

Ich sage nicht, dass es durch und durch falsch ist, sich diesem Konzept unserer Gesellschaft zu fügen. Es kann einem genügen, einfach nur zu arbeiten, um des Geldes willen, unabhängig von der Arbeit selbst. Es kann okay sein, auf jeden Fall. Da spricht auch nichts gegen.
Aber es ist eben nicht für jeden okay. Es ist für mich nicht okay. Und ich will nicht einmal, dass es irgendwann für mich okay sein wird.

Ich will mehr sein, als das, was die Wirtschaft von mir will. Ich will das sein, was ich von mir selber will; was ich der Welt geben möchte; wovon ich das Gefühl habe, es sein zu können und sein zu sollen.
Ich will ich sein. Mein Job soll ich sein. Mehr oder weniger. Genug. Mein Job soll genug ich sein.

Und ja, ich spreche hier auch von einem Nebenjob. Da zählt das Ganze vielleicht in kleinerem Rahmen, nicht ganz so extrem, weil es ohnehin nur etwas auf Zeit ist; etwas um ein wenig Geld zu haben und mehr nicht. Das ist okay. Für eine Weile ist das okay. Für eine Weile ist das auszuhalten. Ist es wirklich.

Aber Gott, ich werde dieses Durchhalten so schnell müde. Ich will arbeiten, ich will es wirklich. Ich will auch Geld verdienen. Doch ich will das auf meine Weise und verdammt, irgendwie muss sich das doch mit der Realität vereinbaren lassen...

(Just Creative People Problems.)