Dienstag, 1. Mai 2018

Anime: Zankyou no Terror

Dear Anime.



Hm… Ein Teil von mir würde ganz gerne, gar nicht über diesen Anime schreiben. Deshalb habe ich es auch länger vor mir hergeschoben. Aber gut, ich will auch nicht nur nichts zu dem Anime schreiben, weil das in gewisser Weise angenehmer wäre. Immerhin ist und bleibt es ein Anime, den ich geschaut habe und den ich sogar sehr lange schauen wollte.

Genre: Drama, Mystery
Länge: 11 Episoden je 23 Minuten (Staffel 1)
Jahr: 2014
Kurzbeschreibung: Tokyo has been decimated by a terrorist attack, and the only clue to the culprit's identity is a bizarre internet video. While paranoia spreads, two mysterious children form "Sphinx," a clandestine entity determined to pull the trigger on this world.

Story: Wie schon oben erwähnt, wollte ich den Anime schon seit einer Weile schauen, was unter anderem viel damit zu tun hatte, dass jemand auf Twitter viel über den Anime geschrieben hat, weil die Person ihn sehr liebte. Diese Leidenschaft hat dann bei mir den Wunsch verstärkt, mir den Anime endlich mal anzuschauen, was ich auch davor schon seit einer Weile tun wollte.
Als ich dann wirklich in der Stimmung für das war, was er Anime zu sein schien, habe ich ihn angefangen zu schauen und leider sehr schnell gemerkt, dass ich bereits eine viel zu genaue Vorstellung von dem hatte, was ich wollte, was der Anime ist. Ich hatte Erwartungen entwickelt und das scheinbar nicht zu knapp.
Der Anime ist definitiv nicht schlecht. Er ist gut gemacht und sehr stimmungsvoll und ich kann nach wie vor nachvollziehen, warum die Person ihn so sehr mag, aber für mich haben meine Erwartungen alles ein bisschen kaputt gemacht.
Ich muss auch sagen, dass ich Krimi-Geschichten, was diese hier auch ein bisschen ist, meistens nicht sonderlich reizvoll finde. Auch hier verstehe ich wieder, warum es einem sehr gut gefallen kann, aber ich glaube, ich habe einfach zu viel Krimi-Zeug gesehen, da meine Mutter immer viele Krimi-Serien geschaut hat und ich sie mir mitangesehen habe.
Natürlich heißt das nicht gleich, dass ich gar nichts mag, was irgendwie in Richtung Krimi geht, aber hier war es einfach noch ein zusätzlicher Faktor, der für den Anime eher so meh gemacht hat. Dabei finde ich den Ermittler an sich als Charakter ziemlich cool. Aber dazu dann unter Charaktere mehr.
Es ist auch definitiv nicht allzu sehr krimilastig, da viel mehr auch die Seite der Täter, also der Terroristen, gezeigt wird und das wiederum mag ich sehr. In der Hinsicht geht es mehr in Richtung Thriller und ich fand es auch wirklich spannend, zu rätseln, was genau hinter den beiden Terroristen steckt, was ihre Geschichte, ihr Ziel ist.
Ich würde auch behaupten, dass es durchaus recht gut erzählt wird, aber… irgendwie zu wenig. Insgesamt, auch etwas auf das ich unter Charaktere noch mehr eingehen werde, habe ich nicht wirklich eine engere, emotionale Bindung zu den Charakteren aufbauen können und das ist mir eigentlich mit das allerwichtigste in Geschichten. Die Charaktere sind der Grundbaustein, also sollte die Story auf ihnen aufbauen und nicht alles ‚nur‘ Story sein. Vielleicht ist das aber auch nur eine etwas eigensinnige Sichtweise von mir selbst.
Die Story ist nicht schlecht erzählt und die Charaktere sind natürlich in alles eingewebt und sie sind diejenigen, die die Story vorantreiben. Besonders letzteres finde ich auch immer sehr wichtig. Auch hat alles seinen Sinn und seine Logik und den Storyansatz des Anime finde ich richtig gut.
Es war nur alles absolut nicht das, was ich erwartet habe und ich denke, ich hätte mir vor allem die Charaktere besser ausgearbeitet gewünscht bzw hätte ich gerne sehr viel mehr Einblick in sie erhalten. Es hat sich für mich alles sehr oberflächlich angefühlt und das finde ich schade.
Besonders auch Lisas Rolle in der ganzen Geschichte kam bei mir
sehr unüberzeugend und dementsprechend enttäuschend rüber. Ich wollte sie als Charakter, vor allem als weiblichen Charakter, wirklich mögen, aber in viel zu vielen Bereichen ist sie wieder das sehr klischeehafte, naive Mädchen und diese Art von Charakter mag ich einfach nicht. Auch dazu nochmal unter Charaktere mehr.
Insgesamt würde ich sagen, dass es vor allem meine vorherigen Erwartungen waren, die den Anime für mich weitaus weniger spaßig zu schauen gemacht haben, als er hätte sein können. Nichtsdestotrotz wären mir die Charaktere wahrscheinlich so oder so nicht besonders stark ans Herz gewachsen, da der Anime das für mich einfach nicht hergibt. Die Geschichte ist allerdings so oder so spannend erzählt und es ist ein relativ guter Anime mit einer bittersüßen Stimmung und tollen Visuals.

Charaktere: Wie bereits erwähnt, fehlt mir hier irgendwie einiges. Die Charaktere sind natürlich da und die guten Ansätze auch. Ich glaube, am liebsten mag ich tatsächlich den Ermittler, dessen Namen ich gerade leider nicht mehr weiß (danke, schlechtes Namensgedächtnis). Und ich glaube, das liegt auch tatsächlich daran, dass man abgesehen von Lisa am meisten Einblick in ihn gewinnt, er die Story am ehesten voranbringt und sich für mich einfach insgesamt am ehesten als vollständiger Charakter anfühlt.
Lisa ist die andere Geschichte… Am Anfang hatte ich noch ziemlich viel Hoffnung, was sie betrifft und von ihrer Backgroundstory wird auch etwas mehr gezeigt, was dann allerdings auch recht schnell wieder ziemlich bedeutungslos wird.
Es ist zwar das, was sie zu der Person macht, die sie ist, aber darüber hinaus ist sie einfach nicht viel und das finde ich sehr schade. Ich bin mir sicher, dass sie ein sehr interessanter Charakter hätte sein können, wegen der Rolle, die sie in der Geschichte einnimmt, aber diese Rolle scheint sie nicht einmal besonders gut auszufüllen.
Wie oben bereits erwähnt, ist sie eher ein sehr klischeehaftes, naives Mädchen, dass ‚nichts kann‘ und quasi einfach in alles mit reingezogen wird. Das ist einfach niemals eine besonders gute Rolle.
Was Nine und Twelve betrifft, die zwei Terroristen, mochte ich das ganze Mysterium, das sich um sie rankt. Die Frage danach, was sie wollen und warum. Davon hat mir auch die Auflösung ziemlich gut gefallen, obwohl man es hat kommen sehen und es jetzt meiner Meinung nach nichts wirklich bahnbrechendes war. Die Charaktere an sich haben mir gut gefallen und ich war neugierig auf sie, aber eben diese Neugierde wurde nie so richtig befriedigt.
Für mich hat es sich sehr danach angefühlt, als wären die beiden einfach nur ihre Vergangenheit und das Ziel, was sie zu erreichen versucht haben, was vielleicht auch irgendwo der Gedanke war, aber ich hätte mir einfach sehr viel mehr gewünscht.
Five fand ich eigentlich nur nervig, auch wenn sie eine ebenso
interessante Rolle in der Geschichte einnimmt, wie Lisa es hätte tun können. Ich mag Fives Rolle als Charakter sehr, das hat mich auch am Ende ziemlich überrascht und ihr zum Schluss nochmal ein paar Punkte bei mir eingebracht.
Also insgesamt lässt sich zu den Charakteren sagen: Ja, weniger ist manchmal mehr, aber in diesem Fall ist es ein bisschen zu wenig. Die Hintergründe von den Charakteren sind ja da, aber einiges mehr an Ausarbeitung dieser Charaktere hätte mich sehr viel mehr in die Geschichte hineingezogen.


Fazit: Der Anime ist nicht schlecht und wahrscheinlich hätte er mir ein wenig besser gefallen, wenn ich nicht diese Erwartungen gehabt hätte. Aber die Erwartungen waren nunmal da und auch unabhängig davon, wären mir die Charaktere zu oberflächlich gewesen. Ich bin da aber auch etwas sehr anspruchsvoll. Die Geschichte an sich ist spannend und uninteressant sind die Charaktere definitiv nicht. Mir selber hat der Anime bloß an einigen Stellen ziemlich zu wünschen übrig gelassen, aber ich mochte die Spannung, die Idee und die düstere Stimmung, die auch viel durch die Farbgebung des Anime geschaffen wird. Wem die Kurzbeschreibung zusagt, also gerade eher dieser detektivische Aspekt und der Hintergrund dieser Terroristen, der kann sich den Anime durchaus ansehen und wird ihn wahrscheinlich auch mögen.

Freitag, 20. April 2018

Status-Update #5

Hobby-Chaos, endlich Yoga und viel Sims

Ach ja, was mache ich momentan nur mit diesem Blog hier, hm? Was mache ich überhaupt momentan mit meinem Hobby-Chaos und warum kommt mir das alles mal wieder so vor, als würde ich es schleifen lassen? Ach Leben.

Hobby-Zeug: Ich habe ja einen ganzen Haufen von Hobbys, für alle, die es noch nicht wissen. Und uff, momentan kommt mir das mal wieder alles sehr chaotisch vor. Aber vielleicht ist das auch einfach der Normalzustand? Ich habe eher zwischen dem Chaos Phasen, in denen es ganz gut klappt und ich es alles einigermaßen gemanagt bekomme. Es ist so frustrierend, weil ich gerne alles hinbekommen würde, aber dann kommt natürlich auch noch so ein Gefühl von ''Interessiert doch sowieso keinen'' hinzu und uff. Dieses trügerische Gefühl! Es interessiert mich und das sollte eigentlich schon genug sein.
Der andere Faktor ist natürlich Zeit und Konzentration. Dadurch, dass jetzt wieder Uni ist und auch davor durch ein paar Dinge ist das jetzt alles wieder etwas schwieriger. Aber na ja, dieses Kämpfen darum macht das Ganze ja auch irgendwie aus, macht es wichtig, denke ich.
Auf jeden Fall bin ich nach wie vor sehr motiviert zu Dingen und ich werde es einfach immer weiter und weiter und weiter probieren und wer weiß, vielleicht schaffe ich irgendwann ja doch mal eine dauerhafte Regelmäßigkeit. Vielleicht sollte das aber auch gar nicht das Ziel sein. Immerhin sind es meine Hobbys und keine strikte To-Do-Liste, die ich um jeden Preis abarbeiten muss.
Ich tue all diese Dinge, weil sie mir Spaß machen und diesen Spaß will ich auf keinen Fall verlieren, denn dann hätte das Alles wirklich keinerlei Sinn mehr.

Zocken: Siiiiiiiiiiiiiiims!!! Da habe ich momentan wieder eine ziemlich krasse Phase, wobei es jetzt gerade nicht ganz so extrem ist, aber es war in letzter Zeit sehr präsent und auch gedanklich ist Sims bei mir mal wieder sehr weit im Vordergrund. Ich kann es einfach nicht ändern: Ich liebe dieses Spiel!
Zurzeit ist es vor allem das Häuser-Bauen, was mich fasziniert und woran ich so unfassbar viel Spaß habe. Durch den Youtube-Kanal SimFans.de fühle ich mich total inspiriert und dementsprechend ist auch mein eigener Youtube Let's Play Kanal aktuell sehr Sims 4 lastig, was ich irgendwie sehr cool finde. (Ja, ich sollte auch all die anderen angefangenen Spiele endlich mal weiterspielen, ich weiß! /o\)
Mal schauen, wie sich das da so in nächster Zeit weiterentwickelt. Ich habe auf jeden Fall Spaß und das ist ja das wichtigste. :D
Ah und außerdem habe ich Fire Emblem Heros angefangen, was mir wirklich Spaß macht. Es ist ein Handy-Strategie-Spiel, zumindest würde ich es jetzt mal so beschreiben. Mit Fire Emblem hatte ich bisher nie irgendetwas am Hut, deshalb bin ich mit den ganzen Charas etwas überfordert, aber ich mag die Fantasy-Welt und bisher habe ich echt Spaß an dem Spiel.

TOO SOFT, DAMN IT!: Habe ich es schon mal so oder so ähnlich genannt, als ich darüber geschrieben habe, wie leicht zu verletzten ich manchmal bin? Bestimmt. 'Too soft' beschreibt mich nämlich leider teilweise echt zu gut.
Gegen gewisse Dinge habe ich natürlich schon vor langer langer Zeit Mauern aufgebaut und da reagiere ich dann auch eher sehr defensiv und versuche einfach nur, meine Mauern beziehungsweise mein viel zu weiches Herz dahinter zu verteidigen. Aber na ja, dieses Verteidigen klappt eben manchmal doch nicht ganz so gut oder ich habe dann plötzlich Feinde in den eigenen Reihen.
Jap, letzteres beschreibt besonders gut, was zuletzt passiert ist. Meine eigenen Leute haben sich einfach gegen mich gewandt und mein Herz angegriffen. Nein, mit 'meine eigenen Leute' meine ich jetzt definitiv nicht meine Freunde oder ähnliches, sondern wirklich mich selbst sowie mein Kopf und mein Herz. Die dachten sich einfach, dass sie mal ein bisschen in bestimmten Wunden rumbohren und obwohl das nichts Neues ist, drang es dieses Mal doch ziemlich unschön nach außen und das erschreckt mich doch sehr...
Ich weiß, dass ich jemand bin, der sich sehr schnell an 'Kleinigkeiten' wie dem Tonfall oder bestimmten Worten aufhängt und mein Hirn ist da sehr ausdauernd, wenn es darum geht, mich immer wieder an diese kleinen Details zu erinnern und mir wieder und wieder zu sagen, wie weh diese Kleinigkeiten doch tun, wodurch sie dann plötzlich zu einer großen Sache für mein Herz werden, obwohl sie das gar nicht sind.
Meinungsverschiedenheiten und die daraus folgenden Diskussionen sind ja eh so eine Sache bei mir... Eine Sache, vor der ich am liebsten so weit wie möglich davonrennen möchte. Auf der anderen Seite gibt es dann auch wieder Themen, bei denen ich einfach nicht mehr die Klappe halten will und kann und uff, es ist alles sehr anstrengend.
Um dem Ganzen dann noch die Krone aufzusetzen, kommen meine Unsicherheiten und Ängste und schreien mir noch weitere Lügen zu, bohren noch mehr in diesen Wunden herum und ahhhh! Sowas braucht doch nun wirklich keiner!
Also, Hirn, Herz, reißt euch doch bitte mal ein bisschen mehr zusammen und versetzt nicht immer gleich alles in Panik, dankeschön!

Nebenjob und Praktikum!: So, wenn ich das hier jetzt so dramatisch reinschreibe, schaffe ich es vielleicht auch endlich endlich mal mich wieder ernsthafter darum zu kümmern! Ja, es ist verdammt angsteinflößend, aber vom Aufschieben wird es ja auch nicht besser, im Gegenteil.
Wäre echt toll, wenn ich dieses Wochenende zumindest mal gewisse Vorarbeiten schaffen würde aka Dinge mal raussuchen und nach ''Will ich am liebsten'' usw. ordnen würde. Das wäre schon mal ein sehr sinnvoller Anfang, auf dem ich dann aufbauen kann.

Serien: Zu diesem Unterpunkt gibt es gerade eigentlich eher weniger zu sagen. Ich schaue theoretisch die neue Staffel von Shadowhunters, wobei es sich schon um die dritte Staffel handelt. Ich glaube, langsam werde ich etwas wärmer mit dem Jace der Serie? Bin mir aber nicht ganz sicher. Vielleicht kann der Schauspieler einfach nur gut diese Dramatik spielen, die der Charakter gerade in der Serie durchmacht. Aber hey, das ist ja auch schon mal was cooles!
Ansonsten bin ich bei der Serie aber doch um einiges weniger voller Feels, als man eigentlich meinen sollte und als ich selber es mir wünschen würde. Immerhin liebe ich die Bücher, auf denen die Serie basiert. Es sind sogar meine Lieblingsbücher, würde ich behaupten. Vielleicht ist es aber auch genau deswegen. Die Serie kommt einfach nicht an das Gefühl ran, dass mir die Bücher damals gegeben haben.
Das macht die Serie an sich natürlich nicht schlecht und ich mag sie ja auch und finde auch die Schauspieler eigentlich alle sehr cool und für ihre Rollen passend (Jace ist mir da als Einziges ein Dorn im Auge). Aber hmpf... Na ja, es ist eben eine Serie, die nur auf den Büchern basiert und ja.
Ansonsten sind da nur ein paar Serien, die ich mal wieder weiterschauen sollte, wofür ich momentan aber nicht richtig die Zeit habe beziehungsweise nicht richtig in der Stimmung bin. Ich hänge lieber Ewigkeiten auf Youtube rum. Na ja.

Anime: Ich hatte ja mal die zweite Staffel von Uta-no Prince-sama angefangen, aber... na ja, die Phase ist irgendwie schon wieder so halb vorbei? Dann wollte ich 07-Ghost schauen auf der Rückfahrt von Bremen nach Frankfurt, aber daraus ist irgendwie auch nicht wirklich was geworden.
Na ja, spätestens wenn es mit der dritten Staffel von Free! dann weitergeht, bin ich wieder dabei. Wobei ich auch sagen muss, dass die dritte Staffel von My Hero Academia auch sehr weit oben auf meiner Liste steht und die läuft ja gerade.
Irgendwann werde ich wieder irgendwas binge-watchen. Oder so. ;D

Lesen: Habe ich gerade wieder gestern mit 'angefangen'. Mich hat es so aufgeregt, dass ich da erneut so einen Hänger hatte, weil es zuvor doch so gut hinbekommen hatte. Aber na ja, es ist, was es ist. Solange ich jetzt wieder dazu zurückfinde, ist ja alles gut. Und wie bereits erwähnt, vielleicht geht es irgendwo einfach eben um diesen Kampf darum, weil es das zu etwas wichtigem macht.
Bei der Leiste hier rechts auf dem Blog könnt ihr ja sehen, was ich gerade am Lesen bin und wie da mein Fortschritt momentan ist.

Schreiben: Das läuft, so wie immer. :D Nichtsdestotrotz sollte ich es nicht als selbstverständlich ansehen, auch wenn es so felsenfest in meinem Alltag drin ist. Mal abgesehen davon, dass es dann immer mal wieder so Tage gibt, wo ich es dann auch mal wirklich ausfallen lassen kann, gerade weil ich da sonst so regelmäßig bei bin.
Jetzt im April ist auch wieder CampNaNoWriMo. Wer's nicht
kennt, einfach mal googeln. Die super kurze Kurzfassung wäre: Es ist eine Schreibchallenge. Diesen Monat habe ich, mal wieder, ein neues Schreibprojekt am Start und zwar ''Lebensfarben'', was schon für mich ein sehr besonderes Projekt ist, da es viele Elemente hat, mit denen ich mich bisher eher weniger beschäftigt habe. Dazu zählen Aliens und Apokalypse. Außerdem ist es ein Projekt, das mir auch persönlich sehr am Herzen liegt, da ein Charakter drin vorkommt, der auf meiner besten Freundin Riri basiert und ein Charakter, der auf mir selber basiert.
Bisher bin ich bei der Geschichte noch etwas am Struggeln, eben weil sie diese Besonderheiten hat und vieles noch etwas unklar und unausgearbeitet für mich ist. Aber nichtsdestotrotz macht es viel Spaß, das alles mal auszuprobieren und ich bin gespannt, wie sich die Geschichte noch entwickeln wird.

Gesundes Essen und Yoga!?: Na ja gut, wie gesund mein Essen nun wirklich ist, wäre eben die Frage. Aber ich liebe definitiv Nudelsalate, habe diese Woche viel Wraps gegessen und vor allem habe ich jetzt mal so ein Joghurt-Müsli-Nuss-Früchte-Dings als Frühstück probiert und finde das schon ziemlich cool. Ich bin jetzt nicht super informiert, was nun wirklich aus welchen Grunden wie gesund ist, aber gefühlt ist es zumindest gesund und damit fühle ich mich gut.
Wer weiß, vielleicht habe ich ja irgendwann mal richtig Zeit, Lust und Energie, um mich mehr mit 'der richtigen Ernährung' zu beschäftigen, da ich mir ziemlich sicher bin, dass Essen und Essverhalten einfach sehr viel beeinflusst und hey, alles was ich irgendwie in Richtung besser beeinflussen könnte, ist ja zumindest mal einen Blick wert.
Das habe ich mir auch bei dieser Yoga-Sache gedacht, weil ich das wirklich schon lange mal machen wollte. Wie bei so vielem habe ich mir da aber immer wieder irgendeine Ausrede überlegt, warum ich es nicht machen kann. Tja, zu diesem Semester habe ich es dann endlich geschafft, all diese Ausreden zu eliminieren. Ich habe mir eine Yoga-Matte organisiert, Sport-Kleidung gekauft und ja, dann habe ich mich angemeldet, ganz alleine.
Das war eigentlich die wohl größte Hürde an der Geschichte – mich alleine zu etwas anzumelden und dann auch noch was sportliches. /o\ Aber ich habe es getan und war inzwischen schon zwei Mal beim Yoga und es gefällt mir richtig gut. Habe mich auch gleich ein bisschen mit einer Person angefreundet, die beim Pförtner nach der Halle gefragt hatte, wodurch ich wusste, dass sie auch zu dem Kurs geht und dadurch habe ich dann gleich gesagt „Da muss ich auch hin“. Ja, so einfach kann es manchmal gehen. ;D

Bis zum nächsten Post!

Freitag, 13. April 2018

Buch: Murphy - Rache ist süß von Nicole Gozdek

Dear Books.


Dieses Buch hat mich soooooo sehr überrascht! Ich bin immer noch ziemlich geflasht, obwohl ich inzwischen schon wieder ein anderes Buch durchgelesen habe. (Go, Abarbeitung meiner Buchliste für 20180, go! :'D)

Genre: Fantasy
Umfang: 281 Seiten (Taschenbuch Ausgabe)
Sprache (gelesen in): Deutsch
Erstausgabe: 14.10.2017 Verlag: Drachenmond Verlag
Kurzbeschreibung: „Rache ist süß, Ein Unglück kommt selten allein, Liebe macht blind…“
Sie sind mehr als nur Sprichwörter. Unsichtbar und unsterblich leben sie unter uns. Einer von ihnen ist Murphy, die Verkörperung von Murphys Gesetz: Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen. Er liebt es, Chaos zu verbreiten, Dinge zu zerstören und den Menschen Streiche zu spielen.
Als jedoch eines Tages Murphys Chaosmagie Amok läuft und das Leben seines Rivalen Archie (Rache ist süß) zerstört, schwört dieser, Murphy das Leben zur Hölle zu machen. Doch Murphy wäre nicht Murphy, wenn er sich dies einfach gefallen lassen würde, und so entbrennt innerhalb kürzester Zeit ein Kleinkrieg, der die Gemeinschaft der Lebenden Sprichwörter zu spalten droht…

Story: Wie schon geschrieben hat mich dieses Buch wirklich sehr überrascht, was wohl mit damit zusammenhängt, dass ich keine besonderen Erwartungen hatte und das ist eigentlich immer ein sehr guter Ausgangspunkt, um positiv überrascht zu werden und genau diesen Fall hatte ich hier.
Vom Klappentext her hat mich die Geschichte schon sehr angesprochen, da lebende Sprichwörter eine interessante Idee sind, über die ich so noch nichts gelesen hatte. Auch klang Murphy gleich nach einem coolen Charakter und Chaos und Streiche haben sowieso irgendwie was spannendes und interessantes.
Und ich wurde definitiv nicht enttäuscht! Vor allem in Kombination mit Archie und den ganzen anderen lebenden Sprichwörtern ist Murphy ein sehr lustiger, sympathischer Charakter genau nach meinem Geschmack. Dazu gleich unter Charaktere mehr. Hier jetzt nur so viel: Die Charaktere, gerade die recht vielen, unterschiedlichen Charaktere machen die Geschichte aus, so wie es sein sollte.
Natürlich ist auch alles ziemlich chaotisch, was aber auch einfach zu Murphy passt und ebenso zu der Vielzahl an Charakteren und diesem Kleinkrieg. Ich für meinen Teil fand es aber definitiv nicht zu chaotisch, sondern im Rahmen und die eigentliche Story war keinesfalls schwierig zu verfolgen.
Tatsächlich gibt es in der Geschichte auch ein bisschen Rumgerätsel, wo ich teilweise das Gefühl hatte, dass manche Erkenntnisse etwas random kamen und einfach durch irgendwelche nicht näher beschriebenen Gedankengänge zu Stande kommen, was dann ziemlich unnachvollziehbar war und mir das Gefühl gegeben hat, irgendetwas verpasst zu haben.
Aber das ist tatsächlich nur ein kleiner Kritikpunkt, denn ich habe es sooo sehr gefeiert, wie die Geschichte sich entwickelt hat und ach. ♥ Ich will nicht spoilern, deswegen kann ich nicht genauer darauf eingehen, was genau passiert, aber es hat mich wirklich sehr lächeln lassen und... ich sage mal so viel: Ich scheine echt ein Händchen dafür zu haben, Bücher zu finden, in denen etwas bestimmtes passiert/vorkommt, ohne dass ich überhaupt davon wusste.
Keine Ahnung, ob diesen kleinen Tipp jetzt irgendjemand versteht, aber gut. Das Wichtigste ist ja auch: Es passieren coole, unerwartete Dinge, die dafür gesorgt haben, dass ich die Geschichte erst recht sehr mochte.
Neben dem sehr witzigen Kleinkrieg geht es vor allem um Murphy an sich und seine Vergangenheit, um es mal möglichst neutral zu formulieren. Ich weiß nicht so ganz, was ich über die Auflösung dieser Sache denke und das Gleiche gilt für das Ende an sich, wobei mich das, was am Ende-Ende passiert ist, wieder hat lächeln lassen. Aber... ich hätte es mir irgendwie etwas anders gewünscht, denn ich denke, dass am Ende doch recht viel von Murphys Charakter irgendwo verloren geht und das ist irgendwie sehr schade.
Aber ich verstehe trotzdem, wieso das Ende ist wie es ist und es ist kein schlechtes Ende, würde ich zumindest nicht sagen. Es hat mir trotzdem gefallen und es macht schon Sinn in Anbetracht dessen, was vorher passiert ist und aufgeklärt wurde.
Im Hinblick auf alles insgesamt tut es der Geschichte nicht wirklich einen Abbruch. Es hat wirklich Spaß gemacht, Murphy zu begleiten, all die Charaktere ein wenig kennenzulernen und seine Vergangenheit zu enträtseln. Ein paar Kleinigkeiten machen nicht so ganz Sinn, aber da kann man gut drüber hinwegsehen, da sich alles andere sehr spaßig lesen lässt und dazu führte, dass ich das Buch gar nicht mehr weglegen wollte.

Charaktere: Wie schon geschrieben ist mir Murphy echt schnell sehr ans Herz gewachsen und im Laufe der Geschichte habe ich ihn nur immer mehr liebgewonnen. Als Streiche spielendes Sprichwort ist er wie zu erwarten sehr schadenfroh und kreativ, wenn man es so nennen kann. Aber das ist natürlich nur eine Facette seines Charakters. Er ist nämlich auch ziemlich anti anderen Sprichwörtern gegenüber und dementsprechend doch recht einsam, zumindest zu Beginn der Geschichte.
Jetzt lässt mich gerade mein Hirn etwas im Stich, was den Namen des Jungen betrifft, der sich so ein bisschen an Murphy ranhängt, der er ihn (und auch Archie) so bewundert... Na ja, auf jeden Fall hat er so ein bisschen eine zwischen den Stühlen stehende Rolle und macht das Chaos zwischen Murphy und Archie nicht unbedingt besser, eher im Gegenteil unterstützt er Murphy auch noch und macht es schlimmer. Zu Anfang war ich, ähnlich wie Murphy, etwas genervt von dem Jungen, aber auch er wächst einem über die Zeit ans Herz.
Was ich von Archie halten soll, weiß ich nicht so ganz. Als Charakter an sich von seiner Art und seinen Eigenschaften gefällt er mir nicht sooo gut, aber das ist einfach nur persönlicher Geschmack. Seine Rolle in der Geschichte ist auch nicht gerade die sympathischste, da Murphy ihn nicht leiden kann, offensichtlich, sonst würde es ja zu keinem Kleinkrieg zwischen den Beiden kommen. Er ist ein ziemlich eingeschnappter Charakter, der aber auch mehr Tiefgang hat, als zunächst vermuten lässt beziehungsweise als Murphy weiß, da er Archie ja nicht leiden kann, ihn aber mehr oder weniger gezwungenermaßen etwas besser kennenlernt im Laufe der Geschichte.
Ähnliches gilt für die anderen Nebencharaktere, vor allem diejenigen, die ihm dann quasi ihre Hilfe aufzwingen, wovon er zunächst natürlich auch alles andere als begeistert ist.
Das Coole an den Charakteren ist natürlich, dass sie auf Sprichwörtern basieren und durch diese bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten besitzen, was sehr interessant und faszinierend ist, wobei die Charaktere auch nie auf ihre Sprichwörter reduziert sind, sondern dazu noch andere Eigenschaften haben, ihr Sprichwort-Sein macht sie aber auch definitiv aus und ist einfach ein Teil von ihnen.
Ich fand es sehr witzig wie manche lebenden Sprichwörter dargestellt werden und werde jetzt bestimmt immer an diese Charaktere denken müssen, falls irgendjemand mal eins dieser Sprichwörter benutzen sollte. Aus Sprichwörtern Charaktere zu machen, ist wirklich eine sehr coole Idee.

Fazit: Ich bin so so froh, mir dieses Buch auf der Frankfurter Buchmesse 2017 gekauft zu haben! Es hat mich mehr als nur einmal sehr überrascht, auf eine durch und durch positive Weise. Murphy als etwas grumpiger Charakter, der mit niemandem so wirklich was zu tun haben will und Archie schon mal gar nicht leiden kann, hat mir wirklich gut gefallen. Auch die Idee an sich Sprichwörter zum Leben zu erwecken, in dem sie die Form von bestimmten Charakteren annehmen, finde ich sehr cool und toll umgesetzt. Hier und da hätte ich mir ein bisschen mehr Gedankengänge oder etwas andere Entwicklungen gewünscht, aber das ist Geschmackssache. Definitiv ein empfehlenswertes Buch, das mich sehr viel mehr gepackt hat, als ich zuerst annahm.

Dienstag, 27. März 2018

Schubladen-Fallen

Ordentlich liegen sie da, einsortiert, jeder an seinem Platz. So sollte es sein. So sollte es immer sein. Simpel, nicht unbedingt Schwarz und Weiß, aber ruhig Rosa und Blau, natürlich in verschiedenen Farbtönen, verschiedenen Nuancen, doch immer Rosa und Blau. Denn so sind sie: Rosa und Blau und niemals eine andere Farbe, niemals eine Variation, niemals Lila oder Grün oder Orange oder jede andere Farbe, die einem einfällt. Nein, es gibt nur Rosa und Blau, alle anderen Farben existieren nicht.
Und sie sind natürlich so von Geburt an. Rosa oder Blau kommen sie auf die Welt, niemals anders. Denn es gibt ja keine anderen Farben und selbst wenn, dann sind es doch nur ein paar Wenige, nicht? Die können ruhig ignoriert werden. Die zählen ja nicht. Die Mehrheit ist Rosa oder Blau. So ist es und so wird es immer sein.
So war es auch von Anfang an, nicht? Sie kamen mit einem bestimmten Aussehen, einer bestimmten ‚Funktion‘ zur Welt und das ist wichtig. Das müssen sie wissen und jeder andere muss es wissen und es muss deutlich zu erkennbar sein. Weil sonst… Ja, was sonst? Sonst wäre alles Chaos? Ordnung. Oh ja, die Ordnung. Die ach so wichtige Ordnung. Und das Vorbereiten, das Eingliedern, die ‚Funktion‘ erfüllen. Dafür sind sie da, nicht? Sie müssen Rosa oder Blau sein, sonst macht nichts mehr einen Sinn.
Also werden sie eingepfercht in ihre Schubladen, schön sortiert. Vielleicht dürfen sie mal die Schublade wechseln, aber auch nur ein einziges Mal. Sonst wird es zu chaotisch, zu verwirrend, zu komplex. Und niemand will das. Wir brauchen doch alle Ordnung und alles muss einen Namen haben und definiert werden.
Oh ja, das ist alles so so wichtig. Es ist wichtiger als alles andere. Wir sind schließlich darauf angewiesen. Wir müssen wissen, woran wir sind. Es muss alles leicht einzuordnen, leicht zu benennen, leicht zu verstehen sein. Also reduzieren wir es auf das Mininum: Zwei – Rosa und Blau.

Diese zwei Farben, diese zwei Kategorien, diese zwei… Formen (?) des Menschseins, Mann und Frau. Was sonst sollte es da geben, nicht? Wieso sollte es kompliziert sein? Menschen haben diese zwei Hauptgeschlechtsorgane und darin lassen sie sich einordnen. Warum nicht? Wo sollte es da ein Problem geben? Warum sollten wir uns nicht auf unsere Hauptgeschlechtsorgane reduzieren und in zwei Schubladen einordnen? Die zwei Schubladen reichen doch. Da ist doch genug Platz. Rosa und Blau sind doch genug Farben.
Was ist schon Individualität? Was ist schon Persönlichkeit? Es muss doch einfach sein und ordentlich. Es muss doch Sinn machen und für jeden verständlich sein. Komplexität, kleine Details, feine Unterschiede und Andersartigkeiten, andere Denkmuster und abweichende Gefühle – niemand braucht das. Es existiert doch gar nicht, nichts davon. Nein, wir sind nur unsere Oberfläche, nur unsere Hauptgeschlechtsteile, die uns Rosa oder Blau machen, die uns zu einem Mann oder einer Frau machen.
Oh und natürlich, du kannst ja einmal wechseln, kannst von Rosa zu Blau werden, von Blau zu Rosa. Aber nur einmal und nur zwischen Rosa und Blau. Denn andere Farben gibt es nicht. Was sollte da auch sein außer Rosa und Blau und ihre Nuancen? Mischungen aus diesen beiden Farben? Komplett andere Farben? Nein, es geht doch nur um dein Hauptgeschlechtsteil. Das bestimmt alles.
Wir sind schließlich Tiere, nicht? Menschen sind ja auch nur Tiere, nur Säugetiere. Wir wollen uns die ganze Zeit nur reproduzieren, nichts als Sex, nichts als Partnersuche und Kinder großziehen. Nur daraus besteht unser Leben, nicht? Jeder will das doch – Sex und einen Partner und eine Familie. So sind wir Menschen und nur so. Das ist ordentlich, vernünftig, logisch, verständlich.

Wie, dir geht es anders? Wie, du willst dich nicht in dieses System einfügen, in welcher Form auch immer? Tja, dann hast du Pech gehabt, weil du dann einfach nicht existierst.
Es gibt kein Dazwischen, kein Beides, kein Nichts oder Alles, keine anderen Farben, keine Details und Individualitäten. Niemand ist in irgendeiner Form anders, wir sind alle gleich. Wir sind alle die gleichen Tiere mit ihren zwei unterschiedlichen Hauptgeschlechtsorganen, die unser Leben bestimmen. Nicht?
Ich überdramatisiere nicht. Ich mache es einfach, mache es eindeutig. Sonst wäre doch alles zu schwierig, zu komplex. Das mag doch keiner. Ignorieren wir einfach all die anderen Ebenen, all die tiefer gehenden Gedanken, all die Gefühle, die sich nicht mit einem einzigen Wort beschreiben lassen. Ignorieren wir doch den Rest des Schrankes, abgesehen von den Rosa- und Blau-Schubladen. Ignorieren wir diese freien, namenlosen Fächer und anderen Schubladen. Die braucht doch keiner. Zwei Schubladen reichen vollkommen. Mehr braucht der Schrank Mensch nicht.

So fühlt es sich an. So klingt es oftmals, zumindest für mich, wenn von Mann und Frau gesprochen wird. Ich verstehe den Wunsch nach Ordnung, irgendwo. Aber nein, irgendwie nicht einmal das. Warum? Warum Mann und Frau? Warum nicht Mensch und Mensch? Manche Menschen haben dieses Geschlechtsorgan, manche ein anderes. Manche fühlen sich so und manche fühlen sich so. Manche haben diese Ansicht und manche eine andere. Manche denken so und manche denken so.
Da werden immer Schubladen sein, in die Mensch hineingepresst wird, natürlich. Da werden sogar immer Schubladen sein, in die Mensch selber zu passen versucht. Weil es einfach ist und ein Gefühl von Zusammengehörigkeit gibt und es ist ordentlich. Schubladen, Kategorien, Label – Sie sind nicht komplett sinnlos.
Aber meistens machen sie nur bedingt Sinn. Jeder ist mehr als die Schublade, in die Mensch von anderen Menschen gepresst wird. Niemand ist nur eine einzige Kategorie, nur eine Schublade. Manche mögen sehr stark in eine Schublade gehören und sich sehr stark damit identifizieren, aber selbst dann sind sie nicht die Schublade. Sie sind immer mehr. Jeder einzelne von uns ist immer mehr.
Wir sind alle komplexer, haben viele Eigenschaften, Schwächen, Stärken, Talente, Interessen. Das Alles macht uns aus. Das Alles ist, was wir sind. Wir sind nicht unser Geschlecht und schon gar nicht unser Geschlechtsorgan. Wir sind nicht nur Rosa oder Blau. Wir können Rosa oder Blau sein, natürlich. Aber wir können auch jede andere Farbe sein. Wir sind keine Tiere und selbst Tiere sind nicht nur Blau und Rosa.
Es gibt so so viele Farben. Wieso sollten wir nur zwei davon sein? Wieso sollte es nur diese zwei Schubladen geben? Wieso sollte unser Hauptgeschlechtsorgan ein solch großer Faktor in unserem Leben sein?
Es spielt doch keine Rolle. Es ist doch völlig egal, was für ein Geschlechtsorgan du besitzt oder haben möchtest. Für die Gesellschaft, für alle anderen ist es egal. Für dich selber ist es wichtig. Aber sonst sind wir vor allem eines: Menschen. Wir sind alle Menschen mit unseren menschlichen Gefühlen und Gedanken. Darauf kommt es an – aufs Menschlich Sein. Menschlich und bunt und jeder so, wie er eben ist, mit allem.

Ich bin ein Mensch. Ein oftmals widersprüchlicher Mensch mit nicht selten viel zu vielen Gefühlen und vor allem viel zu vielen Ängsten. Ich bin nicht mein Geschlechtsorgan. Ich bin auch kein Einhorn, auch wenn das bestimmt cool wäre, wobei sicherlich auch Einhörner ihre Probleme haben.
Ich bin ich. Und für mich selber brauche ich kein Label, keine Schublade, schon gar nicht eine über mein Geschlecht. Ja, es gibt Label mit denen ich mich eher identifiziere als mit anderen und ich bin froh, dass so viele Menschen da draußen sind, die über ihre Labels, ihre Erfahrungen berichten, sodass andere erkennen können, dass es nicht nur Rosa und Blau gibt, sondern viele viele andere Schubladen, freie Fächer, Kategorien oder wie auch immer Mensch es nennen möchte.
Wir müssen uns nicht einordnen, unterordnen, verbiegen lassen. Wir sind frei, zumindest was unsere Gedanken und Gefühle betrifft. Wir sind wir, nicht mehr und nicht weniger.

Dienstag, 20. Februar 2018

Buch: Goldene Fesseln von Nakkita

Dear Books.


Ahhhhh! Ich weiß gar nicht, wie ich diesen Blogpost überhaupt richtig anfangen soll! Also, okay, jetzt fange ich ihn anscheinend so an. Auch gut.

Genre: Fantasy, Science Fiction, Gay Romance
Umfang: 747 Seiten (Taschenbuch Ausgabe)
Sprache (gelesen in): Deutsch
Erstausgabe: 12.08.2017 Verlag: Independently published (über Amazon)
Kurzbeschreibung: Van wird vom rücksichtslosen Prinzen Chronos versklavt und dazu verdammt, eine Statue zu Ehren des eingebildeten Tyrannen zu bauen. Doch als Van seine impulsive Seite zeigt, erkennt der Prinz das Potential seines Sklaven und bildet ihn zum Kämpfer aus. Und auch sonst findet Chronos Gefallen an seinem persönlichen Spielzeug...

Gesamteindruck bzw. kleine Hintergrundgeschichte: Dieses Buch ist etwas ganz ganz besonderes für mich und das muss ich hier definitiv auch erwähnen! Es ist nämlich tatsächlich das zweite Mal, dass ich diese Geschichte lese. Zum ersten Mal habe ich sie auf fanfiktion.de gelesen, wo ich Nakkita und ihre Geschichten auch kennen und lieben lernte. Bevor das passierte, bin ich ihr aber schon auf Twitter gefolgt und ich denke mal, auch wenn ich etwas gebraucht habe, bis ich wirklich zum Lesen ihrer Geschichten gekommen bin, könnte ich mich schon als ''Fan der ersten Stunde'' bezeichnen und ich habe auch bereits auf fanfiktion.de viele viele Kommentare zu ihren Geschichten hinterlassen. Deshalb nehme ich mir auch jetzt ganz viel Zeit, dieses Kommentar zu schreiben.
Ich bin nämlich wirklich so unendlich glücklich, dieses Buch in meinem Regal stehen haben zu können. Inzwischen hat Nakkita als E-Books zwar auch noch einige andere Geschichten von ihr veröffentlicht, aber als festes Buch gibt es bisher nur Goldene Fesseln. Ich warte sehnsüchtig auch noch auf die anderen, da sie definitiv auch in mein Regal gehören.

(Kleine Warnung: Möglicherweise etwas spoilerig. Ich versuche es so klein und so wenig zu halten, wie es geht. Letztendlich ist es aber immer jedem selbst überlassen, ab wann er etwas als Spoiler empfindet.)

Story: Wie beschreibt man denn eigentlich eine Geschichte, die einen jetzt schon zwei Mal so sehr in ihren Bann gezogen hat, wie fast keine andere? Es ist schwer in Worte zu fassen, was genau es ist, dass mich so sehr an Nakkitas Geschichten fasziniert und dann auch noch zu sagen was genau davon auf Goldene Fesseln zu trifft.
Zunächst einmal gefällt mir der Ansatz von Goldene Fesseln, also die Ausgangssituation sehr gut. Auch wenn es nicht direkt was Neues ist, dass jemand Übermächtiges Völker versklavt, ist es in der Konstellation mit Van und Chronos noch einmal eine ganz andere Situation, auch wenn es am Anfang nicht wirklich danach aussehen mag, da Van wie zu erwarten sehr wütend ist, Chronos hasst und auf Rache an ihm sinnt. Chronos auf der anderen Seite entwickelt eine gewisse Faszination für Vans Aufmüpfigkeit.
Ich könnte hier jetzt natürlich die ganze Entwicklung ihrer Beziehung beschreiben, aber ich will ja auch nicht spoilern, da eben diese Entwicklung es ist, die den größten Teil der Geschichte ausmacht. Dabei bekommt Nakkita es sehr gut hin, dass auch alle anderen Elemente eine wichtige Rolle spielen und, falls diese Rolle nicht ganz so wichtig ist, zumindest genügend Erwähnung finden. So lässt sich zum Beispiel die Größe des Universums, in dem Goldene Fesseln spielt, erahnen, da einige andere Rassen, abgesehen von Vans und Chronos Rasse, vorkommen.
Und obwohl die Geschichten größtenteils nur an etwa drei verschiedenen Orten, an einem davon hauptsächlich, spielt, ist eindeutig, dass noch viele andere Orte, ja ganze andere Planeten und Universen existieren.
All das allein finde ich schon sehr faszinierend, vor allem auch weil es so gut in die Geschichte eingearbeitet ist, sodass man an keinem Punkt das Gefühl hat, mit Informationen überladen zu werden.
Im Vordergrund steht aber tatsächlich die Beziehung zwischen Van und Chrono, von der ich auch ohne allzu viel zu spoilern erzählen kann, denn ich liebe liebe liebe ihre Beziehung einfach so sehr! Dieser starke Kontrast zwischen den beiden Charakteren, die Gemeinsamkeiten, die dennoch vorhanden sind und die Art und Weise, wie sich alles zwischen ihnen entwickelt, wie sich immer wieder was verändert und sie neue Aspekte aneinander kennenlernen! Ich könnte die ganze Zeit darüber reden, wie gut mir das gefällt.
Denn und das ist eins der Dinge, die ich am meisten an Nakkitas Geschichten bewundere: Es wird zu keinem Zeitpunkt (zu) kitschig, sondern hält sich irgendwie immer auf einem sehr... realistischen Level, wenn man es so nennen möchte. In der Realität gibt es natürlich auch viele sehr kitschige Menschen, aber in Nakkitas Geschichten ist die Liebe zwischen einzelnen Charakteren zwar meist sehr extrem und geradezu bedingungslos, aber dennoch nicht völlig kopflos und blind, sondern sehr durchdacht und komplex. Ich bewunderte das so so sehr!
Und da ich diese Beziehungssache schon so toll durchdacht und perfekt ineinander greifend finde, kann man sich nur denken, dass es mir auch mit dem Rest der Geschichte so geht. Auch hier ist die Entwicklung sehr interessant. Vor allem auch die Stellen, an denen sehr unerwartete Ereignisse auftreten und sich toll ins große Ganze einfügen.

Charaktere: Die Hauptcharaktere Van und Chronos sind so sehr Liebe für mich. Zu meiner Schande muss ich auch gestehen, dass ich mich schon beim ersten Mal lesen der Geschichte eigentlich sofort in Chronos verliebt habe, obwohl oder vielleicht sogar gerade weil er ein sehr brutaler Tyrann ist.
Was mir an ihm so gut gefällt, ist wieder dieser Kontrast. Ich lebe für kontrastreiche, irgendwo sehr widersprüchliche Charaktere. Chronos ist dafür wirklich ein Paradebeispiel. Abgesehen davon, dass er ein gnadenloser Tyrann ist, ist er nämlich auch ziemlich kindisch, trotzig und neigt zu Wutausbrüchen. Er ist sehr stolz und lässt sich so gut wie nie irgendetwas sagen und handelt oft sehr instinktiv. Zudem ist er auch sehr... schüchtern, zumindest wenn es um ein ganz bestimmtes Thema geht, da er sich damit vor lauter Scham einfach gar nicht auskennt.
Van auf der anderen Seite ist ein sehr entschlossener Charakter mit einem starken Sinn für Gerechtigkeit und hm. Vom Charakter an sich her ist er sehr viel simpler. Er hat auf jeden Fall eine ganze Menge Mut, ein sehr starkes Durchhaltevermögen und ein unfassbar großes Herz, so wie sehr viel Feinfühligkeit und Verständnis. Ach ja, Van habe ich wirklich auch sehr gerne.
Es ist einfach so schön, wie diese zwei Charaktere sich ergänzen und über die Zeit zueinander finden. Wie da immer etwas sein wird, dass sie trennt und genauso immer etwas, das sie verbindet und einander nahe bringt.
Auch die Nebencharaktere in Goldene Fesseln sind alle ziemlich interessant und, noch etwas, dass Nakkita immer sehr gut hinbekommt, sie schafft es, dass selbst die unliebsamsten, anatagonistischsten Charaktere am Ende noch Sympathien bekommen und nicht einfach nur stumpf böse, sondern ihre eigenen Beweggründe und Schwächen und Lieben haben und ach. ♥ Auch das trifft auf die Nebencharaktere in dieser Geschichte ohne Zweifel zu. Da ist auch der Überraschungseffekt jedes Mal recht groß, würde ich sagen.

Fazit: Ich empfinde so viel Liebe für diese Geschichte! Natürlich kann ich sie da nur weiter empfehlen. Wer gerne Gay Romance liest und Lust auf etwas andere Fantasy und eine wirklich interessante Beziehungsentwicklung hat, ist mit diesem Buch auf jeden Fall an der richtigen Adresse. Das Universum, in dem die Geschichte spielt, ist sehr lebendig und auch die Nebencharaktere haben Tiefe. Die Entwicklung der Liebesbeziehung ist auf keinen Fall (zu) kitschig, sondern baut sehr viel auf den vielen Unterschieden und dennoch vorhandenen Gemeinsamkeiten der Charaktere auf. Und ja, die Liebesgeschichte steht im Vordergrund, aber auch die Geschichte drumherum ist wirklich toll gemacht und alles fügt sich wunderbar zusammen.

Mittwoch, 14. Februar 2018

Status-Update #4

Viele Serien, ein wundertolles Buch und auch sonst produktiv. Oder so.

Eventuell ist es dem Kaffee zu schulden, den ich gerade getrunken habe, aber ich bin gerade sehr davon überzeugt, dass 2018 für mich bisher ein sehr motiviertes und ''erfolgreiches'' Jahr war und ich bin mir sogar recht sicher, dass es auch weiterhin motiviert und noch erfolgreicher sein kann und sein wird.

Serien: Ja, fangen wir tatsächlich mal mit diesem Thema an. Ich denke, so ziemlich jeder, der studiert und gerne Serien schaut, kennt es, dass in der Prüfungsphase natürlich ganz besonders viele Serien geschaut werden. Gut, meine Prüfungsphase bestand dieses Semester aus genau einer einzigen Klausur, aber hey, Prüfungsphase!!!
Na ja, es liegt wohl auch eher daran, dass Youtube tatsächlich nur noch recht wenig für mich zu bieten hat, zumindest zur Zeit, und das, was ich gerne schaue, kommt immer so in Happen, dass ich zwischendurch halt einfach auf Serien oder Anime 'zurückgreifen' muss, was mich teilweise etwas nervt, aber auch definitiv sein Gutes hat.
So habe ich zum Beispiel endlich die 7. Staffel von The Walking Dead geschaut (wobei ich dazu eher dadurch gekommen bin, dass meine Schwester und ich die Staffel meinem Vater zum Geburtstag geschenkt haben, aber gut). Und ich muss sagen, dass ich die Staffel wirklich gefressen habe und bei Folge 14 so dachte ''Hm, wie viele Folgen hat die 7. überhaupt? Oh, 16. Na, dann schaue ich sie jetzt einfach mal eben zu Ende''. Jap, so einfach läuft das auch bei mir manchmal mit dem Serien schauen.
Ansonsten habe ich aus dem zuvor erklärten Youtube-Grund mit Black Mirror angefangen und zwar aus Versehen gleich mit der vierten Staffel, aber gut, da jede Folge eine eigene Geschichte hat, ist das jetzt nicht wirklich dramatisch. Bisher haben mir auch die meisten Geschichten recht gut gefallen. Eine fand ich bescheuert, dafür mochte ich eine andere besonders gerne.
Des weiteren hat es auch Skins geschafft, dass ich die Serie mal anfange, was ich schon länger vorhatte, da sie nach einer guten Serie klang, die ich nebenbei schauen kann und ich denke, damit hatte ich auch recht. Wobei in der letzten Folge, die ich geschaut habe, doch was ziemlich interessantes passiert ist und ich jetzt neugieriger darauf hin, weiter zu schauen. ;D
Was mich ein bisschen momentan an dieser Serien-Situation stört – keine der zwei Serien, die ich jetzt momentan schaue, schaue ich wirklich aus... Überzeugung, wenn man das so formulieren will. Es ist wirklich eher Zeitvertreib und das finde ich irgendwie etwas schade. Aber na ja, da wird schon auch nochmal wieder eine Serie kommen, bei der ich richtig leidenschaftlich dabei bin. Vielleicht sollte ich einfach wieder weiter die 12. Staffel von Supernatural schauen.

Anime: Hier gibt es jetzt nicht ganz sooo viel zu berichten. Ich habe jetzt endlich mal Zankyou no Terror durchgeschaut und hmpf, ich hatte wirklich zu viele Erwartungen, I guess. Zeigt mal wieder, wie doof sowas ist. Na ja, dazu werde ich dann demnächst mehr in einem Blogpost schreiben.
Ich habe aber gerade eben Devilman Crybaby angefangen, was bei der Veröffentlichung dieses Blogposts durchaus schon durchgeschaut sein könnte. Zum ersten Eindruck sage ich mal nur so viel – ich bin etwas irritiert vom Zeichenstil, aber es passt und ich glaube, ich kann drüber hinwegschauen. Es ist auf jeden Fall interessant und irgendwie zumindest gefühlt mal was ganz anderes (was wahrscheinlich auch vor allem am Zeichenstil liegt).

Lesen: Ich habe dieses Jahr tatsächlich schon zwei Bücher beendet! \o/ Gut, bei Goldene Fesseln wurde es auch wirklich mal Zeit, aber hey, bei dem Buch habe ich mir eben Zeit gelassen, weil ich die Geschichte beim ersten Mal so gefressen habe. Goldene Fesseln zählt also nicht wirklich, weil ich es im Januar wirklich einfach nur fertig gelesen habe.
Aber dann kam gleich danach ein Buch, das mich sehr sehr überrascht hat und ein absoluter Glückskauf war. Murphy: Rache ist süß heißt das Buch und ich freue mich schon darauf, den Blogpost dazu zu schreiben, denn es hat mich wirklich sehr in den Bann gezogen und ach, ganz viel Liebe für dieses Buch. ♥
Mein Vorhaben, mehr zu lesen, hat also erstmal sehr gut angefangen. Auch wenn ich, da mir dieses Buch so sehr gefallen hat, nicht direkt danach ein neues anfangen konnte und wollte. Aber jetzt sollte ich mal langsam wieder dazu bereit sein. Ihr könnt dann hier an der Seite auf meinem Blog sehen, welches Buch das ist.

Zocken: Ach ja, an dieser Front sieht es nach wie vor recht leer aus. Aber tatsächlich ist auch hier eine große Sache zu berichten – ich habe wieder sehr sehr viel Spaß an Subnautica. Das Spiel ist jetzt komplett im Full Release draußen und ja, das habe ich einfach mal zum Anlass genommen, zu dem Spiel zurückzukehren. (Besonders weit bin ich ja eh nie gekommen.^^) Natürlich muss ich das auch wieder alles aufnehmen und auf meinen Let's Play Kanal hochladen, da ich ja nichts anderes zu tun habe, aber gut. (Schaut doch mal vorbei, falls ihr Interesse habt. ;D)

Schreiben: Yay, die Front an der eigentlich immer alles sehr gut läuft! :D Auch wenn ich jetzt vermehrt Kommentare bekommen habe, dass ich mich doch mal bitte kürzer fassen sollte. Jap, Rumschwafeln ist leider meine Schwäche beim Schreiben... Na ja, ich lebe damit. Gerade Herzschlag ist zwar eine Überarbeitung von einer früheren Version, aber richtig editiert oder tausend Mal ''perfektioniert'' sind die Kapitel nun wirklich nicht. Den Anspruch habe ich da auch gar nicht an mich selbst. Falls ich es irgendwann mal richtig als Buch rausbringen sollte, dann würde ich das tun, aber sonst, who cares. Über die Zeit werde ich da vielleicht besser und achte da mal mehr drauf, aber nah, I'm fine.
Ich will jetzt unbedingt meine Yuri on Ice Fanfiktion wieder aufnehmen, kümmere mich wieder gewissenhafter ums Posten am Sonntag. Die vergessenen Könige ist jetzt meine zweite, komplett eigene Geschichte, bei der ich alle zwei Wochen ein neues Kapitel auf Fanfiktion.de poste. Würde mich freuen, wenn ihr mal vorbei schaut. ^-^

Uni-Kram: Habe jetzt Semesterferien! \o/ Das heißt auch, dass ich meine letzte Japanisch Klausur hinter mir habe und ich habe sogar den mündlichen Teil der Prüfung gut überstanden! Ich kann's immer noch nicht so richtig glauben, dass ich jetzt wohl nie wieder Japanisch Unterricht haben werde. So surreal. Aber ich will auf jeden Fall versuchen, die Sprache nicht ganz zu verlernen, da ich sie wirklich sehr mag.
Es steht noch ein Essay an und eine Hausarbeit werde ich in diesen Semesterferien auch schreiben. Hoffentlich komme ich es dann auch mal endlich auf die Reihe, wie genau das jetzt mit den ganzen CP und Modulscheinen und so weiter funktioniert, da herrscht bei mir eine ziemlich große Verwirrung.^^
Oh und jetzt in den Semesterferien will ich mich auf jeden Fall mal um einen Praktikumsplatz oder auch mehrere im Verlag kümmern und ein dauerhafter Nebenjob wäre auch ganz gut, mal schauen.

Bis zum nächsten Post!

Freitag, 9. Februar 2018

TV Show: Dark

Dear TV Shows.


Willkommen zum Kommentar über meine Serie 2017!
Ja, eigentlich mache ich solche 'Favoriten-Behauptungen' oder sowas nicht unbedingt, aaaber hier an dieser Stelle will ich da mal nicht so sein, weil aus Gründen.

Genre: Crime, Drama, Mystery, Sci-Fi, Thriller
Länge: 10 Episoden je 60 Minuten (Staffel 1)
+ Fortsetzung folgt!(?)
Jahr: 2017 –
Kurzbeschreibung: A family saga with a supernatural twist, set in a German town, where the disappearance of two young children exposes the relationships among four families.

Gesamteindruck: Ja, das ist eine (die erste komplett?) deutsche Netflix Serie und ja, hier ist jetzt trotzdem eine englische Kurzbeschreibung und so, weil... why not. Das war es aber nicht, was ich an dieser Stelle anmerken wollte. Sondern was ganz anderes – diese Serie hat mich so sehr überrascht! Und ich habe sie so gesuchtet und *-* Ich bin so gespannt darauf, wie es weitergeht! Ahhh! Okay, geht wieder. Aber – ahhhhh! Jetzt, jetzt geht’s wirklich wieder.

Story: Ich muss ja schon sagen, dass ich ein sehr großer Fan davon bin, wie in dieser Serie die Story erzählt wird. Es findet quasi alles auf zwei (bis drei?) Ebenen statt und wenn ich das jetzt genauer erläutern würde, wäre das eigentlich ein Spoiler, also sage ich da mal jetzt nicht mehr zu, aber wer die Serie geschaut hat, wird ja wissen, was ich meine. Ich für meinen Teil finde es sehr cool und vom Timing her gut gemacht, wie die Geschichte auf diesen Ebenen erzählt und dabei immer wieder zwischen diesen Ebenen gewechselt wird, wodurch sich nach und nach alles entfaltet und anfängt, Sinn zu ergeben und sich zum großen Ganzen zusammenzufügen.
Auch wie die Serie Mystery und Spannung aufbaut und damit umgeht, hat mir sehr gut gefallen. Vieles bleibt sehr lange im Dunkeln (haha), während dennoch von Zeit und Zeit und im Laufe der Geschichte insgesamt so gut wie alle Fragen aufgeklärt werden.
Dann und wann ist zwar alles etwas verwirrend und ich habe zugegebenermaßen die Serie recht schnell durchgeschaut, sodass es nicht passieren konnte, dass ich allzu vieles vergessen konnte. Aber als Mensch, der nichts nichtsdestotrotz ziemlich vergesslich ist, hat sich mir dennoch alles sehr gut erschlossen, was im Laufe der Geschichte bisher schon aufgeklärt wurde.
Auch das Rumrätseln und Theorisieren hat mir bei dieser Serie wieder viel Spaß gemacht, da ich sowas echt gerne mag, ich aber mit ''stumpfen'' Krimi-Serien nichts anfangen kann. Dementsprechend kann man sich leicht denken, dass ich natürlich das übernatürliche Element der Serie sehr sehr mag und auch wirklich gut umgesetzt finde. Das ganze Thema, auf das es hinausläuft, ist nicht unbedingt wenig umstritten, würde ich mal behaupten, aber meiner Empfindung nach hat die Serie es sehr gut gemacht, dadurch dass sie ihre ganz eigene Erklärung/Theorie für das Phänomen findet und dieses sogar auch noch weiter in Frage stellt.
Was auch noch zu sagen wäre – ja, das ganze Mystery-Feeling ist
teilweise etwas sehr... erzwungen würde ich nicht sagen, aber es ist schon etwas übertrieben durch zum Beispiel das Wetter und ähnliche Atmosphäre schaffende Elemente beeinflusst, was einigen vielleicht etwas viel und künstlich vorkommen könnte. Mir selber gefällt es sehr gut.
Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass mich eine deutsche Serie so sehr fesseln könnte, aber oh, Dark hat das definitiv geschafft und zwar wie!

Charaktere: Neben dem tollen Mystery- und dem noch besseren übernatürlichem Element, macht Dark vor allem die Familiendynamik aus und ach, wie unfassbar ich das liebe! Mir war vorher nie so klar, wie cool ich eigentlich solche Familiengeschichten finde! Jetzt bin ich da dank dieser Serie etwas schlauer.
Also, ja, es geht um mehrere Familien, die Zusammenhänge zwischen diesen, die verschiedenen Generationen der Familien und ihr Leben in der Kleinstadt und natürlich wie das alles mit dem Crime und Mystery und Übernatürlichem der Geschichte verknüpft ist.
Zeitweise bin ich extrem durcheinander gekommen mit den ganzen Charakteren, da es wirklich viele sind, vor allem, wenn man bedenkt, dass die erste Staffel nur 10 Folgen hat. Dazu kommt dann noch, dass ich nicht besonders gut im Namen merken bin und... ja... Nicht unbedingt die besten Voraussetzungen, um diese Serie zu schauen. Aber letztendlich habe ich trotzdem alles verstanden, also würde ich mal behaupten, dass man auch ohne super gutes Gedächtnis Spaß an der Serie haben kann.
Was auch sehr zugesagt hat – wie abgefuckt die Charaktere teilweise sind. Dafür habe ich einfach ein Herz. Schließlich sind ''normale'' Charaktere einfach nur super langweilig, meistens zumindest. Da finde ich es viel spannender, wenn Charaktere ausrasten, lügen, fies sind und dadurch sogar noch irgendwie zusammenfinden oder die größten Fehler überhaupt machen, einem Irrglauben folgen, in Fallen tappen... Ach, so viel Liebe einfach für diese Serie, ihre Charaktere und ihre Art, die Geschichte zu erzählen.
Natürlich lässt sich bei den Charakteren und auch der Geschichte selber einiges an Klischee finden, aber ich denke dennoch alles so gut und interessant gemacht, dass ich mich daran nicht störe und sogar sagen würde, dass es gut passt und alles sich cool zusammenfügt.

Fazit: Wie gut mir die Serie gefallen hat, muss ich, glaube ich, nicht nochmal wiederholen. Ich tue es trotzdem: Sie ist so toll! Also zumindest fand ich sie sehr toll. Ich liebe es, wie Mystery und Spannung aufgebaut und aufrecht erhalten werden. Mir gefällt die gloomy Stimmung, auch wenn ich mir vorstellen kann, dass einige sie übertrieben und künstlich finden. Ich mag es sehr, wie abgefuckt die Charaktere sind und wie sich die ganze Story entwickelt. Auch dieser ganze Familiendrama-Part spricht mich total an.
Ich bin wirklich unfassbar gespannt, was da noch kommt und so so froh, diese Serie geschaut zu haben. Wer sich auch darauf einlassen kann, dass es trotz allem eine deutsche Serie ist, aber eben eine wirklich Gute, und alles zuvor Genannte ansprechend findet, dem sollte auch das Schauen von dieser Serie gefallen.