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Mittwoch, 14. Februar 2018

Status-Update #4

Viele Serien, ein wundertolles Buch und auch sonst produktiv. Oder so.

Eventuell ist es dem Kaffee zu schulden, den ich gerade getrunken habe, aber ich bin gerade sehr davon überzeugt, dass 2018 für mich bisher ein sehr motiviertes und ''erfolgreiches'' Jahr war und ich bin mir sogar recht sicher, dass es auch weiterhin motiviert und noch erfolgreicher sein kann und sein wird.

Serien: Ja, fangen wir tatsächlich mal mit diesem Thema an. Ich denke, so ziemlich jeder, der studiert und gerne Serien schaut, kennt es, dass in der Prüfungsphase natürlich ganz besonders viele Serien geschaut werden. Gut, meine Prüfungsphase bestand dieses Semester aus genau einer einzigen Klausur, aber hey, Prüfungsphase!!!
Na ja, es liegt wohl auch eher daran, dass Youtube tatsächlich nur noch recht wenig für mich zu bieten hat, zumindest zur Zeit, und das, was ich gerne schaue, kommt immer so in Happen, dass ich zwischendurch halt einfach auf Serien oder Anime 'zurückgreifen' muss, was mich teilweise etwas nervt, aber auch definitiv sein Gutes hat.
So habe ich zum Beispiel endlich die 7. Staffel von The Walking Dead geschaut (wobei ich dazu eher dadurch gekommen bin, dass meine Schwester und ich die Staffel meinem Vater zum Geburtstag geschenkt haben, aber gut). Und ich muss sagen, dass ich die Staffel wirklich gefressen habe und bei Folge 14 so dachte ''Hm, wie viele Folgen hat die 7. überhaupt? Oh, 16. Na, dann schaue ich sie jetzt einfach mal eben zu Ende''. Jap, so einfach läuft das auch bei mir manchmal mit dem Serien schauen.
Ansonsten habe ich aus dem zuvor erklärten Youtube-Grund mit Black Mirror angefangen und zwar aus Versehen gleich mit der vierten Staffel, aber gut, da jede Folge eine eigene Geschichte hat, ist das jetzt nicht wirklich dramatisch. Bisher haben mir auch die meisten Geschichten recht gut gefallen. Eine fand ich bescheuert, dafür mochte ich eine andere besonders gerne.
Des weiteren hat es auch Skins geschafft, dass ich die Serie mal anfange, was ich schon länger vorhatte, da sie nach einer guten Serie klang, die ich nebenbei schauen kann und ich denke, damit hatte ich auch recht. Wobei in der letzten Folge, die ich geschaut habe, doch was ziemlich interessantes passiert ist und ich jetzt neugieriger darauf hin, weiter zu schauen. ;D
Was mich ein bisschen momentan an dieser Serien-Situation stört – keine der zwei Serien, die ich jetzt momentan schaue, schaue ich wirklich aus... Überzeugung, wenn man das so formulieren will. Es ist wirklich eher Zeitvertreib und das finde ich irgendwie etwas schade. Aber na ja, da wird schon auch nochmal wieder eine Serie kommen, bei der ich richtig leidenschaftlich dabei bin. Vielleicht sollte ich einfach wieder weiter die 12. Staffel von Supernatural schauen.

Anime: Hier gibt es jetzt nicht ganz sooo viel zu berichten. Ich habe jetzt endlich mal Zankyou no Terror durchgeschaut und hmpf, ich hatte wirklich zu viele Erwartungen, I guess. Zeigt mal wieder, wie doof sowas ist. Na ja, dazu werde ich dann demnächst mehr in einem Blogpost schreiben.
Ich habe aber gerade eben Devilman Crybaby angefangen, was bei der Veröffentlichung dieses Blogposts durchaus schon durchgeschaut sein könnte. Zum ersten Eindruck sage ich mal nur so viel – ich bin etwas irritiert vom Zeichenstil, aber es passt und ich glaube, ich kann drüber hinwegschauen. Es ist auf jeden Fall interessant und irgendwie zumindest gefühlt mal was ganz anderes (was wahrscheinlich auch vor allem am Zeichenstil liegt).

Lesen: Ich habe dieses Jahr tatsächlich schon zwei Bücher beendet! \o/ Gut, bei Goldene Fesseln wurde es auch wirklich mal Zeit, aber hey, bei dem Buch habe ich mir eben Zeit gelassen, weil ich die Geschichte beim ersten Mal so gefressen habe. Goldene Fesseln zählt also nicht wirklich, weil ich es im Januar wirklich einfach nur fertig gelesen habe.
Aber dann kam gleich danach ein Buch, das mich sehr sehr überrascht hat und ein absoluter Glückskauf war. Murphy: Rache ist süß heißt das Buch und ich freue mich schon darauf, den Blogpost dazu zu schreiben, denn es hat mich wirklich sehr in den Bann gezogen und ach, ganz viel Liebe für dieses Buch. ♥
Mein Vorhaben, mehr zu lesen, hat also erstmal sehr gut angefangen. Auch wenn ich, da mir dieses Buch so sehr gefallen hat, nicht direkt danach ein neues anfangen konnte und wollte. Aber jetzt sollte ich mal langsam wieder dazu bereit sein. Ihr könnt dann hier an der Seite auf meinem Blog sehen, welches Buch das ist.

Zocken: Ach ja, an dieser Front sieht es nach wie vor recht leer aus. Aber tatsächlich ist auch hier eine große Sache zu berichten – ich habe wieder sehr sehr viel Spaß an Subnautica. Das Spiel ist jetzt komplett im Full Release draußen und ja, das habe ich einfach mal zum Anlass genommen, zu dem Spiel zurückzukehren. (Besonders weit bin ich ja eh nie gekommen.^^) Natürlich muss ich das auch wieder alles aufnehmen und auf meinen Let's Play Kanal hochladen, da ich ja nichts anderes zu tun habe, aber gut. (Schaut doch mal vorbei, falls ihr Interesse habt. ;D)

Schreiben: Yay, die Front an der eigentlich immer alles sehr gut läuft! :D Auch wenn ich jetzt vermehrt Kommentare bekommen habe, dass ich mich doch mal bitte kürzer fassen sollte. Jap, Rumschwafeln ist leider meine Schwäche beim Schreiben... Na ja, ich lebe damit. Gerade Herzschlag ist zwar eine Überarbeitung von einer früheren Version, aber richtig editiert oder tausend Mal ''perfektioniert'' sind die Kapitel nun wirklich nicht. Den Anspruch habe ich da auch gar nicht an mich selbst. Falls ich es irgendwann mal richtig als Buch rausbringen sollte, dann würde ich das tun, aber sonst, who cares. Über die Zeit werde ich da vielleicht besser und achte da mal mehr drauf, aber nah, I'm fine.
Ich will jetzt unbedingt meine Yuri on Ice Fanfiktion wieder aufnehmen, kümmere mich wieder gewissenhafter ums Posten am Sonntag. Die vergessenen Könige ist jetzt meine zweite, komplett eigene Geschichte, bei der ich alle zwei Wochen ein neues Kapitel auf Fanfiktion.de poste. Würde mich freuen, wenn ihr mal vorbei schaut. ^-^

Uni-Kram: Habe jetzt Semesterferien! \o/ Das heißt auch, dass ich meine letzte Japanisch Klausur hinter mir habe und ich habe sogar den mündlichen Teil der Prüfung gut überstanden! Ich kann's immer noch nicht so richtig glauben, dass ich jetzt wohl nie wieder Japanisch Unterricht haben werde. So surreal. Aber ich will auf jeden Fall versuchen, die Sprache nicht ganz zu verlernen, da ich sie wirklich sehr mag.
Es steht noch ein Essay an und eine Hausarbeit werde ich in diesen Semesterferien auch schreiben. Hoffentlich komme ich es dann auch mal endlich auf die Reihe, wie genau das jetzt mit den ganzen CP und Modulscheinen und so weiter funktioniert, da herrscht bei mir eine ziemlich große Verwirrung.^^
Oh und jetzt in den Semesterferien will ich mich auf jeden Fall mal um einen Praktikumsplatz oder auch mehrere im Verlag kümmern und ein dauerhafter Nebenjob wäre auch ganz gut, mal schauen.

Bis zum nächsten Post!

Donnerstag, 4. Februar 2016

04.02.2016 - Wir leben nicht, um zu funktionieren

Dear Sweet Heart

Zuerst war ich genervt von der ganzen Lernerei und wütend auf mich selbst, weil es nicht so klappen wollte und ich früher hätte anfangen sollen und all sowas. Danach habe ich mich selbst fertig gemacht und konnte kaum aufhören zu weinen, weil ich so traurig und auch verzweifelt war, dass ich es nicht hinbekomme.
Jetzt bin ich wieder wütend. Wütend auf dieses ganze System, auf diese ganze Leistungsgesellschaft, diesen ständigen Druck, dieses Funktionieren, diese Pflicht irgendetwas sein zu müssen.
Was soll denn der ganze Mist überhaupt!?

Es gäbe so viele bessere Möglichkeiten, wie man leben könnte, so viele bessere! Zumindest ist das in meinem Kopf so und es kommt mir auch so vor, als müsste es eigentlich so sein. Es muss andere Möglichkeiten geben. Ansonsten gehöre ich wirklich nicht auf diese Welt und viele andere mit mir.
Ich glaube sogar, dass niemand eigentlich für so etwas geschaffen ist, zumindest nicht wir Menschen. Irgendwann haben wir angefangen, uns das einzureden und manche können damit besser umgehen als andere, aber vollkommen glücklich ist damit niemand. Das kann ich mir einfach nicht vorstellen.
Das Leben ist doch mehr, als nur irgendwelchen Aufgaben nachzugehen und zu funktionieren! 1. ist es nicht so einfach und 2. sind wir verdammt nochmal keine Maschinen! Wir haben ein Herz, Gefühle, einen Verstand voller Ideen, Augen, um schönes zu sehen und Ohren um schönes zu hören, den Tastsinn um schönes zu fühlen. Wofür bräuchten wir all das, wenn wir bloß funktionieren sollten?

Wir vergessen es. Wir vergessen es so oft – dass wir nicht dazu gemacht sind, um einfach nur zu funktionieren. Die Gesellschaft sagt uns das, vermittelt uns dieses Bild. Sie vergisst aber eins dabei – den Zweck, den Nutzen. Wofür das Alles? Wofür sollen wir funktionieren? Einfach nur um zu überleben? Überleben, überleben ist nicht das Gleiche wie Leben.
Wofür haben wir denn eine halbwegs stabile Gesellschaft, wenn wir nicht einmal in ihr leben können? Was bedeuten schon Sicherheit und Freiheit, wenn wir vergessen haben, wie man lebt?
Immer heißt es nur „tue dies“, „sorge dafür“, „mach das noch“, „bezahle hierfür was“, „bezahle dafür was“, „geh zur Schule“, „schreib gute Noten“, „lerne viel“, „such dir einen ordentlichen Beruf“, „sieh zu, dass du Geld verdienst“!

Manche Verpflichtungen können auch schön sein. Manche Dinge zu lernen kann auch sehr viel Spaß machen. Manche Jobs können einem sehr viel Spaß machen.
Aber eben nicht allen. Wir sind alle verschieden. Das wird ja sowieso in diesem ganzen System immer und immer wieder vergessen.

Ich bin bisher recht gut zurechtgekommen. In der Schule hatte ich nie groß Probleme. Ich hatte nie Schwierigkeiten, Dinge zu lernen, hatte immer gute Noten und musste nicht einmal viel dafür tun. Ich war jetzt nicht die super Streberin und es ging mir auch nie darum super gute Noten zu haben, aber ich war zufrieden und oft auch sehr überrascht über meine guten Leistungen.
Trotzdem war ich natürlich froh, als ich dann aus der Schule raus war. Endlich keinen unnötigen Kram mehr lernen und endlich Dinge tun können, die ich wirklich tun wollte! Was ich natürlich dann auch erstmal nicht gemacht habe, aber gut. :'D

Jetzt studiere ich seit einem halben Jahr und es ist toll. Ich mag meine Studiengänge sehr und ich denke, ich werde sie auch beibehalten, eben weil ich sie mag und sie mich wirklich interessieren und inspirieren und mir Spaß machen. Das ist ja auch der Grund, warum ich überhaupt angefangen habe, diese Sachen zu studieren – weil sie mich interessieren und ich damit auch beruflich etwas tun möchte.
Daran wird sich wahrscheinlich auch nichts ändern, weil Literaturwissenschaften und Japanologie beides Dinge sind, die mich einfach sehr faszinieren und mich sehr geprägt haben.

Darum geht es auch gar nicht.
Und es geht auch nicht direkt darum, dass Uni was ganz anderes ist, als Schule. Oder vielleicht eher die Schule, an der ich war.
Das Niveau an einer Uni ist anders. Das Niveau in meinen Studiengängen ist anders. Anders als was? Anders als ich es erwartet habe? Anders als ich es mir wünschen würde?
Wahrscheinlich das – anders als ich es mir wünschen würde. Oder nein, eigentlich ist es ganz gut so. Was mich stört, ist das System, die Art zu studieren. Nicht das Studieren an sich, sondern wie es aufgebaut ist, wie es einem den Spaß an der Sache kaputt machen kann.

Ich weiß, dass ich nicht doof bin und wenn ich etwas lernen will, dann kann ich das und ich bin überzeugt, dass das bei Jedem so ist. Die Gesellschaft, die Schule oder auch Personen oder andere Dinge pflanzen uns da gerne andere Dinge ein.
Aber verdammt nochmal, darauf sollten wir auf keinen Fall hören. Jeder hat seine Stärken, jeder. Nur die können eben verdammt nochmal nicht an Noten gemessen werden und schon gar nicht an Noten in der Art, wie sie in der Schule ermittelt werden!
Für die Uni gilt in gewisser Weise das Selbe bzw. sollte dort eigentlich die Moral noch einmal eine ganz andere sein.

In der Schule muss man gezwungenermaßen gewisse Dinge lernen, weil sie eben wichtig sind. Dagegen sage ich überhaupt nichts. Es gibt schon einen Grund, warum es die Schule gibt und das ist auch gut so.
Aber an einer Uni ist man, weil man dort sein will und nicht, weil man muss.

Das ist es auch, was einem die Professoren immer wieder sagen und woran man sich selbst auch immer wieder erinnern sollte – ich bin hier, weil ich hier sein will, weil es mich meinem Ziel näherbringt, weil es mich interessiert.
Klar kann das immer mal ein bisschen schwanken und so, aber der Grundgedanke sollte die ganze Zeit über vorhanden sein, sonst macht die ganze Sache nicht so viel Sinn.

Soweit, so gut. Man ist aus freien Stücken dort und natürlich muss man sich bis zu einem gewissen Grad einem System unterwerfen. Einiges ist schon deutlich freier gestaltet als in der Schule. Man kann sich ja den Studiengang aussuchen, stellt sich den Stundenplan selbst zusammen, entscheidet selbst, was man wann machen will. Mit gewissen Einschränkungen, aber das ist ja auch okay.
Was ich nicht okay finde, ist, was teilweise von einem verlangt wird. Man soll so vieles kennen und wissen und sich merken und lernen und O___________O

Da sagen sie, sie sind anders, als die Schule und tue dann genau den gleichen Mist.

Ich bin nicht an der Uni, um unter Druck gesetzt zu werden! Ich bin nicht an der Uni, damit Erwartungen an mich gestellt werden! Ich bin nicht an der Uni, um zu irgendetwas gezwungen zu werden oder mich zu irgendetwas gezwungen zu fühlen!
Ich bin da, weil ich da sein möchte.

Bis zu einem gewissen Grad lassen sich all diese Dinge natürlich nicht vermeiden und Druck ist grundsätzlich ja auch gar nichts schlechtes, mir hilft er oft sogar sehr, aber argh!

Jeder hat sein eigenes Tempo, seine eigene Welt, sein eigenes Leben. Das gilt an einer Uni in gewissem Maße nochmal mehr als an einer Schule.
In der Schule sollte es darum gehen, dass alle sich ein gewisses Grundwissen aneignen und an der Uni kann man sein Wissen um das erweitern und vertiefen, was man gerne noch wissen möchte. Möchte, nicht muss.

Da kann, da darf die Uni keine Erwartungen an mich stellen, außer einer – dass ich da sein möchte, weil die Dinge mich interessieren.
Natürlich folgt darauf, dass ich die Dinge auch lernen muss und all sowas, aber bitte so wie ich das möchte, in meinem Tempo, weil ich es anders sowieso nicht kann! Das gilt für die Schule wie für die Uni – man kann nur das tun, was man eben tun kann. Man stößt an seine Grenzen und ja, man kann und sollte über sich hinauswachsen, aber man sollte dafür keinen zu hohen Preis zahlen müssen und sich nicht wertlos fühlen müssen.

Und noch vor all diesen Dingen sollten diese bescheuerten Erwartungen einem nicht den Spaß an der Sache verderben.
Wenn man etwas will, wirklich will, aus vollem Herzen, dann wird es auch was. Das wird aber ganz sicher nicht mit Zwang und Druck erreicht, niemals.
Ein bisschen Druck ist okay, um zu spüren, dass man etwas tun muss. Aber Fehler und Schwäche und Pausen machen zu müssen und Dinge nicht auf Anhieb zu können und sich auch mal Ruhe zu gönnen, das Alles sollte verdammt nochmal auch okay sein!

Wir leben nicht, um zu funktionieren, um irgendwelchen Erwartungen zu entsprechen und Aufgaben zu erfüllen.
Wir leben, um zu sein, wer wir sind, um das herauszufinden, um uns selbst und andere kennenzulernen, um Dinge zu lernen, Erfahrungen zu sammeln, um auch mal inne zu halten und einfach nur tief Luft zu holen. Wir leben so, wie wir es möchten.
Und verdammt nochmal, ich werde auch so studieren, wie ich es möchte!