Donnerstag, 21. Januar 2016

21.01.2016 - Zwei Zuhause

Dear Sweet Heart.

Ich wusste schon seit einer Weile, dass ich ausziehen wollte. Es war einfach ein tief in mir verwurzeltes Bedürfnis. Es war nicht unbedingt so, dass ich von Zuhause ganz unbedingt weg wollte. Ich habe mich dort gut gefühlt und hatte immer meine Familie um mich. Es war schön dort. Es ist noch immer schön dort in Bremen, meiner Heimatstadt.
Aber irgendwie habe ich einfach gefühlt, dass dort nicht meine Zukunft liegt. Seit ich wusste, dass ich sehr gerne in einem Verlag als Lektorin oder Übersetzerin oder zumindest was in die Richtung arbeiten würde, stand für mich schon immer fest, dass ich wegziehen würde.
Dass ich das jemals wirklich tun würde...

Ich glaube, ich habe das noch immer nicht richtig begriffen. Es war schon im Oktober, also vor über drei, fast vier Monaten. Wie kann ich das nach wie vor nicht richtig realisiert haben?
Wobei, ob realisieren für das, was ich fühle, überhaupt das richtige Wort ist... Ich habe ja schon irgendwie erkannt, dass in Frankfurt zu leben und zu studieren jetzt meine Realität ist und ich bin daran auch schon seit einer ganzen Weile gewöhnt, aber... Es ist irgendwie, als könnte ich nicht die ganze Tragweite dieser Entscheidung erfassen, als wäre es mir nicht wirklich möglich zu verstehen, was das Alles eigentlich wirklich bedeutet.
Vielleicht werde ich das nie. Vielleicht werde ich es nie ganz verstehen. Vielleicht werde ich nie irgendetwas ganz verstehen. Ich denke, das geht gar nicht. Man versteht immer nur Teile von etwas, aber nie das Ganze, ein Teil bleibt immer im Verborgenen, im Schatten.

Auch als ich über Weihnachten wieder in meiner Heimat Bremen war, konnte ich nicht wirklich nachvollziehen, was los war. Ich kann es einfach nicht begreifen. Es ist so abstrakt, so seltsam. All das, was ich in gewisser Weise zurückgelassen habe...
Es ist noch alles da. Meine Familie ist noch da. Der Kater ist noch da. Das Haus, in dem ich so lange gelebt habe, ist noch da. Mein Zimmer ist noch da. Es ist alles noch da.
Nichts hat sich verändert. Und gleichzeitig ist einfach alles anders. Ich habe mich verändert. Fast ohne es zu bemerken, habe ich mich verändert und so vieles einfach so hinter mir gelassen.

Ich habe es geschafft, meine Familie loszulassen. Natürlich sind sie alle noch da und ich brauche und liebe sie auch und das alles, aber... Sie sind nicht mehr ein solch großer Bestandteil meines Alltagslebens. Sie sind fast gar kein Bestandteil meines Alltagslebens mehr, solange ich in Frankfurt bin. Frankfurt, das jetzt mein Zuhause ist, mein zweites Zuhause.

Es ist so seltsam, wenn ich daran denke, wie ich überhaupt in Frankfurt gelandet bin. Was alles passieren musste, damit ich heute, jetzt gerade in Frankfurt und nicht irgendwo anders, vielleicht sogar noch in Bremen, bin. Es ist soweit weg irgendwie und doch weiß ich das Alles noch ganz genau und es ist fast, als wäre es noch gar nicht passiert, als würde es erst passieren oder als wäre es eine Geschichte, die ich gelesen habe...
Ich kann das nicht richtig beschreiben.

Irgendwie denke ich ja schon, dass es sowas wie Schicksal gewesen ist, dass mich letztendlich hier nach Frankfurt gebracht hat. Es gibt Dinge, die passiert sind, die ich mir nicht anders erklären kann und wenn ich erst daran denke, wie all diese Dinge zusammenhängen. Es können nicht bloß Zufälle sein. Das ist mir irgendwie zu verrückt, verrückter als an Schicksal zu glauben.
Ich habe wirklich das Gefühl, hier in Frankfurt sein zu müssen. Ich weiß, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Ich bereue es kein bisschen. Hier bin ich meinen Träumen, meinen Zielen so viel näher und es ist zwar immer noch ein harter Weg und es liegt viel Arbeit vor mir, aber ich glaube an mich selbst. Sonst wäre ich nicht hier. Wenn ich nicht an mich selbst glauben würde, wäre ich niemals hier.

Trotzdem ist es seltsam. Es ist alles so seltsam!
Manchmal habe ich das Gefühl, ich wäre nach wie vor das unsichere Mädchen, das sich nicht traut irgendetwas alleine zu tun, weil sie sich viel zu sehr auf andere verlässt und von anderen abhängig macht. Zum Teil bin ich das auch immer noch und werde es immer bleiben, weil es ein Teil von mir ist.
Aber ich bin so sehr gewachsen, über mich hinausgewachsen, bin so viel stärker geworden! Ich habe mich von meiner Unsicherheit nicht beherrschen lassen. Ich habe Erfahrungen gemacht, die mich gelehrt haben, dass ich mich letztendlich eigentlich nur auf mich selbst verlassen kann, wie hart das auch klingt. Aber darauf baut eine ganze Menge meiner Verhaltens- und Gefühlsweisen auf. Es ist das, was es mir möglich gemacht hat, jetzt hier in Frankfurt zu sein und meinen Träumen näher zu kommen.

Dennoch ist da Angst. Wie richtig sich das Ganze auch anfühlt, wie richtig es auch ist, ich habe trotzdem Angst. Ich habe Angst vor so vielem! Vor allem eigentlich. Ich bin vielleicht stärker, aber ich bin immer noch schwach. Im Herzen bin ich schwach. Und ja, diese Schwäche ist auch meine Stärke und ich weiß, wie ich mit ihr umzugehen habe, aber manchmal komme ich nicht dagegen an und ich fürchte einfach, dass es Dinge gibt, die ich selbst mit meiner Stärke, meiner Willenskraft, meinem Glauben an mich selbst nicht besiegen kann.

Ein Teil von mir, der mal sehr groß war und es immer noch in gewisser Weise ist, liebt die Sicherheit mehr als alles andere. Ich habe gelernt, mich auf Risiken einzulassen und ich weiß, dass sie gut und wichtig und auch toll sind, aber hin und wieder überkommt mich dieses drückende Gefühl, mich zu verstecken, mich von der Außenwelt abzuschotten, sodass ich mit nichts konfrontiert werden kann, dass mich in irgendeiner Weise überfordert. Da ist noch immer dieses verschreckte, kleine Kind in mir.

Dieses Kind möchte zurück nach Bremen. Es wollte dort bleiben, als ich über Weihnachten da war. Es wollte nicht weg. Es hat sich gut, umsorgt, behütet dort gefühlt. Dort war es in Sicherheit. Dort gab es kaum Dinge aus dieser furchtbaren Erwachsenenwelt, mit denen es klar kommen musste.
Aber selbst dieses Kind weiß, dass es sich mit diesen Dingen auseinandersetzen muss, dass es nicht davonlaufen kann und das will es auch gar nicht. Das Kind mochte auch stark, in gewisser Weise erwachsen sein, die Sicherheit hinter sich lassen und sich ins Abenteuer begeben.

Letztendlich hat mir die Zeit, die ich wieder Zuhause in Bremen war, gezeigt, dass es auch mein Zuhause ist. Natürlich ist es mein Zuhause. Meine ganze Familie ist dort. Ich habe dort so gut wie mein ganzes Leben verbracht! Und in gewisser Weise gehöre ich dort auch hin, immer noch. Nicht nur dieser kindliche Teil von mir, auch alles andere. Es ist ein Ort, an den ich immer wieder zurückkehren kann. Ein Ort, wo ich mit offenen Armen empfangen werde. Ein vertrauter Ort.

Doch hier in Frankfurt ist auch mein Zuhause. Hier habe ich Freunde. Hier habe ich Aufgaben. Hier habe ich Zukunftspläne. Hier habe ich mein eigenes Leben, meine ganz eigene Welt, die ich mir quasi ganz alleine, bei bloßen Vorstellungen angefangen, aufgebaut habe. Hier will ich sein und hier gehöre ich auch irgendwie hin, vielleicht nicht für immer. Aber was ist schon für immer?

Ich weiß nicht, was noch passieren wird, wie die Dinge sich entwickeln, was das Schicksal oder was auch immer das ist, noch so für mich bereit hält, was mein Leben noch so mit mir vorhat und ich mit meinem Leben.
Aber ich weiß, dass es zwei Orte, zwei verschiedene Menschengruppen gibt, bei denen ich sehr gerne bin und sein will. Ich weiß, dass es Unsinn ist, nur einen Ort sein Zuhause zu nennen. Sowieso ist Zuhause kein Ort. Zuhause sind Menschen. Zuhause ist das Gefühl, etwas zu haben, an das man zurückkehren kann, wo man sich wohlfühlt und wo Leute sind, die einem in diesem Gefühl bestärken und dieses Zuhause zu etwas schönem machen.
Dieses Gefühl, zwei Zuhause zu haben, wie seltsam das auch irgendwie ist, wie verwirrend und fast widersprüchlich, ist wunderschön.

Ich hoffe wirklich, dass es auch in Zukunft so bleiben wird und mir meine Heimat Bremen nicht immer fremder und fremder werden wird. Das wäre sehr schade, denn ich mag Bremen und vor allem meine Familie und die eine Freundin, die ich dort habe, wirklich sehr gerne und es hängt einfach so ein großer und wichtiger Teil meines Lebens, meiner Erfahrungen an diesem Ort, dass ich einfach nicht will, dass ich mich irgendwann vollständig davon löse. Ich glaube auch nicht wirklich, dass das überhaupt geht.
Auf der anderen Seite möchte ich mein neues Zuhause noch mehr zu meinem Zuhause machen, vor allem in dem ich Freundschaften vertiefe. Es kommt mir so vor, als würde mir das irgendwie schrecklich schwer fallen, aber gut, das war eigentlich schon immer so. Na ja, vieles kommt einfach auch mit der Zeit. Das gilt auch für meine Träume und Ziele. Zeit. Nichts funktioniert von Jetzt auf Gleich, auch wenn einem rückblickend vieles so erscheinen mag.

Ich bin wirklich gespannt, wie mein Leben weitergehen wird, ob es sich weiter so wundersam fügen wird, ob ich schaffen werde, was ich mir vornehme, wie ich mich verändern werde – alles.
Was auch sein wird, ich denke, ich kann sagen, dass ich mich darauf freue und alles geben werde oder zumindest so viel wie ich kann.

Mittwoch, 13. Januar 2016

Words: Mein Shipping-Adventskalender

Dear Words.

Am 1. Dezember kam mein wundervolles Hirn auf die Idee „Hey! Machen wir doch einen Adventskalender, in dem wir jeden Tag über ein anderes Ship schreiben! :D“. Tja, da ich meinem wundervollen Hirn leider oftmals nichts abschlagen kann, habe ich es dann auch getan und tatsächlich bis zum 1. Januar durchgezogen.
Ich hab's meist nicht rechtzeitig geschafft und die OSs mitten in der Nacht oder eher schon ganz früh am morgen, um 4 Uhr nämlich teilweise, gepostet und lag auch mal etwas hinten.^^ Aber hey, letztendlich hab ich's durchgehalten. :D
(Zu dieser einen Sache, die mich etwas aufgehalten, aufgebracht und demotiviert hat, komme ich noch etwas später.)

Ich bin wirklich froh auf mein Hirn gehört zu haben, denn durch dieses Projekt hatte ich endlich die Möglichkeit über so viele Ships zu schreiben, über die ich schon lange mal schreiben wollte. (Ich habe tatsächlich eine Liste mit so gut wie all meinen Ships und will über jedes Mal was schreiben. :'D)
Es war auch total cool herauszufinden, was mein Hirn mit den Ships so anstellt, in was für Situationen es sie führt und was daraus so wird. Es war echt interessant, auf was für Ideen ich da teilweise auch erst beim Schreiben gekommen bin. :D
Außerdem liebe, liebe, liebe ich es die Gedanken-, Gefühls- und Verhaltenswelt von Charakteren kennenzulernen, während ich über sie schreibe. Und Beziehungsdynamiken und einfach, wie ich sie schreibe und wie mir das gefällt. Das macht echt Spaß, besonders bei ganz vielen Charakteren, über die ich noch nie geschrieben und vielleicht auch nie wieder schreiben werde.
Durch den Shipping-Adventskalender konnte ich so vieles ausprobieren, auch was Fandoms betrifft, auch wenn das Projekt letztendlich, wenig überraschend für mich, sehr Kuroko no Basuke- und Free!- und Sweet Amoris-lastig war.

Dass ich wenige bzw. eigentlich so gut wie keine (sinnvollen) Kommentare bekommen habe, war mir irgendwie klar, nachdem ich mich entschieden hatte, das Ganze auf Fanfiktion.de unter Crossover zu veröffentlichen. Erschien mir aber dennoch als der sinnvollste Weg, weil ich die ganzen OSs jetzt auch nicht einzeln hochladen wollte. Das hätte irgendwie doof ausgesehen, na ja.^^
Es ist ein wenig schade, finde ich. Es fühlt sich dann immer an, als würde es niemand lesen und dafür stelle ich es ja rein, damit es gelesen wird.
Ich weiß aber natürlich, dass es trotzdem Leute gelesen haben (müssen). Hab die Links auch immer auf Twitter geteilt.
Und letztendlich sind die Reviews ja nicht das, auf was es mir ankommt. So war es nie und so wird es nie rein. Reviews sind ein wunderschöner Bonus, nicht mehr und nicht weniger. Reviews sind ein Geschenk, über das ich mich immer sehr freue.
Nur weil ich keine bekomme, heißt das aber nicht, dass mein Geschriebenes nicht wertgeschätzt wird, schon allein deshalb, weil ich es selber sehr wertschätzen, da ich das Schreiben einfach liebe.
Also ein sehr kleiner, nicht wirklich bedeutender Knackpunkt an der ganzen Geschichte. Die OSs sind ja da, sind online. Die Möglichkeit, noch Reviews zu bekommen, besteht deshalb immer und mir reicht allein Gedanke, dass die OSs für andere zugänglich sind und gelesen werden können. :)

Die viel größere negative Sache an dem Projekt ist, dass ich feststellen musste, dass Fanfiktion.de anscheinend nicht (mehr) für meine Art von Fanfiktions und einer selbsterdachten Geschichte, die ich überlegt hatte, hochzuladen, geeignet ist.
Ich hatte zwei OSs, die jetzt auch auf Fanfiktion.de in der Sammlung fehlen und nur auf meinem Blog hier zu finden sind, die Sex-Szene beinhalteten. Bei der ersten war es nicht einmal unbedingt geplant, dass es auf Sex hinausläuft. Bei der zweiten kann man schon sagen, dass Sex der Hauptbestandteil des OS war.
Ich sah darin überhaupt kein Problem. Viele Fanfiktions drehen sich doch irgendwie nur um diese Sache, weil Fanfiktions, meiner Auffassung nach, eben auch häufig oder sogar vorwiegend dazu genutzt werden, Beziehungen zwischen Charakteren herzustellen oder zu vertiefen, zu verändern und Sex ist da eben eine dieser Möglichkeiten, die auch oft Anwendung findet, meiner Meinung nach. Irgendwie denke ich sogar schon fast, dass Sex mit eine der Hauptgründe und Hauptmotive von Fanfiktions sind, aber gut, ich hab dafür jetzt keine Beweise oder so und will Fanfiktions auch nicht sexualisieren oder so oder nur darauf einschränken. Aber ich glaube, viele stimmen mir zu, wenn ich sagte, dass Sex in Fanfiktions schon oft eine große Rolle spielt.
So, daraus kann man auch in etwa schließen, dass ich oft und auch sehr gerne Sex-Szenen schreibe und ja, ich weiß, dass die oft lang und ausführlich sind. Wie geschrieben, sehe ich darin aber absolut kein Problem (außer dass es mich selber manchmal etwas nervt, aber das ist nochmal was anderes :'D).
Wie auch immer. Mein Shipping-Adventskalender wurde wegen dieser zwei OS mit den Sex-Szenen gesperrt und ich könnte mich noch immer tierisch darüber aufregen! Neben dem, was ich eben noch einmal erklärt habe, könnt ihr das in meinem Post explizit zu dieser Sache nachlesen.
*
Warum ich das jetzt nochmal hier aufgreife?
Nun, dadurch habe ich keinen anderen OS mit einer Sex-Szene mehr geschrieben. Vielleicht hätte ich das auch nicht getan, wenn die Geschichte nicht wegen den zwei OSs gesperrt worden wäre und ich mich darüber aufgeregt hätte. Vielleicht doch. Keine Ahnung.
Ich schreibe Fanfiktions übrigens nie hauptsächlich mit dem Ziel eine Sex-Szene zu schreiben. Mir geht es IMMER um die zwei Charaktere und ihrer Beziehung zueinander und ja, Sex ist da ein Bestandteil! Und ich mag diesen Bestandteil sehr!
Na egal, was ich damit sagen will, ist, dass ich mich durch diese Sperrung und das ganze Aufregen irgendwie nicht mehr getraut habe, eine Sex-Szene zu schreiben? Und ich habe jetzt etwas Angst, wieder eine zu schreiben? Bzw. sie hochzuladen, also ein Kapitel, eine Fanfiktion, in der Sex vorkommt.
Ob ich jetzt wirklich Angst habe oder nicht, keine Ahnung. Aber die Sache hat mich irgendwie überempfindlich gegenüber Sex-Szenen gemacht, habe ich das Gefühl.
Vielleicht verschwindet das auch wieder, ich weiß es nicht. Vielleicht ist es auch etwas gutes. Aber verdammt, es nervt mich!
Ich will mich frei ausleben können beim Schreiben und nicht sowas! >.<
Ja, hm, also irgendwie hat der Shipping-Adventskalender mit dieser Sache also auch dafür gesorgt, dass ich mich wahrscheinlich etwas von Fanfiktion.de abwenden werde/muss und mich auf Archiv of our own anmelden und da wohl einiges hochladen werde.
Ich bin da immer noch etwas am zögern, weil ich es eigentlich nicht wirklich will, aber hm. Bleibt mir nicht wirklich was anderes übrig, schätze ich.

So, das ist eigentlich alles. So viel irgendwie doch. ;D Na ja, warum hätte ich sonst einen Post darüber schrieben sollen. xD

Aber ich will das Ganze hier jetzt nicht mit sowas negativem Enden lassen! D:
Ich hatte nämlich wirklich Spaß am Schreiben dieser ganzen OSs, an den verschiedenen Fandoms, den verschiedenen Charakteren.
Ich habe zwar, mal wieder, gemerkt, dass OS, also wirklich nur One-Shots und nicht aus mehreren Abschnitten bestehende, kurze Geschichten, nicht wirklich was für mich sind, weil ich bzw. mein Hirn und mein Fangirl-Herz immer gleich mehr und mehr wollen, mehr von der Geschichte, mehr von den Charakteren und ja.^^
Dennoch war es wirklich schön mit all diesen Charakteren und Fandoms zu erleben, warum ich Fanfiktions sooo gerne mag und eigentlich nie damit aufhören möchte, welche zu schreiben.
Mit Fanfiktions hat bei mir alles angefangen, sie haben mich soweit gebracht im Schreiben, haben mir so viel Selbstbewusstsein über die Zeit und die tollen Rückmeldungen gegeben und ich mag es so sehr, wie leicht und unbeschwert sie sich oftmals schreiben lassen und was für tolle Dinge ich mich diesen Welten und diesen Charakteren tun kann.
Das möchte ich wirklich nicht missen, nichts davon.

Montag, 4. Januar 2016

04.01.2016 - 2015 und 2016

Mein Leben geht endlich voran!
Also zumindest fühlt es sich so an. Keine Ahnung, wie lange ich jetzt in dieser neuen Situation stecken werde. Aber es hat sich auf jeden Fall eine ganze Menge in meinem Leben geändert in dem letzten Jahr und das nächste Jahr wird ganz anders sein als das Letzte.

Ich habe so viele Dinge hinter mir gelassen, bin über so viele meiner Schatten gesprungen, kann meine Träume noch mehr und auf ganz andere, intensivere Weise schmecken als zuvor, habe so vieles bewältigt und sehr viel besser überstanden und gemeistert, als ich das von mir selbst gedacht und erwartet hätte.
Ich bin wirklich gewachsen, seelisch. So fühlt es sich an.

Damit meine ich nicht unbedingt, dass ich ''erwachsener'' geworden bin. Was soll das überhaupt heißen? Ich mag dieses Wort nicht.
Ich würde eher sagen, dass ich stärker geworden bin. Stärker, mutiger. Nicht unbedingt besser, aber vielleicht schlauer, erfahrener irgendwie.
Das heißt nicht, dass ich jetzt ein besserer Mensch bin oder so. Aber ich fühle mich mehr wie ich selbst und wie die Person, die ich sein kann, die ich gerne sein will.

Das ist ein tolles Gefühl. Es ist ein wirklich tolles Gefühl.

2015 hat mir so viele tolle Dinge gebracht. Eigentlich nur Gutes. Wenn ich jetzt so zurückdenke, kann ich mich an nichts schlimmes erinnern. Klar war es nicht immer leicht. Nichts ist immer nur leicht.
Aber ich glaube, ich kann wirklich mal sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde im letzten Jahr. Und das ist ein sehr großer Fortschritt für mein Leben irgendwie.
Und es muss was heißen, wenn ich mich an nichts wirklich schlimmes erinnern kann. Denn normalerweise und traurigerweise sind die schlimmen Dinge ja die, die einem besser in Erinnerung bleiben.
Scheint so, als hätte ich wirklich ein sehr tolles 2015 gehabt. :D

Im Grunde war es jetzt aber nicht sooo etwas besonders. Es war irgendwie ein ziemlich entspanntes Jahr, was irgendwie komisch klingt, wenn man bedenkt, welche großen Veränderungen in meinem Leben stattgefunden haben.
Aber in gewisser Weise ist es wahr und fühlt sich so für mich an.
Und zwar bezieht sich das Ganze darauf, dass all die Dinge, die sich geändert haben, eigentlich ausschließlich mit mir etwas zu tun haben. Ich habe Entscheidungen getroffen. Ich habe Dinge getan.
Da war nicht der Einfluss von jemand anderem, kein Streit mit irgendjemandem oder so etwas. Das war alles ich. Ich habe mich verändert, mein Leben hat sich verändert und das quasi nur durch mich selbst ganz allein.

Sonst war immer irgendetwas anderes ''Schuld''. Ich war meist dankbar für diese Veränderungen, weil sie mich aus einer Lage geholt haben, die mich nur noch kaputt gemacht hat.
Aber das war nicht ich. Ich hatte keine Kontrolle darüber. Es waren Dinge, die passieren mussten in gewisser Weise. Der Wechsel auf die Oberstufe ist zum Beispiel eine dieser Veränderungen gewesen.

2015 aber war es anders. Da habe ich selbst zu einem großen Teil für die Veränderungen gesorgt. Es war meine verdammte Entscheidung und das ist so ein verdammt schönes Gefühl.
Es fühlt sich toll an, dass ich mein Leben jetzt selbst in den Händen halten kann und offensichtlich tatsächlich Dinge richtig machen und richtige Entscheidungen treffen kann. Ich habe nicht mehr das Gefühl, hilflos zu sein. Stattdessen fühle ich mich tatsächlich in gewisser Weise frei.

Rückblickend habe ich das immer sehr vermisst, diese Freiheit. Man musste zur Schule gehen. Man musste Mathe machen. Man musste dies tun und das tun. Man durfte das alles nicht und so weiter und so fort.
Jetzt ist das vorbei. Das ist es seit meinem Schulabschluss 2014. Aber erst dieses Jahr habe ich so richtig begriffen, was das heißt. Dieses Jahr habe diesen ersten Schock und die Überforderung, die diese Freiheit mit sich bringt, halbwegs überwunden und abgeschüttelt.

Ich habe endlich erkannt, dass mein Leben wirklich mir selbst gehört und zwar nur mir selbst.

Im März habe ich mein FSJ abgebrochen, weil ich mich damit nur selbst gequält habe. Mit Nebenjobs habe ich mich dann bis September beschäftigt, was rückblickend eine echt lange Zeit ist. Na ja, wie auch immer.^^ Und Ende September bin ich von Bremen erstmal für einen Monat nach Darmstadt und danach nach Frankfurt am Main gezogen, um dort Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften im Hauptfach und Japanologie im Nebenfach zu studieren.
Das waren die großen, verändernden Sachen in meinem 2015 und das sind alles Dinge, die ich selbst entschieden und selbst bestimmt habe und über alle bin ich sehr, sehr glücklich.

Ich glaube, ich war auch auf recht vielen Conventions und konnte recht viel Cosplayen. :D Auch wenn viele wiederkehrende Charaktere dabei waren, aber ich würde es auch bereuen, wenn nicht. Haru aus Free! ist und bleibt einfach mein ♥-Cosplay und wird es wohl auch für immer. ;D

Was auch etwas ganz besonders für mich 2015 war – endlich hab ich meinen Rin aka Riri getroffen! <333 Hat ja auch lange genug gedauert, nachdem wir uns ständig treffen wollten und immer was daran nicht geklappt hat. :'D Nächster Schritt ist, es endlich zusammen auf eine Convention zu schaffen! :D
Ich bin wirklich sehr, sehr froh Riri damals angeschrieben zu haben und das Ganze soweit getrieben zu haben, dass ich sie jetzt als sehr, sehr wichtige Person in meinem Leben ansehe. Ich würde einen wirklich großen Teil vermissen, wenn ich sie nicht hätte. <333

Noch was wunderbar Tolles an 2015: Ich hab nicht nur dank Japanologie angefangen, Japanisch zu lernen, sondern hab da auch liebe Leute zum Gruppencosplayen und über Boys Love reden kennengelernt. \o/ Alles, was ich jemals in meinem Leben wollte. :'DD Nein, ehrlich, sowas hat mir wirklich ziemlich gefehlt in meinem Leben. (Wobei allein Riri den größten Part davon ausfüllt.^^)

Auch in AVL (also Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften, mein Hauptfach ;D) habe ich echt liebe Personen kennengelernt, über die ich auch sehr glücklich bin, dass sie jetzt in meinem Leben sind. ^-^

*

Ich hoffe sehr, dass diese neuen Personen in meinem Leben noch viel, viel länger ein Teil davon sein werden! Sie sind mir alle unheimlich wichtig und schon jetzt gefühlt viel zu sehr ans Herz gewachsen. Aber so bin ich eben. Wenn ich Leute wirklich mag, lasse ich sie ganz ganz tief in mein Herz und da bleiben sie dann nunmal für immer, egal ob sie das wollen, egal ob ich das will. :'D
Ich wünsche mir, noch ganz viel mit diesen Personen zu unternehmen und zu erleben und sie noch besser kennen zu lernen. <3

Für Riri gilt das natürlich mal wieder in ganz besonderem Maße. ;D Wie geschrieben: nächster Schritt ist, gemeinsam eine Convention zu besuchen. :D
Aber auch sonst wünsche ich mir einfach, dass wir es hinbekommen, uns öfter zu sehen und einfach Zeit zusammen zu verbringen und Spaß zu haben. ^-^

Dann habe ich mir vorgenommen, ganz viel Japanisch zu lernen. Das ist so ziemlich das Einzige, was ich wirklich lernen muss für mein Studium momentan. Bei AVL muss ich nicht wirklich was lernen, weil es da einmal ums Englisch übersetzen im Moment geht und zum anderen darum eine Hausarbeit zu schreiben. In Japanologie allerdings wird es eine Klausur zu den Japanisch-Sprachkenntnissen und -fähigkeiten gehen und ugh.
Die Sprache ist so schön! Und so süß! Aber leider wirklich nicht leicht... An den Kanji werde ich mir noch die Zähne ausbeißen.
Aber egal. Ich will es, also werde ich es tun. Und wenn ich am Ende ein künstliches Gebiss brauche, ist das eben so! (Haha, wäre schön, wenn ich durch Beißen irgendetwas mit den Dingern erreichen könnte. :'D)
Ich werde auf jeden Fall nicht aufgeben. Das verbiete ich mir einfach. Es ist was, dass ich wirklich will und gerade solche Dinge sind nicht leicht, aber ich weiß, dass es die Mühe wert sein wird.

Das heißt allerdings nicht, dass ich mich mit dem Ganzen verrückt machen werde. Ich kenne mich. Dann wird es nicht funktionieren. Ich darf verbissen sein, aber ich muss trotzdem noch recht entspannt bleiben, darf nicht meinen Grund, mein persönliches Ziel, meine Motivation aus den Augen verlieren.
Ich tue es, weil ich es tun will. Weil es mich interessiert. Weil ich damit später was machen will. Und ich werde alles daraus mitnehmen, was ich nur kann. So.

Mehr lesen. Ich will auf jeden Fall mehr lesen. Das will ich schon seit einer ganzen Weile (wieder), aber hm. Es funktioniert eher so mäßig. Lesen ist etwas, wo man sich hinsetzt und es einfach tut. Man kann sich davon nicht ablenken lassen, wie beim Schreiben vom Internet. (Vielleicht würde ich mal wirklich noch viel mehr schaffen, ohne das Internet... :'D) Und ich denke immer ans Lesen, wenn ich im Bett bin. Allerdings ist es dann meist zu spät. Zu spät einmal im Sinne von: Ich sollte jetzt wirklich schlafen! Oder: Ich sollte jetzt wirklich aufstehen und frühstücken!
Tja... Vielleicht bekomme ich das ja nochmal irgendwie hin. Muss ich. ;D

Mehr Youtube. Im Sinne von: Mehr Youtube machen. Schauen tue ich eh (zu viel. :'D) Aber ich würde es wirklich mal gerne schaffen, jede Woche ein Video rauszubringen. Theoretisch müsste ich das hinbekommen können. An Ideen mangelt es nicht und an Motivation eigentlich auch nicht. Ich muss nur mal meinen Arsch hochbekommen, um die Videos auch zu schneiden und nicht das Rohmaterial vergammeln zu lassen!

Mehr schreiben natürlich. Das ist irgendwie immer mein Ziel.^^ Es ist eben nie genug und nein, das ist nicht einmal eine traurige Wahrheit, sondern einfach nur eine Wahrheit. Es gibt so vieles, dass ich schreiben will und auch irgendwie muss, weil mein Schreibhirn und mein Herz und ich mich selbst dazu dränge. Ich will es! Ich will schreiben, schreiben, schreiben.
Dafür bräuchte ich wohl für allem mal mehr Selbstdisziplin. :'D (Genauso fürs Japanisch lernen.)

Ansonsten hoffe ich, dass ich meine Entscheidung auszuziehen, nicht doch noch bereuen werde. Und ich muss das mit dem BaFög endlich mal hinbekommen! Ich kümmere mich darum am Tag, nachdem ich das hier geschrieben habe! Es geht mir nämlich selbst wirklich sehr auf den Wecker!
In dem Sinne hoffe ich natürlich auch, dass ich weiterhin mein Leben so einigermaßen unter Kontrolle behalten werde und mich selbst zufrieden stellen kann, weil das nämlich irgendwie manchmal eine recht große Herausforderung ist.

Und ich hoffe sehr, dass ich meine eine, letzte Schulfreundin auch weiterhin als Freundin behalten werde. Wir haben es jetzt schon weit geschafft. :D Ich mag es, dass wir, obwohl wir ziemlich selten Kontakt haben, uns noch immer sehr gut verstehen und einander so gut kennen, das ist wirklich was ganz besonderes und ich will das auf keinen Fall verlieren! <3

Was wünscht man sich noch so?
Weltfrieden. Weltfrieden wäre auch schön.
Und die Gesellschaft soll mal bitte ihr dummes Geschlechterrollen und sowieso total eingeschränktes Denken ablegen und jeden so akzeptieren wie er eben nun mal ist und sein möchte! Danke.

Montag, 21. Dezember 2015

Everything Else: Porn without Plot

Dear Everything Else.


Oder wie auch immer man es nennen möchte. Schlicht ''Porn'' wäre ja meiner Meinung nach auch okay, hätte ich absolut kein Problem mit. Weil ich kein Problem damit habe, Porn zu schreiben und weiß, dass ich das manchmal (zu oft und auch zu lang) tue. Wirklich, ich bin mir dessen voll und ganz bewusst!

Was mir nicht bewusst war: auf Fanfiktion.de ist das Posten von solchem Zeug nicht erlaubt, also das Posten von ausschließlich Porn. In diesem Fall wird es dann als PWP, Porn without Plot, bezeichnet und ''alles'', was nur dahin führt, ist dann ''Alibihandlung'', also Handlung, die nur zum Sex führt.
Schon allein an dieser Definition ist so einiges falsch. Ich sage nicht, dass es grundsätzlich falsch ist. Man kann es durchaus auf diese Weise sehen, wenn man es will. Aber es ist Ansichtssache und Geschmackssache! Fanfiktion.de hat sich für diese Meinung entschieden.
Ich allerdings bin der Meinung, dass es 1. sowas wie PWP, Porn without Plot, nicht direkt geben kann. Ich weiß, was damit gemeint ist, keine Frage. Aber meiner Meinung nach, gehört immer auch Plot zu Porn. Wie langweilig und uninteressant wäre es denn sonst? Einfach nur irgendwelchen Sex zu lesen, hat meiner Meinung nach, ziemlich wenig wert. Und dementsprechend schreibe ich sowas ja auch nicht! Es sind immer Gefühle und Gedanken und auch eine Hintergrundgeschichte dabei! Und der Sex erfüllt dann eine bestimmte Funktion und ist verdammt nochmal Teil der Handlung!
Sex ist Handlung! Genauso wie Dialog oder ein Kampf Handlung ist! Klar, zur eigentlichen Handlung gehören dann natürlich noch die Konsequenzen des Ganzen und so weiter und man muss es ja auch nicht besonders ausführlich beschreiben, so wie es einem eben gefällt. Und mir gefällt es ausführlich!
Das ist aber noch lange kein Grund und keine Begründung mein Zeug dann gleich als Porn without Plot abzustempeln. Es ist Porn, ja. Aber hallo, es hat einen Plot!?
Und dann dieses ominöse Wort ''Alibihandlung''. Wie bitte soll man das denn genau definieren!? Dann kann ja theoretisch alles Alibihandlung sein! Es kann ja schließlich alles zu Sex führen. Weil Sex ja immer die logische Folge aus allem ist. Ja.
Ich mag es manchmal auf diese Weise zu denken, weil es lustig ist und Spaß macht. Aber hallo!? Eine gewisse Handlung gleich als ''Alibi'' für eine andere Handlung abzustempeln, klingt für mich schon sehr nach einer Beleidigung und Herabwürdigung. Bei mir ist es sogar sehr oft so, dass ich nicht einmal plane, ob die Charaktere Sex haben sollen oder nicht, sondern es passiert einfach! Demnach kann die vorherige Handlung gar nicht zwangsweise darauf hingeführt haben! Und selbst wenn, so hat diese Handlung dennoch etwas eigenständiges und auch ein Recht darauf, als eigenständige Handlung gesehen und verstanden zu werden.
Denn der Grund, warum ich eine Sex-Szene schreibe, ist niemals bloß die Sex-Szene! Der Sex ist bloß eine der intimsten und intensivsten Weise, wie zwei oder mehrere Charaktere sich nah sein können, meiner Meinung nach.

Konkret ging es bei mir um die Sperrung meines Shipping-Adventskalenders, in dem ich zu jedem Tag einen OS zu einem anderen Pairing schreibe. Zwei von diesen OSs enthielten eine Sex-Szene und ja, die geraten bei mir immer etwas länger. So, wegen diesen zwei OSs wurde das Ganze dann gesperrt, weil es ja PWP, Porn without Plot ist.
Ich so: Okay, hm, das ist nicht erlaubt auf Fanfiktion.de!? Hallo, ich hab früher total viel sowas hier gelesen?! Seit wann!?!? O.O
Ja, gut, dann haben sie das halt eingeführt. Ist blöd und ich sehe es als Zensur, aber na ja, die Szene rauszuschneiden, ist wohl das Einzige, was mir übrig bleibt. Stelle ich auf meinem Blog eben die ungekürzte Szene rein und verweise darauf.
Hab ich das getan und ja, dann kam die Nachricht: Ne, das geht nicht. Ist Alibihandlung. Der OS funktioniert nicht ohne die Sex-Szene.
WTF!? DIE SEX-SZENE IST DOCH JETZT WEG!? WIE KANN DAS DENN DANN IMMER NOCH PORN SEIN?! WOLLT IHR MICH VERARSCHEN!?
Ja gut, dann lösche ich eben die zwei OSs. Hinweis über dem nächsten OS, dass sie auf meinem Blog zu finden sind. (Kein dirkter Link!)
Und dann: Ja ne, das geht auch nicht. Du darfst nicht auf jugendgefährdendes Material hinweisen, wenn es dann frei zugänglich ist.
SERIOUSLY!?!?!?!?!?!??!?!?!?!?!??!?!?!?

Sorry, aber da hört mein gesunder Menschenverstand wirklich auf! Das ist einfach nur noch Kindergarten und kleinkarierter Blödsinn!

Ach! Und Gewalt beim Sex ist ja offensichtlich okay, solange man es markiert und das Ganze nur nachts bzw. mit Perso zugänglich ist, oder wie? Das ist eher okay, als einfach nur Porn!?
Nichts dagegen, dass es okay ist, aber hallo!? Dann ist nur Porn doch erst recht okay, oder nicht? Wo ist da der logische Sinn? Wenn man das miteinander vergleicht, sollte Porn – markiert als sowas und nur nachts oder mit Perso zugänglich – doch viel eher erlaubt sein, als Sex mit Gewalt!?!?

Also das kann mir echt niemand logisch erklären!

Das Argument, dass es ja Pornographie ist, wenn man ''nur'' eine Sex-Szene beschreibt, kann ich an sich noch verstehen. Finde ich auch völlig okay, dass man Kinder davor schützen will und alles, kein Ding.
Aber wie leicht kommt man denn heutzutage bitte an so etwas heran! Wenn man Porn will, wird man auch Porn bekommen und finden! Da finde ich es 1000 Mal besser, wenn man dann Sex-Szenen auf Fanfiktion.de liest, die auch noch eine Art tieferen Plot haben und vielleicht gut geschrieben sind und nicht einfach nur schlecht gespieltes Irgendwas mit viel Gestöhne sind.
Porn-Bilder, ob jetzt aus Anime oder nicht, sind auf Tumblr oder auch überall anders ganz öffentlich zugänglich und das juckt auch keinen so wirklich, weil why not? Was zum Teufel spricht denn überhaupt dagegen!?

Wirklich, Sex ist eins der natürlichsten Dinge überhaupt und ja, vielleicht übertreibe ich ein bisschen, gleich soweit zu gehen, aber es ist doch wahr!
In Deutschland darfst du sogar schon ab 14 mit einer anderen 14-jährigen Person Sex haben! Und es bei anderen oder auf andere Weise zu sehen, zu lesen, was auch immer, ist dann so viel verstörender, oder wie? Hä?

Überhaupt ist Sex viel zu sehr tabuisiert in unserer Gesellschaft! Daher kommt nämlich so ein Blödsinn, dass es dann auf einmal auf solchen Seiten wie Fanfiktion.de nicht mehr erlaubt ist.

Für mich haben Fanfiktions einfach ganz oft damit zu tun, dass man zwei Charaktere gerne mehr miteinander machen sehen würde und vor allem Sex-Szenen sind ja auch eigentlich nie besonders ausführlich gezeigt/beschrieben und deshalb kann man das in Fanfiktions dann nachholen und seine Fantasien für andere Charaktere ausleben.
Das ist Fanfiktion für mich: Das Ausleben von Fantasien zu bestimmten Geschichten. Nicht mehr und nicht weniger.
Und ich würde sogar fast soweit gehen, zu sagen, dass in Fanfiktions alles erlaubt ist. Das sind verdammte Fantasien und nichts anderes! Und wenn ich meine Fantasien nicht in Form von Geschichten frei ausleben darf, in welcher Hinsicht darf ich das denn dann überhaupt noch!?

Aber hey, vielleicht bin ich inzwischen auch einfach zu sehr an manche Dinge gewöhnt und zu offen für vieles. Wenn meine Ansicht nicht auf Fanfiktion.de passt, suche ich mir eben eine andere Seite.

Archiv of our own sieht sehr vielversprechend aus.

Samstag, 19. Dezember 2015

Anime: Tokyo Ghoul


Endlich, endlich habe ich diesen gehypten Anime auch mal geschaut und ja, die zweite Staffel muss ich auch noch gucken und ich bin so halb gespoilert und argh!

Kurzbeschreibung:
Mitten in Japans Hauptstadt Tokyo leben sie: Ghule, die sich von Menschen ernähren. Das muss auch der 18-jährige Bücherwurm Ken am eigenen Leib erfahren, als ihm sein Schwarm Liz bei einem Date die köstlichen Innereien aus dem Leib reißen will. Der Schwerverletzte erwacht kurz darauf im Krankenhaus – und erfährt, dass ihm die Organe seiner Angreiferin transplantiert wurden. Schnell stellt er fest, dass mit ihm irgendetwas nicht stimmt: Normales Essen riecht und schmeckt verdorben, nichts, was er zu sich nimmt, kann er verdauen. Dafür bekommt er bei Hunger ein rotes Auge und entwickelt, sehr zu seinem Verdruss, Appetit auf Menschenfleisch – selbst auf seinen besten Freund Hide. Ob Ken will oder nicht, seine Entwicklung zum Ghul schreitet unaufhaltsam voran…

Die Kurzbeschreibung ist ganz gut. :D Verrät eindeutig nicht zu viel. :)

Story:
Ist der Hype nun gerechtfertig oder nicht? Hm. Ja, ein bisschen schon. Aber zum Beispiel Attack on Titan finde ich auch wirklich richtig gut. Tokyo Ghoul auch eigentlich, aber hm. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich die Folgen jeweils immer eine pro Woche geschaut habe und dadurch hat eine ganz andere Wirkung, wie wenn man etwas alles auf einmal schaut (wie ich das bei Attack on Titan hatte :'D).
Ich mag Tokyo Ghoul und es ist ein wirklich guter Anime und es hat sehr viele tolle Elemente. Es ist ein Anime, den es wirklich anzuschauen lohnt. Aber er ist jetzt nicht über alle Maßen überragend.
Da ich jetzt schon wieder so lange gebraucht habe, bis ich diesen Blogpost wirklich geschrieben habe, ich Dummkopf, sind meine Erinnerungen natürlich auch nicht mehr so frisch, aber ich glaube, meiner Meinung nach hat sich die Story etwas gezogen. Es gab nicht so viel Action, wie man vielleicht vermutet hätte, wie vielleicht wünschenswert gewesen wäre.
Aber andererseits finde ich das auch wiederum gut. Dadurch kann eine Geschichte und besonders die Charaktere sich meist besser entfalten, aber da hatte bei Tokyo Ghoul nicht wirklich den Eindruck, wenn ich so drüber nachdenke. Dinge wurden angedeutet und fast alle Charaktere wurden recht gut mit einbezogen, aber irgendwie, hm. Ich hab auch nicht so direkt eine emotionale Verbindung zu den Charakteren gefühlt, teilweise schon, bei den Dingen, die ihnen passiert sind. Aber irgendwas hat da irgendwie gefehlt.
Bei Dingen, die sehr gehypt werden, hat man aber auch einfach komische Erwartungen. Die Story bei Tokyo Ghoul braucht nämlich recht lange, meiner Meinung nach, bis sie richtig anfängt und richtig spannend wird. Teilweise werden Ken einfach Lösungen präsentiert und das ist eigentlich nie gut für eine Geschichte. Zwischendurch hat die Story irgendwie ein bisschen ihr Ziel verloren, hatte ich das Gefühl, weil immer andere Elemente hinzukamen. Wobei diese Elemente nicht schlecht waren, sondern auch wichtig, um die Story voranzubringen. Aber hm.
Vielleicht habe ich auch einfach erwartet, es mehr zu mögen. ;D
Und ich muss auch noch die zweite Staffel schauen. 12 Folgen sind eben doch immer recht wenig.

Charaktere:
Sind auf jeden Fall eigentlich alle recht interessant. :D Touka hat es mir irgendwie angetan, ich weiß auch nicht. ;D Hab das ja nicht oft bei weiblichen Charas, aber sie ist irgendwie echt toll. :D Ken... ist auch ganz okay. Ah, wie sehr ich auf das gewartet habe, was am Ende passiert ist. :'D Und da bin ich wirklich sehr gespannt auf die zweite Staffel, wie er sich verändert und ja. Das wird bestimmt ziemlich cool sein. :D
Auch die anderen Charas wachsen einem eigentlich ziemlich ans Herz. Besonders Toukas Bruder finde ich auch seeeeeeehr interessant und Suzuya hat auch echt was und Uta natürlich! Also Toyko Ghoul hat schon echt tolle und faszinierende Charas, die nicht unbedingt wie alle anderen sind. ;D
Mit den beiden Detektives konnte ich allerdings nicht besonders viel anfangen, die haben mich eher ziemlich genervt. Na ja.^^

Hintergrund:
Ah, mein Lieblingspunkt in diesem Fall. :DD
Weil ich liebe, liebe, liebe die Idee, die hinter allem steckt! :D Es ist ja irgendwie ein bisschen die Seite der ''Bösen'', die hier mit den Ghulen gezeigt wird. Das hab ich irgendwo gelesen. Aber genau das ist es wiederum nicht – die Seite der ''Bösen''. Die gibt es nämlich gar nicht bzw. beide sind Böse und Gut. Die Welt ist verdammt nochmal nicht schwarzweiß!
Und das ist es, was Tokyo Ghoul zu vermitteln versucht. Es gibt immer unschuldige Opfer. Es gibt immer Leute, die aus den richtigen Gründen, für das richtige kämpfen. Und Leute, die aus den richtigen Gründen für das falsche kämpfen. Und Leute, die aus den falschen Gründen kämpfen. Es gibt das Alles und zwar auf beiden Seiten. Niemand ist richtig oder gut oder falsch oder böse. Manche Dinge, manche Taten, manche Leute sind falsch oder böse oder richtig oder gut. Aber niemals ist eine ganze Gruppe, eine ganze Rasse, einen Wesen von Grund auf falsch oder böse.
Tokyo Ghoul zeigt, dass die Ghule und die Menschen eigentlich genau gleich sind. Sie haben alle Gefühle, haben alle Leute verloren, kämpfen, haben gute oder schlechte Motive.
Nur, weil die Ghule sich von Menschen ernähren müssen, sind sie nicht automatisch schlecht. Die Menschen kennen sie nicht, verstehen sie nicht und das wollen sie auch gar nicht. Sie fürchten das Unbekannte und wollen es nicht an sich heranlassen.
Das ist das, was Ken letztendlich so unheimlich cool macht. Er ist wie das Bindeglied zwischen beiden, Menschen und Ghulen. Er kann sehen, das weder die einen noch die anderen schlecht, böse sind, sondern dass sie alle für das kämpfen, was sie für richtig halten, was auch dennoch falsch und böse sein kann, aber eben auch richtig und gut.
Ich hoffe, das ergibt jetzt noch irgendeinen Sinn. :'D Aber ich denke, wenn ihr den Anime gesehen habt, wisst ihr auf jeden Fall was ich meine. :)
Ich hoffe, von dieser Grundidee wird in der zweiten Staffel noch mehr zu sehen sein ODER es wird alles eine heftige Wendung nehmen, weil Ken sich verändert hat. Wäre beides sehr interessant. :D

Fazit:
Ich muss die zweite Staffel endlich gucken. xD
Ist auf jeden Fall ein Anime, den es sich echt zu schauen lohnt und der eine tolle Botschaft vermittelt und die Charaktere sind auch eigentlich alle klasse und ziemlich interessant. Der Hype hat schon seine Gründe, auch wenn die Story an sich jetzt nicht unbedingt überragend ist oder unheimlich überragend erzählt wird.



Nein, ich shippe die Beiden natürlich nicht.
Kein bisschen.
Und die Beiden auch nicht. Ne.


Donnerstag, 17. Dezember 2015

PWP: I'm your toy

Ein weiterer OS, der zum 11. Dezember, den ich ebenfalls für meinen Shipping-Adventskalender geschrieben habe.
Viel Spaß beim Lesen. :D
Pairing: AkaKuro
Fandom: Kuroko no Basuke


I'm your toy

Kurokos Sicht


Ich weiß nicht mehr, wie es anfing, wann es anfing, warum es anfing. Ob ich glücklich darüber gewesen war. Ob ich es gewollt hatte. Ob ich ihn vielleicht geliebt hatte. Ob er mich vielleicht liebte. Trotz allem. Wegen allem. Ich weiß es nicht mehr.
Nein, die Wahrheit ist, dass ich es noch ganz genau weiß. Ich kann mich an jede Sekunde erinnern, jede einzelne. Ich weiß, wie es anfing und wann und warum. Ich weiß, dass ich am Anfang glücklich war. Ich weiß, dass ich es wollte. Und ich weiß, dass ich ihn liebe.
Was er fühlt, was er denkt, was seine Gründe, seine Motive sind, das weiß ich nicht. Ich habe es nie gewusst und wahrscheinlich werde ich es nie wissen, nicht vollkommen, nicht wirklich. Manchmal, manchmal war es, als könnte ich es sehen, könnte es erahnen, in seinen Augen, im Unterton seiner Stimme, in dem, was er nicht sagte, in den kleinen Gesten, die er unbewusst tat. Doch andererseits tat er nichts unbewusst. Alles, was er machte, war beabsichtigt, verfolgte einen Plan, war von einer Strategie bestimmt. Selbst die Dinge, die er nur zum Spaß tat. Nichts war unkontrolliert an ihm, rein gar nichts.
Und ich hasste das! Alles! Gleichzeitig konnte ich nicht anders, als deshalb zu ihm aufzublicken, ihn deshalb noch mehr zu lieben und noch intensiver dahinter kommen zu wollen, wer er denn nun wirklich war, welcher Kern hinter all dem steckte. Die Frage nach dem Warum. Warum er so war, wie er war.
Doch ich dachte oft, dass Akashi das selbst nicht einmal wusste. Er war sich seiner Selbst vollkommen bewusst. Aber das, was tief in seinem Herzen verborgen lag, was er vergraben und verdrängt hatte, was er nicht sehen, nicht wahr haben wollte, davon wusste er nichts und davon wollte er auch nichts wissen. Aber ich wollte es wissen, mehr als alles andere.
Vielleicht war das der Grund, warum ich ihn machen ließ. Immer und immer wieder, egal wann und wo und egal was, ich ließ ihn machen. Selbst wenn es mich manchmal wütend machte, mich verletzte, ich ließ ihn machen. In der Hoffnung irgendwann, eines Tages hinter seine Fassade blicken zu können, ihm nah genug zu sein, um ihn zu verstehen, wirklich zu verstehen und dann würde ich ihn besser kennen, als jeder andere, besser, als er sich selbst.
Bis dahin war ich gerne sein Spielzeug, vielleicht manchmal etwas zu gerne.
Es war... seltsam. Es machte mir Angst. Die meiste Zeit über machte es mir eine Heidenangst. Aber es war auch aufregend und faszinierend. Es war wie eine fremde Welt, von der ich ein Teil war. Und in dieser Welt gab es nur Akashi und mich. Es war unsere Welt.
Es gab Zeiten, da wartete ich tagelang darauf, wieder in diese Welt einzutauchen. Begierig, sehnsüchtig konnte ich es kaum aushalten. Zu anderen Zeiten fürchtete ich fast, dass es passierte. Furcht, Furcht war fast immer da. Es war wie ein Adrenalin-Kick. Es gehörte dazu. Es machte das besondere Etwas aus.
Inzwischen sollte ich mich vielleicht ein wenig daran gewöhnt haben, aber es war jedes Mal wieder wie eine Art Schock. Zuerst erstarrte ich. Dann kam die Angst, das Adrenalin. Vorfreude, Aufregung und Ungeduld mischten sich darunter. Dieser Gefühlscocktail wurde gut durchgeschüttelt und langsam aber sicher wurden die Gefühle auf die Spitze getrieben. So war es jedes Mal.
Als ich dieses Mal im Unterricht kurz vor der zweiten Pause Akashis Blick spürte, lähmte der Schock wieder meine Glieder. Gleich darauf rauschte die Angst und das Adrenalin durch mich hindurch. Ich schnappte nach Luft, als auch der Rest der, teilweise widerstreitigen Gefühle, mich überkam. Für den Rest der Stunde war es unmöglich, mich zu konzentrieren.
Mit angezogenen Schultern, angespannten Muskeln packte ich nach der Stunde meine Sachen ein. Ein Teil von mir wollte sich ganz viel Zeit lassen, der andere wollte losrennen. Welcher Teil nun eigentlich genau was wollte, war schwer zu sagen. Beides konnte dazu führen, dass Akashi und ich schneller alleine waren oder es länger dauerte. Je nachdem, was Akashi im Sinn hatte.
Dieses Mal führte es dazu, dass er zu mir an den Tisch kam. Mit einer Hand stürzte er sich auf dem Tisch ab. Im ersten Moment konnte ich nicht aufsehen, obwohl ich unbedingt wollte. Wollte ich? Oder wollte ich nicht? Ich wusste es nicht mehr. Ich wusste gar nichts mehr.
Ich wusste in etwa, was Akashi tun würde. Oder? Nein. Nein, ich wusste nicht einmal das. Selbst nach all der Zeit konnte ich ihn kaum einschätzen. Gut, so viel Zeit war es nun auch wieder nicht gewesen. Aber genug eigentlich. Doch für Akashi war nie etwas genug. Ob ich ihn je entschlüsseln würde? War das überhaupt das, was ich eigentlich wollte? Es war das, was ihn faszinierend und anziehend machte. Aber ich hatte dieses Ziel eigentlich schon seit einer Weile etwas aus den Augen verloren, hatte vielleicht sogar schon meine Hoffnung verloren.
Da ich es aber trotzdem weiter zu ließ, trotzdem weitermachte, konnte es nur heißen, dass ich es wollte. Ich wollte, was Akashi mit mir tat. Ich wollte es. Alles davon. Ich wollte nicht bloß ihn. Ich wollte dieses Spiel, diese Angst, die Aufregung, den Schmerz. Ich wollte das.
Trotzdem zuckte ich etwas zusammen und riss die Augen auf, als Akashi eine Hand in mein Haar schob, grob hineingriff und es zu sich zog, während er sich zu mir beugte. Seine Lippen waren überraschend weich, die Bewegungen seiner Zunge bedacht. Es war ein zärtlicher Kuss. Er küsste mich selten auf diese Weise, sehr selten.
War ich enttäuscht, weil ich mehr wollte, weil ich härter, leidenschaftlicher, verlangender geküsst werden wollte? Oder war ich glücklich, weil er so selten auf diese Weise küsste und es somit nur etwas ganz Besonderes, ein ganz spezielles Geschenk sein konnte?
Beides. Es war wohl eine Mischung aus Beidem. Bei Akashi war alles eine Mischung aus Beidem. Ganz am Anfang hatte ich das nicht gedacht, nicht für möglich gehalten. Doch inzwischen wusste ich es, zumindest das wusste ich. Er konnte auch sanft sein, furchtbar sanft manchmal, aber hin und wieder auch auf eine gute, liebevolle Weise. Auf eine solche Weise, dass ich dachte, ich könnte ihm vielleicht wirklich etwas bedeuten.
„Tun wir es gleich hier, hm? Was denkst du?“, seufzte er an meinem Ohr. Sein Atem war heiß. Ich erschauderte und konnte schon jetzt kaum mehr normal atmen.
An der Hand in meinem Haar zog er mich von meinem Platz hoch, legte die andere Hand an meinen Rücken und presste mich an sich. Kurz schaute er mich aus lustverschleierten Augen an. Er lächelte, ein vorfreudiges, herausforderndes Lächeln und amüsiert, amüsiert sah er auch aus, fast ein wenig spöttisch, aber auf eine gute Weise. Wie unschuldig ich schaute jedes Mal am Anfang, das erregte ihn immer wieder unheimlich.
„Ja“, hauchte ich, bevor unsere Lippen erneut aufeinander trafen, härter und ungestümer dieses Mal. Er packte mich noch fester, ließ die Hand an meinem Rücken unter mein Oberteil wandern und kratzte leicht über meine Haut. Eine Welle der Erregung überkam mich und kribbelte bis in meine Zehen- und Fingerspitzen. Ich stöhnte laut in den Kuss hinein. Ruckartig löste er sich von mir.
„Wir sind hier in einer Schule, weißt du. Da solltest du nicht so ungezügelt sein“, sagte er tadelnd und biss mir in die Unterlippe. Ich schmeckte Blut und schaffte es endlich, die Arme um seinen Nacken zu schlingen, drückte mich meinerseits an ihn, rieb mich an ihm, schlang ein Bein um seine Mitte.
„Ungezügelter, süßer, unschuldiger Kuroko“, murmelte er und seine Hand glitt von meinem Rücken runter hinten in meine Hose. Aufreizend rieb er über meinen Anus.
„Ahhhhhh!“ Ich warf den Kopf in den Nacken und drückte den Rücken durch, wodurch meine Härte sich noch mehr gegen seine rieb. Unsanft drückte er meinen Kopf wieder in eine aufrechte Position, um seine geschickte Zunge wieder in meinen Mund zu schieben.
Er quälte mich eine Weile, schob einen Finger in mich, zwei. Aber es war kaum Platz in meiner Hose. Seine Hand war zwar ziemlich gelenkig, aber er kam dennoch nicht sehr tief in mich hinein, was mich verzweifelte Laute von mir geben ließ. Doch vor allem wollte ich auch vorne berührt werden, wollte, dass er meine Hose öffnete, mein Glied rausholte und es berührte oder seinen Mund darum legte, es in seinen Mund aufnahm, an mir saugte. Ich wollte, dass wir beide nackt waren, wollte über seine Brust lecken, sein Glied in meinen Mund nehmen... Es gab nur noch das – nur noch all dieses Verlangen, all diese Dinge, die ich wollte, nach denen ich mich sehnte, nach denen mein Körper schrie.
„Es ist so unbefriedigend“, murmelte er. „Und doch so erregend.“ Als hätte er meine Gedanken gelesen. „Hmmmmm...“ Er leckte über die Haut an meinem Hals, biss leicht hinein, saugte. Es war noch immer recht sanft, fast vorsichtig. Als hätte er Angst, dass es zu intensiv sein könnte. Oder, dass wir erwischt wurden. Oder er wollte es einfach auskosten, mich quälen. Mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit war es letzteres.
Mit einem Ruck drehte er mich plötzlich um und riss mir mit einem weiteren Ruck die Hose runter. Wann hatte er meinen Gürtel und den Reißverschluss aufgemacht? Ich hatte es gar nicht mitbekommen, derartig gefangen war ich in meinen widerstreitigen Gefühlen.
„Auf den Tisch“, befahl er und drückte meinen Kopf nach unten, bis ich mit dem Gesicht und der Brust auf meinem Tisch lag, den Hintern ihm entgegen gestreckt. An der Seite nach hinten zu ihm schauend sah ich, wie er sich die Lippen leckte, bevor er erneut seine Finger in mir versenkte und mich jetzt richtig zu weiten begann.
„Ahhh... Ahhh...“ Ich presste mir eine Hand auf den Mund und hielt mich am Rand des Tisches fest. Meine Beine wurden ganz weich. Mein entblößter Penis rieb jetzt gegen eines der Tischbeine, was sich furchtbar verboten und furchtbar gut anfühlte.
Akashi beugte sich über meinen Rücken, leckte über mein Ohr und stöhnte tief. „Du fühlst dich immer noch so wunderbar eng an, kein bisschen ausgeleihert“, murmelte er. „Du machst es dir gar nicht selber, oder? Wartest immer auf mich. Sparst dich für mich auf. Hmmm... So romantisch. So sexy.“ Seine säuselnde Stimme machte mich schwindelig, besinnungslos. Ich war ganz sein.
Mit einem schmatzenden Geräusch zog er seine Finger aus mir und an ihre Stelle trat sein hartes, geschwollenes Glied. Er biss sich auf die Unterlippe. Weil ich kurz die Augen geöffnet hatte, konnte ich es sehen.
„Tetsuya“, stöhnte er, ein Geräusch, das er bedacht über seine Lippen ließ. Selbst jetzt, als er dabei war, mich hier in unserem Klassenraum zu ficken, war er voll und ganz bei sich. Sein Gesichtsausdruck, der zwar losgelöst wirkte, war dennoch ganz genau so gewollt. Er überließ nichts dem Zufall, tat nichts unbeabsichtigt. Er gab sich mir nicht hin. Er nahm mich.
„Tue es“, stieß ich ungeduldig hervor. „Tue es, Akashi.“ Mein Körper zitterte vor ungeduldiger Erwartung. Meine untere Körperhälfte pochte. Nicht Herr über meinen Körper rieb ich meinen Penis gegen das Tischbein, um mich irgendeiner Art der Erlösung näher zu bringen. Aber es gab keine Erlösung, keine wirkliche, keine von Akashi.
„Du bist so ungeduldig.“ Er schüttelte mit dem Kopf, schob seinen Penis langsam zwischen meinen Arschbacken auf und ab. „Ich sollte dich dafür bestrafen. Für deine Zügellosigkeit.“
„Tue es. Tue es“, kam es mir nur erneut über die Lippen und ja, damit meinte ich auch die Strafe. Ich wollte das, wollte von ihm ''schlecht'' behandelt werden.
Er durfte das. Er durfte alles. Denn ich war sein. Sein allein. Er konnte mit mir machen, was immer er wollte. Ich wollte es. Ich wollte alles. Alles von ihm. Er hatte mich und ich wollte, was immer ich von ihm bekommen konnte.
War das krank? War ich krank? Es war doch nur normal, nur logisch, dass ich ihm alles von mir gab und er mir dafür alles von sich gab. Auch wenn ''alles'' bei mir und bei mir unterschiedliche Bedeutungen hatten. Es war einfach seine Art, seine Art menschlichen Kontakts, seine Art von Nähe, seine Art zu... zu lieben.
„Du stehst drauf, hm? Wenn ich dir über den Rücken kratze, dich warten lasse, dich ein bisschen quäle, dich beiße, bis es ein wenig blutet. Du bist gar nicht so unschuldig.“ Seine Fingernägel gruben sich in meine Haut, kratzten über meine Schulter. Der Schmerz war elektisierend.
„Du hast sie mir genommen“, flüsterte ich heiser. „Du hast sie mir genommen, meine Unschuld.“
Er lachte leicht. „Ja. Und wie ich das genossen habe. Wie ich es immer wieder genieße, zu sehen, wie du deine Unschuld verlierst und ganz ungestüm in meinen Armen wirst.“ Er beugte sich wieder über meinen Rücken, ließ jetzt seine Zunge über meine Haut kratzen, hinterließ kleine Bissmale. Tief mich immer höher und höher. Allein dadurch. Allein durch dieses kleine Schmerzspiel.
„Tue es“, kam es mir [wieder] über die Lippen. „Nimm sie mir nochmal. Nimm mir nochmal meine Unschuld. Ahhhhhhh!“ Ich hatte den Satz kaum beendet, da war er bereits mit einem einzigen harten Stoß in mich eingedrungen.
„Leise“, sagte er. „Du musst leise sein.“ Befehlston. Ich schob mir meine eigene Hand in den Mund, biss auf sie. Das Alles erregte mich nur noch mehr. Unablässig drückte ich jetzt meinen Penis gegen das Tischbein. Da war keinerlei Beherrschung, keinerlei Zurückhaltung mehr übrig.
„Was machst du denn da? Böser Junge.“ Seine Stimme klang ein wenig verärgert. Zuerst wusste ich nicht, was er meinte. Doch dann schloss sich seine Hand um mein Glied. „Hahhhnghhh“, stöhnte ich unterdrückt und bewegte meine Hüfte noch heftiger, wollte, dass er mich befriedigte, aber er schloss seine Hand nur fester um mein Glied, den Daumen auf meine Spitze drückend. „Dummer Junge.“
„Aka... shi...“ Endlich begann er sich in mir zu bewegen und er hielt sich nicht zurück. Wie er gesagt hatte, wir hatten nicht viel Zeit.
„Haaahh... Haaaahhh...“ Er atmete mehr schwer, als wirklich zu stöhnen. Seine Finger gruben sich tief in meine Seite, während er sich immer wieder rein und raus bewegte und das immer schneller und immer härter.
Er traf meinen Punkt, mehrmals. Aber er ließ mich nicht kommen, hielt mein Glied eisern umfasst. Irgendwann verlor ich jegliches Gefühl für Raum und Zeit. Wie lange taten wir das hier schon? Würde es jemals ein Ende haben? Oh bitte, es sollte niemals ein Ende haben, niemals! Einfach immer auf dieser Lustwelle weiterreiten... Ich nahm die Hand aus dem Mund und stöhnte lauter und lauter, um den Druck, der sich in meinem Unterleib aufbaute, irgendwie Ausdruck und ein wenig Erleichterung zu verschaffen.
Akashi hielt inne. Verwirrt und keuchend sah ich zu ihm. Er schüttelte bloß mit dem Kopf, beugte sich über mich und presste mir seine Hand auf den Mund. Hilflos stöhnte ich dagegen, als er weitermachte. Ich fasste nach seinem Arm, wollte... Seine Finger glitten in meinen Mund. Das war besser. Das war sehr viel besser. Ich umspielte sie mit meiner Zunge, saugte an ihnen, biss leicht in sie.
„Tetsuya“, seufzte er meinen Namen dicht an meinem Ohr. Sanft, er sagte meinen Namen irgendwie sanft. Sanft und vorsichtig, wie dieser Kuss am Anfang. Hatte... Hatte er vor irgendetwas Angst?
Der Gedanke verflog gleich wieder, ging unter im Meer der Lust. Denn er fing an, mit seinem Daumen über meine Eichel zu reiben und das gab mir den Rest. „Ahhhhhhhghhhh!“, stöhnte ich, gedämpft durch seine Finger und spritzte unter den Tisch ab.
„So... eng...!“, murmelte Akashi genießerisch und bewegte sich weiter grob in mir, rieb heftig über meine Eichel. „Ahhhhhhhhh!“, stöhnte er schließlich leise direkt an meinem Ohr, als er kam. Er küsste mich, stöhnte in meinen Mund und ich kam tatsächlich ein zweites Mal.
„Ah, wir können nicht... Verdammt, ich würde wirklich gerne...“, seufzte er zusammenhangslos und schüttelte über seine eigenen Worte den Kopf. Er lächelte mich an, ein ehrliches Lächeln, das gleich wieder verschwand. Er schüttelte erneut mit dem Kopf, lehnte sich zurück und zog sich aus mir raus, entsorgte das Kondom, schloss seine Hose wieder und verließ einfach den Klassenraum.
Ich schaffte es irgendwie, mir die Hose hochzuziehen und mir das Oberteil, das Akashi irgendwann auf meinen Stuhl gelegt hatte, wieder überzuziehen. Dann sank ich auf den Boden, zog die Beine an die Brust. Mit dem Handrücken wischte ich mir über die feuchten Augen, lachte freudlos, lachte mich selbst aus. Warum weinte ich denn? Ich wusste es nicht.
Vielleicht wollte ich doch etwas anderes. Vielleicht war das Alles nicht richtig. Akashi war nicht richtig, das dachte ich manchmal. Etwas mit ihm, an ihm war nicht richtig. Er war nicht richtig für mich. Er machte mich falsch, machte mich kaputt, machte mich schmutzig.
Ich schlang die Arme um meinen Oberkörper, versuchte das Zittern verschwinden zu lassen, versuchte, mich zusammenzureißen. Ich konnte das. Ich konnte tun, als wäre alles normal. Als wäre Akashi bloß mein Mitschüler, der Captain des Basketballteams. Nicht mehr und nicht weniger.
Doch was hatte das für einen Sinn? Was hatte das Alles überhaupt für einen Sinn? Hatte es einen? Gab es überhaupt sowas wie ''Sinn''?
Ich drückte das Gesicht auf meine Knie und dachte an sein Lächeln von eben. Er war so schön, so wunderschön, wenn er so ehrlich lächelte. Er strahlte dann. Ich wollte dieses Lächeln öfter sehen, wollte ihn immer so lächeln lassen. Ob ich das könnte? Ob ich es schaffen könnte, bevor er mich zerstörte? Ich würde es probieren. Ich würde alles probieren, für ihn.