Sonntag, 22. Oktober 2017

TV Show: Gilmore Girls (+ Gilmore Girls: Ein neues Jahr)

Dear TV Shows.


Willkommen zu einer Serie aus der Kategorie ''Keine Ahnung, ob ich das normalerweise je geschaut hätte, aber ich brauchte was, das ich nebenbei schauen konnte''. Im Laufe der Zeit wurde Gilmore Girls aber tatsächlich auch zu einer Serie der Kategorie ''Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass es mir SO gut gefallen würde!''.

Genre: Comedy, Drama
Länge: 21 Episoden je 44 Minuten (Staffel 1)
+ 22 Episoden je 44 Minuten (Staffel 2)
+ 22 Episoden je 44 Minuten (Staffel 3)
+ 22 Episoden je 44 Minuten (Staffel 4)
+ 22 Episoden je 44 Minuten (Staffel 5)
+ 22 Episoden je 44 Minuten (Staffel 6)
+ 22 Episoden je 44 Minuten (Staffel 7)
~ insgesamt mit 153 Episoden abgeschlossen (?)
+ Gilmore Girls: Ein neues Jahr – 4 Episoden je 90 Minuten
Jahr: 2000 bis 2007, 2016
Kurzbeschreibung: A dramedy centering around the relationship between a thirtysomething single mother and her teen daughter living in Stars Hollow, Connecticut.
*
Ein neues Jahr - Set nearly a decade after the finale of the original series, this revival follows Lorelai, Rory and Emily Gilmore through four seasons of change.

Gesamteindruck: Wofür genau habe ich diese Kategorie nochmal in meine Blogposts aufgenommen? Ach ja, damit ich irgendwas vor mich hinquatschen kann, auch wenn's gar keinen Bezug zur Serie selber hat. Also, ne, eigentlich nicht, aber ja. Inzwischen ist es nämlich schon wieder eine Weile her, dass ich Gilmore Girls und die Mini-Serie aus 2016 gesehen habe. Aber ja, ich habe wirklich alles gesehen und ich kannte vorher auch schon ein paar Ausschnitte, da Gilmore Girls früher immer eine dieser Serien war, bei denen ich reingeschaltet und des öfteren hängen geblieben bin, ganz egal worum es in der Geschichte gerade ging.

Story: Es ist eine sehr unaufgeregte und leicht verdauliche Serie, wie ich finde. Sie ist nicht besonders anstrengend zu schauen. Und genau so eine Serie habe ich gebraucht, als ich mich spontan entschieden habe, sie zu schauen. Ich brauchte etwas, das ich nebenbei beim Lernen schauen konnte und Gilmore Girls hat sich dafür wirklich perfekt geeignet!
Ich will mit diesen Adjektiven jetzt nicht indirekt sagen, dass die Serie langweilig ist, weil ich das wirklich nicht behaupten würde. Es geht mehr darum, dass die Thematik nicht sonderlich komplex ist und eine Serie, in der es hauptsächlich um Beziehungen geht, allgemein leichter zu schauen ist, als zum Beispiel eine sehr spannende SciFi oder Krimi-Serie. Besonders hier in diesem Fall ist es etwas, das sehr für die Serie spricht.
Ebenso meine ich mit ''anstrengenden'' Serien, solche Serien, bei denen viel Action ist, viel passiert und man allgemein sehr viel aufmerksamer sein muss, da man sonst etwas verpasst.
So viel dazu. Das ist ja jetzt eigentlich gar nicht direkt Thema, musste aber zur Verständlichkeit kurz erwähnt werden.
Und es ist auch wichtig, um meinen nächsten Punkt zu verdeutlichen. Ich habe Gilmore Girls nämlich nach einer Weile sehr lieb gewonnen und habe angefangen, mich mehr und mehr für den Verlauf der Geschichte, die Charaktere und ihr Leben zu interessieren. Schließlich habe ich sogar einige Folgen geschaut, ohne dabei zu lernen. Ich habe die Serie dann also nicht mehr nebenbei geschaut, sondern meine ganze Aufmerksamkeit darauf gerichtet.
In der Hinsicht war ich wirklich überrascht. Ich würde sagen, dass die Serie insgesamt so liebenswürdig gestaltet ist, das man sich dem nach einer Weile nicht mehr so ganz entziehen kann. Wobei auch gesagt werden muss, dass ich Geschichten schlicht über Beziehungen, über Liebe schon sehr interessant und spannend finde, auch wenn es mich häufig stört, dass es viel zu oft das Gleiche ist.
Doch Gilmore Girls baut in der Hinsicht auch sehr viel drumherum auf und es geht ganz sicher nicht ''nur'' um die Liebesziehungen, sondern auch sehr viel um das Leben in der Kleinstadt selbst, was ich sehr schön gemacht finde. Und darüber hinaus ist auch sowas wie Karriere und das Verwirklichen von Träumen immer wieder Thema.
Natürlich gibt es auch einiges an der Serie, das kritisiert werden könnte. Zum Beispiel verhalten sich die Charaktere stellenweise schon sehr klischeehaft und ich kann mir auch vorstellen, dass viele eher genervt und auch gelangweilt sein könnten, von der ganzen Kleinstadtsache und auch von Lorelai und Rory, da sie schon eine recht spezielle Art von Charakter sind und abgesehen von liebenswürdig kann man das natürlich auch anstrengend finden.
Ich für meinen Teil habe sie doch recht lieb gewonnen für ihre Eigenarten. Nichtsdestotrotz ist es manchmal schon so, dass gewisse Handlungsansätze und Handlungsmuster, die Geschichte in eine Richtung drängen, die sehr vorhersehbar und schon mal dagewesen wirkt. Auch das lässt sich wieder auf die Charaktere zurückführen, die eben ihren Eigenschaften entsprechend handeln und sich über die Zeit zwar etwas entwickeln, aber nicht in jeglicher Hinsicht dazulernen.
Insgesamt fühlt sich aber nichts in der Geschichte direkt erzwungen an, sondern wirklich so, als müsste es den Umständen und Charakteren nach passieren.
*
Mit der vier Folgen langen Fortsetzung, oder wie auch immer man es genau nennen möchte, verhält es sich etwas anders. Zumindest hätte ich persönlich mir eine Menge andere Dinge für diese Jahre später spielende Geschichte gewünscht. Vieles an und in den vier Folgen fühlt sich sehr gewollt an. Die Charaktere, zu denen ich gleich nochmal mehr sagen werde, wirken zwar nach wie vor allem Vorhergegangenen entsprechend und es sind auch die gleichen Schauspieler, was ich sehr cool finde. Daran direkt liegt es also nicht.
Und natürlich, es spielt Jahre später, aber so einiges an den zufälligen Begebenheiten hat nicht diesen ''Es musste so passieren''-Effekt, sondern leider mehr diesen ''Das muss so passieren, weil es so gewollt ist!''-Effekt. Auch das, was passiert in diesen vier Folgen, ist eher so na ja. Einiges hat mir wirklich gut gefallen und über vieles habe ich mich gefreut, da es einfach cool ist, die gleichen Charaktere Jahre später in ihrer Geschichte wiederzusehen.
Wie geschrieben sind es auch nicht die Charaktere, die nicht ihnen selbst entsprechend handeln, sondern es ist das, was ihnen passiert, das meiner Meinung nach nicht so ganz passt.
Auch was das Ende betrifft... Es hat irgendwie etwas sehr enttäuschendes. Ich verstehe den Sinn und die Idee dahinter, aber an sich gefällt es mir nicht wirklich. Es ist einfach nicht das, was ich mir für Rory vorgestellt habe und, meinem Empfinden nach, auch nicht die Entwicklung ihrer Geschichte, die für sie hätte vorgesehen sein sollen. Vielleicht ist es teilweise auch nur nicht so gut gemacht, dass ich die Geschichte als wirklich authentisch empfinde.

Charaktere: Wie bereits erwähnt, habe ich die Charaktere mit der Zeit sehr liebgewonnen und doch recht schnell angefangen, bei der Entwicklung ihrer Geschichte mitzufiebern. Es gibt eine Menge Nebencharaktere, die die meiste Zeit über keine so richtig große Rolle im Verlauf der Geschichte spielen, sondern mehr oder weniger da sind, um die Kleinstadt und die Geschichte an sich mit Leben zu füllen, was sie auch definitiv hinbekommen.
Dabei bedienen sie zwar einige Klischees, aber ich finde, auf eine gute Weise. Zum Teil sind die Charaktere einfach ihre Klischees, was nervig sein kann, aber auch sehr viel für den gewissen Charme der Serie verantwortlich ist.
Die Charaktere, die wirklich eine Entwicklung durchmachen und wichtige Rollen in der Geschichte einnehmen, sind ein paar wenige. Hauptsächlich natürlich Lorelai und Rory, dazu kommt dann noch Emily, die Lorelais Mutter und somit Rorys Großmutter ist, Luke sowie Paris, Lane, Dean (mehr oder weniger), Logan und Jess. Wobei gerade die letzteren drei immer über unterschiedliche Zeiträume der Geschichte hinweg wichtige Rollen einnehmen.
Da sich die Geschichte um Lorelai und Rory dreht, sind es die Beiden, die am meisten mitmachen und um die herum sich die Geschichte entwickelt und die Charaktere verändern. Dementsprechend stehen alle aufgezählten Charaktere einer oder beiden sehr nahe.
Beziehungen sind eins der zentralsten Themen der Geschichte, an dem sich vieles zeigt und aufbaut. Zum Beispiel begleiten Rorys drei feste Freunde sie durch unterschiedliche Abschnitte ihres Lebens (und bis zu einem gewissen Grad darüber hinaus). Sie stehen also quasi für unterschiedliche Abschnitte ihres Lebens und werden auch erst so richtig in denen eingeführt.
Was Lorelai betrifft, verhält es sich ähnlich und doch ein bisschen anders, da ein bestimmter Mann schon von Anfang an in der Geschichte dabei ist und auch immer konstant auftritt.
Rorys Entwicklung, was ihr Liebesleben, ihre Laufbahn und sie selbst als Charakter betrifft, ist auf jeden Fall ganz spannend mitzuerleben, würde ich sagen. Auch wenn hier wieder einiges vorhersehbar ist, hat es mir sehr Spaß gemacht, sie von einem jungen Mädchen zu einer jungen Frau (und in den später spielenden vier Folgen als ältere Frau) zu sehen. Ich mochte es, mitzuverfolgen, wie sie an ihren Aufgaben wächst und scheitert, was sie wie beeinflusst und ich mochte auch ihre Freundschaft zu Paris sehr gerne. (Ich würde die Zwei tatsächlich als eins meiner wenigen Girls Love Pairings bezeichnen und ich könnte jetzt was spoilern, aber ich sage mal besser nichts.)
Auch Lorelais Veränderung im Verlauf der Geschichte ist ganz interessant. Sie hat sich bereits durch eine Menge durchgekämpft und weiß in vielerlei Hinsicht, was sie will. Allerdings hilft das nicht immer dabei, neue Hürden zu meistern. Vor allem die ganze Sache mit Luke hat mich sehr mitgerissen.
Die Beziehung von Lorelai und Rory zueinander ist auch sehr schön, weil sie sich sehr nahe stehen und auch das sehr viel von der Serie ausmacht. Der Humor zwischen den Beiden und einfach ihre Art zusammen aufzutreten und miteinander zu interagieren, hat etwas zwar sehr aufgeregtes, aber auch sehr sympathisches. Sie sind beste Freunde und zwar diese Art von besten Freunden, von der man sich wünscht, sie selbst mit jemand anderem erleben zu können. Das heißt natürlich nicht, dass auch sie nicht mal Probleme miteinander haben, denn es spielt ja auch sehr viel die Mutter-Tochter-Verbindung in ihre Beziehung hinein und über die Zeit verändert sich ihr Verhalten einander gegenüber auch etwas, aber insgesamt hat diese enge Bindung zwischen ihnen etwas sehr schönes.
Es gibt zwar einiges an Drama in der Geschichte, insbesondere was Lorelai und Rorys Liebesleben betrifft und auch in Bezug auf Emily, Lorelais Mutter, aber insgesamt entwickelt sich das meiste doch recht ruhig, mit heftigeren Abschnitten. Ähnlich wie sich auch die Serie an sich beschreiben lässt.

Fazit: Zum Zwischendurch-Schauen war es definitiv eine sehr gute Serie! Man muss sich nicht durchgehend genau auf alles konzentrieren, um mit der Geschichte und den Charakteren mitzukommen, aber es wird doch teilweise interessant genug, um dran zu bleiben, bis man, so erging es zumindest mir, einen Punkt erreicht, an dem man die Charaktere und ihre Geschichte ins Herz schließt und einfach wissen muss, wie ihr weiteres Schicksal aussieht.
Die sieben Staffeln der Serie haben mich echt positiv überrascht, da ich eben nach einer Weile anfing, mit den Charakteren mitzufiebern. Was die vier Folgen der Fortsetzung betrifft... Von der bin ich tatsächlich eher enttäuscht, auch wenn sie viele tolle Elemente aus der vorherigen Geschichte wieder einbringt und die Charaktere alle nach wie vor sehr authentisch wirken. Das, was den Charakteren passiert, hat aber in dieser Fortsetzung eher etwas erzwungenes und ich bin vor allem mit Rorys Teil und dem Ende wirklich nicht zufrieden.
Insgesamt aber wirklich eine Serie, die man sich mal anschauen kann, wenn man Lust auf leichtere Kost, Kleinstadtcharme, ein lustiges Mutter-Tochter-Duo und ein wenig Liebes- und Familiendrama hat.

Dienstag, 10. Oktober 2017

Was sein könnte (Deutsche Version von What could be)

Nicht ''was wäre'' sondern ''was sein könnte'' ist ein Gedanke, der mich manchmal überwältigt mit allem, was nach dieser simplen Frage kommt. Ich sehe so viel, wenn ich mich schlicht frage: „Was könnte sein?“
Da ist Potential. Da ist so viel Potential in allem. Da ist so viel Potential in mir. Und ich meine das nicht auf eine arrogante Weise. Es ist etwas, das ich fühle und etwas, an das ich wahrhaftig glaube. Ja, ich glaube wahrhaftig an mich selbst, tief in mir tue ich das. Er ist nur zu oft viel zu vernebelt, dieser Glaube. Es ist so leicht, ihn zu bedecken, ihn von mir abzuschirmen. Aber er ist immer da. Tief in mir ist er immer da. Und dieser Glaube ist es, der mich weitermachen lässt, der mich festhalten lässt, der mich hoffen und träumen lässt, der mich Chancen ergreifen lässt, der mich davon abhält, aufzugeben.
Ein bisschen treibt er mich immer in den Wahnsinn, dieser Glaube. Wie mit so vielem, was mich betrifft, ist es ein zweischneidiges Schwert. Die Möglichkeiten sind... verrückt. Und sie sind endlos. Eine Millionen Wege wie mein Leben sich entwickeln könnte. Eine Millionen Wege, die ich gehen könnte. Eine Millionen Wege, auf denen ich verloren gehen kann. Und oh, ich bin so verloren!
Ich weiß in etwa, was ich will, was ich tun möchte, was mich glücklich machen kann, was ich brauche. Das ist gut. Es macht Dinge nicht automatisch einfacher, aber es gibt mir eine gewisse Richtung, einen gewissen Sinn, wenn ich mich frage „Wo lang?“. Aber das spielt nicht wirklich eine Rolle, wenn ich all diese Möglichkeiten sehe.
Die Möglichkeiten sind nicht immer über meine Träume, darüber wohin ich gehen möchte. Sie sind alles – all die Straßen, die ich hätte gehen können und es nicht tat; all die abzweigenden Gassen, die waren oder hätten sein können und sogar jene, die niemals waren und jene, die ich nicht sah und noch immer nicht sehen kann; alle davon. Auch die Zukunft, natürlich die Zukunft.
Die Vergangenheit ist schon geschrieben, in Stein gemeißelt, nichts dass in der Hinsicht getan werden kann. Die Zukunft andererseits ist eine leere Seite und du könntest alles auf sie schreiben. Alles. Und das ist der Punkt, die Antwort auf die Frage „Was könnte sein?“ – Alles.
Dieser einfache Fakt haut mich manchmal um. Vor allem wenn ich mich in meinem eigenen Leben, in meiner eigenen Haut wieder gefangen fühlte. Wenn mich diese Erkenntnis erfasst, ist es wie Aufwachen, als könnte ich endlich klar sehen. Nichts macht mich länger blind. Ich kann alles sehen. Und es ist unglaublich toll. Es sprengt meinen Verstand. Es ist... na ja, alles. Einfach nur all das sehen und fühlen zu können, lässt mich bereits auf eine Weise lebendig fühlen wie nichts anderes es kann. Aber da hört es noch nicht auf.
Wenn ich alles sehe und fühle, kann ich auch daran glauben – daran, dass ich all das tun kann. Ja, ich kann alles tun. Was auch immer ich tun möchte, ich kann es tun! Ich könnte, ich könnte es tun. Zu sagen ''ich kann'' geht ein bisschen zu weit. ''Ich kann'' ist nochmal eine ganz andere Sache. Aber ich könnte, ich kann alles sehen und fühlen und ich könnte alles davon tun. Oh, ich könnte! Von all diesen endlosen Möglichkeiten, diesen zahllosen Wegen könnte jeder tatsächlich sein. Nichts ist unmöglich. Klar, manche Dinge sind ein bisschen wahrscheinlicher als andere, aber du kannst nie wissen, wo du enden magst, was passieren mag.
Angsteinflößend, ich weiß. Aber wenn ich davon überwältigt bin, was alles sein könnte, habe ich keine Angst. Ich habe dann vor nichts Angst. Und das mag das unglaublichste sein, was sein könnte – mich frei von Angst zu fühlen, es auf gewisse Weise sogar zu sein. Weil ich es nicht bin. Ich bin nicht frei von Angst. Manchmal überwinde ich meine Ängste und ich bin so stolz auf mich, wenn ich das schaffe, aber sie sind immer da und immer laut, all meine schreienden, schmerzenden und erschwerenden Ängste.
Nur für einige, seltene Momente sind die Möglichkeiten stärker, heller und schreien mit so viel mehr Leidenschaft, erzählen Geschichten über wundervolle Was könnte seins. Ich lebe für sie, für die Was könnte seins. Ich lebe dafür, über sie zu träumen und sie zu realisieren, die besten von ihnen; diejenigen, die mein Herz mit feuriger Aufregung und reiner Freude höher schlagen lassen. Ich lebe für dieses Potential, an das ich glaube; von dem ich weiß, dass es da ist, weil es in jedem ist.
Das Schwierige ist, es hervorzubringen und festzuhalten. Ich möchte, so stark ich kann, daran festhalten. Auch wenn es gar nicht zerbrechen kann und... ich nicht wirklich denke, dass ich dieses Potential je tatsächlich erreichen kann. Ich kann es nur versuchen und versuchen und versuchen und vielleicht komme ich ihm langsam näher. So wie ich langsam meinen Weg durch dieses Leben finden mag.
Es ist vergraben, mein Potential, jedes Potential. Es ist niemals leicht zu erreichen, niemals auf der Oberfläche, niemals stabil, niemals genau da, immer weit weit weg am Horizont. Und manchmal ist es zu nebelig oder dunkel, um zu sehen oder manchmal mag man in die falsche Richtung schauen. Manche werden es ihr ganzes Leben lang nicht finden. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich es sehen kann.
Dieses Verschwommene am Horizont... Es könnte alles sein. Es könnte nichts sein, nur ein Trick. Es könnte... Ich könnte... Es könnte alles dumm sein und ich arbeite auf ein Nichts zu. Wer weiß? Ich auf jeden Fall nicht. Aber wie ich schon sagte, ich glaube daran. Und ich fühle es. Das Gefühl kann so stark sein, dass es sogar meine größten Ängste überwältigt. Und ich bin mir sicher, dass es mir geholfen hat, einige meiner wichtigsten Entscheidungen zu treffen. Es hat mich über Klippen getragen, über die niemals eine Brücke hätte gebaut werden können, auf jeden Fall nicht ohne seine Hilfe. Ich weiß nicht, wie ich diese Dinge sonst gemeistert hätte.
Also muss da etwas Wahrheit in meinem Glauben sein, in diesem Gefühl, in diesem Potential. Auch wenn alles, was es tatsächlich tut, ist, mir Kraft und dieses bisschen Mut, das den entscheidenden Unterschied macht, zu geben. Manchmal ist das alles, was es braucht.
In dieser Hinsicht ist es eins der besten Dinge überhaupt, aber da ist auch diese andere Seite. Die Seite, die einen unter Druck setzt. Die Seite, die einen fühlen lässt, als würde man auseinander- und aufgerissen werden. Die Seite, die einem ins Ohr flüstert: „Du wirst deinem Potential niemals gerecht werden.“ Die Seite der Zweifel, die automatisch mit all dem guten Zeug kommt.
Weil dort, wo Potential ist, ist immer auch eine hohe Chance für großes Versagen. Egal wie sehr ich an mein vielleicht existentes Potential glaube, ich komme an dieser Chance des Versagens nicht vorbei. Ich kann es nicht ignorieren. Falls das Potential real ist, ist das Versagen es auch. Sie gehen Hand in Hand.
Eigentlich... versage ich so oder so. Ich kann mein wahres Potential niemals erreichen, richtig? Also werde ich immer versagen, egal was sein wird. Der Druck zu sein, was ich sein könnte, ist der größte Druck, den ich kenne. Der gesellschaftliche Druck ist schrecklich und ich hasse es, aber der Druck des Potentials ist noch größer. Es wird mich am Ende zerbrechen, weil ich eines sicher weiß: Ich kann niemals alles sein, was ich sein könnte. Ein Leben ist dafür nicht genug. Nicht einmal alle Zeit der Welt wäre genug.
Deshalb heißt es Potential. Es ist etwas, das sein könnte und nicht etwas, das ist oder jemals sein wird. Auf gewisse Weise ist es alles, was niemals sein wird. Es ist nur das Potential von dem, was sein könnte. Es ist da, aber es ist nicht da. Es ist gerade so außer Reichweite, du kannst es gerade so fühlen, es als Verschwommenes am Horizont sehen. Weil es kein Ziel ist und niemals eines sein kann. Ein Ziel kann erreicht werden. Potential hingegen ist nicht konkret, ist kein bestimmtes Etwas.
Potential ist ein Ideal; das Beste, was man sein kann; das meiste, was man aus sich selbst machen kann. Das, was es mit einem Ziel gemeinsam hat, ist, dass man darauf hinarbeiten kann. Es kann das sein, was uns voranbringt, besser zu sein, als wir es gestern waren. Es ist wahnsinnig und der Druck davon mag eine vernichtende Kraft haben, aber es ist und wird immer an uns selbst liegen, das Beste daraus, das Beste aus uns selbst zu machen.

What could be

Not ''what if'' but ''what could be'' is a thought that sometimes overwhelms me with everything that comes after this simple question. I see so much, when I just ask myself: ''What could be?''
There is potential. There is so much potential in everything. There is so much potential in me. And I don't mean that in an arrogant way. It's something I feel and something I truly believe in. Yes, I truly believe in myself, deep down I do. It's just often way too clouded, this belief. It's so easy to cover it up, to shield it from me. But it's always there. Deep down it's always there. And it's what keeps me going, what keeps me holding on, what keeps me hoping and dreaming, what keeps me taking chances, what keeps me from giving up.
It kinda always is driving me insane. With almost everything about me, it's a double-edged sword. The possibilities are... crazy. And they are endless. A million ways my life could turn out to be. A million ways which I can walk down. A million ways on which I can get lost. And oh, I'm so lost!
I kinda know what I want, what I wanna do, what can make me happy, what I need. That's a good thing. It doesn't necessarily make things easier, but it at least gives me a general direction, a general sense of where to go. But that doesn't really matter when I see all those possibilities.
They are not always about my dreams, about where I wanna go. They are everything – all the roads I could have gone down and didn't, all the branching paths that were or could have been and even the ones that never were and the once I could and still can't see, all of them. The future too, of course the future.
The past is already written, set in stone, nothing that can be done about that. The future on the other hand is a blank page and you can literally write anything onto it. Anything. And that's the point, the answer to the question ''What could be?'' - Anything.
This simple fact blows me away sometimes. Especially if I felt trapped in my own life, my own skin again. When it hits me, it's like waking up, like I can finally see clear. Nothing is blinding me anymore. I can see everything. And it's amazing. It's mindblowing. It's... well, everything. Just being able to see and feel all of that, already brings me to life like nothing else can. But it doesn't end there.
When I see and feel everything, I can also believe – believe that I can do all of it. Yes, I can do anything. Whatever I want, I can do it! I could, I could do it. Saying ''I can'' goes a little bit far. ''I can'' is a whole different thing. But I could, I can see and feel everything and I could do all of it. Oh, I could! It could all be, any of this endless possibilities, of this countless ways. Nothing is impossible. Sure, some things are a bit more likely than others, but you can never know where you might end up, what might happen.
Frightening, I know. But when I feel overwhelmed by everything that could be, I am not afraid. I'm not scared of anything then. That might be what's the most amazing to be – feeling, in a way actually being, fearless. Because I am not. I am not fearless. Sometimes I overcome my fears and I'm so proud when I manage to do that, but they are always there and always loud, all my screaming, painful and hindering fears.
Only for some rare moments the possibilities are stronger, brighter and screaming with way more passion, telling tales about lovely what could bes. I live for them, for the what could bes. I live for dreaming about them and for somehow realizing the best of them, the ones that make my heart jump in fiery excitement and pure joy. I live for this potential that I believe in, that I know is there, because it's in everyone.
The hard thing is to bring it out and hold onto it. I wanna hold onto it as hard as I can. Though it can't break either and... I don't think I'll ever actually reach it. I can only try and try and try and maybe I'll slowly get closer to it. Just like I might slowly find my way through this life.
It's burried, my potential, everyone and everythings potential. It's never easy to reach, never on the surface, never steady, never right there, always far far away on the horizon. And sometimes it's too cloudy or dark to see or sometimes one might be looking in the wrong direction. One might not find it their whole life. I'm not even sure if I can see it.
This blur on the horizon... It could be anything. It could be nothing, just a trick. It could... I could... It might all be stupid and I'm working towards nothing. Who knows? I surely don't. But like I said, I believe. And I feel it. The feeling can be so strong that it even crushes my worst fears. And I'm sure that it helped me make some of my most important decisions and it carried me over cliffs where no bridge could have ever been built, not without it's help at least. I don't know how I managed these things otherwise.
So there has to be some truth in my belief, in this feeling, in this potential. Even if all it actually does is giving me strength and this little bit of courage that makes the deciding difference. Sometimes that's all it takes.
In that regard it's one of the best things ever, but there is this other side. The side that pressures you. The side that feels like tearing you apart, ripping you open. The side that whispers in your ear: ''You are never gonna live up to your potential.'' The side of doubt that automatically comes with all the good stuff.
Because where there is potential, there also is a high chance of great failure. No matter how much I believe in my maybe existing potential, I can't get around this chance of failure. I can't ignore it. If the potential is real, so is the failure. They go hand in hand.
Actually... I fail either way. I can never reach my true potential, right? So I'll always fail, no matter what. The pressure to be what I could be, is the greatest pressure I know. Societies pressure is terrible and I hate it, but the pressure of potential is even greater. It will break me in the end, because I know one thing for sure: I can never be all that I could be. One life isn't enough for that. Not even all the time in the world would be enough.
That's why it's called potential. It's something that could be and not something that is or ever will be. In a way it's all that never will be. It's only the potential of what could be. It's there, but it isn't. It's just out of reach, you're just able to feel it, to see it as a blur on the horizon. Because it isn't a goal and it can never be one. A goal can be reached. Potential on the other hand isn't concrete, isn't a certain something.
Potential is an ideal, the best one can be, the most one can make of oneself. The thing that it has in common with a goal is that it can be worked towards to. It can be what drives us to be better than we were yesterday. It's inside all of us and its pressure might have a crushing power, but it is and always will be up to ourselves to make the best out of it, to make the best out of ourselves.

Freitag, 29. September 2017

Status-Update #2

Kreatives Chaos, Connichi und gaaanz viel Liebe an tolle Freunde!
Ich denke, es ist inzwischen genug Zeit vergangen seit dem ersten Status-Update, also kommt hier jetzt das nächste, denn ich fühle mich danach und genau das sollten diese Blogposts, besonders diese Updates, sein – etwas, worauf ich Lust habe und bei dem ich das Gefühl habe, ein bisschen was erzählen zu können.

Dieser Blog: Ja, es ist jetzt also eine Weile her seit dem letzten Status-Update, was ziemlich genau der Sinn der ganzen Sache ist, weil es eben keine wöchentlichen Rückblicke mehr sind. Dadurch waren es zwar in letzter Zeit weniger Posts auf diesem Blog, aber dafür konnte ich mehr Posts schreiben, die ich wirklich schreiben wollte, die wirklich von Herzen kamen und mehr Inhalt, mehr Spiel mit Worten hatten und das will ich letztendlich mit Worten tun – mit ihnen spielen. Deshalb liebe ich Worte so sehr und dieser Blog ist eine tolle Gelegenheit das auf eine entspannte Weise außerhalb meiner Geschichten und Fanfiktions auf eine storyunabhängigere, freiere Weise zu tun. Danach fühlt sich dieser Blog jetzt wieder an und das ist ein sehr gutes und sehr schönes Gefühl.
Zusätzlich zu der Veränderung, was die Posts selber betrifft, habe ich die Seiten auf diesem Blog auch etwas verändert und hoffentlich verbessert. Zumindest sind die Links zu einzelnen Posts dort jetzt etwas besser und übersichtlicher sortiert. Auf der Seite ''Anime & Manga'' und der Seite ''Books'' stehen die Links zu den einzelnen Posts nicht mehr einfach nur von oben nach unten, sondern sind ein bisschen nach Genre sortiert, wobei ich das mehr oder weniger nach Gefühl gemacht habe und die einzelnen Serien, Anime und Bücher jeweils dem Genre zugeordnet habe, das auf sie, meiner Meinung nach, am meisten zutrifft. Auf jeden Fall sollte es jetzt etwas leichter sein, sich da zurecht zu finden und geordneter zu stöbern. Ihr könnt es euch ja mal anschauen, wenn ihr Lust habt.

SchreibCHAOS!: Ach ach, das Schreiben und ich, eine SEHR dramatische Liebesgeschichte, aber eine süße und leidenschaftliche Liebe, definitiv. Allerdings eben auch dramatisch und sehr chaotisch. Ich würde es wirklich nicht anders wollen. Kreativität ist eben nunmal so, aber woah, es ist echt anstrengend, zu versuchen, das irgendwie in geregelte Bahnen zu bringen. Na ja, in irgendeiner Form eine neue Information ist das nun auch nicht. Aber ich glaube, ich hatte jetzt schon eine recht lange Phase, in der ich meine Kreativität recht gut unter Kontrolle oder zumindes soweit es geht gezähmt hatte.
Jetzt allerdings... läuft sie ein bisschen Amok und wirft mit Fantasy-Ideen. Nicht, dass ich da grundsätzlich was gegen hätte. Aber HELP! What is happening!? Dass ich mich endlich mal wieder einer Fantasy-Geschichte widmen muss, ja, das ist mir bewusst, aber dass mein Schreibhirn sich gleich derartig gierig auf alles fantasymäßige stürzt, was ich ihr anbiete...
Ich erzähle mal kurz die kleine Geschichte zu etwas, das ich vorhatte zu tun und eigentlich immer noch tun möchte: Ich habe mir vorgenommen, mein Geschreibsel mal etwas aufzulockern, mein Schreibhirn mit mehr Abwechslung zu füttern, in dem ich regelmäßiger One-Shots beziehungsweise Kurzgeschichten schreibe. Als ich dann den ersten OS angefangen habe zu schreiben, lief es auch sehr gut. Die Idee hielt sich noch im Rahmen und ich wusste, was alles im OS passieren sollte, die Charaktere haben gleich zu mir gesprochen. Es war auch keine Idee oder einer Idee zu ähnlich, die ich bereits gehabt hatte. Nein, es war alles gut.
Tja, dann habe ich intensiver über die ganzen Hintergründe der Geschichte nachgedacht, weil ich etwas Inspiration brauchte und... schlagartig ist der OS zu einer ausgewachsenen Geschichte mutiert und ich habe angefangen, die Welt der Geschichte genauer auszubauen und... Ja... Jetzt wird es eine längere, ausführlichere Geschichte werden und eben nicht bloß ein OS...
An sich ist das wirklich keine schlechte Sache, im Gegenteil. Ich bin sogar sehr froh über diese Wendung, weil ich so unfassbar gerne wieder mehr Fantasy schreiben möchte, aber ich bin da noch so viel kritischer als bei meinen eigenen Boys Love Geschichten. Ich hoffe, dass diese neue Geschichte, die sich momentan ''Die vergessenen Könige'' nennt, eine Fantasy-Geschichte werden kann, an der ich entspannter und mit weniger Druck schreiben und sie auch auf Fanfiktion.de online stellen kann, um mal ein bisschen Feedback zu bekommen. Das würde mich echt freuen.
Aber trotzdem wollte ich doch eigentlich OS schreiben und sowieso sind das alles so viele Geschichten und Ideen und D: Also ich freue mich, wirklich! Aber uff, ein kreativer Mensch zu sein ist ein einziges Chaos. :'D

Connichi! ^-^: Ahhh, ich bin immer noch ganz geflasht von diesem Wochenende! Also, an sich auf der Con war ich nur einen Tag, am Samstag. Aber ich war zusammen mir meiner besten Freundin Riri da und ♥ Für alle, die es nicht wissen: Damals, als wir noch gar nicht lange und nur über Twitter kannten, habe ich sie gefragt, ob sie Rin aus dem Anime Free! für mich cosplayen würde, sodass wir dann zusammen mein forever and over OTP RinHaru cosplayen würden und JETZT IST ES TATSÄCHLICH PASSIERT! Ahhhhh! Das ist einfach einer meiner allergrößten Träume überhaupt gewesen und es ist passiert! *-*
Schon letztes Jahr hatte Riri mich überraschen wollen, indem sie im Rin Cosplay zur Convention kommt, aber dann hatte sie die Zeit verplant und doch nur die Jacke angezogen, aber dieses Mal sind wir gleich zusammen hingefahren und haben uns vorher zusammen fertig gemacht und ahhh, wir waren als Rin und Haru auf der Convention und Leute haben uns süß genannt und Foto mit uns gemacht und *-* I'm so happy! ♥
Und auch sonst war es toll auf der Convention. Wir haben vor allem bei den Zeichnern wieder tolle Sachen gefunden und es war auch insgesamt ein tolles Wochenende, an dem Riri endlich mal mein kleines Ein-Zimmer-Apartment gesehen hat und wir haben ein bisschen an unseren Planern gewerkelt und Eisprinzen gesehen und ach, es war schön und wie immer viel zu schnell wieder vorbei. Nächstes Jahr wiederholen wir das auf jeden Fall in ähnlicher Weise!

Anime! & Serien & Let's Plays: Ach ja, meine zwei Sorgenkinder, die Anime und die Serien, zumindest momentan wieder. Eine Zeit lang habe ich SO viele Serien geschaut. Darüber hatte ich ja auch auf dem Blog berichtet. Tja, jetzt bin ich wieder völlig auf der Let's Play Schiene und zwar wie! Ich habe Gronkhs komplettes The Evil Within Let's Play geschaut, weil ich Lust zu hatte und weil jetzt ganz bald der zweite Teil rauskommt und das will ich dann auf jeden Fall schauen können. Ich überlege sogar, ob ich das ganze Let's Play auch bei Markiplier nochmal schauen soll, weil das damals das Let's Play war, das ich geschaut habe und ach, ich hätte so Lust darauf! Gerade schaue ich nach Ewigkeiten Gronkhs Sims 3 Let's Play weiter. So toll zum nebenbei Schauen. <3
An der Anime-Front hat sich tatsächlich auch wieder was getan. Ich
weiß gerade nicht mehr, was der letzte Stand war, aber ein bisschen habt ihr ja auch durch die Kommentar-Posts mitbekommen. Aktuell schaue ich My Hero Academia, weil der Anime sehr beliebt zu sein scheint und er ist auch bisher echt gut und gefällt mir. Oh und One Punch Man habe ich natürlich vorher noch zu Ende geschaut. Ich habe anscheinend gerade eine Superhelden-Phase. Vielleicht sollte ich dann als nächstes Mal ''Bunny and Tiger'' schauen. Wow, der Anime ist einfach ernsthaft schon von 2011... Ich hätte jetzt auf 2015 getippt, einfach weil ich zuletzt eine Menge Anime aus 2015 quasi nachgeholt habe. Na, mal schauen ob ich da jetzt mal vielleicht wieder mehr dran bleiben kann. Das wäre zumindest echt schön, denn auch wenn ich kaum dazu komme, LIEBE ich es nach wie vor sehr, Anime zu schauen.
Tatsächlich bin ich mehr oder weniger wieder dazu gekommen, mehr Anime zu schauen, weil an der Front der neuen Let's Plays momentan nicht sooo viel los ist, zumindest nichts, das ich super leidenschaftlich schaue und worüber ich mich ständig freuen kann. Mit The Evil Within 2 wird sich das dann wahrscheinlich wieder ändern, aber na ja, momentan ist es eher ein bisschen Mau und es sind mehr zwischendurch Highlights, über die ich mich freue. Aber wie oben schon erwähnt, heißt das definitiv nicht, dass es rein gar nichts gibt, was ich schauen kann.

(Internet-)Freunde: An die Internet-Freunde geht eine Meeeeeeeenge Liebe! Denn da sind gleich zwei sehr liebe Leute wieder aufgetaucht und zwar genau jetzt, wo ich anscheinend auch noch meine letzte Freundin aus der Schule verloren habe... Na ja, verloren klingt immer gleich so dramatisch, aber wirklich anders kann ich es auch nicht ausdrücken. Sie hat einfach nicht auf meine Nachrichten geantwortet.
Na ja, kann mir auch egal sein. Das entscheide ich jetzt einfach mal so! Denn ich freue mich viel lieber darüber, dass zwei Internet-Freunde wieder da sind! ♥
Nummer 1, die liebe Jessi, kommt aus meiner Twilight-Phase und ist die einzige Person, mit der ich über lange Zeit sehr erfolgreich und regelmäßig zusammen geschrieben habe und zwar, na ihr dürft raten, Twilight-Fanfiktions. ;D Aber gute, denn das war zu einer Zeit, wo sich mein Schreiben schon ziemlich entwickelt hatte. Und eigentlich ist irgendwann irgendwie mal geplant, diese Fanfiktions auch wieder aufzunehmen, das wäre sehr toll. Was mich auch noch sehr freut: Ich kann Jessi Anime empfehlen! Ahhh! Also bei Anime und bei Boys Love empfehle ich SO gerne was! Das sind einfach zwei Gebiete, wo ich schon der Ansicht bin, mich etwas auszukennen. :D
Nummer 2, die ebenfalls liebe Yasmin, kommt aus meiner Sweet Amoris Phase, die immer noch präsent ist und das auch noch etwas bleiben wird, weil da noch ein bisschen was an Fanfiktions geplant ist. Mit Jessi hatte ich zwischendurch immer mal wieder über WhatsApp geschrieben, Yasmin hingegen überraschte mich plötzlich mit neuen Reviews zu einer meiner SA-Geschichten, die jetzt inzwischen abgeschlossen ist und ahhhh, ich bin zwar noch nicht dazu gekommen, auch nur eines davon zu beantworten, aber ich freue mich SO SEHR! ♥Da zeigt sich einfach so schön, dass die Menschen, die Teil vom Leben eines anderen Menschen sein wollen, sich auch wieder melden, ganz egal, wie viel Zeit vergangen ist und dafür liebe ich diese tollen Menschen wirklich sehr.
Riri muss ich hier einfach auch nochmal kurz erwähnen, weil ich ganz ganz viel Liebe für sie habe und ach, wir skypen fast jeden Abend und sie hilft mir immer in Final Fantasy 14 mit den Dungeons und sie wird mit mir zu Markipliers Show gehen, obwohl sie da gar nicht hin möchte und ♥♥♥ Ich könnte wirklich keine bessere beste Freundin haben!

Uni-Kram: The drama is real! Und zwar wie real! Ich hoffe, ich kann das morgen mal etwas eindämmen. Ich muss das morgen mal ein bisschen eindämmen! Ich war einfach so faul in diesen Semesterferien... Da war eine gewisse Down-Phase und dann beschäftige ich mich einfach so viel lieber mit meinen ganzen Hobbies und ach, es ist alles sehr dramatisch. Aber weil ich mir keine Panik machen will, bin ich noch ganz entspannt. Ich muss mich nur reinhängen bei der Hausarbeit und dann wird das schon.
Hoffentlich lässt sich das gleiche über das nächste Semester sagen! Die Auswahl an Seminaren und so für den neuen Stundenplan war da jetzt nicht unbedingt so schön... Aber vielleicht wird es besser als gedacht. Vor allem vor dem 3. Japanisch Kurs habe ich etwas Angst, auch wenn ich zumindest immer fleißig meine Kanji gelernt habe.
Ich muss es echt irgendwie hinbekommen, mir jeden Tag ein paar Stunden Zeit für den Uni-Kram zu nehmen! Und zwar immer! Am Wochenende könnte ich mir davon ein wenig frei nehmen, aber sonst sollte ich mich da echt täglich mit beschäftigen, denn das will ich ja auch. Ich mag mein Studium, ich mag es wirklich. Ich schiebe alles Zeug dazu nur gerne auf, weil Angewohnheit und aus Gründen und ja.

Lesen & Zocken & alles andere: Das mit dem Lesen ist ja jetzt auch wieder so eine Sache. Zwischenzeitlich lief es echt gut, aber jetzt... jetzt hänge ich an Goldene Fesseln von Nakkita, was sie ja als Taschenbuch rausgebracht hat und ach ♥. Gestern habe ich ein bisschen weitergelesen und da war so eine schöne Szene und ich musste so weinen und ach. Vielleicht wird das ja jetzt wieder mit dem mehr lesen. Das wird sowieso eine Dauer-Challenge sein.
Ähnliches gilt für das Zocken, aber da bin ich eigentlich immer noch sehr gut dabei. Ich habe zur Zeit viel Spaß an Final Fantasy 14 und da bin ich echt glücklich drüber, weil es so ein schönes, detailreiches Spiel ist und ach ♥. Ansonsten komme ich da in der Hinsicht aber auch nicht wirklich zu was. Vielleicht wird es demnächst ja mit Overwatch wieder was, wenn Riri das dann auch irgendwie bekommt und wir das auch noch zusammen spielen können. Das wäre echt schön!

Sonstiges: Joa, wie schon erwähnt, geht es bald wieder mit der Uni weiter und oh, vielleicht habe ich bald einen Nebenjob! Das wäre echt cool. Dann könnte ich mich zumindest in der Hinsicht mal etwas fähiger fühlen. Ähnliches gilt für diese Praktikumssache, um die ich mich auch mal kümmern muss und möchte, denn uff, ich will Entwicklung in meinem Leben! Ich will Veränderung! Ich habe Angst davor, große Angst, aber ich bin auch wieder an einem Punkt, an dem ich mich danach sehne und es brauche. Ich hoffe sehr, dass sich da demnächst mal was tut.
Auf die ein oder andere Weise werdet ihr das dann auf jeden Fall mitbekommen.

Bis zum nächsten Post!

Dienstag, 26. September 2017

TV Show: Voltron - Legendary Defender S3

Dear TV Shows.



Ach ja, Voltron. Ein bisschen verliebt bin ich ja schon und auch immer wieder, aber ich könnte definitiv noch sehr viel verliebter sein, was mir vor allem immer auffällt, wenn ich größere Fans in meiner TL sehe. Aber das ändert ja nichts daran, dass ich trotzdem viel Spaß an der Serie haben kann.


Genre: Animation, Adventure, Sci-Fi
Länge: 11 Episoden je 23 Minuten (Staffel 1)
+ 13 Episoden je 23 Minuten (Staffel 2)
+ 7 Episoden je 23 Minuten (Staffel 3)
+ Staffel 4 im Oktober 2017
Jahr: 2016-
Kurzbeschreibung: Four Earth teens - Keith, Lance, Hunk, Pidge and their mentor Shiro - who become the last line of defense for the galaxy in an intergalactic battle against the evil alien force led by King Zarkon.

Story
Ich habe ein bisschen Angst, mich zu wiederholen, weil mein Kommentar zu der ersten und zweiten Staffel noch gar nicht so lange her ist, es aber schon wieder etwas her ist, dass ich diese dritte Staffel gesehen habe. Aber dementsprechend ist ja auch mein anderes Kommentar zu dieser Serie bereits etwas her. Also ist es vielleicht nicht so schlimm, oder so.
Die dritte Staffel bringt zwei große, neue und, wie ich finde, sehr interessante Elemente in die Geschichte. Nummer 1 ist ein Charakter und zwar Lotor, der Sohn von König Zarkon, der in der Geschichte der Antagonist schlechthin ist. Also ist er schlicht der neue Antagonist? Ja und nein. Das ist es, was ihn so interessant macht. Genauer gesagt nicht nur ihn alleine, sondern ihn und seine Gruppe aus, ähm, Soldaten? Freunden? Irgendwie sowas in der Art. Seht einfach selber, die ganze Gruppe ist sehr spannend und cool gemacht.
Das zweite, neue Element, das – so wie ich es durch meine Timeline auf Twitter (und dementsprechend wahrscheinlich Fantheorien?) mitbekommen habe – noch eine größere Rolle spielen wird, ist das Existieren von Paralleluniversen. Ein sehr sehr cooles Element, das ich eigentlich so gut wie immer liebe, weil ich es so unglaublich faszinierend finde. Es wird zwar in dieser dritten Staffel nur mehr oder weniger etwas angeschnitten, aber, wie geschrieben, könnte es noch weitreichendere Folgen haben. Das hoffe ich zumindest, denn davon will ich definitiv noch mehr sehen! (Von Lotor übrigens auch!)
Ansonsten dreht sich die erste Hälfte der Staffel viel darum, dass sich das Team neu formieren und auf die neue Situation einstellen muss. Da ich nicht spoilern will, verrate ich jetzt mal nicht weshalb. Nur so viel: Da passiert etwas am Ende der zweiten Staffel und ja. Der Rest sollte sich, für alle, die es geschaut haben, von selber erklären.
Auf jeden Fall finde ich diese ganze Sache sehr schön gemacht und gut gelöst, da es einen Konflikt in die Geschichte einbringt, der sich innerhalb der Gruppe von liebgewonnenen Charakteren abspielt und damit sehr viel Raum für Charakter-Beleuchtung und -entwicklung sowie die Beziehungen gibt. Es stellt die Gruppe für eine neue Herausforderung, mit der sie sich neben Lotor auseinandersetzen müssen.
Auch die Alien-Rassen und die kleineren Aufträge zwischendurch sind wieder gut gemacht. In diesen sieben Folgen der dritten Staffel ist dafür nicht so viel Raum, was ich zwar einerseits schade finde, andererseits steht dadurch die eigentliche Hauptstory mehr im Vordergrund, was mir wiederum sehr gut gefällt. Das, was von den anderen Aliens allerdings gezeigt wird, hat mir wieder wirklich gut gefallen und es sorgt dafür, dass die Ernsthaftigkeit der Konflikte etwas aufgelockert wird, während es gleichzeitig gut in die Hauptstory eingearbeitet ist und immer wieder Rahmenbedingungen für diese bietet.

Charaktere
Hier könnte ich theoretisch wieder genau das Gleiche sagen wie zu den ersten beiden Staffeln. Also der ganze Kram, dass ich die Charaktere sehr mag und sie toll gemacht sind und auch die anderen Alien-Rassen, wie eben schon erwähnt, sehr cool sind. Das Gleiche gilt nun auch für Lotor und seine Gruppe sowie für Zarkon und die Frau, die bisher vor allem als die Hexe Haggar vorkam. Oder nur die Hexe. Ich habe sie nur als die Hexe in Erinnerung.
Aber, und das ist das coole an dieser Staffel, es passiert einfach so viel und es wird so viel erklärt und aufgedeckt und wow, ich liebe es! So vieles ergibt endlich mehr Sinn! Noch nicht alles natürlich, aber schon sehr große Sachen, die vorher ein wenig willkürlich gewirkt haben und wo ich mich sehr freue, dass sie nun mehr Hintergrund und Tiefe besitzen, ganz besonders was die Bösewichte der Geschichte betrifft.
Jetzt muss ich auch nochmal ein paar Worte über Lotor loswerden! Er ist ein unfassbar interessanter Charakter, bei dem ich einfach nicht anders kann, als ihn zu lieben. Die ''bösen'' Charaktere haben es mir ja sowieso oftmals angetan und Lotor hat da noch zusätzlich eine Seite, die... die einen überdenken lässt, wie böse er nun tatsächlich ist. Und das ist sehr gut gemacht! Insgesamt gefällt es mir wirklich gut, wie der Charakter eingeführt und aufgebaut wird und auch wie er sich insgesamt verhält. Nicht nur wie er und seine Gruppe dargestellt werden, sondern auch wie sie agieren. Da bin ich in der vierten Staffel mega gespannt drauf, was da noch draus wird!
Wie schon erwähnt macht das Voltron Team in dieser Staffel einiges durch und ich liebe liebe liebe es, wie das alles thematisiert wird und wie die Charaktere damit umgehen und ♥ Besonders Keith und Lance, die ich ja sowieso vorher schon sehr geherzt habe, bekommen jetzt noch ganz viel mehr Liebe von mir!
Dann ist da noch die Sache mit Shiro... Was noch nicht so ganz geklärt ist? Wie gesagt, Fan-Theorien und so beziehungsweise habe ich es halt einfach von irgendwelchen Leuten gelesen und bin mir nicht sicher, wie viel Wahrheit dahintersteckt. Aber es macht Sinn, sehr viel Sinn sogar. Vielleicht habe ich es aber auch nur völlig falsch verstanden. Hm, so oder so ist es interessant und Shiro ist sowieso auch sehr spannender Charakter.

Insgesamt, besonders dafür, dass es nur sieben Folgen sind, bekommen die Charaktere so gut wie alle sehr viel Spielraum in dieser Staffel, was ich sehr schön finde.

Fazit
Nachdem ich mich jetzt durch ein bisschen Rumkramen in meinen Erinnerungen genauer erinnere, fällt mir auch wieder ein, dass diese dritte Staffel mich Voltron tatsächlich mehr lieben lässt. Ich bin jetzt nach wie vor kein Hardcore-Fan oder sowas, aber ich würde sagen, kurz davor bin ich schon. Weil die Animationsserien einfach gut ist! Sehr gut sogar.
In dieser Staffel bekommen die Charaktere mehr Tiefe, da neue Konflikte entstehen. Neue Elemente in Form einer ganzen Gruppe neuer Charaktere und Paralleluniversen werden eingeführt. Einige Hintergründe werden aufgeklärt und insgesamt bewegt sich die Serie einfach in eine sehr coole Richtung.
Also ich würde sagen, dass die dritte Staffel sogar noch besser ist als die ersten beiden. Und ja, vielleicht sage ich das jetzt nur wegen Lotor, aber hey, ein guter Bösewicht ist einfach ein sehr wichtiges Element!
Falls ihr Animationsserien mögt und Lust auf Sci-Fi und interessante Charaktere und Alien-Rassen habt, dann ist Voltron: Legendary Defender auf jeden Fall was für euch und freut euch auf die dritte Staffel. Falls ihr die ersten beiden schon kennt und die dritte noch nicht geschaut habt, dann kann ich euch sagen, dass es sich definitiv lohnt.

Samstag, 16. September 2017

Art des Fallens (Deutsche Version von The Art of Falling)

Ich bin ein paar Mal gefallen und irgendwie habe ich diese Zeiten durchgestanden; habe es irgendwie geschafft, wieder aufzustehen. Nicht vollkommen. Ich kann nicht mehr ''straight'' stehen. (Aus mehreren Gründen, nicht nur wegen dem Fallen, aber das ist ein komplett anderes Thema.)
Ich kann nicht mehr gerade stehen, weil jedes Mal, wenn ich gefallen bin und einen dieser Kämpfe gekämpft habe – die schlimmer sind als die normalen, täglichen Kämpfe – jedes Mal wurde ich ein bisschen mehr verbogen, ein bisschen mehr gebrochen.
Mit der Zeit, durch liebevolle Menschen und meine Leidenschaft fürs Schreiben, wurde ich von ein paar der Konsequenzen dieser Biegungen und Brechungen geheilt. Ich bin nicht extrem gebogen oder extrem gebrochen. Ich bin nur... nicht ganz richtig und nicht ganz komplett. Da sind Teile von mir, die fehlen und Teile, die verunstaltet sind.
Aber ich bin okay. Nicht so okay wie manche anderen Menschen es sein mögen, aber auch nicht so geschädigt wie es manche andere Menschen sind. Mir geht es okay. Mir könnte es besser gehen, aber es könnte immer besser gehen. Mir könnte es auch sehr viel schlimmer gehen. Also ist es in Ordnung. Denke ich. Nein, es ist tatsächlich in Ordnung.
Aber manchmal fühlt sich das wie eine Lüge an. Ist es wirklich in Ordnung? Bin ich wirklich okay? Okay genug, und was heißt das überhaupt? Was ist genug? Bin ich genug? Kann ich genug sein, auch mit diesen verlorenen und verunstalteten Teilen von mir? Bedeutet ein bisschen nicht ganz richtig und nicht ganz komplett zu sein, dass ich niemals in irgendeiner Hinsicht genug sein kann, weil da immer etwas sein wird, dass ich nicht habe und niemals haben kann!?

Wenn ich diesen Gedanken erreiche; wenn ich endgültig aufhöre, ihn zu unterdrücken; wenn ich all meine Ängste und Dämonen und einfach alles, das mich heimsucht, reinlasse – falle ich erneut.
Und ich werde mich erinnern. Ich werde mich an jedes Mal, jeden vorherigen Fall erinnern. Ich werde mich erinnern, wie es sich anfühlte. Ich werde mich erinnern, was passiert ist. Ich werde mich erinnern, was für Gedanken ich zu der Zeit hatte. Ich werde mich erinnern, an all den Schmerz und die Traurigkeit und die Verzweiflung und vor allem: die Leere und Bedeutungslosigkeit.
Weil das das schlimmste daran ist. Du magst denken, dass der Schmerz dich tötet und ja, es kann sehr sehr schlimm sein und es kann den Wunsch hervorrufen, das Gefühl zu stoppen und nur noch Leere zu fühlen. So schlimm kann es werden.
Aber sobald du die Leere tatsächlich erreichst und sich plötzlich alles nur noch bedeutungslos anfühlt, fängst du an, eben nach diesen Schmerz zu verlangen, den du Sekunden zuvor noch verwünscht hast. Alles ist besser als nichts zu fühlen. Alles ist besser als sich leer zu fühlen. Deshalb konsumieren wir so viel, was auch immer es sein mag. Immer immer immer versuchen wir die Leere in uns zu füllen. Wir haben so so große Angst vor der Leere.
Zumindest mir geht das so. Das ist, wie es sich für mich anfühlt. Ich habe das erlebt. Ich habe nichts gefühlt, nur leer und bedeutungslos und als... wäre ich nichts. Als würde ich nichts bedeuten, für niemanden. Und dementsprechend höre ich auf irgendetwas für irgendjemanden und irgendetwas zu fühlen. Es ist eben... wenn ich nichts bedeute, warum sollte irgendetwas mir etwas bedeuten? Wenn niemand einen Grund sieht, warum ich hier bin, wie sollte ich einen sehen können? Und warum sollte ich mich bemühen, Gründe zu (er)finden? Das wären nur Lügen, nicht? Ja, all diese süßen Lügen, die ich mir selbst erzähle, um weiterzuleben.

Ich brauche Gründe. Wir alle brauchen Gründe. Wir brauchen Erklärungen. Wir brauchen Hoffnung und etwas, woran wir festhalten können. Wir brauchen Anerkennung und Akzeptanz. Wir brauchen Liebe. Wir brauchen jemanden und etwas. Wir brauchen einander. Wir brauchen etwas, dass es stoppt, sodass wir nicht noch weiter fallen. Wir brauchen eine Hand, die uns hilft wieder aufzustehen. Oder vielleicht sogar jemanden, der uns auffängt, wenn wir fallen.
Wir brauchen Gesellschaft. Gute Gesellschaft. Einen guten Freund. Jemand, dem wir nah sein können. Jemand, der uns kennt. Jemand, der leben leichter macht. Jemand, der da ist.
Ich bin so froh, jemanden zu haben. Nicht nur jemanden, sondern ein wirklich guter Jemand. Ein Jemand, der momentan sowas wie mein einziger Freund sein mag. Vielleicht bilde ich mir bloß Dinge ein, wie ich das schon immer getan habe. Wahrscheinlich ist es nichts. Es kann nicht sein, wie es schon die anderen Male gewesen ist, richtig? Das kann nicht passieren. Ich will nicht, dass das passiert. Ich will das wirklich nicht. Und vielleicht passiert es nicht und all meine Ängste sind einfach nur dumm. Vielleicht. Hoffentlich.
Aber auch, wenn es nicht passiert, das ändert nichts daran, wie ich mich jetzt gerade fühle. Woher auch immer dieses Gefühl wirklich kommt, auch wenn es nur in mir ist, es ist trotzdem da und es ist trotzdem real. Ich falle.
Auf gewisse Weise ist das normal, denke ich. Jeder fällt hin und wieder. Niemand ist so glücklich wie er zu sein scheint. Das Leben ist einfach nicht so. Auch Menschen, die unglaubliches Glück haben, straucheln. So ist das Leben und die menschliche Natur. Nichts wird daran je etwas ändern.

Wenn dieses Gefühl des Fallens allerdings zu stark wird... Ich denke nicht einmal, dass ich schon mal zu hart gefallen bin und ich mag niemals zu hart fallen. Ich bin nur ein bisschen verbogen und gebrochen, nicht zu sehr. Ich bin nicht zu sehr beschädigt, nur ein bisschen. Was nochmal eine komplette, eigenständige Quelle für Unsicherheiten und all den Scheiß ist. Ein anderes Thema.
Dennoch, ich weiß, dass es schlimm sein kann. Es mag nur die Spitze des Eisbergs der Schlechtheit sein, aber es ist nach wie vor der Eisberg der Schlechtheit, also ja. Und die Sache mit diesem Eisberg ist, dass es sich immer endgültig anfühlt. Das ist wahrscheinlich der Punkt, an dem das Selbstmord-Zeug einsetzt. Es fühlt sich an wie das Ende, als würdest du nur noch endlos fallen.
Selbst wenn du weißt, dass es besser wird, was es letztendlich auch wirklich wird, du kannst das nicht sehen und definitiv nicht fühlen. Da ist nichts und du bist nichts. Da kann nicht irgendetwas sein. Wie kann da nach nichts etwas sein? Wie könnte es bitte möglich sein, etwas aus nichts zu machen? Das macht einfach keinen Sinn. Nein. Nein, dieses Nichts macht sehr viel mehr Sinn. Alles andere ist nur eine Lüge, irgendein Trick, nach dem andere Menschen leben. Aber du kannst nicht, nicht mehr. Du hast die Wahrheit gesehen und jetzt ist es zu spät.
Das ist Fallen. Du fällst und fällst und fällst einfach und alles verliert seine Bedeutung und nichts wird je wieder irgendeine Bedeutung haben, weil es weg ist, es ist verloren und kann niemals wieder gefunden werden.

Tja, und jetzt? Rate mal. – Dein Fall kann enden. Du kannst tatsächlich den Boden erreichen oder dich an etwas in dem Nichts festhalten. Es mag erscheinen, als wäre da Nichts, aber da ist auf jeden Fall immer etwas.
Das ist... Ich glaube einfach daran. Wie sonst könntest du erklären, zu Etwas zurückzukehren, nachdem du durch Nichts gefallen bist? Ja, vielleicht ist alles bloß Lügen und Tricks und Illusionen, die wir uns selbst vorspielen. Wer weiß? Vielleicht ist das Nichts wirklich die Wahrheit.
Aber ich weigere mich schlicht, es auf diese Weise zu sehen. Ich muss daran glauben, dass da immer etwas ist. Wie klein es auch sein mag, es ist da und aus diesem Etwas kann mehr und mehr und mehr wachsen. Stelle dir einfach einen Samen vor. Ein Samen ist klein, so so klein. Und aus solch kleinen Samen kann ein Baum erwachsen. Aus nur einem kleinen Samen kann ein ganzer Baum wachsen und aus diesem Baum werden wieder Samen hervorkommen, aus denen noch mehr Bäume wachsen können und ehe man sich versieht, wird daraus ein ganzer Wald. Ein ganzer Wald erwachsen aus einem kleinen Samen.
Wenn ein Samen das kann, stelle dir vor, was ein kleiner Mensch tun kann – eine kleine Idee, ein kleines Gefühl, ein kleines Wort, ein kleines Was auch immer. Und dann denke an dieses Nichts und wie das alles sein könnte, was es gibt – einfach nichts. Wie kann da nichts sein, wenn du da bist? Was auch immer du über dich selbst denken magst, du bist da. Du bist hier. Du bist etwas.

Und für jemanden bist du jemand. Für jemanden könntest du der Jemand sein. Für jemanden könntest du alles sein. Und was du tust könnte etwas sein, könnte alles für jemanden sein. Ich bin sicher, dass es so ist. Ich bin sicher, dass das über mich selbst gesagt werden kann, ohne arrogant klingen zu wollen.
Es ist bloß... dieser kleine Samen, er weiß nicht, was er tut. Er weiß nicht, wie besonders er ist, so besonders, dass er einen ganzen Wald erschaffen kann. Und er weiß nicht, dass er diesen ganzen Wald schon erschaffen hat. Er weiß es nicht. Er ist nur ein Samen. Nur ein kleiner kleiner Samen, auch wenn er einen ganzen Wald erschaffen hat.
Auch du hast einen ganzen Wald erschaffen. Ich auch. Ich mag nichts davon wissen, aber ich habe es getan. Und es muss nicht einmal ein großer Wald oder sowas sein. Aber es ist etwas. Wir sind alle etwas für jemanden, weil alles, was wir tun und sagen und sind, andere beeinflusst. Die kleinsten Dinge können alles für jemanden, für etwas verändern. Wir wissen das nur meistens nicht. Wir können es meistens nicht wissen. Wie sollten wir? Wir kennen die Fremden nicht, deren Leben wir verändert haben könnten, einfach weil wir sie anlächelten. Wir kennen die zufällige Person nicht, die sich an etwas, das wir gesagt haben, erinnert oder etwas gesehen hat, das wir getan haben und sie inspiriert, ihren Freunden erzählt oder darauf basierend entscheidet, etwas zu tun.
Wir wissen nicht einmal, was unsere Freunde oder unsere Familie anderen Menschen erzählen mögen und was diese Menschen tun könnten wegen diesen Worten über uns. Wir werden das niemals wissen. Aber es ist so. Menschen reden, das weiß sicherlich jeder. Und Menschen sehen und denken auch, ja, das tun sie tatsächlich, und sie sind wortwörtlich von allem beeinflusst. Ich weiß, das ich es bin. Ich mag nicht wirklich wissen, was was beeinflusst; mag nur fühlen und realisiere die Konsequenzen, die Effekte, nicht aber die Affekte. Aber es kam von irgendwo, irgendetwas, irgendjemand.
Weil es nicht von Nichts kommen kann, richtig? Da muss immer etwas sein.

*

Wenn man auf diese Weise denkt, wird das Nichts zur Lüge. Wie kann da nichts sein, wenn da immer etwas sein muss? Etwas kann nicht aus Nichts entstehen. Also ist da immer Etwas. Das macht Sinn, nicht? Das Nichts kann dann keinen Sinn mehr machen.
Du magst dich wie Nichts fühlen und dieses Gefühl ist sehr sehr real. Aber das Nichts ist es nicht. Es ist eine Kreation, eine Kreation deines Verstandes. Es hat die Kontrolle über dich übernommen und es will dich glauben lassen, dass es real ist. Es will, dass du nur das Nichts siehst. Es will, dass du alles andere vergisst. Und manchmal hat es Erfolg. Manchmal saugt es alles auf und du fängst an zu fallen und es scheint, als würde es niemals enden, weil das Nichts alles nahm.
Aber genau das ist es, was es dich glauben lassen will. Es ist wie ein Dämon, der wartet, bis du den Schmerz und die Verzweiflung und alles andere im Leben so müde bist und dann schlägt es zu, wenn du am schwächsten bist. Du kannst dich nicht verteidigen, du mag es nicht einmal wollen und dann zieht es dich runter und du fällst fällst fällst.
Letztendlich wirst du etwas finden, du wirst verstehen, dass das Nichts wie ein Schatten ist, der alles verschleiert, alles dunkel und hohl und leer erscheinen lässt, während gleich unter dieser Lage der Dunkelheit noch alles da ist. Nichts ist weg. Das Nichts hat nicht eine Sache genommen. Es hat es dich nur glauben lassen und du hast es geglaubt, weil es dich hat fühlen lassen, als wäre nichts übrig. Tja, es war überhaupt nichts je weg oder verloren.
Wenn du das erkennst, hörst du auf zu fallen, du kannst dich festhalten, an was auch immer du gefunden haben magst hinter der Lage der Dunkelheit. Da ist etwas, da wird immer etwas sein. Das verspreche ich. Ich verspreche das mir selbst.
Die Welt und das Leben mögen auf so viele Weisen dunkel und furchterregend und unfair sein, aber ich glaube an dieses Etwas, auch wenn es einer Armee des Nichts gegenübersteht. Ich werde trotzdem daran glauben und ich werde siegen. Ich werde dieses Nichts mich nicht aufsaugen lassen. Nein, das werde ich nicht.

The Art of Falling

I've fallen a few times and I've somehow gotten through these times, have somehow managed to stand up again. Not entirely. I can't stand straight anymore. (For many reasons actually, not just because of falling, but that's a whole different topic.)
I can't stand straight anymore, because every time that I've fallen and fought one of these fights – that are a lot more terrible than the normal everyday fights – every time I've gotten a bit more bend, a bit more broken.
Over time, through lovely people and through my passion for writing, I've been healed from some of the consequences of these bends and breaks. I'm not badly bend or badly broken. I'm just... not quiet right and not quiet whole. There are pieces of me missing and pieces that are misshaped. But I'm okay. Not as okay as some other people might be, but also not as bad as some other people are. I'm doing okay. I could do better, but one could always do better. I could also do a lot worse. So it's fine. I guess. No, it actually is.
But sometimes that feels like a lie. Is this really fine? Am I really okay? Okay enough, and what does that even mean? What is enough? Am I enough? Can I be enough even with these missing and defaced pieces of mine? Doesn't being a bit not quiet right and not quiet whole mean that I can never be enough in any way, because there will always be something that I don't have and can never have!?

When I reach this thought, when I finally stop to repress it, when I let all my fears and demons and just everything that haunts me in – I start falling again.
And I will remember. I will remember every time that I fell before. I will remember how it felt. I will remember what happened. I will remember the thoughts that I had back then. I will remember all of that pain and sadness and desperation and most of all: the emptiness and meaninglessness.
Because that is what's the worst about it. You might think that the pain will kill you and yes, it can be really really bad and it even can make you want to stop feeling and only feel emptiness. It can get that bad.
But once you actually reach the emptiness and suddenly everything just feels meaningless, you start to crave that very pain that you cursed away a second ago. Anything is better than feeling nothing. Anything is better than feeling empty. That's why we consume so much, whatever it might be. We always always always try to fill this emptiness inside of us. We are so so afraid of that emptiness.
I am at least. That's how I feel about that. I've been there. I've felt nothing, just empty and meaningless and just... like I am nothing. Like I don't matter at all, to no one. And as a matter of fact I stop to feel anything about anyone and anything. It's just... if I don't matter, why should anything matter to me? If no one sees a reason for me to be here, why would I? And why would I bother to make reasons up? That would just be lies, right? Yeah, all those sweet lies that I tell myself to keep living.

I need reasons. We all need reasons. We need explanations. We need hope and something to hold onto. We need acknowledgment and acceptance. We need love. We need someone and something. We need each other. We need something that can make it stop, so that we won't fall any further. We need a hand that helps us get up again. Or maybe even someone that catches us, when we fall.
We need company. Good company. A good friend. Someone we can be close to. Someone who knows us. Someone that makes life easier. Someone that's there.
I'm so glad that I have someone. Not just someone, but a really good someone. A someone that right now might be something like my only friend. Maybe I'm just making things up, like I kinda always have been. It's probably nothing. It can't be like it has been the other times, right? This can't happen. I don't want this to happen. I really don't want to. And maybe it isn't happening and all my fear is just stupid. Maybe. Hopefully.
But even if it isn't happening, it doesn't change what I'm feeling right now. Wherever this feeling actually comes from, even if it's just inside of me, it's still there and it is still real. I am falling.
In a way that's just normal, I guess. Everyone falls now and then. No one is as happy as they seem to be. Life just isn't like that. Even people that seem so be incredibly lucky struggle. That's just life and human nature. Nothing will ever change about that.

When this feeling of falling get's too strong though... I don't even think that I've fallen too hard before and I might never will fall too hard. I'm just a little bit bend and broken, but not too much. I'm not too damaged, just a bit damaged. Which is a whole other source for insecurities and all that shit. A different topic.
Still, I know that it can be bad. It might just be the tip of the iceberg of badness, but it's still the iceberg of badness, so yeah. And the thing about that iceberg is that it always feels so final. That's probably where the suicide stuff kicks in. It feels like the end, like you're just gonna fall endlessly through this emptiness in which nothing matters, especially not you. It's just falling falling falling.
Even if you know that it will get better, which it eventually will, you can't see that and you most definitely can't feel it. There is nothing and you are nothing. There can't be anything. How can there be something after nothing? How can there possibly be something made out of nothing? That just doesn't make any sense. No. No, this nothingness makes a lot more sense. Everything else is just a lie, some trick that other people live by. But you can't, not anymore. You've seen the truth and now it's too late.
That's what falling is. You just fall and fall and fall and everything loses it's meaning and nothing will ever have any meaning again, because it's gone, it's lost and it can never be found again.

Well, guess what? Your fall can come to an end. You can actually reach the ground or grab onto something in the nothingness. It might look like there is nothing, but there sure as hell always will be something.
That's just... I just believe in that. How else would you explain coming back into something after you've fallen through nothingness? Yeah, maybe it's all just lies and tricks and illusions that we play on ourselves. Who knows? Maybe the nothingness is actually the truth.
But I simply refuse to see it that way. I have to believe that there is something, always. How ever small it might be, it is there and from this something can grow more and more and more. Just think about a seed. A seed is so small, so very very tiny. And from some of these tiny seeds a tree can grow. From just one tiny seed there can grow a tree and this tree will have more seeds to grow more trees and soon enough there will be a whole forest. A whole forest started from one tiny seed.
If a seed can do that, just imagine what one tiny human can do – one tiny idea, one tiny feeling, one tiny word, one tiny whatever. And then think about the nothingness and how that might be all there is – just nothing. How can there be nothing when you are there? Whatever you might think of yourself, you are there. You are here. You are something.

And for someone you are someone. For someone you might even be the someone. For someone you might be everything. And what you do might be something, might be everything for someone. I'm sure it is. I'm sure that can be said about myself, without wanting to sound cocky.
It's just... this tiny seed, it doesn't know what it's doing. It doesn't know how special it is, so special that it can create a whole forest. And it doesn't know that it already has created that whole forest. It doesn't know. It's just a seed. It's just a tiny tiny seed even though it has created a whole forest.
You have created a whole forest too. I have. I might not know about it, but I have. And it doesn't even have to be a big forest or anything. But it's something. We all are something to someone, because everything we do and say and are affects others. The tiniest things can change everything for someone, for something. We just don't know about that most of the time. We can't know most of the time. How would we? We don't know the strangers whos lifes might have been changed by just us smiling at them. We don't know the random person that remembers something we said or had seen something we did and is inspired by that, tells their friends or decides to do something based on that.
We don't even know what our friends or our family might tell other people about us and what those people might do because of these words about us. We will never know that. But it's a thing. People talk, everyone sure knows that. And people also see and think, yes they actually do, and they are affected by literally everything. I know I am. I might not really know what affected what, might only feel and realize consequences, effects, but not the affect. But it came from somewhere, something, someone.
Because it can't come from nothing, right? There always has to be something.

*

If you think about it that way, the nothingness becomes a lie. How can there be nothing if there always has to be something? Something can't come from nothing. So there always is something. That makes sense, right? The nothingness can't make sense than.
You might feel like nothing and this feeling is very very real. But the nothingness isn't. It's a creation, a creation of your mind. It took control over you and it wants you to believe that it's real. It wants you to only see the nothingness. It wants you to forget everything else. And sometimes it succeeds. Sometimes it sucks everything up and you start to fall and it seems like it will never end, because the nothingness took everything.
But that's exactly what it wants you to believe. It's like a demon that waits until you're so tired of the pain and the desperation and everything else in life and then it strikes when you're at your weakest. You can't defend yourself, you might not even want to and then it drags you down and you fall fall fall.
Eventually you will find something, you will understand that the nothingness is like a shadow that clouds everything, lets everything seem dark and hollow and empty, while right beneath this lair of darkness everything is still there. Nothing is gone. The nothingness didn't took anything. It just made you believe it did and you believed it, because it made you feel like there is nothing left. Well, nothing was ever gone or lost in the first place.
When you realize that, you can stop falling, you can hold onto whatever you might be able to find behind that lair of darkness. There is something, there always will be. I promise. I promise that myself.
The world and life might be dark and scary and unfair in so many ways, but I believe in that something, even if it stands against an army of nothingness. I still believe and I will win. I won't let the nothingness consume me. I won't.